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-   -   Meinem Bruder geht es sehr schlecht (https://www.krebs-kompass.de/showthread.php?t=30592)

albert7 27.11.2007 23:11

Brauche dringend einen Rat !!!
 
Hallo Ihr Lieben,

es geht um meinen Bruder, er ist 41 Jahre alt und war bis zum 22.11.2007 ein kerngesunder Mensch.

Er hatte seit einer OP im August ( am Fuß ) ein Kribbeln im Gesicht, es fing mit der Lippe an.

Nach einiger Zeit suchte er einen Neurologen auf, der ihm versicherte es kann nichts schlimmes sein. Zum Glück blieb mein Bruder misstrauisch, dieses taubheitsgefühl wurde immer schlimmer, bis der Neurologe ihn zum MRT geschickt hat, dann die Nachricht ein Gehirntumor und 2 Metastasen,
die Untersuchung in der Klinik hat dann einen Tag später ergeben er hat Lungenkrebs, seitdem wird er jeden Tag vertröstet, dass er nun bald weiter untersucht wird es allerdings noch einige Zeit dauern kann bis alle Ergebnisse vorliegen.
Anscheinen wir morgen ein CT gemacht.

Ist es nicht schon heftig genug?
Was bedeutet das alles, ich weiß weder ein noch aus. Steht es schlimm um ihm??

Albert

WilliamMatthew 27.11.2007 23:37

AW: Brauche dringend einen Rat !!!
 
Um Gottes Willen, das klingt ja alles so unsortiert und beschreibt ziemlich genau deine Aufregung, die man natürlich nachvollziehen kann.
Ich würde an deiner Stelle auf handfeste Aussagen des Arztes bestehen, egal wie schwammig er das hinauszögern mag. Oft sind die Ärzte unsicher und lassen dich an ihrer Unsicherheit teilhaben - wobei es dich nervlich belastet.
Ich meine, so wie du es schilderst, klingt es natürlich erst mal schlimm. Da brauch ich kein Fachmann zu sein. Aber die Untersuchungen müsst ihr abwarten... es gibt keinen Pauschalfall. Das ist immer das Wichtigste, Albert.
Ganz viel Kraft und Durchhaltevermögen und für deinen Bruder hoffentlich einen echten Lichtblick...

albert7 27.11.2007 23:53

AW: Brauche dringend einen Rat !!!
 
Vielen Dabk für Dein Mitgefühl, wahrscheinlich hast Du recht und ich sollte erst einmal bis morgen warten.
Ich kann leider auch garnicht nachvollziehen, wie man einem Patienten am Donnerstag, 22.11.2007 aufgrund des MRT`s und einer Röntgenaufnahme, der Lunge, so eine Diagnose mitteilen kann und ihn dann bis heute immer wieder auf weitere Untersuchungen vertröstet.

Allerdings bin ich auch zu nervös und habe auch zu viel im Netz gesucht, so dass mein Kopf nur noch qualmt.

:)

Albert

WilliamMatthew 27.11.2007 23:59

AW: Brauche dringend einen Rat !!!
 
Albert, glaub mir - ich versteh ich dich voll und ganz, weil es mir seit fast 5 Wochen genauso geht wie Dir. Ich kann auch vieles nicht verstehen. Erst als meine Familie nervlich fertig war, haben wir den Ärzten quasi die "Pistole auf die Brust" gesetzt und die Wahrheit erbettelt.

Dieses Nichtstun bei den Medizinern - nun, das mag sicher nur unser aller Empfinden sein. Aber das es ständig passiert, dass man misstrauisch wird und Kompetenzen fast schon in Frage stellt, ist scheiße. Fachärzte sollten entsprechend geschult sein... aber sie sind eben auch Menschen - wie du, wie ich.

Wart ab... auch wenn es dich zerreißt. Und wenn es gar nicht mehr geht, dann sei stark und trau dich, harte Fragen klar und deutlich zu stellen. :)

albert7 28.11.2007 00:13

AW: Brauche dringend einen Rat !!!
 
Das ist ja das Problem, wir haben schon so oft mit dem Chefarzt und dem Prof. der neurol. Chirugie gesprochen und sie mit Fragen gelöchert, allerdings wurde uns nur gesagt wir brauchen Geduld und dass er morgen das CT bekommt und am Donnerstag eine Gewebeprobe entnommen wird. Auf die Metastaen und den Tumor sind die garnicht näher eingegangen, allerdings sind diese beiden Ärzte echt nur im Stress, was ich auch verstehen kann.

albert7 28.11.2007 00:19

AW: Brauche dringend einen Rat !!!
 
Allerdings möchte ich gerne mal wissen, ob dieses Warten normal ist.

Ich bin der Meinung nach fast 7 Tagen, sollte doch endlich einmal ein Lungenfacharzt hinzugezogen werden, oder ist es heute normal so lange zu warten.

Kann ich mir allerdings auch nicht vorstellen, denn meine Schwester, hatte leider schon Leukämie und war im Essener Klinikum und da lief alles wie geschmiert und Sie musste nicht tagelang warten bis die endlich mit Chemo angefangen haben, das ging da alles super schnell.

WilliamMatthew 28.11.2007 00:20

AW: Brauche dringend einen Rat !!!
 
Dein Verständnis in allen Ehren... aber der Stress der Ärzte hat mich in den letzten Wochen herzlich wenig interessiert.

Aber natürlich: zunächst musst du noch etwas Geduld aufbringen. Was ich bisher so gelesen habe, dauerte ungefähr 2 - 3 Wochen bis zu einer konkreten Diagnose. Bei uns hat es 4 Wochen gedauert. Es ist eine schier unglaublich schwere Zeit, aber eine überstürzte Aussage bringt dir vielleicht nur ein kurzes Hoch oder lässt dich gar unnütz in ein tiefes Loch fallen.

Ich weiß, es ist schwer - aber du musst dich gedulden - für Deinen Bruder, Albert.

Ulla Krefeld 28.11.2007 08:36

AW: Brauche dringend einen Rat !!!
 
Lieber Albert,

so, wie Du es erlebst, passiert es leider sehr häufig. Man muss schon Glück haben, direkt in die richtige Fachklinik zu kommen. Ich wurde dort von dem hiesigen Krankenhaus sofort hingefahren.

Allerdings hat meine Hausärztin ganze sechs Wochen mit mir herum gedoktert. Ende vom Lied: Ich sollte zum Allergologen. Da es mir körperlich aber immer schlechter ging, ging ich freiwillig in die hiesige Notaufnahme.
Gott sei Dank.

