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Dieses Land ist es nicht :-(
Hallo,
sorry + Warnung: ich muss mich gerade mal gründlich auskotzen :-/ Hat mit BK auch nur indirekt zu tun. Insofern, als meine Frau den seit Anfang des Jahres diagnostiziert hat. Direkt hat es damit zu tun, dass ich gerade akut an dem ganzen Papier- und Behördenkram verzweifle. Dass es nicht reicht, an einer tödlichen Krankheit zu leiden - sondern dass frau dazu noch jemanden braucht, der diese Krankheit 'managt' - das wissen wir ja schon lange. Und wir sind noch gut dran. Ich habe Zeit genug, erledige den ganzen Papierkram für sie, und fahre sie hin, wo sie wann auch immer hingefahren werden muss. Aber im Moment frage ich mich, wo wir eigentlich leben. Seit Anfang des Jahres ist der Stapel an Papieren, Briefen, Formularen usw. im Zusammenhang mit dem BK meiner Frau auf fast 20 cm gewachsen. Oh, und natürlich... wenn man mit Behörden, Ärzten, Kassen usw. telefoniert, sind alle super verständnisvoll und hilfsbereit, und alle bedauern diese unsägliche Bürokratie natürlich zutiefst. Aber sie wissen ja, die Vorschriften hier und da, und überhaupt... da kann man halt nichts machen, ausser als Patientin irgendwann zu verzweifeln. Seit 5 Monaten warten wir auf die Anerkennung der Schwerbehinderung meiner Frau wegen BK. Tut sich nichts, weil der A*sch von Hausarzt seine Arbeit einfach nicht macht. Das Versorgungsamt rät: treten sie ihrem Hausarzt auf die Füße. Die Kasse empfiehlt: a) theoretisch: Beschwerde an die Landesärztekammer, b) theoretisch: Klage einreichen, c) pragmatisch: Hausarzt wechseln, vom alten Krankenakte anfordern... und dann hoffen, dass der neue Hausarzt das schneller erledigt. Klasse, wenn das alles so reibungslos klappt, ist wieder ein Vierteljahr vorbei. Und jedem tut es furchtbar leid. Aber sie wissen ja, leider, leider, die Vorschriften... Zuzahlungsbefreiung bei der Kasse: kein Problem, alle super verständnisvoll, und über die 1% Selbstbeteiligung sind wir schon seit Monaten raus. Nun macht aber die Kasse Ärger, weil sie (leider, leider, sie bedauert es natürlich zutiefst) keine Apotheken-Quittungen anerkennen kann, auf denen nicht der Name meiner Frau steht. OK, sowas kommt bei uns vor. Wer denkt schon jedesmal daran, in der Apotheke die Dinger stempeln und signieren zu lassen? Und wenn man 3 Quittungen für Zoladex-Zuzahlung einreicht, eine pro Quartal, und auf der zweiten der Name nicht steht... glaubt dann die Kasse oder der Gesetzgeber ernsthaft, dass meine Frau betrügen will, indem sie sich eine Bekannte gesucht hat, deren Zoladex-Apotheken-Quittung sie als ihre eigene ausgibt??? Nein, natürlich glaubt das niemand; und es ist auch völlig klar, dass meine Frau redlich handelt - aber sie wissen ja, die Vorschriften, die Vorschriften, der Gesetzgeber: tut uns auch schrecklich leid, aber so ist es nunmal... Fahrtkosten: wir wohnen auf dem Dorf, und meine Frau muss regelmäßig in die Großstadt in die Klinik zur Nachbehandlung. Fahrtkostenerstattung/-zuschuß bei ambulanten Behandlungen gibt es seit der letzten Gesundheitsreform nicht mehr, mit wenigen Ausnahmen. OK, darunter fällt meine Frau nicht. Sie hat jetzt die Wahl: sie läßt sich von mir fahren, 70 km pro Termin. Oder sie nimmt, wie empfohlen, den öffentlichen Nahverkehr. Mal kurz bei bahn.de recherchiert: wenn sie einen Nachmittagstermin in der Klinik hat, ist sie dann von 11.00 bis 19.00 Uhr unterwegs, 9 mal umgestiegen und 3 km zu Fuß gelaufen. Und falls sich der Termin verzögert und sie den letzten Dorfbus verpasst, läuft sie nochmal 6 km zusätzlich - oder zahlt ein Taxi vom nächsten Bahnhof aus. Tja... und dann frage ich mich, wo wir eigentlich leben. Die Antwort ist simpel: Wir leben in einem der reichsten Länder der Erde. Wir leben in einem Land, in dem jede Halbtags-Kassiererin im Supermarkt mehr Steuern zahlt als ein > 50 Mrd. Umsatz Konzern wie Siemens o.a. Wir leben in einem Land, in dem ein Mensch, der 100 mal mehr Steuern pro Jahr hinterzieht, als ein Krebskranker für seine Behandlung zuzahlt, einfach so amnestiert wird. An der Grenze von Luxemburg mit 100.000 EUR in bar erwischt? Scheiss drauf! Einfach nachträglich eine Selbstanzeige stellen und die vorher hinterzogenen Steuern nachzahlen (dann bleibt die Weste weiss, und der kriminelle Spiessürger in seiner S-Klasse unbescholten). Zugleich leben wir in einem Land, in dem seit Jahrzehnten über Familienpolitik und das "Recht auf einen Kindergartenplatz" diskutiert wird. Auf höchster Ebene, seit ewig, und seit ewig ohne Ergebnis. Weil das so gewollt ist. Wollte man es anders, dann wäre es schon lange anders. Weil es aber nichtr anders ist, heisst das im Klartext, dass in unserem Land Steuerhinterzieher wichtiger sind als Alte, Kranke oder Kinder. Weil die Entscheider in Berlin nunmal nicht alt, krank oder Kinder sind, sondern selbst Steuerhinterzieher. Wenn Trulla Schmidt oder Frau von der Lüge nur _ein einziges mal_ 8 Stunden mit Bus und Bahn unterwegs wären, um läppische 45 Min. beim Arzt zu verbringen... dann gäbe es einen tierischen Aufstand in den entsprechenden Ausschüssen, und die Fahrtkostenerstattung per Taxi wäre nach 4 Wochen kein Thema mehr. Aber solange die "Volksvertreter" sich privatversichert im Benz durch die Gegend chauffieren lassen... Und, wiegesagt, meine Frau und ich sind noch gut dran. Sie hat einen sicheren Job bei der Behörde, ist nicht wegen der Krankheit rausgeworfen worden. Wir besitzen ein Auto. Und ich habe Zeit genug, ihr den Papierkram abzunehmen und sie hinzufahren, wann und wo sie hin will. Aber was bitte macht bei Krebs eine alleinerziehende Mutter, die von Hartz IV lebt und niemanden hat, der ihre Krankheit 'organisiert' und die ganzen alltäglichen Kleinkriege mit Behörden usw. ausfechtet ? Na ja, was soll's... Wie ich eingangs sagte, muss ich mich gerade auskotzen. Und mir ist wirklich hochgradig zum Kotzen :-( Viele Grüße, Stefan PS: Gibt es ein Land auf der Erde, wo der Traum Wirklichkeit ist? Ich weiß es wirklich nicht. Ich weiß nur eins und da bin ich sicher: Dieses Land ist es nicht. Dieses Land ist es nicht. |
