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-   -   schlimme 5 Tage mit Sutent (https://www.krebs-kompass.de/showthread.php?t=29049)

Tiri 27.10.2007 16:47

schlimme 5 Tage mit Sutent
 
Hallo,
ich habe einige Zeit nur eure Beiträge gelesen aber nicht selbst geschrieben.
Heute berichte ich von meinem Mann dem es nach der 5.ten Tablette "Sutent" sehr schlecht geht. Die ersten beiden Tage war so gut wie nichts zu bemerken und der dritte Tag begann mit leichtem Fieber, Schüttelfrost und leichtem Unwohlsein. Der vierte Tag war ähnlich nur Schmerzen in der Lunge und Rücken haben stark zugenommen. Er kann nicht mehr im liegen, schlafen sondern muß es im sitzen versuchen, er röchelt und bekommt schlecht Luft. Schmerztabletten haben kaum Wirkung. Der 5 Tag also heute war schlimm, er viel um und im Speichel war etwas Blut. Der Arzt mußte nach Hause kommen. Seine Meinung war, er solle übers Wochenende mehr Schmerzmittel nehmen und Montag in die Sprechstunde kommen (soll ich ihn tragen?).
Evtl. Antibiotoka oder eine Schmerztherapie soll besprochen werden.
Lunge war beim CT vor 6 Tagen bis auf etwas Wasser okey.
Meint ihr das wird sich einpegeln oder wird das alles noch schlimmer?????????
Falls jemand Erfahrungen ähnlicher Art machen mußte wäre ich für eine Info sehr dankbar.
Alles Gute an alle im Forum Gruß THEA

Marita P. 30.10.2007 17:55

AW: schlimme 5 Tage mit Sutent
 
Liebe Thea,

ich habe ja auch ein Jahr Sutent eingenommen, aber so schlimm war es bei mir nicht. Probleme hatte ich auch, habe hier im Forum darüber berichtet.
Sieh Dir mal die Berichte von Claus1 an, die Mutter von ihm hat ähnliches erlebt. Ich glaube Sutent wurde dann verringert oder abgesetzt.
Auch von meinem Onkologen hörte ich ähnliches von Patienten die bluteten aus der Nase, Ohren ,Mund, Darm und Scheide.

Ich wünsche Euch alles Gute, habe im Moment nicht viel Zeit zum Schreiben, da ich über meine OP im Forum scgreiben wollte. Aber bei jedem Bericht den ich lese, muss ich meinen Senf dazu geben.

Liebe Grüße
Marita:winke:

Big Sister 01.11.2007 12:59

AW: schlimme 5 Tage mit Sutent
 
Hallo Tiri ,
mein Bruder hatte diese Nebenwirkungen im 2. Zyklus. Von jetzt auf gleich bekam er so starke Schmerzen in der Schulter\Rücken, dass er weder liegen noch sitzen konnte. Ihm half Wärme , Kyta-Salbe und eine Salbe mit Aconitum.
Es gibt auch direkt eine Seite im www , in der alle bekannten Nebenwirkungen von Sutent aufgeführt sind und welche Mittel Abhilfe schaffen können oder zumindest alles erträglich gestallten können. Füge sie dann noch ein.
Diesen Husten kenne ich auch von ihm. Jetzt wurde festgestellt, dass er Wasseransammlungen in der Lunge hat und sich hier Bakterien all zu wohl fühlen. Er nimmt jetzt Antibiotikum und wir hoffen alle sehr, dass es hilft.
Einen wichtigen Tipp noch: Mein Bruder tat sich damit auch immer schwer, aber wenn etwas ist , rufe den Notarzt und fahre ins Krankenhaus. Der Arzt meines Bruders fand es so gar nicht komisch, dass er mit seinem Husten nicht gleich ins KH gekommen ist.
Ich wünsche Euch beiden alles , alles Gute von der großen Schwester
Hier noch die Seite :http://daslebenshaus.org/d/2674/