Durch eine Röntgenaufnahme im hiesigen Krankenhaus sowie ein anschliessendes CT sah man die grosse Geschwulst oberhalb des Herzens.
Kaum in der Onkologie angekommen, wurde ich gründlichst von 4 Ärzten untersucht, einschl. Darm austasten, etc. Durch die Gesichts- und Halsstauung, dunkelblaue Flecken auf der Brust, versuchte der Prof. noch am selben Tag, einen Stent in die Vena Cava zu setzen, weil die Geschwulst so sehr dagegen drückte und die Stauung hervor rief. Allerdings war der komplette rechte Arm nicht mehr durch blutet, somit zog er diesen Stent wieder heraus und war tief betrübt, mir da nicht helfen zu können. Es wäre zu einer Embolie gekommen.

Bereits am folgenden Tag bekam ich ein Knochenszintigramm, Herzecho, nochmaliges CT in der Strahlenabteilung. Am darauf folgenden Tag wurde eine Biopsie des Tumors vorgenommen. Drei Tage später schon wusste man über die Krebsart Bescheid. Also - Montag mittag in die Onkologie und Freitags lief schon die erste Chemo.

Im Nachhinein finde ich das sehr erstaunlich. Man sieht, wenn es die richtige Klinik ist, wird nach so einem Schema schnellstens heraus gefunden, wie behandelt werden kann.

Der schnellen Diagnosestellung hatte ich zu verdanken, dass es schon nach 6 Monaten zu einer kompletten Remission kam und ich als "gesund" entlassen wurde. Habe leider ein Rezidiv bekommen, aber das muss ja nicht sein, also störe Dich nicht daran.

Da Eure Schwester ja schon im Klinikum Essen war, wäre das nicht auch eine Möglichkeit für Deinen Bruder?

Alles Gute Euch allen

Ulla

Engel07 30.11.2007 23:46

AW: Brauche dringend einen Rat !!!
 
Hallo Albert,

hat man denn inzwischen Ergebnisse? In deinem letzten Beitrag hast du geschrieben, dass nach 7 Tagen noch kein Lungenfacharzt hinzugezogen wurde. Ich finde das ganz schön heftig.

Mein Papa war auch wegen einer ganz anderen Sache im hiesigen KH, die haben keine Onkologie bzw spezielle Lungenabteilung. Man hat ihn am Tag nach dem Rönten sofort wegen einer Raumforderung auf der Lunge in die 50 km entfernte Lungenklinik gebracht. Nach einer Woche hatte wir alle Befunde und die Behandlung wurde sofort begonnen. Das Röntgen wurde - Gott sei Dank - veranlasst, weil man sich die anderen Beschwerden nicht genau erklären konnte und ihn komplett durchgecheckt hat.

Wenn ihr euch nicht gut aufgehoben fühlt, habt ihr das Recht, eine andere Klinik aufzusuchen. Sprecht nochmal in Ruhe mit den beh. Ärzten und stellt eure Fragen. Lasst euch nicht abwimmeln, holt euch einen Termin. Die Meisten mögen's nicht, auf dem Flur abgepasst zu werden.

Ich wünsche euch alles Gute und melde dich wieder, wenn es etwas Neues gibt...

albert7 16.01.2008 00:05

Meinem Bruder geht es sehr schlecht
 
Hallo erst einmal an alle,

ich heiße Angie und bin 30 Jahre alt.
Ich lese nun schon seit Ende November in eurem Forum. Habe Anfang Dezember einen einzigen wundervollen Kontakt zu Ulla gehabt, Sie hat mir sehr viel Mut gemacht, ich bin sehr traurig und teile euch mein Mitgefühl mit. Sie ist ein toller Mensch.


Ich brauche dringend einen Rat, es geht um meinen Bruder, er ist 41 Jahre alt.
Am 22.11.2007 wurde bei meinem Bruder ein Hirntumor, der inoperabel ist festgestellt. Zudem ein kleinzelliges BC.
Es wurde bereits eine Chemo gemacht und an 3 Tagen wurde er auch schon bestrahlt, doch letzte Woche Mittwoch begann der Albtraum, mein Bruder hat einen SHUNT ( nachdem die Ärzte zwei sagten es geht ohne, einer sagte er braucht ihn unbedingt und so bekam er nach 2 Wochen DISKUSSION DER ÄRZTE) eingesetzt bekommen, was eigentlich kein grosser Eingriff ist, doch seit Freitag hatte er im Krankenhaus furchtbare Schmerzen, er hat einfach nur noch geschrien, doch leider hat das KKH nach einem langen Wochenende mit unerträglichen Schmerzen ( Verdacht war am Freitag NIERENSTEINE nach Sono nicht bestätigt, am Samstag TUMORSCHMERZEN nach abtasten, stellt euch vor erst am Sonntag eine Röntgenaufnahme vom Thorax)

und am Sonntag nachmittag Verdacht auf Lungenembolie, allerdings hatte er nur eine ausgedehnte Lungenentzündung. So weit, so mies, er wurde in meinem Beisein, dann am Sonntag nachmittag auf die Überwachungsstation gelegt, damit er mehr Sauerstoff bekommt.
Am Montag mittag auf der Arbeit dann der Anruf im KKH, LEBENSGEFAHR der Zustand ist super kritisch, er kam auf die Intensivstation und wurde, weil er nicht mehr selbstständig atmet ins künstliche Koma gesetzt.

Jetzt heißt es nur noch beten und hoffen.
Die Ärzte sagten mir, wir müssen erst einmal die nächsten 3 Tage abwarten.



Meine Frage ist jetzt: Die Diagnose war am 22.11.2007 und mein Bruder hatte keinerlei Beschwerden ausser ein Kribbeln im Gesicht und taubheit in der Lippe, er ist aktiver Fußballer und hat bis zu diesem Tag immer trainiert ect. ohne Probleme, er ist am 20.11.2007 bei einem Trainingslauf über 10 KM dabei gewesen. Allerdings seit der Biopsie Anfang Dezember ist er linksseitig gelähmt, da der Turmor auf das Nervenzentrum drückt, sein Zustand hat sich täglich verschlechtert.

Glaubt mir bitte, er hatte davor keinerlei motorischer Beschwerden, er war wirklich topfit.

Das BC hat bis dato keine große Gefahr dargestellt, es hätte auch operiert werden können.
Da er noch im Hirn einen Tumor und Metas hat kam erst eine Chemo und danach eine Bestrahlung in Betracht, alle Ärzte waren zuversichtlcih.
Sein ganzer Zustand hat sich innerhalb der letzten Wochen drastisch verschlechtert, er war eigentlich topfit und meine Frage ist nun: Ist es normal das man eine Biopsie macht, obwohl der Tumor inoperabel ist und warum macht man eine Chemo und gleichzeitig Bestrahlung obwohl uns die Ärzte sagten er benötigt erst den Shunt, alles andere sei zu gefährlich.

In diesem KKH wird immer zu lange gewartet, es ist grauenhaft.
Vor der Biopsie hieß es immer, er hat eine Chance geheilt zu werden. Er will doch einfach nur leben. Er hat eine wundervolle Frau und 2 wundervolle Kinder, die er über alles liebt.
Er ist ein Kämpfer und wird weiter kämpfen, allerdings ist es seit der Biopsie ein echter Leidensweg für ihn geworden.