AW: Dieses Land ist es nicht :-(
Hallo Stefans,
ich kann Deine Wut gut verstehen. Viele Dinge habe ich selbst auch erlebt. Mir wurden auch von der Kasse Rezepte zurückgeschickt, weil z. B. bei Medis für meine Tochter nicht ihr Name vermerkt war. Taxi wurde mir immer nur für 1 Quartal genehmigt, danach hatte ich wieder die Rennerei (Chemo 2 1/2 Jahre). Deine Frau hat das Glück, daß Du sie fahren kannst und den Papierkram erledigst. Ich bin zwar verheiratet, aber mein Mann kann sich aus beruflichen Gründen nicht damit befassen. Er arbeitet zu weit weg und ist erst zuhause, wenn alle Praxen schon geschlossen haben. Die Gänge zur KK erledigt er, weil die KK dort ist, wo er arbeitet und von unserem Wohnort 35 km entfernt ist. Vorher kläre ich alles mit Ärzten usw. ab. Daher kümmere ich mich auch um diese ganzen Dinge, was bei der Erkrankung kräftezehrend ist. Ich mache mir regelrecht quartalsmäßig einen Plan, welche Überweisungen zu welchen Ärzten, welche Medikamente und natürlich auch die Termine. Es ist gut, daß Du das managen kannst. Liebe Grüße Renate |
AW: Dieses Land ist es nicht :-(
hallo stefan,
wie recht du doch hast............... ich kotze auch mit. deine frau kann sich glücklich schätzen so einen mann wie dich zu haben. viele grüße nicol |
AW: Dieses Land ist es nicht :-(
Naja, ich weiß nicht. Wäre es dir lieber du würdest in irgendeiner Bananenrepublik leben und deine Frau könnte gar keine Behandlung erhalten? Ihr macht es euch immer sehr leicht mit dem Kotzen und Schimpfen auf´s Land, ich glaube unser Land gehört noch zu denen, wo man drei Kreuze schlagen kann, wenn man solch eine Krankheit bekommt und im sozialen Netz so einigermaßen aufgefangen wird. Und zwar im guten Sinne. Erhalte diese Diagnose mal in Timbuktu - da kannst du den Sarg direkt in Auftrag geben. Also immer schön positiv denken *ggg* hilft auch bei der Bewältigung der Krankheit.
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AW: Dieses Land ist es nicht :-(
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Hallo Stefan,
Du hast genau ins Schwarze getroffen. Durch Dein Engagement bist Du Deiner Frau eine große Hilfe. Und für die Erkrankte ist es sicher eine Erleichterung, wird sie von ihrem Mann zu den Terminen begleitet. Der Schriftkram ist sowieso verwirrend. Euch Beiden liebe Grüße Anneli |
AW: Dieses Land ist es nicht :-(
Nimm eine deiner SSRI , evt. die doppelte Dosis und jammer nicht auf hohem Niveau
Die SSRI bekommst du in anderen Ländern zumindest nur als Selbstzahler.......einschliesslich deiner unzähliger Therapien Von den Behandlungen, die deine Frau erhält wollen wir vom Handling anderer Ländern gar nicht reden (du warst ja in anderen Foren auch sehr aktiv!!!) Und dein Sozialneid auf Privatversicherte ist hier absolut unangebracht, ebenso wie der Gossenjargon (ausko....) Christine (privatversichert und nicht Beamte!) PS: Sunpower hat so eine schöne Signatur |
AW: Dieses Land ist es nicht :-(
Bei allen Unzulänglichkeiten des Systems und der vorhandenen Bürokratie kann ich mich Pia's Beitrag nur anschließen.
Ich habe damals kurz nach meiner Diagnose das Buch 'Wer weint schon um Abdul und Tanaya' von Todenhöfer gelesen. Nach der Lektüre fühlte ich mich privilegiert in einem Land zu Leben, in dem medizinische Versorgung auf hohem Niveau garantiert wird und es ein soziales Netz gibt, dass jeden einigermaßen auffängt. MfG |
AW: Dieses Land ist es nicht :-(
Hallo Stefans, auch ich teile die Meinung von Pia. Ich bekam die Diagnose ebenfalls zu Beginn des Jahres. Meine Versorgung könnte (ich bin Kassenpatient) nicht besser sein. Meine Schwester lebt in Spanien, und diese beneidet mich um unser System. Vielleicht solltest du mal ins Ausland gehen,damit du die Annehmlichkeiten in unserem Land wieder schätzen kannst.
Ich wünsche Dir noch eine gute Nacht. Mary |
AW: Dieses Land ist es nicht :-(
Sicherlich sollte man sich nicht am Elend anderer aufrichten, aber manchmal hilft der Blick über den Zaun, die Dinge etwas zurechtzurücken.
Ich behaupte nicht, dass in Deutschland immer alles rund läuft, aber seltsamerweise äußern wir immer erst dann Kritik, wenn wir selbst betroffen sind und nicht alles so läuft wie wir es gerne hätten. Vorher interessierte es beispielsweise doch gar nicht, wie hoch die Zuzahlungen sind, solange wir, da wir gesund sind, sie nicht leisten müssen. Und es ist einfacher zu meckern als etwas zu tun um die Dinge zu ändern. Warum gab's beispielsweise keine Demos der tausenden betroffenen Frauen, deren Angehörigen und Freunden, um Herceptin für nicht-metastasierten BK durchzusetzen (mittlerweile ist das ja G'tt sei dank auch so passiert). Hier ist so etwas durchaus üblich und auch erfolgreich und man verläßt sich nicht auf irgendwelche Interessenvertretungen oder Gerichte. Dein Fall Marie, ist sicherlich sehr ärgerlich aber eben auch sehr speziell und kaum zu verallgemeinern, da du ja in Frankreich gelebt und in Deutschland gearbeitet hast. Freundliche Grüße |
AW: Dieses Land ist es nicht :-(
Hallo, dass Deine Frau erkrankt ist tut mir sehr leid. Ich habe BK im metastasierten Stadium und bin alleinstehend. Bisher habe ich meine ganzen Arztbesuche (mein Onkologe ist 55 km entfernt, weil man Fall etwas speziell ist) mit meinem eigenen PKW gemacht. Ich will nämlich nur eins: Diese schlimme Krankheit so lange als möglich überleben. Es wird wohl immer mal irgendwo haken, aber ich finde in diesem Land wird man medizinisch gut versorgt (ich bin Kassenpatient mit Zusatzversicherung) und dabei hat es noch einen tollen Vorteil: Es ist ein freies Land, keine geschlossene Grenze hält Dich davon ab es zu verlassen. Sorry, so zu schreiben ist eigentlich nicht meine Art, denn ich halte mich für sehr tolerant, aber Dein Gemecker auf hohem Niveau ging mir einfach nur auf den Geist. Gloria |
AW: Dieses Land ist es nicht :-(
Hallo Stefan,
