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oNeheArt* 31.05.2008 22:11

mein vater
 
hey ihr lieben...

hmm, ich hätte wohl nicht gedacht das ich mich hier anmelden müsste... nun habe ich vor 3 tagen erfahren das mein vater lungenkrebs hat.
ich habe viele fachbegriffe und was weiß ich nicht noch alles gehört... derzeitig bin ich einfach nur verwirrt. ich weiß das es inoperabel ist usw. und das man bald mit strahlen- und chemotherapie anfangen wird... mein vater nimmt alles relativ gelassen auf aber ich würde einfach gerne von jemandem der so etwas vllt. schon erlebt hat oder so hören was kommt auf uns zu? wie läuft das mit der chemo ab oder wie ist das? ich bin einfach zurzeit sehr verwirrt was das angeht... vllt. wäres ganz gut mal von jemandem der ähnliches schon erlebt hat etwas zu hören.

danke lg

gwenda 31.05.2008 22:20

AW: mein vater
 
Hallo LG,

erstmal herzlich willkommen hier im Forum.
Wir erleben hier alle ähnliches.

Wichtig ist:
Welche Form von Lungenkrebs
Welche Diagnose
Was steht im Bericht?

Wir können Dir dann sagen, was die einzelnen Begriffe bedeuten.

Liebe Grüße

Sigrid

oNeheArt* 31.05.2008 22:37

AW: mein vater
 
soll ich erhlich sein? ich weiß es nicht... ich weiß nur das was ich oben geschrieben habe... :( ich hab mich natürlich erkundigt, hab viele fachsachen gehört und gelesen aber direkt von Ihm weiß ich nichts. mein vater wollte es uns gar nicht sagen, erst meine mutter konnte was in erfahrung bringen. (er ist ein mensch der schon viel mitmachen musste und auch alles allein schaffen will.. was man in dieser situation wohl nicht kann) und mehr konnte ich nicht herausfinden... er will nicht mehr sagen... auch so einen bericht habe ich noch nicht gesehen. deswegen bin ich doch so verwrirt, ich weiß ja gar nicht was auf mich zukommt und auf ihn und uns alle... nur das man wohl in einer woche mit strahlentherapie beginnt. er tut so als würde Ihm das alles gar nichts ausmachen usw. aber ich kenne ihn, ich weiß das er sich total verschließt gerade. weiß gar nicht was ich machen soll und wie ich damit umgehen soll.

gwenda 31.05.2008 22:50

AW: mein vater
 
Hallo LG,

es gibt kleinzellige und nichkleinzellige Lungenkarzinome.
Operabel und nicht operabel.
Sind Metastasen vorhanden?
Wo wird die Strahelntherapie durchgeführt?

Versuche diese Dinge in Erfahrung zu bringen.

Liebe Grüße

Sigrid

oNeheArt* 31.05.2008 22:55

AW: mein vater
 
hmm... ich weiß zwar das es nicht operabel ist, aber auch das es keine Metastasen gibt...
du hast schon recht, ich sollte den rest in erfahrung bringen aber das ist schwer, wenn man nicht weiß was man sagen soll und nicht weiß wie man damit umgehen soll. naja... danke trotzdem

loetchen 31.05.2008 22:56

AW: mein vater
 
Hallo oNeheArt und willkommen im Board..

..leider ist das nie ein guter Anlass, wenn man sich hier trifft. Aber gut, dass Du den Weg gefunden hast, denn hier kannst Du viele Informationen und auch moralische Unterstützung bekommen.
Wie Gwenda schon geschrieben hat, ist da zwischen verschiedenen Formen und Stadien des Krebses zu unterscheiden, und damit natürlich auch mit unterschiedlichen Abläufen in der Therapie.

Ich schreibe Dir hier mal wie es bei mir gelaufen ist, muss aber bei Deinem Pa nicht genauso sein, ist nur mein Beispiel.

Diagnose: Plattenepithelkarzinom linke Bronche, Stadium 3B, ohne Metastasen
also ein Nichtkleinzeller
Festgestellt: November 2007

Therapie bisher:
4 x je eine Woche Chemo stationär im Krankenhaus, dazwischen jeweils 3 Wochen zuhause.