Tiri 01.11.2007 21:25

AW: schlimme 5 Tage mit Sutent
 
Hallo Big Sister,
danke für deine Zeilen, haben mir geholfen und werde heute gleich die Salbe bestellen. Die www.Seite kannte ich aber vielen Dank nochmals, es ist immer noch was anderes wenn ein betroffener berichtet und ihm das Mittel auch Linderung verschafft hat. Meinem Mann geht es noch nicht besser aber die Hoffnung stirbt zuletzt.
Dir wünsche ich weiterhin viel Kraft bei der Unterstützung deines Bruders und ihm selbst eine große Portion Hoffnung und Zuversicht!
Liebe Grüße THEA :winke:

Big Sister 10.11.2007 09:13

AW: schlimme 5 Tage mit Sutent
 
Liebe Thea , ich wollte nur mal horchen, wie es Deinem Mann so geht. Kommt er mit den Nebenwirkungen nun etwas besser zurecht ?:confused:
Von meinem Bruder gibt es momentan nicht so gutes zu berichten.
Er liegt nun wieder im Krankenhaus mit einer Lungenentzündung.:smiley11: :smiley11:
Wurde bei der Bronchoskopie diagnostiziert. Aber, das kriegen wir schon wieder hin.
Bin schon mal gespannt, was sie nach der Untersuchung des entnommenden Gewebes nun noch so finden.
Den Lymphknoten am Hals wollen sie nun wohl doch raus holen. Aber das glaube ich erst, wenn es so weit ist. Ist schon eine mächtige Beule , die sich am Hals abzeichnet.Er soll dann wohl Nexavar nehmen .
Ich hoffe, Eure Ergebnisse sind etwas positiver ausgefallen!!
Wünsche Euch beiden ein wunderschönes Wochenende und seid ganz lieb von der Rika gegrüßt.

Tiri 10.11.2007 18:27

AW: schlimme 5 Tage mit Sutent/für Rika
 
Hallo Rika,
das sind ja keine guten Neuigkeiten von deinem Bruder.
So einen geschwollenen Lympfknoten am Hals hatte mein Mann kurz vor Beginn der Behandlung mit Sutent auch. Nach 2 Tagen unter Sutent war er weg. Ja, so eine Lungenentzündung kann ein geschwächter Körper schnell bekommen. Ihm kann diesbezüglich aber sicher schnell geholfen werden.
Sutent scheint wohl bei deinem Bruder nicht die gewünschte Wirkung gebracht zu haben, ich meine sonst wäre doch der Lypmfknoten nicht geschwollen ?! Nexavar ist das nächste aber so wie ich gelesen habe ohne Pausen. Das tut mir sehr leid aber es gibt ja noch ein paar Optionen und vielleicht hilft Nexavar besser.
Meinem Mann geht es nicht besser. Waren am Freitag beim Arzt (Blutbild) das soll sehr gut aussehen aber er bekommt kaum Luft und nach ein paar Schritten ist Schluß. Montag sollen wir zu einem Arzt für Lunge und Bronchen gehen um nachsehen zu lassen warum keine Luft ankommt. Vielleicht gibt es ein Mittel zum sprühen und erweitern der Bronchen. Alles nichts genaues und vieles muß erst ausprobiert werden. Am 20 Nov.ist die letzte Sutent drann dann erstamal 14 Tage Pause und ich hoffe, er bekommt dann etwas Erholung.
Meine Gedanken sind bei euch in der Hoffnung das alles geklärt und gut behandelt werden kann, liebe Grüße von THEA

P.S. wäre schön, wenn du dich mal wieder meldest.

Tiri 24.11.2007 20:52

Erfahrungen über "Sutent"-Pause !
 
