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stark sein
hallo ihr lieben
gestern um 14:00 uhr hat mein armer papa nun doch losgelassen. es war ein so harter kampf. so oft in seinem leben hat man ihm gesagt, dass er eine krankheit nicht überleben wird- er hat es immer geschafft. diesmal hatten die ärzte recht. er wollte es nicht glauben, hat immer nur das gehört was er hören wollte und hat bis zuletzt dagegen gekämpft. er wollte noch leben um mit meiner mama noch so viele dinge zusammen zu machen. was uns alle so ercshreckt hat waren seine träume. er träumte schon vor einigen monaten das 3 gestalten mit offenen mündern in dunkle mäntel gehüllt an seinem bett standen und ihn mitnehmen wollten. er hat mit ihnen diskutiert und ihnen gesagt:"meine füsse kriegt ihr nicht". die haben wohl gefragt was er damit meint und er erklärte ihnen das man ja immer mit den füssen zuerst hinausgetragen wird. diesen traum muss er bis zuletzt immer wieder gehabt haben. obwohl er zu schwach war den kopf zu heben hat er immer wieder seine füsse angezogen und hat versucht sie zu verstecken. es tut mir so weh, das er so eine angst hatte. als ich gestern mit meinem bruder sprch und ihm sagte das die bestatter kommen werden ist er total zusammengebrochen und hat nur gesagt; nicht mit den füssen zuerst. meine mutter hat das ganz toll organisiert und den wunsch umgesetzt. die bestatter haben zwar sehr komisch geguckt haben ihn aber den ganzen weg aus der wohnung bis in den leichenwagen mit dem kopf zuerst getragen. ich habe soviel gute erinnerungen an meinen lieben papa und kann es gar nicht fassen das er nun woanders ist. er war ja in den letzten jahren immer sehr weit weg entweder in spanien oder in bayern und wir haben uns wenig gesehen. ich hoffe das ich das irgendwann begreifen kann. alle sind so traurig und ich irgendwie auch aber ich muss doch jetzt alle trösten und dafür stark sein. ich bin so durcheinander traurig und erleichtert, sorge um meine mama, oma und meinen bruder. muss auch irgendwie noch für meine tante dasein. ich verliere gerade so ein bisschen den bodenkontakt. yvonne |
AW: stark sein
Hallo Yvonne,
mein aufrichtiges Beileid ! Das ist ein schwerer Verlust. Kann es sehr gut nachvollziehen, mein Papa starb Ende Februar auch und er fehlt mir ohne Ende. Es ist schwer einen geliebten Menschen loszulassen, ich weiss. Ich kann es bis heute nicht verstehen und es schmerzt immernoch so sehr :( Ich wünsche Dir viel Kraft für die kommende Zeit, Dir und Deiner Familie. Wir sind immer hier und es hilft sehr sich hier auszutauschen. Traurige Grüße :pftroest::pftroest: |
AW: stark sein
Hallo Yvone!
Erstmal mein herzliches Beileid zum Verlust deines Vaters. Du schreibst du musst stark sein für deine Familie das ist zwar einerseits richtig aber lasse auch deine Trauer zu denn sonst wird es für dich später sehr schwer. Ich habe es selbst festgestellt. Meine Mutter ist im Dezember verstorben und ich habe mich anfangs um alles und jeden gekümmert und 2 Monate später bin ich dann in ein sehr tiefes Loch gefallen. Versuche wirklich auch deine Trauer zuzulassen. LG Ingrid |
AW: stark sein
Liebe Yvonne,
Auch von mir mein aufrichtiges Beileid zu eurem schweren Verlust... Es ist schlimm ein Elternteil zu verlieren,doch sei dir sicher das es deinem Vater jetzt besser geht...dort wo er ist ,dort gibt es keine schwarzen Männer mehr vor denen er in Angst leben muss... Ich bin der festen Überzeugung das mein Vater (der vor 7 Wochen starb) in der Stunde seines Todes von seinen lieben Eltern (die er selbst schon früh verloren hat) abgeholt worden ist... Wir haben ihn bis hin zur Pforte begleitet dahin wo unser Weg dann zu Ende war...und auf der anderen Seite wurde er empfangen ,um jetzt von dort oben ein Auge auf uns zu werfen ..Ich spüre seine Liebe immernoch und weiß das er auf uns aufpasst und voller Stolz auf seine Familie blickt... Liebe Yvonne es gibt so wenig Trost in dieser schweren Zeit die Tränen müssen geweint werden und der Verlust bedauert werden...nimm dir alle Zeit die du brauchst, lass dich fallen und steht als Familie weiterhin zusammen... Ich finde es ganz toll,das ihr das mit dem Bestatter so geregelt habt...hat mich sehr berührt... Viel Kraft für die kommende Zeit und sei dir gewiss hier ist immer jemand der dich auffängt... Der Austausch hier ist für mich und viele andere ein Stück Trauerarbeit das wir zusammen durchstehen können Es ist gut und richtig das es ein solches Forum gibt.. Regina |
AW: stark sein
Hallo ihr lieben,
vielen dank für eure tollen worte. heute habe ich bisher nur einmal mit meiner mutter telefoniert und daher zeit für mich gehabt. irgendwie bin ich total müde. es kommt mir so vor als würde die welt sich weiterdrehen und ich steh nur so da. am liebsten würde ich alles mal anhalten, nur schlafen und dann wenn ich aufwache ist alles wieder gut. ich muss ständig an ihn denken, wie stark er war. ich bin so stolz auf ihn und vermisse ihn so sehr. am dienstag kommt mein bruder mit seiner frau und meinen süßen neffen. denen möchte ich so viel erzählen finde aber keine worte. yvonne |
AW: stark sein
Liebe Yvonne
Habe diesen Liedtext erst kürzlich hier im KK gelesen, ich glaube von Michaela Er passt auch für dich ganz gut, Bei Gott es fehlt ein Stück, haltet die Welt an, es fehlt ein Stück, sie soll stehen. Und die Welt dreht sich weiter und das sie sich weiterdreht, ist für mich nicht zu begreifen, merkt sie nicht das einer fehlt. Haltet die Welt an, es fehlt ein Stück. Haltet die Welt an, sie soll stehen. Es ist leicht zu erkennen und schwer zu ertragen. Wie konnte man uns trennen? Mein Herz trägt deinen Namen. Es ist die alte Geschichte, wenn jemand stirbt. Es fehlt ein Stück vom Puzzle, das so niemals fertig wird. Denke an dich:engel: |
