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-   -   Diagnose: CIS -carcinoma in situ (https://www.krebs-kompass.de/showthread.php?t=33936)

Reggie11 15.07.2008 22:16

Diagnose: CIS -carcinoma in situ
 
Hallo! Mein Name ist Regina, ich bin 51 Jahre alt. Mit großem Interesse habe ich in den vergangenen 2 Tagen Eure Beiträge zu diesem Thema gelesen und mit Bestürzung und dicken Tränen in den Augen dann auch von dem traurigen Schicksal von Manuela gelesen… Dazu fehlen mir einfach die Worte!

Ich habe heute erfahren, dass ich auch ein Carcinoma in situ habe, in der rechten Brust. Aber ich will von Anfang an erzählen: Alles fing damit an, dass mich meine Frauenärztin anrief und mir sagte, dass mein Befund der Mammographie nun vorliegt und ich sollte nochmal zum Gespräch zu ihr kommen. Es wäre aber "nichts Schlimmes", ich sollte mir keine Sorgen machen. Die hatte gut Reden, schon alleine die Tatsache, dass ich überhaupt nochmal was von ihr gehört habe nach der Untersuchung, machte mir Sorgen. Denn mir wurde ja gesagt, wenn ich nichts höre in den nächsten 2 Wochen, dann wäre alles soweit in Ordnung. Also bin ich nochmal hin zu meiner Ärztin. Sie sagte dann, dass sich in meiner Brust Mikroverkalkungen gefunden haben. In der linken Brust BI-RADS I, rechts jedoch BI-RADS IV, abklärungsbedürftig. mit einem ein Hinweis auf DCIS, einer Vorstufe von Krebs. Dann hat sie mir gleich einen Einweisungsschein ausgestellt und gesagt, dass ich 2-3 Tage stationär aufgenommen werde. Aber es ist ja "nichts Schlimmes"! Das habe ich in dem Moment aber völlig anders gesehen. Ich war im ersten Moment voll von der Rolle und mir schwirrten viele Fragen durch den Kopf. Am 04.07.2008 wurde ich operiert und ein Areal in der Größe 8 x 5,5 x 2 cm unter Vollnarkose entfernt, mittels vorheriger Nadel-Markierung bei Mammographie und Röntgenunterstützung. Habe nun eine 8 cm lange Narbe unterhalb der Brust, genau in der Falte, die an sich gut heilt. Und ab morgen gehe ich wieder arbeiten. Das tut mir bestimmt gut.

Heute bekam ich das Ergebnis: 2 Carcinoma in situ, das größere 3mm groß. Aber am Rand muss noch mal nachgeschnitten werden, da der nötige Sicherheitsabstand (oder so) nicht eingehalten wurde. Ich soll nun am 04.08.2008 erneut ins Krankenhaus und noch mal brusterhaltend operiert werden. Davor habe ich aber mehr Angst, als vor der ersten OP. Was ist, wenn dann wieder was gefunden wird? Bloß nicht!

Wer schreibt noch in diesem Thread und hat die gleiche Diagnose bekommen oder kann mir helfen mit seinen Erfahrungen, wie es nun weiter geht? Wie sind meine Heilungschancen?

Ich freue mich über jede Antwort!!!

Rosenresli 15.07.2008 23:23

AW: carzinoma in situ
 
Hallo Regina,
mach Dich bloß nicht verrückt wegen diesem CIS, dass ist nur eine Krebsvorstufe . Nachdem ich im April 08 brusterhaltend operiert wurde, eröffnete mir bei der Befundbesprechung, dass ich nochmals operiert werden müsste, eben wegen diesem besagten CIS. Dass hieß, dass ich innerhalb von 14 Tagen zweimal unters Messer musste. Diese OP dauerte nur eine knappe 1/2 Stunde. Es wurde die Narbe von der ersten OP geöffnet und der CIS entfernt. Ich hatte dann auch keine Drainage, wie bei der ersten OP und konnte nach 4 Tagen das Krankenhaus wieder verlassen. Mittlerweile habe ich 22 von 36 Bestrahlungen hinter mir, ohne nennenswerte Probleme. Auch das Tamoxifen bereitet mir bis jetzt keine großen Probleme und nun bereite ich mich langsam auf meine Anschlussheilbehandlung vor.
Also Augen zu und durch. Und die Heilungschancen sehen auch super aus!
Es grüßt Dich herzlich
Rosi

Reggie11 16.07.2008 18:47

AW: carzinoma in situ
 
Danke, liebe Rosi, dass Du mir geantwortet hast. Du ahnst gar nicht, wieviel Mut Du mir gemacht hast. Also muß ich ja eigentlich vor der 2. OP gar nicht so viel Angst haben und erst recht nicht vor der Zukunft!!! Eigentlich.......!

Du scheinst das Medikament (ist das Tamoxifen?) und die Bestrahlungen recht gut zu vertragen. Da ich mich bereits in den Wechseljahren befinde, habe ich die Hoffnung, dass die Nebenwirkungen des Antihormons mir nicht zu sehr zu schaffen machn, denn mit Schlafstörungen, Hitzewallungen und nächtlichen Schweißausbrüchen habe ich jetzt sowieso schon zu tun.

Habe ich das richtig verstanden, Du bekommst hinterher eine Kur? Wohnst Du in Deutschland? Darf ich auch fragen, wie alt Du bist? Wo befindet sich denn Deine Narbe, um die Brustwarze herum oder auch unterhalb der Brust, und ist sie gut verheilt?

Das sind ganz schön viele Fragen, ich hoffe, ich nerve nicht allzu sehr. Freue mich halt, dass jemand geantwortet hat. Und da Du mir schon einige Schritte voraus bist, kann ich mich gut an Dir orientieren. Klar ist bei jedem alles ein wenig anders.

Wir schaffen das!:)

KarinaW 16.07.2008 19:56

AW: carzinoma in situ
 
Hallo Reggi!

Mir ging´s wie Rosi. Op war gelaufen, aber im Gewebe wurde noch DCIS gefunden, was eigentlich nicht schlimm war. Aber einer dieser DCIS war nahe am Rand, Radiologe und Chirurg waren damit zufrieden, aber meine Onkologin meinte, man könne ja nochmal reingehen und mehr Gewebe entfernen, nur um auf der sicheren Seite zu sein. Habe ich auch gemacht. 2 Wochen nach meiner ersten OP wurde ich also nochmal operiert, war einen kurze Sache, dauerte wohl nur eine halbe Stunde und ich konnte, nachdem ich vollständig aufgewacht war, heimgehen.

Ich habe für mich damals entschieden, daß ich lieber auf Nr Sicher gehen will, daher die 2.OP. Und ich würde mich immer wieder so entscheiden.