Ein liebes hallo an alle im Forum,
ich habe eine Bitte die ich hier stellen möchte, in der Hoffnung der eine oder andere hat schon seine Erfahrungen mit einer 14-tägigen Pause unter "Sutent"
gehabt und kann davon berichten.:confused:
Mein Mann hat den Ersten Zyklus mit Sutent hinter sich und die Nebenwirkungen waren nicht erbaulich. Er hat 5 Liter Wasser zwischen den Lungen angesammelt und konnte kaum noch atmen. Das Wasser wurde durch 6x punktieren rausgeholt und diesbezüglich geht es ihm natürlich besser. Als Nebenwirkung von Sutent habe ich das nie gelesen.
Seit 3 Tagen hat er nun die 14 Tage Pause und es geht ihm ziemlich schlecht.
Ich glaube aber gelesen zu haben, dass es einem in einer solchen Pause schnell besser gehen soll.? Sind wir zu ungeduldig oder ist das von Fall zu Fall anderst (vermute ich mal)? Kann mir nicht mal jemand seine Erfahrungen mitteilen, ich wäre sehr dankbar!
Allen ein schönes und nicht so schmerzbestimmendes Wochenende wünscht THEA

*gerhard* 25.11.2007 01:33

sutent in den 14 Tagen Pause
 
Liebe Thea,

wohl kein Fall ist dem anderen vergleichbar, auch wenn es bezüglich der Nebenwirkungen viele Gemeinsamkeiten gibt. Ich habe (nach 10 Monaten Nexavar) auf Sutent gewechselt und habe jetzt (glaub ich) 6 volle Zyklen hinter mir. Nehme gerade wieder seit einer Woche die tägliche Pille.

Bei MIR war es in den ersten 3-4 Zyklen zu Beginn einer Pause immer so, dass alle Symptome (besonders Brennen an Füssen und Händen, Sodbrennen, alle säurebedingten Magen-Darm-Beschswerden, Duchfall, Blähungen sowie auch Atemnot) sehr schnell wieder abgeklungen sind. Meist waren nach 3-4 Tagen die Nebenwirkungen fast ganz weg, bei den Füßen etwa nach einer Woche. In den letzten 3 Zyklen dauerte es m.E. etwas länger, durchschnittlich wohl eine Woche, bis alles weg war.

Andererseits geht es mir heute bedeutend besser, als zu Beginn der Medikation mit Sutent. Und zwar nicht nur in den Pausen, sondern ständig: Die Nebenwirkungen sind erheblich geringer geworden, Durchfall kenne ich fast gar nicht mehr. Ich vermute, dass die Ursache dafür darin liegt, dass sich mein Körper stärker an die Einnahme gewöhnt hat.

Du schreibst, dass Dein Mann sehr viel Wasser in der Lunge angesammelt hat. Verständlich, dass dann erhebliche Atemnot vorliegt. Davon, dass dies eine Nebenwirkung von Sutent sein könnte, habe ich noch nie etwas gehört oder gelesen. Leider kann ich zu Deiner Frage nicht mehr beitragen, denn ich bin medizinisch völliger Laie. Deinem Mann und Dir Alles Gute

Gerhard

Tiri 25.11.2007 16:27

AW: schlimme 5 Tage mit Sutent
 
Lieber Gerhard,
danke das du dir zu so früher Stunde die Zeit genommen hast mir zu antworten.
Sicher hast du Recht es ist von Fall zu Fall anderst aber hätte ja sein können das es bei den Nebenwirkungen doch einen ähnlich gelagerten Fall gegeben hätte. Es tut einfach gut ein paar Worte von Mitbetroffenen zu lesen und dafür vielen Dank. Werde deine Antwort gleich meinem Mann vorlesen, liegt ja doch etwas Hoffnung für uns drinn.
Dir noch einen schönen Sonntag und weiterhin so gutes Befinden.
Gruß THEA

orgelbass 06.12.2007 22:00

AW: schlimme 5 Tage mit Sutent
 
Hallo Tiri,
glaube, das ist wirklich sehr unterschiedlich. Mama ging's während der 14-tägigen Pausen eher schlechter, als während der Sutenteinnahmme. Sie bekam dann immer schlagartig Wassereinlagerungen in der Bauchdecke. Nach einem Telefonat mit dem Hersteller hat sie die Pause jetzt verringert. Sobald sie das Gefühl hat, der Ascites kommt, startet sie wieder mit den Tabletten. 2 Zyklen gingen so schon ohne Punktion rum...