AW: stark sein
Hallo
da ihr das gleiche durchmacht wie ich glaube ich dass ihr wisst wie gut es tut von euch zu hören. liebe megjabot: ich danke dir für den tollen liedtext: ja er passt ganz genau. ich konnte endlich mal weinen als ich ihn gelesen habe und das war sehr befreiend. liebe regina: auch ich kann mir nicht vorstellen, dass die dunklen gestalten wirklich existieren. ich habe mich schon lange mit tod und sterben auseinandergesetzt und bin der festen überzeugung, das uns etwas sehr schönes erwartet. es tut mir so leid für meinen bruder, der glaubt, das mit dem tod alles aufhört. mein papa hat so oft gesagt, dass er in die hölle will, weil es dort warm ist (er hat in den letzten monaten so sehr gefroren). wir sassen im bikini und er hatte immer zwei dicke decken. ich hab ihm dann immer gesagt, das es im himmel genau die richtige temperatur für ihn hat und das er dort auch nicht frieren muss. ich denke er hat jetzt keine schmerzen und ist endlich wieder frei. er scheint so nah bei mir wie lange nicht mehr. liebe ingrid: ich versuche es mich auch mal auf mich zu konzentrieren. aber jedesmal wenn ich das tue ruft meine mama an. wir sind so unterschiedlich. da wo ich ruhe brauche, braucht sie aktion. sie will jetzt alles regeln, hat schon die gesamte wohnung umgestellt und seine sachen gepackt. ich möchte einfach nur mal ausruhen und in ruhe an ihn denken können. habe angst dass viele dinge die er gesagt und getan hat aus meinem gedächtnis verschwinden. ich hab mich mit meinem vater meistens ohne worte verstanden. oft genügte schon ein blick. das ist mit meiner mutter so anders. ich bemühe mich sehr swie zu unterstützen und sie sein zu lassen wie sie ist, aber es fällt mir schwer. manchmal habe ich das gefühl, dass je mehr ich versuche sie zu verstehen, sie mich ausspielt. liebe stella: ich hoffe für uns alle, das wir einen weg finden. ich selbst pendle zwischen schmerz und unglauben und hoffe, das ich irgendwann mit dem wissen weiterleben kann das mein lieber papa in einer anderen art bei mir ist. ich kann mir nicht vorstellen, dass ich ihn nicht mehr in den arm nehmen kann, nicht mehr mit ihm sprechen kann. meine mutter hat die ansage auf dem anrufbeantworter so gelassen. jedesmal wenn ich dort anrufe und der ab springt an kann ich ihn hören, so als wäre er gesund, nicht die gebrochene stimme der letzten zeit. mich macht das sehr glücklich, meine oma sagt sie gruselt sich dabei. an euch alle lieben dank yvonne |
AW: stark sein
Liebe Yvonne,
mein allerherzlichstes Beileid :knuddel::knuddel: Auch ich kann Dir nur raten, Deine Trauer zuzulassen, bevor es Dich umhaut. Es ist auch wichtig mit der Trauer alles zu verarbeiten. Mein Mann hatte es beim Tod seiner Mutter nicht getan und ist fast daran zerbrochen. Hier einen kleinen Text, den ich nach dem Tod meiner Schwiegermutter bekam: http://img390.imageshack.us/img390/4...ch10010eo7.jpg |
AW: stark sein
Liebe Yvonne,
mein herzliches Beileid. Es ist nicht einfach, dass ganze jetzt zu akzeptieren. Bei mir hat es Tage gedauert und manchmal zweifel ich heute noch daran... Du musst dir auch Zeit für dich nehmen und deine Trauer nicht unterdrücken. Ich weiß wovon ich rede, denn dann erwischt es dich um so härter... Mein Freund meinte als meine Mama gestorben ist, dass sie jetzt mein Schutzengel ist. Und daran glaube ich. Außerdem ist sie immer bei mir, tief in meinem Herzen. Ich wünsche dir ganz viel Kraft Ela |
AW: stark sein
Liebe Yvonne,
auch von mir erst mal mein aufrichtiges Beileid. Mein Pappa ist auch erst vor 2 Wochen gestorben und alles tut noch so entsetzlich weh. Ich wundere mich auch immer über meine Mitmenschen, die so tun, als wenn alles nicht gewesen wäre. Aber jeder versucht anders mit der Trauer umzugehen. Ich habe manchmal sehr große Angst, dass ich nie wieder glücklich sein könnte. Ich ahbe einfach zu nichts Lust, schlafe so gut wie überhaupt nicht mehr und befasse mich noch sehr mit dem Thema. Dabei möchte ich eigentlich auch wieder mal normal leben. Alles brau´cht seine zeit und es ist ja noch sehr frisch. Ich kann es einfach nicht fassen, dass ich ihn nie mehr sehe, berühren kann, und feste knuddeln. Als ich seine Pullover wegräumte und den geruch wahrnehmen, hätte ich laut schreien könne. Ich wünsche Dir alles erdenklich Gute und viel Kraft für die nächste Zeit. Schön, dass wir hier im Forum nicht alleine sind und aufgefangen werden. Wie eine große Familie. Liebe Grüße von IRIS |
AW: stark sein
Liebe Yvonne