Ich liebe ihn sehr.

gabiselbst 16.01.2008 10:57

AW: Meinem Bruder geht es sehr schlecht
 
ps. liebe Angie zu deiner Frage:
eine Biopsie macht man immer, um den Grad des Tumores T 1-4 , Zellwachstum genaustens zu bestimmen.
Das ist der normale Weg.
Chemo und Bestrahlung auch - er hat leider beides bekommen, was natürlich viel mehr belastet. aber - die Hirntumore sind sehr gefährlich . Die anderen Tumore belasten auch die lebenswichtigen Organe.
Es ist schwierig, auch für die Ärzte den richtigen Grad zu gehen.
Du schreibst Lungenentzündung, hört sich an als hätte er Probleme mit dem Immunsyste, was natürlich auch schwierig ist.
Dein Bruder ist noch sehr jung. Also glauben wir an ihn ganz feste !!

albert7 16.01.2008 22:16

AW: Meinem Bruder geht es sehr schlecht
 
Hallo Gabi,


vielen lieben Dank für die lieben Worte und Deine Zuversicht. Er hat natürlich ein sehr schwaches Imunsystem, da erst in der letzten Woche die Chemo beendet wurde und er schon im sog. " tief" ist. Seine Ärzte sagten uns heute dass sie wieder eine Bronchoskopie gemacht haben und nun auf ein Ergebnis aus dem Labor warten, damit er das Antibiotika bekommt, welches die Lungenentzündung dämmt ( ich finde dass dies auch wieder viel zu lange dauert, heute ist Mittwoch und er liegt seit Montag 12:00 im künstlichen Koma, da er zuvor einen Kolaps erlitten hatte). Es wird noch einige Tage dauern und er wird so schnell nicht aus dem künstlichen Koma geholt werden,da seine Lunge noch nicht in der Lage ist. Ich bete jeden Tag, ach jede Stunde für ihn. Er erholt sich jetzt ein wenig,da er seit dem 22.11.2007 keine Nacht mehr durchgeschlafen hat ( weil wir alle sehr aus der Bahn gerissen wurden, da er nie krank war und wie gesagt sehr sehr sportlich war)und seit der Biospie sehr starke Schmerzen hatte. Ich wünsche mir von ganzem Herzen, dass er bald seine ganze Kraft wieder zurück hat und eine Chance bekommt. Bis dahin heisst es, bei jedem Telefonat fast einen Herzinfarkt zu bekommen, aber da müssen wir jetzt alle durch und das ist auch halb so schlimm. Mein Bruder ist jetzt das allerwichtigste und meine ganze Kraft und Energie, auch die seiner Frau, geben wir an ihn weiter. Meine Schwester hat Kontakt zu einer sog. Wunderheilerin aufgenommen, die auch sehr zuversichtlich ist. Ich stehe sollen Sachen eher skeptisch gegenüber, aber wer weiss???

Ich wünsche mir nichts sehnlicher, als dass der Patenonkel meines Kindes bald wieder bei uns ist. Vielen lieben Dank noch einmal für die lieben Worte.

Bis denn, ich wünsche allen die diese Zeilen lesen, alles Glück der Welt.

Eure Angie.

gabiselbst 17.01.2008 10:29

AW: Meinem Bruder geht es sehr schlecht
 
Liebe Angie,
jeder Strohhalm hilft - auch die Wunderheilerin vielleicht.
Du weisst ja - Glaube versetzt Berge.
Jetzt könnt ihr nur hoffen, dass es ihm bald besser geht.
Wichtig wäre noch eine 2. Meinung. Habt ihr einen Hausarzt eueres Vertrauens ?
Wir sind immer parallel gelaufen. 1. Klinik. 2. ein Arzt der auch Hämopath war.
er hat sich mit allen Diagnosen befasst, analysiert, wenn nötig dort auch angerufen und kundig gemacht. Während der chemo wurde er mit hochdosierten Vitaminen behandelt, was die Blutwerte immer gut im Griff hielt. Wie gesagt - 2. Meinung ist ganz wichtig.
alles liebe
gabi

Ekaka 17.01.2008 13:53

AW: Meinem Bruder geht es sehr schlecht
 
Hallo,Mercedes!------Nun möchte ich doch zu ihrem Bericht schreiben,nachdem ich ihn in mehreren Threads gefunden habe.Nicht nur hier,sondern z.B.auch in Ullas Thread haben sie diesen Fake reingesetzt und machen Menschen,die gegen diese Krankheit kämpfen,unnötige Hoffnung.Wieviel verdienen sie an dieser Reklame? Ich hoffe,das die Moderaten ihre Berichte schnellstens löschen!!!Ich werde nie verstehen,wie Menschen so abgebrüht sein können und sich auf Kosten Schwerstkranker bereichern.Ich bin selbst LK-Krebs betroffen: Erika.

Anhe 17.01.2008 14:13

AW: Meinem Bruder geht es sehr schlecht
 
Manche Vertriebler haben einfach kein Gewissen........

Anhe

albert7 18.01.2008 11:31

AW: Meinem Bruder geht es sehr schlecht
 
Zitat:

Zitat von albert7 (Beitrag 506344)
Hallo erst einmal an alle,

ich heiße Angie und bin 30 Jahre alt.
Ich lese nun schon seit Ende November in eurem Forum. Habe Anfang Dezember einen einzigen wundervollen Kontakt zu Ulla gehabt, Sie hat mir sehr viel Mut gemacht, ich bin sehr traurig und teile euch mein Mitgefühl mit. Sie ist ein toller Mensch.


Ich brauche dringend einen Rat, es geht um meinen Bruder, er ist 41 Jahre alt.
Am 22.11.2007 wurde bei meinem Bruder ein Hirntumor, der inoperabel ist festgestellt. Zudem ein kleinzelliges BC.
Es wurde bereits eine Chemo gemacht und an 3 Tagen wurde er auch schon bestrahlt, doch letzte Woche Mittwoch begann der Albtraum, mein Bruder hat einen SHUNT ( nachdem die Ärzte zwei sagten es geht ohne, einer sagte er braucht ihn unbedingt und so bekam er nach 2 Wochen DISKUSSION DER ÄRZTE) eingesetzt bekommen, was eigentlich kein grosser Eingriff ist, doch seit Freitag hatte er im Krankenhaus furchtbare Schmerzen, er hat einfach nur noch geschrien, doch leider hat das KKH nach einem langen Wochenende mit unerträglichen Schmerzen ( Verdacht war am Freitag NIERENSTEINE nach Sono nicht bestätigt, am Samstag TUMORSCHMERZEN nach abtasten, stellt euch vor erst am Sonntag eine Röntgenaufnahme vom Thorax)

und am Sonntag nachmittag Verdacht auf Lungenembolie, allerdings hatte er nur eine ausgedehnte Lungenentzündung. So weit, so mies, er wurde in meinem Beisein, dann am Sonntag nachmittag auf die Überwachungsstation gelegt, damit er mehr Sauerstoff bekommt.
Am Montag mittag auf der Arbeit dann der Anruf im KKH, LEBENSGEFAHR der Zustand ist super kritisch, er kam auf die Intensivstation und wurde, weil er nicht mehr selbstständig atmet ins künstliche Koma gesetzt.

