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vogal 29.11.2007 21:28

Mit 50 Witwe
 
:1luvu: Mit 50 Witwe

Hallo mein Schatz

Am 30.10.07 hast du für immer deine Augen geschlossen du warst doch erst 49 Jahre. Ich kann und will es nicht verstehen. Ich stehe an deinem Grab und für mich steht der falsche Name auf diesem Holzkreuz. Es kann doch nicht wirklich sein dass du dort unten liegst. Es wurde uns zu Anfang deiner Diagnose Bronchialkarzinom soviel Hoffnung gemacht. Kann man gut opperieren der Tumor ist zwar sehr groß liegt aber günstig. Keine Metastasen. Was habe ich mich gefreut als wir das hörten und du sagtes noch worüber soll ich mich freuen dass ich Lungenkrebs habe. In meinem Kopf ging nur rum keine Metastasen keine Metastasen. Heute denke ich oft du hast damals schon geahnt dass man dir nicht mehr helfen kann. Es ist einfach alles was falsch laufen konnte, auch falsch gelaufen. Alle Untersuchungen hast du über dich ergehen lassen 7 Chemos 40 Bestrahlungen aber op war nicht. Der Tumor war immernoch zu groß und mittlerweile auch mit Gefäßen und der Toraxwand verwachsen. Wir dachten aber auch da noch das du es schaffst dann verkapselt der Tumor sich eben. Was waren wir doch naiv. Heute denke ich du hattest von vornherein keine Chance wir hatten keine Chance. ich mußte dir immer versprechen dass wir zusammen alt werden vor deiner Krankheit und während deiner Krankheit. Ich konnte dieses Versprechen nicht halten. Als du in die Klinik kamst wegen deiner Luftnot und dir dort geholfen werden sollte waren wir immernoch voller Hofnung. Du warst 3,5 Wochen in der Klinik und ich hätte dich am Dienstag den 23.10.07 nach Hause holen dürfen. Die Luft war nicht gut aber besser.Den Dienstag hattest du so schlimme Bauchschmerzen dass ich die Visite unterbrechen mußte und der Chefarzt sagte gleich dass da was nicht stimmt und nach dem Röntgen wußten wir das was im Bauch war was da nicht hingehört. Also wurdest du noch notoperiert. Danach haben wir dann erfahren dass du einen Riss im Dünndarm hattest ausgelöst durch eine Metastase. Der Chefarzt meinte dann noch das er vermutet das da noch mehr sind und in der Leber hätten sie auch was gesehen. Das wusten wir du nicht. Aber du hast es geahnt. Die OP hast du sehr gut verkraftet die Ärzte waren selber erstaunt. Mittwochs bist du wieder auf die normale Station gekommen alles war soweit gut. Dem Doc hatte ich schon gesagt sobald die Bauch OP es zuläßt hole ich dich nach Hause. Da hat auch nichts dagegen gesprochen. Als ich Donnerstags morgens zu dir kam konntest du nicht mehr sprechen. Die Ärzte waren der Meinung das du einen Schlaganfall bekommen hast und du mußtest zum CT. Der Befund Gehirnmetastasen. Ich war irgendwie nicht geschockt ob ich es wohl geahnt habe????????? Auch da dachte ich noch das schaffen wir. Aber es war nichts nehr zu schaffen du hattest keine Kraft mehr zu kämpfen und als du gehört hast Metastasen im Kopf hast du aufgegeben.Ich hatte dich so gerne noch gehalten aber du konntest nicht mehr. Ich mußte zusehen wie es von Donnerstag bis Sonntag jeden Tag schlechter wurde. Von Sonntag bis Dienstag wurde es stündlich schlechter. Ich wußte ich muß dich gehen lassen aber wie sollte ich dass, ich dachte ich werde verrückt. Wir waren alle bei dir als du deinen letzten Atemzug gemacht hast und du hast es gespürt das wir da waren. Wir wollten doch zusammen alt werden und jetzt. Alle sagen dass dir ganz sicher viel erspart geblieben ist aber mir hilft das nicht wirklich. Ich weiß das ich jetzt sicher egoistisch denke aber du wärst mir als Pflegefall lieber gewesen als jetzt so unter der Erde. Mein Schatz ich vermisse dich so sehr du fehlst mir jeden Tag mehr und mehr. Ich bin froh das ich bei allen Untersuchungen und Behandlungen bei dir war. Ich habe ein halbes Jahr unter Dauerstrom gestanden und jetzt ist eine unglaubliche Leere. Ich vermisse es so sehr dass du mich in den Arm nimmst und mich einfach nur festhälst. Jetzt stehe ich an deinem Grab und rede mit dir aber ich bekomme keine Antwort mehr. Was soll ich nur ohne dich machen. Du warst mein Leben und bist es jetzt auch noch. Ich liebe dich dein Vogal 2 :1luvu:

PrinzessinAqua 29.11.2007 22:07

AW: Mit 50 Witwe
 
Liebe Vogal,
erstmal möchte ich dir mein Herzliches Beileid aussprechen.

Deine Geschichte erinnert mich sehr an mein lieben Papa. Bei uns war es fast genauso. Er hatte am Ende auch Hirnmetas und ich wolltes nicht einsehen. Er ist bei uns zuhause gestorben und ich habe immer wieder versucht ihn aufzubauen und dann aufeinmal war alles vorbei. Er hat mich nicht mehr erkannt es hat mir mein Herz gebrochen, wir mußten ihn mit Morphium dann ruhig stellen.

Ich habe ihm dann gesagt Papa es ist ok du brauchst nicht mehr kämpfen auch wenn es mir schwer fällt ich laß dich gehen. Danke für alles. Er hat mich in arm genommen und mir ein kuss auf die wange gegeben.


Ich kann dir sehr nachvollziehen meine mama ist 45 ihr geht es sehr schlecht und ich mach mnir große sorgen um sie und versuche immer die staqrke zu spielen.

Ich wünsche dir viel kraft für die schwere zeit.

Viele Grüße
Manu

Kirstie 29.11.2007 22:29

AW: Mit 50 Witwe
 
Liebe Vogal,

ich schicke Dir einen stillen Gruß in aufrichtiger Anteilnahme....

Kann unendlich gut nachempfinden, wie es Dir gehen muß. Auch meine Ma lebt seit gut sechs Monaten ohne Paps... Wir mußten ihn im Mai gehen lassen... So wenig man diese Gefühle doch wirklich teilen kann, scheint der letzte Weg, den unsere Lieben gehen mußten, so unwahrscheinlich ähnlich...

Ich wünsche Dir Kraft! Kraft für ein kleines bisschen Stärke Dir selbst zuliebe; Kraft, trotz allem irgendwann wenigstens etwas ruhiger werden zu können und Kraft, um die Traurigkeit zuzulassen und ebenso zu leben wie all die schönen gemeinsam gelebten Momente. .....Kirstie.

Liebe PrinzessinAqua,

.... was kann ich sagen???!!

Habe mich auf jeden Fall gefreut, daß Du einst in meinem Thread von Dir hast lesen lassen und hoffe, daß es Dir ein kleines bisschen gut geht??!! Leider habe ich wohl etwas zu plump geantwortet gehabt, weshalb nichts mehr von Dir an Zeilen zu finden war???!! .... wenn Dir mal wieder so sein sollte, kannst Du jederzeit gerne mal wieder was von Dir verlauten lassen! ....

Ich grüße Dich ganz lieb und hoffe wirklich, daß es zumindest halbwegs solala bei Dir aussieht??!!.... Kirstie

vogal 03.12.2007 15:43

AW: Mit 50 Witwe
 
Danke für Eure Anteilnahme

Ich habe mich auch schon in der Zeit als Mein mann krank war viel hier im Forum aufgehalten und habe auch festgestellt dass sich viel geschriebenes hier sehr ähnlich ist. Ich habe nie etwas um Prognosen gegeben obwohl bei allem was ich gelesen habe bei seinem Befund es immer hieß Überlebenszeit 3-6 Monate. Ich wollte dass ganz einfach nicht glauben. Als 3 Monate vorbei waren sagte ich mir na also jetzt sind schon 4 Monate vorbei und es geht ihm nicht gut aber es ist auch nicht so als dass er in den nächsten Monaten sterben würde. Es gingen 5 Monate ins Land und auch 6 bis er dann in die Klinik kam und er nicht mehr nach Hause kam weil er dort gestorben ist. Das ging alles viel zu schnell um dass ich es hätte auch nur im Ansatz verstehen können. Donnerstag wurden die Hirnmetas festgestellt und Dienstags morgens ist er gestorben. Wer soll sowas verstehen. Am 21.5.07 wurden noch die Knochen und der Kopf untersucht und es war alles in Ordnung warum habe ich nicht darauf bestanden dass so eine Untersuchung noch mal zwischendurch gemacht wurde vielleicht hätte man die Metas früher entdeckt ich weiß es nicht. Im Augenblick weiß ich gar nicht was ich denken oder fühlen soll. Danke Euch noch mal lieben Gruß Silvia



Hallo mein Schatz

Ich bin einfach nur mega traurig. Ich kann einfach nicht verstehen dass du nicht mehr bei mir bist warum nur. Es gibt so viele Menschen die schwer krank sind und darum beten dass sie sterben können und du hättest so gerne noch gelebt. Ich hätte nie gedacht das du sterben könntest. Du warst immer der starke du warst immer der Fels in der Brandung. Seit 20 Jahren habe ich diese Angststörung ich bin 3 mal in der Psychiatrie gewesen und wieviele male ich in der Notfallambulanz verschiedener Krankenhäuser war kann ich nicht mehr zählen. Immer warst du an meiner Seite immer warst du für mich da und hast versucht mir meine Ängste zu nehmen und mich zu beruhigen. Was hätte ich all diese Jahre ohne dich gemacht, ohne deine Liebe. Du hast mich immer aufgefangen obwohl unser Leben durch meine Erkrankeung doch zeitweise sehr eingeschränkt war. In der Zeit deiner Krankheit haben sich meine Ängste Gott sei Dank in Stärke verwandelt so dass ich dieses halbe Jahr ganz und gar für dich da sein konnte und dass ich dir wenigstens einen kleinen Teil von dem zurück geben konnte was du mir gegeben hast. Mein Schatz ich vermisse dich jeden Tag mehr. Bald gehen die Auftritte mit unserem Verein wieder los. Ich weiß das du gerne hättest dass ich da mitgehe ich weiß nur noch nicht wie ich das schaffen soll wie kann ich da lustig sein wenn ich nur noch traurig bin. Alles erinnert mich an dich. Morgen komme ich wieder an dein Grab so wie jeden Tag. Ich habe immernoch das Gefühl ich befinde mich in einem ganz schlimmen Alptraum aus dem ich jeden Moment aufwachen muß und du mir dann sagst es ist alles gut du hast nur geträumt aber leider sieht die Realität ganz anders aus. Bis morgen mein Schatz ich liebe dich über alles. Du bist und bleibst mein Leben. Dein Vogal 2

PrinzessinAqua 03.12.2007 15:56

AW: Mit 50 Witwe
 
Liebe Silvia,
man stellt sich leider im diese fragen. Auch ich frage mich warum ich nicht mehr terror gemacht und immer alles hin gneommen habe.

Aber eins weiß ich man vertraur den leuten und denkt sie wissen was sie machen. Am ende sagt man sich dann wieder warum haben sie nicht auf einen gehört. ich habe mehrmals nachgefragt ob wirklich 100% keine Metas da sind es wurde mir immer versicher das alles in Ordnung ist und dann ende Juli sowas. Ich war erst mega Sauer, habe gesagt ihr habt uns alles die gnaze zeit belogen und wußtest es shcon länger. Aber nein sie wußten es nicht besser wie mir, hätten sie sich früher an die lunge ran getraut und die Probe entnommen wie ich es immer wollte. Wäre es vl anders gekommen, aber das kann man leider nicht mehr sagen.

Ich wünsche dir sehr viel kraft.

