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Überlebensdauer kleinzelliges Lungenkarzinom (SCLC) extentive desease
Hallo,
ich habe mich vor ein paar Wochen unter "User stellen sich vor" vorgestellt und möchte nun ein mir sehr wichtiges Thema eröffnen. Im Grunde genommen suche ich Menschen, denen es ähnlich ergeht wie meiner Mutter. Meinen Vater habe ich bereits vor 15 Jahren an den Lymphknotenkrebs verloren, bei meiner Mutter wurde im Juni 07 inoperables SCLC festgestellt. Die erste Chemo (Cisplatin, Etoposid) hat den Tumor unterhalb der Nachweisgrenze getrieben. <3 Monate kam der Rückfall bzw. Fernmetastasen zwischen Luft- & Speiseröhre und an der rechten Hauptschlagader (vena yugularis). Die nächste Chemo hat nicht gewirkt. Auch die nächste - Bendamustin hat kein Zurückdrängen erreichen können. Jetzt bekommt sie Topocetan in Kombination mit Bestrahlung - allerdings auch die aufgrund der vorher bestrahlten Lunge recht vorsichtig damit sich die Felder nciht überschneiden. Die prophylaktische Hirnbestrahlung ist ebenfalls schon durchgeführt worden. Immer wieder lese ich und informiere mich, bin sehr gut auf alles vorbereitet. Aber am allerliebsten würde ich hier jemanden treffen, der in der gleichen Situation ist wie meine Ma, der mir vieles erklären kann, mir ein bißchen den Blick ins Innerer gibt. Ich bin jeden Tag bei meiner Mutter und wir haben ein sehr offenes Verhältnis. Aber es gibt eben Dinge, vor der eine Mutter schonen möchte und ich wüsste so gerne, was sie wirklich beschäftigt. Auch die Angaben zur Lebensdauer schwanken so wahnsinnig. Wenn ich nach der Literatur gehe ist wohl zwischen 3 und 12 Monaten alles wahrscheinlich. Natürlich kann es schneller gehen oder länger dauern. Ich würde mich so gerne besser vorbereiten. Und ich wäre seelisch so gerne mittendrin um zu zeigen dass ich genau weiß, wass ihr Angst und Sorge macht. Bis auf die Fakten.... |
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Liebe Bibi,
herzlich willkommen im Forum, auch wenn der Anlass wie bei allen anderen kein schöner ist! Deine Mama macht im Moment sehr viel durch und indem Du an ihrer Seite stehst, machst Du schon das einzig Richtige! Es ist schön, dass sie offen zu Dir ist und auch normal wenn sie nicht über alles reden möchte, bzw. wenn sie nicht alles wissen möchte. Ich denke die Zeit die Ihr miteinander habt gilt es in jeder seiner Minuten zu genießen. Ich kann verstehen, dass Du wissen möchtest, wie es weiter geht oder was noch alles auf Euch zukommen wird. Aber das kann man nicht pauschalisieren, da zum Glück wirklich jeder Mensch anders ist. Wer sehr schön und offen über sich berichtet hat war unsere Ulla. Sie selbst hatte einen Kleinzeller und war hier unser Forumsengel, denn trotz ihrer eigenen Krankheit war sie ein so positiver Mensch und hat allen anderen auch noch Mut gemacht! Du findest Ihren Thread unter "Glück im Unglück" von Ulla Krefeld. Vielleicht findest Du hier für Dich schon die ein oder andere Antwort. Ich selbst bin Angehörige gewesen und mein Vater hatte den Kleinzeller. Er bekam wie Deine Mutter, auch Topotecan (Thread: Kleinzeller wieder aktiv - wer kennt Topotecan). Daher welche Fragen auch immer Du hast, Du wirst hier bestimmt immer jemanden finden, der Dir weiterhelfen kann. Ich wünsche Deiner Mama viel viel Glück, dass die jetzige Therapie anschlägt! Sonnige Grüsse Milki |
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Hallo Bibi,
schön, dass Du dieses Thema ansprichst, auch wenn ich Dich unter anderen Umständen lieber kennengelernt hätte.... Zumindest die Diagnose und bis jetzt auch die Behandlung ist bei unseren Müttern gleich. Die Diagnose Kleinzeller extensive desease (mit Lebermetas) kam bei meiner Ma erst diesen Februar. Seit dem Chemo mit Etoposid und Carboplatin. Siehe auch mein Thread "Ende mit Schrecken beim Kleinzeller". Dort wollte ich auch schonmal thematisieren, was uns als Angehörige erwartet bzw. in welchem Zeitraum. Grundsätzlich schone ich meine Mutter auch vor der Wahrheit und versuche nur das gute Verhältnis und die verbleibende Zeit zu nutzen. Weißt Du, wir alle kennen das doch jetzt: man freut sich über die Sonne, eine Blume oder ein Lächeln 1000x mal mehr als vor der Krankheit. Und ich denke unsere Lieben tun das noch viel mehr. Meiner Mama ist es wichtig mich auf einem guten Lebensweg zu sehen, mich in guten Händen zu wissen (ich werde nach ihrem Ende leider keine Familie mehr haben) und bis dahin einfach Freude an mir zu haben. Gib das Deiner Mama - Zeit und liebe kleine Überraschungen. Zeig ihr das alles ok sein wird, auch wenn sie weg ist - das beruhigt. :knuddel: Claudi |
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Hallo Milki,
ich habe bis jetzt gebraucht um mich durch "Dein Leben" zu kämpfen und habe nahezu Deinen kompletten Thread gelesen. Ich habe eine ähnliche Erfahrung schon mal gemacht, mein Vater hatte Lymphknotenkrebs und hat schlußendlich damals einer experimentellen Therapie zugestimmt. In meinen Augen allerdings ist er 1,5 Jahre lang gestorben. Ich war damals 15 und habe natürlich nicht alles verstanden - und vieles damals auch nicht erfahren. Tja, die erste Reaktion meiner Mutter auf ihre eigene Diagnose war: "Ich will noch nicht zu Deinem Papa"... Ganz furchtbar viel kann ich nachvollziehen von dem, was Du geschrieben hast, empfunden hast... Aufgrund meiner Erfahrung mit meinem Vater kenne ich auch das Gefühl noch nicht verstehen zu wollen - auch Jahre danach. Es gibt auch heute, fast 15 Jahre später immer noch das Gefühl, einfach noch nicht fertig zu sein, Rat zu brauchen, manches gerade rücken zu müssen. Und gerade jetzt würde ich mir so sehr wünschen er würde mir ein bisserl von der last abnehmen. Mein Bruder ist leider auch ganz früh gestorben, ich bin also das einzige kind. außer meiner Oma väterlicher seits und "abstrakten" verwandten gibt es für mich auch nur meine ma. fühle mich so unglaublich ähnlich mit deinem schicksal. danke für deine lieben worte... ich hoffe wirklich dir geht es wie mir und du hast manchmal das gefühl dass dein dad das ein oder andere in die hand nimmt um aus sicherer entfernung ein paar dinge für dich ein bißchen zu lenken... @didi-mei Danke auf für Deine lieben Worte, ich glaube, wenn man sich begegnen würde würde man feststellen wie ähnlich man sich fühlt. Ich lese auch Deinen Beitrag nocheinmal in Ruhe durch, im Moment hab ich mcih schon verstrickt ;-) Eigentlich kriege ich mein Geld ja für s Arbeiten... Und nicht fürs forum-aufpusten ;-)))) |
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Hallo Bibi,
auch bei meinem Mann wurde im Juni letzten Jahres ein inoperabler Kleinzeller extensive desease mit Metastasen in den Lungenlymphen. Nach einem Chemozyklus von 6x Carbonplatin und Eptoposit war der Tumor nicht mehr sichtbar - sprich verschwunden. Danach prophylaktische Kopfbestrahlung und nach 8 Wochen kam der Husten. Sprich - der Tumor ist gewachsen wie die Haare. Seit 28.12.07 bekommt er jetzt Corboplatin und Taxol. Nach dem 3. Mal war wieder alles verschwunden. Es hat also gut angeschlagen und am Donnerstag bekommt er die 6. Chemo aus diesem Zyklus. Danach fahren wir für 4 Wochen in die USA und rechnen damit, dass danach die Chemo wieder anfängt - der Tumor also wieder da ist. Was ich sagen will - der Kleinzeller kommt immer wieder. Solange der Patient die Chemo verträgt oder die Chemo anschlägt kann er überleben. Das habe ich auch von anderen Kleinzellern gelernt. Ich bete jeden Tag, dass die nächste Pause nicht nur 8 Wochen ist, sondern länger und dass mein Mann noch lange von Metastasen im Gehirn befreit bleibt. Ansonsten sitzen alle in einem Boot. Der Verlauf ist fast immer gleich. Leider auch bei Ulla. :augen: Liebe Grüße Sigrid |
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Liebe Milki,