ich habe bereits diese (auch für mich!) unhaltbare Bürokratie im Forum "Rechtliches und Finanzielles" (Krankenkasse, Rente etc) angeprangert. Glaub mir, ICH verstehe dich nur zu gut! Für mich wäre das alles nur halb so wild, wenn es NEBENHER *lach* nicht um eine Krebsdiagnose gehen würde! Der Diagnoseschock ist noch lange nicht überwunden, dann geht es schon los mit "Formulare Formulare von der Wiege bis zur Bahre". ;-) Ich habe auch in einem Amt gearbeitet und kenne diese unbarmherzige Bürokratie. Jetzt kann ich keine Formulare mehr sehen, geschweige denn ausfüllen. Und ich habe auch das Glück, dass man mir den Mist abnimmt... Trotz allem Verständnis für dich: Warum in Gottes Gnaden überlasst ihr eigentlich eine Krebsbehandlung einem "Hausarzt"? Deine Frau gehört in die Hand eines Onkologen! Und DER füllt garantiert das Formular für das Versorgungsamt fristgerecht aus (bei mir war es genau eine Woche). Dass ihr auf dem Dorf wohnt, ist zwar bestimmt idyllisch, interessiert aber ansonsten wirklich niemanden. Und dafür könnt ihr auch niemanden verantwortlich machen. Ich würde sagen, das ist eure ganz private Angelegenheit. Hier halte ich Jammern für absolut unangebracht. Was die Quittungen für die Krankenkasse angeht: Da hilft oftmals bereits ein Gespräch mit dem Apotheker. Ich habe NACHTRÄGLICH noch Namen eintragen lassen. Wenn das nicht möglich sein sollte, lass dir mal den Vorgesetzten des KK-Sachbearbeiters geben... Und zum Schluss halte ich es für sinnlos, irgendwelche Politiker ins Spiel zu bringen. Das hilft euch in eurer Situation nicht weiter... Aber einen Tipp habe ich noch für euch: Der VdK (gibt es in jeder größeren Gemeinde) hilft bei Problemen mit Ämtern! Liebe Grüße Norma Diagnose Brustkrebs Nov. 2001 Diagnose Darmkrebs Juni 2007 bei meinem Mann (zur Zeit in Chemotherapie) |
AW: Dieses Land ist es nicht :-(
Hallo Stefan,
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Und warum so eilig damit? Den Steuerfreibetrag kannst Du doch erst mit der nächsten Einkommenssteuer einreichen. Die Behinderung gilt immer rückwirkend. Und was hat dieses Land mit der Qualität Deines Hausarztes zu tun???? Zitat:
Es ist ganz einfach, in der Apotheke darauf zu achten, dass die Quittungen vollständig ausgefüllt sind. Ich verstehe auch dieses Problem nicht. Der Krankenkassensachbearbeiter darf nur aufgrund von vollständigen Quittungen zahlen. Wir erwarten doch keine Kompetenzübertretung, die negative Folgen für ihn haben kann, nur weil der Patient "geschlafen" hat? Zitat:
Wenn damit aber die Nachsorge gemeint ist und sie keine körperlichen Einschränkungen hat, müssen die Fahrkosten selbst getragen werden. Für Euren Wohnort kann die Krankenkasse nichts. Sicher werden sie für Euch auch kein Krankenhaus am Dorfrand bauen. Zitat:
Das ist eigentlich für eine bisher noch nicht vorhandene KK-Meckerecke geeignet. Mit BK hat das wirklich nichts zu tun. Ich bin noch immer glücklich darüber, dass ich nicht mit Abdul und Tanaja tauschen muß. Und wenn es denn dieses Land nicht ist, dann wüßte ich doch gerne, wo Du größere Hoffnungen für uns in unserer Lage siehst. Ich würde vielleicht dorthin auswandern. |
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Lieber Stefan
Also wenn es was zum Kotzen gibt, dann ist es Deine Meckerei. Ich wohne in Kanada und will Dir mal nur einige Beispiele vorfuehren. Brust OP: Ins Krankenhaus 7 Uhr morgens OP - 9.30 morgens Zurueck auf mein Sofa in meinem Haus: 14.00 Uhr Spaeter am Abend Besuch einer Krankenschwester um meinen Ablauf zu kontrollieren. Besuch wird taeglich wiederholt bis Ablauf abgemacht wird. Pflege und Kost: Meine Familie Reha: Was ist das? Gibt es nicht Lymphdrainage: Nur privat erhaeltlich, sehr teuer Fargelderstattung: Ha, ha, was ist das denn? Medizin: Selbst bezahlen Ich kann mich aber keineswegs ueber unser Krankensystem beschweren. Wir haben Aerzte, kostenlos, Krankenhaus, kostenlos, OP, kostenlos, teuere Diagnostik Maschinen,kostenlos. Meine Bestrahlungen: kostenlos Taegliche Fahrt: Wurde von Freiwilligen gemacht Alles was ich fuer meine Krebserkrankung brauche, bekomme ich, aber nicht mehr und nicht weniger. Und bis jetzt(toi, toi, toi) ist mein Krebs mal weg. Hoffen wir er kommt nicht wieder und ich brauche das System nicht nochmal zu belaestigen. Auf Englisch gibt es einen Spruch: Count your blessings, zaehle Deine Segen. Vielleicht solltest Du Dir mal die Zeit nehmen und das tun. Wuensche Deiner Frau alles Gute |
AW: Dieses Land ist es nicht :-(
Hallo Stefan,
Glaub’ mir…ich kann Dich gut verstehen! Ich kann mich auch der Kritik meiner diversen Vorrednerinnen nicht anschließen…von we-gen „jammern auf hohem Niveau“. Es ist natürlich richtig, dass Menschen mit der Diagnose Krebs in vielen Ländern dieser Welt keine medizinische Hilfe auf dem neuesten Stand erhalten können. Entweder weil es sich die Betroffenen nicht leisten können, oder weil das Land in dem sie leben zu arm ist, medizini-sche Versorgung zu gewährleisten. Das ist tragisch, hilft aber uns, die wir hier leben, erst mal auch nicht weiter. „Kotze“ dich ruhig mal aus hier im Forum…ich finde es o.k., denn irgendwann muss der Frust halt auch mal raus! Ich habe inzwischen auch gelernt, dass es ohne Widerspruch und erneutes Nachfragen in dieser Bürokratie oft nicht weiter geht. Dies galt bei den Anträgen für AHB und Reha, Ver-sorgungsamt, Versicherung, und und und! Auf meine betreuenden Ärzte lasse ich allerdings nicht kommen, diese sind engagiert und helfen mir mit Attesten und Befunden wo es erforderlich ist schnell weiter! Es ist frustrierend, vor allem, wenn man immer wieder „Knüppel zwischen die Beine“ gewor-fen bekommt. Ich sage mir immer, dass die Leute, die bei den Kassen und Behörden sitzen es einfach oft nicht besser wissen. Wenn eine KK-Angestellte eine Apothekenquittung für eine Zoladex-Spritze sieht, weiß diese vielleicht nicht, dass das für die AHT bei BK eingesetzt wird…ärgerlich, aber leider nicht zu ändern. Im Gegensatz zu vielen anderen hier im Forum bin ich auch der Meinung, dass ich von mei-ner Umwelt nicht erwarten DARF, dass diese meine Probleme nachvollziehen kann. Wer noch keine Diagnose „Krebs“ erhalten hat, wird es auch nicht nachvollziehen können. Das nehme ich auch nicht übel…es ist halt so! Seid beide lieb gegrüßt von Billygirl:knuddel: |
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hallo allerseits!
