Krebs-Kompass-Forum seit 1997

Krebs-Kompass-Forum seit 1997 (https://www.krebs-kompass.de/index.php)
-   Forum für Angehörige (https://www.krebs-kompass.de/forumdisplay.php?f=49)
-   -   Nun hat`s meinen lieben Papa auch erwischt.............Guten Tag erstmal. (https://www.krebs-kompass.de/showthread.php?t=28292)

Shivanarama 24.09.2007 12:14

Nun hat`s meinen lieben Papa auch erwischt.............Guten Tag erstmal.
 
.............Hallo liebe Forenmitglieder...............

schon seit einigen Tagen bin ich hier im "Krebs-Kompass" am rumstöbern gewesen nach neuen,- wichtigen Informationen,- die mir ein Bild der Geschehnisse,- die in absehbarer Zeit auf uns zukommen werden zu erhalten,- habe z.B. "Estrellas" Geschichte über Ihren Papa sorgfältig studiert,- der mich Ihren Beschreibungen zufolge sehr an das Wesen meines Vaters erinnert.

Danach konnte ich erstmal zwei Tage nur "sacken" lassen,- kenne mich ja mit diversen Krankheitsverläufen ganz gut aus,- nicht aber mit denen des Krebses.......obwohl ich schon sehr viele Bekannte die nicht wirklich alt wurden habe sterben sehen am Krebs...................aber so nah wie jetzt war dieses Thema noch nie.

Danke also,- daß es Euch hier gibt, -ich hoffe einige von Euch können/wollen mir in nächster Zeit ein wenig zur Seite stehen mit Rat und Tat und evlt. auch mal zum trösten,- wenn die ganz schlimmen Tage kommen.

Noch befindet sich mein Papa in der Diagnostik im Benjamin-Franklin-Krankenhaus in Berlin-Steglitz,- von dem ich hoffe,- aber nicht sicher bin,- ob es das bestmögliche Therapiezentrum für ihn darstellt.

Keiner meiner Familie war auf diese Diagnose eingestellt,- ja wie denn auch,- mein Papa hatte nur einmal heftigste Schluckbeschwerden, -und einige Male ein sachtes Druckgefühl in der Speiseröhe und wäre damit nach seinen eigenen Aussagen niemals zum Arzt gegangen,- dafür hat meine Mutter gesorgt,- allerdings wegen seinem chronischen Schnupfen,- den er hat solang e ich zurückdenken kann,- und das sind also 46 Jahre schon.

Dieser HNO-Arzt hat gründlich untersucht,- und ihn eher beiläufig gefragt: "Haben sie manchmal Schluckbeschwerden?"

Mein Vater hat überlegt,- ob er das überhaupt erwähnen soll,- war ja nicht so schlimm.......................rückte dann aber doch damit raus.

Eine Woche später Röntgenuntersuchung nach "Barium-Breischluck".....sofort ein auffäliiger Befund,- eine Stenose in einer Länge von 6-8 cm.......und eiliges Hin-und Her unter allen beteiligten,- behandelnden Ärzten mit sofortiger Einweisung in die Klinik zur weiteren Abklärung.
Montag letzte Woche den Urlaub,- der am nächsten Tag stattfinden sollte storniert,- ich hab darauf gedrungen ,- die Ärzte auch..........meine Vater sagte: "Mensch, die 14 Tage machen doch den Kohl nicht fett,- oder?".......Die Klinikärzte sagten: "Oh,- doch das können sie schon....."

So,- nun zig diverse Magenspiegelungen ,- mit Biopsieentnahmen,- Ultraschall,- dann tiefere Biopsie aus dem "Karzinom".......was zu der Zeit noch kein ganz sicheres war,- angeblich nach Ultraschall vom Abdomen keine Fernmetastasen dort,- nun am Freitag CT vom Brustraum,- dieser Befund steht noch aus,- ebenso der Befund der tieferen Biopsie direkt aus dem Tumor heraus.

Aber die Ärztin sagt schon mal soviel: "Es ist ein Speiseröhrenkarzinom",- aber die Qualität des Tumors sei noch nicht bestätigt (Biopsiebefund) und komischerweise sagte sie,- doch nicht Kardiakarzinom,- so wie es nach der zweiten Magenspiegelung mit Sonagrafie am letzten Dienstag aussah.

Habe die bisherigen Befunde kopieren lassen und gestern entdeckt,- daß da doch steht: Befund Kardiakarzinom, T3 und N+...............was hab ich jetzt davon zu halten?...........Erst "nur" der Verdacht auf ein großes Speiseröhrenkarzinom,- was ja jetzt wohl auch vorerst mündlich bestätigt wurde durch die Stationsärztin,- und das Kardiakarzinom abgetan wurde,- auch mündlich, -aber der eine schriftliche Befund ja deutlich aussagt: Eben Kardiakarzinom und T2 und N+............

Kann sich,- bwz. mir das jemand erklären???

Hoffe,- es geht Euch allen "halbwegs" gut heut,- und schicke liebe Grüße an alle stillen "Mitleser".

Danke für alle Tips und geschriebenen Worte im Vornherein.


Die Marion .

PrinzessinAqua 24.09.2007 13:07

AW: Nun hat`s meinen lieben Papa auch erwischt.............Guten Tag erstmal.
 
Hallo Marion,
erstmal herzlich willkommen hier im Forum auch wenn es ein trauriger Anlass ist.

Nun erstmal eine frage du schreibst da steht Kardiakarzinom das heißt eig Magenkrebs, weil der Tumor sich am Mageneingang befindet.. Weil Speiseröhrenkrebs nennt man auch Ösophaguskarzinom. Also so wie ich das lese sagt die Ärtzin ja was ganz anderes wie im Befund, wo du gelesen hast steht.
Zu den einzelnen Erläuterungen können dir hier im Forum bestimmt auch noch viele was sagen, weil ich schmeiße immer noch selbst alles durcheinander.
Also ich versuche es aber nun mal das T steht für Tumor und die Zahl eben wie weit es fortgeschritten ist, das N steht für Lymphknoten, allerdings steht dann eigentlich N0 das heißt nicht befallen oder eben N1 für befallen.

Wie du siehst ist mir selbst noch einiges unklar und es wird nicht richtig klar. Zu der Klinik wo dein Vater liegt kann ich leider nichs sagen weil ich ganz wo anders herkomme. Aber Estella kommt aus Berlin und sie ist mit ihrem Dad im Virchow und das sei wohl sehr gut. Vll könnt ihr euch da auch mal eine 2 Meinung einholen. Weil es ist ja leider noch alles sehr verwirrend. Aber wenn die Ergebnisse alle da sind, wird sich ein Licht aufzeigen und du kannst mehr zu der Diagnosse schreiben und wir können dir noch besser helfen.

Ich hoffe ich konnte dir einbißchen weiterhelfen, als Tip kann ich dir geben bohr bei den ärtzen nach, auch ich habe das immer getan und nur so kam ich an das Ziel, weil anders habe ich reichlig wenig erreicht.

Alles gute
Manu

Shivanarama 24.09.2007 14:42

AW: Nun hat`s meinen lieben Papa auch erwischt.............Guten Tag erstmal.
 
Liebe Manu,- Danke für Deine schnelle Antwort..................ja,- bei den Ärzten nachbohren, -daß tut keiner sonst aus meiner Familie,- außer mir, -denn ich war so oft in den Kliniken dieser Stadt und weiß,- fragen ist Trumpf,- oder Du erfährst so gut wie Nichts.

Tja, und das mit dem Kardiakarzinom, -komisch,- ich fahre morgen ins Krankenhaus und schnapp mir einen der Ärzte,- daß möchte man mir bitte erklären,- morgen übermorgen wird ihm,- laut Aussage eines Arztes heute,- ein Port eingesetzt,- für die Chemo,- die er zu Hause durchführen soll.........er hat's mir grad am Telefon erzählt,- er hört sich im Vergleich zu heut morgen total deprimiert und kläglich an...........................mein Vater hat unsagbare Angst,- ich kenne ihn so nicht,- kann das aber nachvollziehen.

Es ist stimmungsmäßig ein Auf-Und Ab seit der Diagnose...........

Ich hoffe ich erfahre morgen was Genaueres von den Ärzten,- ob nun Kardia,- wie es in dem Magenspiegelungssonogramm hieß, eben T3 und N+ als Befund...aber am Freitag sagte eben die Stationsärztin,- also Kardiakarzinom ist es wohl nun doch nicht..................dat soll mal einer begreifen.

So,- nun nach Stunden hier drinnnen,- muß ich jetzt mal wieder in meinem eigenen Leben schauen ,- was es sonst noch zu tun gibt................Manu,- es tut mir übrigens sehr leid zu lesen ,- daß Dein Papa am 15.9. von Euch gegangen ist......................ich hoffe,- Ihr habt Ihn dabei begleiten können...........hab leider Deine Geschichte noch nicht nachgelesen.

Ganz liebe Grüße aus Berlin zu Dir


Tschüß die Marion.

_Viola_ 24.09.2007 22:08

AW: Nun hat`s meinen lieben Papa auch erwischt.............Guten Tag erstmal.
 
Liebe Marion,

es tut mir sehr leid, dass Dein Vater auch an dieser schlimmer Krankheit leidet.

Hier wirst Du immer einen Ansprechpartner finden. Hier kannst Du Deine Sorgen los werden und wirst immer Hilfe bekommen.

Ich habe mal ein bisschen gegoogelt und dabei dieses gefunden.

Nach den Kriterien der TNM-Klassifikation wird das Kardiakarzinom den Magenkarzinomen zugerechnet. Es nimmt jedoch eine Stellung zwischen dem distalen Ösophaguskarzinom und dem Magenkarzinom ein. Es handelt sich um Adenokarzinome, welche im Bereich der Kardia entspringen und bei Diagnosestellung die Z-Linie miterfaßt haben. Nach Siewert werden diese Tumoren in Typ I, II und III unterteilt (s. Abbildung 1).



Typ I: Distaler Ösophagus: Das Zentrum des Tumors liegt 1-5 cm oberhalb
der Z-Linie, meist einer intestinalen Metaplasie eines Barrett-Ösophagus
entspringend.

Typ II: Eigentliche Kardiaregion: 1 cm oberhalb bis 2 cm unterhalb der Z-Linie,
meist vom kardialen Epithel mit intestinaler Metaplasie ausgehend.

Typ III: Subkardiale Lokalisation: Das Zentrum des Tumors liegt 2 - 5 cm unterhalb
der Z-Linie. Es infiltriert den gastroösophagealen Übergang und den
distalen Ösophagus von unten.

http://www.charite.de/avt/medizin/sp...inom_magen.htm

Kannst Dir ja die Seite mal genauer anschauen.

Wie ich es herauslesen kann, handelt es sich um einen Tumor, der sowohl im Magen wie auch in der Speiseröhre ist. Deshalb vielleicht die Aussage der Ärztin.

Zu Eurer Klinikauswahl kann ich Gärtner nur Recht geben. Das Virchow wird sicher die bessere Wahl sein. Der Onkel meines Lebensgefährten wird dort auch behandelt. Er leidet an Darmkrebs und hat bis jetzt auch nur gute Erfahrungen gemacht. Ich würde auf jeden Fall über einen Wechsel in diese Klinik nachdenken. Dein Vater soll ja die bestmögliche Behandlung bekommen und ich glaube auch, dass sie ihm dort gewährt wird.

Rede auf jeden Fall mit den Ärzten. Das ist wirklich die einzige Möglichkeit sich über alles umfassend zu informieren. Ich bin den Ärzten sicher oft auf die Nerven gegangen. Jeden Tag, wenn wir meinen Vater besucht haben, stand ich da auf der Matte. Dadurch hat mein Vater dann auch ganz andere, vor allen Dingen bessere Medikamente erhalten als seine Bettnachbarn. Ich fand das nicht in Ordnung und habe das dort auch zum Ausdruck gebracht.

Dass Dein Vater jetzt erst mal am Boden zerstört ist, ist ganz normal. Wer rechnet denn mit so einer Diagnose? Dein Vater und natürlich auch Du und Deine Familie müsst erst mal verkraften was da auf Euch zukommt.