ich bin gestern nur bis zur Seite 9 gekommen - im Thread von Ulla - und habe manches mehrfach lesen müssen. Vieles ist so unheimlich ähnlich, auch die Art und Weise von Ulla - ein bißchen Selbstironie, Sarkasmus und doch auch Optimismus ist meiner Mutter unheimlich ähnlich. Teilweise waren sogar die Sätze absolut identisch. Ich habe mir viele ihrer Texte ausgedruckt und meiner Mutter vorgelesen. Meine Ma hat geweint. Nein, sie weiß nicht, dass Ulla nicht mehr hier ist. Aber ich glaube, sie hatte das Gefühl, dass jemand geschrieben hat was sie fühlt - und wozu manchmal einfach die Worte fehlen. Meine Mutter war erstaunt wie vieles man doch gleich empfindet und fand es toll wie detailliert Ulla berichtet hat. Denn auch wenn man genauso empfindet, das ein oder andere erwähnt man nicht - oder vergisst es wieder zu geben. In jedem Fall hat Ulla uns geholfen, die klitze kleine Blokkade die da war, ist gestern geplatzt und es war zwar schwer, sie weinen zu sehen, aber für meine Mutter sehr heilsam, ein Kränchen hat sich geöffnet und den Druck zumindest ein bißchen weichen lassen. Sie hat sich verstanden gefühlt. Ich bin sehr dankbar für den Hinweis. Obwohl ich ganz ehrlich sagen muss: ich habe ein bißchen Angst bis zum Ende zu lesen. Denn es ist ja klar dass ich irgendwann auf einen Hinweis der Mitglieder stoßen werde warum Ulla nicht mehr antwortet. Jemand fremdes der nicht mehr lebt ist mir doch sehr ans Herz gewachsen. |
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Liebe Gwenda,
ich finde es toll, dass ihr in die USA reist. Darf Dein Mann denn fliegen? Meine Mutter darf leider nicht, aber glaube ich eher aufgrund einer Kaverne in der Lunge. Meine Mutter hat bisher einen ähnlichen Weg, Diagnose Juni 07, Chemo mit Etoposid, Platin... Komplette Remission im Oktober, angeblich auch noch im Dezember - aber da sind nur Halslymphe übersehen worden. Seit Januar wieder Chemo - mit sehr schlechtem Erfolg. Es ist jetzt der dritte Cocktail seit Januar (zur Zeit Topotecan, vorher Bendamustin und die Medikation davon habe ich nicht mehr im Kopf), der Tumor scheißt drauf. Immerhin, im Moment fühlt es sich so an, als sei der an der Hauptschlagader kleiner geworden. Sicher, es gibt keine guten Stellen für Metas, aber einer an der Hauptschlagader und einer zwischen Luft- und Speiseröhre ... Das ist schon gemein, alle wichtigen Lebensleitungen quasi. Ich hoffe genau wie Du, dass die Hirnmetas nicht kommen, meine Mutter hatte ja auch die prophylaktische Bestrahlung. Zurzeit werden auch die beiden Lymphen zusätzlich bestrahlt und ich hoffe sehr, dass wir die Schluckbeschwerden nicht im kritischen Ausmaß erleben müssen. Ich wünsche soviel gutes - und hoffe, es wird ein toller Aufenthalt für Euch. Ich beneide Euch um die Auszeit. |
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Liebe Bibi,
schön das der Thread von Ulla bei Deiner Mutter geholfen hat! Ich freue mich vor allem für Euch beide, dass nun endlich die Blockade weg ist! Glaub mir, wo immer Ulla jetzt auch sein mag, sie freut sich bestimmt, dass sie mit ihrem Thread auch jetzt noch helfen kann! Die Krankheit anzunehmen mit all ihren Tücken, sich zu öffen und auch zu weinen ist ein weiterer Schritt für einen erfolgreichen Kampf gegen dieses Schalentier, denn die Hoffnung meine liebe Bibi, die darf man nie aufgeben und das sollte Deine Ma auch nicht tun! Für Deine Ma und Dich ganz liebe Grüsse, Milki |
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Hallo Bibi,
vielleicht hilft es Deiner Mutter, wenn Du sie "einspannst". Mein Mann hat nie aufgehört zu arbeiten. Ich plane zu seinen Projekten aber immer einen 2. Mitarbeiter ein, damit er kurzfristig entscheiden kann, ob er will oder kann. Ist Deine Mutter berufstätig? Oder kann sie Dir helfen. Meiner rappelt sich immer ganz prima wieder auf. Liebe Grüße Sigrid |
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Hallo,
ich bin quasi beim "Googeln" über diesen Eintrag gestolpert, und habe mich gestern für dieses Forum angemeldet. Seit dem 12.03.08 (ironischerweise genau am 55. Geburtstag meiner Mutter), hat sie die Diagnose des kleinzelligen Bronchialkarzinoms erhalten. Der Krebs hat bereits innerhalb der Lunge, sowie in der Leber eine Metastase gebildet. Man hat ihr gesagt, dass die eingeleiteten Maßnahmen nur noch palliativ sind und der Krebs an sich inoperabel und unheilbar. Ich glaube ich habe im Internet nach der "Patentlösung" für diese Krankheit gesucht, nach "der Ausnahme" was die Prognosen bzgl. der Lebenserwartung anbelangt. Was ich gefunden habe sind Menschen, die ebenso verzweifelt sind wie ich und den Austausch miteinander suchen. Meine Mama hat jetzt eine 3-tägige Chemo erhalten und hat nun 18 Tage Pause, bevor die nächste Chemo erfolgt. Bislang geht es ihr, den Umständen entsprechend gut. Der anfängliche Schock, das Verlangen aus diesem nicht enden wollenden Albtraum einfach aufzuwachen ist mittlerweile dem "aus den Dingen das Beste machen" gewichen. Vielleicht kann ich hier, gemeinsam mit Euch, ein Stück weit Trost finden und Höhen und Tiefen des Alltags Revue passieren lassen. Ich finde die Haltung der Betroffenen oftmals so unglaublich tapfer und meine Mutter, die bis vor einigen Wochen halt noch voll im Berufsleben stand, ebenfalls. Wär hätte da auch gedacht, dass aus einer Bronchitis auf einmal ein Bronchialkarzinom wird. Wißt ihr, ein Gedanke raubt mir fast den Verstand. Ich habe 3 Kinder - mein Sohn ist 10 Jahre, meine Tochter 2 1/2 und das Baby 8 Monate. Der Gedanke, dass die beiden Kleinen vielleicht gar keine Erinnerung an die Oma haben könnten ist kaum zu ertragen. Nun warte ich, wie jeden Morgen, dass meine Mutter anruft. Zu hören, dass es ihr recht gut geht gibt einem wieder Kraft für den Tag und die Hoffnung dass es noch lange so weiter geht. Liebe Grüsse Annika |
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Hallo Annika,
erstmal ein "herzliches Willkommen"! Ich glaube das Thema dass ich damals dem Thread bei Eröffnung gegeben habe war auch nicht so wirklich geschickt gewählt, leider weiß ich aber nicht, wie man die Überschrift nachträglich ändert. Deine Sorge um die Erinnerung Deiner Kinder an Deine Ma kann ich gut nachvollziehen. Ähnliches geht mir auch durch den Kopf, wobei ich meinen Freund neulich ziemlich böse angefahren habe - eigentlich war es mehr ein Erklärungsversuch weil er nicht mit zu meiner Mutter wollte - und gesagt habe, ich kann meine Familie demnächst dann komplett auf Video vorstellen... Aber ich glaube zum Einen, dass Du viel von Deiner Ma in Dir trägst dass Du weitergeben kannst - und zum anderen beneide ich Dich um die Tatsache dass Deine Mutter die Geburt aller Kinder miterleben durfte. Bei meiner Ma ist es leider nicht so, sie ist immer noch "Enkelkinder-los". Irgendwie hat man auch mit dreißig ncoh das Gefühl dass man die Mutter braucht... Früher habe ich immer gesagt ohne meine Mutter bekommen mich keine 10 Pferde in den Kreissaal.... Du sagst, Du bist beim "googeln" hierüber gestolpert. Du wirst hier viele finden die ähnliche Sorgen haben wie Du - oder Dir den ein oder anderen Tipp geben können. Manchmal kann man bestimmt auch eine beängstigende Situation etwas besser beherrschen weil es fast immer jemanden gibt, der sie hier schon erlebt hat... Und offene Ohren gibt es hier Gott sei Dank ganz ganz ganz viele.... |
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Hallo Ihr Lieben,
ich möchte Euch eine etwas provokative Auskunft zu der Frage "Überlebensdauer Kleinzelliges BC e d geben: bei mir wurde die Diagnose Kleinzeller ed in Februar 2007 erstmalig gestellt. Also vergeßt bitte alle Prognosen und Statistiken. Ich lebe sämtlichen Unkenrufen zum Trotz immer noch, hatte bei der Erstdiagnose Metastasen in Leber und anderer Lungenhälfte. Und es ist eindeutig ein Kleinzeller, das wurde bei einer erneuten Biopsie nach 8 Monaten von einem zweiten Pathologen bestätigt. Das Problem scheint mir zu sein, dass es zum Kleinzeller im Grunde genommen keine sinnvolle medizinische Forschung gibt und die Doktors mehr oder weniger hilflos nach Standartleitlinien rumdoktoren, die in manchen Fällen möglicherweise hilfreich, in anderen aber kontraproduktiv sind, Hauptsache, es wird was angeboten. Ich weiß, dass meine Zukunft äußerst begrenzt ist und habe die Hoffnung, dass für die Restdauer eine gewisse Lebensqualität erhalten bleibt. Dafür nehme ich alle geeigneten Supportivmaßnahmen in Anspruch und diese Einstellung hat mir bisher ganz gut getan, besser jedenfalls als eine irrationale Hoffnung auf "Heilung" . Ich habe übrigens den Thread von Ulla Krefeld, der hier angesprochen wurde,von Anfang an mit Bewunderung und Respekt mitgelesen. Sie war eine sehr mutige und tapfere Frau, nach meiner Einschätzung eine überzeugte Christin, für die das Sterben möglicherweise durch die Vorstellung eines Lebens nach dem Tode tröstlich erleichtert wurde. Ob man , wenn aus den Beiträgen vorgelesen wird, das Ende tätsächlich verschweigen darf? Ich wünsche euch viel Kraft für das, was allen bevorsteht. Liebe Grüsse AK |