Viele Grüße
Manu

vogal 03.12.2007 19:54

AW: Mit 50 Witwe
 
Hallo Manu

weiß Du wenn es dass gewesen wäre das ich nicht genug aufgepasst hatte nein bei mir war es genau das gegenteil. Ich habe auf alles aufgepasst wie ein Löwe auf seine Jungen. Ich war bei jeder Behandlung und jeder Untersuchung dabei, so das mich mal eine Schwester bei der Bronchioskopie raus geworfen hat. Ich konnte mich mehr als gut mit den Ärzten unterhalten der Strahlenonkologe sagte dann " ich glaube ich hatte noch keinen Angehörigen der so gut informiert war " aber gerade deshalb mache ich mir Vorwürfe warum habe ich nicht früher reagiert warum habe ich nicht früher was gemerkt. Meine Schwägerin ist Ärztin mit ihr konnte ich auch immer gut reden und ich konnte viel hinterfragen was heißt das oder was bedeutet das genau, versuch das mal im Normalfall mit einen Arzt zu besprechen die haben doch alle keine Zeit mehr. Aber auch meine Schwägerin sagte Auch wenn man es früher festgestellt hätte wäre nichts mehr zu machen gewesen. Der Tumor war als er festgestellt wurde schon viel zu groß . Aber es ist ja nun mal so die Hoffnung stirbt zu letzt und das ist auch gut so. Ich denke wenn mein Schatz und ich nicht so gekämpft hätten wäre es schon früher zu Ende gegangen. Ich kann es nicht verstehen und ich kann nicht loslassen. Obwohl er gestorben ist kann ich ihn nicht loslassen. Ich halte mich auch jetzt noch andauernd im Internet auf und nicht nur hier im Vorum sondern auch schaue ich andauernd bei Google nach was man hätte noch machen können und woran was gelegen haben könnte und ich merke das ich mich selber damit total kirre mache aber ich kann es auch nicht lassen. Der Zeitpunkt wo ich es so wie es jetzt ist akzeptieren kann kommt sicher aber noch ist er nicht da. So jetzt hole ich meine Tochter ab . Würde mich über Antwort freuen. Liebe Grüße Silvia

Susanne28 03.12.2007 22:10

AW: Mit 50 Witwe
 
Liebe Vogal,

wir hatten uns ein paar Mal im Pancoast Thread geschrieben... jetzt hab ich dich durch Zufall hier entdeckt- es tut mir unsagbar leid! Dein letzter Beitrag dort war noch so voller Hoffnung... aber die hatte ich ja auch bis zuletzt...

Alles Gute für dich,
liebe Grüße Susanne

PrinzessinAqua 04.12.2007 16:01

AW: Mit 50 Witwe
 
Liebe Silvia,
ich weiß wie es dir geht. den die fragen stelle ich mir auch. den egal was war ich habe immer alles sofort gemeldet und jede Situaton richtig eingeschätzt.

Aberdas liegt auch daran das ich Altenpflegerin bin und mir die Krankheitsbilder doch sehr vertraut sind. Auf das wasser habe ich sie im Juni drauf Aufmerksam gemacht, sie meinten die beine seien nur leicht angeschwollen. Dann Mitte Juli meinte ich komisch die beine sind ja ganz schlank und das os plötzlich. Dann kam der Schock die lunge ist mit Wasser voll. Sie meinten das sie auf mich hätten hören sollen und er hätte tabletten für das wasser gebraucht.

Weißt du ich stelel mir immer wieder diese Frage ob das die Situation nicht geändert hätte? Ich weiß es nicht, aber eig denke ich schon. Wobei die Metas auf der Lunge trotzdem gewachsen wären.

Es ist einfach dumm wenn man dann so dasteht und die Berichte liest und merkt das man das schon lange gesagt hat.

Viele Grüße
Manu

vogal 04.12.2007 16:08

AW: Mit 50 Witwe
 
Hallo Susanne

ja jetzt bin ich hier gelandet. Das hätte ich mir auch bis vor kurzem nicht vorstellen können. Wir oder besser ish schreibe ich war noch voller Hoffnung mittlerweile bin ich mir nicht mehr so sicher dass mein Mann auch diese Hoffnung hatte. Weißt Du wenn der erste Stress nach der Beerdigung vorbei ist hat man Zeit zum nachdenken. In der Phase bin ich gerade. Mir fällt auf einmal so viel ein was er gesagt oder getan hat was ich zum jetzigen Zeitpunkt auch zweideutig werten könnte. Vielleicht hat er von Anfang an geahnt dass er keine Chance hatte man sagt doch die Menschen die es betrifft die spüren so was. Mir haben auch viele Leute gesagt das er total schlecht und schlimm aussieht. Klar habe ich das auch gesehen aber halt mit anderen Augen. Er hatte mit 30 schon komplett weiße Haare die wir dann in seinem Naturton gefärbt haben( ich bin Friseurin) als es mit der Chemo losging haben wir nicht mehr gefärbt. Außerdem hat er 25 Kilo abgenommen. Das hatte ich auch immer als Ausrede wenn ich mal wieder angesprochen wurde. Er hat ja jetzt die weißen Haare und er hat so stark abgenommen. Wenn ich mir jetzt die Bilder anschaue sehe ich auch ganz deutlich das er schon schwer krank aussah. Klar habe ich mir Gedanken gemacht das könnte auch schief gehen aber man verdrängt das. Ich habe auf alles so sehr geachtet die Ärzte mußten bei mir eine sehr hohe Schmerzgrenze haben ich denke das ich denen schon auf den Geist gegangen bin aber das war mir egal es ging doch um das Leben meines Mannes. Ich hätte eher drauf kommen müssen das was im Kopf sein könnte zumal ich soooo oft gelesen habe das Lungentumore gerne zuerst in den Kopf streuen. Aber meine Familie und ich sind jetzt und heute der Überzeugung das der Krebs zum Schluß überall war. Auf jeden Fall war er im Darm im Kopf in der Lunge und in der Leber haben sie auch was gesehen. Ich verstehe es nicht. Wenn man so was bei anderen hört findet man es schlimm aber mehr auch nicht man hat ja keine Beziehung zu den Menschen. Man glaubt immer das kann einen selber nie treffen aber das geht schneller als man denkt das kennst du ja. So jetzt schreibe ich meinem Mann noch was. Wenn Du magst schreib zurück. Silvia

vogal 04.12.2007 16:46

AW: Mit 50 Witwe
 
Hallo mein lieber Schatz,mein Leben

ich war heute wie jeden Tag an deinem Grab. Heute vor 5 Wochen warst du vor 10 1/2 Stunden gestorben. Ich habe das Gefühl es ist ein Teil von mir mit dir gestorben. Meine zweite Hälte fehlt. Ich sitze am Tisch und dein Platz bleibt leer, ich liege im Bett und dein Bett ist leer es gab so unglaublich viel was ich dich fragen konnte und du wustest eine Antwort jetzt bekomme ich keine Antwort mehr wenn es Probleme gab du hast sie gelößt das muß ich jetzt alleine regeln. Das war das was du nie wolltest mich bzw. uns alleine lassen. Du wußtest wie unselbstständig ich teilweise bin ich brauchte mich ja auch nie um was zu kümmern das hast du doch immer alles gemacht. Wir kannten uns 23 Jahre und du warst außer Husten und Schnupfen nie ernstlich krank und ich dachte auch immer das du unverwundbar bist.Aber das ist keiner. Es war aber so mein Gefühl was ich hatte nichts kann an dich dran kommen. Aber das böse Tumorbiest hat dich verwundet mehr noch es hat dir deine Lebenslust, den Lebensmut, letztlich dein Leben und es hat dich von uns genommen. Wir hatten diesem Biest doch den Kampf angesagt aber es hat wohl dein schwaches Imunsystem ausgenutzt sich breit zu machen. Mir dreht sich der Magen um wenn ich an deinem Grab stehe ich habe das Gefühl mir reißt einer das Herz raus wenn ich daran denke das ich jetzt nichts mehr machen kann um dich zurück zu holen. So mein Schatz jetzt holen ich gleich unsere Tochter von der Arbeit ab und morgen stehe ich wieder an deinem Grab. Du warst mein Leben und bist es immer noch Dein Vogal 2:1luvu:

vogal 05.12.2007 18:32

AW: Mit 50 Witwe
 
Hallo mein Leben

ich war heute wieder bei dir. Ich könnte schreien wenn ich an deinem Grab stehe ich könnte schreien macht diesen Namen da weg das ist nicht mein Mann der kommt wieder heim. Aber du kommst nicht heim nicht heute und nicht morgen nein gar nicht mehr. Du hattest mir versprochen mich nie alleine zu lassen und jetzt und ich hatte dir versprochen wir werden zusammen alt auch ich konnte mein Versprechen nicht halten. Ich frage mich wo du jetzt bist kannst du mich sehen hast du da wo du bist einen Körper kannst du denken oder fühlen kannst du dich da wo du bist neu verlieben ich hoffe nicht. Obwohl ich dir deine Ruhe die du jetzt hast gonne und ich froh bin das du nicht leiden mußtest zerreißt es mich vor Sehnsucht nach dir. In meiner ersten Ehe habe ich so viel mitmachen müssen und dann kamst du. Wie sagt man er kam sah und siegte. So war es . Damals als wir uns kennenlernten wollte ich gar nicht ausgehen meine Freundin hat mich aber so zugetextet das ich mitging. An dem Abend lernte ich dich kennen und lieben. Du warst das beste was mir passieren konnte. Auch wir hatten höhen und tiefen wie es bei jedem so ist aber wir haben uns immerwieder zusammengerauft. Ich schaue mir Bilder an ältere und neuere und beim anschauen krampft sich mein Magen zusammen. Vom September 2006 bei deinem Firmenjubileum da hat noch keiner an dieses Tumorbist gedacht geschweige das du 13 Monate später tot bist. Das Bild in der Zeitung von unserem Sommerfest 2007 da sahst du schlecht aus aber wenn mir da jemand gesagt hätte das du 6 Wochen später stirbst den hätte ich für bekloppt gehalten aber genau so war es. Schatzi ich verstehe es einfach nicht es geht nicht in meinen Kopf. So gleich bekomme ich meine Haare geschnitten kurz so wie du es immer besonders gemocht hast aber du siehst mich ja wenn ich fertig bin. Bis morgen mein Schatz ich liebe dich.:1luvu: Du warst mein Leben und du bist es immer noch Dein Vogal 2

vogal 05.12.2007 20:48

AW: Mit 50 Witwe
 
Hallo Manu
danke für Deine Antwort. Ja dass kenne ich auch mit den Ärzten man gibt Hinweise weiter und keine Reaktion.Obwohl ich muß sagen die Ärzte mußten bei mir einiges aushalten. Ich bin denen so lange auf den Geist gegangen bis sie zuhörten. Ich konnte mich durch meine Schwägerin ausreichend informieren und ich habe im Internet sehr viel nachgelesen. Meistens wußte ich schon vor den Ärzten was los war umso mehr verstehe ich jetzt überhaupt nicht warum ich bei diesen Hirnmetas nicht reagiert habe. Das heißt ich habe ja reagiert als er während der Chemo und der Bestrahlungen sehr häufig diesen Schwindel hatte. Es wurde dann der Blutdruck gemessen und was soll ich dir sagen der war prompt im Keller also gab es ja auch wieder eine logische Erklärung dafür. Aber warum habe ich nicht mal nachgefragt kann es nicht sein das da was im Kopf ist. Weißt Du man sollte doch meinen das in so einen Fall die Ärzte auf so was kommen ich denke weil es aber immer hieß keine Metas kamen sie eben da nicht drauf und ich auch nicht. Ansonsten habe ich ständig mit irgendwelchen Ärzten diskutiert. Es gab kein Medikament bei dem ich nicht geaustens den Beipackzettel durchgelesen hätte und kontrolliert habe wie die Wechselwirkung mit anderen Mitteln ist. Wenn es da eine Wechselwirkung gab konnte der Doc den nächsten Tag gleich was anderes aufschreiben. Matthias hat zu Anfang seiner Erkrankung ganz hoch dosiertes Morphin bekommen sonst hätte er diese Schmerzen nicht aushalten können. Nach der ersten Zeit der Bestrahlung wurden die Schmerzen besser und ich habe das Morphin langsam runter gefahren aber alles alleine ohne je Hilfe von einem Arzt gehabt zu haben. Er hat zeitweise so viel Morphin bekommen das er nur noch fantasiert hat echt zum Angst bekommen war das. Als Altenpflegerin bekommst Du sicher auch oft schlimme Dinge zu sehen oder. Ihr habt doch auch für die Alten kaum noch Zeit es wird doch überall eingespart. Für mal ein nettes Gespräch zu führen hast Du doch sicher keine Zeit. Woran ist Dein Vater denn jetzt letztendlich gestorben an dem Wasser oder an dem Krebs oder was ganz anderes. Er war ja auch noch nicht wirklich alt, wie kommt denn Deine Mutter damit klar und wie alt ist sie. Mein Vater ist schon vor 19 Jahren an Blasenkrebs gestorben. Bist Du verheiratet und hast Du Kinder. Sorry wenn ich vielleicht was frage was Du schon im Forum beantwortet hast aber ich bin im Augenblick oft unkonzentriert und behalte nicht alles. Über Antwort würde ich mich freuen. Lieben Gruß Silvia

PrinzessinAqua 06.12.2007 09:38

AW: Mit 50 Witwe
 
Liebe Silvia,
möchte nun erstmal auf deine fragen eingehen. ja man hat leider nicht mehr viel Zeit für die Alten Menschen und muß sich immer sehr beilen. Das drückt schon sehr auf die Nerven. Aber mir war und ist immer egal was vorgeschrieben ist den ich nehme mir für die Leute Zeit, er leben und sehen muß man viel da hast du recht. Ich habe im Juni in meiner alten Arbeit für mein Dad pausiert weil ich für ihn voll da sein wollte.
Er hat ja auch Pflegegeld bekommen, daher ging das sehr gut. Nun suche ich aber was neues weil ich kann zur zeit in kein Altersheim gehen, wo ich wieder tgl mit dem Tod Konfrontiert sein könnte. Das packe ich einfach noch nicht.