Jetzt heißt es nur noch beten und hoffen.
Die Ärzte sagten mir, wir müssen erst einmal die nächsten 3 Tage abwarten.



Meine Frage ist jetzt: Die Diagnose war am 22.11.2007 und mein Bruder hatte keinerlei Beschwerden ausser ein Kribbeln im Gesicht und taubheit in der Lippe, er ist aktiver Fußballer und hat bis zu diesem Tag immer trainiert ect. ohne Probleme, er ist am 20.11.2007 bei einem Trainingslauf über 10 KM dabei gewesen. Allerdings seit der Biopsie Anfang Dezember ist er linksseitig gelähmt, da der Turmor auf das Nervenzentrum drückt, sein Zustand hat sich täglich verschlechtert.

Glaubt mir bitte, er hatte davor keinerlei motorischer Beschwerden, er war wirklich topfit.

Das BC hat bis dato keine große Gefahr dargestellt, es hätte auch operiert werden können.
Da er noch im Hirn einen Tumor und Metas hat kam erst eine Chemo und danach eine Bestrahlung in Betracht, alle Ärzte waren zuversichtlcih.
Sein ganzer Zustand hat sich innerhalb der letzten Wochen drastisch verschlechtert, er war eigentlich topfit und meine Frage ist nun: Ist es normal das man eine Biopsie macht, obwohl der Tumor inoperabel ist und warum macht man eine Chemo und gleichzeitig Bestrahlung obwohl uns die Ärzte sagten er benötigt erst den Shunt, alles andere sei zu gefährlich.

In diesem KKH wird immer zu lange gewartet, es ist grauenhaft.
Vor der Biopsie hieß es immer, er hat eine Chance geheilt zu werden. Er will doch einfach nur leben. Er hat eine wundervolle Frau und 2 wundervolle Kinder, die er über alles liebt.
Er ist ein Kämpfer und wird weiter kämpfen, allerdings ist es seit der Biopsie ein echter Leidensweg für ihn geworden.

Ich liebe ihn sehr.




Hallo Leute,

ich existiere wirklich und benötige dringend eure Hilfe.
Danke an Gabi, für Ihre netten Worte.

Habe echt gedacht, ich würde hier einige Hilfestellungen bekommen.

Bis denn, Angie.

albert7 18.01.2008 13:22

AW: Meinem Bruder geht es sehr schlecht
 
Sorry Leute,

bin kein Computer- Fan, somit habe ich gedacht ihr denkt ich bin mercedes.
Verstehe nicht was diese Antworten zu mercedes hier zu suchen haben. Wie gesagt kenne mich beim chatten ect. garnicht aus.

Danke Gabi, wir werden auf jedenfall Deinen tollen Rat befolgen.

Leider gibt es noch immer nichts neues. Er kann bis heute immer noch nicht atmen, die Werte liegen bei 50 %. Die Ärzte sagten heute morgen, dass es langsam an der Zeit ist, dass etwas mehr von ihm kommen muss.

Ich bete für ihn und bin sehr zuversichtlich, dass es in den nächsten Tagen bergauf gehen wird.
Ich freue mich so sehr darauf wieder mit ihm reden zu können. Das könnt ihr euch nicht vorstellen.

Ich bin sehr fertig vor allem lese ich seit Wochen in diesem Forum und es gibt so heftige Krankheiten, und jeder von euch gibt jedem Mut.

Das ist toll, ich danke euch.

Alles Liebe für alle.

Angie

Ute 2007 18.01.2008 17:05

AW: Meinem Bruder geht es sehr schlecht
 
Liebe Angi,

euch hat es ja gleich von Anfang an hammerhart getroffen. Ich denke das ist auch ein Grund warum du so wenige Antworten bzw. Ratschläge erhälst. So lange dein Bruder im Koma liegt ist es sehr sehr schwierig überhaupt etwas dazu zu sagen.
Ich wünsche dir von Herzen das sich der Zustand deines Bruders schnell stabilisiert und er den eigenen Kampf gegen die Krankheit wieder aufnehmen kann.

Liebe Grüße

Ute

gabiselbst 21.01.2008 11:32

AW: Meinem Bruder geht es sehr schlecht
 
Liebe Angie,
habe erst jetzt wieder reingeschaut -
Es gibt immer wieder leute wie mercedes - aber wir halten zusammen.
Wie geht es euch denn heute ?
Was macht dein bruder und was sagen die Ärzte ?

alles liebe
gabi

albert7 22.01.2008 22:30

AW: Meinem Bruder geht es sehr schlecht
 
Liebe Gabi,

leider liegt er immer noch immer im künstlichen Koma und dies wird auch noch einige Zeit dauern, da seine Lunge zu wenig Power hat, allerdings und dass freut mich riesig, macht er einige kleine Fortschritte, die Gase im Sauerstoff sind schon auf gutem Weg nach oben und 2 Ärzte teilten uns gesterrn mit, dass er, wenn alles so weitergeht, eventuell bis zum Wochenende nicht mehr beatmet werden muss. Allerdings wurde ihm gestern auch noch Hirnwasser entnommen und das wird nun auf Keime untersucht, leider war keiner dieser beiden Ärzte in der Lage uns mitzuteilen was dies zu bedeuten hat. Ich denke jetzt super positiv und bete dafür dass es bergauf geht. Die letzten 2 Monate waren sehr schwer und ich bin erst einmal froh, wenn wir wieder mit ihm reden können und ihm sagen können dass wir ihn unendlich lieben. Allerdings wissen wir alle, dass noch ein sehr schwerer Kampf vor uns, aber vor allem, vor ihm liegt. Wir freuen uns über jeden Fortschritt, den er macht und ich wünsche, dass er sich wohl fühlt und vor allem jetzt endlich einmal schlafen kann und keine Schmerzen hat. Ich bin sehr zuversichtlich, da er diesem Krebs schon von Anfang an, den Kampf angesagt hat, dass es ihm bald besser geht. Eine Schwester fragte uns gestern nach einer Schmerztherapie, da er immer sehr starke Schmerzen hatte. Hat jemand damit Erfahrung ich google gleich mal etwas......

Ich hoffe Dir geht es gut.

Ganz lieben Dank dafür, dass Du mir zuhörst.