Als mein Vater die Diagnose erhalten hat, habe ich ihn das erste Mal weinen gesehen. Es hat mir fast das Herz zerrissen. Auch mein Vater war topfit, hatte auch nur leichte Schluckbeschwerden. Niemand von uns hätte damit gerechnet, dass er Krebs hat. Nach dem ersten Schock kam sein Kampfgeist hoch und das wird bei Deinem Vater sicher auch so sein.

Ich wünsche Deinem Vater alles Gute und Euch allen viel Kraft für die kommende Zeit!

Liebe Grüße
Viola

Shivanarama 25.09.2007 00:15

AW: Nun hat`s meinen lieben Papa auch erwischt.............Guten Tag erstmal.
 
Hallo Viola,- ganz,- ganz lieben Dank,- jetzt werd ich mir langsam klar,- wo der Feind also in etwa sitzt.

Hab grad ne Weile die Seite der Charité studiert, aber noch nicht erfaßt,- ob beim Kardiakarzinom der Magen ganz weggenommen wird, -oder nur teilweise.

Oh,- mir schwirrt heut der Kopf,- hab ne Front gegen mich z.zt.........Mutter , Schwester und Bruder sind mehr am abwarten, - es wird schon irgentwie schiefgehen,- wahrscheinlich hat diese Haltung mit Selbsschutz und großer Angst zu tun............jedenfalls kann ich mit keinem so richtig über Probleme die mit der Zukunft der Gesundheit meines Dads zu tun haben reden,- ich soll mich da nicht so reinsteigern.........auf meine eigene Gesunheit achten, die ja auch dauerangeschlagen ist, -aber ich hab das Gefühl irgentwie nicht stillstehen zu dürfen,- weil die Zeit so drängt.

Mein Pap fragt nie richtig bei den Ärzten nach,- das tue ich dann und meine Familie redet lieber von Schönwetter als von Angst,- Sorgen,- Zukunft, -den Dingen die wahrscheinlich auf jeden von uns zukommen......................tja, -so ist es also ganz wunderschön auf Euch gestoßen zu sein.

Heute konnt ich mal wieder richtig weinen, - Abends in unserem grünen Hof,- wo ich oft auf ein Glas Wein mit meiner Katze draußen hocke und die Stille genieße,- die eine Nacht mitten in der Stadt auch zu bieten hat.........das Weinen tat gut,- es erleichtert ungemein.................ich könnte wetten,- mein Vater weint auch öfters in sich hinein...............natürlich ohne das es irgentwer mitkriegt.


Für heute bin ich sprachlos,- aber sehr,- sehr nett von Euch überrascht.


DAnke.


Gut's Nächtle


Marion.

Michaela68 25.09.2007 22:16

AW: Nun hat`s meinen lieben Papa auch erwischt.............Guten Tag erstmal.
 
Liebe Marion,

es tut mir sehr leid, dass nun auch Dein Vater von dieser Erkrankung betroffen ist.

Hier wirst Du sicherlich oft Hilfe und Verständnis finden und ebenfalls hilfreiche Tips, manchmal hilfreicher als die Tips der Ärzte.

Ich wünsche Euch ganz viel Glück.

Liebe Grüße
Michaela

estella 25.09.2007 22:43

AW: Nun hat`s meinen lieben Papa auch erwischt.............Guten Tag erstmal.
 
Liebe Marion,

ich meld mich morgen, spätestens übermorgen bei dir...bei mir ist es grad arg rumpelig...
Ob der ganze oder nur der halbe Magen entfernt wird, hängt von vielen Faktoren ab. Auch vom Chirurgen. Ich erzähle dir, was unser Chirurg dazu gesagt hat (ist sehr viel und sehr lang und ich bin grad sehr müde), aber im Falle meines Vaters war dies die einzige Lösung. Du solltest unter Magenkrebs lesen, denn dort gibt es ua auch viel positives zum Leben OHNE Magen (Tannseers Thread lege ich dir ans Herz, denn es macht Mut!!!!).
Obschon mein Vater gerade recht fertig ist: seitdem ich ihn bekoche, klappt das mit der Ernährung sehr gut. Also selbst im schlimmsten Fall, ist es nicht so schlimm, wie man sich das zunächst vorstellt. Aber schaun wir mal, obs überhaupt nötig sein wird....
Liebe Grüße,
e

Gärtner 26.09.2007 14:47

AW: Nun hat`s meinen lieben Papa auch erwischt.............Guten Tag erstmal.
 
Liebe Marion,

der Port ist ja für die Chemotherapie. Das hat ja mit der Operation nichts zu tun. Solange ist er ja in der Behandlung der Onkologen. Ich denke, Dein Vater kann ruhig alle Behandlungen weiter machen. Die Entscheidung, ob er sich im Franklin oder Virchow operieren lässt, hat damit erstmal nichts zu tun.
Wenn die Entscheidung zu schwer fällt: Fragt doch den Chirurgen im Franklin, wie oft er diese Operation macht und wie die Sterblichkeit während und nach der OP ist. Ich weiß, solche Frage fällt schwer, ist aber legitim. Und dann könnt Ihr ja auch Kontakt mit Dr. Schumacher im Virchow aufnehmen und sehen, wo das Vertrauen am größten ist. Dr. Schumacher hat diese Fragen sofort ohne Zögern beantwortet. Wenn Ihr die Informationen habt und das Vertrauen zum Chirurgen stimmt, könnt Ihr Eure Entscheidung über Verlegung oder nicht besser vor Euch selbst und auch vor den Ärzten begründen.

PrinzessinAqua 27.09.2007 11:47

AW: Nun hat`s meinen lieben Papa auch erwischt.............Guten Tag erstmal.
 
Liebe Marion,
ich kann euch nur die Daumen drücken. Den über die Krankenhäuser in Berlin kann ich nichts sagen. Allerdings kenne ich durch mein Verlobten das Virchow, da wurde sein Bruder operiert und er hat nur gutes berichtet.

Entscheidet euch für das wo ihr euch gut aufgehoben fühlt, du kannst ja auch mal das Gespräch mit dem anderen Arzt suchen. Der erste eindruck ist meistens der wo entscheidet, so war es bei mir zumindest oder bei uns. Wr kamen in die Klinik und haben nur Freundlichkeit gespürt von anfang an. Daher haben wir uns da auch sehr wohl gefühlt.

Ich wünsche euch viel Kraft.

Viele Grüße
Manu

Shivanarama 27.09.2007 13:34

AW: Nun hat`s meinen lieben Papa auch erwischt.............Guten Tag erstmal.
 
Euch allen ganz lieben Dank für die guten Tips und Anregungen......man hat auf dem CT Punkte auf/in der Leber entdeckt,- drei/vier Stück......ganz klein,- o, 5 mm oder so ähnlich,- sofort der Gedanke an Metastasen.

Gestern haben sie ihn bis 16.00 Uhr nüchtern rumhängen lassen,- sollte ein Ultraschall der Leber unter Vergabe von mit Gasbläschen angereichertem Kontrastmittel gemacht werden,- was der "Schallmeister" allerdings ablehnte,- da mein Vater dieses Kontrastmittel nicht verträgt,- als ehemaliger Herzinfarktpatient,- hätte die Vergabe dieses Mittels einen zweiten Herzinfarkt bedingen können.

Alle Unterlagen über den Infarkt liegen seiner Krankenakte anbei.........so ist wieder ein Tag verschenkt worden,- wir alle waren maßlos enttäuscht über die so mangelhafte Koordination der Ärzte untereinander.

Heute um 16.00 Uhr habe ich auf ein Gespräch mit einer der drei Stationsärzten bestanden,- gestern Abend war keiner mehr zu sprechen...ist schlimm,- jedesmal spricht man mit einem anderen Arzt - irgentwie das Gefühl.......keiner sei wirklich zuständig für ihn.

Den Port für die Chemo haben sie nur so schnell eingesetzt,- weil ein Patient dafür ausgefallen ist,- so die Aussage des Implantators vorgestern.

Mein Vater sieht schlecht und maßlos traurig aus,- total aus seinen Grundfesten gerissen..............meine Geschwister haben ihn noch nicht besucht,- ich war täglich mehrere Stunden bei ihm,- und das tut ihm gut,-und mir somit auch..........durch meine Erwerbsunfähigkeit habe ich ja alle Zeit der Welt um mich bestmöglich mit seiner Erkrankung und seinen täglich mehrmals wechselnden Up's and downs zu beschäftigen.............ich hoffe ich steh den Kampf unbeschadet durch mit ihm,- denn ich lebe seit 1983 mit dem HIV-Virus,- also schon enorm lange und trotz 6 Operationen in 96/97 ist mir mein Immunsystem nicht zusammengeklappt.

Stress,-Sorgen und Ängste allerdings sind pures Gift für meine eigene Immunabwehr,- ich muß beisammenbleiben,- mein Dad braucht mich,- bin ich doch auch die Einzigste die ihm seine Gedanken über Tod und Vergängnis lassen kann und nicht wie meine Mutter mit ihm schimpfe deswegen......sie wil nicht wahrhaben,- was alle kommen könnte,- Gottseidank nicht kommen MUSS,- aber eben könnte...............alles soll wieder gut werden,- von der Brücke springen können wir doch immer noch,- sagte sie gestern Abend...........Sie liebt meinen Vater wirklich über alles,- als wären sie Zwillinge,- nichts geht lange ohne den anderen gut,- sie sind sich nie fremdgegangen oder hatten Ehekrisen und das nun schon 48 Jahre.

Oh,-man...........................ich habe selbst nur noch Magenweh seit Tagen und reiß mich immer bis spät Abends zusammen,- mir nicht anmerken zu lassen vom Papa,- wie sehr mich das alles mitnimmt,- dann würde er mich nicht mehr so oft kommen lassen....................und das will ich nicht.

So,- also liebsten Dank nochmals für Eure offenen Ohren,- Estella,- ich hab auch kaum Kraft zum Reden z.Zt. ...........Abends bin ich platt hoch zehn und nur noch müde- aber vielleicht reden wir nächste Woche mal....ich ruf Dich mal nach 21.10 oder so,- an.........wenns nicht passt,- sagst Du's mir einfach,- gar kein Problem..........ja???

Für Deinen Dad und alle anderen mehr oder weniger "Betroffenen" einen schönen Resttag.


Bye,- ich berichte weiter.

Tschüß von Marion.

PrinzessinAqua 27.09.2007 13:50

AW: Nun hat`s meinen lieben Papa auch erwischt.............Guten Tag erstmal.
 
Liebe Marion,
also aus deinen Zeilen kann ich nur entnehmen das du überhaupt nciht zufrieden mit der Klinik bist und dein dad ja auch nicht wircklich glücklich ist.

Wenn es so ist entscheidet euch für eine andere Klinik, mir scheint auch die Erfahrungen in der Klinik nicht sehr groß zu sein, wenn sie ständig was anderes sagen.

Nun aber mal zu dir, du mußt auch wieder Kraft für dich sammeln. Den das ist erst der Anfang und es wird noch härter. Wenn es dir jetzt schon so schwer fällt was soll noch kommen? Deinem Dad hilfst du nicht wenn du am ende selber zusammenbrichst. Gönn dir etwas wo dir gut tut und du gerne machst. ich weiß es ist leichter gesagt wie getan. Aber man muß ich dazu zwingen, ich wollte auch nie sowas machen. Mich hat dann mein Scvhatz dazu gezwungen. Ich hoffe du hast jemand mit dem du über alles reden kannst. Den das hilft auch sehr viel.

Viele Grüße

Manu

MUT 27.09.2007 14:31

AW: Nun hat`s meinen lieben Papa auch erwischt.............Guten Tag erstmal.
 