Alles Liebe für dich
Karina

Reggie11 16.07.2008 21:31

AW: carzinoma in situ
 
Hallo Karina, na das ist aber schön, dass noch jemand geschrieben hat. So wie bei Dir wird es bei mir auch gemacht. Ich hoffe eben nur, dass dann im nächsten Befund alles im grünen Bereich ist. Warst Du denn auch zur Bestrahlung wie Rosenresli? Und wie wurde Deine Erst-Diagnose gestellt, auch durch Mammographie? Hattest Du ebenfalls Mikrokalk mit einer BI-Rads-Einstufung?

Ich freu mich über Deine Antworten, tschüß, Regina.

KarinaW 16.07.2008 22:18

AW: carzinoma in situ
 
Hallo Regina!

Ich habe "etwas" gefunden, als ich meinen Sohn gestillt habe. Natürlich bin ich sofort zum Arzt, der meinte, es sei wahrscheinlich Milchstau, aber sicherheitshalber weiter zum Sono. Dort dasselbe, wohl Milchstau, aber sicherheitshalber nächste Woche nochmal... Darauffolgende Woche war das runde Ding zwar kleiner, aber dahinter war was, was auch sofort biopsiert wurde. 2 Tage später saß ich in der Onkologie mit relativ sicherem Verdacht auf Invasives Ductuales Carcinom. Ich wurde von oben bis unten durchgecheckt, bekam alle Untersuchungen,die dieses High-Tech Land USA (wohne in USA) zu bieten hat. Alles war ohne Befund, bis auf die bekannten Stellen in der Brust und den Lymphknoten. Nach sämtlichen Abklärungen wurden mir Titanmarker an die Außenseiten des Tumors gesetzt, dann ging die Chemo los. Nach4x Chemo war nichts mehr zu sehen (MRI und Gamma-Untersuchung) oder zu fühlen, nach 6x Chemo wurde operiert. Es war kein invasiver Tumor mehr nachweisbar, aber dennoch wurden die Lymphknoten entfernt. 2 Wochen später wurde ich dann nochmals operiert wegen dem DCIS, das recht nahe am (sauberen) Rand saß, allerdings wie gesagt war die OP auf eigenen Wunsch. Alle sagten mir, da ist wohl nichts mehr, aber wenn ich mir vorstelle, irgendwann kommt wieder was, ich würde mir schreckliche Vorwürfe machen. Übrigens kam heraus, daß das bei der 2. Op entnommene Gewebe klar war.
Nach OP dann Bestrahlungen, Bisphosphonate im Rahmen einer Studie, Tamoxifen und noch ein MRI (ich hasse diese Röhre!!!). Tja, und nächste Woche habe ich meine erste richtige Nachuntersuchung, bei allen 3 Ärzten (Onkologin, Radiologe, Chirurg).

Sorry, das ist jetzt etwas lang geworden:o

Liebe Grüße
Karina

Rosenresli 17.07.2008 17:31

AW: carzinoma in situ
 
Hallo Reggie,
ich freue mich darüber, dass ich Dir Mut machen konnte, es ist wirklich keine große Sache und obwohl ich wieder in das große schwarze Loch fiel, stand es für mich außer Frage, diese OP durchführen zu lassen, denn schließlich will ich auf Nr. sicher gehen und meinem BK den Garaus machen.
Natürlich darfst Du auch fragen wie alt ich bin, nämlich 55 Jahre, stark in Richtung gehend auf die 56 (Oktober) und ich wohne in Hessen, Frankfurt.
Tja, nun kommt die Sache mit dem Tamoxifen. Auch ich bin in den Wechseljahren, mit Hitzewallungen und Schlafstörungen, also das sogenannte "Rundumwohlfühlpaket". Meine Hitzewellen kamen in Schüben, mal 4-5 Monate ziemlich stark, dann wieder ein paar Monate nichts. Leider haben sich durch die Einnahme von Tamoxifen (besonders in der Nacht und während der letzten beiden Sommemonate) die Hitzewellen nicht verbessert, muss aber wohl so sein, damit hat man die Gewissheit, dass das Tamoxifen auch wirkt. Ich nehme, um nicht allzu sehr zu schwitzen Remifemin ein, ein pflanzliches Mittel, es hilft die Beschwerden etwas zu mildern.
Heute abend habe ich meine 25. Bestrahlung, also noch ganze 11 Mal ins Krankenhaus fahren. Auch diese habe ich bisher ohne großartigen Probleme überstanden, habe halt auf meinen Körper gehört, der mir, besonders nach dem Mittagessen erzählte, er bräuchte Schlaf, so dass ich mein Mittagschläfchen, so auf 3-4 Stunden ausdehnte. Es war auch wegen der großen Hitze draußen, das Optimale, mein Tag fing dann erst abends an. Ich habe deshalb auch bewußt den Bestrahlungstermin wegen der Sommermonate auf 19.30 Uhr gelegt, es ist mir bis jetzt gut bekommen. Bekommst Du auch noch Bestrahlungen, oder welche Behandlung steht bei Dir nach Deiner OP an?
Eine Anschlußheilbehandlung steht Dir nach den Bestrahlungen auch zu. Diese wird von der Strahlenabteilung aus eingeleitet. Ich wollte eigentlich den Antrag schon früher stellen, habe aber zu Hause eine 17 Jahre alte herzkranke, ungeimpfte Perserkatze, die mir weder ein Tierheim noch eine Katzenpension nimmt. Habe Gott sei Dank einen lieben Nachbarn (Hundebesitzer) gefunden, der während meiner Kur meine Katze mit den lebensnotwendigen Medis, Fresschen geben und Katzentoi säubern, versorgt. Die zwei, obwohl die sich nicht kennen, kommen gut miteinander aus. Außerdem musste ich für meine 88-jährige Mutter jemanden finden, der zweimal die Woche mit ihr Einkaufen geht. Habe dies über die Arbeiterwohlfahrt, Gott sei Dank, regeln können. Deshalb freue ich mich doppelt und dreifach, dass ich die AHB antreten kann, um mich wirklich zu erholen und mir keine Sorgen zu machen brauche, was zu Hause ist.
Wenn Du noch Fragen haben solltest, dann melde Dich.
Es grüßt Dich herzlich Rosi

Reggie11 17.07.2008 20:26

AW: carzinoma in situ
 
Hallo Karina,

nur gut, dass Du damals bei der Erstdiagnose so hartnäckig warst. Du hast etwas gefühlt und bist auch zum Glück gleich zum Doc gegangen, ohne lange zu zögern. So eine schnelle Entscheidung trifft nicht Jeder. Man kennt das ja: erst mal gucken, beobachten, vielleicht nächste Woche ..... Da hast Du schon einiges durchgemacht, und dann noch ein ganz kleines Kind! Ich denke immer, manchmal kann die eine oder andere schnelle Entscheidung unser Leben schon von Grund auf ändern, ohne dass wir dass vielleicht je erfahren. Weil wir ja nicht wissen, wie es sonst gekommen wäre.