Nach der 2. Chemo als Unterstützung 37 Bestrahlungen parallel zur Chemo jeden Tag, Mo - Fr....also gute 7 Wochen lang.

Ergebnis bisher:
Das Karzinom ist nicht weiter gewachsen, aber auch nicht kleiner geworden.

Nebenwirkungen der Chemo:
In der Chemowoche und gut 7-10 Tage danach konnte ich fast nicht essen, habe da so runde 24 Kilo verloren.
Nach der 2. Chemo Verlust fast aller Körperhaare.

Nebenwirkung der Bestrahlung:
Leichte Verbrennung auf dem Rücken in etwa Postkartengrösse, vergleichbar eines Sonnenbrandes. Eher lästig als schlimm.

Neue Therapie:
Da die Chemos ohne Nennenswerte Verbesserungen waren ist die Therapie geändert worden. Das Krankenhaus ist mit seinen Möglichkeiten bei mir am Ende. Bin nun bei einem Onkologen in der Praxis (auch innerhalb des Krankenhauses) und bekomme als Medikament TARCEVA (siehe auch hier im Board eigenen Thread zum Thema TARCEVA). Muss also jeden Tag eine Tablette Taceva 150 nehmen, und das seit gut 4 Wochen.

Nebenwirkungen bisher:
Ab der 2. Woche Hautunreinheiten und Pickel an wechselnden Körperstellen.
Um die Nase..dann am Hals und Nacken....dann an den Armen und nun an den Beinen. Das Problem habe ich aber mit der Salbe PREDNITOP gut in den Griff bekommen.

Zur Zeit bin ich etwas kurzatmig bei Belastungen, ansonsten aber gut drauf.

Ja ..so ist es bei mir bisher zugegangen. Ich hoffe, ich habe Dich nicht erschreckt oder mit zuviel Informationen "zugemüllt".

Was mir bei deinem Pa sehr gut gefällt ist seine Gelassenheit. Hoffentlich kann er sich die bewahren. Nichts ist schlimmer, als in so eine Situation kopflos und übertrieben hektisch zu werden.

Berichte uns von weiteren Schritten und Therapien, wir sind immer bei Dir und begleiten Dich auch in schweren Stunden. Deinem Pa drücke ich ganz fest die Daumen, dass er alles gut übersteht und dass Ihr als Angehörige stark seid!

Liebe Grüsse

loetchen

oNeheArt* 31.05.2008 23:07

AW: mein vater
 
hallo loetchen

ich bin dir dankbar für die informationen, und auch für deine lieben worte.
und ich werde natürlich weiter berichten... schätze auch das ich das hier gut gebrauchen kann ;)

danke und liebe grüße

oNeheArt* 01.06.2008 12:54

AW: mein vater
 
hmm also hab grad mit meinem vater geredet.
er sagte es ist nicht so schlimm wie es sich anöhrt (was ja klar ist wenn man lungenkrebs hört) und das die ärzte sagten wenn man sofort beginnt bestehe eine super heilungschance, auch wenn es nicht operabel ist. natürlich sagte er es komme eine harte zeit auf uns zu mit der chemo usw. aber er ist der meinung wir schaffen das schon alles... (er hat schon echt viel mitgemacht und meint das e das jetzt auch noch packt.) ich glaube da jetzt auch mal dran und lass das auf mich zukommen.

hier das was drinstand:

Invasiv, leicht verhornendes mäßig differenziertes bronchopulmonales Plattenepithel Ca re. (C34.3)

Pneumonie

Hypokaliämie

bronchopulmonales carcinom

exophytisch wachsender TU Abgang re Ul Bronchus. Tumor re. unter und mittelfeld multiple vergrößerte LK

recht viel mehr konnte ich da jetzt nich rauslesen, nur noch wies behandelt wird halt... (chemo und strahlentherapie und sonst medikamente halt)

loetchen 01.06.2008 14:17

AW: mein vater
 
..ich nochmal..

..gut, dass es ein Plattenepithel ist (wie bei mir), weil der nicht
so aggressiv und schnellwachsend ist. Wenn man in diesem
Zusammenhang überhaupt von gut reden kann.
Gehört zu den sog. "nicht Kleinzellern". Hier im Board findest
Du ganz viel Informationen über diesen Feind.