Mir tut es auch immer gut mich mit euch hier auszutauschen... Ich habe es schon mal gesagt,das die Menschen in meiner Umgebung gar nicht so genau wissen wie sie mit mir umgehen sollen... Am besten schnell wieder zur Tagesordnung übergehen... Hier sitzen wir alle in einem Boot und wissen wie die anderen sich fühlen,vor allem wird man hier aufgefangen,wenn es einem schlecht geht,und das tut gut... Ich freu mich immer ,wenn ich den pc anwerfe, und etwas von euch lese... Du sagst ,das du Angst hast das viele Dinge die dein Papa gesagt oder getan hat,aus deinem Gedächtnis verschwinden, das glaube ich nicht,liebe Yvonne...noch wird alles von dieser schrecklichen Krankheit überschattet,und man kann an nichts anderes denken...aber es wird der Tag kommen ,an dem du anfängst,wieder an die schönen Sachen zu denken und es wird dir ein Lächeln auf dein Gesicht zaubern... Ich empfinde es so, das es schon eine Art von Trauma ist,ein Elternteil beim Sterbeprozess zu begleiten,das muss verarbeitet werden,und mir gelingt das auch im Moment noch recht schlecht...immer sehe ich meinen geliebten Vater in seinem Pflegebett da liegen...es ist furchtbar und tut unendlich weh... Ich hoffe das ich eines Tages auch davon provitieren werde,kann es mir aber nocht wirklich vorstellen.... Liebe Iris, Wir alle hier können von Menschen berichten ,die sich leider unmöglich verhalten haben.. Ich tue mich auch sehr schwer damit,einfach zu sagen,sie können halt nicht damit umgehen... Aber auf solche Menschen werden wir immer wieder treffen,und es wird auch immer wieder wehtun... Ich habe erfahren,auf wen man wirklich zählen kann,und alleine das ist ja schon eine Erkenntnis... lasst euch umarmen:pftroest: alles Liebe Regina |
AW: stark sein
Hallo ihr lieben,
die letzten 2 tage waren schlimm, ich hatte das gefühl in einem tiefen loch zu sein. alles kam nur noch gedämpft an. bei jedem mist hätte ich heulen können und wurde sehr schnell wütend. ich fühle mich absolut überfordert von dem aktionismus meiner mutter. ich weiss ja, dass jeder auf seine art damit umgeht und bemühe mich sehr sie zu verstehen.es fäält mir sehr schwer über die beistezung mit ihr zu sprechen, sie ist so geschäftsmäßig und will alles jetzt sofort regeln. ich habe ihr gesagt, das ich alles mitmache solange es im sinne meines papas ist. er wollte immer eine kleine zeremonie in spanien. die asche ins meer streuen und dann die urna auf den felsen zerschlagen. alles ganz familiär und ohne großes tamtam. leider ist dort jetzt hochsaison und damit ist es im moment nicht möglich seinen wunsch zu erfüllen. wir hatten uns geeinigt noch einige wochen zu warten und dann alle zusammenkommen. meine mutter, mein bruder und ich und alles ganz in ruhe so zu machen wie er es wollte. auf einmal will sie eine große party mit allen die bei ihr im haus wohnen. sogar mit leuten die er wirklich nicht gemocht hat. sie hat eine rede geschrieben und auf spanisch übersetzen lassen damit alles sie verstehn, nur wir nicht, da wir ja nicht so gut spanisch sprechen. danach will sie alle einladen. ich hatte so sehr gehofft, das wir drei uns dann hinsetzen und in aller ruhe an ihn denken können. ich hab ihr gesagt mir geht das alles zu schnell und dass ich gar nicht weiss wie sie die asche jetzt bei hochbetrieb verstreuen möchte. jetzt sagt sie, sie will eine yacht mieten. erst sagte sie, mein bruder und ich sollen den termin ausmachen wann die beistezung geschehen kann. da wir ja beide in deutschland sind und anreisen müssen. nachmittags rief sie an und präsentierte dann flüge an irgeneinem datum. ich bin total geschockt, konnte ihr nichtmal sagen das ich das nicht möchte, sie sagte nur dann mach ich das eben allein und legte auf. mein bruder rief sie an und sagte wir werden uns selber um flüge kümmern da er heute zu mir kommt. jetzt ist sie sauer. ich weiss gar nicht mehr was ich denken soll. yvonne |
AW: stark sein
Liebe Yvonne,
es fällt mir schwer auf Deinen Bericht zu antworten, denn es fehlen mir einfach die Worte. Ich war immer der Meinung, das eine Beisetzung im Sinne des letzten Willen geschehen sollte und nicht daraus eine Hurra-Party statt finden sollte. Auch dass bewusst Leute eingeladen werden sollen, die Dein Vater nicht mochte finde ich - gelinde gesagt - geschmacklos!!!! :mad: Was sagt denn Dein Bruder dazu??? Könnt ihr beiden Eure Mutter nicht zusammen stoppen??? Klar wird sie danach sauer sein, aber ich würde ihr auch klip und klar sagen, dass es so nicht laufen soll, weil Dein Papa es nicht gewollt hat und das sollte man respektieren!!!! Ich wünschte, es fiele mir etwas tröstendes für Dich ein, aber leider fehlen mir auch hier die Worte. Lass Dich bitte virtuell mal ganz doll drücken und in den Arm nehmen - ich weiss es hilft auch nicht, aber es kommt echt von Herzen. Vielleicht hilft Dir aber auch das reden darüber :pftroest::pftroest: |
AW: stark sein
Liebe iris,
mir geht es ganz ähnlich wie dir. auch ich wünsche dir viel kraft diese harte zeit zu überstehen. ich glaube fest daran, das es irgendwann wieder besser gehen wird. ich denke mit so viel liebe an ihn, das ich ihn fast spüren kann. außerdem bin ich wohl in der glücklichen lage nichts von meinem papa wegräumen zu müssen, da er ja in spanien gelebt hat. ich möchte mir einfach nur die zeit nehmen um an ihn zu denken und traurig zu sein. oft bin ich sehr glücklich wenn ich an die 2 monate denke die ich jetzt noch mit ihm verbringen durfte. er war der wichtigste mensch in meinem leben und das muss ich mir bewahren. alles liebe:knuddel: Liebe sandra, ich danke dir für das schöne gedicht. Liebe regina, auch ich sehe meinen papa oft so auch seinem bett oder der couch. ich habe das nicht als schlimmer erinnerung. ich sehe seine lieben augen und meistens ein lächeln um seinen mund. oft denke ich an die tage wo er im sessel sitzt und ich ihm eine nadel für eine infusion setzen muss. wie er da sitzt und weiss das es wehtun wird. er hatte so schlechte venen das ich oft 2mal stechen musste und er war so tapfer, lächelte mich an und sagte wie toll ich das mache und das es gar nicht weh tut. dann diese befreiung wenn die nadeln wieder gezogen wurden. dieses lachen und er sagte, jetzt bin ich frei. ich bin in gedanken bei euch und danke euch yvonne |
AW: stark sein
Hallo Yvonne...