Tausend Dank und ganz liebe Grüße


Angie

gabiselbst 23.01.2008 10:28

AW: Meinem Bruder geht es sehr schlecht
 
Liebe Angie,
das schlimmste ist immer das andauernde Auf und ab.
Ihr hängt halt fürchterlich in der Luft und müsst euch alles zusammensuchen. Deswegen ist es wirklich ratsam eine 2. komptetente Meinung einzuholen.
Mit den sChmerzmitteln ist es auch so eine Sache. Viele Nebenwirkungen oft auch Halluzinationen das Gehirn ist manchmal richtig ausgeschaltet.
Die wenigsten wollen das.
Immer eine Gradwanderung.
Aber natürlich ist man auch kein Mensch mehr wenn man Schmerzen hat.
Eigentlich ist es jetzt erst einmal wichtig - wie sieht es mit Hirnmetas aus ?
wie ist der eigentliche Therapieweg.
Ich hoffe ihr kommt mal positiver weiter
alles liebe
gabi

albert7 28.01.2008 18:09

AW: Meinem Bruder geht es sehr schlecht
 
Hallo Leute,


leider gibts es immer noch keine besonders gute Nachricht.

Mein Bruder liegt noch immer im künstlichen Koma, seine Lunge arbeitet zu 45 %. Das ist den Ärzten zu wenig, sie möchten ihn jetzt langsam wach werden lassen und meine Schwägerin ist gerade auf dem Weg dorthin, da Sie unterschreiben muss, damit ein Luftröhrenschnitt gemacht wird. Den Ärzten ist die Lungenfunktion zu niedrig und Sie haben angst, dass er, wenn er wach gemacht wird und der Schlauch rausgenommen wird, er dann wieder nicht gut genug atmet und Sie ihn dann wieder schlafen legen müssen. Das haben Sie meine Schwägerin gerade am Telefon mitgeteilt. Warum diese Eile????

Ich kriege langsam die Krise. Mein Vater ( 72 ) hatte auch Lungenkrebs und er lag 6 Wochen in der Uni-Klinik Düsseldorf im künstlichen Koma und er bekam, den Schnitt auch, allerdings ist er dann einige Tage später gestorben. Natürlich weiß´ich dass dies nur eine Vorsichtsmaßnahme ist, aber ich habe eine saumässige angst.

Ich bin auch ganz durcheinader, er liegt zwar schon heute 14 Tage im künstlichen Koma, aber ich frage mich, warum die Ärzte es jetzt so eilig haben, denn aus deren Sicht ist dieser Schnitt nur eine Vorsichtsmaßnahme.....

Ich habe mich so gefreut, weil seine Werte jetzt langsam besser wurden und dann heute wieder etwas neues. Er tut mir so unendlich leid. Ich weiss nur, wenn er wieder wach ist und diesen Schnitt realisiert, er wird sofort an die letzten Tage meines Vaters denken. Aber ich weiß ganz genau, er kämpft schon seit dem 22.11.2007 und er wird diesem Krebs keine Chance geben.

Ich liebe ihn und habe angst.

Halte euch auf dem Laufenden.

Angie

albert7 28.01.2008 18:20

AW: Meinem Bruder geht es sehr schlecht
 
Hallo Gabi,

sorry, dass ich mich jetzte erst wieder melde. Ja, er hat 3 Hirnmetas und einen Tumor im Hirn, der nicht entfernt werden kann und dieser Hirntumor drückt direkt auf das Nervenzentrum. Und dazu noch das kleinzellige BC. Ich frage mich die ganze Zeit, warum der Oberarzt am 23.11.2007 von einer guten Chance gesprochen hat ( ich war bei diesem Gespräch persönlich dabei). Bis jetzt war alles nur sch.... .

Er hat bis jetzt eine Chemo bekommen (5 Tage ab dem 02.01.2007) , allerdings durch die Chemo die heftige Lungenentzündung (15.01.2007), die ihn in Lebensgefahr gebracht hat.
Bestrahlungen hat er bis jetzt nur 3 bekommen, weil er sofort, obwohl er mitten im sog. TIEF war, diesen Shunt ( 10.01.2007 )einoperiert bekommen hat. Danach hat er keine Bestrahlung mehr bekommen, obwohl ich einmal gehört habe mal sollte die Bestrahlung nicht unterbrechen.


Ach Gabi, ich habe einfach nur angst und dann heute, die Sache mit dem Luftröhrenschnitt, ich weiss garnicht mehr, was das alles soll.


Bis bald

Angie

gwenda 28.01.2008 22:19

AW: Meinem Bruder geht es sehr schlecht
 
Hallo Albert,

wie ich gelesen habe, geht es Deinem Bruder sehr schlecht. Du hast gefragt, was das alles soll.

Die Ärzte versuchen sicher, Deinem Bruder Erleichterung zu verschaffen. Rede mit den Ärzten und frage nach den nächsen Schritten.

Ich wünsche Dir viel Stärke

Liebe Grüße

Sigrid

albert7 29.01.2008 00:27

AW: Meinem Bruder geht es sehr schlecht
 
Hallo Gwenda,

vielen Dank, dass Du dir die Zeit nimmst und Dir auch noch meine Sorgen zu herzen nimmst.

Wir haben heute abend noch mit einem Arzt gesprochen und der teilte uns mit, dass dieser Luftröhrenschnitt nur zur Vorsicht gemacht wird und er auch eine Magensonde gelegt bekommt. Er sagte dies sei üblich, wenn jemand 2 Wochen künstlich beatmet wird. Meine Freundin ist Intensiv-Krankenschwester, die werde ich morgen erstmal dazu fragen.

Allerdings, konnt der Arzt auch nichts weiter sagen, was soll er auch sagen?
Woher soll jemand wissen, was noch kommt??? Meine Nerven liegen nur ziehmlich blank und am liebsten wäre mir, wenn ein Arzt kommt und sagt, so wir werden Ihren Bruder jetzt wach machen und endlich den Kampf gegen diese Krankheit wieder aufnehmen, aber dass wird wohl noch dauern, denn dass steht ganz ausser Frage, zumindest im Moment.


Erst einmal und das ist jetzt das aller Wichtigste- muss seine Lunge wieder funktionieren. Er erklärte es so, dass wenn jemand beatmet wird, die Lunge dann nur so viel Funktion hat wie nötig und der Rest halt von der Maschine gemacht wird. Und diese 45 % Lungenfunktion sind einfach zu wenig und dann besteht die Gefahr, dass er sobald er nicht mehr den Schlauch im Körper hat, er zu wenig Luft bekommt. Und dass Risiko möchte er nicht eingehen.