Auch wenn Dein Vater schon viel erlebt hat, so ist eine Chemo
und Behandlung auf Krebs doch eine ganz neue Erfahrung. Auch
ich bin das Thema eigentlich ganz überlegt und ruhig angegangen,
und trotzdem habe auch ich Momente erleben müssen, wo ich mich
gefragt habe, ob ich noch leben will und dieses Leiden nicht besser
beende.

Hier müssen die Angehörigen ganz sensibel den Patienten im Auge
behalten. Veränderungen in der Psyche sind schwer auszumachen
und schleichend. Während der Chemos ging es mir ziemlich übel und
da fragt man sich schon, ob das alles nötig ist. Aber zum Glück hat
mich meine Familie grandios unterstützt und tut es noch. Das ist
auch das einzig was Ihr als Angehörige tun könnt aber auch tun müsst.

Verwandte und Freunde haben mich oft gefragt, wie ich so offen
mit dem Problem umgehen kann, immerhin geht es um Leben und Tod.
Ich habe immer geantwortet, dass es eine ganz normale Krankheit
ist, nur dass sie mein Leben bedroht. Zum Glück hat sich niemand
von mir abgewendet, alle kommen nach wie vor zu Besuch und wir
reden ganz offen über die aktuelle Situation. Das hilft mir sehr und
niemand muss meinetwegen traurig sein. Ich bin mir aller Tatsachen
bewusst und habe mich damit arrangiert. Mein Zustand ist in meinem
Umfeld allen bekannt, Verwandte, Freunde, Nachbarn und Kollegen.
Ich versuche so weit es geht einen ganz normalen Alltag zu verleben,
nur dass ich jetzt viel mehr Dinge bewusst genieße.

Ich wünsche Euch - vor allem dem Pa - viel Kraft und einen
erfolgreichen Kampf gegen das "Biest". Haltet zusammen und
versucht soweit es geht weiter ein "normales" Leben zu führen.

Ganz liebe Grüsse

loetchen

anna-karin 01.06.2008 15:50

AW: mein vater
 
Ach Lötchen, Dein Wahlspruch "wer nicht kämpft...."....was denn verloren?????

oNeheArt* 01.06.2008 16:55

AW: mein vater
 
hallo loetchen

ich danke dir nochmals für deine antwort. hast mir schon sehr damit geholfen, nun weiß ich ein bisschen besser bescheid und konnte mich besser informieren.
ich habe natürlich angst vor dem was auf uns, besonders auf ihn, zukommt. ich hab nicht das beste verhältnis zu meinem vater aber wir wissen trotzdem beide das ich ihn liebe und wenn ich ihn verlieren müsste ich weiß nicht was das für mich bedeuten würde.
ich und meine familie wir werden mit ihm dagegen kämpfen... und ich hoff wirklich das er das schafft...
eine frage mal... wie groß sind denn die chancen das sowas wieder zurückkommt? also ich weiß schon das ist be jedem anders und so, aber allgemein kommt sowas wieder zurück wenn mans denn überhaupt mal besiegt hat? ich hab mich mit sowas noch nie befassen müssen und da macht man sich ja auch sonst keine gedanken drüber... ist alles ziemlich kompliziert.

liebe grüße

loetchen 01.06.2008 18:38

AW: mein vater
 
Hallo oNeheArt

..also bei mir sieht es so aus, dass der Tumor max. zum Stillstand
gebracht werden kann, evtl. auch zum Verkleinern und Verkapseln.
Nur wird er sich mit heutigen Mitteln nicht mehr entfernen lassen.
Das heisst, ich werde mit ihm leben müssen und ihn ständig im Auge
behalten. Was die nun laufenden Therapie mit Tarceva bringt, werde ich
hoffentlich in 4 Wochen wissen. Aber egal wie, es gibt keine vollständige
Heilung.
Ist schon nicht einfach, sich mit solchen Gegebenheiten zu arrangieren,
aber was soll man tun? Ich für meinen Teil bin mir der ständigen Gefahr
bewusst und lebe damit....hoffentlich noch lange.
Aber ich habe zum Glück eine gute Konstitution und meinen Humor...und
das hilft mir sehr. Und natürlich meine 3 Mädels.

Nur nicht aufgeben! Das Leben kann so schön sein.