Auch mir fehlen ein bißchen die Worte...und ich weiß nicht so Recht was ich schreiben soll... Diesen Aktionismus kennen ich von meiner Mutter auch..mann muß sie nur anpicken und schon sprudeln die Worte aus ihr heraus... aber wenn es um die wichtigen Dinge lief(z.B. die Beerdigung ) waren wir uns alle einig,und haben es in Papas Sinne gemacht... Halte daran fest das ihr es so gestaltet ,wie Euer Papa es wollte...ich finde es enorm wichtig... Und redet(du und dein Bruder)noch einmal eindringlich mit eurer Mutter... (Wohnt sie auch in Spanien?)Versucht ihr klar zu machen,das es nicht nur für Euren Vater wichtig wäre sondern auch für euch!!!!! einen lieben Gruß Regina |
AW: stark sein
Liebe Regina,
tja das mit dem reden ist so eine sache. leider kann meine mutter gut reden aber nicht zuhören. sie ist immer so schnell beleidigt und will alles auf ihre art. ich denke es bleibt mir nichts als mich zu beruhigen es so zu machen wie die anderen und damit es ihr recht zu machen und meinen papa auf meine art zu verabschieden. nein wir wohnen alle hier in deutschland. mein lieber papa ist leider in seinem verlängerten urlaub so krank geworden und konnte dann nicht mehr nach hause kommen. dadurch ist jetzt alles etwas kompliziert. alles liebe für dich yvonne |
AW: stark sein
Hi,
Tja,das klingt ja ziemlich hoffnungslos...:huh: Du wirst deine Mutter wohl am besten kennen,ich finds trotzdem traurig! Entschuldige,wenn ich dich jetzt falsch verstanden habe,aber dein Papa ist in Spanien verstorben und er soll jetzt(so wie deine Mutter es will)hier in Deutschland bestattet werden?!? Ich weiß nicht habe ein ungutes Gefühl,beim lesen deiner Zeilen... habt ihr nicht doch noch die Zeit ,darüber noch einmal zu schlafen und dann zu entscheiden? Ich weiß,das ist bestimmt ein bißchen viel im Moment für dich,ich bin auch so dünnhäutig geworden und muss auch immer wieder weinen oder spüre auch nur eine tiefe Traurigkeit in mir,die ich gar nicht in Worte fassen kann... Wenn man dann noch wie du so viel Streß hat ,macht es das ganze nicht leichter....:pftroest: Deine Mutter steckt auch nur in ihrer eigenen Haut,vielleicht findet ihr ja noch einen Mittelweg,der dann allen gerecht wird... Und vergess nicht,hier im Forum ist immer jemand, der dich und deine Gefühle versteht ,lass es hier raus... Einen lieben Gruß Regina |
AW: stark sein
liebe regina,
der wunsch meines vaters ist es das wir seine asche in spanien von einem ganz bestimmten felsen aus ins wasser werfen, dann ein paar blumen hinterher. er stellte sich eine kleine ganz private feier vor. meine mutter, mein bruder und ich. wir sollten auf sein wohl trinken und von früher erzählen. das wird nun nicht so möglich sein (weil ja hochsaison ist). also wird eine yacht gemietet un d er von dieser ins wasser geworfen. dabei sind sehr viele leute die er teilweise sogar gehasst hat. aber was solls. ich kann allein nicht gegen meine mutter an und die hat wie gesagt ihren eigenen kopf. so wie es jetzt aussieht wird wohl noch diese woche eine horde menschen nach spanien fliegen um ihn "zu ehren". bin leider im moment etwas verletzt und traurig. vielleicht sehe ich das ganze auch nicht richtig und es wird doch ganz schön. ich werde dann berichten. ich wünsche dir viel kraft für diese schlimmen tage alles liebe yvonne |
AW: stark sein
Hallo Yvonne,
ich finde es auch traurig, dass deine Mutter nicht auf euch und auf die Wünsche deines Papa eingeht. Aber ich glaube, sie braucht die Feier, um Abschied zu nehmen. Sie macht das alles für sich. Einerseits nachvollziehbar aber auf der anderen Seite - entschuldige - sehr egoistisch! Ich würde schon noch was sagen. Denn schließlich trauerst du auch. Nicht nur sie hat ihren Mann verloren sondern du auch deinen Papa. Ich wünsche dir, dass es trotzdem "schön" wird und du in Ruhe Abschied nehmen kannst. Ela |
AW: stark sein
Liebe Yvonne,
nachdem ich gestern viel über Dich und Deine Situation nachdenken musste, kam ich irgendwann zu dem Schluss: Könnt ihr ( Du und Dein Bruder ) ihr nicht einen Kompromiss vorschlagen???? Ihr lasst eine Bestattung auf der Yacht zu, wenn sie dafür alles im kleinen Kreis hält??? Also nur ihr drei. Wenn sie mag kann sie ja hinterher noch mit ein paar Essen gehen, aber die eigentliche Beistzung wäre dann nur für Euch Ich weiss nicht, ob es Dir hilft, aber das war alles, was mir dazu einfiel. Ich drücke Dir und Deinem Bruder die Daumen, dass ihr das schafft sie zu überzeugen:knuddel::knuddel: |
AW: stark sein
hallo ela und hallo sandra,