Hallo liebe Marion!
Mein Name ist Karin. Ich verstehe Dich sehr gut!! Bei meiner Mutter wurde vor ca 4 wochen per Zufall ein Zerfixcarzinom entdeckt! Ich war dabei.....ein Schock!!!!!!! Niemals hätte ich gedacht, dass meiner Ma mal was passiert...nie....dann der Lauf zu Ärzten.Aufenthalt im K-Haus zwecks Biopsie.Angst vor Metastasen!!!!
Ich habe zwar einen Med.Beruf habe aber leider und ausgerechnet nicht so viel Ahnung von Krebs....mittlerweile nach Nächtlichen suchen übers Net bin ich etwas Aufgeklärter! Auch ich frage den Ärzten immer ein Loch in den Bauch.....aber man erhält nicht immer klare Aussagen oder Verständliche Erklärungen!!! Bei meiner Ma handelt es sich um ein Plattenepicarzinom.Dieser streut eher selten über die Blutbahn! So war es dann auch.Keine Metastasen in anderen Organen!!!!Juhu.....:cheesy: Morgen wird sie operiert nach Wertheim! Liegt in Leverkusen.Dann Bestrahlung und leichte Chemo....sie tut mir so leid!Ich werde auf der Intensiv auf sie warten!!!!Hoffe die Lympfe sind OB!!Ich tröste währenddessen meinen Dad und Bruder.Obwohl auch mir zum heulen ist!Man funktioniert momentan einfach....:augen: Deine Geschichte berührte mich sehr....ich wünsche Dir ganz viel Kraft! Aber ich glaube,dass du ein starker Mensch bist....frag weiter,denn nur so schafft man klarheit! Alles liebe für deinen Dad! Ich drücke die Daumen !!!!!!!!!!!Lg

estella 27.09.2007 22:24

AW: Nun hat`s meinen lieben Papa auch erwischt.............Guten Tag erstmal.
 
Liebe Marion,

man muss sich auch im Virchow schwer hinterher sein - man spürt an allen Enden, dass am Personal gespart wird und es zu wenig Ärzte gibt. Wir haben mit Dr. Schumacher insofern viel Glück, als dass er sich verantwortlich fühlt. Aber diese Woche, da er weg war, mußte ich zT mehrfach anrufen, um die einfachsten Informationen zu kriegen. Dennoch: wenn ich mal mit einem Arzt sprach, nahm er sich Zeit. In der Onkologie war es ähnlich wie du es beschrieben hast: drei Stationsärztinen, ein Oberazt und somit mehrere Ansprechpartner. Wir haben uns an eine bestimmte gehalten, sie war diejenige, die uns alle wichtigen Nachrichten gute, wie schlechte überbrachte.
Ich hab irgendwann einmal für mich definiert, dass ich die den Genesungsprozeß meines Vaters manage. Ich frage solange, bis sich verstanden habe, was der der Befund ist. Ich informiere den Onkologen über das, was der Chirurg gesagt hat und umgekehrt...kurz: ich weiß alles, über meinen Vater und bin diejenige, die dafür sorgt, dass die Ärzte es auch wissen. Ganz ehrlich: es hat sich bewährt - am entscheidensten, als mein Bruder feststellte, dass die Bauchspeicheldrüse nicht mehr umspült wurde und ich der Nachtschwester "sagen" konnte, dass er pro Seite 200ml braucht. Irgendjemand hatte vergessen, es aufzuschreiben. Ich glaube, dass es anders nicht geht, denn unser Gesundheitswesen ist besser als zB das spanische, aber wird leider immer defizitärer.

Als mein Vater in der Intensivstation lag, meinte ein junger Chirurg, dass alle Verwandten sich überanstrengen würden und nicht nur die Gesundheit der Patienten leidet, sondern auch die seiner Familiemitglieder. Ich bin momentan ziemlich erschöpft und das obschon ich im Vergleich zu dem, was Manu gerade durchgemacht hat oder das, was Michaela ertragen muss, nichts ist. Will sagen: paß auf dich auf! Ich weiß nicht wie, aber du mußt Mechanismen finden, um abzuschallten, dich abzulenken, auftanken...denn es werden noch harte Momente kommen. Aber auch gute und schöne und intensive und viele, die kostbar sind und dir Kraft geben werden. Nur insgesammt, ist das, was vor euch liegt im besten Fall anstrengend.

Der Verdacht auf Leber-Metastasen ist natürlich nicht gerade aufbauend...ich hoffe natürlich, dass dem nicht so ist!!!! Immerhin, wenn es welch esein sollten, dann sind sie ja sehr klein. Mal sehen, was raus kommt.

Es schadet sicher nicht jetzt schon eien Termin mit Schumacher zu machen, aber wir mußten, bei unserem ersten Termin über zwei Stunden auf ihn warten, denn er operierte. Trotzdem: es lohnt sich, denn das, was ich super finde ist seine Ehrlichkeit.

Liebe Marion, es ist spät geworden, weil ich so viel geschrieben habe. Ich wünsche dir und deiner Familie alles Liebe!! Ich hoffe das Beste für deien Vater und dir wünsche ich vieleicht von Seiten deiner Gecshwister etwas Entlasstung und ansonsten viel Kraft!!
Wir sprechen uns sicher bald,
e

estella 27.09.2007 22:35

AW: Nun hat`s meinen lieben Papa auch erwischt.............Guten Tag erstmal.
 
Liebe Marion,
hab ich vergessen: du hast mich in meinem Thread gefragt, wie lange die Biopsie gedauert hat. Ich meine, dass der Befund der ersten Biopsie schnll kam.
Aber als er in der Onkologie lag und man vermutete, dass er Knochenmetas hatte, dauerte die Biopsie ca 7 Tage. Sie haben jede Zelle analysiert. Jetzt nach der Magenresektion, hat es sogar 10 Tage gedauert, denn es wurden auch 40 Lymphknoten entfernt. Wieder haben sie alle Zellen einzeln untersucht und dabei festgestellt, dass 10 befallen waren, davon 9 unmittelbar nah am Tumor und 1 etwas weiter weg..leider. Immerhin hatte sich der Tumpor von T3 auf T2 verändert. Es kann also sein, dass sie beonders gründlich sind.
So long,
e

Michaela68 27.09.2007 23:41

AW: Nun hat`s meinen lieben Papa auch erwischt.............Guten Tag erstmal.
 
Liebe Marion,

ich finde es toll, dass Du Dich trotz Deiner Erkrankung so dermaßen einsetzt. Aber wie die Anderen schon gesagt haben, mußt Du ein bißchen an Dich denken, sonst kannst Du Deinem Vater nicht helfen und die Schwingungen bekommt er dann mit. Du schreibst selbst, der Stress ist Gift für Dich. Aber es ist immer leichter gesagt als getan, sich keinen Stress zu bereiten. So langsam habe ich auch das Gefühl, dass ich langsam durchdrehe. Habe eben auf der Autobahn schon Leute laufen seh'n. Bin auch schrecklich hektisch, bei meinen Eltern jedoch die Ruhe selbst. Manchmal kann und will ich nichts mehr von Krebs hören, war dann auch eine ganze Zeit nicht mehr im Forum, es war einfach zu viel Leid. Mittlerweile geht es wieder, man braucht wahrscheinlich immer mal eine kleine Auszeit. Seit der Diagnose Streukrebs im April mache ich eine Psychotherapie, die Gespräche tun mir gut. Meine Mutter schleppe ich jetzt auch dahin.

Auf der Suche nach guten Ärzten, Therapien etc. sollte man nur nicht vergessen, was der jenige selbst tun kann. Nur er ist in der Lage, seine Selbstheilungskräfte zu aktivieren. Jeder sieht es vielleicht anderes, aber ich habe mich mit dem Buch von Dr. R. Dahl auseinandergesetzt und die Ansätze stimmen, auf jeden Fall bei meinem Vater. Deshalb finde ich es sehr wichtig, dass man sich auch psychologisch betreuen läßt. Mein Vater hat sowas od. auch naturheilkundliche Therapien immer abgelehnt, vor einigen Tagen sagte er mir, er hätte seine Meinung geändert. Eigentlich wollten mir im April die Intensivtherapie (Ganzkörperhyperthermie, Mistel i.V., Entgiftung etc.) bei Dr. Maar machen und ganz auf die Chemo verzichten. Mein Vater sagte letztens zu mir, man, hätten wir das bloss gemacht. Nach der Chemo hat sich ja alles krass verschlechtert. Tja, was wäre richtig gewesen, was falsch? V.a. das Reiki tut ihm sehr gut, danach ist er so entspannt und ruhig. Nur leider kann der Nachbar wahrscheinlich nicht weitermachen, da er selbst seit 25 Jahren Blasenkrebs hat und ihm soviel Energie flöten geht.

Liebe Marion, pass auf Dich auf und für Deinen Vater wünsche ich mir, dass Ihr den richtigen weg findet und er gesund wird.

Liebe Grüße
Michael.a

Shivanarama 28.09.2007 02:26

AW: Nun hat`s meinen lieben Papa auch erwischt.............Guten Tag erstmal.
 
................................Euch allen liebsten Dank für Eure Anteilnahme,- Estella,- über Deine Ansage auf dem AB hab ich micht tierisch gefreut,- leider kam ich erst um 22.00 aus der Klinik zurück,- und war zu durcheinander um überhaupt über irgentwas mit irgentwem zu sprechen.

Das Gespräch mit der Ärztin heute war hektisch,fand unter extremen Zeitdruck statt,- wir hatten 20 min. maximal................nichts mehr zu machen für meinen Dad,- das war die Kernaussage,- alle umliegenden Lymphknoten befallen,- operabel sei der Krebs nicht mehr,- nur noch weitere Streuung vermeiden,- durch ewige Chemo,- die sie morgen um 12.00 starten wollen.

Platt.............geplettet,- ..........ruhig,- aufgewühlt,- als säße ich in einem Film,- für den ich keine Karte gelöst hatte,- der nicht meiner ist und doch sein wird.

Schock................................geweint,- mich in die Arme meines Vaters geworfen,- ihn so feste gedrückt wie nie zuvor in meinem Leben,- ihn zittern gefühlt,- schnaufen gehört,- stöhnen vernommen..........leise Tränen und doch auch in diesem Moment Trost für mich..................seine Hände auf meinen...............alles zu spät????

Das kann doch nicht sein,- daß man da nicht mehr opererieren kann,- auf meine Frage hin,- ob es nur die Option Chemotherapie gäbe,- niemals operieren wird können,- ein klares,- : "Nein,- kann man leider nicht,- auch nicht nach nem Jahr Chemo."

Auf meine Frage hin,- ob es denn seine Lebenserwartung erheblich verlängern könne.....................das wisse sie nicht, -hoffe aber ja...............

Auf die Frage Nebenwirkungen und kann er die ....vor allem wie lange kann man die ...........denn so aushalten............................tja,- das könne man so nicht sagen.

Letzte Frage,- nachdem Sie keinen Raum für Alternative Denkweisen gelassen hatte und ständig auf die Uhr schaute.....................ob ich meinen Dad nicht wenigstens übers Wochenende mit nach Hause nehmen könne,- damit er die ganze Sache mal "kurz" in Ruhe überdenken könne.............und sich überhaupt mal in Ruhe informieren könne,- was eine "lebenslange---bzw. lebenskurze Chemo" ihm bringen würde,- außer die absolute Lebensqualitätseinbuße,- eine empörte Ärztin die sagte: "Tja,- wollen Sie etwa verantworten daß der Tumor nun noch die restlichen Lymphknoten oder andere Gewebe mit Metastasen bestückt,- also sich ausstreut??"...............so nach dem Motto,- erstmal anfangen,- dann mal weitersehen...................................mein Vater nahm es hin,- war einverstanden ,- dachte wohl: "Besser noch einige beschwerliche Jahre,- als nur noch wenige halbwegs gute Monate...........".

Ich selbst brauchte einige Stunden mit ihm zusammen und Gespräche mit Mitpatienten,- die von einer Dauerchemo abrieten,- bis ich das Gefühl hatte,- Packen,- Klamotten in die Tasche und weg hier,- besser ein kurzes selbstbestimmtes Leben nach seiner Fasson,- mit nem guten Hospizerfahrenen Schmerztherapeuten an der Seite,- als hier völlig fremdgesteuert und unpersönlichst hoch zehn ihn diesen Ärzten überlassen.