@anna-karin
Ja, auch ich habe die Phasen der Resignation durchlebt und gedacht,
lass doch bloß alles zu Ende gehen. Ständige Schmerzen und Übelkeit
können auch einen sonst gefestigten Menschen an den Rande der
Möglichkeiten bringen. Glücklicherweise habe ich diese Phase unbeschadet
überstanden und darüber bin ich sehr froh. Deshalb stehe ich auch voll
hinter meinem Spruch: Wer nicht kämpft hat schon verloren.
Man kann eben nur Siegen, wenn man sich dem Feind stellt. Und auch
wenn mal eine Schlacht verloren geht, so ist noch lange nicht der Krieg
verloren!

Deshalb kann ich allen Betroffenen auch nur raten zu kämpfen, solange
man kann. Jeder neue Tag ist es wert erlebt zu werden.

Ganz liebe Grüsse

loetchen

anna-karin 01.06.2008 19:42

AW: mein vater
 
Loetchen, genau das sehe ich: jeder Tag ist es wert, gesehen zu werden!Und schau, ich sehe ihn, mit Huhn im Topf und gutem Wein, nicht mit Strahlen am Hirn und Chemo in der Palliativstation, sondern im Liegestuhl auf der Terasse zu Hause.... Und dafür bin ich dankbar. Liebe Grüsse AK

Gitta aus Nürnberg 01.06.2008 22:54

AW: mein vater
 
Hallo lötchen und LG,

meine Diagnose gleicht eurer. Auch nicht kleinzellig Stadium III. N2, M0. Ich bekam die Diagnose aber schon August 05. Behandlung gleicht der von Lötchen und seit über einem Jahr bekomme ich nun Tarceva. Erst hieß es unheilbar OP nicht möglich, im Moment ist eine OP nicht unbedingt ausgeschlossen. Damit will ich nur vermitteln, daß immer wieder neue Optionen möglich sind.

Am Anfang habe ich gekämpft, Fehler in meiner Vergangenheit gesucht, diese Krankheit gelebt. Nach ca 1 1/2 Jahren konnte ich diese Krankheit annehmen, ohne Selbstvorwürfe, ohne Zorn, jetzt lebe ich mein Leben.

Ich mußte etwas gegen diese Krankheit tun, ich habe eine 7-jährige Tochter. Also habe ich mich für Chemo usw. entschieden, mit einer anderen Lösung hätte ich nicht leben können.

Der Weg war steinig, aber ich durfte die Einschulung meiner Tochter erleben und auch die harte Chemozeit hatte ihre Sonnentage.

Bis bald
Gitta:winke::winke:

oNeheArt* 08.06.2008 16:50

AW: mein vater
 
hey ihr lieben...

na wie gehts euch so?

eine frage, also rauchen bei lungenkrebs ist natürlich wohl echt total sch****...

aber was is wenn mans macht? macht das die chemo schlimmer oder wie? ich bezieh mich jetzt nur auf die chemo an sich weil ich ja weiß das rauchen den krebs nicht grad leichter besiegbar macht...

Lissi 2 08.06.2008 17:48

AW: mein vater
 
Hallo oNeheArt,
es gibt etliche Studien die besagen das wenn man weiter raucht die Chemo nicht richtig wirken kann.Ob sie schlimmer wird,darüber habe ich noch nichts gelesen.
LG Lissi

oNeheArt* 08.06.2008 20:44

AW: mein vater
 
ja... danke dir.

hab auch grade ähnliches in google gelesen, das soll dann nicht richtig wirken können usw...

macht mir zwar nicht unbedingt mehr mut aber naja...

LG

Lissi 2 08.06.2008 21:22

AW: mein vater
 
Liebe oNeheArt,
raucht Dein Papa den noch?Vielleicht schaust Du mal in den Thread von Marita:Nichtkleinzelliger Lungenkrebs auf Seite 3 schreibt sie das ihr Mann auch nicht mit dem Rauchen auf hören will,trotzdem hatte er im Mai gute Untersuchungsergebnisse.Natürlich wäre es sehr viel besser Dein Vater würde nicht rauchen,aber mach Dich deswegen nicht verrückt und auch nicht mutlos.
LG Lissi

oNeheArt* 08.06.2008 21:26

AW: mein vater
 
ja er raucht. eigentlich wars heute mehr ein schock, weil er sagte er will aufhören... und wir haben die lezten tage echt nix mitgekriegt und hatten schon gedacht das er echt stark ist.. heute haben wirs dann mitbekommen...
eigentlich gehts bei mir so, aber meine mutter ist total ausgeflippt...
ich hab mir schon gedacht das es wohl nicht so leicht wird für ihn mitm aufhören is schon klar von heute auf morgen, aber ich mein es geht doch um was... was echt wichtiges.

naja.. du hast sicherlich recht ich darf mich da jetzt nich verrückt machen lassen.