mein bruder und ich haben gestern beschlossen, das wir sie einfach machen lassen.anscheinend braucht sie das tatsächlich, aus welchem grund ist ja eigentlich egal. wir werden uns einfach abends mal zurückziehen und uns auf seinen felsen setzen und zusammen abschied nehmen. unsere flüge sind auf morgen gebucht. mein bruder bleibt dann eine woche und ich fliege am sonntag zurück. melde mich dann wieder yvonne |
AW: stark sein
Liebe Yvonne ,
wie ihr es auch immer machen werdet ,wünsche ich viel Kraft für die kommenden Tage... Ich finde es schön,das du mit deinem Bruder zu diesem Felsen geht,um ihm zu gedenken .. Euer Papa wird von oben auf euch herunterschauen und er wird stolz sein euch dort zu sehen... Melde dich wenn du wieder da bist.... Ich werde an dich denken :winke: Regina |
AW: stark sein
Hallo ihr lieben,
ja nun bin ich wieder hier und freue mich euch berichten zu können. es war nicht ganz so schlimm wie ich befürchtet habe. da mein bruder da war hat meine mutter sich voll auf ihn konzentriert und wenig zeit gefunden um zu streiten. ich habe mich sehr im hintergrund gehalten und allem zugestimmt was sie wollte um keinen streit zu provozieren. es ist schon noch etwas anderes zu wissen das mein papa gegangen ist oder in die wohnung zu kommen und dort genau das zu fühlen. wir kamen abends an und waren schon eine weile dort als ich auf dem weg zum bad auf einmal seinen hut im flur auf dem boden liegen sah. irgendwie muss der wind ihn dort hingetragen haben (weiß nicht genau wie aber ist auch egal). mir kam es wie ein zeichen von ihm vor, mach dir keine sorgen es wird alles gut. es wurde dann besprochen dass eine kleine trauerfeirer auf einem berg gemacht werden sollte und es wurden ca. 10 personen dazu eingeladen. wir haben alles vorbereitet und dann mussten wir uns die urne ansehen. ich habe noch niemals vorher eine urne in der hand gehalten und es wunderte mich wie schwer sie ist. da meine mutter nicht hineinschauen wollte haben wir einfach nur den deckel gelöst, damit sie ihn bei der zeremonie leichter abnehmen konnte. wir haben kerzen um die urne gestellte jeder von uns hat einige worte gesagt und dann nahm meine mutter die urne und schüttet die asche den berg hinunter. mir kam das wie stunden vor, es war schrecklich. auf einmal sagt sie: und der rest kommt heute abend ins meer. sie konnte es einfach nicht aushalten weiterzuschütteln und irgendwie kam es ihr vor als müsste sie fast gewalt anwenden um die asche dort oben zu verstreuen. wir sind dann nachts gegen 1 uhr an den strand nur die familie. haben schwimmkerzen ins wasser getan und standen alle im wasser als meine mutter die asche verstreut hat. es war wunderschön, ganz dicht an seinem felsen und nur wir, wie er es sich gewünscht hat. so sehr ich oben auf dem berg weinen musste, so erleichtert und zufrieden war ich dort im wasser. mein herz war so voller ruhe und zuversicht. das hat mir wieder den glauben zurückgegeben das es sich alles so fügen wird wie es am besten für uns sein wird. seid alle fest gedrückt eure yvonne |
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Liebe Yvonne, schlimm was ich wieder lesen gelesen habe. Doch erst einmal mein herzliches Beileid zu deinem Verlust. Es berührt mein Herz, zu lesen das wieder jemand wegen der Krankheit gehen musste. Ich kann es selbst noch nicht richtig glauben das meine Mama nun schon fast 5 Monate nicht mehr da ist.
Eine schöne Zeremonie habt ihr für euren Vater gehabt. Auch wir haben versucht den Wünschen unserer Mutter zu entsprechen. Sie sagte genau voraus wer alles zur Beerdigung kommt, wen wir zum Kaffee einladen sollen. Es stimmte auch genau. Ich hatte auch alles mit ihren Augen gesehen und nach ihren Vorstellungen alles in die Wege geleitet. Ist schon komisch wie gut man seine Eltern dann kennt. Ich wünsche dir viel Kraft um über den Verlust hinweg zu kommen. Sei stark. Jeder Tag beginnt und die Welt verändert sich. Auch die Trauer wird eine andere. Die Sehnsucht aber bleibt. Liebe Grüße Ilona ...und immer sind da Spuren Deines Lebens, Bilder, Augenblicke und Gefühle, die uns an Dich erinnern und uns glauben lassen, das Du bei uns bist. |
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Liebe Yvonne,
ich finde diese Lösung, die Ihr getroffen habt wirklich schön und auch, das in der Nacht im Meer - ich denke es hätte ihm gefallen!!!! :knuddel::knuddel::knuddel: es ist auch gut, das es nun ohne Streit abgelaufen ist - gut für Euch alle:knuddel::knuddel: Und Du kannst nun mit der Gewissheit leben, dass es genau so gelaufen ist, wie er es sich gewünscht hat!!!!!!! |
AW: stark sein
Liebe Yvonne...