Hallo Rosenresli,

wenn ich die 2. OP hinter mir habe, fahre ich dann Anfang September erstmal in den Urlaub. Danach soll ich dann auch 30 Bestrahungen bekommen. Ich werde sie auch auf abends oder den späten Nachmittag legen, nach der Abeit. Oder wird man da krank geschrieben? Gleichzeitig werde ich auch ein Antihormonpräparat bekommen. Ich denke, dass das auch Tamoxifen sein wird. Ich glaube, da gibt es bestimmt nicht viele Möglichkeiten. Aber direkt ausgesprochen hat es mein Doc noch nicht.

Weißt Du denn schon, wann, wie lange und wohin Du zur Kur fährst? Und was bekommst Du dort für Behandlungen? Deine Krankenkasse hat ohne weiteres abgenickt, oder bist Du privat versichert?

Rosenresli 17.07.2008 23:49

AW: carzinoma in situ
 
Hallo Reggie,
ich bin seit meiner 1. OP, also seit April 08 arbeitsunfähig und mich wundert es, dass Du arbeiten gehst, fühlst Du Dich denn so gut? Ich könnte schon aufgrund meiner Müdigkeit keinen 8 Stunden-Job leisten, die Müdigkeit sind die Nebenwirkungen von den Bestrahlungen. Bevor ich die erste Bestrahlung bekam, hatte ich ein sogenanntes Aufklärungsgespräch, wo auf Nachfrage von mir auch das Thema arbeiten gehen angesprochen wurde. Die Strahlenprofessorin riet mir ab arbeiten zu gehen, eben wegen der Nebenwirkungen der Strahlen. Auch Dich wird Dein Arzt krankschreiben, schon aufgrund Deiner Diagnose. Die Anschlussheilmaßnahme wurde mir vom Krankenhaus angeraten, die steht jedem nach Strahlen, Chemo etc. auf alle Fälle zu und wird auch nicht abgelehnt.
Dir noch einen schönen Abend.
Liebe Grüße Rosi

Reggie11 18.07.2008 18:09

AW: carzinoma in situ
 
Hallo, liebe Rosenresli,
Ich war bis 15.07.2008 krank geschrieben, das waren 11 Tage nach der OP. Sie sagten mir von Anfang an, dass ich mal so 2 Wochen Krankenstand einplanen sollte. Mein behandelnder Arzt (der Operateur) sagte dann beim Gespräch am 15., dass eigentlich von seiner Seite nichts dagegen spricht, dass ich wieder arbeite, bis zur nächsten OP. Meine Frauenärztin war erst nach Drängen meinerseits dafür. Aber ich muss sagen, mir bekommt die Arbeit eigentlich ganz gut. Ich arbeite im Büro, nichts Körperliches, bin in einem netten Team, wo es immer mal was zu lachen gibt. Und das tut mir so gut. Die Narbe schmerzt noch ein wenig, ansonsten fühle ich mich gut. Mal sehen, was die Ärzte bei der Strahlenbehandlung sagen, ich habe auch schon gehört, dass so was ziemlich schlaucht. Das mit der Kur würde ich dann auch gerne in Anspruch nehmen, das tut mit Sicherheit dem Körper gut.

Hallo Kassia,
nett, Dich in unserer Runde zu begrüßen. Für einen Erfahrungsaustausch bezüglich des DCIS bei Deiner Verwandten bin ich gerne zu haben. Habe auch Deinen Bericht über den „Killerkrebs“ gelesen. Ist schon ziemlich heftig, wenn von fachmännischer Seite ein solcher Begriff fällt. Da fühlt man sich doch gleich „halb tot“ und hat fürchterliche Angst. Mach Deiner Verwandten Mut, vielleicht kannst Du oder sie uns dann nach der OP weiter berichten, wie alles gelaufen ist.

Hallo Norma,
ich versuche auch gerade, Deinen Standpunkt zu verstehen. Ich dachte, das Thema passt doch ganz genau. Wir haben alle DCIS als Erstdiagnose. Ich dachte auch, wie Bergmädel, dass es schöner wäre für Manuela, wenn der Thread lebendig bleibt und fortgeführt wird. Ist doch schon beachtlich, dass es schon 1158 Einträge gibt. Und nur über diesen Thread habe ich Euch überhaupt hier gefunden und die für mich unheimlich wichtigen Infos und Schicksalsberichte gelesen. Man findet in anderen Foren entweder gar nichts oder nur sehr wenig zu diesem Thema. Da antwortet manchmal noch nicht mal einer.
Aber wenn Du darauf bestehst, werden wir einen neuen Thread eröffnen. Ich respektiere andere Meinungen und werde dann ggf. hier nicht mehr posten!

Liebe Grüße an alle von Reggie :winke:

Reggie11 22.07.2008 21:01

AW: Diagnose: CIS -carcinoma in situ
 
Liebe Kassia,

schade, dass Du hier nicht mehr weiter berichten willst. Das ist doch nicht "mein" Thread, ich dachte eher "unser aller". Norma hatte uns doch gebeten, nicht in Manuelas Faden zu berichten, das habe ich natürlich respektiert, da mir Manuelas schweres Schicksal auch sehr unter die Haut gegangen ist. Deshalb habe ich den neuen Thread aufgemacht und gehofft, dass wir hier unsere Erfahrungen austauschen und Probleme "besprechen" können.

Jetzt bin ich doch ein wenig verunsichert und traurig!

Gruß Regina

Reggie11 23.07.2008 07:27

AW: Diagnose: CIS -carcinoma in situ
 
Kassia,

und nur noch was zur Klarstellung:

Ich habe unsere Beiträge in Manueles Thread nicht gelöscht, wüßte gar nicht, wie das geht. Hab nur diesen Faden hier neu geöffnet. Am selben Tag war alles ab 17.07.2008 in dem anderen Faden gelöscht... Warum, weiß ich auch nicht.

Also dachte ich, schreiben wir vielleicht doch hier weiter???

Reggie11 31.07.2008 08:48

AW: Diagnose: CIS -carcinoma in situ
 
Ja, Kassia, ich habe auch Manuelas Geschichte gelesen, von Anfang bis Ende. Ich war sehr erschüttert über ihr schlimmes Schicksal und wahnsinnig traurig. Man hätte ihr bestimmt noch helfen können, wenn man die Metastasen eher entdeckt hätte.