Grüße

orgelbass

Tiri 07.12.2007 17:12

AW: schlimme 5 Tage mit Sutent
 
Hallo Orgelbass,
danke für die Nachricht, ist gut mal was von ähnlich gelagerten Fällen zu hören.
Mein Mann ist jetzt in eine Lungenspezialklinik gekommen dort wurde wieder Wasser abgezogen. Sie wissen immer noch nicht woher es kommt. Morgen ist eine Broncheskopie angesagt und dann evtl. eine OP wo die Verbindung zwischen Lunge und Brustfell zugemacht werden soll. (Wo bleibt das Wasser dann)?Muß mich erstmal richtig informieren.
Alles Gute für die Mutti und eine hoffentlich schmerzarme Weihnachtszeit. Gruß THEA

orgelbass 07.12.2007 23:15

AW: schlimme 5 Tage mit Sutent
 
Hallo Tiri,
danke für die Wünsche. Mama geht's weiterhin für die Umstände blendend. Außer sie kommt auf die Idee, barfuß in die Schuhe zu steigen - dann meldet sich das Hand-Fuß-Syndrom...
Bei Mama kommt das Wasser von vielen kleinen Metastasen in der Bauchdecke. Laut Pfizer ist das vermehrte Auftreten von Wasser in den Sutentpausen ein Zeichen dafür, dass auch diese Zellverbünde durch das Medikament gewaltig unter Beschuss geraten sind. Sobald es fehlt, fangen sie wieder kräftig an zu arbeiten. Im Sommer nach der OP hatte Mama auch Wasser in der Lunge. Damals war's sehr heiß und sie hatte infolge einer jahrelang nicht richtig eingestellten Hypertonie Probleme mit der Herzleistung (wenn man monatelang nur liegt - sie hat eigentlich vor der OP mehr als ein Jahr hauptsächlich auf dem Sofa gelegen und nach der OP war sie auch nicht besonders aktiv - ist das ja auch nicht weiter erstaunlich). Folglich konnte das Wasser nicht mehr ordnungsgemäß ausgeschieden werden....

Also: Viel Erfolg bei der Ursachensuche und deren Bekämpfung!

orgelbass

P.S.: Ein Hinweis an alle, die hier meinen unfehlbar zu sein! Ich versuche hier das, was uns die Ärzte erklären halbwegs verständlich und somit auch vereinfacht wiederzugeben. Es gibt hier leider Leute, die Beiträge anderer mit "Schwachsinn" etc. kommentieren zu glauben müssen. Ob das im Forum oder in einer PN geschieht tut nichts zur Sache. Sowas gehört nicht zum fairen und höflichen Umgang miteinander. Als Pädagoge kann ich das nur als Indiz für die allgemeine Verrohung in der Gesellschaft deuten. Folglich werde ich mich bis auf weiteres wieder zurückziehen.

Tiri 08.12.2007 17:53

AW: schlimme 5 Tage mit Sutent
 
ein nochmals Danke an dich, Orgelbass !:rotier:

Werde über das weitere berichten denn vielleicht gibt es unter den Lesern ja noch andere mit ähnlich gelagerten Beschwerden.
Jeder sollte das Recht haben uneingeschrängt zu schreiben was er denkt und fühlt, gerade in so einem Forum. Mir hat so mancher Artikel geholfen und daher finde ich es schade, dass du dich zurückziehen willst verstehe aber deine Beweggründe auch ein wenig.
Alles Gute bis vielleicht bald mal wieder, THEA