Schön das du wieder da bist :winke: Ich konnte es mir bildlich vorstellen,wie ihr im Meer gestanden habt ...es muss wunderschön gewesen sein... auch die Zeremonie auf dem Berg war für alle Betroffenen zufrieden stellend...wie schön ... Seh es als Zeichen deines Vaters das dir sein Hut entgegen kam.... Für mich eine klare Sache... Einen lieben Gruß Regina |
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Liebe Sandra,
ich habe bei der feiuer einige worte gesagt und am ende dein gedicht vorgelesen, es hat mir sehr viel kraft gegeben. Danke nochmal. Ganz ohne streit ging das ganze natürlich nicht ab.:grin: aber meine mutter hat sich sehr an meinen bruder gehängt und ich konnte mich im hintergrund halten. wie gut das sie sich mit meinem bruder so gut versteht, dann hat sie wenigstens jetzt jemanden dem sie vertraut. Liebe Regina, ja ich glaube es war ein zeichen von ihm. wie so vieles in diesen paar tagen. es war als wolle er uns zeigen wie er sich das alles wünscht. schade, das meine mutter das nicht so sehen kann und so verzweifelt ist. |
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Liebe Yvonne, schluchz.... ich finde es echt super, dass Dir mein Gedicht so gut gefallen und geholfen hat!!!!! :knuddel::knuddel::knuddel: mir hatte es auch geholfen, weil es einfach stimmt.....schön, Dir geholfen zu haben :remybussi
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hallo ihr lieben,
mein bruder ist nun auch aus spanien zurück. am telefon hat sich das so angehört als hätte er sich super mit meiner mutter verstanden, aber das scheint nun doch nicht so zu sein. sie ist einfach so schwierig. es war immer schon schwer mit ihr klarzukommen. leider hat sie die angewohnheit immer recht zu haben. solange wir "liebe Kinder" sind und ihr recht geben ist alles ok und wenn nicht redet sie nicht mehr mit uns. jetzt hat sie mal wieder einen dickkopf und meint uns belügen zu können. mein bruder ist so wütend und will nicht mehr liebkind machen. ich habe ihm gesagt, dass die ganze geschichte doch sowieso egal ist und wir uns zusammenreißen sollten um die familie zusammen zu halten. er will aber ihre intrigen nicht mehr unterstützen. ich weiß gar nicht mehr was ich denken soll. auf der einen seite hat mein bruder recht, auf der anderen tut sie mir so leid und ich habe angst das unsere familie auseinanderbricht. das hätte mein papa nicht gewollt. für ihn stand die familie immer an erster stelle und er hätte uns nie so belogen. mein mann will eigentlich auch keinen kontakt mehr zu meiner mutter. er hat mitbekommen wie ich aus reiner angst, sie könnte anrufen un d mich wieder mal rund machen zusammengezuckt bin als das telefon klingelte. ich bin total traurig und verwirrt. ich hab immer gedacht in unserer familie kann sowas nicht passieren und nun scheinen wir am tod meines papas zu zerbrechen. euch wünsche ich eine tolle woche und wenig sorgen eure yvonne |
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Hallo Yvonne...
Es nützt ja nix... Ihr müßt jetzt mal miteinander reden und zwar die ganze Famlie.... Es wird sich bestimmt was verändern,es fehlt ja nun mal eurer Familienoberhaupt :( , aber jetzt ist es an der Zeit Dinge zu verändern ,was euren Umgang untereinander betrifft. Eurer Vater hätte nie gewollt,das die Familie auseinanderbricht....:( Also versucht offen mit eurer Mutter zu sprechen und vielleicht neue Wege einzuschlagen... Ich denk mir schon das das nicht einfach ist,aber es ist der einzige Weg. Naja meiner Meinung nach.... Ich wünsch dir viel Kraft.. Wenn dein Papa deine Zeilen lesen würde,wäre er bestimmt stolz auf dich.... Ihr habt schon so viel geschafft.... Regina |
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Hallo Yvonne,
es ist jetzt nicht so einfach, mal sehen, ob ich die richtigen Worte finde... Ich bin der Meinung, dass deine Mutter nicht mit allem durch kommen sollte. Sie scheint schon immer so gewesen zu sein und ihr habt bestimmt immer gekuscht. Klar trauert deine Mutter, aber auch da sollte man sich nicht alles gefallen lassen. Mein Papa hat uns auch arg getroffen, wenn er nicht klar gekommen ist. Das tat weh und wir haben auch nicht viel dazu gesagt. Heute würde ich sagen, wir hätten mehr dazu sagen sollen. Denn wie schon mal gesagt, nicht nur mein Papa hat seine Frau verloren sondern wir auch unsere Mama. Und Papa ist nicht nur Ehemann sondern auch Vater. Es ist doch auch kein Zustand, wenn du zusammen zuckst, wenn nur das Telefon klingelt. Versucht mit ihr zu reden und wenn sie dann die beleidigte spielen sollte, dann gib ihr Zeit sich wieder zu beruhigen. Ich würde ihr auch klar sagen, was ich davon halte und sie sollte sich auch mal Gedanken darüber machen. SIE macht eure Familie kaputt damit und so wie es aus sieht, zieht ihr (dein Bruder und du) euch schon von ihr zurück. Und dein Mann will auch keinen Kontakt mehr haben. Ihr müsst auch mal an euch denken!!! Es ist nicht einfach - gerade jetzt. Aber gerade in dieser Zeit brauchst du Ruhe und einen festen Halt. Ich drück dich Ela |
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Liebe Regina, liebe Ela
ihr habt beide recht. beide habt ihr geschrieben, wie ihr es machen würde und das ist genau das was ich fühle. einerseits will ich die familie zusammenhalten, so wie mein papa es sich gewünscht hätte und auch immer getan hat. andererseits möchte ich ihr nicht alles durchgehen lassen. meine gedanken drehen sich immer mehr im kreis und ich komme da nicht raus. mir ist jedoch klar geworden das meine mutter angst hat sich der wahrheit zu stellen. wie oft habe ich in den letzten monaten mit ihr geredet und ihr gesagt sie soll sich so verhalten, dass sie sich nach dem tod meines vaters keine vorwürfe machen muss. sie hat aber ihr ding durchgezogen und ihn oft genug überfordert und geärgert. sie weiß genau, das ich die einzige bin, die das alles gesehen und miterlebt hat. ich denke das sie nun ihren ganzen frust über die letzten monate und ihr "versagen" (wie sie nun selber sagt) an mir auslebt. meine mutter ist leider ein mensch der hauptsächlich nach aussen lebt und der die meinung der anderen