Ich dachte auch, daß ich dort auch mal meine Geschichte schreiben könnte, weil das Thema doch dasgleiche ist. Aber ich wurde gebeten, dann doch nicht in dem Threat weiter zu schreiben, und das habe ich respektiert und deshalb diesen neuen Faden aufgemacht.

Wie geht es denn Deiner Bekannten, wie ist die OP verlaufen? Hat sie schon ein Ergebnis von der Gewebeuntersuchung?

Regina

Eleve 31.07.2008 10:32

AW: Diagnose: CIS -carcinoma in situ
 
Hallo Reggie,

Du siehst, wiie man es macht ist es verkehrt. Ob das in Manuelas Sinn ist, wenn man die vermuteten Wünsche der Verstorbenen vor die Bedürfnisse der Lebenden stellt? Reggie, DU bist jetzt da, DU hast den Ärger mit dem DCIS und der KK soll jetzt DIR helfen. Also bei allem Respekt für Manuelas Schicksal und "ihren" Thread: Stell Dich in den Mittelpunkt. Du bist wichtig. Deine Diagnose teilen viele und darum wollen wir uns doch hier austauschen, jede mit ihrer ganz eigenen Situation, aber alle füreinander.

Ich wünsch Dir alles Gute für die OP. Wenn Du lieber die ganze Brust entfernt haben möchtest, dann rede mit den Ärzten, hab Mut!
Trotzdem ist es ja wirklich wahrscheinlich, daß es mit der zweiten OP getan ist und Du geheilt nach Hause spazieren kannst :-)

Manuelas Schicksal ist nicht typisch für eine DCIS-Diagnose (die ja wohl auch einfach falsch war, wenn ich das richtig verstanden habe). Sie war eine junge Frau mit einem extrem agressiven Krebs. Ob jedes CIS wirklich in ihrem Thread behandelt werden muß, bzw. Ob jede Patientin, die sich im KK über ein CIS informieren will wirklich 46 beängstigende Seiten durchlesen sollte? Ich glaube, darüber kann man verschiedene Ansichten haben.

Also liebe Reggie, ich möchte jetzt gern sehen, daß DU ernst genommen wirst und daß DIR geholfen wird hier. Deshalb drück ich Dir schon mal vorausschauend feste die Daumen für Deine OP, damit Du ein Ergebnis bekommst, nach dem Du einfach aufatmen kannst.

Liebe Grüße,
Eleve

Karin B. 31.07.2008 11:42

AW: Diagnose: CIS -carcinoma in situ
 
hallo Reggie,
dann will ich dir mal meine Erfahrungen mit in situ schildern.
2003 Mammografie wg Verhärtung an der re. Brust oberer Quadrant, festgestellt bei der normalen Krebsvorsorge.
Mammografie zeigt Microverkalkungen.
Ich wurde daraufhin brusterhaltend operiert.
Der hist. Besfund: mind. 6 cm carzinom in situ, G2, Hormonpositiv jew. Score 4, Her2neu 3+++, R1
Mir wurde geraten - Nichts zu tun, es würde genügen alle 1/2 Jahr eine Mammogrfie durchzuführen um den Verlauf zu konntrollieren.
damit habe ich mich absolut nicht zufrieden gegeben. habe mich soweit es ging im Netz schlau gemacht und die van Nuys Studie schaust du hier
gab dann den Ausschlag für mich, dass was getan werden mußte.
Habe mich mit dem Arzt, der die vorherige OP gemacht hat besprochen und der riet mir zu einer supcutanen Mastektomie mit Einlage eines Silikonkissens.
Ich war begeistert, dass das möglich war und lies den Eingriff genau 4 Wochen nach der ersten OP durchführen, außerdem wurden Lymphknoten Level 1 (11 Stck) entnommen.
Der histol. Befund: weitere 6 cm Carzinom in situ, und ein invasives Carzinom von 1,5 cm, G3, Hormonpos. Score 4, Her2neu3+++
Ob dieses Carzinom nun in diesen 4 Wochen Unterschied gewachsen ist, oder ob es vorher schon da war, konnte mir bis dato keiner sagen.
Nachdem aber nun, nach 5 Jahren krebsfrei bei mir innerhalb von 6 Monaten Metastasen in der Lunge, Leber und in den Lendenwirbeln entas´nden sind, gehe ich davon aus, dass dieses carzinom wirklich in diesen 4 Wochen, die zwischen den beiden OP`s lagen entstanden ist.
Meine Ärzte im Brustzentrum sagten mir, dass bei mir ein anderer Maßstab angelegt werden muß und ich noch engmaschiger untersucht weren müsse, da alles bei mir explosionsartig wachsen würde.

Liebe Reggie, das muß nun bei dir nicht so sein, dennoch sei auch bei einem Carzinom in situ vorsichtig. Auch wenn jemand zu dir sagt, das wäre nur die Vorstufe, das ist ja nicht so schlimm, (den Satz konnte ich nimmer hören) sei wachsam!
ich drücke dir ganz fest die Daumen :knuddel::knuddel:

Reggie11 01.08.2008 09:15

AW: Diagnose: CIS -carcinoma in situ
 
Hallo Eleve, Deine aufmunternden Worte tun mir sehr gut. Und ich danke Dir sehr für Deine guten Wünsche. Ich kann jeden gedrückten Daumen gut gebrauchen.

Ich habe auch schon darüber nachgedacht, ob es nicht vielleicht besser wäre, wenn ich mir gleich die ganze Brust abnehmen lassen würde. Ich bin irgendwie hin-und hergerissen und sehr schwankend. Der Arzt hat davon überhaupt nicht gesprochen, so als wäre es keine Option für mich. In dem Gespräch vor der OP werde ich ihn nochmal fragen, was er davon hält. Das würde mir dann auch die Bestrahlungen ersparen. Bei der ersten DCIS-Diagnose war ich noch relativ ruhig und optimistisch. Aber wenn beim Befund jetzt wieder was rauskommt und dann nochmal operiert werden soll, werde vermutlich erstmal in ein mittel tiefes Loch fallen. Aber man soll ja immer erstmal auf das Beste hoffen.