LG

loetchen 09.06.2008 19:57

AW: mein vater
 
Hallo Ihr Lieben..

..sorry...aber in diesen Thema bin ich ein Radikaler und dazu steh ich auch.

Ich habe selber 40 Jahre geraucht und damit zum grossen Teil mein Problem
selbst verschuldet. Aber mit der Diagnose weiterrauchen ist schon der Gipfel
der Ignoranz! Die Ärzte versuchen sozusagen einen Brand zu löschen und der
Patient gießt von hinten Benzin ins Feuer. Ich bin der Meinung, dass man die
Behandlung einstellen sollte, wenn Patienten so uneinsichtig sind.
Sorry, aber die Allgemeinheit mit diesen Kosten zu belasten setzt auch die
aktive Mitarbeit des Patienten voraus. So eine Behandlung kostet (Aussage
meines Chefarztes) in meinem Fall z.B. ein "schmuckes Reihenhaus". Da muss
man auch mal selbst "die Backen zusammenkneifen".
Sicher wird mich nicht jeder hier verstehen, aber bei so einer Uneinsichtigkeit
platzt mir echt der Kragen.

Trotzdem liebe Grüsse und Stärke es zu schaffen!!!

loetchen

alex_51 09.06.2008 20:31

AW: mein vater
 
Hallo loetchen und alle anderen hier im Thread
Ich finde es gut was loetchen geschrieben hat. Endlich sagt einer es mal so wie es ist. Leider haben es die meisten noch nicht begriffen, daß es mit dieser Diagnose wirklich um Leben und Tod geht.
Das wirklich Dümmste was mir jemals gesagt wurde war folgendes"warum soll ich jetzt mit dem Rauchen aufhören, etwa wegen der Lungenkrebsgefahr....was solls den habe ich ja schon" Dann sollte bei ihm die nächste Chemoflasche angehangen werden, daß ging aber nicht weil er erstmal nach draußen wollte um eine zu rauchen. Alle aber auch wirklich alle im Raum ( Ambulante Chemo ) haben die Köpfe geschüttelt, selbst der Prof. der gerade vorbei kam. Der meinte noch ironisch "auch solchen Leuten müssen wir helfen, da sind wir zu verpflichtet.

LG Alex

annika33 10.06.2008 11:00

AW: mein vater
 
Zitat:

Zitat von oNeheArt* (Beitrag 561023)
ja er raucht. eigentlich wars heute mehr ein schock, weil er sagte er will aufhören... und wir haben die lezten tage echt nix mitgekriegt und hatten schon gedacht das er echt stark ist.. heute haben wirs dann mitbekommen...
eigentlich gehts bei mir so, aber meine mutter ist total ausgeflippt...
ich hab mir schon gedacht das es wohl nicht so leicht wird für ihn mitm aufhören is schon klar von heute auf morgen, aber ich mein es geht doch um was... was echt wichtiges.

naja.. du hast sicherlich recht ich darf mich da jetzt nich verrückt machen lassen.

LG

Hallo,

ich kann die Wut verstehen, die Du empfindest wenn Du siehst, dass Dein Vater immer noch raucht.