Pap weinte auch immer wieder zwischendurch,- hab ich bei ihm nur beim Tod seiner Eltern erlebt,- er hat solche Angst es meiner Mutter zu sagen,- was wir als sie bei ihm anrief im Zimmer auch noch nicht taten.

So nun ist die Chemosuppe für morgen 12.00 aus der Hausapotheke oder sonstwoher bestellt,- aber wir verneinen...............die kriegt er nicht ,- jedenfalls nicht ,- solange wir nicht besser beraten werden............die haben doch den Oberknall,- heute die Aussage sie werden sterben,- aber morgen müssen wir unbedingt mit der Chemo beginnen.............wahrscheinlich,- damit sie Ruhe im Stall haben,- und er kriegt was er eigentlich nicht mehr unbedingt braucht.

Dieses Krankenhaus ist und bleibt ne Katastrophe,- Pflegenotstand hin-oder her......................so geht man nicht mit Vieh im Stall um,- jedenfalls ich nicht,- nicht mit einem Wort hat sie erwähnt,- daß es ihr leid tut ihm sowas sagen zu müssen. Punkt 17.00 Uhr hatte Madame Feierabend,- schaute eh auf die Uhr,- das Gespräch fing ja 30 Minuten später an,- als anberaumt........da muß man ihn einfach rausholen.

Er sagte,- als er mich zum Parkplatz brachte,- wie komisch es doch sein,- plötzlich als Todgeweihter durch die Flure zu laufen,- irgentwie so vogelfrei.


Ich bin leergeweint für heute und hab auch keine Worte mehr,- in 5 Stunden klingelt mein Wecker,- dann wieder dort hin,- den Oberarzt nochmal schnappen,- so er denn nicht grad im OP steht,- und dann ab durch die Mitte, muß dann schnellstens rechechieren,- ob da nicht doch noch irgentetwas geht..........................aber ehrlich gesagt,- glaub ich es selbst nicht.


Euch allen eine gute Nacht und Estellas Papa,- sowie den anderen Eltern,- und Angehörigen: "Gute Besserung und weiterhin göttliche Kraft zum kämpfen."


Verzweifelte Grüße


Marion.

MUT 28.09.2007 08:50

AW: Nun hat`s meinen lieben Papa auch erwischt.............Guten Tag erstmal.
 
Hallo ! Ich verfolge deine Mails hier schon länger.....es tut mir sehr weh was ihr da durchmacht! Nun mußt du zu all dem Schmerz auch noch Stark sein obwohl man selber auch an den eigenen Grenzen anlangt!!
Meine Ma liegt auch im K-Haus......wird heute operiert!!! Gebärmutterkrebs.....
zum glück keine Metastasen! Diese Sch....angst,diese Sorge.Die immer wieder kerenden Gedanken.....man sucht verzweifelt nach einer "lösung"....und kann dann wieder alles nicht glauben....Schrecklich!!!!
Die Situationen mit den Ärzten kenne ich nur zu gut.....dieses "auf die Uhr schauen"....keine wirkliche Zeit zu haben,nur kurz im "vorbei gehen"
Da auch ich wie wild im Net auf der Suche nach .........na ich weiß nicht ....vielleicht gibt es ja irgendwas was irgendwie hilft.....Sollte ich dann schlauer sein ,melde ich mich nochmal bei Dir...Bis dahin, viel viel kraft für Euch!!!!!!!! Vielleicht haben Ärzte ja nicht immer Recht..... Lg Karin

PrinzessinAqua 28.09.2007 10:32

AW: Nun hat`s meinen lieben Papa auch erwischt.............Guten Tag erstmal.
 
Liebe Marion,
nun bin ich doch leicht geschockt was in der Klinik abgeht. Das ist ja wohl nicht mehr normal.
Das aller schlimmste finde ich das es dein Dad nun auch noch so knallhart weiß. Für ihn ist da ssicher richtig schwer. Die Ärztin wenn die das so gesagt hat finde ich sehr unverschämt, den so ohne Mitgefühl das kann nicht sein.
Ihr solltet wircklich über ein Klinikwechsel nachdenken. Weil egal wie es aussieht dein Dad ist da sicher nicht gut aufgehoben.
Es wird auch nur von einer Chemo gesprochen warum? Man kann es auch in dem Fall mit einer Bestrahlung kompinieren um den Zustand wenigstens im Schach zu halten.
Die Begründungen finde ich doch alle sehr hart. Verlang nach der genauen Diagnosse also welches Grad und alles. Am besten laßt du dir die ganze Krankenakte Kopieren und gehst mal zu einem anderen Arzt und holst dir eine 2 Meinung ein.

Ich an deiner Stelle würde auch sofort schauen das er aus dem entschuldigung das ich es sagen muß irrenhaus raus kommt. Versuche dir hilfe zu holen und wenn es von einem Hospizdienst ist, den wenn sie wircklich nichts mehr machen können und auch keinerlei Chancen auf besserung bestehen, sollte man wircklich überlegen ob man die Chemo auch macht, den diese bringt leider sehr viele Nebenwirkungen mit sich. da wäre es wichtiger sein Leben noch so schön wie möglich zu gestalten.

So das war es mal wieder von meiner seite aus, ich wünsche dir mega viel kraft den die wirst du nun sehr brauchen. Versuche aber ab und an dein Kopf etwas frei zu kriegen, weil wenn du am ende zusammen klappst hat keiner was davon.

Viele Grüße
Manu

Michaela68 28.09.2007 12:54

AW: Nun hat`s meinen lieben Papa auch erwischt.............Guten Tag erstmal.
 
Liebe Marion,

ich bin geschockt, mensch, holt Euch auf jeden Fall eine Zweitmeinung, wir haben das die ganze Zeit versäumt, was ein Fehler war.

Es macht mich ganz rasend vor wut, wenn die Ärzte einen so unter Druck setzen. Als Patient hat man ja gar nicht die Zeit, sich zu entscheiden. Bei meinem Vater hieß es damals auch, sofortige OP, er hatte gar keine Zeit, sich mit einer Zweitmeinung auseinanderzusetzen. Bei meinem Bekannten sagte der Chefarzt, wenn sie jetzt keine Chemo machen, sterben sie - hallo? Jeder Mensch ist individuell.

Ein kleines Beispiel möchte ich Dir noch geben, das vielleicht Mut macht. Der Nachbar, der bei meinem Vater Reiki macht, hat seit 25 Jahren Blasenkrebs. Damals sagten die Ärzte, er müsse die Blase entfernt bekommen. Da er noch sehr jung war und gerade geheiratet hatte, lehnte er dankend ab. Heute sagt er, dass er deshalb noch lebt. Er hat sich naturheilkundlich behandelt und hat seinen 8. Grad Reiki in dieser Zeit absolviert.

Holt Euch auf jeden Fall eine Zweitmeinung und verbrauche Deine Kraft nicht, hebe sie Dir für später auf. Dein Vater lebt! Der Onkologe sagte in Sachen Chemo zu uns, daß diese auf keinen Fall heilen kann, denn Jahre später entsteht aufgrund dessen ein anderer Krebs. Viele Kliniken bieten ja auch eine schwache Chemo in Kombination mit der Ganzkörperhyperthermie an. Informiere Dich, lass Dir die ganzen Untersuchungsergebnisse kopieren inkl. eine CD der CTs und ab zu einer anderen Klinik.

Drücke Euch ganz fest die Daumen und komm erst etwas zur Ruhe, dann ist der Kopf auch wieder frei.

Liebe Grüße
Michaela

estella 28.09.2007 14:37

AW: Nun hat`s meinen lieben Papa auch erwischt.............Guten Tag erstmal.
 
Liebe Marion,

ich werde am Montag mit Dr. Schumacher telefonieren und wenn du willst bitte ich ihn, dass er dich so schnell wie möglich trifft: es ist unverschämt in 20 Minuten abgefrühstückt zu werden!!

Wir standen in der Onkologie vor einer ähnlichen Situation, da man zunächst glaubte, dass mein Vater Metas in der Wirbelsäule hat. Die Ärztin setzte sich in dem Besprechungsraum hin, zog die Türe zu, damit wir ungestört blieben und nahm sich alle Zeit der Welt, um uns zu sagen, dass wenn es Tochtergeschwüre sind, mein Vater nicht operiert wird, weil der Krebs schon zu verbreitet ist. Die Befunde, die sie in der Wirbelsäule befürchteten, waren allerdings sehr groß - nicht Mini-Metas. Dann stellte sich nach Biopsie raus: keine Metas, sondern harmloses Gewebe. Damals erklärte uns die Ärztin, dass sie in jedem Fall eine Chemo machen würden, um zu verhindern, dass der Tumor weiterwächst und noch mehr streut. Als mein Vater die Chemo anfing wußte er nicht, ob er operiert wird oder nicht. Die Behandlung war zunächst die selbe.
Nach der Chemo wurde ein CT gemacht, der zeigte, dass es mehrere angefalle Lymphknoten gibt: eine Reihe um die große Magenkorvatur. Außerdem war nicht 100% klar, ob in der Leber nicht doch noch was ist. Man nahm an, dass es sich um eine Kapselverkalkung handelt, schloss aber eine Metastase nicht aus. Trotzdem wurde operiert - trotzdem sprechen die Ärzte von Heilungschancen. Diese sind, da es 10 Knoten sind, in denen man Krebszellen nachweisen konnte, nicht gößer geworden, ABER die Ärzte räumen meinem Vater eine Chance auf Heilung ein.
Dr. Schumacher meinte zu mir, man weiß wie der Tumor ist, wenn man aufgemacht hat, ein CT ist nicht genau genug. Es kann ja sein, dass eine OP für deinen Vater nicht in Frage kommt, aber dann muss man wissen warum. Liegt es an den Mini-Metas? An dem Herzen deines Vaters (das wurde nämlich bei meinem eingehend getestet), wie viele Lymphknoten sind befallen? Ist es alles zusammen?

Neben dem Virchow, gibt es ja in ganz Deutschland gute Kliniken. Ulla hat einen Thread zu diesem Thema aufgemacht. Holgos Vater wird zB im Frankfurt minimal invasiv operiert, was hier nicht gemacht wird. Steckt eure Energie in die Suche nach einer besseren Klinik und nehmt die Empfehlungen des Forum als Hilfestellung.
Ich bin total entsetzt über die Behandlung, denn es ist so wichtig sich medizinisch aufgehoben zu fühlen!!!!!!!!

Denk über mein Angebot mit Schumacher zu reden nach, es könnte eine Abkürzung sein.

Liebste Grüsse udn viel Kraft,
e

Shivanarama 28.09.2007 23:01

AW: Nun hat`s meinen lieben Papa auch erwischt.............Guten Tag erstmal.
 
Ich bin fix und alle,- liebe Leute, liebe Manu,liebe Estella,- liebe "Auch ähnlich Betroffene,- deren Namen ich mir mit meinem aufgeregten Kopf z.Zt. leider nicht merken kann......seufz...".............ich bin für heute leider nicht mehr wirklich schreibfähig,- aber doch sooooo erfreut,- daß Ihr uns Mut macht, -die letzte Hoffnung nicht ganz wegzuschmeißen...........es war ein schlimmer Tag,- allerdings mit einem mehr oder weniger doch ganz "Guten" Gespräch mit dem Stationsoberarzt Dr. Daum...............der sehr beruhigend,- offen und ehrlich und irgentwie von "Mensch zu Mensch" mit meinem Pap und mir gesprochen hat.

Er hat sich zunächst einmal entschuldigt für die unsensible Art der Frau Dr. Kneifer,- unmöglich diese Ärztin,- wie ein Eisblock.............ich kann vor ihr nur warnen,- da stürzen prompt alle bisherigen Welten zusammen,- wir wollen ja sicher wissen woran wir sind,- Zeit zum träumen haben wir wirklich nicht zu verschenken,- aber das Gespräch gestern glich einer Dusche aus metallenen Eispickeln.............................Zack,- bumm............ohne jedes Mitgefühl.

Das Gespräch heut morgen dauerte leider auch nicht wesentlich länger,- aber wir konnten Fragen loswerden,- uns wurde zugehört,- es wurde auch mal gelächelt zwischendurch,- und und und...................