Hallo Karin B., danke, dass Du mir Deine Erfahrungen mit dieser Krankheit geschildert hast. Ein Befund von 6 cm CIS ist aber auch ganz schön groß. Bei mir im Befund steht weder was von Grading, noch Hormonpositiv, das hat mich von Anfang an gewundert. Das wird wohl in jedem Lobor anders gehandhabt? Ist aber schon Wahnsinn, dass dann bei Dir bei der Brustentfernung sogar ein invasives Carcinom gefunden wurde, welches vorher in der Mammographie nicht entdeckt wurde. Und wenn das wirklich in den 4 Wochen gewachsen sein soll... voll erschreckend. Du bist mit Sicherheit von einem tiefen Loch ins nächste gefallen. Und ich bewundere Deinen Mut. Schlau machen kann nie schaden, ist auch meine Meinung. Auch wenn man dadurch manchmal Dinge erfährt, die man besser nicht gehört oder gelesen hätte. Viele sagen vielleicht, lies nicht so viel im Internet, da machst Du Dich nur verrückt, jeder Fall ist anders. Aber in diesem Fall kann Unwissenheit schaden. Wie geht es Dir denn jetzt? Was wird denn gegen Deine Metastasen getan?

Ich melde mich wieder, wenn ich aus dem Krankenhaus wieder entlassen wurde. Vielen Dank, Euch Beiden, für Eure guten Wünsche!

Liebe Grüße von Regina

Reggie11 01.08.2008 09:43

AW: Diagnose: CIS -carcinoma in situ
 
Hab noch was ganz, ganz Wichtiges vergessen: Karin, ich wünsche Dir natürlich auch alles, alles Gute!!!

Eleve 07.08.2008 09:02

AW: Diagnose: CIS -carcinoma in situ
 
Hallo,

ich war vor kurzem bei einer Bekannten, die vor vielen Jahren BK hatte und bei der nun ein DCIS gefunden wurde. Sie brauchte eine zweite OP, weil beim ersten Mal nicht alles erwischt wurde.
Nun ist sie überglücklich, weil sie keinen Krebs sondern nur eine Vorstufe hatte. Mir fiel es schwer, ihren Optimismus ganz zu teilen, weil ich eben manche Berichte hier gelesen habe.
Wie seht Ihr das? Eigentlich ist man doch wirklich geheilt, wenn ein DCIS entfernt wurde, und nur in seltenen Ausnahmefällen kommt noch was nach, oder?

Viele Grüße,
Eleve
P.S. Reggie, wie hast Du's überstanden?

Reggie11 09.08.2008 14:52

AW: Diagnose: CIS -carcinoma in situ
 
Hallo,

ich wollte nun mal wieder das Neueste berichten. Ich war nun das 2. Mal in der Klinik und bin seit gestern wieder zu Hause. Diesmal waren es 5 Tage, wieder in Schmalkalden. Die Betreuung war wieder sehr gut und auch fachlich bin ich sehr zufrieden, man redet ganz viel mit einem und erklärt alles ganz genau. Das nimmt einem auch ein bisschen die Angst. Es wird aber andererseits auch nicht drum herum geredet, Klartext ist die Devise, allerdings schonend und sehr einfühlsam. Essen war auch wie im Restaurant, abnehmen kann man da nicht.

Ich sollte diesmal extra noch einen Tag länger bleiben, damit bis zur Entlassung dann der Befund auch da ist. Die OP ansich hat etwa eine dreiviertel Stunde gedauert, und ich habe alles wieder gut verkraftet.
Gestern war nun die Befundbesprechung. Als der Arzt mich zu sich rief und mich liebevoll unterhakte, wusste ich gleich, dass wieder nicht alles i. O. war. In dem entfernten Gewebe (Nachresektion 1 cm Richtung Brustwarze) wurde wieder ein klitzekleines <1 mm "Carcinoma in situ" gefunden, Grading 1, nicht invasiv. Der Arzt äußerte nun den Verdacht, dass sich eventuell in der ganzen Brust solche Minikarzinome befinden könnten und empfiehlt mir eine Mastektomie, also Brustentfernung, im Brustzentrum, mit sofortigem Wiederaufbau. Die Haut und Brustwarze bleibt erhalten, alles andere wird dabei entfernt und mit Implantat oder Eigengewebe sofort wieder aufgebaut. Obwohl das größte DCIS kleiner als 3 mm war und nicht invasiv (noch nicht!), soll ich das trotzdem machen lassen, sonst hätte ich immer die Gefahr, dass eins oder mehrere sich noch in der Brust befinden und irgendwann ausbrechen. Da ich auch über diese Möglichkeit vorher schon nachgedacht hatte, stand mein Entschluss sofort fest, dies machen zu lassen. Wir haben im September 3 Wochen Urlaub, danach soll ich mich im Brustzentrum in Suhl melden, dort wäre wohl der beste und erfahrendste Arzt, nach der Meinung meines Operateurs. Der sagte mir, dass mir diese OP dann wenigstens die Bestrahlung erspart, ansonsten hätte ich ja 30 Bestrahlungen bekommen. Vielleicht brauche ich dann auch keine Antihormone einnehmen, die oft hammerharten Nebenwirkungen, 5 Jahre lang, möchte ich mir auch gerne ersparen.

Eigenartiger Weise hatte ich auch gar keinen Nervenzusammenbruch oder Schock oder so ähnlich bei der Diagnose, ich hatte schon vorher so ein komisches Gefühl. Der Krebs ist außerdem immer noch heilbar. Und es war vielleicht sogar mein Glück, wenn man in diesem Zusammenhang von "Glück" reden kann, dass in diesem kleinen nachträglich entfernten Gewebestück noch ein DCIS war. Ansonsten hätte mein Arzt sicher gesagt: Wir haben weiter nichts gefunden, alles i. O. Ich denke, das beantwortet auch ELEVES Frage, ob man sich nach der Entfernung eines DCIS sicher sein kann, nun völlig gesund zu sein. Ich denke definitiv, dass es in der Medizin sowieso keine 100%ige Sicherheit gibt und auch in diesem speziellen Fall nicht. Klingt hart, ist aber leider so.

Im Urlaub werde ich noch mal Kraft schöpfen und so wenig wie möglich an die bevorstehende OP denken. Aufgeregt sein kann ich dann immer noch kurz vorher…

Kassia, ich hoffe, dass die Diagnose von Deiner Bekannten positiv für sie aussieht und würde mich freuen, hier wieter von Dir zu lesen.

Liebe Grüße an alle von Regina.

Reggie11 09.08.2008 15:01

AW: Diagnose: CIS -carcinoma in situ
 
Wer von Euch hat denn schon eine Mastektomie mit Erhaltung der Brustwarze und der Brusthaut hinter sich und kann mir aus seinen Erfahrungen berichten. Habe wieder unzählige Fragen, wie z. B.:

- Ist der Wiederaufbau mit Eigengewebe oder mit Implantat besser?

- Wie lange hat die OP gedauert?

- Wie war es mit den Schmerzen hinterher? Bei den ersten beiden OPs hatte ich nur sehr wenig Schmerzen.