orgelbass 09.12.2007 00:03

AW: schlimme 5 Tage mit Sutent
 
Hallo Tiri!
Ich kann dich beruhigen: Da ich in der Schule momentan extrem unter Strom stehe, war ich vielleicht bisserl arg dünnhäutig. Ich stehe zu meinem Statement, dass auch hier irgendwo noch höfliche Umgangsformen nötig sind - da gibt es einzelne, die damit ein Problem zu haben scheinen. Aber ich habe mich wegen einiger sehr positiver Rückmeldungen entschlossen, doch weiterzuschreiben, so ich was zu berichten habe. Bei uns läuft das mit Mamas Krebs ja gottlob (hoffentlich klingt das jetzt nicht irgendwie doof oder sarkastisch) rel. positiv und langsam, so dass ich nicht mehr so aktiv bin wie früher. Aber ich werde weiterhin versuchen, anderen zu helfen, so wie viele im Forum uns gehofen haben. Ganz toll fand ich es damals, als Mama vor ihrem Aufenthalt in der Filderklinik (Fasching 2007) im Krebs-Forum viel gelesen hat. Sie meinte zwar hinterher, dass vieles hier sehr hart sei, aber dass sie beeindruckt sei, wie offen und ehrlich hier geschrieben würde. Das hat ihr, glaub ich, viel gebracht. Einmal zu sehen, dass sie nicht allein ist und dass viele andere auch gegen den Krebs kämpfen und nicht aufgeben und dennoch versuchen, ein möglichst normales leben zu leben.

Also, in diesem Sinne: Leben wir weiter!!!

orgelbass

Tiri 22.12.2007 17:44

AW: schlimme 5 Tage mit Sutent
 
An alle hier im Forum,

mein Mann und ich wünschen allen "Betroffenen" und Angehörigen ein hoffentlich therapiefreies, angstfreies und friedliches Weihnachtsfest mit Familie und Freunden.
Kommt alle gut und evtl. schmerzfrei in das Jahr 2008, möge es ein besseres Jahr werden!
Liebe Grüße an alle von THEA :winke:

orgelbass 23.12.2007 01:01

AW: schlimme 5 Tage mit Sutent
 
Hallo Tiri!
Ich schließe mich deinen Wünschen an und erwidere sie. Gehen wir in ein neues "Kampfjahr", ohne zu vergessen, dass wir nicht für den Kampf gegen den Krebs leben!

Alles liebe

orgelbass

Tiri 22.03.2008 17:50

Dem Ende entgegen?
 
Ein freundliches Hallo an alle hier im Forum.
Heute will auch ich mich mal wieder melden, habe in letzter Zeit nur gelesen.
Rückblick: Mein Mann 58 Jahre, hat seit Febr. 2006 Nierenkrebs. Niere wurde entfernt und 2007 kamen neue Metastasen. OP mußte abgebrochen werden weil sich alles um die Aorta gewickelt hatte und man nichts mehr machen konnte. "Sutent" kam zum Einsatz und nach 3 Wo. waren 7 Ltr. Wasser in der Lunge und immer höllische Schmerzen. Es wurde alles mehrmals abgesaugt und wieder eine OP mit der Verklebung der Lungenwand wurde gemacht.
Wieder höllische Schmerzen und ein Absetzen von Sutent waren die Folge.
Das CT zeigte nach einigen Wochen Pause von Sutent viel Wachstum im Inneren an. Mein Mann hat sehr stark abgebaut und der Arzt fragte, ob er noch Nexavar probieren wollte oder aufhören und nur noch Schmerzmittel nehmen will.
Wir versuchen jetzt noch 4 Wochen Nexavar dann CT und ich glaube, wenn da kein Stillstand (400 mg/Tag) zu verzeichnen ist, wird mein Mann alles abbrechen. Bei der niedrigen Dosierung sehe ich auch wenig Chancen aber mehr geht körperlich nicht und die Nebenwirkungen machen ein Weiterleben zur Qual. Uns wurde ein lebenswertes Leben mit Schmerzmitteln versprochen, aber davon sind wir weit entfernt.
Hiermit wünsche ich aber allen hier ein erträgliches, hoffentlich schmerzfreies
Osterfest und besonderst liebe Grüße an "Big Sister" ! Eure THEA

jup 03.04.2008 12:39

Antwort
 
Hallo Tiri!