also ich will mal was auf den punkt bringen: mein nachbar verhaut seine kinder. also isset doch nicht so schlimm, wenn ich meine in den keller sperre. oder: in anderen ländern ist das gesundheits- &/oder verwaltungswesen noch besch*eidener, also haben wir doch keinen grund uns aufzuregen. fabelhaft! das ist eine der argumentationen, die ich ausgesprochen liebe! weil andere noch größeren mist verbocken, gibts alles recht der welt dafür, daß zb. kranken mehr schwierigkeiten als nötig gemacht werden, erforderliche oder auch nur hilfreiche medikationen oder untersuchungen versagt bleiben etc. schön, daß sich - gerade von seiten der betroffenen - immernoch leute finden, die das ganze damit rechtfertigen können, daß die situation woanders also noch schlechter ist, was schlimm genug ist. nein ich möchte auch nicht in irgendner bananenrepublik krebs haben (eigentlich möchte ich überhaupt keinen haben). ich weiß aber auch, daß "dieses land" eines der reichsten der welt ist & gemessen daran erübrigt sich der bananenrepublikverweis wohl! @stefan wie gut ich deine wut verstehe! es gibt nämlich tatsächlich situationen, in denen einem nur der kragen platzen & die gepflegte wortwahl getrost vernachlässigt werden kann! jede(r) von uns hat glaub ich im lauf ihrer/seiner krankheitsgeschichte schon solche erlebnisse gehabt. ihr nicht? also ich schon, nette unterhaltung gefällig? siehe http://www.krebs-kompass.org/Forum/s...ad.php?t=11397 stefan, es ist schön für deine frau, daß sie in dir diese hilfe hat. ich denke, alle hier wissen, was sowas bedeutet. daß dich die krankheit genauso runter zieht & man(n) da auch hin & wieder einfach durchdreht - ich jedenfalls kanns gut verstehen. &: RIO LEBT! gruß von anne - luci*katze |
AW: Dieses Land ist es nicht :-(
Niemand hat hier behauptet, dass die schlechte Situation anderswo eine Rechtfertigung dafür ist, dass es in Deutschland auch in mancherlei Hinsicht nicht gut läuft.
Aber wenn die Situation so furchtbar unerträglich ist, warum versucht ihr nicht, sie zu ändern? Seid ihr alle mundtot gemacht? Warum geht ihr nicht auf die Straße? Mit Meckern auf hohem Niveau erreicht ihr gar nichts. Weder für euch, noch für die, die nach euch kommen. Die Alternative wäre vielleicht auch einmal anzuerkennen, was eigentlich alles für euch getan wird, statt immer wieder mehr, mehr und noch mehr zu fordern. Grüße |
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Zitat:
Die Alternative dazu wäre, sich zu engagieren und selbst dafür zu sorgen, dass sich die Dinge ändern. Das ist allerdings nicht so bequem. |
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Hallo Steffan,
Deine Frau kann sich glücklich schätzen, das sie Dich hat. Ich mußte zu meinen Chemos selbst fahren, kam nach Brustamputation aus dem Krankenhaus nach 5 Tagen. Was auf mich gewartet hat, war eine 16 jährige Tochter, die den ganzen Laden alleine schmiß, ein Ehemann, der meinte ich häbe es gut, könnte ja nun mich endlich mal zu Hause so richtig erholen!!!! Dazu muß ich aber sagen, das es bei uns in der Nähe keinen Supermarkt gibt, den man zu Fuß erreichen kann. Mein Mann fährt kein Auto und da mußte schich die Bärbel frisch opperriert ans Steuer setzen und einkaufen fahren. Weißt Du was mal eine alte Patientin zu mir gesagt hat?,,Breites Kreuz, dickes Fell da geht viel drauf". Und die Hauptsache ist doch, das man nicht jammert sondern immer gut funktioniert. Den Papierkrieg hatte ich auch und das alleine. Weißt Du die Nächte sind doch sooo lang Gruß Bärbel |
AW: Dieses Land ist es nicht :-(
Hallo,
auch ich habe für meine Frau den Papierkram etc. übernommen, kann aber die Probleme des Threaderstellers nicht nachvollziehen. Klar fällt bei sowas viel Schreibkram an, aber Probleme gab es bei uns bisher nie. Die Ärzte stellen jede von uns gewünschte Bescheinigung sofort aus, die Krankenkasse hat die Krankenfahrten für uns organisiert, die Apotheke hat angeboten für die Zuzahlungen Buch zu führen und dann einen gesammelten Ausdruck für die KK zu erstellen, die Krankenkasse hat auch die eine Apo-Quittung ohne Name und Stempel anerkannt und den überzahlten Betrag innerhalb von einem Tag angewiesen. Auch sonst haben wir Bescheide etc. von der Kasse spätestens 2 Tage nach Einreichen im Briefkasten. Da können wr uns echt nicht beschweren. Und ganz ehrlich, wenn ein Arzt seine Arbeit nicht macht, dann liegt das nicht am Land sondern am Arzt. |
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lieber stefan, ich möcht mich luci katze anschließen. bin zwar nicht aus D, sondern aus Ö, aber einiges gilt auch für uns.
liebe gloria, nein, keine grenze hält uns davon ab, das land zu verlassen, aber wenn man immer nur dorthin schaut, wo es noch schlechter ist, dann wird die kritik im keim erstickt. das find ich gar nicht gut und ich kann mir nicht vorstellen, dass du es wirklich so meinst. nämlich so, dass man, wenn einem was nicht passt, eben woanders hin gehen soll. dass wir froh sein können, in mitteleuropa zu leben, das ist klar. deswegen spende ich nach jeder nachsorge an ärzte ohne grenzen - ich HATTE medizinische betreuung und möchte in meinem sehr bescheidenen rahmen dazu beitragen, dass diese auch andere menschen haben. aber trotzdem - unser gesundheitssystem und unser sozialversicherungssystem sind eben nicht perfekt. und da rede ich jetzt nicht (nur) von vollkommen überfüllten ambulanzen, einer chemotherapie-tagesklinik, in der es nicht genug infusionsständer gibt, das sind die kleinigkeiten, die sicher dem "personal" mehr zu schaffen machen als den patientinnen. weiters: dass homöopathie nicht bezahlt wird, dass es bei der mistel erst seit ca 1 jahr bezahlt wird, dass die patienten nicht über ihre befreiung vom selbstbehalt informiert werden... dass es privatpatientInnen gibt und solche, die auf der ambulanz 4 stunden warten. also: mal schimpfen ist schon okay. besten wunsch an uns alle und dass wir die bestmögliche betreuung bekommen! s |
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Hallo Stefan,
ich habe auch manche Tage, an denen ich sehr sauer bin: auf das System, auf die Umstände usw. Also kann ich dich verstehen. Dennoch bin ich auch manchmal ganz froh über die Hilfen, die angeboten werden. Ich will mal ein kleines Beispiel herausgreifen, sonst würde die Diskussion unendlich werden: Auf meiner letzten Kur lernte ich eine sportlich aktive, sehr mobile Frau kennen, die ihre Fahrten zur Bestrahlung per Taxi bezahlt bekommen hatte. Gerade weil ich von dieser Möglichkeit nichts wusste und meine 6 Wochen täglich - egal wie ich mich fühlte - mitten durch den Berliner Stadtverkehr mit dem eigenen Auto (zum Glück hatte ich eines!) machen musste, weil ich beim Versuch, mit den Öffentlichen zu fahren, beinahe kollabierte - war ich wirklich neidisch, ich gebe es zu. Aber ich habe die Benzinkosten erstattet bekommen und das auch ganz gut bewältigt. Wäre es für deine Frau nicht auch eine Möglichkeit, dass sie für die Nachbehandlungen Euer Auto nimmt und selber fährt, oder brauchst du es ganz dringend für deine Arbeit? LG Karin |
AW: Dieses Land ist es nicht :-(
Hier wird immer nur ueber das "reiche Deutschland" geredet. Kommt einem eigentlich der Gedanke, dass die vorhandenen Mittel nicht bodenlos sind?