So ist jetzt im Moment ein Mediziner der Inneren für uns zuständig, denn die Neurochirugen, die bis heute für ihn zuständig waren, waren nicht der Meinung einen Schnitt zu machen, und dieser Arzt war schon vor 2 Wochen einmal kurz im Zimmer und hatte es ganz kurz angesprochen, dass so etwas passieren kann. Und bis heute hat niemand etwas von einem Schnitt gesagt...
Allerdings waren damals 2 Kollegen ganz anderer Meinung, aber so war es ja auch schon beim Shunt. 2 Ärzte ja und einer nein, die wissen manchmal selber nicht was am Besten für die Patienten ist, da hat jeder Arzt andere Erfahrungen und Vorstellungen Und da meinem lieben Brudi nichts erspart bleibt, so bekommt er morgen diesen Schnitt und ich hoffe es wird alles etwas ertäglicher für ihn, wenn er bald wach gemacht wird. Das wird wohl bis Ende der Woche geschehen.

Ich muss jetzt unbedingt schlafen habe schon wieder zuviel gelesen, es passieren täglich so schlimme Dinge.....

Habe damals als mein Vater sehr krank war, immer bei einer online-Sprechstunde fragen gestellt, da haben Ärzte Fragen beantwortet , kann mich aber an die Seite nicht mehr erinnern.....

Nun ja jeder Mensch ist anders und Ärzte sind zum Glück keine Propheten, von daher alles Glück der Erde, für meinen Bruder und uns allen.

In diesem Sinne

Danke für´s zuhören bzw. lesen , ich melde mich wieder

Angie

gabiselbst 29.01.2008 10:13

AW: Meinem Bruder geht es sehr schlecht
 
Liebe Angie,
habe mich gerade mal wieder eingelesen.
Mit diesen 3... Kopftumoren - das ist ja wirklich übel. Dieser sch... Kleinzeller ist überaus aggresiv und wenn er schon im Kopf ist, dann heisst das leider das er schon überall gestreut hat. Hast du mal den Arzt gefragt - ob er dir das aktuelle CT zeigen kann ? Das habe ich immer gemacht und daher genau gewusst was sache ist.
Das mit der Bestrahlung ist nicht ohne. Man meint nur - nicht sooo schlimm - aber das Gegenteil. Ich fand die Nebenwirkungen waren hinterher durchaus schlimmer wie die Chemo. Bestrahlung hat üble Spät und Nebenwirkungen und beides ---- zu arg. Liebe Angie - sieht nicht gut aus und ich würde dich gerne mal drücken. Es ist einfach eine hinterhältige Krankheit die zuschlägt.
alles liebe
und kraft und drücker
gabi

gwenda 29.01.2008 22:21

AW: Meinem Bruder geht es sehr schlecht
 
Hallo Angie,

der Verlauf bei Deinem Bruder hört sich nicht gut an.

Ich kenn den Kleinzeller durch meinen Mann und auch durch die Geschichte von Ulla "Glück im Unglück".

Frag diese Intensivkrankenschwester nach ihrer ehrlichen Meinung.
Ärzte sind nich immer ehrlich, wenn es um den Zustand der Patienten geht.

Liebe Grüße

Sigrid

albert7 29.01.2008 23:30

AW: Meinem Bruder geht es sehr schlecht
 
Hallo Gabi,
Hallo Gwen,

heute hat der Tag wieder sehr schlecht begonnen.

Meine Schwägerin rief heute morgen im KH an und Sie fuhr sofort dorthin, letzte Nacht hat sich sein Zustand verschlechtert( Sauerstoffsättigung auf 83 %) und es musste sofort gehandelt werden, sonst wäre mein Bruder gestorben.
Es hat sich Luft zwischen Lunge und Zwergfell gebildet. Es wurde sofort ein Loch gemacht und eine Drainage eingeführt um die Luft raus zu lassen, sonst wäre seine Lunge geplatzt, so eine Ärztin. Zudem wurde festgestellt, das ein Stück des Tumors in der Lunge sich gelöst hat, dazu hat uns heute abend niemand mehr etwas gesagt. Heute vormittag waren einige Profs. und Ärzte da und haben alle möglichen Untersuchungen gemacht, allerdings wurden wir auch darauf aufmerksam gemacht, dass wir uns durchaus auf das Schlimmste einstellen sollen. Seine Onkologien sagte allerdings noch den tollen Satz: Die Hoffnung stirbt zuletzt.Und dass er dadurch dass die Bestrahlung abgebrochen wurde und er zu wenig Chemo bekommen hat, er war jetzt eigentlich bei der 2., es natürlich nichts besser geworden ist.

Meine Schwägerin ist zusammen gebrochen und hat sofort Nasenbluten bekommen. Ich bin dann den ganzen Tag bei Ihr gewesen.

Heute abend sagte uns eine Schwester, dass er erst einmal wieder stabil ist, allerdings sind dies nur Momentanwerte, so nannte sie das. Man kann nicht sagen was in naher Zukuft noch passiert.

Ich war leider nicht mit im Krankenzimmer, habe mir eine fette Erkältung eingefangen und habe Angst noch mehr Keime zu ihm zu bringen, oder wie denkt Ihr darüber?????

Mein anderer Bruder, war heute im Zimmer und sagte mir, dass sein ganzer Körper aufgeblasen ist.

Habe sofort meine persönliche Intensivschwester interviewt und die sagte mir, dass so etwas eigentlich nur passiert, wenn dieses Loch nicht direkt abgedeckt wurde. Dieser Sache werde ich morgen sofort nachgehen.

Ich weiß ja dass es schlecht aussieht, aber ich denke immer daran wie stark er doch eigentlich ist und ich weiß ganz genau er kämpft wie ein Löwe und ich bete.

Der hanze Tag war wie ein sehr schlechter Film, ich bin einfach nur fertig.

Bis morgen,melde mich ganz bestimmt.

Danke an alle, die für mich da sind.

Angie

albert7 29.01.2008 23:32

AW: Meinem Bruder geht es sehr schlecht
 
Hallo Gabi,
Hallo Gwen,

heute hat der Tag wieder sehr schlecht begonnen.

Meine Schwägerin rief heute morgen im KH an und Sie fuhr sofort dorthin, letzte Nacht hat sich sein Zustand verschlechtert( Sauerstoffsättigung auf 83 %) und es musste sofort gehandelt werden, sonst wäre mein Bruder gestorben.
Es hat sich Luft zwischen Lunge und Zwergfell gebildet. Es wurde sofort ein Loch gemacht und eine Drainage eingeführt um die Luft raus zu lassen, sonst wäre seine Lunge geplatzt, so eine Ärztin. Zudem wurde festgestellt, das ein Stück des Tumors in der Lunge sich gelöst hat, dazu hat uns heute abend niemand mehr etwas gesagt. Heute vormittag waren einige Profs. und Ärzte da und haben alle möglichen Untersuchungen gemacht, allerdings wurden wir auch darauf aufmerksam gemacht, dass wir uns durchaus auf das Schlimmste einstellen sollen. Seine Onkologien sagte allerdings noch den tollen Satz: Die Hoffnung stirbt zuletzt.Und dass er dadurch dass die Bestrahlung abgebrochen wurde und er zu wenig Chemo bekommen hat, er war jetzt eigentlich bei der 2., es natürlich nichts besser geworden ist.