Ich habe gelesen, dass Dein Mann Nexavar bekommt und es nicht verträgt. Als bei meinem Freund Anfang des Jahres ein Nierentumor diagnostiziert wurde, habe ich viel im Forum gelesen, um mich auf alle Eventualitäten vorzubereiten.
Dabei habe ich mir notiert, dass es ein Mittel gibt, welches hilft, Nexavar besser zu vertragen: "Exlopra". Zu beziehen über eine Apotheke in Genf mit der Adresse
"pharmaciefridez@ovan.ch".
Nur damit Du es richtig verstehst, dass fällt nicht ganz unter die Kategorie gefährliches Halbwissen ( ich meine Rudolf hätte es einmal in einem seiner Beiträge erwähnt, und der hat richtig Ahnung), aber ich kann Dir nichts über irgendwelche Anwendungen oder persönliche Erfahrungen erzählen, da mein Freund es nie benötigte. Ich habe mich auch nie auf der Seite in der Schweiz schlau gemacht, kann also nichts genaues sagen.
Also, es soll ein kleiner Tipp sein, vielleicht kannst Du Dich ja schlau machen und erfährst mehr (oder jemand anders schreibt darauf), und vielleicht hilft es ja wirklich. Vielleicht ist es eine Chance.
Sei ganz lieb gegrüßt von Jup.

Tiri 03.04.2008 23:51

AW: Dem Ende entgegen?
 
Danke Jup, für deinen lieb gemeinten Tip.
Mein Mann liegt seit über einer Woche in der Uni-Klinik, er mußte Nexavar abbrechen. Zu schlimm die Nebenwirkungen, lieterweise Wasser in den Lungen und Bauchraum sowie Arm und beide Beine. Für ihn kommt eine Weiterführung der Chemo nicht mehr in Frage. Das Wasser wurde zum Teil rausgezogen und er soll noch an die Dialyse. Ziel soll sein, dass er zum sterben nach Hause kommt, denn der Tumor ist unerbittlich gewachsen und andere Organe sind stark betroffen. Leider bleibt uns nicht mehr viel Zeit, zwei Jahre sind seit der Entdeckung des Tumors ins Land gezogen. Hoffentlich können wir noch ein wenig schmerzfrei zusammensein. Liebe Grüße von Tiri

vogel 07.04.2008 10:23

AW: Dem Ende entgegen?
 
Hallo Tiri,
es tut mir leid, daß es deinen Mann so schlecht geht.
Aber warum probiert ihr es nicht mal mit Torisel?
Es soll geringere Nebenwirkungen haben und gerade für geschwächte Patienten geeignet sein. Und zusätzlich könnt Ihr doch auch noch eine Misteltherapie beginnen, wird sogar von der Krankenkasse bezahlt.
Ich hoffe es geht ihm bald wieder besser.

liebe Grüße Vogel

Tiri 01.05.2008 01:26

AW: Dem Ende entgegen?/Geschafft
 
Danke an alle, die mir in unserer schweren Zeit mit ihren Worten sehr geholfen haben.
Leider ist mein Mann am 20.4.08 im Hospitz verstorben.
Meine Trauer ist unendlich und unbeschreiblich.
Allen hier im Forum wünsche ich ein noch langes, lebenswertes, schönes Leben.
Es grüßt alle
Tiri

vogel 01.05.2008 12:48

AW: Dem Ende entgegen?
 
Hallo liebe Tiri,
es tut mir sehr leid, daß dein lieber Mann gestorben ist. "Geschafft " ich weiß es klingt hart aber ich kann es verstehn, die letzten Wochen waren ( laut deiner Beschreibung) die Hölle für ihn. Ich wünsche dir viel Kraft für die kommende Zeit, und hoffe du hast eine Familie und liebe Freunde die jetzt für dich da sind. Hier im Forum wird auch immer jemand für dich da sein.


sei ganz fest umarmt
Vogel

Tania42 01.05.2008 14:36

AW: Dem Ende entgegen?
 
Liebe Tiri,

mein Beileid zu Deinem schweren Verlust.
Ich denke einfach an Dich und schicke Dir liebe Gedanken.......

Tania:pftroest:

Tiri 01.05.2008 16:50

AW: Dem Ende entgegen?
 