Heute ist es in entwickelnden Laendern nun mal so, dass wir leider nicht fuer genuegend Nachwuchs gesorgt haben. Dazu kommt dann noch die wunderbare Tatsache, dass die Menschen viel laenger leben und daher auch viel mehr an Gesundheitskosten in Anspruch nehmen. Vor 15 Jahren wurde auch hier, wo ich leben, jede Prozedur mit Krankenhausaufenthalt verbunden und ein Tag mehr oder weniger spielte keine Rolle. Man wurde am Tag vorher eingeliefert, blieb auch fuer kleinere Dinge ein oder zwei Tage im Krankenhaus und das war normal. "Normal" gibt es aber nicht mehr, die Zahl der alten und kranken hat sich rapide vermehrt und es musste etwas unternommen werden, um das Gesundheits-System zu erhalten. In Deutschland sind die Umstaende nicht besser und ob Ihr es gerne hoert oder nicht, die Zukunft wird Aenderungen bringen, einiges habt Ihr ja selbst schon in den letzten Jahren erlebt. Traurig aber wahr, besser wird es nicht werden. Und was die so gehassten Formulare angeht, ich wuerde sie gerne ausfuellen wenn man mir meine Kosten ersetzen wuerde. |
AW: Dieses Land ist es nicht :-(
Eigentlich wollte ich mich aus der Diskussion raushalten. Aber Lola, Du sprichst mir aus der Seele mit allem was Du hier schreibst.
Wir hier in Deutschland müssen lernen, dass wir nicht mehr Geld aus unserem "Gesundheitstopf" ausgeben, als tatsächlich drin ist und dass wir eben damit haushalten müssen. Gesundheit gibt es nicht mehr zum Nulltarif. Es wird halt wie immer auf sehr hohem Niveau gejammert. Liebe Grüße |
AW: Dieses Land ist es nicht :-(
Hmmmm,
wie hoch mag die Zahl derer sein, die zwar krankenversichert sind, aber keine Beiträge zahlen? Es ist nicht nur das große Heer der Arbeitslosen sondern auch deren Kinder. Was wir zu spüren bekommen, ist nicht die Ursache, sondern die Wirkung. Diese Tatsache bleibt. Davon werden Verschwendungen nicht ablenken. Solange wir in diesem Land so viele Menschen haben, die sich ihren Lebensunterhalt nicht selbst verdienen können, wird das so weiter gehen. Das ist also eine politische Frage. Man kann da meckern oder.....selbst aktiv werden. Wer mosernd auf dem Sofa sitzt, muß damit rechnen, nicht ernst genommen zu werden. |
AW: Dieses Land ist es nicht :-(
ja, es ist eine politische frage. und so sind auch die antworten sehr unterschiedlich.
grundsätzlich denke ich, dass jeder mensch medizinische betreuung erhalten soll, wenn er sie braucht. keine frage. und ganz egal, wie lange und wie viel er versicherung einbezahlt hat. ich glaube schon, dass das leistbar ist - bzw. es MUSS leistbar sein (=dann muss eben anderswo gespart werden). in die tasche greifen für seine medizinische versorgung kann nämlich nur der, der taschen hat, in denen was drin ist. und wenn wie keine zweiklassenmedizin wollen, in der die einen gut und die anderen weniger gut behandelt werden - dann ist das "in die tasche greifen" aufgabe der öffentlichen hand. sie muss das geld einheben, verwalten und zweckentsprechend verwenden. und, so ist es ja auch, die reichen müssen mehr beitrag zahlen als die armen - nur so kann garantiert werden, dass der topf zumindest halbwegs voll ist. die arbeitslosen, ja natürlich - aber vielleicht GIBT es ja einfach nicht genug ARBEIT für alle? bei uns in Ö jedenfalls wächst die wirtschaft - das heißt aber noch lange nicht, dass alle menschen arbeit finden. aber ja, es GÄBE wohl arbeit, nur - die ist eben oft nicht bezahlt oder bezahlbar: nämlich genau im sogenannten "zwischemneschlichen" bereich, nachbarschaftszentren, kinderbetreuung, recycling, reparatur statt neukauf. (ah ja, aber wenn alles repariert wird und die österreicher sich nicht genug neues kaufen, so hieß es neulich in den nachrichten, dann tut das der wirtschaft wieder nicht gut! und eine katze beißt sich in den schwanz. au weh!) was - lieber barbara O - heißt nun, AKTIV werden? wie könnte das aussehen? ich seh mich als politischen menschen und war sicher schon oft aktiv, insofern seh ich mich nicht "auf dem mosersofa", aber, naja, ich glaub schon, dass man nörgeln darf, wenns einem grad mies geht. alles liebe s |
AW: Dieses Land ist es nicht :-(
Hallo,
möchte mich auch mal zu diesem brisanten Thema äußern, auch wenn die Krebserkrankung meines Mannes eine andere war! Wir können uns als "normale" Kassenpatienten nicht beschweren!!! Mein Mann bekam alle Therapien ohne Probleme erstattet. Er bekam sein Taxi zu den Bestrahlungen erstattet, Kilometerpauschale für den PKW während seiner Chemotherapie, Seine Reha, Krankengymnastik, Lymphdrainagen, sogar zwei PET-CT´s innerhalb von zwei Jahren. Seinen Behindertenausweis erhielt er innerhalb drei Wochen (er hat ihn sich selber abgeholt). Liegt es nun an den Krankenkassen oder an den Ärzten? Ich weiß es nicht. Den "Papierkram" erledigte mein Mann selber und hatte keine Probleme damit. Der Umfang des Ordners mit den Unterlagen hält sich absolut in Grenzen. Wir können uns nicht beklagen, sondern waren erstaunt, wie Reibungslos alles lief. Ich wünsche allen noch einen schönen Tag! Herzliche Grüße Sanne |
AW: Dieses Land ist es nicht :-(
Das Thema ist wirklich brisant und wird auch brisat bleiben. Solange wir soviele Arbeitslose haben, wird das auch so bleiben. Die Krankenkassen haben einfach zu wenig Einnahmen, also muss bei den Ausgaben gespart werden.