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Hallo Anna-Karin,
danke für Deine offene Art, ich schätze das sehr. Ich glaube nur, Du hast vielleicht 1-2 Dinge anders verstanden als ich sie gemeint habe. Wenn Du selbst krank bist wirst Du sicher auch eine etwas andere Sichtweise haben. 1. Ich habe meiner Mutter ein paar Seiten vorgelesen. Sie waren dazu gedacht die Blockade zu lösen damit wir wieder offen - auch über Ängste - sprechen können - und es hat funktioniert. Wir haben noch nicht bis zum Ende gelesen und ich glaube auch nicht, dass meine Aussage: Dies hier ist von Ulla, ich kenne sie leider nicht, bewundere aber ihre Art und Weise. Sie ist Dir sehr ähnlich - und tot. irgendetwas besser gemacht hätte. Wir haben ja auch am Anfang angefangen. 2. Dass ein Ende kommt ist definitiv. Dass dem nciht auf Dauer auszuweichen ist auch. Wann es uns ereilt und wie ist allerdings völlig offen. Meine Mutter und ich sprechen gemeinsam über Ängste, auch im Rahmen einer Patientenverfügung und und und. Als Angehöriger lässt mich diese Sorge aber nicht los. Ich weiß nicht, ob Du es gelesen hast, aber mein Vater ist leider auch schon an Krebs gestorben. Jetzt, wo meine Mutter erkrankt ist möchte ich sie bestmöglich unterstützen. Das kann ich nur, wenn ich über alles Bescheid weiß, mich vorher damit auseinander setze. Dadurch kann ich besonnen reagieren, mit bestimmten Verhalten besser umgehen und stehe den Situationen nicht machtlos gegenüber. |
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Hallo AK
Meine Einstellung ist Deiner sehr Ähnlich. Welche Supportivmaßnahmen nimmst Du in Anspruch? Liebe Grüße Wolfgang |
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Hallo Oli, hallo nochmal Anna,
ich möchte nur klarstellen, dass ich meine Mutter noch lange nicht aufgegeben habe. Solange sie kämpft helfe ich ihr wo ich kann. Mein eigentliches Ansinnen dieses Forums war ja auch der offene Austausch mit betroffenen - in der Hoffnung, dass ich besser verstehen kann, was beschäftigt. So, und nun zum eigentlichen. Was sind den Supportivmaßnahmen? Mit allem Schulmedizinischen habe ich mich bestmöglich auseinander gesetzt, aber ich glaube, dies ist mir noch nicht begegnet. Dass ich Ulla nicht kennenlernen durfte finde ich sehr schade, die Beiträge schienen mir als hätte sie das Herz auf der Zunge getragen. |
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Hallo Bibi,
bei der vielen Hilfe für Deine Mutter musst Du, wie auch alle anderen Angehörigen hier, auch an Dich denken und Dich nicht aufreiben. Gönne Dir auch was und vergesse das Leben nicht. Liebe Grüße Wolfgang |
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Lieber Olli,
danke für Deine lieben Worte. Ich habe nur immer Angst, genau dann nicht da zu sein wenn sie mich braucht. Das ist alles. Ich geb mir Mühe. Auch anderes zu sehen, ihr neues erzählen zu können. Aber es ist und bleibt ein Kopf Kino. Ich hoffe, Du hast liebe Menschen an Deiner Seite. |
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hallo Bibi,
hab mal gegooglet (schönes neudeutsches Wort), weil ich es auch nicht kannte. Vielleicht hilfts weiter? >>Unterstützende Therapie - Supportivtherapie Der Begriff "Unterstützende Therapie" (Supportivtherapie) umschreibt zum einen begleitende Maßnahmen zur Vorbeugung und Behandlung von therapiebedingten Nebenwirkungen einer Krebsbehandlung. Zum anderen fasst man unter diesen Begriff auch die Therapie tumorbedingter Beschwerden, wie die Linderung von Schmerzen oder stärkende Maßnahmen durch Gabe von Blutprodukten. << Wünsch dir eine gute Nacht und einen guten letzten Wochentag! :winke: Blümchen |
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Liebe Bibi,
ich bin hier ja einfach so reingeplatzt. Zunächst muß ich klarstellen, dass ich es wirklich toll finde, auf welche Weise Du für Deine Mutter da bist. Dein Hinweis im Literaturthreat ist z.B. ganz wichtig. Ich hatte das Handbuch an anderer Stelle einmal angesprochen, es enthält zum Kleinzeller m.E. wirklich alle auch aktuell noch wichtigen Informationen und hat mir oft bei der Entscheidungsfindung geholfen. Wobei wir alle damit leben müssen,mit Fragen konfrontiert zu werden, auf die man sich einfach nicht vorbereiten kann. Ich sehe auch, dass du akzeptiert hast, dass Betroffene und Angehörige, um eine Unterscheidung werden wir nicht herumkommen, notwendigerweise unterschiedliche Sichtweisen haben. Für jeden geht es letztendlich auch um das eigene Leben oder eigene Vorstellungen davon. Deshalb ist auch eine Patientenverfügung sowohl für Dich als auch für Deine Mutter ganz wichtig und entlastend. Hütet Euch bitte da nur vor den im Internet herunterladbaren Ankreuzversionen. Unbedingt erforderlich ist eine individuell formulierte, die konkrete Krankheit und die im Verlauf vorhersehbaren Konstellationen berücksichtigende Version, für die man natürlich diese auch kennen müßte. Sicher hilfreich ist hier eine ärztliche Beratung, die eventuell auch verhindert, dass Deine Mutter sich von Deinen vermeindlichen Wünschen beeinflussen läßt. Glaube mir, ich weiß wovon ich hier rede und was Dir als einziger Angehöriger möglicherweise bevorsteht, weil ich jahrelang die alleinige Verantwortung, am Schluss bis zur Therapieeinstellung bei gerichtlicher Betreuung für meine altersverwirrte Mutter hatte. Ich habe zwei fast erwachsene Kinder, die noch in unserem Haushalt leben, was ich im Moment wirklich genieße. Ich bespreche mit meinen Kindern vieles, aber bei weitem nicht alles. Hier wurde schon einmal angesprochen, was auch für mich insoweit das Wichtigste ist: zu sehen, das die beiden lebenstüchtig sind und trotz der Belastung ihr eigenes Leben leben und genießen. Mir ging es vor Ostern nicht gut, mein Sohn wollte deshalb wohl einmal seine geplante USA-Reise streichen,wovon ich ihn letztendlich abhalten konnte mit dem Hinweis, dass ich dann ein schlechtes Gewissen hätte, die Zeit zu überleben. Und das war gut so, die Reise war toll und mir geht es auch wieder wesentlich besser. Lieber Wolfgang, liebe Bibi, damit zu Eurer Frage nach Supportivmaßnahmen. Die sind natürlich bei jedem unterschiedlich. Ich hatte z.B. -von mir nicht bemerkt- eine Lungenembolie (Zufallsbefund CT)und eine Beinvenenthrombose und spritze deshalb jetzt Blutverdünner. Außerdem nehme ich wg. Luftnot Morphin -moderat dosiert und gegen den Reizhusten, nachdem ich wohl bei Hustenbattacken Rippenbrüche hatte, höher dosiert Codein, seitdem spucke ich auch kein Blut mehr ... und außerdem dies und jenes bei Bedarf. An Alle liebe Grüsse AK |
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Liebe Anna-Karin,