Danke Tanja 42 , danke Vogel!
Leider habe ich hier keine Familie mehr. Mein Schwager lebt in Bayern leider zu weit weg. Ich muß also alles alleine ertragen und das ist schwer.
Schön zu wissen, dass Ihr mit mir trauert, ich hoffe es bleibt Euch lange erspart. Alles Gute für Euch Tiri.

vogel 01.05.2008 22:24

AW: Dem Ende entgegen?
 
Liebe Tiri,
leider ist es uns auch nicht erspart geblieben. Meine Schwiegermutter verstarb vor 2 Monaten. Sie mußte nur zum Glück ( wenn man das so sagen kann ) nicht so sehr leiden wie dein Mann. Es tut mir Leid, daß du niemanden hast mit den du reden kannst. Aber wenn du dir deinen Kummer und deine Gefühle von der Seele schreiben willst, dann schau doch mal beim Hinterbliebenenforum vorbei dort gibt es garantiert Menschen die dich verstehen und dir in manch schwerer Situation, wenn auch nur durch liebgemeinte aber hilfreiche Worte beistehen können.

Ich schicke dir viel Kraft für die nächste Zeit
Vogel

Tania42 03.05.2008 19:20

AW: Dem Ende entgegen?
 
Lliebe Tiri,

mein Mann ist nach drei Monaten am 12.04.08 verstorben. Auch ich bin nicht verschont.
Komm doch, wie Vogel schon meinte, in das Forum. Hier sind wir alle mit diesem Schicksal behaftet und alle sind ganz lieb.
Mir hilft das sehr dort zu sein.

Tania

ynidalex 04.05.2008 09:52

AW: Dem Ende entgegen?
 
Liebe Tiri
Herzliches beileid.
Mein man ist auch am 19.01.08 gestorben, und auch ich werde noch nicht fertig damit, am anfang kommt jedem auf besuch aber es geht nicht lange und dan denken sie das man darüber hinweg ist, und dan sind die abende und wochenende lang, in der woche arbeite ich viel.
Ich wünsche für dich das du deine gedanken ordnen kannst und das der schmerz ein wenig nach lässt,aber ich glaube das kommt von selbst, weill man hat so viel kraft gebraucht so lang sie krank gewesen sind und diese kraft bleibt noch lange in uns, und irgend wie gibt man den nicht ab nur zum schutz vor sich selber respektiv mir geht es so.
Liebe Tiri,Tania und Vogel ich wünsche euch alles gute und viel kraft
Liebe Grüssli Diny

Tiri 04.05.2008 16:40

AW: Dem Ende entgegen?
 
Ein freundliches Hallo an alle und danke für euer Mitgefühl.
Ja, es ist schon bitter wenn man mit allem alleine dasteht. Bei mir kommt außer Trauer auch manchmal Wut darüber dass er mich alleine gelassen hat, obwohl ich weiß, dass es nicht seine Schuld war. Auch ich hasse die Wochenenden und Feiertage da ist alles immer so still. Der Abend und die Nacht sind auch ziehmlich schlimm. Im Augenblick habe ich noch mit Formularen und Anträgen sowie Umschreibungen zu kämpfen. Dann muß ich als ALG II. Empfänger an einen Umzug in eine kleinere Wohnung denken. Da ist man etwas abgelenkt aber andere können meine Gefühlswelt nicht verstehen. Ich glaube erst wenn man gleiches durchgemacht hat, weiß man wie schlimm das ist. Ich würde mich so gerne auch mal fallen lassen aber da wird mir keiner beim aufstehen helfen also mal sehen wie lange ich noch funktioniere!? Wenn ich einen Glauben hätte und wüßte ich sehe ihn "OBEN" wieder würde ich sofort gehen.
Liebe Grüße Tiri

vogel 08.05.2008 21:25

AW: Dem Ende entgegen?
 