Bisher habe ich ohne Probleme alles bekommen, was ich gebraucht habe. Viele Formulare musste ich dafür auch nicht ausfüllen. Ich bin einfach zu meiner Krankenkasse ( Barmer) und die haben alles für mich gemacht. Auch die Quittungen habe ich nur gesammelt und dort abgegeben, alles kein Problem. Ich habe aber auch schon gehört, dass günstigere Krankenkassen ohne Filialen vor Ort diesen Service nicht bieten, dafür ist der Beitrag niedriger. Ich habe es bisher nicht bereut, in einer der großen Kassen zu sein, auch wenn das etwas teurer ist. Aufgrund meiner Erfahrungen als Pflegedienstleitung würde ich auch niemals zu einer dieser Günstigkassen wechseln, denn der Sevice ist deutlich schlechter. Gestern ist mir noch was erfreuliches passiert. Weil ich ab 1.Juli wieder Vollzeit gearbeitet habe, bekomme ich ab 12. Juli wieder für 6 Wochen Lohnfortzahlung ( subcutane Mastektomie und Aufbau mit Silikon wegen CLIS) Weil meine Lohnsteuerkarte noch nicht geändert wurde, war ich deshalb gestern beim Finanzamt. Eigentlich darf die Steuerklasse und Freibetrag wegen Schwerbeh. erst für den nächsten Monat eingetragen werden. ich habe ihn schon für Juli bekommen. Eigentlich müssen die 570€ Freibetrag im Jahr auf 12 Monate verteilt werden ( 48 € monatlich) Die Sachbearbeiterin hat von sich aus den Betrag auf die restlichen Monate verteilt. Ich habe jetzt für den Rest des Jahres 114 € monatlich. Es gibt also doch noch erfreuliches in Deutschland. |
AW: Dieses Land ist es nicht :-(
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Manchmal denke ich, dass das an mir liegt. Kann das sein? Nachdenkliche Grüße |
AW: Dieses Land ist es nicht :-(
Hallo Namens-und Leidensschwester Doris,
du nimmst mir die Worte aus dem Mund und hast wunderbare Links. Hallo, :megaphon: warum liest die keiner??? Es geht nicht um zu wenig Kinder, zu viele Alte oder Kranke, es geht um die Ausgabenkultur!!!! Das ist nun mittlerweile in seriösen Untersuchungen und Artikeln nachgewiesen. Das Ziel könnte sein, was kann man als Verbraucher tun, um das zu ändern??? Die andere Diskussion ist m.E. eine weltanschauliche- die Hängemattenliebhaber gegen die Selbst-in-die Hand-nehmer. Da ist schwer zu vermitteln...... Aber lasst den Stefan doch mal, ging es uns allen nicht irgendwann so, dass man nicht mehr kann, will, aber trotzdem muss?:mad: Schönen Abend noch, Dori:winke: |
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Ja Barbara,
Wie sagt man so schoen, wie man in den Wald reinschreit so kommt es auch wieder raus, oder so aehnlich. Hab das genaue Sprichwort vergessen. VG |
AW: Dieses Land ist es nicht :-(
Hallo Lola,
da sprichst du ein wahres Wort. Ich habe während meiner eigenen Erkrankungsgeschichte keine Schwierigkeiten mit irgendwelchen Institutionen gehabt, weder mit Krankenkasse, noch mit Rentenversicherung, Versorgungsamt oder Arbeitsagentur. Und ähnlich gute Erfahrungen habe ich auch im vergangenen Jahr gemacht als meine Mutter erkrankte und ich nach D geflogen bin um sie zu unterstützbei ihr die Reha mit Wunschklinik auf Anhieb geklappt. Ist vielleicht auch eine Frage der Einstellung wie man mit dem ganzen Kram umgeht und wie man an die Leute mit einem Anliegen herantritt. Vieles alles andere wie beispielsweise die Verteilung der vorhandenen Mittel ist eine Frage des Systems und der Politik. Freundliche Grüsse |
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Komisch dass der Stefans an dieser Diskussion gar nicht teilnimmt, es ist doch eigentlich seine Geschichte.
Aber sehr wahrscheinlich ist er mit dem Ausfuellen der Formulare beschaeftigt, die ihn dann zum K...... bringen. Schade. |
AW: Dieses Land ist es nicht :-(
Liebe Doris,
Ich weiss dass ich sehr nett bin, da hast Du recht. Es betrifft unser Land? Willst Du mir meinen Deutschen Pass jetzt abholen? Du wirst es vielleicht nicht glauben, aber es gibt viele Leute die im Ausland leben und trotzdem Deutsche sind und sogar Familie dort haben die auch die Krankenkassen benutzen. Bin ich nun aber froh dass Du mir "mein" Land nicht so einfach wegnehmen kannst, bloss weil ich da nicht gerade wohne. Die Bundesregierung erkennt mich wenigstens an, die schicken mir sogar immer Geld, das ich mir redlich in Deutschland verdient habe. Und da Du ja in Deutschland lebst, muesstest Du eigentlich wissen dass Zensur schon lange abgeschafft wurde. Also tut mir leid, aber Du kannst mir nicht sagen wo ich ueber was rede. Wuenschen kannst Du es Dir, dabei bleibt es dann auch. Und ja, Geschichte ist schon das richtige Wort. Stefans hat was erzaehlt, das mehrere Komponente hatte, Erlebnisse, Eindruecke usw. Ausserdem duerftes Du wissen dass das Wort Geschichte mehrere Meinungen hat als nur eine. Gruesse von einer Landsmaennin |
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Hallo ihr Lieben,
seit Monaten bin ich nur noch stille Mitleserin, aber heute melde ich mich kurz zu Wort. Ich für meinen Teil, habe keine Probleme mit meiner Krankenkasse oder Behörden gehabt. Ganz im Gegenteil, die Kasse rief sogar bei mir an, da ich vergessen hatte, meinen Antrag für Krankengeld einzureichen. Mein Motto lautet: Das was ich ausstrahle bekomme ich auch zurück, daher strahle ich über beide Backen, oder heißt es Wangen? Ärzte und Sachbearbeiter, ich schmeiße sie jetzt mal alle zusammen, kochen ihren Kaffee auch nur mit Wasser und sind Menschen wie du und ich. Trete ich ihnen als Mensch gegenüber auf, meine ich hier und da einen Seufzer der Erleichterung zu hören. Wie wahr Barbara- so wie man es in den Wald hineinruft, so schallt es heraus. Stefan, versuche es doch mal mit Freundlichkeit, ich hoffe du findest dich dann nicht zum K....... Eine mit den Ärzten und Behörden zufriedene Marlene |
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Zitat:
Ich lebe auch im Ausland und habe doppelte Staatangehörigkeit. Da ich aber viele Jahre das System in D mitfinanziert habe (und es über freiwillig entrichtete Beiträge auch heute noch tue) und noch Familie in D habe, die wiederum auch das System mitfinanzieren, erlaube ich mir meinen Senf hier auch abzugeben. Zwischenzeitlich drängt sich mir immer mehr die Vorstellung auf, dass es in der Mentalität vieler Deutschen liegt das Glas als halbleer anzusehen, statt als halbvoll, dass Klagen zur Kultur gehört und Zufriedenheit für viele ein Fremdwort geworden ist. Schade eigentlich! Denn wenn man eine positive Ausstrahlung hat, dann kommt meistens auch ein positives Feedback. Das gilt auch im Umgang mit Sachbearbeitern bei Ämtern, Behörden und KK, die auch nur ihren Job machen und Teil des Systems sind. |
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aaaaaber - und ich meld mich hier ehrlich zum letzten mal -
aaaaaber ich will eben nicht, dass nur die, die in den wald freundlich hineinlächeln, gut behandelt werden. manchmal kann man vielleicht nicht anders, als hineinzuheulen und das sollte eigentlich nicht heißen, dass man schlecht behandelt wird. und außerdem klingt mir das ein bissl so wie "selber schuld, wohl nicht freundlich genug gewesen". aber auch der wald kann unfreundlich sein, düster und dornig. es soll eben für alle kranken das beste getan werden. für die mit und ohne zusatzversicherung, für die armen und für die reichen. und, um beim bild vom wald zu bleiben - vielleicht könnten die wege so angelegt werden, dass man nicht so leicht an allen bäumen anrennt und sich blaue flecken holt. in diesem sinne, liebe wünsche s. |
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Ich habe für mich eine ganz einfache Grundregel. Versuche immer freundlich und sachlich zu meinen Mitmenschen zu sein und erwarte das Gleiche von den anderen. Und ob ihr es glaubt oder nicht, es funktioniert zu 99,9%. Mit einem freundlichen Lächeln kann man oft mehr erreichen als mit einem bösen Blick.