Also meine Mama ist 45 Jahre und ich habe noch keine Kinder lebe aber in einer festen Beizheung. Wir wohnen mit meiner Mama in einem haus, ist also mein Elternhaus. Mein Mama geht es zur zweit nicht so toll, sie versucht zwar das beste aber ich merke doch das ihr schlecht geht. Es ffehlt eben einfach jemand.

An was mein Papa gestorben ist, weiß keiner so genau. Weil der Arzt meinte der Krebs wegen den Metas auf der Lunge. Aber ich bin mir sicher das es das Wasser war. Weil er hat wieder sehr gebrodelt am letzten Tag und ich wollte noch das er ins Krankenhaus kommt um das Wasser abzulassen. Aber keiner hat gemacht wa sich gesagt habe. Eig sind wir uns alle sicher das er ersticken mußte, er hat zwar die letzten 2 Tage Morphin bekommen. Aber trotzdem nagt das sehr an uns allen. Weil er hat nur noch geschlafen und konnte daher auch nicht sagen wa slos ist. Wir mußten ihn sogar ruhig stellen, weil er leider durch gedreht ist am Donnerstag in der Nacht und man konnte ihn nicht mehr beruhigen. Ich denke das er da schon gespürt hat was los ist.

Viele Grüße
Manu

vogal 06.12.2007 13:01

AW: Mit 50 Witwe
 
Hallo Manu
danke für Deine Antwort. Ich kann sehr gut nachvollziehen das Du im Augenblick nicht mit dem Tod konfrontiert werden möchtest und das ist in einem Altenheim halt ständig der Fall. Ich habe mal einige Wochen die Mutter einer Freundin betreut die lebt auch im Altenheim. Sie hat noch ihre Wohnung dort ist quasi ein betreutes Wohnen aber zum Essen und aufhalten geht sie eben rüber ins Heim. Es ist schon furchtbar was man da zu sehen bekommt da überlegt man sich ob es wirklich schön ist alt zu werden. Habe es dann auch nur zwei mal gemacht ich kann das nicht geht mir zu sehr an die Substanz. Seit zwei Jahren unterstütze ich eine Frau mit MS. Sie kann noch laufen aber ganz schlecht daher sitzt sie die meiste Zeit im Rollstuhl. Sie ist 47 und hat die Krankheit seit sieben Jahren. Sie ist zwar körperlich angeschlagen aber vom Geist her noch total fitt. Da konnte ich auch in der Krankheit meines Mannes gehen wann ich wollte und konnte bei ihr konnte ich auch mal weinen oder lachen wenn mir danach war. Auch ansonsten ist es total easy da. Erst mal frühstücken wir zusammen und dann mache ich was so anliegt manchmal quatschen wir aber auch nur zwei Stunden. Sie ist froh das ich komme und ich bin froh das ich sie habe. Meine jüngste Tochter wohnt auch noch bei mir im Haus. Unser Haus haben wir vor 4 Jahren erst gekauft da hat noch keiner geahnt was kommt. Das Haus werde ich wohl halten können da Matthias es durch eine Lebensversicherung abgesichert hat. Das ist auch wichtig wir haben 4 Hunde und 5 Katzen also fast einen Zoo. Wo sollte ich denn mit den ganzen Tieren hin. Mein Mann hat auch den Montag abend bevor er Dienstag morgens starb Morphin bekommen. Wir wissen auch nicht ob er durch die große Metastase im Kopf 4 cm Schmerzen hatte. Er war sehr unruhig fuchtelte die ganze Zeit mit den Armen rum und hatte unglaubliche Probleme mit der Atmung. Als er dann das Morphin bekam wurde er deutlich ruhiger. Dann hatte er schon Tage vorher ein ganz schlimmes Röcheln in dem Brustkorb wo ich auch schon dachte ob das vielleicht Wasser war komisch war das aber dieses Geräusch unter dem Morphin aufhörte. Was mir nicht aus dem Kopf geht ob das richtig war mit dem Morphin vielleicht hätte er noch was sagen oder fragen wollen was er dann nicht mehr konnte dieser gedanke macht mich total kirre. Deine Mutter ist ja auch noch jung jünger noch als ich da ist sie sicher auch froh das Du noch im Haus bist. So jetzt gehe ich mit meiner Tochter was zu Mittag essen wenn Du magst schreib zurück. Lieben Gruß Silvia

vogal 06.12.2007 18:12

AW: Mit 50 Witwe
 
Mein über alles geliebter Schatz mein Leben

es neigt sich wieder ein Tag dem Ende zu. Ich habe dir heute einen Nikolaus aufs Grab gestellt und gestern einen kleinen künstlichen Weihnachtsbaum ich hoffe es gefällt dir. Die letzten Jahre hatten wir keinen Weihnachtsbaum mehr unsere Kinder sind ja schon erwachsen. Da ich den Baum schon immer den Tag nach Weihnachten wieder rausgeworfen habe hast du immer gesagt ich kann dir ein Bild von einem Baum machen das kannst du dir dann aufhängen. Na ja für drei Tage zu stehen zu lassen ist es echt zu teuer und zu viel Arbeit. Ich sehe wie die Menschen schon in ihrem Weihnachtsstress sind und bei uns steht noch nicht ein weihnachtliches Teil. Hast du das in den 23 Jahren die wir zusammen waren schon mal erlebt. Nein das hat es noch nie gegeben aber ich habe einfach keinen Bock was aufzustellen. Ich kann glaube ich dieses Jahr mit Weihnachten gar nichts anfangen. Im Augenblick habe ich ohnehin keine Einstellung zu nichts. Ich gehe gerne zu deinem Grab aber das war es auch schon. Alles andere mache ich mehr mechanisch. Ich mußte dich gehen lassen aber das heißt nicht das ich es wollte. Nein ich wollte und will es nicht ich kann dich noch immer nicht loslassen. Ich weiß nicht wie lange ich noch lebe gut das man es nicht weiß aber wenn ich daran denke das ich vielleicht noch Jahre ohne dich auskommen soll wird mir ganz schlecht. Ich weiß nicht wie ich das hin bekommen soll. Unsere Tochter schleppt mich überall mit hin aber die jungen müssen doch auch mal für sich sein, aber sie läßt da keinen Wiederspruch gelten du kennst sie ja. Heute hat unser Dirk Geburtstag da gehen wir heute abend mal hin. Muß dir noch was erzählen Susanne und Uwe heiraten hättest du das gedacht. Na ja ich habe den beiden alles Gute von uns gewünscht. So mein Schatz wir sehen uns morgen. Ich hoffe dir geht es gut. Du bist in meinem Herz für immer. Ich liebe dich dein Vogal2 Du warst mein Leben und bist es immer noch:1luvu:

Kirstie 06.12.2007 22:02

AW: Mit 50 Witwe
 
Hallo liebe Vogal,

.... auch heute weiß´ich nicht so recht, was zu sagen ist... Aber ich finde es bewundernswert, wie Du Dich der Situation stellst & gerade auch das Vermissen & die Leere lebst - wie Du es sagst "das Nichtloslassen-Können". ... selbst, wenn man sich in solchen Momenten so klein und einsam fühlt und es auch kaum einen Sinn zu ergeben scheint, ist es doch ein kleiner Schritt nach vorne in Richtung "das tue ich für mich & es wird mir helfen...." ... Kenne leider auch Menschen, die gerne mal wenigstens "reden" möchten, aber sich nicht trauen, einfach mal "auf zu machen" .... Ich weiß, daß jeder seinen Weg finden muß und wird, um mit dem Vermissen umzugehen und der kann auch anders aussehen, als man es selber lebt... Aber ich denke eben, daß es schwieriger ist, wenn man als Hinterbliebener versucht, trotz schierer Unmöglichkeit "zu funktionieren". Dein Schatz war & ist Dir sehr wichtig & gerade deshalb fühlt es sich so an, wie es eben ist... Auch ich finde immer mehr Dinge heraus, die mir zu Lebzeiten & auch letztlich schweren Zeiten meines Vaters so noch nicht bewußt waren (aus ärztlichen Perspektiven.. etc. ..) Denke, daß auch das eine Art von Verarbeitung ist & ich ihm dadurch irgendwie ganz nahe bleiben kann??!! Klingt bestimmt blöde, aber mir ist so - wenn ich "searche"...

Ich grüße Dich auf jeden Fall & wünsche Dir wie auch zuvor vorallem "Kraft" für alles drumherum & mittendrin, Kirstie :rolleyes:

PrinzessinAqua 07.12.2007 15:08

AW: Mit 50 Witwe
 
Hallo Silvia,
erstmal möchte ich dir sagen, das nicht alle Heime gleich sind. ich habe in verschiedenen Einrichtungen gearbeitet.
das letzte wo ich war, wahr wirklcih sehr schlimm. Da hat überhaupt nichts gepaßt. Den mal wir wahren gerade mal 4 Examninierte alles andere nur Helfer.

Es war kein schönes Arbeiten und die Leute taten mir sehr lied. Sie haben auch alle geweint als ich meine Entscheidung bekannt gegeben habe da aufzuhören. Aber mein papa war mir damals so oder so wichtiger und er brauchte auch rund um betreeung. Auch wo er im krankenhaus war habe ich tgl die 50 km hin und auch wieder zurück gerne auf mich genommen.
Zur Zeit orientiere ich mich mehr auf Privatpflege also jemand zuhause Betreuen oder eben in ein Mobilen pflegedienst. Den das arbeiten ist das viel schöner und man hat einfach viel mehr zeit.

Ich finde es toll das du so jemand betreust und dich da auch sehr wohl fühlst. MS ist leider auch keine schöne Krankheit. Weil alles so schleichend voran geht. Eine Verwandte hatte das auch von mir und ist vor 4 Jahren gestorben aber nicht an MS sondern leider auch an krebs.

Meine Mama ist sehr froh das wir hier im haus mit wohnen. den sie braucht uns sehr stark und würde alleine daran zerbrechen. Na ja unser haus ist leider noch nicht ganz abbezahlt aber das schaffen wir auch, da bin ich mir sicher.

Wünsche dir was

viele grüße
manu

PrinzessinAqua 07.12.2007 15:08

AW: Mit 50 Witwe
 
Hallo Silvia,
erstmal möchte ich dir sagen, das nicht alle Heime gleich sind. ich habe in verschiedenen Einrichtungen gearbeitet.
das letzte wo ich war, wahr wirklcih sehr schlimm. Da hat überhaupt nichts gepaßt. Den mal wir wahren gerade mal 4 Examninierte alles andere nur Helfer.