wahnsinn. Seit Deinem unerwarteten "provokanten" Einmarsch habe ich sehr sehr viel nachgedacht. Im Grunde habe ich (...Strohalmsuche...) genau nach jemandem wie Dir gesucht. Jemandem, der eine mind. identische Ausgangssituation meiner Mutter hat und mir sagt: Siehste; 1. kommt es anders... und 2. als man denkt. Getreu dem Motto glaube keiner Statistik... Ich hoffe, Dir geht es gut. Gut ist selbstverständlich relativ, ich hoffe, Du kannst genießen und vor allem hoffe ich, dass Du mit Deiner Krankheit gut leben kannst. Ich meine damit natürlich dass ich hoffe, dass für Dich die Waage aus "Wirkung und Nebenwirkungen" mit der "Freude am Leben haben" Seite im Gleichgewicht steht. Sehr schön zu hören dass Deine Kinder sich um Dich kümmern. Was das eigene Leben angeht - das ist schon ein sehr schwieriger Prozess. Ich hatte ja geschrieben dass ich gerade erst dabei bin zu versuchen, ein gesundes Verhältnis herzustellen. Inzwischen weiß ich aber, dass es für meine Mutter sehr wichtig ist, zu sehen dass ich auch an meinem eigenen Leben weiterarbeite und meine Beziehung nicht gefährde. Die Lymphen meiner Mutter am Hals (vena yugularis und zw. Luft- und Speiseröhre) werden zur Zeit bestrahlt. Hat jemand hier schon Erfahrung? Meine Mutter hatte von jemanden gehört, der darauf hin keine normale Nahrung mehr zu sich nehmen konnte. Bisher scheinen mir aber die Nebenwirkungen noch sehr moderat (leichter Reizhusten und Schluckbeschwerden). Von meinem Vater habe ich allerdings noch sehr gut im Kopf wie es war als sich die Schleimhäute ablösten (wobei die Behandlung - Technik sei Dank - doch wohl hoffentlich in den letzten 15 Jahren weiterentwickelt wurde....). Was Morphin angeht - meine Mutter wehrt sich (im Moment) noch sehr standhaft gegen Mittel wie Morphin, generell versucht sie immer Schmerzmittel zu vermeiden. Aufgrund des fehlenden Hinweises auf Verstopfungsgefahr stand sie neulich kurz vor dem Darmverschluss und ist seither leider der Meinung, dass dies nur an den Schmerzmitteln gelegen hat. Die Kombination ihrer damaligen Medikation und den Fehler, nicht prophylaktisch Abführmittel genommen zu haben (Hatte der Arzt leider nicht gesagt) und die Tatsache, dass sie zu der Zeit auch viel zu wenig Flüssigkeit zu sich genommen hat, rücken für sie in den Hintergrund. Sie war der Meinung, das gehört sicher so und hat 1,5 Wochen abgewartet. Naja, dann kam der Notarzt. Aber ich denke in der Notwendigkeit wird sie anders denken. Codein nimmt sie sofern nötig, ansonsten kommt sie (Gott sei Dank) zumindest außerhalb des Krankenhauses und nach der ersten akuten Phase im Juni mit Tramal (und noch ein anderes dessen Name mir ums Verecken gerade nicht einfällt) etc. hin. Was die Patientenverfügung angeht - die Einsicht hatte ich auch. Meine Mutter hat mich bei sehr vielen Punkten gefragt was wohl die Konsequenz wäre. Das wurde mir zu heikel, einfach auch weil ich 1. kein Mediziner bin und es mir 2. (das wäre eigentlich 1. ;-) sehr wichtig war dass sie ihren eigenen Willen formuliert - und eben nicht meinen. Deswegen habe ich dann einen Termin zu dritt mit Ihrem Chirurgen vereinbart dem sie sehr vertraut. Er hat uns vor allem auch darauf hingewiesen mit welchen Situationen wir rechnen müssen. Ein furchtbares Gespräch jedenfalls für mcih. Fühlte sich sehr kalt an mit dem Leid meiner Mom so zu kalkulieren. Allerdings war ich auch egoistisch genug (sie hat sie immernoch nicht abgegeben) ihr zu sagen, dass ich diese Patientenverfügung als wichtig empfinde - eben weil ich nicht genau wissen kann, was für sie als lebenswert gilt. Damit überlässt sie mir sooo viel Verantwortung. Aber immerhin. Wir haben jeden Punkt besprochen und auch wenn wir damit noch nicht durch sind weiß ich 100% mehr als vorher. Wirklich - noch einmal ein herzliches Dankeschön an Dich. Im Moment bin ich ziemlich nervös. Der Tumor kam nach Vollremission <3 Monaten mit Fernmetastasen zurück. Die Metas haben auf die ersten drei Therapieansätze nicht reagiert. Jetzt mit Topotecan in Kombi mit Bestrahlung weichen sie langsam zurück. Aber wirklich langsam. Sollten wir nicht mehr hören - ich wünsche Dir ein schönes WE, zuhause habe ich leider keinen Internet Zugang. |
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Liebe Blume,
danke für Deine Mühe. Ich dachte mir schon fast dass es unterstützende Maßnahmen sind, war aber nicht sicher, in welcher Weise. Ich hatte vermutet, dass es sich hier um Alternativmedizin handelt. Ich wünsche auch Dir ein schönes Wochenende - hoffentlich mit der Gelegenheit ein bißchen aufzutanken ... |
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Liebe Bianca-Alexandra, ich bin ganz neu in diesem Forum (seit heute) und bin als erstes gleich auf deinen eintrag gestossen, de rich deshalb so berührt hat, weil auc ich erst vor ein paar Wochen erfahren habe, dass meine Mutter ein LungenCA entwickelt hat, wobei noch eine Lebermetastase entdeckt wurde. Gerade in diesen Minuten erhält sie erste Chemotherapie mit Gemcitabine. Ich denke ich, deine Situation sehr gut nachfühlen. Mein Vater starb vor 17 Jahren, er hatte ebenfalls Lungenkrebs, meine ältere Schwester überlebt seit neun Jahren ein Ovarialkarzinom, ich selbst bin vor 6 1/2 Jahren durch einen Zufallsbefund (Darmkrebs) gerettet worden und letztes Jahr wurden bei meinem 14jährigen Sohn vier Knochentumore diagnostiziert, die gottlob allesamt gutartig waren. Ich fühle mich seit der Erkrankung meiner Mutter wie auf einer Zeitbombe. Aber nun zu deinem Anliegen: ich bin selbst Psychologin und Psychotherapeutin. Einer meiner Schwerpunkte ist Psychoonkologie un ddie Arbeit mit Krebspatienten. Jetzt versagt alle Professionalität und ich bin wie jeder von uns auf mich geschmissen und muss eine Strategie für mich und den Umgang mit meiner Mutter entwickeln. Trauer, Angst und Wut sind bei mir derzeit im Vordergrund. Imme riwede rfühle ich mich wie ein kleines Mädchen, das Panik hat, seine Mama zu verlieren und das Leben alleine nicht bewältigen zu können. Meine Mutter hat große Angst un dist dabei sehr tapfer. Im Moment finde ich es wichtig, dass wir unsere Gefühle nicht verstecken, natürlich halte ich mich mit den menen noch zurück, aber ich weiß, dass es bald unumgäglich sein wird, ihr zu sagen, wie sehr ich sie vemrissen werde . Ich ermuntere sie, ihre Ängste zu formulieren, schaue, wleche real sind und welche irreal, wie ich ihr helfen kann,die irrealen von den realen zu unterscheiden. Ich versuche möglichst nicht zu bagatellisieren, i.S. von "alles wird gut", sondern zu schauen was gut werden kannun dwas eben icht. Amwichtigsten ist, bei ihr zu sien, ihr meine Liebe zu zeigen,sie diese spüren zu lassen und mich für ihre Liebe zu öffnen und sie so lange es noch möglich ist zu geniessen - und jetzt muss ich schon wieder weinen, weil ich mir ienfach nicht vorstellen kann, dass sienichtmehr da ist. Liebe Bianca, das Loslassen ist ein langer, schmerzlicher Prozess und jeder hat sein eigenes Tempo und seine eigene Art, es gibt keine Patentrezepte. Bleib bei dir und deiner Liebe. Ich wünsche dir und mir viel Kraft und Licht an diesem schönen Frühlingstag (zumindest hier bei uns in Regensburg).
Herzlichste Grüße Susanne |
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Liebe SusanneSch,
ich hatte mir eigentlich für heute "Forum-Abstinenz" verordnet, damit mein Chef auch mal wieder Leistung in meiner Arbeit feststellen kann, aber als ich per eMail Deinen Beitrag erhielt konnte ich dann doch nicht anders als zumindest diese eine Antwort zu verfassen. Was Du schreibst ist ein hartes Los, unglaublich viel Krebs-Schicksale für eine Familie. Kaum zu glauben, dass angeblich nur so wenige Krebsarten erblich bedingt sein sollen? Ich denke es ist eben doch so, dass die Veranlagung den Ausschlag gibt. Aber wieder einmal sehe ich, es ist vermessen zu denken das eigene Schicksal wäre das Schlimmste auf Gottes weiter Flur, denn was Du schreibst... ich könnte mir nicht vorstellen damit umgehen zu müssen, vor allem nicht wenn sich der Kreis bis zum eigenen Kind schließt. Was Deine Anregung angeht mit meiner Mutter offen zu sprechen - das tun wir absolut. Ich habe ihr auch schon gesagt, dass ich mich einfach noch nicht fertig fühle, dass sie da schon hier und da noch ein Schräubchen nachziehen muss und weiter auf mich aufpassen muss ;-))) Wir haben am Anfang auch den Schritt zum Psycho Onkologen gemacht - allerdings haben wir festgestellt, dass wir derart offen miteinander umgehen, dass uns von außen scheinbar nicht wirklich geholfen werden kann. Der Fehler den wir wohl allerdings beide machen ist uns gegenseitig schonen zu wollen. Meine Mutter denkt ich verbringe zu viel Zeit mit ihr - sorgt sich deshalb um mein Leben und meine Beziehung. Aber die gute Frau hat mir dann bestätigt: Wenn Ihre Tochter das so empfindet, dann braucht sie es auf diese Weise - und wenn es Ihnen gut tut - dann genießen Sie es doch :) Wir scheinen nicht so ganz falsch damit umzugehen. Meine Mum hat noch ein zwei Dinge, die sie sicher beschäftigen - und die ich auch im Groben weiß. Aber die möchte sie jetzt auch nicht mehr auspacken, sich dem Gefühlschaos nicht