besonders wichtig ist. um ihre schwäche nicht zugeben zu müssen versucht sie mich jetzt durch ihre intrigen in eine unglaubwürdige position zu bringen und das schafft sie auch. was mich am meisten verletzt ist, das jeder sie nun in schutz nimmt und zulässt das sie sich so verhält. das ich von meinen verwandten den schwarzen peter bekomme um sie zu schützen. ist alles logisch erklärbar aber es verletzt mich sehr. ich wollte doch nur helfen als ich bei ihnen war und genau das wird mir jetzt zur last gelegt. ich fühle mich wie in einer falle aus der ich nicht herauskomme. nun habe ich sie gestern mal wieder angerufen und auch auf den ab gesprochen und sie rief wieder nicht zurück. das schlimme ist, das ich für meine eigene mutter keine gefühle mehr habe. sie wird mir mit jedem tag mehr egal. dann wieder habe ich ein schlechtes gewissen- ich muss meine mutter doch lieben - kann ich aber nicht. so das ist der stand der dinge. yvonne |
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Liebe Yvonne,
mein Vater ist nun schon über ein Jahr nicht mehr bei uns und ich weiß was Du in etwa durchmachst. ..aber dennoch, wenn Deine Mum mal wieder "ihre Phase" hat, brems sie sofort aus, unterbrech sie und sage Ihr einfach mal: Es ist nicht nur DEIN Mann gestorben sondern für MICH ist MEIN Vater gestorben! Vielleicht nützt es was. Ihr Aktionismus, ist für mich nur einen Verdrängung um nicht ernsthaft sich mit der Trauer dem Verlust auseinandersetzen zu müssen. Aber auch sie wird es einholen und dann vermutlich auch heftig und dann wird sie Euch brauchen und ihre werdet dann auch wieder mit ihr klar kommen. Es dauert alles seine Zeit- deshalb, kümmere Dich jetzt um Dich und NUR um Dich! denn wenn es soweit ist und Deine Mutter richtig trauert, wirst Du nochmal stark sein müssen aber dann- wird auch ein Licht am Ende des Tunnels sein und ihr könnt wieder eine Familie sein. Jede/r trauert anders und begreift auch manchmal die Trauer/den Verlust erst zu einem ganz anderen Zeitpunkt. und was mir sehr geholfen hat: ein "Erinnerungstagebuch" an meinen Papa, vielleicht ist es auch etwas für Dich?! Ganz liebe und mitfühlende Grüße Heike (Hinrtumor/..oder wie soll man das Leben überleben?) |
AW: stark sein
Liebe Heike
ich danke dir für deine tollen worte. ich habe eben mal auf die seiten von regina geschaut und mir ist aufgefallen was auch du gesagt hast. jeder trauer anders. ich möchte meine trauer nicht verstecken hinter dem ärger mit meiner mutter. sie ist halt so und ich werde das akzeptieren. in den letzten wochen hat der streit mit meiner mutter alles andere überlagert und mir wurde eben gerade klar das meine aufmerksamkeit gerade in eine ganz falsche ecke geht. ich denke sehr oft an meinen lieben papa. er war einfach der beste mensch den ich kennenlernen durfte. es war so schön so lange bei ihm sein zu dürfen und diesen letzten weg mit ihm zusammen zu gehen. es gab sehr viele situationen in denen ich mich überfordert gefühlt habe und die mir angst gemacht haben. trotz all dem kann ich sein lachen noch fühlen. seine stärke und sein vertrauen dass wir das schon hinbekommen werden. wenn ich an ihn denke sehe ich ihn immer wieder auf dem sofa liegen, so erleichtert das ich die infusionsnadel gezogen habe. oder auf dem sessel sitzen beide arme mir entgegengestreckt und voller zuversicht, dass ich die vene treffen werde. er hat mich nach einem wahnsinnigen streit zwischen meinen eltern unter tränen gebeten doch zu bleiben und ich bin froh, das ich so lange für ihn da war. auch wenn jetzt alle sagen ich war zu lange da und daher ist der streit mit meiner mutter habe ich ganz tief in mir das gefühl, das es richtig war bei ihm zu sein. er war mein mittelpunkt und wird es immer sein. wenn ich nicht weiter weiß, dann spreche ich mit ihm und denke was er mir sagen würde. daraus schöpfe ich kraft für meine entscheidungen. yvonne |
AW: stark sein
Liebe Yvonne,
deine Worte machen mich traurig. Vielleicht solltet ihr (deine Mutter und du) ein wenig Abstand nehmen und versuchen, wieder zu sich selbst zu finden. Mein Papa gibt mir inderekt auch die Schuld, da Mama mit mir geredet hat und mit ihm nicht. Und so vieles weiß er nicht. Aber wir haben keine Schuld. Lieber sollten deine Mutter und mein Papa froh sein, dass wir da waren. So sehe ich das. Ich rede auch immer mit Mama. Und jeden Tag sage ich ihr Tschüß auf dem Bild bei uns im Flur bevor ich das Haus verlasse. Komm erst mal zu dir. Die Gefühle, die du zur Zeit deiner Mutter gegenüber hast, habe ich auch öfter mal gehabt. Aber ich weiß jetzt, dass ich meinen Papa liebe und er wieder glücklich sein soll - auch wenn es mir jetzt das Herz bricht, wenn er von einer anderen spricht. Liebe Yvonne, ich nimm dich in den Arm! Du musst auch an dich denken und was für dich gut ist.... Ela |
AW: stark sein
hallo ihr lieben,
ich danke euch allen so sehr, dass ihr mir schreibt. es ist gut mal ehrlich seine gefühle und gedanken schreiben zu können und zu wissen das es menschen gibt die es interessiert und die auch ähnliche gefühle haben. gestern habe ich tatsächlich mal wieder mit meiner mutter gesprochen. es war so als wären wir entfernte bekannte. haben uns über das wetter und die hunde unterhalten und dann schnell wieder aufgelegt. ja ela du hast recht. ich brauche abstand von ihr. es ist ja nicht so das ich ihr nichts gönne. ich wünsche mir sehr, dass sie wieder glücklich wird, meinetwegen auch mit einem anderen mann. was ich nicht verstehen kann ist das sie nie über meinen papa spricht, das sie so tut als wäre alles ganz normal. sie hat jetzt soweit es ging alles "geschäftliche" erledigt und jetzt will sie über nichts mehr reden. wir sind einfach zu unterschiedlich. ich muss reden, sie will nicht. gestern hat mein mann gesagt ich werde meiner mutter immer ähnlicher (im aussehen). das hat mich so erschreckt. ich will nicht so werden wie sie. mein papa ist mein vorbild, nicht in allem aber ich denke charakterlich bin ich eher wie er. er war immer so stark, gerade und ehrlich, das habe ich immer bewundert. yvonne |
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Hallo Yvonne!