Es war kein schönes Arbeiten und die Leute taten mir sehr lied. Sie haben auch alle geweint als ich meine Entscheidung bekannt gegeben habe da aufzuhören. Aber mein papa war mir damals so oder so wichtiger und er brauchte auch rund um betreeung. Auch wo er im krankenhaus war habe ich tgl die 50 km hin und auch wieder zurück gerne auf mich genommen.
Zur Zeit orientiere ich mich mehr auf Privatpflege also jemand zuhause Betreuen oder eben in ein Mobilen pflegedienst. Den das arbeiten ist das viel schöner und man hat einfach viel mehr zeit.

Ich finde es toll das du so jemand betreust und dich da auch sehr wohl fühlst. MS ist leider auch keine schöne Krankheit. Weil alles so schleichend voran geht. Eine Verwandte hatte das auch von mir und ist vor 4 Jahren gestorben aber nicht an MS sondern leider auch an krebs.

Meine Mama ist sehr froh das wir hier im haus mit wohnen. den sie braucht uns sehr stark und würde alleine daran zerbrechen. Na ja unser haus ist leider noch nicht ganz abbezahlt aber das schaffen wir auch, da bin ich mir sicher.

Wünsche dir was

viele grüße
manu

PrinzessinAqua 07.12.2007 15:08

AW: Mit 50 Witwe
 
Hallo Silvia,
erstmal möchte ich dir sagen, das nicht alle Heime gleich sind. ich habe in verschiedenen Einrichtungen gearbeitet.
das letzte wo ich war, wahr wirklcih sehr schlimm. Da hat überhaupt nichts gepaßt. Den mal wir wahren gerade mal 4 Examninierte alles andere nur Helfer.

Es war kein schönes Arbeiten und die Leute taten mir sehr lied. Sie haben auch alle geweint als ich meine Entscheidung bekannt gegeben habe da aufzuhören. Aber mein papa war mir damals so oder so wichtiger und er brauchte auch rund um betreeung. Auch wo er im krankenhaus war habe ich tgl die 50 km hin und auch wieder zurück gerne auf mich genommen.
Zur Zeit orientiere ich mich mehr auf Privatpflege also jemand zuhause Betreuen oder eben in ein Mobilen pflegedienst. Den das arbeiten ist das viel schöner und man hat einfach viel mehr zeit.

Ich finde es toll das du so jemand betreust und dich da auch sehr wohl fühlst. MS ist leider auch keine schöne Krankheit. Weil alles so schleichend voran geht. Eine Verwandte hatte das auch von mir und ist vor 4 Jahren gestorben aber nicht an MS sondern leider auch an krebs.

Meine Mama ist sehr froh das wir hier im haus mit wohnen. den sie braucht uns sehr stark und würde alleine daran zerbrechen. Na ja unser haus ist leider noch nicht ganz abbezahlt aber das schaffen wir auch, da bin ich mir sicher.

Wünsche dir was

viele grüße
manu

PrinzessinAqua 07.12.2007 15:08

AW: Mit 50 Witwe
 
Hallo Silvia,
erstmal möchte ich dir sagen, das nicht alle Heime gleich sind. ich habe in verschiedenen Einrichtungen gearbeitet.
das letzte wo ich war, wahr wirklcih sehr schlimm. Da hat überhaupt nichts gepaßt. Den mal wir wahren gerade mal 4 Examninierte alles andere nur Helfer.

Es war kein schönes Arbeiten und die Leute taten mir sehr lied. Sie haben auch alle geweint als ich meine Entscheidung bekannt gegeben habe da aufzuhören. Aber mein papa war mir damals so oder so wichtiger und er brauchte auch rund um betreeung. Auch wo er im krankenhaus war habe ich tgl die 50 km hin und auch wieder zurück gerne auf mich genommen.
Zur Zeit orientiere ich mich mehr auf Privatpflege also jemand zuhause Betreuen oder eben in ein Mobilen pflegedienst. Den das arbeiten ist das viel schöner und man hat einfach viel mehr zeit.

Ich finde es toll das du so jemand betreust und dich da auch sehr wohl fühlst. MS ist leider auch keine schöne Krankheit. Weil alles so schleichend voran geht. Eine Verwandte hatte das auch von mir und ist vor 4 Jahren gestorben aber nicht an MS sondern leider auch an krebs.

Meine Mama ist sehr froh das wir hier im haus mit wohnen. den sie braucht uns sehr stark und würde alleine daran zerbrechen. Na ja unser haus ist leider noch nicht ganz abbezahlt aber das schaffen wir auch, da bin ich mir sicher.

Wünsche dir was

viele grüße
manu

vogal 08.12.2007 20:39

AW: Mit 50 Witwe
 
Hallo mein Liebling mein Leben
schon wieder zwei Tage sind vorbei ohne dich. Heute hatte ich wiedermal das große heulen. Es wird mit keinem Tag auch nur ein stückchen besser ich habe das Gefühl es wird mit jedem Tag schlimmer jeden Tag vermisse ich dich mehr. Heute habe ich mit Karin getroffen in Eu. Sandra und Marcel waren auch mit. Karin hatte mich angerufen sie hat Probleme mit K-H ich weiß du mochtest ihn von Anfang an nicht komisch vielleicht hattest du da das richtige Gefühl. Karin hat geweint weil sie das Gefühl hat das es mit ihrem Mann nicht mehr klappt. Also haben wir beide was geheult. Man bekommt nie die Garantie das es funktioniert in einer Partnerschaft aber sollten die beiden nicht froh sein das sie sich noch haben ich hätte dich gerne noch bei mir. Außerdem habe ich heute eine Entscheidung für mich getroffen ich werde mir wenn ich das finanziell hin bekomme einen Opel Kadett C-Coupe kaufen. Weißt du noch das Auto hattest du als wir und kennen gelertnt haben. Ich war super traurig als du ihn verkauft hast. Ich weiß nicht ob du begeistert davon bist aber mein Herz hängt auch an diesem Auto. Du weißt materielle Dinge waren und sind mir nie wichtig gewesen aber ich denke es hat auch was mit meiner Trauer und meinen Erinnerungen zu tun. Ich habe heute das erste Weihnachtsgeschenk für unsere Enkelkinder gekauft habe sonst noch nichts ich habe auch gar keine Lust an Weihnachten. Ich habe zur Zeit überhaupt keine Lust an nichts. Es kommt mir immernoch so vor als ob du nur mal unterwegs bist und jeden Moment wieder Heim kommst aber so ist es nicht. Ich bin total wütend auf mich selber das ich nicht besser auf dich aufgepaßt habe. Sandra hat heute Hamburger selber gemacht das hast du sonst immer gemacht und die waren wenn du sie gemacht hast soooooooo lecker. So morgen komme ich wieder zu dir so wie jeden Tag und morgen reden wir wieder. Ich liebe dich über alles. Bis morgen dei Vogal2
Du warst mein Leben und bist es heute noch

vogal 09.12.2007 21:43

AW: Mit 50 Witwe
 
Hallo mein Schatz
und wieder ein besch...... Tag neigt sich dem Ende zu. Ich habe heute nichts besonderes gemacht außer an dein Grab zu gehen. Habe dir wieder einiges erzählt ich hoffe du kannst meine Gedanken verfolgen und mich verstehen aber ich denke schon. Weiß du was seltsames passiert ist. Erinnerst du dich an den Schlüsselanhänger den du mir vor längerem geschenkt hast auf den ich so verückt war. Ein Herz aus Silber mit gaaaaanz vielen kleinen günen Steinchen innen war er hohl. Du warst gestorben und das Herz ist auseinander gebrochen jetzt habe ich zwei hälften. Ich lasse es auch so denn auch mein Herz ist gebrochen. Du weißt doch bei uns auf dem Friedhof sind so kleine Kieselsteine und das macht so Geräusche wenn da drüber geht. Als ich mal bei dir am Grab stand habe ich deutlich Schritte auf dem Friedhof gehört. Ich habe mich ein paar mal umgeschaut doch es war keiner da. Halt mich jetzt bloß nicht für bescheuert es war wirklich so es war kein Mensch weit und breit. Es ist schon komisch es gibt Sachen zwischen Himmel und Erde die versteht man einfach nicht. Von der Frau W. der Mann liegt hinter dir begraben weißt du die hinter deiner Mutter wohnt. Der Mann ist jetzt 9 Jahre tod und Frau W. treffe ich oft auf dem Friedhof. Sie ist gerade operiert sie hat Brustkrebs. Sie meinte ich solle bloß zur Vorsorge gehen. Ich habe ihr gesagt das ich gar nicht wissen will wenn ich was habe wenn meine Uhr abgelaufen ist dann ist es so. Ich mache mir keine Angst mehr vor dem Sterben oder dem Tod. Mit Ariane habe ich auch noch mal wegen dir gesprochen und ich sagte zu ihr das wir froh sein können wenn wir normal sterben und ohne Krebs davon kommen. Ich bin ja ganz viel im Forum und da gibt es so viele mit Krebs. Warum finden die Mediziener nicts gegen diese Sch.... Krankheit aber wenn es da was gibt kommt das nächste was nicht heilbar ist. Ich wollte mich heute was hinlegen ich war total müde bin aber wieder aufgestanden ich hatte so Herzrasen das ich dachte mir kommt das Herz am Hals raus aber das kennen wir ja schon. So mein Schatzi versuche jetzt mal zu schlafen bis morgen dann. Ich liebe dich dein Vogal 2
Du warts mein Leben und du bist es immernoch:remybussi

vogal 10.12.2007 19:20

AW: Mit 50 Witwe
 
Hallo Manu

sicher hast Du recht nicht alle Einrichtungen sind gleich ich kenne auch ein Altenheim das ist echt wie ein Hotel. Aber viele ähneln sich halt leider. Es wird doch überall gekürzt und in solchen Einrichtungen wie Krankenhäusern und Altenheimen geht das halt immer zu Lasten der Kranken oder der Alten. Ich verstehe gut das Du Dir die Zeit für Deinen Vater nehmen wolltest. Auch ich habe mir die Zeit für meinen Mann genommen ich habe alles an Arbeit zurückgestellt. Heute sage ich Gott sei Dank habe ich das gemacht. Gudrun die Frau mit der MS hatte vollstes Verständnis das fand ich total süß von ihr. Weißt Du es gibt gerade auch in der Klinik viele die selten oder immer nur kurz Besuch bekommen und dann immer die Aussage der Angehörigen Da ist er/sie ja gut aufgehoben. Das ist eine ganz blöde Aussage gut aufgehoben ist mein Mann bei mir und gut versorgt ist er auch nur bei mir.Die wollen alle nur ihr Gewissen geruhigen. Ich war jeden Tag 6-8 Stunden in der Klinik. Ich habe meinen Mann im Bett gewaschen rasiert an und aus gezogen für mich war das selbstverständlich er wollte es auch von keinem anderen machen lassen. Ich bin heute soooo froh das ich das gemacht habe. Klar es kann nicht jeder seinen Job hinschmeißen aber man kann so viel Zeit wie möglich mit seinem lieben Angehörigen verbringen oder sehe ich das falsch. Wir reden ja hier nicht über einen gebrochenen Arm oder ein Bein ohne das abwerten zu wollen. Die Schwestern in der Klinik haben immer gesagt sie tun ihrem Mann wirklich gut das hat mich dann auch zufrieden gemacht. Ist Deine Ma auch noch berufstätig? Ich bin froh das ich bei Gudrun bin und ich bin froh das ich sie habe. Sonst mache ich noch so ein bischen nebenbei ich bin gelernt Friseurin. Wenn die Rente reicht werde ich auch nicht mehr machen brauche ich in meinem Alter nicht mehr unbedingt. Mit dem Haus das bekommt ihr hin da bin ich mir sicher denk dran geht nicht gibts nicht. Ich wünsche Dir noch eine schöne Woche würde mich freuen von Dir zu hören Lieben Gruß Silvia

vogal 10.12.2007 22:11

AW: Mit 50 Witwe
 
Mein lieber Schatz

wieder ein Sch... Tag . Heuet war so ein Mistwetter und du liegst da in der nassen kalten Erde unvorstellbar. Im Augenblick habe für nichts Lust nicht zu kochen nicht auf Weihnachten nichtauf meinen Nebenjob auf gar nichts. Habe auch keine Lust mit unseren Hunden zu gehen mache ich aber nicht so wie früher ich gehe aber nur weil ich muß. Abends wird mit ihnen gaaaaaaanz arg geschmust. Ob dein Bläcky einordnen kann das du nicht mehr da bist er hatte ja das letzte halbe Jahr in deiner Krankheit nichts mehr von dir weil du einfach nicht konntest. Da ist ihm der Abschied sicher nicht ganz so schwer gefallen. Er war doch so fixiert auf dich halt Papas Hund. Was sind das Mist Tage ohne dich soll das so weitergehen. Heiligabend sind wir bei Achim und Ariane letzten Weihnachten waren wir noch zusammen bei uns da hat noch keiner dran gedacht das du diesen Weihnachten nicht mehr da bist. Warum mußte das so ein schlimmes 2007 werden. Sandra hat schlimm die Grippe sie ist ein paar Tage krankgeschrieben. Paß schön auf sie auf. So morgen komme ich wieder zu dir. Ich liebe dich sehr Dein Vogal 2
Du warst mein Leben und bist es immer noch

PrinzessinAqua 11.12.2007 10:45

AW: Mit 50 Witwe
 
Liebe Silvia,
bei meinem Dad war es genauso er hat sich nicht von den Schwestern und Pflegern waschen lassen. Er hat ihnen immer erklärt meine Frau und meine Tochter kommen und die machen das und helfen mir. Es gab nur ein pfleger wo er sich wircklich versorgen lassen hat und das war Alex. Er ist ein guter Freund von uns und wohnt ebne im gleichen Ort.
Zu ihm hatte mein Dad das vollste vertrauen und da gab es dann auch mal tage wen wir gekommen sind, das schon alles gemacht war und wir einfach mal wieder raus gehen konnten. Wir wahren auch Tgl so 3 Stunden bei ihm.