stellen. Und das finde ich vollkommen in Ordnung. Bist Du vielleicht auch aufgrund Deiner Familie in der Psychologie aktiv? Aber siehst Du - ich glaube, ich habe dann heute zum ersten Mal eine Psychologin getroffen, von der ich nicht sofort als erstes denke, dass sie meine Situation ohnehin nicht nachvollziehen kann... "...walk à mile in my shoes...." Es ist wirklich furchtbar und ich finde am allerschlimmsten, dass man genau weiß dass es kürzer als normal sein wird. Die gemeinsame Zeit die verbleibt. Es wirkt auf einmal alles begrenzt und jede Minute, in der man abgelehnt hat, keine Zeit hatte, oder haben wollte - kann im Nachhinein verschwendet wirken... Aber auf der anderen Seite ist es auch die seltsame Chance, Dinge gerade zu rücken, sich gegenseitig zu zeigen, dass Blut eben doch dicker ist als Wasser, dass man sich so gut kennt, dass eine Augenbewegung manchesmal wirklich ausreicht um ein Bedürfnis zu formulieren. Ich bin froh um diese Zeit. Wir haben die Chance genutzt, soviel miteinander zu reden, dass es zu keiner Zeit die Situation hätte geben können zu denken: Das hätte ich ihr noch so gerne gesagt. Was ich damit sagen will. Es ist eine Zeit der Verlustangst, der Panik, ein bißchen was von Egoismus - man wird ja doch im Stich gelassen. Aber auch eine Chance, die viele nicht haben, die überraschend ein Familienmitglied gehen lassen müssen. Und das weiß ich an dieser furchtbaren Situation sehr zu schätzen. Wir hatten vor der Diagnose (im Mai 2007) einen furchtbaren Streit. Das hätte ich mir niemals verzeihen können. Im übrigen: Anna-Karin hat auch hier im Forum geschrieben. Wenn Du möchtest, lies Dir ihre Beiträge durch. Sie hatte schon im Feb 2007 die Diagnose kleinzelliger Lungenkrebs (ich weiß gar nicht mehr - ist er bei Deiner Mutter kleinzellig?) mit Lebermetastasen - und schreibt herzerfrischend sarkastisch dass Sie allen Unkenrufen zum Trotz immer noch durch die Gegend tiegert.... :pftroest: Ich wünsche uns im Moment keine Kraft, denn ich glaube, die haben alle, die soweit gehen, sich der Situation zu stellen. Ich wünsche uns vielmehr einen Frieden mit der Situation. Das man sie annimmt - und, so abgeschmackt das auch klingen mag, das Beste daraus macht. ... und niemals versäumt, beim Tschüss sagen nochmal einen Knutscher zu platzieren .... - und sich vor allem auch mal erlaubt, einfach kraftlos zu sein. Ich glaube, dass dürfen wir uns nämlich genauso wie den Betroffenen manchmal auch zugestehen... Ich wünsche Dir dennoch ein mgl. angenehmes Wochenende und hoffe, Du hast ein familiäres Umfeld in dem Du Dir alles von der Seele reden kannst. Würde eigentlich eine Psychologin jemals psychologische Unterstützung suchen ? hmmm sorry, die Frage drängte sich mir gerade auf :) |
AW: Überlebensdauer kleinzelliges Lungenkarzinom (SCLC) extentive desease
Liebe Bianca-Alexandra,
vielen Dank für deine liebe ausführliche mail. Ich hatte die anderen Beiträge zu den deinen noch nicht gelesen, als ich die mail an dich schrieb, die mir jetzt ziemlich platt vorkommt, da du ja eh unglaublich gut bei dir bist. Natürlich suchen auch PsychologInnen psychologische Hilfe, zumindest ich auf jeden Fall und ich erwarte das auch von seriösen und ernst zunehmenden KollegInnen. Und ich bin froh, dass ich immer wieder die passenden TherapeutInnen finde und letztlich immer klarer werde,nicht projezieren und agieren muss. Ja, die Sache mit meinem Sohn war heftig und ich bin so dankbar, dass er heil und gesund ist und auch ich noch da sein kann/darf, um ihn zu begleiten. Alles Liebe für dich Susanne |
AW: Überlebensdauer kleinzelliges Lungenkarzinom (SCLC) extentive desease
Liebe Susanne,
was für ein Unsinn. Deine Nachricht war in keinem Fall in irgendeiner Weise platt. Das ist doch der Inhalt dieser Website - sich gegenseitig ein bißchen zu helfen. Da nimmt sich dann jeder sein Quentchen dass er gerade gebrauchen kann. Ich persönlich bin froh, wieder jemanden kennenzulernen, der weiß was Leben-lieben-leiden heißt. Das mit dem ausführlichen Schreiben - nimm mir bitte nicht persönlich. Irgendwie werden die Texte bei mir immer lang ;-) |
Erste Hilfe Bei Bestrahlungsverbrennung Hals ???
Erste Hilfe bei Bestrahlungsverbrennung Halslymphe?
Sorry dass ich hierfür gleich einen Thread eröffne - aber ich möchte meiner Mom gerne schnell helfen... Die Bestrahlung der Halslymphen ist Donnerstag abgeschlossen worden, die Bestrahlungsfelder wurden vorletzte Woche umgestellt. Seit ein paar Tagen sieht sie nun aus wie ein Grillhähnchen, die Haut hinten an der Schulter ist nicht nur krebsrot sondern auch braun verbrannt. Von dem seitlichen Hals und vorne sieht man die ursprüngliche Farbe auch nicht mehr, knallrot. Scheint mir alles in allem auch etwas geschwollen. Außerdem leiden seit zwei Tagen die Stimmbänder etwas. Nicht sehr, aber es klingt manchmal etwas krächzelig. Könnt ihr mir sagen, was hier schnell Abhilfe bringt??? Bepanthen Lotion und Öl scheint nicht der Bringer zu sein. Liege ich richtig, dass sie Säfte mit Fruchtsäure besser weg lässt ??? |
AW: Erste Hilfe Bei Bestrahlungsverbrennung Hals ???
Liebe Bibi,
Wie scheußlich ist das denn? Von innen hilft Salbei - ganz viel Tee trinken. Bonbons sind auch gut. Was außen hilft, weiß ich leider nicht. Bei mir hat damals Bepanthen gereicht, aber ich habe auch ziemliche Elefantenhaut. Andere wissen bestimmt Rat. Vielleicht wäre es aber am besten, in der Klinik nachzufragen. LG Bettina |
AW: Erste Hilfe Bei Bestrahlungsverbrennung Hals ???
Hallo ihr Lieben,
danke für Eure schnellen Antworten (klicke dauernd auf "Aktualisieren") :D, das Puder wurde meiner Mutter nur während der Bestrahlung empfohlen, aber die Haut war ohnehin trocken wie Pergament und schuppt stark. Uns wurde gesagt, das Puder soll nur der Entzündung durch Feuchtigkeit vorbeugen? Hmmm. Sie hat auch eine Salbe für bestrahlte Haut, aber irgendwie scheint im Moment nichts zu packen. Aber die Quarkauflagen kann ich mir vorstellen. Zumindest um die Haut ein bißchen zu kühlen. |
AW: Erste Hilfe Bei Bestrahlungsverbrennung Hals ???
Hallo Bibi,
ich habe durch die Bestrahlungen auch starke Hautveränderungen bekommen. Mein Strahlendoc hat mir Cortisonsalbe verschrieben, die mußte ich über Wochen nehmen. Es ist inzwischen abgeklungen, aber die Haut ist noch immer sehr trocken deswegen benutze ich handelsübliche Hautpflegemittel für sehr trockene Haut und das hilft mir sehr gut. Alles liebe für deine Mom. Liebe Grüße Dagmar :) |
AW: Erste Hilfe Bei Bestrahlungsverbrennung Hals ???
Hallo Liebe Bibi,
meine Mama hatte sehr starke Verbrennungen am Hals und super haben die kühlen durchsichtigen Gelpflaster geholfen. Erst mit Bepanthen leicht eingerieben und dann die Pflaster. Denn Tip gab uns der Doc und es half innerhalb einer Woche. LG Tanja |
AW: Erste Hilfe Bei Bestrahlungsverbrennung Hals ???
Hallo Bibi,
bei mir haben innerlich auch Salbeibonbons ohne Vitamin C und Kamillentee geholfen. Obst ging gar nicht und alles wo Vitamin C dran war hat auch extrem gebrannt. Äußerlich hatte ich mit Bepanten Salbe gute Erfolge. Meine Haut war auch von braun bis krebsrot in allen Schattierungen und gerade am Hals auch sehr geschwollen und dort hat sich die Haut auch ziemlich gepellt. Liebe Grüße Ute:winke: |
AW: Erste Hilfe Bei Bestrahlungsverbrennung Hals ???
Hallo Bibi,
mein Mann hatte ein Tonsillenkarzinom(Mandelkrebs) und den ganzen Hals bestrahlt. unser Schmerztherapeuth hat uns empfohlen Umschläge mit schwarzem oder grünem abgekochtem Tee und Aschebasissalbe. Dies haben wir ganz zum Schluss verwendet als es sehr schlimm war. Hatten vorher auch Bepanthen ect. half nur am Anfang. Tee evtl abkühlen lassen oder lauwarm (wie man möchte) mit sterilen Kompressen nur auflegen (in ganz kurzer Zeit waren die Wunden zu) und dann die Salbe. Hab alles in der Apotheke gekauft. Natürlich vorher mit einem Arzt sprechen. Für innen Salbeitee,Mundspülungen gegen Pilz und Spülungen gegen offene Stellen hat unser HNO selbst gemixt. Sobald etwas zu stark brennt, was anderes besorgen. Wir haben vieles ausprobiert. Ich wünsche deiner Ma alles Gute und schnelle Heilung. Gruss Petra |
AW: Erste Hilfe Bei Bestrahlungsverbrennung Hals ???