Also,- Fakt ist es sind mehrere "Punkte" in Paps Leber ,- die sie nicht genau zuordnen können,- das CT sagt es nicht genau,- ob Metastase,- oder nicht.............dann sieht man viele vergrößerte Lympknoten im Brustraum,- von denen man vorerst denkt, es können Metastasen darstellen,- aber es nicht sicher weiß.................mhhhh.................Vorschl ag vom Dr. Daum.................: "Natürlich Frau Dehmel...... nehmen Sie Ihren Vater für einige Tage mit nach Hause,- er muß sacken lassen,- was sich "EVTL.(???!)" bewahrheitet,- am Dienstag nimmt ihn die Chirurgie stationär auf,- die haben gleich nen Termin gemacht zur Lapraskopie,- also ne Bauchspiegelung,- um a) evlt. die Punkte besser deuten zu können auf der Leber,- das aber ginge mit nem Sonogramm schwer, -allerdings können Sie kleine Biopsien der betroffenen Lymphknoten entnehmen, -um genau zu sehen,- ob tumoröses Material dort wächst,- oder ob die Lymhknotenschwellung harmloser Ursache ist....................gut,- meine eigene Befürchtung ist nun inzwischen,- es hat wohl gestreut,- aber bevor ich das nicht schwarz auf weiß sehe,- glaube ich hier - vorallem nicht so einem Schlachthaus - gar nichts mehr.

Danach könne man immer noch mit Chemo anfangen,- nur dann können Sie - so auch seine Aussage eben nicht mehr operieren - komisch,- daß bei Deinem Paps-ESTELLA- trotz einiger befallener Lymphe operiert wurde,- wollte das meinem Dad grad sagen,- um ihm ein wenig Hoffnung zurückzugeben, aber nun liegen meine alten Herrschaften nach 6 Tagen bis ins Knochenmark erschüttert schon im Bett,- und halten sich die Hände,- meine Mutter konnte nicht weinen,- wahr aber leichenblass,- nachdem wir ihr nun heute so schonend wie möglich erzählt haben,- was Stand der Dinge sei.............wenn man den Ärzten dort nun glaubt,- leider hatten sie das Licht schon aus und wollen heute nicht mehr an dem Thema rütteln.................Shit,- sorry...aber ich hatte mich nen Moment lang nach Estellas Zustandsbeschreibung gefreut,- daß ich vergessen habe auf die Uhr zu schauen.
Aber Sie haben sich gefreut und mich daran erinnert ,- auch irgentwann mal schlafen zu gehen,- hatte letzte Nacht nur 5 Stunden,- die davor auch nicht mehr,- aber jetzt am Wochenende nehm ich mir "Frei von den Sorgen",- so ich das denn überhaupt kann.

Tja,- also ein kleines Licht am Ende eines dunklen Tunnels,- was für mich wie die pure Sonne leuchtet,- aber ich bin sehr sehr mißtrauisch,- will nicht wieder in ein großes Loch fallen.

Also,- rede ich morgen mit meinem Dad und meiner Mum............was einen Besuch beim Dr.Schuhmacher betrifft...........second OPINION,- die zweite Meinung muß einfach her,- oder ich hätte immer das Gefühl,- meinen Dad zu schnell aufgegeben zu haben.

In diesem Sinne Estella,- bin morgen ganztägig erreichbar,- Sonntag bis gegen 12.00 und ab. ca. 18.00..........im Falle Du hast ein,-zwei Minuten Zeit für mich und meine Sorgen.....................bin nichtmal dazugekommen zu gucken,- wie es Deinem Vater heute so erging,- aber das tue ich gleich noch.

Für heute streiche ich die Segel und wünsche Euch ein schönes Wochenende,- und nochmals lieben lieben Dank für Alles.


Ganz liebe Grüße von Marion............und in Papas Namen ein Dankeschön für Eure Unterstützung.

estella 29.09.2007 08:07

AW: Nun hat`s meinen lieben Papa auch erwischt.............Guten Tag erstmal.
 
Liebe Marion,
wir telefonieren heute und besprechen alles. Bin auch viel Zuhause, da ich grad eine Halskrause trage (blöde Geschichte, hab mich am Hals verknackst). Wir versuchen es gegenseitig.
Mein Vater hatte am Anfang mehre Lymphknoten, die im Verdacht standen befallen zu sein. DAS war nie ein Grund nicht zu operieren, wohl aber die möglichen großen Metas in der Wirbelsäule. Schumacher meinte zu uns, dass Lymphen auch wg anderer Infektionen schwellen, daher sind CT Aufnahmen keine 100% Aussage. Und das war bei meinem Vater der Fall: einige der angeblich befallenen im Brustraum, stellten sich später als völlig harmlos heraus und umgekehrt waren sehr viele um den Tumor bereits voll Krebszellen.

Was ihr gerade durchmacht ist das aller schlimmste: nicht genau zu wiossen, womit man es zu tun hat!!!! Die Woche, in der wir nicht wußten, ob der Timor bereits in die Wirbelsäule metastasiert hat, war die schlimmste meines Lebens - und ich hab nicht nur schönes erlebt. Aber die Ungewissheit ist furchtbar.

Wir sprechen uns später!
e

PrinzessinAqua 29.09.2007 10:24

AW: Nun hat`s meinen lieben Papa auch erwischt.............Guten Tag erstmal.
 
Liebe Marion,
an deiner Stelle würde ich auf den Rat vom Arzt eingehen und dein Dad nachhause holen, in der Zeit kannst du dann mit der anderen Klinik Kontackt aufnehmen und ihn da auch vorstellen.
Den die Klinik kann nciht wircklich gut sein ein Arzt redet so und der andere wieder so. das macht einen doch sehr fertig.

Bei uns haben die Ärtze eig immer alle an einem Strang gezogen und nie negative Äuerungen fallen lassen, schon gar nicht in der Anwesendheit von meinem Papa. Denen hätte ich auch gegeben. Ein Arzt war auch sehr hart zu uns, das war aber wo er verlegt wurde. Ich kam dann wieder in die andere Klinik, habe es denen erzählt und die wahren geschockt was der Arzt meinte. Den man kann nie sagen wann es zu ende geht und wann nicht jeder mensch ist anders.

Versuche dich etwas zu schonen und ich denke das gespräch mit Estella wird dir sehr gut tun.

Viele Grüße
Manu

Shivanarama 29.09.2007 12:04

AW: Nun hat`s meinen lieben Papa auch erwischt.............Guten Tag erstmal.
 
Guten Morgen.........................Ihr Alle,- insbesondere Estella und Manu!!!

Es tut so gut- Eure Nachrichten zu lesen.........Balsam für meine aufgebrachte und geschockte Seele.

Ja,- Estella,- wir werden versuchen uns heut telefonisch zu erwischen,- ich versuchs mal so gegen 15.00....vielleicht macht Dein Sohn da grad ein Mittagsschläfchen,- wenn nicht dann halt später,- bin auf jeden Fall heute nur zu Hause,- es ist so vieles liegengeblieben seit der Diagnose,- komm hier zu Nichts mehr,- aber das alles.......kann man nachhholen,- Staubschichten auf irgentwelchen Regalen,- lassen mich im Moment kalt...................habe gut geschlafen,- komische Dinge geträumt,- auch von Papa,- aber genaues kann ich jetzt gar nicht mehr sagen,- es waren ganze Filme die sich da abspulten..................hab dann gefrühstückt und mal zwei Stunden Zeit nur meinem Kätzchen "BABY" gewidmet,- die hat ja seit 14 Tagen auch soviel verdrehte Stimmungen mit aufnehmen müssen,- immer wenn ich weinen mußte ,- oder den vielen Anrufern erzählen mußte was mit Papa los ist,- kam sie zum trösten vorbei. .....sie macht dann Faxen um mich zum Lachen zu bringen,- oder schmust mir zwischen den Beinen entlang und wird wenn ich weine oder sehr traurig bin,- immer sehr "Gesprächig".....sie plappert dann,- als wolle sie mich mit ihren "Worten" beruhigen..............mein kleiner Fellpopo ist mir mit das Liebste auf der Welt,- sie ist mir zugelaufen,- als ich von Okt.03 bis April 04 am Stück eine Chemotherapie machte mit "Interferon"...habe zum HIV ja auch seit 81 eine chronische Hepatitis C in mir gehabt,- die schon die Struktur der Leber anfing zu verändern,- trotz solider Lebensweise...bis auf das olle Zigarettenrauchen........schäm.....war schon eine Vorstufe zur Leberzirrohse zu sehen,- eine Leberfibrose..............tja,- und die Chemotherapie hat mich irre geschlaucht,- habe mich aber vom chinesischen Heilpraktiker wöchentlich 2x akupunktieren lassen und widerliche Chinesische Kräutertees getrunken,- die die schlimmsten Nebenwirkungen gut gedämmt haben...................ja,- und als ich nach 3 Monaten Therapie Abends mit den ersten "guten" Blutwerten vom Arzt nach Hause kam und das erste Mal richtig Hoffnung schöpfte,- mich nicht umsonst zu quälen,- so wie viele andere Menschen mit Hepatitis C,- bei denen das Interferon nicht anschlägt.......da saß das Kätzchen ausgehungert vor meiner Wohnungstüre ,- als würde sie warten daß ich endlich nach Hause käme.....................die Mieze wurde hier ausgesetzt oder ist weggelaufen,- jedenfalls war es der 8.Dezember und bitterkalt,- also keine Frage................Kätzchen durfte rein....schnell Futter besorgt und nen alten Bratentopf zum Katzenklo umfunktioniert.......und seit dem sind wir,- wie der Berliner sagt : "Ein Pott und ein Ei"...............wie Seelenverwandte Zwillinge.

Sämtliche chronische Hauterkrankungen und Dermatosen gingen plötzlich dauerhaft zurück,- das STreicheln und Ihr Schnurren und Ihre Treue haben mir so gut getan,- sie wurde von den Kätzengöttern zu mir geschickt,- da glaub ich ganz fest dran,- als meine kleine Helferin und Heilerin.

Sie war Handscheu und bissig und mißtrauisch und schreckhaft und ängstlich und unsicher in allem was sie tat.............wie oft hatte ich blutige Hände,- aber Gottseidank die Zeit und Geduld mich immer wieder ihr anzunähern,- heute ist sie eine derart gutmütige,- entspannte Katze und fordert ihre Fellbürstensitzungen ein,- zweimal täglich muß sein,- sie liebt es inzwischen am Bauch gekräult zu werden,- sie schläft immer am Fußende bei mir,- unter Decken traut sie sich immer noch nicht,- vor Kindern hat sie immer noch panische Angst,- und auf den Arm nehmen ist Ihr das Schlimmste,- da gerät sie immer noch in Panik.......................Schade,- aber damit kann ich leben,- kann eigentlich jedem chronsich Kranken ein Tier empfehlen ,- wenn er allein lebt und oft Niemanden um sich hat,- dann ist eine Katze das Allerschönste,- also das mal so als kleine Anekdote.

Bin heut endlich mal guter Dinge,- was zum Teil an Euren Nachrichten liegt,- zum anderen daran,- daß ich mich für meinen Vater und meine Mutter freue,- daß sie drei Tage für sich haben..................sie haben sich gestern Abend nur noch feste aneinandergekuschelt und gar nicht mehr weiter über alles geredet,- wollten ein wenig Normalität leben,- beide hörten sich heut morgen fröhlich und recht entspannt an...................wie gut mir das tat....das zu spüren.

Tja,- also für Euch das Beste....................Estella,- wir kriegen uns an die Strippe heut,- oder morgen..........o.k.???

Also,- auf später ...................Kraft und Zuversicht für alle Mitleser/Mitschreiber.


Tschüßi von Marion.

PrinzessinAqua 30.09.2007 18:52

AW: Nun hat`s meinen lieben Papa auch erwischt.............Guten Tag erstmal.
 
Liebe Marion,
Tiere sind echt die besten freunde, die lassen einen niemals im regen stehen.
Ich selbst habe auch ein Heun, eine Katze und ein Kannichen. Die merken sofort wenn es mir schlecht geht und wollen dann auch trösten. Menschen wo sagen das Tiere dumm sind die Täuschen sich doch sehr, den Tiere sind schlauer wie wir denken.