- Ob bei mir Lymphknoten entfernt werden müssen, weiß ich noch nicht. Werden die generell entfernt?

- Wie sieht das Ergebnis heute aus, ich meine rein optisch? Gut, das spielt für mich nicht die entscheidende Rolle, wichtiger ist natürlich die Gesundung!!!

Karin B. 09.08.2008 17:21

AW: Diagnose: CIS -carcinoma in situ
 
hi Reggie :remybussi
hab dir ja meine Geschichte schon geschrieben. Bei mir war es genau die gleiche OP, die dir nun vorgeschlagen wurde, eine supcutane Mastektomie mit Einlage eines Silikonkissens, dabei bleibt dir deine Haut und die Brustwarze erhalten.
Diese OP ging nur knapp 1,5 Std, dabei wurde mir dann auch Lymphknoten Level 1 entnommen.
Schmerzen hatte ich danach absolut keine, war auch schon abends wieder auf den Beinen.
Das Problem bei mir war, dass eben dieser invasive Anteil in der Brust war, was zur Folge hatte, dass ich dann trotzdem bestrahlt wurde und ich darauf eine sehr böse Kapselfibrose bekam. War daraufhin in 2 Plastischen Chirugien die von vornweg ablehnten, in diese hochgradig entzündete Brust zu schneiden. Erst die dritte Klinik ging das "Wagnis" ein und nahm einen Diep-flap / Brustaufbau durch Eigengewebe vom Bauch, vor. Leider war der Strahlenschaden so emens, dass diese OP 11 Std ging und bei der OP wurde dann auch festgestellt, dass das Silikon bereits defekt war. Es mußte während der OP 3x Gewebe vom bauch entnommen werden, was leider zur Folge hatte, dass ich meine Bauchmuskeln auf der rechten Seite entnommen bekam, jedoch sind diese nicht in meiner Brust, sondern im Mülleimer gelandet, muß ein Stück gewesen sein, was sich nicht anschließen ließ. Heute habe ich drei Bauchnetzte liegen.

Das muß nun nicht heißen, dass bei dir auch soetwas passieren muß. meine Erfahrungen damit sind nur, wenn ich heute nochmals die Wahl hätte, dann würde ich es anders machen, erst path. abklären lassen, ist es wirklich nur carzinom in situ, oder doch vielleicht mehr.
Wurde bei dir ein MRT der Brust gemacht? Wenn nein, dann wäre das eine Option zur Mammografie.
Viele Gyns überweisen nicht zum MRT, weil Mikroverkalkungen dort nicht sichtbar sind, aber invasive Anteile schon.
Übrigens hast du bei einer supcutanen Mastektomie mit Gewebeaufbau immer noch ein Restrisiko, nämlich deine Haut und die Brustwarze, wurdest du darauf aufmerksam gemacht?
Ich will dich nicht verunsichern, aber dir auch zeigen, dass nicht alles das "gelbe vom Ei" ist
für deine Entscheidung wünsche ich dir alles alles Liebe
Karin

Reggie11 09.08.2008 20:33

AW: Diagnose: CIS -carcinoma in situ
 
Liebe Karin,

danke für Deine Antwort. Als ich meinen Befund gestern bekam, dachte ich auch sofort an Deinen ersten Bericht und dass bei Dir später noch ein invasiver Tumor gefunden wurde. Schon hammerhart, ansonsten hätte dieses "Ding" wohl noch lange in Dir geschlummert und möglicherweise Schaden angerichtet. Wurde der Tumor direkt bei der OP mittels Untersuchung oder beim MRT vorher gefunden? Da hast Du aber schon einen Ärzte- und Krankenhausmarathon hinter Dir, wow! Und 11 Stunden OP! Tut mir ganz doll leid, dass Du so viel durchmachen mußtest. Laß Dich einfach mal knuddeln!!! :knuddel: Eine Kapselfibrose ist sicher sehr schmerzhaft und langwierig. Hab gelesen, dass das gar nicht so selten ist bei Implantaten. Deshalb bin ich auch noch so unschlüssig, auf welche Art und Weise ich den Brustaufbau vornehmen lassen möchte.

Du hast Recht, ich werde meine Frauenärztin nächste Woche auf ein MRT ansprechen, damit noch eine Möglichkeit besteht, was zu finden, was da nicht hingehört. Mal sehen, was sie dazu sagt. Ich kann gut nerven!

Mein OP-Arzt hat mich auf das Restrisiko durch Haut und Brustwarze hingewiesen. Er war aber der Meinung, dass das vertretbar sei, da veschwindend gering.

Aber was ist mit Dir? Geht es Dir jetzt wieder besser?

Liebe Grüße von Regina.

Karin B. 09.08.2008 20:52

AW: Diagnose: CIS -carcinoma in situ
 
hi Reggie :winke:
mir ging es in den 5 Jahren wie vielen, mal rauf mal runter,war aber krebsfrei.
Leider hat es mich nun doch wieder erwischt, hier mein Thread
http://www.krebs-kompass.org/forum/s...ad.php?t=33571
ja mach das, löchere deine Gyn, du kannst dadurch nur gewinnen ;)

Reggie11 10.08.2008 20:46

AW: Diagnose: CIS -carcinoma in situ
 
Danke, Karin!

Hab jetzt erstmal in Deinem Faden nachgelesen, tut mir sehr leid für Dich. Hab Dir diesbezüglich "drüben" geantwortet.

Liebe Grüße von Regina

Reggie11 11.08.2008 09:58

AW: Diagnose: CIS -carcinoma in situ
 
Liebe Kassia,

das tut mir seid leid für Deine Verwandte. Die Lymphknoten wurden bei mir gar nicht untersucht. Mein OP-Arzt sagte, dass, solange sich die Diagnose DCIS im pathologischen Befund bestätigt, die Lymphknoten nicht befallen sind.

Ich bewundere auch die Frauen, die sich schon jahrelang mit der Diagnose Brustkrebs herumschlagen. Eine Untersuchung nach der anderen, Angst, Schmerzen, schlimme Diagnosen, Hoffnung. Wenn es um das nackte Überleben geht, kann man wahrscheinlich wahnsinns Kräfte mobilisieren, denke ich. Bei mir steht momentan noch der aktuelle Befund DCIS, das macht mir natürlich Mut. Aber ich denke auch realistisch, dass sich das noch ändern kan. Ich kann nur hoffen, dass nach der Mastektomie der Befund auch noch genauso heißt, ansonsten .... werde auch ich weiter kämpfen!!!

Und ich werde die Daumen drücken für Deine Verwandte, dass alles, was sie hat, heilbar bzw. operabel ist. Alles, alles Gute!

Liebe Grüße von Regina.