Länger wollte er auch gar nicht das wir bleiben. Es gab in der zeit glaube ich nur 2 mal wo wir nicht da wahren. Eimal war es der tag wo ich alles Organisiert habe das er nachhause kann und einmal lag ich eben mit Fieber Flach. Komischerweise an solchen tagen ist dann meistens was passiert. Wo ich krank war hat er Kammerflimmern bekommen und sie mußten ihn zurück holen. haben wir Natürlich erst am Nächsten tag erfahren da war ich doch leicht sauer. Wo ich alles Organisiert habe, haben sie Wasse rauf der Lunge festgestellt und es wurde Punktiert ging aber alles gut. Na ja es war das erste mal. Beim zweiten mal ging dann doch einiges schief.

Meine Mama arbeitet auf 400 € basis und bekommt nun eine Witwenrente in Höhe von 800 €. das heißt sie komt sehr gut über die Runden und das mit dem haus bekommen wir auch noch alles hin.

Wie geht es den dir so?? machst du Weihnachtsvorbereitungne oder läßt es dieses Jahr komplett ausfallen??

Viele Grüße
Manu

vogal 11.12.2007 22:55

AW: Mit 50 Witwe
 
Hallo mein Schatz mein Leben
was sind das nur für Sch... Tage ohne dich. Ein Tag nach dem anderen streicht ins Land und ich denke noch jeden Tag du kommst wieder. Aber ich warte umsonst. Es ist wirklich nicht schön so alleine und du wolltest doch auch nie ohne uns sein. Jetzt sind wir ohne dich und du bist ohne uns aber ich hoffe du bist nicht alleine. Je mehr ich über die vergangenen Monate Gedanken mache um so mehr komme ich zu der Überzeugung das du für dich schon länger abgeschlossen hattest.Aber warum hast du dich mir nicht anvertraut. Warum mußtest du dir schlimme Gedanken für dich alleine machen. Du warts ja nie der große Reder und hast immer gedacht du mußt alles mit dir alleine ausmachen. Ich möchte nicht wissen was du in den letzten Monaten für Ängste ausgestanden hast. Vielleicht auch noch im Kopf hattest das du mir die Hoffnung nicht nehemen willst. Du wolltest mich nicht alleine lassen das weiß ich genau aber dein Körper war zu schwach um weiter kämpfen zu können. Heute nachmittag war ich bei Gudi es war bei ihr Weihnachtsfeier von der Selbsthilfegruppe. Eigendlich hatte ich keinen Bock aber alleine bekommt sie das nicht hin also habe ich ihr geholfen. Ich war bis 20 Uhr da war doch ganz schön und ich habe mal was anderes gesehen. Weihnachtlich ist bei uns noch nichts ich kann mich nicht aufraffen ich glaube das schmücken fällt dieses Jahr aus. Ach mein Schatz was haben wir uns immer gefreut wenn dann solche Feiertage waren alleine das du dann ein paar Tage frei hattest und wir zusammen sein konnten. Einige Wochen bevor du gestorben bist hast du noch gesagt das du im nächsten Jahr wieder arbeieten gehen willst. In dem Glauben haben wir dich alle gelassen denn du hattest ein Ziel und das war super wichtig . Das du nicht mehr ans arbeieten kommst war eigendlich allen klar aber das es dann so ausgeht , neeeeee. So mein Schatz jetzt gehe ich ins Bett. Habe morgens wenn der Wecker schellt immernoch das Gefühl und den Gedanken ich muß leise sein weil du noch schläfst aber du liegst nicht mehr neben mir und das ist einfach nur grausam. Bis morgeb mein Schatzi ich liebe dich sehr dein Vogal 2
Du warst mein Leben und du bist es immer noch

chris1952 12.12.2007 11:25

AW: Mit 50 Witwe
 
Liebe Sylvia,

durch Zufall bin ich auf diese Seite gestoßen und konnte nicht mehr aufhören sie zu lesen. Alles was Du geschrieben hast, könnte ebenso von mir sein.
Bei mir jährt sich das Schreckliche nun schon zum 6.Mal, doch ich kann es noch immer nicht fassen!
Ich habe seit fast 12Jharen Leukämie und mein Mann hatte immer große Angst, daß ich vor ihm gehe. Er selbst war niemals krank. Ein vitaler, lebenslustiger Mann!
Wir hatten unser sehr großes Haus in Dresden verkauft und uns gerade ein neues, kleines Huas, ein paar Kilometer von DD entfrent bauen lassen.
Wir erfreuten uns daran wie zwei Kinder.
Außerdem hatten wir eine Hundezucht und viele andere Tiere,also eine richtige kleine heile Welt!
Zwar hatte ich bemerkt, daß mein Mann abgenommen hatte und bei jeder kleinen Tätigkeit richtige Schweißausbrüche bekam, doch ich schob es auf die ungewohnten Tätigkeiten, wie Zaunbau oder Terrassenbau. Er klagte auch nicht über Unpäßlichkeiten und so machte ich mir auch keine Gedanken.
Allerdings hatte er seit einiger Zeit immer das Gefühl, einen Fremdkörper" im hals zu haben und er bekam immer öfter schlimme Hustenanfälle. Da ich selbst lange Jahe im gesundheitswesen gearbeitet habe, dachte ich, es ist so ein Divertikel, also eine eigentlich harmlose Ausstülpung der Speseröhre. Das gibt es bei Männern recht häufig. Allerdings brauchte ich Monate bis ich ihn überzeugt hatte, daß er zum Röntgen geht,. Er hatte, wie so viele Männer, Angst vor Spritzen.ZWei Tage nach dem Röntgen brach unsere kleine heile Welt völlig zusammen. Das Rötngen hatte ergeben, daß er Magenkrebs hat, welcher schon bis in die Speiseröhre ragt. Er sollte sofort operiert werden. Als der Oberarzt uns über die OP aufklärte, war es so, als würde mir der Boden unter den Füßen weggezogen, denn die Chace, daß er die OP überhaupt überlebt stand 50 zu 50.
Mein Mann arbeitete selbst in diesem Krankenhaus, deshlab bot man mir ein Gästezimmer an, damit ich in der schweren zeit bei ihm sein konnte.
Uns blieben dann genau 4tage, um unsere ganzen Tiere in ein Tierheim zu geben(was sehr) weh tat. Nur meinen kleinen Dackel, den mir mein Mann erst kurz vorher geschenkt hatte, konnte ich mit nach DD in das Gästezimmer nehmen.
Die OP überlebte mein Mann, obwohl es Probleme mit der Lunge gab. Da man auch mich in diesem Krankenhaus gut kannte, durfte ich vom ersten tag an, von früh 7Uhr bis abends 22Uhr bei ihm sein und auch ich pflegte ihn selbst, da es ihm so lieber war. Am 5.Tag nach der OP hatte ich dann ein Arztgespräch, es war niederschmetternd. Man sagte mir, dáß er zwar noch keine Metastasen hat, doch alle Lymphknoten um den Magen schon befallen sind. Die Prognose,man sagte mir, es wird das letzte Weihnachten sein, was ich mit ihm verbringen kann. Die OP war ca ein dreiviertel Jahr zu spät gemacht worde.
Diese Hiobsbotschaft wollte ich ihm nicht sofort sagen und da er sehr gute Fortschritte machte, hatte auch ich die Hoffnung, daß die Ärtze sich auch mal irren können. Er kämpfte wirklich richtig und ließ alle unangenehmen Dinge klaglos über sich ergehen. Zum Chefarzt sagte er, daß er doch schnell wieder gesund werden möchte, da ich ihn doch so sehr brauche wegen meiner Leukämie.
Er war am 3. Dezember operiert worden und dann 12tage auf der Intensivstation. Auf der normalen Station begann er sorfort, seine Muskeln wieder zu trainieren, damit er laufen kann. es klappte und alle wunderten sich.
In mir jedoch nagte dieser Satz des Arztes, noch maximal ein Jahr. Doch ich "spielte " auch weiterhin die "starke Frau". Erst wenn ich abends in mein Gästezimmer ging, ließ ich meinen Tränen freien Lauf.
dann kam die freudige Nachricht, daß er über Weihnachten und Silvester mit nach Hause darf. Wie hat er sich gefreut, endlich wieder in seinem kleinen neuen Haus zu sein. Anfang Januar sollte er dann Chemo bekommen. da das immer nur 4 tage waren, bin ich zu Hause geblieben, denn an den übrigen tagen wurde er nach hause gebracht.
Doch wie erschrak ich, als ich ihn4 tage nicht gesehen hatte und er nach Hause kam. Er sah aus wie Wachs und war völlig entkräftet.
Trotzdem machte er mir Mut, nicht ich ihm. Er scherzte so wie früher und machte Pläne, wie wir im Sommer unseren Garten gestalten werden. Meine Güte tat das weh, denn ich wußte, er kann das nicht mehr.
Einen Tag bevor er wieder in die Klinik mußte, zog er sich warm an, denn es schneite gerdae wie verrückt. Dann ging er in den Garten. Das ich ihn durch die terrassentür beobachtete wußte er nicht.Er stand lange da und beschaute sich mit ganz traurigen Blick das neue Haus, er streichelte über das Schwimmbecken, welches er erst wenige Monate zuvor gebaut hatte.
ich denke, er hat damals Abschied genommen, doch ich sollte es nicht merken.
Als das nächste Wochenende kam, wartete ich ewig lange auf ihn. Als er mittags noch immer nicht da war, rief ich die Klinik an. ich bekam zur Auskunft, daß meinem mann "schlecht" geworden sei als er schon im Krankenwagen auf dem Weg nach Hause war. Man hätte ihn wieder auf die Station gelegt.
ich hörte sofort sämtliche Alarmglocken läuten, packte meine Tasche und den dackel ins Auto und fuhr nach DD. ich bekam sofort wieder mein Gästezimmer.
Mein Mann lag schläfrig im Bett, sagte, daß er froh ist das ich da bin und klagte über Kopfschmerzen. Er sagte, es sei ihm "schwarz vor Augen "geworden im Krankenwagen und da sei er wahrscheinlich mit dem Kopf an etwas gestoßen.
Anschließend hatte ich ein Arztgespräch. Die Ärztin fragte mich, ob ich Veränderungen an ihm wahrgenommen habe.Es bestand der verdacht auf eine Hirnmetastase, was bei Magenkrebs äußerst selten vorkommt.
Montag den 21.1.02 wurde er zum CT gebracht und eine Stunde später kam die Stationsärztin in das Zimmer. Niemals werde ich diesen Augenblick vergessen. Sie sagte, daß er eine taubeneigroße Metastase auf der linken Hirnhälfte hat und diese von Wasser Umgeben ist, deshlab auch das Druckgefühl im Kopf. Als mein bis dahin so tapferer Mann das hörte, weinte er bitterlich und er sagte zu mir, nein nun will ich nicht mehr. Dieses hilflose Dabeistehen, es war einfach schrecklich.
Anschließend erfuhr ich von der Ärztin, daß es meinem Mann nicht schlecht geworden war, sondern er einen Krampfanfall, hervorgerufen von der Hirnmetastase, hatte. Nun war aus dem Jahr welches uns noch bleiben sollte, nur noch wenige Wochen oder Monate geblieben. Es wurde mir auch gesagt, daß ich damit rechen muß, daß es bald zu einem weiteren Anfall kommen kann und es danach neurologische Ausfälle geben wird.
Mein Mann ahnte es und der sagte zu mir, daß er nicht "verrückt" im Kopf werden möchte. ich saß die letzten tage dann von früh bis abends mit auf seinem bett und er konnte erstaunlicherweise gut essen und er scherzte mit mir und dem Personal.
Am 24.1.02 war ich von der ständigen Anspannung so sehr kaputt, deshlab verabschiedete ich mich von meinem Mann und sagte wir können ja dann noch bisschen telefonieren. Wir telefonierten dann mehrmals, immer wenn eine Werbepause im fernsehen war. Um 12Uhr sagte er, daß er was zu Schlafen bekommen hat und nun versuchen wird zu schlafen.
Am kommenden Moregn weckte er mich wie immer 6Uhr telefonisch. Normalerweise stand ich dann sofort auf, lief mit dem Hund eine Runde und ging anschlißend zu ihm auf Station.
Wieso ich ausgerechnet an diesem tag einen Schreibblock nahm und damit begann, ein tagebuch zu schreiben, ich weiß es nicht. ich habe sowas vorher noch nie gemacht.
Habe meinen Mann 8Uhr angerufen und gesagt, daß ich mich bissel verspätet habe und jetzt nur noch seine zeitung hole und dann gleich bei ihm bin.
Als ich 20Minuten später auf der Station war, durfte ich nicht in sein Zimmer. Die Ärztin kam zu mir und sagte, er hatte einen schlimmen Krampfanfall, sie tun ihr möglichtest, doch es sieht schlecht aus. den Anblick sollte ich mir ersparen, außerdem sei das kleine Zimmer voller personal und sie sagte sie wird mich dann holen.
ich lief wie ein Tiger auf und ab. Nach 10Minuten durfte ich zu ihm. Da setzte gerade seine Atmung und sein Puls aus...