Meine Schwägerin ist zusammen gebrochen und hat sofort Nasenbluten bekommen. Ich bin dann den ganzen Tag bei Ihr gewesen.

Heute abend sagte uns eine Schwester, dass er erst einmal wieder stabil ist, allerdings sind dies nur Momentanwerte, so nannte sie das. Man kann nicht sagen was in naher Zukuft noch passiert.

Ich war leider nicht mit im Krankenzimmer, habe mir eine fette Erkältung eingefangen und habe Angst noch mehr Keime zu ihm zu bringen, oder wie denkt Ihr darüber?????

Mein anderer Bruder, war heute im Zimmer und sagte mir, dass sein ganzer Körper aufgeblasen ist.

Habe sofort meine persönliche Intensivschwester interviewt und die sagte mir, dass so etwas eigentlich nur passiert, wenn dieses Loch nicht direkt abgedeckt wurde. Dieser Sache werde ich morgen sofort nachgehen.

Ich weiß ja dass es schlecht aussieht, aber ich denke immer daran wie stark er doch eigentlich ist und ich weiß ganz genau, er kämpft wie ein Löwe und ich bete.

Der ganze Tag war wie ein sehr schlechter Film, ich bin einfach nur fertig.

Bis morgen,melde mich ganz bestimmt.

Danke an alle, die für mich da sind.

Angie

albert7 29.01.2008 23:35

AW: Meinem Bruder geht es sehr schlecht
 
Hallo und sorry, habe alles 2 Mal abgeschickt.....

Angie

albert7 29.01.2008 23:42

AW: Meinem Bruder geht es sehr schlecht
 
Hallo Gabi,
Hallo Gwen,

heute hat der Tag wieder sehr schlecht begonnen.

Meine Schwägerin rief heute morgen im KH an und Sie fuhr sofort dorthin, letzte Nacht hat sich sein Zustand verschlechtert( Sauerstoffsättigung auf 83 %) und es musste sofort gehandelt werden, sonst wäre mein Bruder gestorben.
Es hat sich Luft zwischen Lunge und Zwergfell gebildet. Es wurde sofort ein Loch gemacht und eine Drainage eingeführt um die Luft raus zu lassen, sonst wäre seine Lunge geplatzt, so eine Ärztin. Zudem wurde festgestellt, das ein Stück des Tumors in der Lunge sich gelöst hat, dazu hat uns heute abend niemand mehr etwas gesagt. Heute vormittag waren einige Profs. und Ärzte da und haben alle möglichen Untersuchungen gemacht, allerdings wurden wir auch darauf aufmerksam gemacht, dass wir uns durchaus auf das Schlimmste einstellen sollen. Seine Onkologien sagte allerdings noch den tollen Satz: Die Hoffnung stirbt zuletzt.Und dass er dadurch dass die Bestrahlung abgebrochen wurde und er zu wenig Chemo bekommen hat, er war jetzt eigentlich bei der 2., es natürlich nichts besser geworden ist.

Meine Schwägerin ist zusammen gebrochen und hat sofort Nasenbluten bekommen. Ich bin dann den ganzen Tag bei Ihr gewesen.

Heute abend sagte uns eine Schwester, dass er erst einmal wieder stabil ist, allerdings sind dies nur Momentanwerte, so nannte sie das. Man kann nicht sagen was in naher Zukuft noch passiert.

Ich war leider nicht mit im Krankenzimmer, habe mir eine fette Erkältung eingefangen und habe Angst noch mehr Keime zu ihm zu bringen, oder wie denkt Ihr darüber?????

Mein anderer Bruder, war heute im Zimmer und sagte mir, dass sein ganzer Körper aufgeblasen ist.

Habe sofort meine persönliche Intensivschwester interviewt und die sagte mir, dass so etwas eigentlich nur passiert, wenn dieses Loch nicht direkt abgedeckt wurde. Dieser Sache werde ich morgen sofort nachgehen.

Ich weiß ja dass es schlecht aussieht, aber ich denke immer daran wie stark er doch eigentlich ist und ich weiß ganz genau er kämpft wie ein Löwe und ich bete.

Der hanze Tag war wie ein sehr schlechter Film, ich bin einfach nur fertig.

Bis morgen,melde mich ganz bestimmt.

Danke an alle, die für mich da sind.

Angie

gabiselbst 30.01.2008 09:36

AW: Meinem Bruder geht es sehr schlecht
 
Liebe Angie,

so wie es sich anhört, ganz ehrlich - geht es dem Ende zu.
Was du jetzt tun musst ist -ganz ruhig sein zu ihm gehen - ihn streicheln - er merkt das bestimmt. auch für deine Schwägerin. Es ist eine ganz harte Zeit - gewiss - die Hoffnung stirbt zuletzt - aber diese ganzen Geschichten was dein Bruder hat - sind schlimm. Er hat eigentlich garkeine Chance. Ich habe mein Schwager auch verloren. Er war gerade mal 31 mit 2 kleinen Kindern. Herzinfarkt. Auch ihn haben sie nochmals operiert und und und. Aber gerade bei jüngeren Menschen explodiert irgendwie dann alles. Er war auch Tage im Koma. Mit deiner Erkältung - frage den Arzt - sage ihm auf dem Kopf zu was du denkst und das du die Verabschieden möchtest.
alles alles liebe
viel kraft
gabo

adda 30.01.2008 16:19

AW: Meinem Bruder geht es sehr schlecht
 
[QUOTE=gabiselbst;511541]Liebe Angie,
habe mich gerade mal wieder eingelesen.
Mit diesen 3... Kopftumoren - das ist ja wirklich übel. Dieser sch... Kleinzeller ist überaus aggresiv und wenn er schon im Kopf ist, dann heisst das leider das er schon überall gestreut hat.


hallo gabi..

meine mutter hat auch einen kleinzeller und 5 metas im hirn..

du schreibst wenn er schon im kopf streut dass er dann schon ueberall ist..
wie meinst du dass...?