Hallo ihr Lieben,
vielen vielen Dank für Eure Bemühungen. Nur meine Mom... naja, sie bleibt eben doch lieber bei Bewährtem dass sie kennt. ... :o Aber ihr habt mir tolle Tipps gegeben - und ich habe ihr auch viele wiedergegeben. Leider nur in aller Kürze diese Meldung - auf der Arbeit ist es im Moment ziemlich stressig.... LG |
Lebenslauf kleinzelliger Lungenkrebs SCLC
Hallo,
mir ist aufgefallen, dass fast alle Angehörigen und Betroffenen mit den ersten, gleichen Ängsten in dieses Forum stürmen. In erster Linie sind es glaube ich die unbekannten Dinge, die es einem kalt den Rücken herunter jagen lassen. Deshalb habe ich mir vorgenommen, hier in diesem Thread hereinzuschreiben, wie sich der Verlauf meiner Mutter ergeben hat. Angefangen bei der Symptomatik über die verschiedenen Diagnoseverfahren, die Behandlung, die Prophylaxe, die Symptombekämpfungen der Nebenwirkungen und das Auftauchen der Metastasen. Als Neuankömmling war ich auf der Suche nach solchen Erfahrungsberichten und habe sie mir aus verschiedenen Threads herausgesucht. Vielleicht kann dies dem ein oder anderen helfen, die Situation besser einzuschätzen und verschiedenes als "normales Prozedere" zu akzeptieren. Bitte aber immer bedenken, bei jedem läuft es eben doch ein bißchen anders. |
AW: Lebenslauf kleinzelliger Lungenkrebs SCLC
Die Symptome:
Meine Mutter litt unter Kurzatmigkeit und starken Husten. Sie ging zu mehreren Ärzten, unter anderem erhielt sie die Diagnose dass sie unter Allergien leidet, es wurden zuhause Schimmelpilze vermutet die sich allerdings nicht nachweisen ließen. Meine Mutter wurde geröngt, der Befund war unauffällig. Meine Mutter wies die behandelnden Ärzte darauf hin, dass sie seit 35 Jahren raucht - auch dies führte nicht zu weiteren Untersuchungen. Meiner Mutter ging es immer schlechter und ein junger Lungenfacharzt kam nun endlich auf die Idee und bestand auf eine CT Aufnahme. Das war im Juni 2007, zu diesem Zeitpunkt war sie 48 Jahre jung und fiel somit deutlich aus dem Raster. |
AW: Lebenslauf kleinzelliger Lungenkrebs SCLC
Die Diagnostik:
Röntgen Aufnahmen: Allesamt ohne Befund, es konnte keine Veränderung an der Lunge festgestellt werden, man vermutete weiterhin Allergien als Ursache. CT Aufnahme Thorax: Hier konnte nun der Tumor gesehen werden. Dadurch, dass er relativ weit oben um die Aorta lag, konnte er bei normalen Röntgenaufnahmen nicht lokalisiert werden weil er verdeckt wurde. 06 2007 Bronchoskopie und Mediastinoskopie Befund: kleinzelliges Bronchialkarzinom rechtszentral (ca. 5x6 cm), anliegende Lymphknoten metastasiert. -> Das Karzinom sitzt hierbei um die Aorta; die Hauptblutzuführung der Lunge. Diese gabelt sich wie ein umgekehrtes Y in die beiden Lungenflügel. Um die Aorta, die den rechten Lungenflügel versorgt, saß der Tumor. |
AW: Lebenslauf kleinzelliger Lungenkrebs SCLC
Die Therapie:
- bitte beachten: die wirkenden Chemomedikamente sind vom Allgemeinzustand, der Vorbehandlung, der individuellen Struktur des Tumors und der Metastasen sowie der Verträglichkeit verschiedener Medikamente abhängig. Ein hier nicht wirkendes Medikament kann bei einem anderen Betroffenen durchaus das Medikament der ersten Wahl sein. Hier soll nur verdeutlicht werden, dass ein Wechsel der Medikamente und ggf. ein imunes Verhalten gegenüber best. Mitteln normal ist. Es soll aber auch aufzeigen, dass dann immer noch weitere, erfolgversprechende Möglichkeiten gegeben sind. 06 2007 - 10 2007 - Chemo Cisplatin, Strahlentherapie 6 x Chemotherapie alle drei Wochen für jeweils 3 Tage. Dosis: Cisplatin 100 mg, Dexamethason 8 mg, Etoposid 200 mg (später Wechsel auf Tablettengabe bei Etoposid da das Trägermaterial in der Infusion allergische Reaktionen hervorrief). Zeitgleich: Strahlentherapie 1,8 Gy tgl.; Gesamtdosis 50,4 Gy; Radiatio Tumorregion, Mediastinum und rechter Hilus (fast gesamter Brustkorb wurde bestrahlt). Der Patient muss sich in immer gleicher Position (mittels Markierungen auf dem Körper und Laser findet die Kontrolle statt) auf einen Tisch legen. Die Bestrahlung selbst dauert nur wenige Minuten. 08 2007 - TBC Verdacht Aufgrund einer Kaverne im rechten Oberfeld der Lunge wurde ein TBC Verdacht mittels fiberoptischer Bronchoskopie untersucht. Der Verdacht hat sich nicht bestätigt, die Kaverne ist nach und nach rückläufig. 10 2007 - 11 2007 - prophylaktische Ganzhirnbestrahlung Da der Tumor auf den CT Aufnahmen nicht mehr nachweisbar war, wurde die prophylaktische Ganzhirnbestrahlung gestartet. Hierbei wird eine Kopfmaske erstellt, mittels derer der Patient auf dem Tisch fixiert werden kann. Die Bestrahlung selbst dauert nur 1-2 Minuten. Insgesamt wurden 5 x pro Woche jeweils 2 Gy verabreicht, die Gesamtdosis lag bei 30 Gy. Durch die prophylaktische Ganzhirnbestrahlung sinkt das Risiko, an Kopfmetastasen zu erkranken, erheblich. Diese Maßnahme kann daher lebensverlängernd sein! Die prophylaktische Bestrahlung wird nur durchgeführt, wenn eine Komplettremission eingetreten ist; der Tumor mitsamt evtl. Metastasen auf der CT Aufnahme nicht mehr nachweisbar ist. 12 2007 - Neue Lymphknotenmetastasen - Chemo Vincristin Es wurden 2 neue Lymphknotenmetastasen entdeckt, eine war bereits durch meine Mutter zu fühlen; es war der Lymphknoten direkt an der rechten Hauptschlagader am Hals, der zweite wurde zwischen Luft- und Speiseröhre lokalisiert. Medizinisch ausgedrückt: 1 dorsolateral an der rechten Vena jugularis, 1 weitere zwischen Trachea und Ösophagus prävertebal. Chemo alle drei Wochen; 4 mg Dexamethason, 2 mg Vincristin, 1.500 mg Cyclophosphamid 02 2008 - Gewebeentnahme Lymphknoten Hauptschlagader Da die Chemo keinerlei Veränderung bewirkte, wurde eine Gewebeprobe des Lymphknoten an der Hauptschlagader entnommen. Der Befund lautete nach wie vor auf kleinzellig. 02 2008 - Chemokombination ohne Erfolg - Wechsel der Zytostatika auf Bendamustin Es wurde von der Kombinationstherapie auf die Monotherapie unter Bendamustin gewechselt. Leider brachte auch diese keine Änderung der Verhältnisse. 02 2008 - Kontroll CT Auffällige Lymphknoten in der Primärtumorregion 03 2008 - Wechsel auf das Zytostatika Topotecan (Wirkstoff Hycamtin), zeitgleiche Bestrahlung der Lymphknoten im Halsbereich Verabreicht wurden nur 80 % der regulären Dosis aufgrund der Vorbehandlung und der hohen Knochenmarktoxität von Topotecan. 04 2008 - Abfall der Blutwerte Die reduzierte Dosis (von 100 auf 80%) musste noch einmal um 20% auf jetzt 60% gekürzt werden, außerdem wurde die zweite Chemorunde, in der auch die Kürzung statt fand, um eine Woche verschoben. Die Blutwerte fielen zu stark ab; Leukozyten lagen nur noch bei 1,6 (sonst in der Chemo ca. 5), HB lag bei 10,2 (sonst ca. 13/14) und die Trombozyten bei 11 (sonst ca. 280). Es wurde drei Tage in Folge Neupogen in die Bauchdecke eingespritzt; ein Mittel zur Pushung der Leukozyten; durch die Gabe wird die Produktion im Knochenmark angeregt und die Ausschüttung in den Blutkreislauf schneller veranlasst. Leider fielen die Leukos jedoch viel zu schnell nach Absetzen der Spritzen wieder ab. Manchmal genügen die Spritzen als "Anschubmotivation". Da sich die Leukozyten und weiteren Blutwerte jedoch nicht stabilisierten erfolgte die Reduktion. Leukozyten sind die Abwehrkörper, die Infektionsgefahr steigt also erheblich. HB sind die Sauerstofftransporter im Blut, die Kurzatmigkeit und Schlappheit steigt also. Trombozyten sind die Blutgerinnungskörperchen. Blaue Flecken ohne sich einer Verletzung bewusst zu sein, Hämatome von Blutabnahmen. Sämtliche Dinge, die Verletzungen verursachen sollten also vermieden werden. Ergebnis: Die Lymphknoten verkleinern sich deutlich, zumindest der, den wir von außen fühlen können hat merklich abgenommen. Von der Form einer "Babybanane" von ca. 5cm Länge ist jetzt noch die Form einer Kidneybohne zu ertasten... Die Chemorunde, die ebenfalls bei 60% bleibt, läuft seit dem 13.05.08 und dauert 3 Tage. Meine Mutter klagt zurzeit über vermehrten Husten. Der Hustenreiz kommt seltsamerweise vor allem in der Nacht so dass sie meist am Tag schläft. Wie man es auch von einer Erkältung kennt nimmt der Husten zu, wenn sie flach liegt oder sich gerade bewegt hat. Heute (14.05.08) wird sie den Arzt konsultieren. Ich hoffe, es stellt sich nichts unerwartetes heraus. Morgen wird aufgrund der Beschwerden eine außerplanmäßige CT statt finden. 05 2008 Kontroll CT Thorax[/U] Die CT Aufnahme zeigte folgende Befunde: Lymphknoten an der Halsschlagader: Rückläufig (allerdings eher aufgrund der Bestrahlung als aufgrund der Chemo). Lymphkoten zwischen Luft- und Speiseröhre: stagniert. Des weiteren zeigten sich neue Metastasen; eine um den Bronchus der rechten Lunge und mehrere Herde im rechten Lungenflügel. Die Meta um den Bronchus bewirkt eine arge Verengung und ist damit auch Verursacher der Luftnot und des Reizhustens. 