Heike57 15.08.2008 22:21

AW: Diagnose: CIS -carcinoma in situ
 
[Hallo Regina
bei mir (50J)wurde nach der zweiten Biopsie auch DCIS festgestellt. Alles lief wohl ziemlich gleich wie bei Dir. Am Mittwoch, den 20.08.08 soll ich erneut operiert werden. Es steht aber heute schon fest,dass im Anschluss eine Strahlentherapie erfolgen muss. Die Heilungschance liegt heute schon bei fast 100%, wenn eine ordentliche Behandlung erfolgt. Kann man gut im Internet alles nachlesen. Natürlich war ich auch ganz schön geschockt, aber ich habe mich für das Leben entschlossen.Sicherlich bist Du inzwischen auch wieder aus der Krankenhaus. Berichte dochmal wie es Dir ergangen ist. Alles Gute und ddenk daran, das Leben ist zu schön um schon abzutreten.:1luvu:



QUOTE=Reggie11;576293]Hallo! Mein Name ist Regina, ich bin 51 Jahre alt. Mit großem Interesse habe ich in den vergangenen 2 Tagen Eure Beiträge zu diesem Thema gelesen und mit Bestürzung und dicken Tränen in den Augen dann auch von dem traurigen Schicksal von Manuela gelesen… Dazu fehlen mir einfach die Worte!

Ich habe heute erfahren, dass ich auch ein Carcinoma in situ habe, in der rechten Brust. Aber ich will von Anfang an erzählen: Alles fing damit an, dass mich meine Frauenärztin anrief und mir sagte, dass mein Befund der Mammographie nun vorliegt und ich sollte nochmal zum Gespräch zu ihr kommen. Es wäre aber "nichts Schlimmes", ich sollte mir keine Sorgen machen. Die hatte gut Reden, schon alleine die Tatsache, dass ich überhaupt nochmal was von ihr gehört habe nach der Untersuchung, machte mir Sorgen. Denn mir wurde ja gesagt, wenn ich nichts höre in den nächsten 2 Wochen, dann wäre alles soweit in Ordnung. Also bin ich nochmal hin zu meiner Ärztin. Sie sagte dann, dass sich in meiner Brust Mikroverkalkungen gefunden haben. In der linken Brust BI-RADS I, rechts jedoch BI-RADS IV, abklärungsbedürftig. mit einem ein Hinweis auf DCIS, einer Vorstufe von Krebs. Dann hat sie mir gleich einen Einweisungsschein ausgestellt und gesagt, dass ich 2-3 Tage stationär aufgenommen werde. Aber es ist ja "nichts Schlimmes"! Das habe ich in dem Moment aber völlig anders gesehen. Ich war im ersten Moment voll von der Rolle und mir schwirrten viele Fragen durch den Kopf. Am 04.07.2008 wurde ich operiert und ein Areal in der Größe 8 x 5,5 x 2 cm unter Vollnarkose entfernt, mittels vorheriger Nadel-Markierung bei Mammographie und Röntgenunterstützung. Habe nun eine 8 cm lange Narbe unterhalb der Brust, genau in der Falte, die an sich gut heilt. Und ab morgen gehe ich wieder arbeiten. Das tut mir bestimmt gut.

Heute bekam ich das Ergebnis: 2 Carcinoma in situ, das größere 3mm groß. Aber am Rand muss noch mal nachgeschnitten werden, da der nötige Sicherheitsabstand (oder so) nicht eingehalten wurde. Ich soll nun am 04.08.2008 erneut ins Krankenhaus und noch mal brusterhaltend operiert werden. Davor habe ich aber mehr Angst, als vor der ersten OP. Was ist, wenn dann wieder was gefunden wird? Bloß nicht!

Wer schreibt noch in diesem Thread und hat die gleiche Diagnose bekommen oder kann mir helfen mit seinen Erfahrungen, wie es nun weiter geht? Wie sind meine Heilungschancen?

Ich freue mich über jede Antwort!!![/QUOTE]

skibber 15.08.2008 23:21

AW: Diagnose: CIS -carcinoma in situ
 
Hallo Heike,
Du musst vor der OP keine Angst haben. Aber es ist schon so, dass einem die erste Op am wenigsten ausmacht, da man ja auf Heilung rechnet. Muss man nocheinmal operieren wird diese Illusion zerstört. Ich wurde nach der 2. OP, wo sie mir noch die Wächterlymphknoten weg operierten als praktisch geheilt erklärt. Nach 30 Bestrahlungen sagte man mir, ich sei geheilt. Irrtum, denn nur 3 Monate später hatte ich immer noch oder wieder Mikrokalk. 3. und 4. OP. Empfehlung Mastektomie. Da habe ich kurz einmal auf die Hinterbeine gestanden und sämtliches über DCIS gelesen und mit allen meinen Ärzten gesprochen. Ich nahm das Risiko auf mich, mit einer engmaschigen Kontrolle auf Amputation zu verzichten. Die Nachkontrolle im Juni dieses Jahres gab mir ( im Moment, Krebs macht was er will ) recht. Es wurde KEIN Mikrokalk mehr gefunden. Und ich bin froh, dass ich meinen Busen noch habe. Dies ist meine ganz eigene Entscheidung und Du musst selber Den Weg gehen und finden.
Viel Mut und viel Glück wünsche ich Dir von Herzen.
Im Dezember 08 habe ich dann wieder die Nachkontrolle und werde meinen Thread: Nachkontrolle und Angst wieder aufnehmen und das Resultat bekannt geben. Das Daumendrücken aller Mitleidenden hier hilft, glaub mir.
Skibber

Reggie11 17.08.2008 21:12

AW: Diagnose: CIS -carcinoma in situ
 
Hallo Heike57,

ich habe die 2. brusterhaltende OP schon hinter mir, es war eine Nachresektion, wegen DCIS im untersuchten Randgebiet bei der 1. OP. Da nun bei der Nachresektion wieder ein DCIS gefunden wurde, riet man mir zur subkutanen Mastektomie. Der Arzt vermutet multifokales Auftreten der DCIS, also an verschiedenen Stellen, und befürchtet noch mehrere Herde in der verbliebenen Brust. Deshalb habe ich Ende August einen Gesprächstermin im Brustzentrum vereinbart. Wenn ich mich für die Mastektomie entscheiden sollte, bekomme ich dann keine Bestrahlungen. Ansonsten werde ich 30 Bestrahlungen machen müssen. Ich wünsche Dir alles Gute für Deine bevorstehende OP und natürlich gute Ergebnisse!!!