Ich hoffe euch geht es einigermaßen gut und ihr habt nicht wieder so horronachrichten bekommen.

Hoffe mal das beste und denke an euch, genau wie an Estella.

Viele Grüße
Manu

Michaela68 07.10.2007 16:05

AW: Nun hat`s meinen lieben Papa auch erwischt.............Guten Tag erstmal.
 
Liebe Marion,

Du hast schon einige Tage nicht mehr geschrieben, ist alles ok? Habt Ihr Euch die Zweitmeinung geholt?

Drücke Euch weiterhin die Däumchen. Finde es immer noch bewundernswert, wie Du Dich einsetzt, obwohl Du selbst so einen riesen Rucksack zu tragen hast.

Deinem Vater alles Gute, liebe Grüße
Michaela

_Viola_ 07.10.2007 20:53

AW: Nun hat`s meinen lieben Papa auch erwischt.............Guten Tag erstmal.
 
Liebe Marion,

ich bewundere Dich, dass Du das alles schaffst und Dich so für Deinen Vater einsetzt. Ich lese schon die ganze Zeit Deine Geschichte und möchte Dir heute endlich mein Mitgefühl aussprechen.

Letzte Woche war ich etwas neben mir, denn mein Vater hat heute seinen 1. Todestag und in der letzten Woche waren die Bilder vom letzten Jahr wieder gegenwärtig. Heute geht es mir wieder etwas besser, denn ich weiß, dass es ihm gut geht.

Ich hoffe, dass Ihr mittlerweile die richtige Therapie für Deinen Vater gefunden habt. Solche Ärzte, wie Du beschreibst, kenne ich von der Uniklinik Magdeburg. Total unpersönlich, aber nachdem ich mir da mal richtig Luft gemacht hatte, ging es dann. Dann hat mein Vater auch bessere Medikamente erhalten.

Habt Ihr Deinen Vater jetzt zu Hause? Für ihn wäre es sicher besser im Kreise seiner Familie zu sein. Bis die Behandlung los geht, ist es so am besten.

Dass Dir Deine kleine Katze bei Deiner Krankheit geholfen hat, kann ich gut verstehen. Mein Sohn hat auch einen Kater, ein richtiger Schmusekater und einen Jack-Russel-Terrier hat er auch noch. Ich bin immer superglücklich, wenn ich die beiden in "Pflege" habe. Sie sind so lieb und es ist total süß, wenn sie beide aneinander gekuschelt auf der Couch liegen.

Ich wünsche Deinem Vater alles nur erdenklich Gute und Dir natürlich auch.

Liebe Grüße
Viola :pftroest: :pftroest:

Shivanarama 15.10.2007 10:40

AW: Nun hat`s meinen lieben Papa auch erwischt.............Guten Tag erstmal.
 
Ihr Alle.........................leider streikt mein INternetanschluß seit mehreren Tagen,- komme kurzfristig rein in den Krebs-Kompass............doch beim Antworten verschicken haut's mir immer die geschriebene Nachricht weg,- weil der SERVER nicht gefunden wird...............lästig,- somit ein plötzlicher Abriss der Informationen meinen Vater betreffend....................Vielleicht klappts heute mal.................ist also nur ne Testnachricht umzu sehen,- ob ich wieder Nachrichten verschicken kann hier, -oder nicht.

Ausführlicher Bericht über alles folgt dann bald.

Euch einen sonnigen Tag und gute Laune pur dazu.

Liebste Grüße aus Berlin-Kreuzberg

von Marion..........und PAPA.

Shivanarama 24.11.2007 17:42

AW: Nun hat`s meinen lieben Papa auch erwischt.............Guten Tag erstmal.
 
Hallo liebe Forenbesucher..............................wahrsch einlich wunderten sich einige von Euch wo ich denn inzwischen abgeblieben bin................Schuld allein an meinem Schweigen war mein Internetanbieter,- der mich zu allem anderen Streß genau 6 Wochen hat hängen lassen,- nichts funktionierte,- kam immer nur sekundenweise in s Net,- bevor die Leitung dann wieder zusammenbrach,- und die haben trotz 8 Störungsmeldungen telefonischer Natur,- die Minute kostet nur 0,99 Cent...(!!!) Nichts,- aber auch Nichts unternommen um mir wieder zu einem funktionstüchtigen Anschluß zu verhelfen.................konnte manchmal einiges hier lesen,- nur nicht antworten,- denn während ich den Text verfasste,- erschien wieder die weiße Seite mit dem Vermerk: "SERVER NOT FOUND".


Sressig.- nervig,- unnötige Extrakosten fürs Telefonieren etc.............aber egal,- nun geht's endlich wieder.

Hab viel an Euch Betroffene und Angehörige gedacht...soviel ist sicher.

Nun zu meinem Papa,.- die Metastasen in der Leber haben sich ja nun nach der Bauchspiegelung im Benjamin-Franklin-Krankenhaus nicht bestätigt,- somit war klar,- Chemotherapie nach der "Magic-Studie"........wie bei "Estellas" Papa.

Nur daß Sie meinem Dad keine Chemopausen einräumen,- er nimmt jetzt dauerhaft seit gestern vor fünf Wochen seine Chemo..............im Urban-Krankenhaus genau gegenüber meiner Wohnung,- keine Uniklinik,- nur ein städtisches Krankenhaus,- der Chef der Onkologie hatte ein ausführliches Vorgespräch mit meinem Dad, -meiner Ma und mir vor 6 Wochen und hat sich wirklich viel Zeit für uns genommen,- mein behandelnder HIV-ARZT ist mit dem Chef befreundet und hat ihn mir wärmstens ans Herz gelegt............mein Vater war eine Woche stationär da,- die ganzen Voruntersuchungen,- also Bestandsaufnahme hatten wir ja vier Wochen lang - incl. ner Woche Klinikpause,- eben in dem anderen Krankenhaus hinter uns gebracht,- so konnten die hier drüben ziemlich schnell beginnen,- nur einige Routinevoruntersuchungen und dann gings los,- eben einen Tag lang Cisplatin und Epurimicin...hieß das so????........dazwischen viele Spülungslösungen und viel trinken muß er,- das Rauchen hat er innerhalb dreier Tage aufgehört,- weil der Professor ihm empfohlen hat es zu lassen,- mein Vater hat eh ein verdammt erhöhtes Risiko wegen seinem Herzinfarkt in 2001 und hat verstanden worum es geht........................schlauer,-starker Papa,- an dem Punkt bin ich immer noch total inkonsequent,- kann es einfach nicht sein lassen............wäre für meine Gesundheit auf jeden Fall auch viel besser,- aber gut.

Die ersten Tage nach dem Cisplatin gab's dann dieses Fluor-5....usw......erst stationär über einen Perfusor den er mit sich rumtragen konnte,- dann hat man ihn nach ner knappen Woche mit so einer "Portpumpe" nach Hause entlassen,- immer Montags und Freitags muß er diese "Ballpumpe" gegen eine frisch aufgefüllte tauschen lassen und geht alle 22 Tage wieder für einen Tag stationär ins Krankenhaus um sein Cisplatin und Co. dort zu bekommen.


Er verträgt das alles ganz supergut bis jetzt,- es ist ihm nicht schlecht,- oder andere bekannte Nebenwirkungen bis auf Dauerschlappheit ,- also Energiemangel und inwzischen ziemlich derben Haarverlust kommt er viel besser klar als ich befürchtet hatte.

Er ist im Moment total entspannt,- albert rum, -oft wie ein großes Kind,- total affig,- nicht depressiv wie noch vor einigen Wochen,- als hätte er den ersten Riesenschock nach Diagnosestellung inzwischen weitgehend überwunden.

Er beschwert sich nicht mehr über das Gefühl,- daß die Ärzte ihn in der Mangel haben,- steht nach Außen vor allen Bekannten völlig zu sich und seiner Krankheit,- am Anfang war ihm das eher nicht angenehm,- wenn man ihn auf den Krebs ansprach,- inzwischen ist er dankbar,- ist es sein Thema geworden.

Ich bin mächtig stolz und froh,- daß er sich einfach nicht hängen läßt- obwohl ihm körperlich sicher den ganzen Tag lang nach ausruhen und liegen wäre,- nein er lebt den Rhytmus seiner Ehe weiter,- gemieinsames Frühstück,- gemeinsamer Alltag, nur ist er eben einfach körperlich nicht wirklich aktiv,- muß er ja auch nicht,- mein Bruder tut sehr viel im Garten und Haus meines Vaters um ihn weitgehend zu entlasten,- meine Mutter zieht ihre Dinger durch ,- wie eh und jeh,..................und mein Vater hat das Hadern mit seinem Schicksal aufgehört.........................läßt alles auf sich zukommen.

Zu Weihnachten soll es dann einige Wochen Chemopause geben,- sie geben ihm wegen dem Infarkt den er hatte eine schwächere Dosierung des ganzen Giftes,- um das Herz nicht zu sehr zu strapazieren,- deswegen wohl keine Therpiepausen,- wie sonst bei der Magic-Studie.

Kurz vor Weihnachten ist die 9 Wochen Chemo dann endlich vorbei und drückt uns die Daumen,- daß der Tumor etwas verkleinert werden konnte,-und nicht alles irgentwie umsonst gewesen ist.

Ich geh mal davon aus,- daß man dann nach Weihnachten eine erneuerte Tumorbestimmung vornimmt,- denn ob er wirklich operiert werden kann hängt doch wohl davon ab,- oder`????

Mitte Januar wäre dann wohl ca. der OP-Termin,- aber ich habe keine Ahnung ob er sich auch im Urban-Krankenhaus operieren lassen sollte,- muß den Chirurgen mal ganz direkt befragen demnächst,- wie häufig kommen Speiseröhren - und Magenentfernungen bei denen "auf den OP-Tisch??"

und ansonsten mich mit "Estella" telefonisch absprechen,- bei "Ihrem" Dr. Schuhmacher,- der Ihren Dad operiert hat,- nochmals vorsprechen,- der soll diese OP's doch wohl oft machen wenn ich mich richtig erinnere,- oder???


Na,- so...................das war eine kurze 6-Wochen-Zusammenfassung von mir aus,- ich hoffe natürlich daß es allen die mir geschrieben hatten weitgehend einigermaßen gut geht,- und Ihr alle weiterkämpft????


Ganz ganz liebe Grüße aus Berlin-Kreuzberg

von Marion und ihrem Dad.

PrinzessinAqua 24.11.2007 18:44

AW: Nun hat`s meinen lieben Papa auch erwischt.............Guten Tag erstmal.
 
Liebe Marion,
das sind ja super Neuigkeiten von euch so weit. Ich freue mich sehr für euch.

Ja ich denke das sie dann ca um Weihnachten rum den Tumor neu bestimmen und ich drücke euch alle Daumen das was gutes raus kommt und bitte mein dad von oben die Hand schützend über dein Dad zu legen.
Bei estella hat es ja bis jetzt auch geklappt.

Ich freue mich so für euch wo es doch alles gut verläuft. Mir geht es so einigermaßen gut bin sehr in mich gekerht und öffne mich zur zeit kaum noch.

Viele Grüße
Manu

Shivanarama 14.01.2008 15:55

AW: Nun hat`s meinen lieben Papa auch erwischt.............Guten Tag erstmal.
 
Hallo liebe Forenmitglieder,- Mitleser,- Mit-Daumendrücker,- ein frohes neues Jahr Euch allen ersteinmal......................und gleich eine Entschuldigung hinterher,- was mein langes Schweigen-seit Mitte November- betrifft.........ich mußte erstmal durchschnaufen nach der anfänglichen Schockphase die sich in Gang setzte nachdem wir von der Krebserkrankung meines Vaters hörten.

Schwierig,- jetzt wieder den roten Faden zu finden..................also:

Am 22.12.07 war mein Vater mit der 9-wöchigen Chemotherpie fertig,- die er so gut wie Estellas Papa überstanden hat,- hätte er nicht doch fast alle seine Haare verloren,- hätten ihm Unbeteiligte Nichtwissende wahrscheinlich gar nicht angemerkt,- daß irgentwas anders ist mit ihm.