Meine Mutter (seit März 08 Diagnose kleinzelliges Bronchialkarzinom) war über viele Jahre hinweg recht starke Raucherin. Seit Diagnosestellung raucht sie nicht mehr, aber ihr Partner dafür umso mehr. Ich kann Deine Wut nachvollziehen und habe meiner Mutter über Jahre hinweg, vor Ausbruch der Erkrankung, immer dahingehend zugeredet, mit dem Rauchen aufzuhören. Jeder Mensch ist unterschiedlich und so unterschiedlich sind Lebenseinstellungen, Suchtverhalten usw. usw. Für Deinen Papa wäre es sicherlich in vielerlei Hinsicht besser das Rauchen sofort einzustellen, aber um Gottes Willen...ich denke Zoff deswegen ist das Allerletzte was er derweil gebrauchen kann. Nüchtern betrachtet verursacht Rauchen Langzeitschäden. D.h. das, woran er jetzt erkrankt ist hätte vermieden werden können, wenn er vor etlichen Jahren aufgehört hätte. In Punkto Krebstherapie gibt es zahlreiche Studien die belegen, dass bestimmte Zytostatika ihre Wirkung unter Nikotinkonsum nahezu verlieren. Habe nachfolgenden Auszug ausgedruckt und dem Partner meiner Mama zum Lesen gegebenhttp://www.3sat.de/3sat.php?http://w...643/index.html. Er raucht nach wie vor - aber nur noch auf dem Balkon :D

Anbei sende ich Dir einen Link. Dort findest Du, sofern gewünscht, telefonische Beratung u. Unterstützung wenn Dein Papa das Rauchen einstellen möchte. http://www.krebsinformationsdienst.d...sivrauchen.php

@Loetchen...ich verstehe bis zu einem gewissen Grad Deine Verärgerung, denke aber, dass Aussagen wie "Ich bin der Meinung, dass man die Behandlung einstellen sollte, wenn Patienten so uneinsichtig sind." absolut fehl am Platze sind. Hier kommt jemand ins Forum, der Hilfe, Zuspruch und ein wenig Trost sucht - da muss man verbal nicht noch Salz in offene Wunden streuen.


Liebe Grüße und Kopf hoch liebe(r) oNeheArt

Annika

Marita C. 10.06.2008 11:56

AW: mein vater
 
Hallo ihr Lieben,
natürlich ist es nicht gut,wenn der Patient weiter raucht,aber zb. Beispiel mein Mann,ist ein erwachsener Mensch.Ich und auch die Ärzte können ihm nichts vorschreiben.Mein Mann sagt zb.:er ist gesund,der Krebs ist rausoperiert worden.Punkt! Okay,jeder Mensch denkt und handelt anders.Ich weiss,das es ungesund ist,was mein Mann macht.Und ich denke,er wird die Quittung dafür bald bekommen.:mad:Erst dann wird er aufwachen.
Nein,ich fühl mich nicht angegriffen,aber wie Annika schon geschrieben hat,das Suchtverhalten ist bei jedem Menschen verschieden.;)
Liebe/r oNeheArt,
ich wünsche dir ganz viel Kraft die nächste Zeit.:pftroest:

Liebe Grüße Marita

oNeheArt* 10.06.2008 13:24

AW: mein vater
 
nun, ihr habt schon teils recht. mich ärgert es genau so und ich finde auch das es unverantwortlich ist was er macht.
er macht nicht nur sich damit noch kaputter sondern auch uns - seine familie.
aber wie Marita gesagt hat - er ist erwachsen.. was soll man tun?
ich glaube er begreift noch nicht so ganz worum es geht... er geht so cool damit allem um, dass ich denke er verdrängt das oder was weiß ich.
nun ja, gestern war erste chemo heute die 2. mal schauen wies weitergeht...
ich hab ehrlich gesagt auch keine ahnung ob er während der chemo noch raucht. ich weiß es nicht... er konnte das immer gut verstecken, aber ich hab irgendwo die hoffnung das ihm was ich ihm am sonntag gesagt habe noch die augen geöffnet hat und er wenigstens versucht damit aufzuhören.

nun ja... liebe grüße an euch

oNeheArt* 27.06.2008 21:37

AW: mein vater
 
hallo...

also, bei meinem vater ist jetzt die erste chemoeinheit schon vorbei und 3 wochen bestrahlungen.
jeden montag wird kontrollct gemacht usw.
und jetzt? erste fortschritte. nach so kurzer zeit... die ärzte sagen wenns so weitergeht siehts echt positiv für ihn aus.
das hilft einem jetzt echt etwas mehr hoffnung zu haben... natürlich ist nichts überstanden, bei weitem nicht.. kann ja immer noch schlimmer werden aber das hilft echt mir und ich hoffe auch einigen anderen weiterhin zu hoffen und auch nicht aufzugeben.