Hallo Skibber,

wenn das Brustzentrum mir zur Mastektomie rät, werde ich diese wahrscheinlich machen lassen. Ich kann mit der Angst nicht leben, dass da in meiner Brust evtl. noch ein oder mehrere kleine Krebsherde schlummern, die nur darauf warten, irgendwann auszubrechen, und dann mit voller Wucht. Ich habe gelesen, dass sich jeder Brustkrebs aus der Vorstufe CIS entwickelt, aber nicht aus jedem CIS auch Brutkrebs wird. Vielleicht habe ich auch gar keine weiteren mehr oder es sind moch welche da und sie brechen nicht aus? Das Risiko ist mir irgendwie zu groß. Aber da muß, glaube ich, jeder seine eigene Entscheidung treffen. Ich bin nur froh, dass ich hier im Forum Leute treffen kann, die über ihre eigenen Erfahrungen berichten, vielleicht ist das für mich auch eine Entscheidungshilfe. Ich wünsche Dir alles Gute und laß Dich auf jeden Fall engmaschig untersuchen.

Es grüßt Euch herzlich Regina.

Jewles 17.08.2008 22:01

AW: Diagnose: CIS -carcinoma in situ
 
Hallo ihr lieben DCIS Mitstreiterinnen

Ich hatte auch ein DCIS an 2 Stellen der gleichen Brust und die gegenueberlagen, somit musste ich meine Brust hergeben. Ich habe gleichzeitig einen Aufbau machen lassen und muss nun nach fast drei Jahren sagen, dass die Angst die Brust zu verlieren und wie es wohl aussehen wird nach der OP groesser waren, als ich es jetzt und heute empfinde mit einer aufgebauten Brust zu leben.

Liebe Gruess Jewles

Reggie11 18.08.2008 14:45

AW: Diagnose: CIS -carcinoma in situ
 
Hallo Jewles,

ja, ich denke, dass es mir genauso geht. Ich habe auch Angst vor der Mastektomie, aber noch mehr Angst, an Brustkrebs zu sterben. Ich nehme lieber jetzt die Schmerzen der OP in Kauf und lebe dann vielleicht ruhiger.

Wann und mit welcher Methode hast Du denn den Brustaufbau machen lassen, Silikonkissen oder Eigengewebe? Mich würden Deine Erfahrungen diesbezüglich brennend interessieren, da ich mich wegen der Methode noch nicht endgültig entschieden habe. Wie lange hat die OP gedauert, wurden auch Lymphknoten entfernt, und wie war es hinterher mit den Schmerzen?

Danke schon im Voraus für Deine Antworten, Gruß Regina.

Reggie11 19.08.2008 08:43

AW: Diagnose: CIS -carcinoma in situ
 
Tamina, da hast Du ja schon einiges über Dich ergehen lassen, tut mir leid. Habe schon desöfteren gelesen, dass die Erstdiagnose DCIS erstmal verharmlost oder sogar runtergespielt wird, so ungefähr wie: "ist ja nur eine Vorstufe von Krebs". Aber ich denke auch, man sollte dies weder auf die leichte Schulter nehmen, noch sich in falscher Sicherheit wiegen. Da wird ein DCIS-Herd entfernt, sauberer Rand, vielleicht noch Bestrahlung, geheilt! Dann nach ein paar Jahren ein sogenanntes Rezidiv entdeckt, obwohl niemand weiß, ob es nicht vielleicht damals schon als DCIS-Herde da war. Es hat mich schon stutzig gemacht, dass mann eine Nadelmarkierung machen muß, um die Dinger bei der OP überhaupt zu lokalisieren, weil man sie mit bloßem Auge nicht sieht.

Erst durch dieses Forum habe ich wirklich erfahren, wie es Frauen tatsächlich ergangen ist. Und dafür bin ich sehr dankbar. Aus medizinischen Fachbüchern kann man da lange nicht so viel entnehmen, nur Allgemeines. Ich will meine Augen nicht verschließen, ich will Bescheid wissen!

Wie bist Du denn mit der Diep-Flap-Methode zurecht gekommen? Wie lang war die OP? Waren die Schmerzen zu ertragen?

Ich wünsche Dir alles Gute für Deine Untersuchungen und Ergebnisse.

Liebe Grüße von Regina.

tinemarinella 19.08.2008 17:10

AW: Diagnose: CIS -carcinoma in situ
 
Hallo Ihr Lieben!

Ich hatte auf den Tag genau 6 Monate nach meiner letzten Bestahlung die Diagnose Dcis G3 hormonnegativ. Ich verstand die Welt nicht mehr.

Bin zu meinem Radiologen und der meinte, dass das Dcis zwischen "gut und böse" liegt und somit nicht von der Bestrahlung betroffen war.

Da war ich baff. Nun mußte ich eine Entscheidung treffen und so kam ich zu der subkutanen Mastektomie mit Erhaltung der Brustwarze.
Es war der sicherste Weg.

Meine Mama und ich haben uns genetisch untersuchen lassen - bis jetzt kein Ergebnis auf einen Gendefekt...

Liebe Grüße
Christine

Reggie11 19.08.2008 20:17

AW: Diagnose: CIS -carcinoma in situ
 
Hallo Tamina und Tinemarinella,

also bei Euch beiden haben die Bestrahlungen nichts gebracht? Da fragt man sich doch hinterher, warum man das alles eigentlich auf sich genommen hat. Die Aussagen der Ärzte bzw. Fachleute scheinen diesbezüglich sehr widersprüchlich zu sein.

Liebe Tamina, 11 Stunden OP klingt schrecklich! Wenn Du Bandscheibenprobleme hast, muß es für Dich ja wirklich grauenvoll gewesen sein, nur auf dem Rücken zu liegen. Wie lange bist Du denn im Krankenhaus gewesen? Bist zu dann anschließend zur Kur gefahren und hast Dich einigermaßen erholt?

Liebe Tinemarinella,

ich glaube, dass ich auch die subkutane Mastektomie mit Erhaltung der Brustwarze machen lasse. Wie war die OP für Dich? Und wie bist Du mit dem Ergenis zufrieden?

Viele Grüße von Regina.:winke:

tinemarinella 19.08.2008 20:23

AW: Diagnose: CIS -carcinoma in situ
 
Hallo Regina!:winke:

Die Op war in 2 Stunden vorbei, aber ich hatte schon irre Schmerzen hinterher - Nervenschmerzen, denke ich mal. Mit dem Ergebnis bin ich voll und ganz zufrieden, alles paßt soweit ganz gut und die Narben sind in der Brustfalte verschwunden. Naja, wenn ich ins Fitness-Studio gehe, dann kucken manche doch ganz dolle, wenn ich in der Dusche bin....
Man sieht die Narben halt einfach, aber ich stehe dazu - das bin halt ICH...;)

Liebe Grüße
Christine


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