Er ist da durchgestiefelt,- als wäre es Nichts gewesen,- hat nicht einen Tag im Bett verbracht oder sich auch sonst irgentwie "hängen" lassen...........er war zwar sehr oft müde und schlapp und trotzdem ist er stets seinen alltäglichen Gepflogenheiten nachgekommen.............darüber haben wir uns alle natürlich sehr gefreut.

Nun bleibt zu hoffen,- daß die neue Diagnostik auch gut ausfällt,- der Tumor sich doch verkleinert hat.............hoff,- hoff,- hoff.

Wir haben uns nun im Dezember doch entschieden,- meinen Vater dort operieren zu lassen,- wo er auch die Chemotherapie gemacht hat,- er wollte auch nicht unbedingt ein drittes Mal das Krankenhaus wechseln müssen,- wobei mir das fast lieber gewesen wäre...........wollte ihn ja unbedingt im Virchow-Klinikum vorstellen,- wo auch Estellas Vater operiert worden ist,- denn nach dem jetzt in den Medien vorgestellten Krebsregister - wo wird wann welcher Krebs am häufigsten operiert,- stach das Virchow-Klinikum mit jährlich 42 OP's von insgesamt 102 Neuerkrankungen pro Jahr im Berliner Raum doch deutlich hervor................aber : Dr. Schuhmacher (Operateur von Estellas Papa) hat jahrelang mit Dr. Raakow auf der Station im Virchow zusammen operiert,- und dieser ist nun seit Februar Chefarzt der Chirurgie des Urban-Krankenhauses,- welches ja ein städtisches und keine Uniklinik ist.........so,- und mit genau diesem hatten wir auf Anraten des Chefarztes der Onkologie im Urban ein spontanes,-überhaupt nicht Verabredetes langes ausführliches ruhiges und doch sehr,- sehr informatives Gespräch.

Der Chefarzt hat meinem Vater in die Hand versprochen ihn höchstpersönlich zu operieren und daß er genau diesen Eingriff sehr ,- sehr häufig mit Dr. Schuhmacher im Virchow gemeinsam durchgeführt hat und sich also bestmöglich damit auskennt,- er hat sogar einen geplanten einwöchigen Urlaub Anfang Februar verschoben um die OP meines Vaters eigenhändig durchzuführen und um die an den ersten 10 kritischen Tagen nach erfolgreicher OP selbst die Nachbetreuung im Auge zu behalten,- er sagt er tut den Menschen ungerne solche Rieseneingriffe an und haut dann gleich anschließend ab in den Urlaub, -also nicht daß er seinen verfügbaren Oberärzten die Nachversorgung nicht zutraut ,- nein........er fände das menschlich gesehen einfach irgentwie unfair.

Mmmmmmmmmmmhhhhh,- meinem Vater tat das Gespräch-bei dem ich natürlich wie immer mit anwesend war,- anscheinend sehr gut und danach war für ihn klar,- hier laß ich mich aufschneiden wie er es immer so nennt.

Und dann immer seine Sprüche..........typisch Berliner.........außerdem ist es doch wurscht, -ob ich hier oder da sterbe.............das ist das Komische,- er schlägt sich so tapfer,- aber in ihm scheint eine Riesenangst zu schlummern,- daß er die OP vielleicht nicht übersteht.............was ich auch verstehen kann,- denn um die 10% der Operierten werden ja nicht mehr aus den Narkosen wach,- und da mein Vater ein vorbelastetes Herz hat (Herzinfarkt in 01) ist das Risiko wohl noch größer.................ich darf gar nicht dran denken.

Hätte eigentlich auch gerne gesehen,- daß wir im Vorfeld eine Patientenverfügung in der Tasche haben,- falls mein Vater in einen Zustand fallen würde,- von dem er sich nie wieder erholen würde............er selbst hat immer gesagt: "Niemals möchte ich künstlich am Leben erhalten werden......nein,- dann lieber alle Maschinen abschalten."...............nur: es wird über Nichts was den Krebs meines Vaters betrifft mehr geredet innerfamiliär...................alles was kommt wird irgentwie verdrängt,- womit ich nur sehr,- sehr schwer umgehen kann, ich kann es kaum aushalten,- immer nur über alles mögliche zu reden,- nicht aber über das was sich bei uns allen in unseren Köpfen und Herzen abspielt...........meine Mutter betont immer bei Telefonaten wie gut es beiden geht.........(???)....und daß sie irgentwie immer noch hofft,- daß die Ärzte sich vielleicht doch geirrt haben und mein Vater gar keinen Krebs hat.......(???).............meine Mama, - sie versucht alle Gedanken daran wegzuschieben,- geht es im Fernsehen mal um Krebs,- oder die Krebs-Gala....zu Weihnachten rum,- von Josè Carreras,- und mein Vater ist berührt von einigen Patientengeschichten die dort immer vorgestellt werden,- dann wird nicht gefragt: "Warum bist Du jetzt so traurig,- was geht Dir durch den Kopf und so an's Herz?"..............nein,- es wird umgeschaltet und weiter die heile Welt gespielt.....................ich hab wirklich ein Problem diese Situation so auszuhalten,- aber vielleicht ist es ihr Selbstschutzmechanismus,- den sie ja immer hatten,- über Gefühle wird nicht geredet,- nein die werden unterdrückt,- und der eine will mit seinen Tränen den anderen nicht aufwühlen,- also wird lieber nicht mal zusammen geweint,- sondern besser vom Thema abgelenkt und nach Ablenkung davon gesucht.

Na,- das ist doch ein Generationsproblem,- also ich muß...muß....mit meinen Liebsten über meine Ängste,- Gefühle oder sonstirgentwelchen traurigen Gedanken reden........................sonst tät ich ersticken an meiner eigenen Traurigkeit........................aber gut,- ich kann meine Eltern nicht zwingen darüber zu reden...........................meine Geschwister tun das auch nicht,- es kommt mir so absurd vor,- stets und ständig mache ich mir Sorgen um meinen Vater,- und wie es danach weitergeht,- meine Mutter weiß nicht annähernd,- wie es mit dem Essen anschließend laufen soll,- sie will es auch nicht wissen,- weil sie hofft alles wird wieder wie es immer war...........najaaaaa,- vielleicht gibt es im Krankenhaus die Möglichkeit eine Diätberaterin zu befragen ,- was ist gut Anfangs,- was weniger und meine Mutter einfach zu diesem Termin dazuzuholen.

Ihr merkt schon - ich klinge ein wenig enttäuscht..............aber eigentlich bin ich nur in totaler Sorge und kriege von Tag zu Tag einen größeren Druck im Bauch,- je näher die erneute Aufnahme im Krankenhaus rückt,- aufgenommen wird er am 28.01.08.......dann wird es einige Tage erneute Diagnosestellung geben,- Magenspiegelung,- CT etc.........Herzcheck usw..........na,- das kennt Ihr ja alle..........und ich schätze,- ne Woche später-also so um den 3./4.ten Februar wird es dann losgehen..............und das Ganze findet gegenüber meiner Wohnung statt.........ich wohne gegenüberliegend dem Krankenhaus,- was ich teilweise als beruhigend empfinde, meinen Vater in der Nähe zu wissen,- auf der anderen Seite die Angst davor,- daß ich innerlich überhaupt nicht mehr zum Kraft sammeln komme,- weil ich stets und ständig weiß,- er ist zum Greifen nah bei mir,- kann ich da überhaupt wenigstens stundenweise zur Ruhe kommen,- oder renne ich alle drei Stunden rüber auf die andere Seite um nach dem Rechten zu sehen???

Habe auch Angst vor der schlechten Laune die mein Vater in dem Moment aufbauen wird,- wo er gar nichts essen und trinken darf,- er isst nämlich für sein Leben gerne............ein richtiger kleiner Fresspans..............er weiß ja daß es so sein wird,- aber wenn mein Vater Schmerzen hat,- oder sich total unwohl fühlt,- wird er oft so kodderig,- so ungerecht Allem gegenüber,- davor hab ich Angst,- daß ich es nicht schaffe ihn ein wenig aufzubauen,- denn ich für meinen Teil will einfach erstmal nur daß er ÜBERLEBT...also die OP und alles Weitere sehen wir dann...................oh manohman,- ich krieg das alles gar nicht mehr aus meinem Kopf raus und kann doch Nichts Sinnvolles für ihn tun derzeit.
Meine Geschwister gehen damit anders um,- die lenken sich ab,- reden nicht drüber,- und verdrängen alles in die Zukunft........................warum kann ich das nicht auch???

So,- na ich bin anscheinend ein wenig gefrustet z.Zt............tut mir leid,- daß Ihr Euch das jetzt gerade reinziehen müßt.............trotzdem ein DANKE für Eure wachen Augen,- bzw. wachen virtuellen OHREN.



Also drückt uns ,- bzw. meinem Goldstück von Vater bitte ganz ganz ganz feste die Daumen,- daß die OP gut verläuft und das OP-Team unter dem Chefarzt ebenso wie jener welcher allen Eventualitäten die während einer so heftigen OP auftreten können gut gewachsen sind.............und daß das HERZ MEINES VATERS den OP-Stress gut aushalten kann................seufz.

Allen Betroffenen wünsche ich das Beste,- keine Rückfälle und allen Angehörigen und Hinterbliebenen auch viel Kraft und Zuversicht die Zukunft betreffend.

Ganz liebe Grüße aus Berlin zu Euch

von Marion.



Wäre es eigentlich zuviel verlangt,- wenn einige von den auch an Speiseröhrenkrebs Erkrankten ,- oder auch Angehörigen hier unter diesem Titel ein kurzes Anschreiben an meinen Vater richten,- indem Sie/Ihr Ihm ein wenig Mut und Hoffnung zusprechen ???

Ich fänd das beruhigend zu lesen,- wenn Menschen die das genau kennen,- was er gerade durchmacht ihm einfach - zwar unbekannterweise - aber von Herzen kommend ihm alles Gute wünschen und nochmal toitoitoi sagen........wenn ich so krank wäre.

Er kann seiner Freude nicht wirklich oft Ausdruck verleihen,- er ist ein kleiner Sturkopf,- aber nah am Wasser gebaut,- im Inneren total sensibel und verletzlich und wie ich weiß voller Angst,- er könne sein Leben bald lassen......und er ist der beste Vater und Ehemann den man sich als Frau oder /und deren Kinder nur wünschen kann.

Also,- das wäre eine schöne Überraschung wen einige von Euch Lust hätten kurz einige schriftliche Worte an Ihn zu richten..............so z.B. : "Hallo Herr Dehmel.................für Ihre bevorstehende OP wünschen wir ihnen unbekannterweise alles Gute.........................bei mir ist die OP seinerzeit so und so verlaufen.........................und ist es auch ein langer Weg bis man wieder zu Kräften kommt,- es lohnt sich auch mit allen Hindernissen weiterzuleben................................

Ist nur so ne kleine Idee von mir,- ich würds ihm dann ausdrucken,- und vielleicht fehlt ihm das auch...............einfach mal zu spüren das Leben geht für doch soviele Menschen auch nach einer Speiseröhren - und Magenentfernung weiter,- spaßvoll weiter..............??


So,- jetzt hab' ich mich aber ausgedehnt schriftlich,- hoffe der Text wird überhaupt in der Länge angenommen und veröffentlicht???

Ganz liebe Grüße nochmals von Marion.:winke: :undecided :winke:

jani1944 14.01.2008 18:49

AW: Nun hat`s meinen lieben Papa auch erwischt.............Guten Tag erstmal.
 
Liebe Marion,
ich kann als Angehörige eines Betroffenen ser gut deine Angst verstehen. Es ist gut, dass Du hier darüber schreibst. Es wird immer Menschen geben, die an dem Schicksal deines Vaters Anteil nehmen. Ich will dem Wunsch, deinem Vater ein paar Zeilen zu schreiben, hier nachkommen.