05 2008 neue Metastasen - Wechsel von Topotecan auf Cisplatin Nachdem die letzten drei Tage Topotecan verabreicht wurde, wird nun wieder Cisplatin gegeben. Leider kann die übliche Pause nicht abgewartet werden, die Zeit drängt ein bißchen. Die Wahl fiel auf Cisplatin weil leider nur Mittel genommen werden können, die nicht zu knochenmarktoxisch sind. Die Blutwerte halten sich nicht mehr stabil. Dann bleibt nur noch Vincristin und Cisplatin. Vincristin hat nicht funktioniert, fällt aus. Cisplatin hat in der ersten Runde sehr gut angeschlagen. Allerdings kamen die Metastasen in <3 Monaten nach Vollremission, eigentlich würde es daher in der Second Line Therapie nicht verwendet. Da dies aber der gangbare Weg ist, beginnt morgen die Therapie mit Cisplatin. Bleibt die Behandlung ohne Erfolg, muss evtl. auf die Stent Methode zurückgegriffen werden. Wir versuchen dies hinauszuschieben weil der Stent evtl. palliative Bestrahlungen ausschließen würde. 06 2008 Chemowechsel von Topotecan/ Cisplatin auf Docetaxel in Kombi mit Cisplatin Docetaxel 130 mg. Start am 02.06.08. Inzwischen befinden wir uns kurz vor der dritten Runde welche am 14.07.08 verabreicht wird. Zu den zahlreichen Nebenwirkungen habe ich unter "Nebenwirkungen" alles reingetragen. 07 2008 Kontroll CT (09.07.08) Der Tumor um den Bronchus gewährt nun 10% mehr Durchfluss. Bereits in der letzten Untersuchung größenregredienten, jetzt nochmals leicht größenregredient abgebildeten Lymphknotenmetastasen paratracheal bzw. supraclaviculär beidseits rechtsbetont. Die peribronchialen und insbesondere infracarinalen Lymphknotenmetastasen sowie die rechts perihiläre Tumorformation ist ebenso wie die vorbestehende rechstseitige Bronchuskompression im Vergleich zur Voruntersuchung rückläufig, es besteht eine Abnahme der Durchmesser der Lymphknoten um ca. 30%, das Tumorvolumen hat um bis zu 50% abgenommen. Rückläufige Bronchuskompression rechts, tendenziell leichte Befundbesserung der belüftungsgestörten und zum Teil pneumonischen Areale pulmonal peripher, auch der peripher subpleurale Rundherd ist in der Größenausdehnung rückläufig. Die infradiaphragmalen Strukturen sind im Wesentlichen unverändert zur Voruntersuchung, weiterhin kein HInweis auf eine ossäre oder parenchymorganische Malignom Manifestation. Beurteilung: Rgressive disease, Größenrückgangder infracarinalen und perihilär rechtsseitigen Tumorformation, rückläufige Bronchuskompression, verbesserte pulmonale Belüftung. 07 2008 Docetaxel in Kombi mit Cisplatin Aufgrund der starken Nebenwirkungen wurde Docetaxel von 130 mg auf 100 mg pro Infusion reduziert. Leider hat der ARzt zuvor nicht darüber informiert und meine Mutter war sehr erschrocken. Blutwerte sind weiterhin seit Docetaxel sehr gut. 09 2008 Kontroll CT Das Kontroll CT zeigte nicht nur eine Vergrößerung der vorhandenen Metastasen (Verdoppelung, teilweise Verdreifachung), sondern leider auch neu aufgetretene. Eine außerhalb des Bauchfells Richtung Rücken, eine unterhalb des Zwerchfells. Die weiteren Metastasen sitzen um den rechten Hauptbronchus, paracaval, paraaortal, im rechten Lungenflügel, neu auch im linken Lungenflügel, rechts von der Hauptschlagader am Hals in der Mulde des Schlüsselbeins, neu auch linke Seite am Hals. ... Beurteilung: nach zwischenzeitlicher Befundbesserung zwischen der vorletzten und letzten CT Untersuchung mit Regredienz des Tumors um 30 bis 50% jetzt erneuter deutlicher Progress mit ca. Verdoppelung bis vereinzelt auch verdreifachung des Tumors, insbesondere rechts hilär (= Hilus ist die Stelle, wo die Hauptbronchien in die Lunge stoßen). Erstmalig auch aufgetrene Lymphknotenmetastasen infradiaphragmal retroperitoneal. Bislang kein Hinweis auf eine parenchymorganische oder ossäre Filialisierung. 09 2008 Chemowechsel von Docetaxel und Cisplain auf Irinotecan (100 mg) und Cisplatin (50 mg) Leider hat die letzte Therapie keinen Erfolg gezeigt. Da mittlerweile alle Chemomedis, die auf den Kleinzeller zugelassen sind, ohne Erfolg verwendet wurden, sind wir nun auf obige Therapie umgestiegen. Irinnotecan kommt ursprünglich aus dem Bereich der Darmkrebserkrankung, zeigte aber auch in den bisherigen Studien zum SCLC sehr gute ERfolge. Wenn sich die Zahlen halten wird überlegt, die ursprüngliche Standardtherapie auf Irinotecan zu ändern. Üblicherweise ist die Dosis allerdings wesentlich höher. Verabreichung: Tag 1 und Tag 8 je 100 mg Irinotecan und 50 mg Cisplatin, Widerholung nach zwei Wochen. |
AW: Lebenslauf kleinzelliger Lungenkrebs SCLC
Die Nebenwirkungen: - bitte beachten, Nebenwirkungen sind stark abhängig vom Allgemeinzustand, der Vorbehandlung und der aktuellen Medikation und variieren daher deutlich! Meine Mutter befindet sich auch 1 Jahr nach der Diagnose in einem vergleichsweise guten Allgemeinzustand. Hier werden individuelle Erfahrungswerte wiedergegeben.
Cisplatin / Eteposid Haben Übelkeit verursacht die aber recht gut behandelbar war. Natürlich viel die Kopfbehaarung aus, die Blutwerte fielen zwar, hielten sich aber dann recht stabil. Eine Spätfolge der Behandlung ist sog. Mißempfinden; die Fingerkuppen sind z. B. teilweise taub. (Hier bin ich nicht mehr sicher ob es eine direkte Folge dieser Medikamte oder eines anderen Chemoproduktes ist. Die Folgen traten erst vor ein paar Wochen auf und können auch durchaus ein Ergebnis der Mischung sein.) Gegen die Übelkeit hat sie Emend Kapseln erhalten (jeweils kurz vor der Chemo an den Chemotagen einzunehmen. Sofern es nicht ausgereicht hat, oder weitere Beschwerden auftraten wurde nach Bedarf Cortison in die Infusionsflasche hinzugegeben. Docetaxel / Cisplatin Diese Kombi scheint starke "Missempfindungen" auszulösen. Bisher kannte ich das "nur" als zum Beispiel starkes Stechen im Fuß oder Taubheitsgefühl in den Füßen (vorwiegend Zehen) und teilweise Fingern. (Das nachfolgende ist eine untypische Nebenwirkung) In den Fersen haben sich Entzündungen gebildet. Das darunter liegende Gewebe scheint zerstört. Durch die Taubheit kann auch kaum Heilungskontrolle stattfinden; das Schmerzgefühl bleibt aus. Die Fersen meiner Mom sind knallrot, vorzustellen als hätte man mit dem Hornhauthobel zuviel abgetragen, so sieht es aus. Wenn sie steht (was sie jetzt sehr vermeidet) sieht es aus, als hätte jemand parallel zum Boden rund um die Ferse einen 2 cm breiten Streifen gerötet. Laut aktueller Diagnose hat sie in beiden Fersen eine Entzündung, das Gewebe darunter ist zerstört. Leider müssen wir damit rechnen dass sich die Haut ablöst - was wir natürlich ncith hoffen. Des weiteren hat sie jetzt mehrere Stellen die sich verfärben, an den Zehen, an der Seite der Füße. Die Stellen sind rot/braun. Es haben sich auch teilweise etwas ähnliches wie Blasen gebildet. Die Fersen schmerzen schon wenn sie mit der Bettdecke in Berührung kommt. Salben oder ähnliches kann sie allein aufgrund dessen schon nicht auftragen. Inzwischen sind sowohl die Zehen als auch die Fersen taub. Dadurch fällt es ihr schwer einzuschätzen ob sie die Füße wieder aufsetzen kann oder so den Heilungsprozeß verzögert. Der Arzt hat darauf hingewiesen dass die Gefahr besteht, dass die Finger- und Fußnägel ausfallen. Die verfärben sich dann zuvor und lösen sich im Anschluss. Wachsen aber i. d. R. wieder normal nach. Im Gesicht haben sich ähnliche Verfärbungen gezeigt. Die PArtien um die Wangenknochen sind stark gerötet, die Partie rund ums Kinn ist wiederum rotbraun. Die Verfärbungen im Gesicht scheinen stärker zu werden wenn sie gelegen hat, sind aber bis dato ohne Schmerzen. Im Anschluss an die Verfärgungen schuppt sich die Haut der betroffenen Stellen ab. Sieht aus wie bei einem abklingenden Sonnenbrand. Des weiteren hat sie in den ersten Tagen nach Chemo Verabreichung verstärkt Magenschmerzen. Wir sind aber nciht sicher ob hier auch ein Zusammenhang zu Ihrem latenten Morbus Crohn bestehen kann. Bis die STARKEN Missempfindungen und Entzündungen in den Fersen auftraten hatten wir den Eindruck dass sie diese Kombi im Vergleich sehr gut verträgt. Die NW waren sehr gering und die Blutwerte werden bei Weitem nicht so angegriffen. Allerdings scheinen sich die Auswirkungen von Chemo zu Chemo sehr zu steigern. Die Nebenwirkungen sind am stärksten ca. 5-7 Tage nach der Chemo, nach weiteren 7 Tagen flauen sie wieder ab (bis auf das Missempfinden), die Erholungsphasen werden aufgrund der 3-wöchigen Therapiepausen sehr gering. Die Blutwerte allerdings scheinen sich stetig zu