Liebe Tiri,
es tut mir Leid, daß du niemanden hast der dich auffängt, wenns dir mal wieder so richtig " Scheiße" geht. "Funktionieren" -ja daß mußt du nun, auch wenn es dir schwehr fällt, denn ich bin mir sicher, daß dein Mann nicht gewollt hätte , daß du am Schmerz zerbrichst. Ich hoffe du hast dich in den letzten Tagen wieder ein bisschen gefangen. Wenn du jemanden zum reden suchst, oder einfach nur mal deine Gedanken oder Gefühle loswerden willst, dann wende dich doch mal ans "Hinterbliebenen-Forum", da sind Leute die dich verstehen und dich auch "auffangen" können. Denn du hast recht, wer es nicht erlebt hat, der weiß nicht wie es ist, innerhalb kürzester Zeit einen geliebten Menschen zu verlieren, ohne ihm helfen zu können.

Ich schicke dir 10000 Kraftpackete -du kannst sie sicher gebrauchen

liebe Grüße Vogel

Big Sister 09.05.2008 09:22

AW: Dem Ende entgegen?
 
Liebe Thea,

ich wünsche Dir für den heutigen Tag ganz viel Kraft, Mut für den nächsten Tag und alle folgende Tage, Wochen ...
Hier ein paar Zeilen, die mir schon ,als ich noch ein Kind war ,sehr viel bedeutet haben.

Wenn du bei Nacht den Himmel anschaust,
wird es dir sein, als lachten alle Sterne,
weil ich auf einen von ihnen wohne,
weil ich auf einem von ihnen lache.
Du allein wirst Sterne haben, die lachen können.

Wenn du dich getröstet hast,(man tröstet sich immer)
wirst du froh sein, mich gekannt zu haben.
Du wirst immer mein Freund sein
und deine Freunde werden sehr erstaunt sein,
wenn sie sehen, dass du den Himmel anblickst und lachst.

Antoine de Saint Exupery


Sei lieb zumindest verbal umarmt von Rika

Tiri 09.05.2008 19:17

AW: Dem Ende entgegen?
 
Hallo, liebe Rika und einen lieben Gruß an Vogel !
Sorry, ich konnte die letzten Tage nicht schreiben und heute war der Tag der Tage!
Ein Traumtag vom Wetter her aber ein furchtbarer Tag, weil man einen geliebten Menschen gehen lassen muß.
Aber bei all der Trauer muß ich sagen war es eine sehr schöne Beisetzung.
Viele Freunde, ehem. Arbeitskollegen, Ehem. Nachbarn und jetzige Nachbarn und und und waren da auch weit gereiste. Ich habe mich sehr darüber gefreut.
Blumen über Blumen und viele schöne Beileidskarten mit würdigenden Inhalten
machten mir wieder klar, wie beliebt mein Mann doch war.
Jetzt bin ich allein und kann mal in Ruhe trauern.
Vergessen werde ich wohl nie.
Wie geht es Dir, liebe Rika? Was macht Deine Familie? Kannst Du gut mit dem Schmerz umgehen. Ich grüße Euch alle und wünsche auch Euch die Kraft weiterhin dieses eine Leben zu meistern. THEA

Big Sister 14.05.2008 20:53

AW: Dem Ende entgegen?
 
Liebe Thea,

nein, Du sollst auch nicht vergessen !
All die schönen Momente , die glücklichen und auch nicht so glücklichen Tage, es war dass, was Euch verbunden hat. Es hat Euer Leben ausgemacht, es war Euer Leben. Vergessen ???

Immer wenn ich traurig bin, denke ich an solch einen schönen Moment und automatisch bewegen sich meine Mundwinkel in Richtung lächeln.
Ich hatte in den gemeinsamen 36 Jahren viele solcher "Mundwinkelheber".
Somit bleibt mir ein riesen Sack voll wunderschöner Erinnerungen.
Irgendwann werde ich das alles einmal aufschreiben , aus Angst es im Alter einmal zu vergessen und für meine Kinder.
Ja, auch für mich als Mittel der "Trauerarbeit".
Ich wünsche Dir, dass auch Du einen Weg findest zu trauern mit positiven Gedanken.

Sei ganz lieb gedrückt von Rika


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