Auch mir sagte man dann zum Trost, daß er doch nun nicht noch Schlimmeres erleiden muß und erlöst wurde. Das mag ja stimmen, doch auch ich hätte ihn gern gepflegt und wäre nur noch für ihn da gewesen. Sicher, es sind egoistische Gedanken, denn er hätte darunter gelitten, nicht mehr so wie früher zu sein.
Zu diesem zeitpunkt war ich kurz vor meinen 50.Geburtstag. Wir hatten uns für den tag soviel vorgenommen. Nun stand ich da, allein mit meiner Krankheit und meinem kleinen Hund.
An den 50.geburtstag mag ich lieber nicht mehr denken und auch nicht an das erste Weihnachtsfest allein.
Leider hatten wir Beide keine Familie, meine Tochter war schon als Baby gestorben.
Er war nicht nur mein Mann, er war für mich alles, eben meine ganze familie. Es gab nichts, was wir nicht gemeinsam taten in den 18Jahren unserer Ehe.

Es gab niemanden, der mich auffangen konnte. In Panik verkaufte ich unser neues Haus, denn ich glaubte, daß ich darin keinen glücklichen tag mehr erleben kann.
Wie oft habe ich das später bereut!
jahrelang habe ich versucht alles zu verdrängen, bin verreist um meinem Leben davonzulaufen. Doch das Leben holt einen immer wieder ein.
Die Verdrängung hat dazu geführt, daß ich nichts aufarbeiten konnte.
Erst in diesem Jahr, jetzt im Moment, wo sich alles zum 6.mal jährt, bin auf Anraten meines Arztes dazu bereit, die Trauer richtig an mich heranzulassen.
Natürlich habe ich auch in den ganzen vergangen Jahren sehr viel um ihn geweint und ihn jeden tag vermißt.
Mein Arzt riet mir auch mal, mich nach einem neuen Partner umzuschauen, was ich ganz empört abgelehnt habe. Manche schaffen es,nach gewisser Zeit
wieder ein normales Leben, mit einem neuen Partner zu beginnen.
Doch in mir ist seit 6Jahren alles abgestorben, bin nur noch wie eine leere Hülse.

Bei Dir ist alles noch sehr frisch, doch Du versuchst nicht zu verdrängen, deshalb wird es Dir nach einiger Zeit auch wieder etwas besser gehen.
Vergessen kann man Schreckliche wohl niemals wirklich!

Ich wünsche Dir von Herzen alles, alles Gute
Chris

vogal 12.12.2007 18:25

AW: Mit 50 Witwe
 
Hallo Chris

erst mal danke für Deine Antwort. Meine erste Frage wie lebt man denn 12 Jahre mit Leukemie. Mein Gott was mußtest Du durchmachen und machst es wahrscheinlich immer noch. Deine Geschichte ist soo traurig. Weißt Du durch meine Angststörung habe ich immer Angst vor Krankheiten gehabt und dachte immer ich sterbe wenn ich mal wieder schlimmes Herzrasen hatte. Meinen Mann kannte ich 23 Jahre und außer einem Schnupfen oder Husten war er nie ernstlich krank. Er sagte aber immer wenn ich mal ins Krankenhaus muß komm ich nicht mehr lebend da raus und so war es dann leider auch. Wenn ich das mit den Krampfanfällen von Deinem Mann so lese bin ich wirklich froh dass das meinem Mann erspart geblieben ist das wäre sicher noch gekommen. Die eine Metastase im Kopf war ja schon fast 4 cm drei hatte er insgesamt. Als ich den Donnerstagmorgen in die Klinik kam und er nicht mehr sprechen konnte dachten die Ärzte zuerst er hätte einen Schlaganfall bekommen. Als sie ihn dann zum CT gebracht haben hatte ich gleich ein schlechtes Gefühl. Bei uns ist so viel schief gelaufen da wäre ein Schlag noch das kleinere Übel gewesen. Bei dem Glück das wir hatten mußten es Hirnmetastasen sein und das hat sich ja auch bestätigt. Ich habe dann gleich noch mit unserem Strahlenonkologen telefoniert und habe gefragt ob er nicht noch bestrahlt werden kann. Er sagte: Frau Sch. man kann alles bestrahlen aber bitte überlegen sie mit welchem Ergebnis die Prognose bleibt die gleiche und wir reden hier über 1-2 Monate Leidensverlängerung und nicht Lebensverlängerung. Also haben meine Tochter und ich entschieden nicht zu bestrahlen. Wir haben wohl die Option offen gelassen wenn er es kann soll er selber entscheiden aber dazu ist es nicht mehr gekommen. Ich versuche mich nicht zu verkriechen. Ich kenne ganz viele Leute und bin froh das ich meine Kinder habe aber meinem Mann kann mir keiner ersetzen und ich vermisse ihn furchtbar. Dir wünsche ich alle Kraft die Du für Deine Krankheit brauchst und die Kraft das Geschehene zu verarbeiten. Wenn Du magst schreib zurück würde mich freuen. Lieben Gruß Silvia

vogal 12.12.2007 18:46

AW: Mit 50 Witwe
 
Hallo Manu

da hatten mein Mann und Dein Vater ja was gemeinsames. Mein Mann sagte auch zu den Schwestern das macht meine Frau gleich. Man wird erfinderisch wenn man im Bett Haare waschen oder rasieren muß oder trotz Infusionen T-Shirt wechseln muß aber das geht alles. Ich hatte Dir ja schon geschrieben das ich jeden Tag Stunden da war und er wollte es auch so als wenn er es geahnt hat das es unsere letzten Tage und Stunden sind. Ich denke jetzt und heute dass er es geahnt hat und ich bin froh das ich es so gemacht habe das ich mir alle Zeit der Welt genommen habe um bei ihm zu sein. Weißt Du ich finde es schlimm mit welche Ängsten und Gedanken die Schwerkranken oft von ihren Angehörigen alleine gelassen werden. Mir geht es mal so und mal so . Ein Tag ist mal ganz OK und der andere wieder total besch.....Zu Weihnachten habe ich im Augenblick gar keine Einstellung meine Tochter hat heute mal etwas dekoriert sonst wäre hier gar nichts weihnachtlich. Wir werden zu den Feiertagen wieder nur unterwgs sein bei Muttern und Kindern inklusiev Enkelkindern. Da haben wir uns zu Lebzeiten meines Mannes schon immer drüber geärgert über diese rumreiserei. Ansonsten hatten wir nie wirklich viel mit Weihnachten oder anderen Feiertagen am Hut außer das mein Schatz da mal ein paar Tage frei hatte und wir zusammen sein konnten . Weißt Du wenn man das will kann jeder Tag im Jahr ein Feiertag sein. Wie geht es Dir denn und wie geht es Deiner Mum. Seit Ihr mit Euren Vorbereitungen fertig. Es ist schön das Du bei Deiner Mutter wohnst sie braucht Dich so wie ich meine Tochter auch brauche und mir tut es gut das sie hier ist. So jetzt mache ich Abendessen obwohl ich keine Lust habe. Bis bald drücke Dich Silvia

vogal 12.12.2007 20:07

AW: Mit 50 Witwe
 
Hallo mein über alles geliebter Schatz
heute war ich erst mittags an deinem Grab ich komme normalerweise ja immer morgens. Hast du mich heute morgen vermißt ich hoffe nicht das du gedacht hast das ich nicht komme. Ich war mal wieder bei meiner Mutter mangeln. Ich weiß du hättest jetzt gaschimpft. Ich weiß es ja aber ich kann sie auch nicht hängen lassen. Heute mittag habe ich mich zwei Stunden hingelegt ich war gestern zur Massage und hatte dadurch Kopfschmerzen warum soll ich mich auch hier hinsetzten ich warte dann umsonst auf dich du kommst nicht mehr heim. Normal hätte ich eine Tablette genommen und unser Abendessen vorbereitet jetzt muß ich mich zwingen was zu tun. Sandra ist krankgeschrieben sie hat schlimm die Grippe. Ich habe gar keinen Antrieb.Bis jetzt habe ich ein einziges Weihnachtsgeschenk das hat es noch nie gegeben. Sonst sind wir zusammen in die Stadt gefahren und haben zusammen entschieden und jetzt. Ich fahre zwar mit Sandra in die Stadt aber wenn ich die ganzen Paare sehe könnte ich heulen. Die Feiertage werden wohl wieder Stress pur das kenne wir doch schon aber es ist alles besser als hier zu sitzen und nur nachzudenken. Weißt du noch wir haben uns immer geärgert das wir immer fahren mußten und wir hätten so gerne mal unsere Ruhe gehabt. Wir haben schon immer im Vorfeld geschaut wann welche Feiertage waren das wir wieder ein paar Tage zusammen hatten als du noch am arbeiten warst. Ich dneke immernoch ich bin in einem furchtbaren Alptraum und du weckst mich und sagst es ist alles gut du hast nur getäumt und ich erzähle dir dann wie furchtbar das alles war. Aber darauf brauche ich wohl nicht mehr zu warten. So mein Schatz Sandra hat Hunger. Morgen komme ich wieder zu dir. Ich liebe dich über alles dein Vogal 2

Du warst mein Leben und du bist es immernoch

PrinzessinAqua 13.12.2007 17:29

AW: Mit 50 Witwe
 
Liebe Silvia,
also uns geht soweit einigermaßen gut. Sind aber auch am viel vorbereiten und Organisieren. Das heißt wir haben zur Zeit nicht all zu viel zeit zum nachdenken.
Weihnachten lassen wir dieses jahr ganz gemützlich angehen, das heißt wir feiern Heilig Abend bei uns zuhause in einer Kleinen runde. Aber neben WEeihnachten muß ich nun auch noch einiges für Fasching vorbereiten, d aich da Aktiv bin und mein Schatz auch. Eigentlich wollte ich dies jahr nicht teilnehmen. Aber mir wurde bewußt das mein papa das nicht möchte und so mache ich nun da das nötigste. ;)

Wir haben ja mein Papa ab 16.8 zuhause gehabt und so konnte ich ihn hier rund um pflegen und ich denke das war eine sehr gute Entscheidung und auch ja ich kann sagen wir habne alles richtig gemacht und dennoch blieben immer wieder gewisse bedenken übrig.