Um beim Wald zu bleiben: Wie ich in den Wald hineinrufe, schallt es zurück. - Nicht wahr Doris? - Warum mußt Du immer unsachgemäß Mitschreiberinnen angreifen? - Finde das ist kein guter Stil. Freundliche Grüße |
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Hallo,
mit einiger Verspätung (wir können nur per UMTS/GPRS ins Netz, und Eplus/Base streikt da mitunter konsequent) ich nochmal. Ich wusste nicht, dass ich so hohe Wellen schlage. Und ich gebe gerne zu, dass ich in meinem Zorn Dinge über einen Kamm geschoren habe, die (so) nicht zusammen gehören. Ich versuche es daher mit einigem Abstand nochmal... Zunächst: mir ging es beim "Jammern auf hohem Nievau" nicht um den Leistungsumfang der gesetzlichen Kassen (wobei ich manche Bereiche da wirklich unterblichtet finde - die nicht vorhandenen Fahrtkostenzuschüsse gehören dazu). Im Gegenteil. Ich kenne aus 'meinem' Krankheitsbereich viele Leistungen, die weitgehend sinnfrei sind und IMHO ersatzlos gestrichen gehörten. Wiegesagt, meine Frau und ich sind privilegiert. Eigenheim, Job, Auto, viel Zeit... Und die 1% Zuzahlung vom Bruttoeinkommen sind nur ein paar EUR mehr, als wir für die Gebäudeversicherung hier zaheln müssen. Interessiert mich vom Betrag her wirklich nicht näher. Weswegen ich in meinem Zorn auch die ganzen Quittungen und Antragsformulare einfach entsorgt habe, und wir eben künftig einfach zuzahlen werden, soviel es halt ist. Das mag uns ein paarhundert EUR im Jahr kosten - aber es spart Nerven für ein Vielfaches dieses Betrages. Mir geht es vielmehr im wesentlichen um das Generv mit der verbundenen Bürokratie. Und die wird mit jeder "Reform" schlimmer. Da kann es das Gesundheitswesen langsam aber sicher an Irrwitz mit dem Steuerrecht aufnehmen. Jedesmal wird von Kostensenkung, Vereinfachung und Entbürokratisierung geredet. Aber - komisch - jedesmal scheitern wirkliche Reformen an Lobbyisten. An den Fachärzten, an den kassenärtlichen Vereinigungen, an den Kliniken, an der Pharmaindustrie. Und jedesmal bleiben als Zahler diejenigen übrig, die keine gute Lobby haben: die Patienten, die Allgemeinmediziner, das Pflegepersonal. Und jedesmal wächst der Wasserkopf der Verwaltung. Ein paar Beispiele zur Erinnerung ??? Es war die gesundhgeitspolitische Lüge des 'doctor hopping' (das nach Expertenansicht nie in nennenswertem Ausmass existiert hat), die plötzlich den Hausarzt in die 'pole position' versetzen sollte, um Kosten für die Inanspruchnahme von Fachärzten zu senken. Schön. Nur hat man den Allgemeinmedizinern mit der Budgetierung zugleich jegliche Möglichkeiten genommen, Fachärzte da zu ersetzen, wo sie nicht nötig wären. Und läßt sie ausführliche Patientengespräche und Hausbesuche praktisch auf eigene Kosten durchführen. Der Effekt: Zu jedem Quartalsanfang stapeln sich beim Hausarzt Patienten, die nichts wollen als Überweisungen. Und selbst dafür muss ich hier bei meiner Hausärztin eine Stunde im Wartezimmer hocken. Tun kann sie für mich nichts, dafür hat sie kein Budget. Allerdings vergibt sie wegen Überlast Termine nur noch ein Viertljahr im voraus. Und das nicht existente 'doctor hopping', das damit unterbunden werden sollte, wurde erstr durch diese Reform ausgelöst. Ich muss nun nämlich in jedem Quartal zu 2 Ärzten statt zu 1. Das spart sicher ganz viel Geld, Zeit und Arbeitsaufwand... Praxisgebühr. Eine nach einhelliger Meinung absolut aberwitzige Aktion, bei der von den 10 EUR Gebühr vielleicht 10 oder 50 Cent an Kosteneinsparung überbleiben. Völlig absurd, die Ärzte zu Inkassounternehmen des Staates zu machen. Da werden halt Handkassen geführt, Rechnungen und Quittungen gedruckt, gestempelt und unterschrieben, Bargeld zur Bank getragen, abgerechnet, von der Kasse geprüft, usw... Spareffekt gleich null. Aber endloser Aufwand an Arbeitszeit, Verwaltung und Papier. Gemessen an diesem Blödsinn ist selbst die Agrarpolitik der EU mittlerweile ein Muster an Effekitivität und Sparsamkeit. Dabei wäre es so einfach. Zuzahlung? Kein Problem. Wenn jeder Versicherte einmal jährlich eine Rechnung von der Kasse bekäme, die die von ihm in Anspruch genommenen Leistungen samt Kosten aufführt (da könnte er dann auch gleich mal gucken, welche Leistungen die Ärzte abgerechnet haben, ohne sie zu erbringen) und die Zuzahlungen, die er leisten muss... dann stünde darunter ein einfacher Hinweis, dass es sich ab xy Bruttolohn pro Jahr lohnen würde, einen Antrag auf Zuzahlungsbefreiung zu stellen. Statt dessen sammeln wir Quittungen, stellen Anträge, machen Kopien von jedem Quark, die Kasse prüft, usw. Warum das nicht einfacher geht? Einfach, weil sich die starken Lobbies seit ewig mit Händen und Füßen gegen jegliche Kostentransparenz wehren. Und seit 20 Jahren jeder Gesundheitsminister systematisch vor diesen Lobbies einknickt. Was mich daran stört: zum einen basieren die 'Reformen', die da jährlich verbrochen werden, auf Lügen. Wie auf der böswilligen Unterstellung, die Menschen wären gerne krank und würden nur so zum Spass zu x Ärzten parallel laufen. Und auf der grundlegenden Lüge, dass Gesundheit in D immer teurer werde. Das ist nicht wahr. Gemessen am immer steigenden Lesitungsumfang (und für die Alterspyramide in D kann der Beitragszahler nichts) ist unser Gesundheitswesen nicht teuer oder ineffektiver als vor 20 Jahren. Es gibt vielmehr, wie schon jemand ansprach, nur eine massive Finanzierungsschieflage. Von Jahr zu Jahr wird ein immer größerer Anteil des Voplkseinkommens nicht durch lohnabhängige Arbeit, sondern durch Kapitalgewinne erzielt. Die Finanzierung des Gesundheitswesens basiert aber im wesentlichen auf den Zahlungen der Lohnabhängigen. Deshalb müssen die Kassenbeiträge ständig steigen, auch ohne dass die Gesundheitsversorgung teurer wird. Weil es einfach immer weniger Menschen gibt, die für alle bezahlen