lg oneheart*

oNeheArt* 24.08.2008 13:15

lungenentzündung
 
hallo ihr lieben..

nun ich habe schon einmal von meinem vater erzählt der auch lungenkrebs hat (Thema: mein vater).
habe hier schon längere zeit nicht mehr geschrieben.
es ist bis jetzt alles ganz gut gegangen. haben gerade bestrahlungspause, jetzt haben wir nur noch chemo, aber da ist auch bald pause.
der krebst ist um 2/3 zurückgegangen.
nun hat mein vater jetzt eine lungenentzündung. das ist doch schlecht oder?!
mach mir ziemliche sorgen.

lg

Marita C. 24.08.2008 14:16

AW: lungenentzündung
 
Hallo oNeheArt,
Lungenentzündung ist nie gut.Ich hoffe das er sie bald überstanden hat.:knuddel:

Liebe Grüße Marita

oNeheArt* 24.08.2008 19:56

AW: lungenentzündung
 
hallo...

ja dass hoffe ich auch mal..
haben ihr jetzt gerade ins krankenhaus gebracht.

danke dir, lg

Marita C. 24.08.2008 20:09

AW: lungenentzündung
 
Liebe oNeheArt*,
es tut mir leid,ich hoffe,die Ärzte kriegen das in den Griff.Ich kann verstehen das du dir Sorgen machst,lass dich mal drücken.:knuddel:

Liebe Grüße Marita

jutta50 24.08.2008 21:49

AW: lungenentzündung
 
Hallo liebe Ohneart,

ich möchte dir keine angst machen und die Ärzte wissen sicherlich was zu tun ist. Aber eine Lungenentzündung im Zustand deines Vaters ist eine ernste Sache. Falls ihr den Eindruck habt, dass nicht genügend von ärztlicher Seite getan wird auf jeden Fall nachfragen und drängeln. Nicht auf die leichte Schulter nehmen!
LG und alles Gute
Jutta

oNeheArt* 25.08.2008 21:40

AW: lungenentzündung
 
liebe jutta.

danke dir. nein du machst mir keine angst, lungenentzündung ist immer schlimm und wenn man krebs hat wohl noch schlimmer - das ist mir selbst klar.

nun er bekommt jetzt antibiotika, infusionen usw. und heute gings ihm schon wieder ein bisschen besser.

mit der chemo setzen sie jetzt aus bis die le vorbei ist.

danke :winke:

Marita C. 25.08.2008 21:48

AW: lungenentzündung
 
Liebe oNeheArt*,
schön das es ihm schon wieder besser geht.Trotzdem drück ich die Daumen für deinen Vater.:knuddel:Liebe Grüße Marita

jutta50 25.08.2008 22:17

AW: lungenentzündung
 
Prima! dann scheinen die antibiotika ja zu wirken.Gott sei Dank
LG
Jutta

oNeheArt* 21.11.2008 23:10

metastasen
 
hallo ihr lieben...

ich weiß gar nicht genau was ich schreiben soll...
also hab ja schon erzählt dass mein vater lungenkrebs hat und so...
es war echt alles gut. der krebs hat aufgehört zu wachsen und so und die ärzte sagten wenn nichts mehr passiert hat er eine echt große chance noch 20 jahre zu leben.
dann vor ca. 2 wochen... ich war in der arbeit, anruf meiner schwester. mein vater liegt im krankenhaus, intensivstation.
scheinbar hatte er eine art anfall (wie bei einem epileptischen anfall) und man hat ihn dann ins kh gebracht.
diagnose? gehirnödem, das ca. vor. einer woche operiert wurde + 2 ca. 2 cm große gehirnmetastasen.
alles schon ne besch.. diagnose, nur das schlimme ist das er es nicht glauben will. er hat sich so verändert... er sagt immer er hat den krebs jetzt hinter sich er hat die metastasen nicht. er weigert sich zur chemo und zur bestrahlung zu gehen. wir überlegen schon einen pyschologen einzuschalten aber dass will er auch nicht.. er verdrängt das alles einfach.
ich hab angst... was ist wenn er dass alles gar nicht mehr machen will?

liebe grüße

Selena 22.11.2008 00:39

AW: metastasen
 
ohweee das tut mir so schrecklich leid für dichund deinem papa.