Ich drück dich mal ganz dolle in Gedancken und laß dich nicht zu sehr stressen, hör auf deine innere stimme.

Viele Grüße
Manu

vogal 13.12.2007 20:03

AW: Mit 50 Witwe
 
Hallo Manu
ich freue mich zu lesen das es Euch einigermaßen gut geht. Ja Ablenkung ist das beste und da ist es egal ob es Vorbereitungen sind oder ob man arbeiten geht haupsache nicht zu viel nachdenken.Ich gehe jeden Tag zum Friedhof und rede dann auch mit meinem Schatz ich bekomme dann zwar keine Antwort aber ich denke er hört und versteht mich und wenn es was einzuwenden gäbe würde er mich das spüren lassen. Wie ist das denn bei Deiner Mutter geht sie auch so oft ans Grab oder bin ich nur so extrem. Habt ihr weit zum Friedhof. Was machst Du denn im Karneval. Hört sich ja interessant an. Wir waren alle bzw. sind eben jetzt noch zu zweit im hiesigen Musikverein. Mein Schatz war erster Vorsitzender Tambourführer und musikalischer Leiter.Ich bin Schriftführer und Sandra vertritt jetzt ihren Vater. Wir sind ein Spielmannszug der sowohl traditionelle Musik wie auch moderne Stücke spielt. Wir sind im Karnevall auch schwer aktiv und haben dann jede Menge Auftritte. Bisher bin ich noch keinen Auftritt mitgegangen weil mein Mann mir dabei einfach zu sehr fehlt er war mit Leib und Seele für diesen Verein da. Ich denke ich werde es waohl bald mal versuchen mitzugehen er hätte es so gewollt. Wie das Karnevall gehen soll weiß ich noch gar nicht alles um dich rum ist lustig am tanzen und am springen und mein Herz ist traurig. Am Samstag haben wir sechswochenamt. Ist halt eine normale Messe wo dann die Namen der verstorbenen erwähnt werden. Anschließend sind wir bei unseren Nachbarn zu einem Adventsessen eingeladen. Mich würde interessieren woher Du kommst. Wenn Du magst kannst es mir ja schreiben aber vielleicht willst Du das auch nicht das ist auch ok. Hast Du noch Geschwister???? Sind mal wieder einige Fragen ich weiß bin halt eine Neugiernase. So bis bald mal Drücke Dich und Deine Mama gaanz fest Silvia

PrinzessinAqua 13.12.2007 22:04

AW: Mit 50 Witwe
 
Liebe Silvia,
also nun mal zu deinen Fragen der Friedhof ist von uns genau 5 minuten zu Fuss weg, wir kommen aus dem Schwarzwald, daher können wir zur Zeit nicht mehr tgl hin. Es ist sehr kalt und liegt auch schone twas schnee.
Aber wir sind mind 2 mal die woche da. Bis am 10.11 wahren wir aber tgl dort und haben nach dem rechten geschaut.
Woher kommst du den??
Also bei uns nennt man es ja fasnet und ich bin in einer Zunft wo man masken trägt nennen sich Hansele. Ja auch ich wollte nicht teilnehmen, aber ich habe mich nun umentschieden, da ich mir sicher bin mein Papa will das ich mitmache.

So habe ich mich entschieden bei den Arbeiten zu helfen rund um den verrein, aber ein Umzug bin ich mir jetzt noch nicht sicher. Es ist zwar nicht mehr lange bis da aber trotzdem habe ich noch etwas Zeit um bis da weiter zu sehen.
Sechswochenamt sowas gibt es bei uns nicht. Bei uns wird am 1.11 also an Allerheiligen an alle toten Gedacht und dazu ist immer eine Messe und anschließend geht man gemeinsam zum Friedhof.

Ich habe keine Geschwister bzw mein Papa hat eine Tochter von früher aber die akzeptiere ich nicht als Schwester. Da sie uns immer nur kennt wenn sie was braucht und ansonsten wahren und sind wir ihr shit egal. Nun will sie ja groß Erben und wir wissen nicht wie wir das machen sollen. Wenn es ganz dumm kommt können wir wegen der ein Kredit aufnehmen. :confused:
Aber der werde ich geben, die soll uns in ruhe lassen. Sioe hat mein Dad nicht einmal besucht während der Krnakheit und nun so ne ne ohne mich.

Ach ja und du bist nicht unnormal es ist normal das man noch oft an das Grab geht.

So ich glaube ich habe deine Fragen wieder alle beantworten.

Viele Grüße
Manu

vogal 14.12.2007 19:15

AW: Mit 50 Witwe
 
Hallo Manu

bei uns ist es ähnlich wir haben auch nur 5 Min Fußweg zum Friedhof. Ich gehe jeden Tag hin und bin auch erst beruhigt wenn ich da war. Im Schwarzwald war ich mal in Urlaub das ist aber schon so lange her das ich gar nicht mehr weiß wie der Ort hieß. An was ich mich aber erinnern kann das es wunderschön war. Die Gegend ist einfach herrlich und die Luft ist so gut bei Euch. Da habt Ihr schon Schnee wir brauchen da nicht dran zu denken. Ich wohne in Swisttal das liegt genau zwischen Köln und Bonn. Das heißt mit dem Auto bin ich in einer halben Stunde in den größeren Städten. Swisttal besteht aus 13 mehr oder weniger kleinen Orten wobei Heimerzheim das ist genau der Ort in dem ich wohne der größte Ort ist wir sind hier ca. 9000 Einwohner. An Geschäften gibt es alles was man braucht. Ich habe lange in Bonn gelebt und bin durch meinen Mann hierher gekommen wohne aber auch schon 21 Jahre hier und hier ist auch mein Zuhause. Das mit den deine Kinder meine Kinder kenne ich auch. Mein Mann hat einen Sohn 31 und eine Tochter 28 aus erster Ehe und ich habe eine Tochter 23 aus erster Ehe. Gemeinsam haben wir eine Tochter, Sandra 21 die noch bei mir lebt. Wegen dem Erben und Deiner "Schwester" braucht Ihr Euch eigendlich keine Gedanken zu machen. Du sagst ja das Euer Haus noch nicht bezahlt ist also kann sie erben aber jetzt eben nur Schulden. Macht Euch da mal richtig schlau bevor Ihr was bezahlt was nicht sein muß. Lieber einem Notar ein paar Euro in den Hals werfen als ihr oder. Da mein Mann kein Testament gemacht hat tritt bei uns eben auch die gesetzliche Erbfolge in Kraft. Das heißt eine Häfte des Hauses gehört mir und die andere gehört Sandra, Dirk und Nicole meine Tochter erbt erst wenn mit mir was ist. Aber im Augenblick gibt es hier auch nur Schulden zu erben und das sie was bekommen tritt erst in Kraft wenn ich nicht mehr bin oder wenn ich das Haus irgendwann mal verkaufen würde. Habe allerdings auch ein gutes Verhältnis zu allen Kindern und die Geschwister verstehen sich untereinander auch mehr oder weniger gut. Gestern hatte ich wieder einen total besch..... Tag gestern abend nur heulen. Ich schaue mir Bilder an und verstehe es einfach nicht wir wollten doch zusammen alt werden und jetzt. Die Rentenanstalt läßt sich auch Zeit die denken wohl ich lebe von Wasser und Brot oder was. Die Lebensversicherung auch noch nichts überwiesen das geht genau so lange bis mir der Kragen plazt. Weißt Du da zahlt man jahrelang schön brav seine Beiträge hätte man auch gerne noch weiterbezahlt wer rechnet schon damit das einer mit 49 stirbt aber wehe man will von denen was da bist du echt verraten und verkauft. So jetzt werde ich mal Abendbrot machen schon wieder ohne Lust aber ich mache es. Bis bald hoffe ich. Schick uns mal ein Tütchen Schnee. Drücke Dich gaaaaanz fest Silvia

vogal 14.12.2007 20:58

AW: Mit 50 Witwe
 
Hallo mein Schatz mein Leben
habe dir gestern nicht mehr geschrieben ich wollte aber ich konnte nicht hatte gestern abend das heulende Elend. Ich weiß du würdest nicht wollen das ich so traurig bin aber ich kann es nicht ändern. Ich schaue mir Bilder an von dir, von uns und kann es nicht verstehen was passiert ist. ich weiß nicht ob ich es jemals verstehen werde. Ich werde vielleicht irgendwann mal besser damit umgehen können aber verstehen????Wer soll begreifen das jemand mit 49 Jahren sterben muß. Ich mag an Weihnachten moch gar nicht denken. Morgen fahre ich mit Sandra in die Stadt noch Geschenke kaufen hoffe das ich alles bekomme habe keine Lust noch mal los zu gehen. Morgen haben wir sechswochenamt da wirst du auch noch mal erwähnt und Dienstag bist du schon sieben Wochen tot. Sieben Wochen schon so lange und doch so kurz als wäre es gestern gewesen. Von der Rentenanstalt habe ich noch nichts gehört was denken die denn wovon ich lebe. An dem kleinen Auto haben Ingo und Dirk die Bremsen neu gemacht das wolltest du doch so und eine neue Batterie ist auch drin die alte war maggi wenn er jetzt nicht läuft fliegt er über die Wupper. Über den Winter reicht das Auto denkst du doch auch oder. Sandra fährt dann den Kombi und ich hier im Ort den kleinen. Habe am Sonntag vor dein Grab etwas herzurichten wenn das Wetter es zuläßt es ist Schnee gemeldet. So jetzt mache ich mal Schluß für heute komme morgen wieder zu dir. Ich liebe dich sehr dein Vogal 2
Du warst mein Leben und du bist es immernoch

PrinzessinAqua 15.12.2007 14:42

AW: Mit 50 Witwe
 
Liebe Silvia,
ja da hast du recht hier im Schwarzwald ist es wunderschön. Naja wir haben nur 1500 Einwohner, man kann sagen jeder kennt jeden. ;) Das hat aber auch oft seine Vorteile, aber ab und an auch Nachteile. man kann einfach Nicht smachen ohne das es nicht gleich alle wissen, hier bleibt nichts Geheim.

Bei meiner Mama ging das eig schnell wegen der Witwenrente, ich glaube es wahren so ingesamt 6 Wochen. Es ging aber nur solange weil ein Arbeitgeber länge rgebraucht hat mit dem ausfüllen. Ich weiß ja nicht wie weit du das beantragt hast und vom Alter her hatte dein Mann ja noch keine rente, da kann das schon etws länger Dauern. Aber ich hoffe mal für dich das du bald bescheid bekommst, den wie du sagst von nichts kann man nicht leben.

Aber ich bin mir sicher du schaffst das, den du hast ja nun schon viel gemeistert. Was wichtig ist bei der Witwenrente du darfst am Ende nicht zu viel dazu verdienen den sonst kürzen sie ohne ende. Ich denke aber mal das du große Witwenrente bekommen müßtest. Daher wird berechnet was dein mann an rente bekommen hätte vermute ich nun mal schwer und denk dran es sind Ämter.

Viele Grüße
Manu

chris1952 16.12.2007 14:10

AW: Mit 50 Witwe
 
Liebe Silvia,

ein paar Tage lang, kam ich einfach nicht in den KK. Woran das lag, weiß ich nicht, hat wohl was mit dem, Server zu tun oder mit meinem PC.

Bis zu dem Tod meines Mannes lebte ich eigentlich fast völlig normal, trotz Leukämie. ich mußte lediglich aufpassen, daß ich mir keinen Infekt zuziehe, da durch diese Erkrankung das Immunsystem ziemlich in Mitleidenschaft gezogen wird.
es ist eine chronische, also langsam voranschreitende Form der Leukämie, welche das Lymphsystem betrifft.
Nach dem Tod meines Mannes, begann die Krankheit sich doch langsam, immer mehr bemerkbar zu machen.
ich bin jetzt im Stadium 3, also dem Letzten! Ohne wiederholte Chemotherapien geht gar nichts mehr und immer öfter frage ich mich, wofür und für wen quäle ich mich eigentlich noch so herum?!
An dem Tag, als mein Mann starb, hat mir eigentlich jeden Lebensmut und jedes Lebensfreude genommen. Auch noch jetzt nach 6Jharen.