Lese schon länger bei dir mit, und hab gedacht ich schreib dir jetzt einfach mal. Also ich denke du hast alles richtig gemacht, lass dir nicht einreden es wäre anders. WEnn ich bei dir lese wie und was du schreibst, dann sind das die Zeilen einer Tochter, die ihren Vater bedingungslos geliebt hat. Das finde ich super schön. Dein Vater wird dir immer dankbar dafür sein, und er wird auch immer bei dir sein. Deine Mutter, tja, scheint ein schwieriger Mensch zu sein. Das du von deiner Verwandschaft jetzt den "schwarzen Peter" zugeschoben bekommst, finde ich persönlich völlig ungerechtfertigt. Ela hat Recht, du brauchst Abstand zu deiner Mutter. Sicher es ist deine Mutter, aber es bringt nichts wenn du dich kaputt machst. Das hätte dein Vater bestimmt auch nicht gewollt. |
AW: stark sein
Hallo Yvonne,
danke für deine lieben Zeilen bei mir. Ich kenne das Gefühl. Diese vielen Fragen, die einen quälen. Aber wir werden nie eine Antwort erhalten. Es ist so schwer. Aber dein Papa ist vor nicht langer Zeit gegangen. Es ändert sich, der Schmerz bleibt, aber er verändert sich. Ich habe schon so viele Hochs und Tiefs gehabt, aber es verändert sich. Ich kann es nicht beschreiben. Aber nach jedem Tief folgt ein Hoch und es wird mit jedem mal besser und die Hochs halten länger an. Dein Mann meinte es doch nicht böse, dass du immer mehr wie deine Mutter aus siehst. Er dachte bestimmt nur an das Äußere. Ach liebe Yvonne, ich drück dich mal. Viel Kraft und wenn du der Meinung bist, du brauchst Abstand von deiner Mutter, dann nimm sie dir. Vielleicht könnt ihr euch dann entspannt miteinander umgehen... Ela |
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hallo ihr lieben,
gestern abend hab ich million dollar baby gesehen. ich kannte den film schon hatte aber das ende total ausgeblendet. es traf mich wie ein hammer. ich weiß nur das ich dachte ich will den eingentlich nicht sehen der war doch blöd- aber naja mein mann wollte ihn sehen. er fing auf einmal an zu weinen- ganz verstohlen hat er sich mehrmals die nase putzen müssen und ich lag einfach da auf meinem sofa und hab irgendwie erst gar nicht gefühlt. ich bin nach dem film ins bett gegangen und hab gar nicht schlafen können. @desi: ich freu mich, dass du hier bei mir schreibst. das mit dem abstand ist gut, wenn nur das schlechte gewissen nicht wäre. als es meinem papa so schlecht ging hab ich jedentag bis zu 10 mal mit ihr gesprochen, davor wenigstens einmal am tag. jetzt bin ich froh wenn ich sie nicht höre. am liebsten würde ich sie gar nicht anrufen und etwas zeit verstreichen lassen. aber wegen dem "guten benehmen" und da sie "meine mutter" ist und ich die verwandschaft ja nicht völlig aufbringen kann versuche ich sie wenigstens 1x die woche anzurufen. @ela: ich weiß, jeder trauert anders und ich versuche auch danach zu leben. aber es macht mich so wütend, dass die anderen nicht kapieren das kinder auch trauern. ich wünschte die anderen würden auch mal rücksicht auf uns nehmen- aber wir sind ja nicht so direkt betroffen, haben unseren lebensmittelpunkt verlagert und haben daher anscheinend unser recht auf trauer verloren. ich hab mir nun vorgenommen die anderen nach außen hin zu befriedigen und meine trauer allein und mit euch zu verarbeiten. ich möchte gern an meinen papa denken und die schönen dinge mit ihm gedächtnis behalten. alles andere sollte mir jetzt egal sein. wie du habe ich einen tollen mann an meiner seite, der immer für mich da ist. dafür bin ich sehr dankbar. ich wünsche euch allen ein schönes wochenende yvonne |
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mein lieber papa,
du fehlst mir so sehr. ich brauche so dringend deinen rat. was soll ich denn jetzt machen. mama denkt ich würde dein testament anfechten. ich weiß das ja nur von rené. sie kommt am montag um die wohnung nach papieren zu durchsuchen und will ihn als zeugen dabei haben. wie kann sie nur so von mir denken. ich versteh die welt nicht mehr. als wenn ich es jemals auf euer geld abgesehen hätte. kein geld der welt bringt dich zurück. heute will wonnie zum grillen kommen und ich denke sie will mich auf die reihe bringen. was soll ich nur sagen. ich kann ihr doch nicht sagen wie mama schon die ganze zeit zu dir war. rené will auch wissen was abgelaufen ist in den 2 monaten als ich bei euch war. thomas sagt er hat ein recht drauf, aber dann wird die familie total zerfallen. das wird mir doch keiner glauben wie sie sich benommen hat. gestern hab ich zum ersten mal mit thomas darüber gesprochen er sagt ich soll das alles mal aufschreiben damit ich es rené zeigen kann und das ich das besser verarbeite. aber sie ist doch seine mutter, ich kann ihm doch unmöglich aufzeigen wie sie wirklich ist. er hat dich schon verloren. du wusstest immer wie ich bin und das du dich auf mich verlassen kannst. mama sagt bei mir kann man tot über dem zaun hängen und ich werd nicht kommen um zu helfen? wie kann sie sowas sagen? ich bin so traurig und verletzt am liebsten würde ich sie nicht mehr sehen und hören. was würdest du jetzt machen. ich frag mich das die ganze nacht durch und kriege keine antwort. mein lieber papa die familie zerfällt ohne dich! das was dir immer wichtig war, ist die familie. was soll ich machen um sie zusammenzuhalten? ich hab dich so lieb yvonne |
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