das er sich so weigert kann ich mir sehr gut vorstellen,
aber bitte bitte redet soviel wie möglich auf ihn ein, auch wenn ihr sowas wie ein "schubser" gegen ihn machen müsst.
ihr werdet dafür sehr viel glück und geduld brauchen:embarasse
das is immer diese schockphase

Bremensie 22.11.2008 17:35

AW: metastasen
 
Auch für deinen Pappa ist die Diagnose bestimmt ein großer Schock den er erst einmal verkraften muss. Klar willst du mit deiner Familie dass dein Pappa sofort wieder alles in Angriff nimmt damit der Krebs keine Chance hat sehr viel schaden anzurichten. Doch klar ist auch dass Chemo und Strahlentherapie kein Sonntagsspaziergang für euren Vater sind. Vieleicht könnt ihr liebevoll auf ihn einwirken dass er wieder mit der für ihn und letztendlich auch euch anstrengenden Therapie beginnt. Habt einfach ein offenes Ohr für ihn wenn er reden will und hört euch auch seine Sicht der Dinge an. Er sitzt zur Zeit selber in einem tiefen Loch. Zeigt ihm dass ihr ihn ganz doll lieb habt und ihr euch Sorgen um ihn macht. Wenn euer Papa nicht mit einem Psychologen sprechen will so müsst ihr auch dies erstmal akzeptieren. Wie wäre es wenn ihr trotzdem mit einem Psychologen Kontakt aufnehmen würdet und ihn um Rat fragt wie ihr euch selber am besten verhalten könntet damit euer Vater sich umstimmen lässt und aus seinem Schockzustand herauskommt.
Ich drücke euch auf alle Fälle ganz doll die Daumen

oNeheArt* 22.11.2008 23:23

AW: metastasen
 
hey, danke für eure antworten.

mir ist schon klar dass es für ihn sehr schwer ist.. und er hat die chemo und bestrahlungen echt ohne jammern usw. ertragen und er hat auch nie gezeigt wenns ihm schlecht ging, aber ich weiß dass es ihm eben nicht gut ging dabei. aber naja... wie gesagt es ist nur die angst die ich hab - um ihn.
und mit einem psychologen haben wir schon gesprochen, er hat auch gesagt wir sollen ihn erst mal lassen und versuchen mit ihm zu sprechen.
aber das geht nicht, er hat sich echt verändert. er ist nur noch agressiv und wenn er das nicht ist weint er. ich hab ihn noch nie weinen gesehen er hat selbst so viel angst... und wenn das nicht ist schreit er uns nur an wegen allem, ich kenn ihn so gar nicht.
ich weiß auch nicht was wir machen sollen, wahrscheinlich müssen wir das einfach durchmachen und abwarten und so gut für ihn da sein wie wir können...

Bremensie 30.11.2008 21:04

AW: metastasen
 
Ich habe heute noch mal deinen Thrad gelesen. Wie geht es deinem Papa denn jetzt? Ich denke bei seinem Verhalten ist es schwer immer für ihn da zu sein. Dieses Verhalten kenne ich auch von meinem verstorbenen Lebensgefährten. Für mich war es auch manchmal sehr schwer für ihn da zu sein.
Liebe Grüße von Erika

oNeheArt* 06.12.2008 23:59

AW: metastasen
 
hallo liebe erika...

zurzeit habe ich gar nicht viel zeit ins forum zu kommen, daher erst jetzt die antwort.
meinem vater geht es derzeit gar nicht gut. am mittwoch mussten wir den Notarzt rufen und er ist derzeit wieder im Krankenhaus.

das ganze Wasser dass sich angesammelt hat hat Ihm das Herz "abgedrückt" - so die Ärtze- und als hätte alles nicht gereicht hatte er einen leichten Herzanfall.

Gehen kann er immer noch nicht gut wegen dem ganzen wasser und so aber ich hoffe von herzen dass sie im Krankenhaus wenigstens das bald in den Griff bekommen...

liebe grüße

Marita C. 07.12.2008 13:39

AW: metastasen
 
Liebe oNeheArt,
ich hoffe,das die Ärzte bei deinem Vater alles im Griff kriegen.:(Ich wünsche dir ganz viel Kraft.:knuddel:

Liebe Grüße Marita


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