In meinem Leben gibt es keinen Menschen, welcher mir wirklich nahesteht.
Doch es gibt jemanden, eine Freundin, sie heißt ebenfalls Sylvia und ich habe sie kurz nach dem Tod meines Mannes im KK kennengelernt.
Ihr Mann war fast zur gleichen Zeit an dieser Sch...krankheit gestorben.
Wir schreiben uns nun schon seit fast 6 jahren, bis heute jeden Tag.
leider wohnt sie fast 700Km von mir entfernt, trotzdem habe ich sie einmal besucht und sie war in diesem jahr ein paar Tage bei mir in Dresden.
Die erste Zeit haben wir eigentlich nur gejammert, doch oft haben wir uns auch gegenseitig aus dem tiefen Loch gezogen. Sie ist in den ganzen Jahren meine einzige wirkliche Vertrauensperson geworden und oft wünschte ich, wir würde nicht so weit entfernt wohnen.
reichlich ein Jahr nachdem ihr Mann verstorben war, starb auch noch ihre Mam an dieser elendigen Krankheit. Wie oft hatte ich sie um ihre sehr liebenswürdige Mama beneidet, denn ich hatte gar keinen Menschen.

Man fragt sich immer wieder, warum trifft es manche Menschen so hart?

Mein Mann sollte auch noch zur Bestrahlung der Hirnmetastase gehen. Einen Tag bevor er starb, bin ich noch mit ihm im Krankenwagen in eine Strahlenklinik zu einem Vorgespräch gewesen. ich wußte, es würde seine Qualen noch schlimmer machen, aber er bekam nochmal Hoffnung, daß er bei mir bleiben kann. Er hatte sehr dichtes, schönes Haar auf das er immer stolz war. Doch er sagte an dem Tag zu mir, es ist doch egal wenn ich nun Glatze bekomme, die Haare wachsen auch mal wieder nach, aber wir können dafür noch zusammenbleiben.
Weißt Du, wie weh das tat, denn ich wußte, es würde sein Sterben tatsächlich hinauszögern können, doch um welchen Preis?
Als wir an diesem Tag mit dem Krankenwagen zurückgebracht wurde, war er richtig lustig und guter Dinge, denn die Strahlenbehandlung sollte 4Tage später, am Monatg dem 28.Januar, beginnen.
Noch einmal hatte er solch große Hoffnung...! Doch keine 24Stunden später war er tot!

Du schreibst Deinem Mann Briefe im KK, es erleichtert Dich sicher, denn so kannst Du ihm deinen Schmerz und Deine gedanken mitteilen.
Ich habe damals begonnen Tagebuch zu schreiben.
Mittlerweile brauche ich einen ganzen Schrank, um die vielen Tagebücher unterzubringen. habe in den 6Jahren fast täglich in mein Tagebuch geschrieben. Es ist der Ersatz dafür, daß es für mich niemanden gibt, mit dem ich über alles was mich, auch noch heute bewegt, reden kann. Oft hilft es sogar ein bisschen.

Du hast aber doch wohl auch Kinder, wenn ich richtig gelesen habe.
da lebt ein Stück Deines mannes in ihnen weiter!

Ja Silvia, diese Advents-und Weihnachtszeit ist besondern hart, vorallem für Dich, da alles noch so ganz frisch ist
Mir geht es im Moment auch ziemlich besch..., da ich eine Erkältung habe, welche einfach nicht wieder weggehen will.

Im januar bekomme ich wieder eine Chemotherapie, also auch keine schönen Aussichten.
Doch ich werde schon dankbar sein, wenn endlich Weihnachten und Silvester vorüber ist, es ist die schlimmste zeit, wenn man allein ist.

halt "die Ohren steif", ich fühle wirklich mit Dir!

ich würde mich sehr freuen, wieder von Dir zu lesen.

Fühl Dich von mir umarmt
Christiane

vogal 16.12.2007 21:28

AW: Mit 50 Witwe
 
Hallo mein Liebling mein leben
gestern hatten wir sechswochenamt ich habe in der Kirche von der ersten bis zur letzten Minute nur geheult ich konnte mich nicht beruhigen:cry: . Soll ich dort in der Kirche auch noch danke sagen danke das du mit 49 gestorben bist. Da sehe ich gaaar keinen Sinn drin. Ich vermisse dich so sehr mein Schatz jeden Tag aufs neue. Gestern war ich mit Sandra J und M in Bonn wir sind früh gefahren du weißt ja Menschenansammlungen sind nicht mein Fall und als wir um 13 Uhr zurück sind fing der Trubel an. Habe für unsere Enkelkinder noch einige Geschenke gefunden und für Sandra ein Handy ja ein Handy wieder eins sie kann sich ja so freuen wie ein Kind es macht Spass ihr was zu schenken das weißt du doch noch:rotier2: . Abends waren wir dann in der Messe und später waren wir bei unseren Nachbarn zum Adventsessen eingeladen es waren vier Paare da und ich ALLEINE furchtbar. Aber der Abend war ansonsten sehr schön war mal etwas Ablenkung ich habe sogar bis 0 Uhr 30 ausgehalten was sagst du dazu. Heute war ich ja mit Sandra an deinem Grab hast du doch sicher gesehen wir haben dir deine Ruhestätte schön gemacht ich hoffe es gefällt dir. Ich sage nicht gerne dein Grab ich sage lieber dein Bett. Die Erde ist ganz enorm abgesackt das sah man mit den Gestecken und Kränzen gar nicht so aber es war für mich auch erschreckend. Anschließend sind Sandra und ich spontan nach Köln auf den Weihnachtsmarkt gefahren. Es war schon voll aber es war o k. Ja sie kümmert sich rührend um mich und muß mich immer im Schlepptau haben aber die jungen Leute sollten auch mal was alleine machen aber da brauche ich gar nicht von anzufangen. Sie war die ganze Woche krank mit Grippe geht aber morgen wieder arbeiten mal schauen wie ihr Chef sich verhällt. Wir sind heute mit dem kleinen Auto gefahren er ist ja eine ganze Zeit nicht angesprungen aber ich glaube seit heute ist er wieder am leben. So jetzt esse ich noch was und dann ist fernsehen angesagt. Morgen komme ich wieder zu dir. Ich liebe dich über alles. Bis morgen mein Schatz dein Vogal 2 :winke:
Du warst mein Leben und du bist es jetzt noch

vogal 17.12.2007 20:04

AW: Mit 50 Witwe
 
Hallo Chistiane

war schön von Dir zu lesen. Es tut mir sehr leid das Du ganz alleine bist. Das ist sicher furchtbar. Ja ich habe meine Kinder aber sie haben halt ihren Vater verloren und nicht ihren Partner. Die Kinder sind für mich da in jeder Hinsicht aber sie müssen auch ihr Leben leben. Bei meinem Mann waren Bestrahlungen der Hirnmetas nicht mehr möglich. Er hätte das gar nicht überstanden. Er hatte fast 30 Kilo abgenommen. Als er starb waren die Arme und Beine noch Knochen mit Haut darüber als er gesund war hat er immer so 95 Kilo gewogen aber nachher hat ihm dieser Sch... Krebs alles weggefressen. Schade das Du so weit weg wohnst sonst hätte man schön mal quatschen konnen.Ich wohne in Swisttal das liegt zwischen Köln und Bonn. Mein Mann hatte denke ich am Schluß Krebs im ganzen Körper. Auf jeden Fall was im Darm in der Leber in der Lunge und im Kopf. Ich habe den Arzt gefragt ob wir nicht doch noch bestrahlen können und er meinte ,Was sollen wir bestrahlen die Lunge den Darm die Leber den Kopf da war nichts mehr zu machen. Das CT am 21.5.07 war sauber aber es wurde uns halt auch gesagt das Metastasen manchmal noch so klein sind das man sie auch im CT nicht sieht. Heute denke ich warum haben sie dann nicht sicherheitshalber später noch mal ein CT gemacht. Weißt Du bei den ganzen Untersuchungen CT, Röntgen Zintigramm wäre es auf das auch nicht mehr angekommen mein Mann hätte im Dunklen wohl total geleuchtet bei den ganzen Strahlen. Aber das mit den zu KLEINEN Metastasen sind halt Sachen die man erst hinterher weiß. Ich denke ich hätte noch besser aufpassen müssen. Die ersten Wochen war ich jede freie Minute am PC und habe bei Google rechachiert was man hätte machen können was wovon ausglößt wurde. Meine Schwägerin die Ärztin ist meinte dann zu mir das ich aufpassen soll nicht durchzudrehen. Meine Tochter die noch bei mir zu Hause wohnt war schon echt sauer und fragte mich ob ich auch noch was anderes mache als mich in Google aufzuhalten. Das mache ich jetzt nicht mehr weil ich gemerkt habe das ich mich total bekoppt mache. Ich schreibe meinem Mann hier im Forum weil ich denke das sich hier vielleicht jemand mit seinen Gedanken wiederfindet. Es tut mir gut hier zu schreiben. Gestern war ich mit meiner Tochter am Grab und wir haben es schön hergerichtet. Wenn ich den Namen auf dem Holzkreuz lese kann ich den nicht mit meinem Mann verbinden. Ich habe nach wie vor das Gefühl da steht der falsche Name. Ich denke immernoch das ich einen furchtbaren Traum habe und mein Schatz mich weckt und sagt es ist alles ok du hast nur schlecht geträumt. Bist Du berufstätig. Wie alt bist Du. Ist das ok wenn ich das frage????? Ich bin stundenweise berufstätig und das tut mir auch gut. So jetzt ist es doch wieder ein langer Brief geworden. Würde mich freuen von Dir zu lesen. Wünsche Dir noch eine gute Woche Lieben Gruß Silvia

vogal 18.12.2007 16:23

AW: Mit 50 Witwe
 
Hallo mein Schatz mein Leben
gestern war ich noch mal in Euskirchen wollte noch ein paar Kleinigkeiten kaufen ich habe hir und da auch noch was gefunden. Du kennst mich ja ich mache mir immer viele Gedanken wem ich mit was eine Freude machen kann. In Euskirchen war es ok. Es war nicht so voll morgen fahre ich mit Sandra noch mal sie braucht noch 2 Teile dann haben wir alles. Habe Sandra und mir gestern abend was leckeres zu essen gemacht aber irgendwie das Maß verloren hatte viel zu viel gemacht ich bin halt noch andere Portionen gewohnt. Heute war ich bei meiner Mutter mangeln ich weiß du würdest wieder schimpfen aber soll ich sie hängen lassen. Du kennst sie ja sie wird bald 80 und meint sie könnte noch Bäume ausreißen und wundert sich dann das es nicht funktioniert. Gleich gehe ich noch etwas arbeiten aber vorher müssen die Hundis raus. Als ich heute nach Hause kam hat mich fast der Schlag getroffen. Balu hatte es mal wieder geschafft sich im Bad einzusperren und was hat er gemacht mir ein Loch in meine neue Jeans gebissen. Ich hätte heulen können. Dei Bett sieht jetzt ganz schön aus die Rosen die noch drauf sind sind jetzt vereist ist auch schön. Trotzdem reicht meine Vorstellung nicht aus um mir vorzustellen das du da unten liegst. Gestern habe ich mit der Tante von der Lebensversicherung telefoniert. Die hatten mir schon wieder so ein Schreiben geschickt wo ich jetzt den Todesgrund angeben soll. Ich kann dir sagen mir ist der Kragen geplatzt das hat die Dame auch gemaerkt und siehe da auf einmal geht es sie leitet sofort alles weiter zur Auszahlung. Du würdest dich wundern wie ich mich seit deiner Erkrankung durchsetzen kann. Aber das hast du ja auch schon in der Zeit deiner Krankheit mitbekommen ich lase mir nichts mehr gefallen. Weißt du es gibt solche Lapalien wissen diese Menschen eigndlich worauf es im Leben ankommt und was wirklich wichtig ist ich glaube nicht. So jetzt gehe ich mit unseren Hundis raus.Morgen komme ich wieder zu dir. Ich liebe dich über alles. Bismorgen mein Schatz Dein Vogal 2:remybussi :remybussi
Du warts mein Leben und du bist es noch immer


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 16:29 Uhr.

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