Hallo Herr Dehmel,
für Ihre bevorstehende OP wünschen wir ihnen alles Gute und Gottes Hilfe. Mein Mann ist in 6/2007 ebenfalls an Speiseröhrenkrebs erfolgreich operiert worden. (Falls Sie sich für seine Geschichte interessieren, lassen Sie sich diese von ihrer Tochter ausdrucken). Wir konnten bereits in 9/2007 eine Amerikareise durchführen. Mein Mann hat sich auf dieser Reise sehr wohl gefühlt. Wenn man bestimmte Dinge beachtet, ist auch die Ernährung sehr gut in den Griff zu bekommen. Man muß sich nur daran gewöhnen kleinere Mahlzeiten, dafür aber mehrere über den Tag verteilt zu sich zu nehmen. Heute kann mein Mann wieder in einem Sportstudio Sport betreiben. Auch fühlt sich mein Mann wohl und hat keine Schmerzen.
Sie sehen, es lohnt sich immer den Kampf gegen den Krebs aufzunehmen.
Liebe Grüße
Jani und Ehemann

estella 14.01.2008 22:21

AW: Nun hat`s meinen lieben Papa auch erwischt.............Guten Tag erstmal.
 
Lieber Herr Dehmel!

ich wünsche Ihnen das Beste für die bevorstehende OP! Mein Vater hat gerade seine zweite Chemo durchgestanden (eine Woche vor Weihnachten war Schluss) und es geht ihm jetzt schon erstaunlich gut. Er kommt uns täglich besuchen und wir wohnen im 5 Stock - ohne Fahrstuhl! Vor der OP hatte mein Vater mehr Angst als vor der Chemo. Es ist ja auch ein großer Eingriff, aber wie uns Marion dargelegt hat, sind Sie in guten Händen. Zuversicht ist sehr wichtig - mein Vater war von dem Chirurgen, der ihn operiert hat sehr begeistert und das hat viel geholfen. Gerade als es etwas schwieriger wurde.
Die OP an sich verlief eigentlich gut, aber leider bekam er eine Fistel an der Bauchspeicheldrüse, weswegen er länger als geplant im Virchow bleiben mußte.
Er ißt immer noch zu schnell, aber mittlerweile nimmt mein Vater zu und er steckt voller Pläne. Sein Alltag hat sich normaliesiert, er genießt sein Leben und plant einen Kuraufenthalt. Schmerzen hat er keine, sonst könnte er nicht so gut aussehen.

Ich drücke Ihnen die Daumen und bin mir sicher, dass Sie alles gut meistern werden! Ihre Tochter haben sie ja als Verbündete!

Liebste Grüsse,

alicia (estella)

*gonzesse2008* 14.01.2008 23:58

AW: Nun hat`s meinen lieben Papa auch erwischt.............Guten Tag erstmal.
 
Hallo Allerseits!

Der Titel dieses Threats passt auch zu mir sehr gut. Wir haben heute die Diagnose bekommen. :(

Ich denke in Zukunft werden wir uns öfters lesen.

Ich wünsche allen Betroffenen viel Mut und Lebenswillen. Mein Vater hat nicht sehr viel davon. Wobei wir ja noch ganz am Anfang stehen.

Bis bald

Shivanarama 16.01.2008 12:54

AW: Nun hat`s meinen lieben Papa auch erwischt.............Guten Tag erstmal.
 
Hallo,- man seid Ihr lieb,- jetzt hab ich feuchte Augen............"Jani und Estella",- das habt Ihr so lieb formuliert,- ich warte noch einige Tage,- evtl. schließen sich Euch andere Betroffene noch an und tun uns als Familie den Gefallen ein paar aufbauende und anspornende Grüße an meinen Paps aufzuschreiben........................denn er hat eine Heidenangst vor allem was da kommt und ich glaube auch großen Horror davor,- aufgrund seines Herzinfarktes evtl. die OP nicht zu überleben.

Das Miteinander reden über all seine Aufgewühltheit endet immer damit,- daß sich Tränen in seinen Augen sammeln,- meine Mutter dann superbetroffen reagiert und irgentwie auch gereizt und verzweifelt reagiert warum wir Papa jetzt mit diesem oder jenen Satz so traurig machen...................dann beißt sich jeder auf die Lippen und die Traurigkeit wird versucht durch Ablenkmanöver aus dem Raum zu fegen...............aber gut,- wenn beide das so möchten,- haben wir als Kinder das zu respektieren.

Gestern hatten wir einen schönen Familienausflug mit einem netten Restaurantbesuch anschließend,- Eltern und Kinder sind den ganzen Tag im Thermalbad unweit Berlins gewesen und konnten das auch voll genießen-, mein Papa sah gelöst aus,- solange er im Wasser war oder mit uns in der Sauna,- nur das "abschalten" in den Ruheräumen zwischendurch wollte nicht recht klappen,- abwechselnd schlafen er oder meine Mutter sehr schlecht und liegen die halbe Nacht wach und grübeln und sorgen sich..........und fühlen sich natürlich dann nicht gut am nächsten Tag............tja,- was kann man gegen die aufreibenden und traurigen Gefühle engegensetzen............da muß man wohl einfach so durch.

Also,- lieben lieben Dank für Eure lieben Worte an meinen Vater............ich glaube das wird ihm sehr,- sehr gut tun zu lesen und anspornen,.- nicht vorher schon vom Schlimmsten auszugehen.


Der letzten Schreiberin "Gonzannes...oder ähnlich" wünsche ich für Ihren "Krebsfall innerfamiliär" natürlich auch das Beste...........werd mich da mal reinlesen die Tage..................wende Dich ruhig immer mit allen Fragen an uns,- diejenigen die helfen können,- werden alles tun um Dich moralisch und wissenstechnisch zu unterstützen...................Deswegen sind wir doch alle hier......................also,- Kopf hoch...........es wird sich ein gangbarer Weg vor Euch auftun...........so,- oder so.......


Ganz liebe Grüße aus Berlin und Euch allen einen schönen Tag.


Marion.

PrinzessinAqua 16.01.2008 15:12

AW: Nun hat`s meinen lieben Papa auch erwischt.............Guten Tag erstmal.
 
Lieber Herr Dehmel,
ich wünsche ihnen für die OP alles gute und nur die beste Genesuung wo es gibt.
Ich bin mir sicher das sie das mit ihrer Familie ohne Probleme hinbekommen werden.
Freu mich sehr wenn ich wieder postivies von ihnen lesen kann und weiß das es ihnen gut geht.

Viele Grüße
Manu

Shivanarama 17.01.2008 15:59

AW: Nun hat`s meinen lieben Papa auch erwischt.............Guten Tag erstmal.
 
Liebe Manu,- auch Dir ein ganz dickes liebes Dankeschön von mir für die Zeilen an meinen Vater......................wie schwer gerade Dir das fallen muß.......ich weiß es deshalb umso mehr zu schätzen.

Du scheinst mir wirklich ein Engelhaftes Wesen zu sein,- wie auch Viola,- obschon Ihr beide Eure Väter an den Krebs verloren habt,- seid Ihr immer so liebevoll bemüht anderen,- die noch kämpfen----um sich selbst oder um Ihre Angehörigen - -- - mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.............das ist Euch wirklich sehr hoch anzurechnen...............

Also: Danke,- Danke....Danke.


Grüße von Marion.:pftroest:

Steffi1969 17.01.2008 17:09

AW: Nun hat`s meinen lieben Papa auch erwischt.............Guten Tag erstmal.
 
Hallo Marion,

bestelle Deinem Papa doch auch von mir ganz liebe Grüße unbekannterweise und erzähle ihm, dass ein Herzinfarkt heut zu Tage kein so großes Risiko mehr ist - auch nicht bei einer solch schweren OP. Meine Oma hatte 2 Herzinfarkte vor der OP die sogar beide nicht rechtzeitig behandelt wurden und dennoch hat sie die OP bestens und ohne jedes Problem in der Hinsicht überstanden. Sicher wird die Zeit danach nicht leicht, aber ihr werdet es zusammen sicher schaffen.

Liebe Grüße und alles alles Gute für deinen Papa,

Steffi

_Viola_ 17.01.2008 20:58

AW: Nun hat`s meinen lieben Papa auch erwischt.............Guten Tag erstmal.
 
Lieber Herr Dehmel,

auch ich wünsche Ihnen alles Gute für die bevorstehende OP.

Es gibt zwar hier viel trauriges zu lesen, aber es gibt auch ganz viele, die alles gut überstehen und den Krebs besiegen. Sie werden sicher einer davon sein.

Sie haben eine liebe Familie um sich, das ist sehr wichtig. Alles Gute für Sie und baldige Genesung! Ich drücke Ihnen ganz fest die Daumen, dass sie alles gut hinter sich bringen. Toi, toi, toi!!!

Liebe Grüße
Viola

Shivanarama 18.01.2008 16:22

AW: Nun hat`s meinen lieben Papa auch erwischt.............Guten Tag erstmal.
 
Hallo Viola und Steffi..............................ganz lieben Dank auch für Eure ermutigenden Zeilen,- bin am Sonntag bei meinen Eltern zum Essen.........zum noch "unbeschwerten Essen"..........und drucke ihm dann die letzten Beiträge aus ,- nehm sie mit und les sie Ihm vor......er wird sich sehr freuen,- soviel ist sicher.

Mir geht es von Tag zu Tag schlechter,- nicht körperlich aber seelisch.....folgt ein Tief dem Nächsten...............nun läuft die Uhr und ich hör sie ticken,- ständig tickt eine Uhr in meiner Seele......noch 11 Tage bis er in die Klinik geht,- noch 10 Tage...noch 9. ..noch...8............usw.

Es tut mir weh zu wissen,- was auf meinen Vater so alles an Schmerzen und Lebenseinschnitten zukommt,- wie gerne würden wir als Familie ihm etwas davon abnehmen,- was natürlich nicht geht.

Schön zu wissen Steffi,- daß Deine Oma die OP trotz zweier vorangegangenen Herzinfarkte soweit gut überstanden hat,- daß tut gut zu lesen,- darüber wird mein Vater sich freuen,- denn diese Aussage des Operateurs im Vorgespräch hat ihn schon sehr sehr belastet und verunsichert.
Und mich nicht weniger.

Wielange in etwa dauern denn diese OP's - wenn keine Komplikationen dabei,- also während der OP eintreten??

Also bei meinem Vater soll ein großes Stück der Speiseröhre entfernt werden,- und evtl. wird ein Restmagenstück erhalten,- stellt sich erst nach erneuter Diagnostik also einem neuen CT raus,- ob es nun Kardiakarzinom oder ein sich ausgebreiteter Speiseröhrenkrebs ist.....................so sagte es der Chefarzt der Chirurgie............daß er nicht verstünde,- daß die im ersten Krankenhaus das Ganze Kardiakarzinom nennen,- für Ihn sähe es nicht danach aus, sondern nach einem reinen Ösophagus,- der sich von oben nach unten in die Kardia eingewachsen hat.
Wenn ich richtig verstanden habe,- wird bei Kardia wohl immer der Magen komplett weggenommen und als Magenersatz ein Stück Dünndarmschlinge verwendet...............und bei einem Ösophaguskarzinom versuche man "Teilmagenerhaltend" zu operieren.

Weiß jemand etwas Genaueres darüber??

Ach mennoh,- der innere Druck läßt mich hier so laut schnaufen,- als lägen mehrere Zentner Beton auf meinen Schultern.

Sollte wirklich mal abschalten von dem was in der Luft hängt,- kann das aber irgentwie von Tag zu Tag immer seltener........................mmmmmhhhh,- ging Euch,- also den Angehörigen das auch so vor den OP's???

Jetzt mach ich mir mal nen Kaffee und ess ein paar Kekse,- da wird "Serotonin" ein körpereigener Glücksbotenstoff freigesetzt durch Süßes.........vielleicht hilft der eine oder andere Keks ja doch........zwinker.


Also Ihr Lieben,- bleibt gesund............bis zum nächsten Mal.

Grüße aus Berlin

von Marion .:1luvu:


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 07:06 Uhr.

Powered by vBulletin® Version 3.8.7 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2026, vBulletin Solutions, Inc.
Copyright © 1997-2025 Volker Karl Oehlrich-Gesellschaft e.V.