liebe gruesse adriana

gabiselbst 30.01.2008 16:45

AW: Meinem Bruder geht es sehr schlecht
 
Hallo Adriana,
also - ich hoffe ich informiere dich da richtig. Ich habe es fast 3 Jahre mit meinem Schwiegervater mitgemacht, ihn überall begleitet, mich belesen, informiert und bin den Ärzten fürchterlich auf den Wecker gegangen (war aber positiv) bin überall hinterhergerannt und infos infos infos gesammelt,
Der Primärtumor sitzt bei Lungenkrebs in der Lunge (klar entschuldige das ichmich jetzt vielleicht etwas blöde ausdrücke) von dort streut er. und das sehr aggresiv. Denn der kleinzeller gehört mit zu den aggresivsten Krebsarten. Leider streut es allzuschnell in den Kopf. Er hatte viele Metastasen überall und nach einem Jahr wurde, nach mehreren ephileptischen Anfällen, 3 Tumore im Hirn festgestellt. Das ist natürlich dann übel. Man versucht mit Chemo den Metas im Körper Herr zu werden, und mit Bestrahlung (Kopf) die Hirntumore zu vernichten. Aber meistens breiten sie sich rasend schnell aus. Er hatte dann Tumorherde. Es wäre wirklich schön wenn es bei euch anderst wäre. Du hast doch bestimmt die Tumorbezeichnungen T 4 N 0 oder so etwas ähnliches. Davon kann man ziemlich ausgehen ob deine Mama schon Metastasen hat.
Ich drücke dir ganz fest die Daumen das es anderst ist.
Wenn ihr aber operiert werdet, sind die Chancen sehr groß diesen Sch.. Krebs im Zaum zu halten.
Schreibe mal wie es bei euch mit der Therapie aussieht.
Daumendrückend
grüsse - gabi

adda 31.01.2008 00:26

AW: Meinem Bruder geht es sehr schlecht
 
hallo gabi..


dachte du hast dir meine beitraege durchgelesen...???

wenn nicht tu es doch einfach mal...dann wird vielleicht so manches deutlich..


schoene gruesse adriana

gabiselbst 31.01.2008 11:53

AW: Meinem Bruder geht es sehr schlecht
 
liebe adda,
wir schreibenja über pn
muss mit ruhe deine Beiträge durchlese.
im moment bin ich echt gestresset
liebe grüsse
gabi

gwenda 01.02.2008 00:28

AW: Meinem Bruder geht es sehr schlecht
 
Hallo Angie,

die Anderen haben wohl Recht. Es hört sich nicht gut an.
Was ich bei solchen Kranheitsverläufen nie verstehen werde ist, dass den Angehörigen nicht klar und deutlich gesagt wird wie es steht. So sehen viele ANgehörigen nicht die Notwendigkeit sich (zumindest leise und für sich selbst) u verabschieden.

Liebe Angie tu es. Geh hin - halt seine Hand und "denke" einen Abschied. Du musst ihn ja nicht laut aussprechen.

Ich denke an Dich

Sigrid

albert7 05.02.2008 02:28

AW: Meinem Bruder geht es sehr schlecht
 
Hallo Leute,
es ist sehr spät und ich kann nicht schlafen. Mein Bruder wurde am Mittwoch wach gemacht, nachdem er einen Luftröhrenschnitt bekommen hat. Ich war jetzt jeden Tag mindestens 2 X am Tag bei ihm. Es war so toll in seine Augen zu sehen. Er hat mit uns gesprochen auch wenn wir nicht alles verstanden haben. Denn wir können alle nicht unbedingt gut LIPPENLESEN. Seine Werte wurden wieder etwas besser, was durch diese Thoraxdrainage kam, die Lunge hat sich etwas erholt, bis auf die Luft unter der Haut sah er blendend aus. Es war wunderbar und auch die Ärzte haben von da an nichts negatives mehr gesagt. Ehrlich gesagt habe ich auch erst einmal diese Tage genossen. Am Samstag waren wir morgens da und meine Schwägerin durfte ein Radio mitbringen, denn mein Brudi hat sich mit der Schwester geeinigt, dass er die Bundesliga-Spiele hören möchte. Soweit so schön.

Doch direkt morgens wollte ein Doc mit uns reden um uns mitzuteilen, das jetzt nun wieder eine Pneumo-Drainage gelegt werden musste, da wieder ein Lungenkollaps auf der anderen Lungenseite, der gesunden Lunge stattgefunden hat und dass es ihm jetzt wieder besser geht.

Wir waren also Samstag morgen bei ihm und er hat sich gefreut uns zu sehen, ich habe ihm gesagt, er braucht sich keine Sorgen zu machen und dass alles gut wird. Er war dann etwas müde und wir sind nach 2 Stunden nach hause gefahren.

Nachmittags zur eigentlichen Besuchszeit sind wir dann wieder ins KH gefahren, doch da lag mein Bruder schon wieder im künstlichen Koma.

Laut Arzt haben die Werte sich extrem verschlechtert und das 2. Loch durch die Drainage hat auch nichts gebessert.

Wir waren sehr traurig und die Ärzte teilten uns wieder mit, dass die Lunge zu schwach ist.
Nach einer schlaflosen Nacht sind wir Sonntag ab 9 bei ihm gewesen und die Werte sind dann wieder gesunken und die Schwester hat alles getan um die Werte wieder nach oben zu bringen, dies hat Sie auch geschafft. Meine Schwägerin und ich waren während dieser Zeit mit im Zimmer und haben nur noch geweint und bis jetzt kann ich das alles garnicht begreifen, es ist wie ein Film, ein sehr sehr schlechter. Dann sofort wieder Röntgen.

Später ein Gespräch mit einer anderen Ärztin: Es sieht sehr schlecht aus, die Lunge ist zu schwach und er wird 100 % beatmet und die Entzündungswerte steigen an. Es musse ein Wunder geschehen, damit er das überlebt.
Doch gestern abend stiegen die Werte wieder an und er atmet heute nun schon 30 % selbst. Ich weiß ganz genau, dass er kämpft und wer weiß, ich glaube an Wunder.

Melde mich wieder bei euch, ich hoffe Ihr blickt noch durch, habe euch versprochen mich zu melden, bin heute leider etwas durcheinander und wollte euch nur auf dem Laufenden halten.

Angie

Marita C. 05.02.2008 11:22

AW: Meinem Bruder geht es sehr schlecht
 
Liebe Angie,
dieses auf und ab ist sehr belastend.Lass dich in den Arm nehmen.:pftroest:

Liebe Grüße Marita

albert7 05.02.2008 12:46

AW: Meinem Bruder geht es sehr schlecht
 
Hallo Leute,

Liebe Marieta,

vielen Dank für Dein Mitgefühl.

der Oberazt der Intensivstation, ein super posivtiver Intensiv - Mediziner sagte uns gerade, dass seine Werte auf dem Weg nach oben sind. Und teilte uns auch mit, dass er immer noch Chancen hat und sagte auch, dass die Mediziner am Wochenende richtig gehandelt haben. Er sagte dass man meinen Bruder nicht so leicht klein kriegt und er schon fast alles hatte was schlimmes passieren kann und er kämpft. Er atmet schon 50 %, ich wusste, dass er noch nicht geht, er liebt uns alle genauso wie wir ihn lieben. Ich hoffe und bete und leider bin ich jetzt auf der Arbeit und nicht bei ihm, aber heute mittag bin ich da.

Muss arbeiten, bis später.

Eure Angie


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 17:43 Uhr.

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