bessern. Eine geringe und fast eher angenehme Nebenwirkung scheint zu sein dass sie zunimmt. Gemäß entspr. Lektüre im Internet werden neben den anderen Behaarungen nun wahrscheinlich auch die Wimpern ausfallen die bisher immer standhaft ihren Platz verteidigt haben. Der Arzt hat uns auch erläutert dass wir leider keine Alternative haben. Dexamethason Als Maßnahme wurde uns Cortison (Dexamethason) empfohlen, in der Anleitung stand allerdings, dass Dexa. schon allein bei der Therapie empfohlen wird. Unser Arzt scheint sich allerdings etwas gegen proph. Anwendung auszusprechen. Ob das gut ist? Die Dosis wird vom Onko so niedrig wie mgl. gehalten. Langsam scheint es zu wirken, die Schmerztropfen Tramal wirken bisher am besten gegen die Schmerzen. Meine Mutter ist durch das Dexa etwas unruhig ist und kann nicht richtig schlafen. Außerdem fällt mir jetzt, wo sie ca. 1,5 Wochen Dexa nimmt auf, dass sie sich Dinge nicht mehr gut merken kann. Sie setzt z. B. ihr Glas weg und beginnt zu diskuttieren warum man es weg gestellt habe. Sie vergisst Gesprächsinhalte, ist fahrig, leicht reizbar. Sicher kann ein Teil der NW auch an dem "nichtschlafen können" durch den Push Effekt liegen. Bestrahlung Brustkorb: Die Haut ist recht sensibel; sie darf unter und in der ersten Zeit nach der Bestrahlung keiner Sonne oder Solarium ausgesetzt werden. Während der Dauer der Behandlungen darf die Haut nicht gewaschen, sondern bestenfalls abgepudert werden (Penaten Babypuder). Dies dient nur der Vermeidung von Nässe die wiederum eine Entzündung der Haut begünstigen würde. Je nach Einstellung können leichte Verbrennungen wie von einem Sonnenbrand auftreten. Hierbei ist aber nicht nur die Stelle zu beobachten, in die die Strahlen eindringen, sondern auch die gegenüberliegende, an der sie den Körper wieder verlassen. Es gibt Salben die das Abklingen beschleunigen sollen. Prophylaktische Ganzhirnbestrahlung: Bei meiner Mutter wurde der Schädel von links und rechts bestrahlt, das Bestrahlungsfeld muss man sich wie eine Rundung auf jeder Seite rund um das Ohr herum vorstellen. Diese Rundung stoppt am Nacken und zur anderen Seite am Gesichtsfeld. Die Strahlen gehen also nicht auf die Gesichtshaut und treffen beim Eindringen in den Schädel nicht auf die Augäpfel. Die Nebenwirkungen habe ich als dezent - und im Vergleich zu der viel geringeren Gefahr der Hirnmetastasen - als "ertragbar" empfunden, allerdings kann ich auch nicht aus eigener Erfahrung sprechen. Bei meiner Mutter fielen die Haare aus. Die Haut wurde empfindlich und vor allem die Ohren schienen die Hitze der Besrahlung aufzufangen und über den Rest des Tages wieder abzugeben. Die Haut hinter den Ohren war sehr entzündungsanfällig weil sie gerne nässt. Ich denke, eine prophylaktische Puderung aber der ersten Bestrahlung beugt vor. Des Weiteren hatte sie (sehr leichte) Konzentrations- und Gedächtnisstörungen sowie manchmal Schwierigkeiten mit dem Sehen. Die leichte Übelkeit war gut behandelbar, gegen die Gereiztheit half nur schnelles Ducken. Hier ist alles gelistet, aber die Nebenwirkungen insgesamt waren - vor allem im Vergleich zur Chemo - vergleichsweise gering und gut zu handeln. Schmerzmedikationen, Übelkeithemmer, zu wenig Trinken Leider sind fast alle Schmerzmittel und Übelkeitshemmer (z. B. Zofran, Emend) verstopfungsfördernd. Gerade innerhalb der Chemo - die auch gerne Verstopfungen begünstigt, ist deshalb ganz besonders, vor allem wenn zusätzlich Schmerzmittel genommen werden, darauf zu achten, das der Stuhl in Ordnung bleibt. In Ordnung bedeutet, dass spätestens alle zwei Tage eine Verdauung erfolgen sollte. Der Stuhl darf keine Schmerzen verursachen. Prophylaktische Abführmittel können eine normale Konsistenz begünstigen. Meine Mutter wurde kurz vor dem Darmverschluss eingeliefert. Hiermit ist also nicht zu spassen. Schmerzmittel machen je nach Dosis und Mittel auch gerne lethargisch und teilnahmslos. Falls dies der Fall ist und reduziert werden soll - bitte langsam reduzieren. Die Schmerzen sollten im Idealfall erst gar nicht wieder auftreten. Trinken ist sehr wichtig. Zum einen müssen die Giftstoffe aus Leber/Niere und dem Gewebe ausgespült werden, zum anderen trägt auch das Trinken (!) zur normalen Verdauung bei. Während dem Gang durch den Darm wird der Nahrung Wasser entzogen um später über die Blase ausgeschieden zu werden. Der Arzt erkannte damals bei meiner Mutter sofort dass sie akuten Flüssigkeitsmangel hat und sie kam direkt ans Kochsalz. Wenn meine Mutter nicht trinken mag half es am ehesten, ihr immer wieder irgendetwas hinzustellen. Vorzugsweise indem ich mir selbst auch etwas genommen habe. 2 Ltr. müssen sein. Wenns so gar nicht schmecken will oder das Schlucken schwierig wird hilft auch der Strohhalm Trick. Warum auch immer. Hilft alles nichts, kann man den Arzt fragen ob zumindest unterhalb der Chemo ein Beutel Kochsalz extra gegeben werden kann. Zwar schwellen dann Gelenke und so weiter mehr an, aber es hilft zumindest kurzfristig ein bißchen die Giftstoffe wieder auszuschwemmen. Unser Arzt hat es damals gemacht. Abfall der Blutwerte Die Chemo und - je nach Bestrahlungsregion - auch die Bestrahlung haben die Folge, dass sich die Blutwerte verschlechtern. Dies tritt zumeist phasenweise auf und ist - wenn man davon weiß - relativ gut kalkulierbar. Jedes Chemomedikament hat sog. "Tiefphasen" in denen die Werte am schlechtesten sind. Davor findet der Abbau und danach der Aufbau der Werte statt. In der Regel liegt dieser Tiefpunkt zwischen 7 und 15 Tagen nach der Chemo. Wenn man das weiß, erschrecken einen die tiefen Werte um diese Zeit nicht mehr so. In der Regel findet der Blutkontrolltermin zu etwa der Zeit statt, zu der die Werte vom Arzt am tiefsten vermutet werden. Es gibt auch eine Übersicht im Internet (oder beim Arzt erfragen), die mit ungefähren Zeitangaben des Tiefstpunktes zu den einzelnen Chemomedis versehen ist. "Blutpusher" hier Neupogen und Neulasta Um die Blutwerte bei starkem Abfall wieder etwas in die Höhe zu bringen, können so genannte Pusher verwendet werden. Meine Mutter hat bisher dann Neupogen erhalten, im Forum habe ich auch einiges über Neulasta in Erfahrung bringen können. Die Wirkweise ist bei beiden fast identisch. Neupogen wird per Spritze (wie eine Trombosespritze) 1x tgl. in die Bauchdecke injeziert. Meine Mutter hat das zuhause gemacht. Wieviele Tage die Behandlung erfolgt ist abhängig von den Werten. Durch die Injektion wird das Knochenmark (Wirbelsäule und Brustbein) animiert, mehr Blutstoffe zu bilden. Gleichzeitig werden die neuen Plättchen früher in die Blutlaufbahn ausgeschüttet. Die Menge wird also erhöht und die "Produktion" verkürzt. Das bedeutet leider auch, dass die ausgeschütteten Leukozyten noch nicht ganz fertig sind wenn sie in die Blutbahn gelangen. Ein Teil davon entwickelt sich im Blut fertig, ein anderer Teil stirbt relativ schnell ab. Daher ist Neupogen nur eine Überbrückung bis der Körper die Produktion wieder selbst im Griff hat. Vorteil von Neulasta ist hier, dass die sog. "Halbwertzeit", also die Überlebensdauer der Zellen im Blut, länger ist. Beide Medikamente haben durch die Stimulation des Knochenmarks Knochenschmerzen zur Folge. Laut Aussage unseres Arztes sind die Schmerzen bei Neulasta stärker und die zu verabreichende und notwendige Menge schlechter kalkulierbar. Neulasta scheint länger zu wirken. Remission / Komplettremission Konnte der Ursprungstumor unterhalb der Nachweisgrenze (üblicherweise < 5 mm) zurückgedrängt werden, so spricht man von der Remission. Eine Komplettremission ist erreicht, wenn kein Krebs mehr nachweisbar ist. Gerade beim Kleinzeller ist ja leider die Gefahr des Wiederauftritts sehr hoch. Gerade im Hinblick auf die Chemopräperate falls er wieder auftaucht, wird unterschieden ob er innert 3 Monaten wieder auftrat oder später. Kommt der Krebs innerhalb der 3 Monate zurück wird man versuchen, ein Medikament zu verwenden dass in der ersten Chemo nicht enthalten war. |
AW: Lebenslauf kleinzelliger Lungenkrebs SCLC
Liebe Bibi,
wollte nur mal erwähnen, dass ich es ganz toll finde, welche Arbeit Du hier leistest. Eine ganz wunderbare Idee von Dir. Deine Mama hat in Dir die beste Unterstützung! Mach weiter so. Für Deine Mama alles liebe. Herzliche Grüße Mapa |
AW: Lebenslauf kleinzelliger Lungenkrebs SCLC
Liebe Mapa,
hab herzlichen Dank für Deine lieben Worte. Das tut gut und streichelt sehr die Seele. Ich habe nur immer Angst, dass irgendjemand meinen Beitrag hier falsch verstehen und generalisieren könnte. Ich hoffe, es wird - wenn - immer aufmerksam gelesen. |
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