müssen. Das liesse sich ganz simpel lösen, indem man die Kassenfinanzierung über Steuerquellen erbringt statt über die bisherigen Beiträge. Zum anderen, dass die damit verbundene Bürokratie inneffektiv, ungerecht und geeignet ist, zu systematischer Untreue und Vorteilsnahme zu animieren. Mit der Praxisgebühr zaheln wir den Wasserkopf der Verwaltung, keine medizinische Behandlung. Und je mehr sich das Aufgabenfeld der Ärzte weg vom Patienten und hin zu Kostenfragen bewegt, desto mehr Kreativität und ARbeitszeit verwenden sie darauf, den Kassen ein Schnippchen zu schlagen. Hat sich noch nicht rumgesprochen, dass nicht nur Kliniken, sondern auch Ärzte problemlos ihr controlling durchführen können? Und dann eben das tun, was ihnen Einkommen bringt, und das unterlassen, wobei sie draufzahlen. Was ich Ärzten und Kliniken gar nicht mal vorwerfen kann. Es muss halt jeder sehen, wie er überlebt. Wieviel dabei von Redlichkeit und Gesetzestreue zu halten ist, zeigen die Vorstrafenregister unser Volksvertreter. In einem Land (das mal wieder...), in dem der Ehrenvorsitzende einer Volkspartei ein rechtskräfitg verurteilter Krimineller ist (weswegen? Natürlich: Steuerhinterziehung), kann man von Patienten und Ärzten kaum die Moral erwarten, die bei den Vertretern der Legislative schon lange ausgestorben ist. Insofern: doch, wir sind auf dem Weg zur Bananrepublik. Und auf diesem Weg schon ziemlich weit vorangeschritten. Die Zeche zahlen die einfachen, dummen Konsumenten. Nicht wir hier. Schon, wer in der Lage ist, hier ein posting zu lesen oder zu schreiben, ist privilegiert. Er hat das Geld für einen Rechner, für den Internetzugang, und er hat die Zeit und Kompetenz, nach Infos zu recherchieren - sonst wäre er nicht hier. Die, die am Arsch sind, sind die, de nicht hier sind. Weil sie dafür kein Geld, keine Zeit oder kein Wissen haben. Die, die deshalb nicht wissen, welche Leistungen ihnen zustehen; oder die nicht in der Lage sind, den Papierkrieg zu gewinnen, der ihnen abverlangt sind. Mitunter sogar noch solche, die sich schämen, dem Sozialwesen zur Last zu fallen. Was das 'sich wehren' betrifft: das kann nicht jeder. Denn dazu gehört Geld, Wissen, Zeit und Unterstützung. Natürlich kann ich den Hausarzt wegen Untätigkeit verklagen. Ich bin prozesskostenversichert, ich kann mich im Netz schlau lesen, und ich bin auch noch halbwegs jung, schlau und dynamisch für sowas. Wenn ich das nicht tue, dann deswegen, weil es mir den Stress nicht wert ist. Damit bin ich aber - wie die meisten alle hier - nicht repräsentativ. Mein Schwiegervater, der nach 1 Woche im Krankenhaus wund gelegen ist, weil das Pflegepersonal keine Zeit mehr zum Umlagern hat, der kann das nicht. Und den bemerkt keiner, weil er sich weder beim Arzt, noch bei der Kasse, noch online irgendwo beschwert. Nur: dass man den nicht 'jammern' hört, heisst mitnichten, dass es den in D nicht millionenfach gibt. Viele Grüße, Stefan |
AW: Dieses Land ist es nicht :-(
Ich muss mich doch noch mal zum Thema Formulare zu Wort melden....................irgendwas ist da wohl an mir vorbeigegangen.
Seit Mai 2006 bin ich 5 mal operiert worden, habe eine Chemotherapie und anschl. Herceptin bekommen. Das einzige Formular, dass ich ausgefüllt habe, war der Schwerbehindertenantrag. Den habe ich meiner Onkologin zur Unterschrift vorgelegt ( können sie mir das gerade mal unterschreiben) und dann mit Kopien meiner Befunde abgeschickt. Wegen dem Taxischein für die Chemo bin ich zur Krankenkasse, die Sachbearbeiterin hat den Antrag ausgefüllt und gleich bewilligt, obwohl ich die Chemo nicht an nächst möglichen Ort bekommen habe, sondern 15 km weiter weg. Nach dem Brustaufbau im Oktober ( Tram) musste ich anschl. einen Spezial BH und ein Mieder tragen. Alle Anträge haben das Krankenhaus und das Sanitätshaus übernommen, ich musste mich um nichts kümmern.............alles bewilligt, keine Probleme. Jetzt im Juli hatte ich eine subcutane Mastektomie mit Silikon Aufbau. Anschließend wieder Spezial BH. Die Anträge wurden wieder übernommen............keine Probleme. ( das Monstrum kostet 260,-€) Herceptin bekomme ich seit Oktober 06...........um Anträge musste ich mich nie kümmern Meine Zuzahlungsquittungen habe ich gesammelt und bin damit zu Krankenkasse. Der Sachbearbeiter hat sie mit mir durchgesehen und alles gleich bearbeitet. Er hat sich dann von sich aus noch erkundigt, ob es eine Möglichkeit gibt, dass ich nur 1% zahlen muss..............gab es aber nicht. Wenn ich dass hier alles so lese, frage ich, ob wir alle wirklich im gleichen Land wohnen. Stefan, kann es sein, dass du dich zuviel kümmerst, dass du alles selber machen willst? Ich denke, Barbara, wir machen so weiter wie bisher. Es hat mit Sicherheit was damit zu tun, wie man auf Menschen zu geht. Unser Gesundheitssystem krankt vor allen Dingen an den enormen Kosten für Medikamente und Hilfsmittel......................das alles ist im europäischen Ausland viel günstiger. Wieso kostet der BH, den ich tragen muss 260,-€ ? Warum kostete die erste Herceptin Infusion 3200,-€ Ich könnte mir jetzt noch einen zweiten BH verschreiben lassen, mache ich aber nicht. Der BH vom Oktober ist zwar nach der letzten OP nicht optimal, geht aber für die kurze Zeit, die ich brauche um den neuen BH zu waschen und zu trocknen.................anschließend, ziehe ich den sowieso nie wieder an. Nur am Wetter habe ich zur Zeit etwas auszusetzten...............leider gibt es keinen Antrag, den man das stellen könnte,:cool: deshalb wäre ich jetzt schon gerne da, wo die Sonne ist. Ich habe bisher alles bekommen, was ich brauchte, ohne jemals irgendeine Forderung zu stellen. Ich fühle mich hier gut aufghoben und behandelt.................obwohl meine Krankheit richtig teuer ist. |
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