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here_comes_the_sun 21.10.2008 21:31

und noch eine traurige Tochter
 
Hallo an alle!

Ich bin durch Googeln hier gelandet und habe paar Einträge quer gelesen. Ich habe am Freitag erfahren, daß meine Mutter nun auch eine Betroffene ist. Das Stadium steht noch nicht ganz fest, aber es sieht eher nicht gut aus (mind. Figo 3). Zuerst dachte ich, sie hat nur noch Weihnachten, nach Sichten der Informationen sieht es aber so aus, daß die Prognose doch nicht ganz so düster ist. Ich schwanke zwischen Mut fassen und optimistisch sein oder zutiefst betrübt. Mir ist ganz schwindelig, wenn ich an die nächsten Wochen bis Monate denke. Ich bin berufstätig und habe selbst Kinder, gleichzeitig will ich ihr aber auch zuverlässig zu Seite stehen... Sie ist so tapfer, nachdem wir zusammen geweint haben, fing sie sogar an mich zu trösten! Nun reiße ich mich besser zusammen und weine lieber bei meinem Mann oder meiner Freundin. Ich möchte ihr so gerne ihr diese Last abnehmen, aber bin gleichzeitig so hilflos.

Kann mir eine Betroffene ihren Erfahrungsbericht geben? Lohnt es sich zu kämpfen? Wie ist die UNGESCHÖNTE Wahrheit? Die Prognosen sind alle so vage, dabei gilt es doch so vieles zu organisieren...

Eine sehr wichtige Frage für meine Mutter: Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, daß sie einen Anus praeter bekommt??? Davor hat sie fast am meisten Angst.

Danke im voraus für jede Antwort.:confused::huh:

margit b. 22.10.2008 09:20

AW: und noch eine traurige Tochter
 
Liebe here comes the sun,

es tut mir sehr leid, dass bei deiner Mutter EK festgestellt wurde. Zuerst einmal zieht einem so eine Diagnose den Boden unter den Füßen weg, man kann sich gar nicht vorstellen, dass trotzdem ein lebenswertes Leben möglich ist! Es lohnt sich auf jeden Fall zu kämpfen!

Meine Diagnose bekam ich im im April 2003 (pT3c). Durch den Tumor hatte ich gleichzeitig mehrere Thrombosen und eine großflächige Lungenembolie, meine Doc´s hatte alle sehr ernste Gesichter. Trotz anfänglicher Schwierigkeiten konnte ich dann Ende Mai 2003 operiert werden und hab dann noch 6x Chemo mit Taxol/Carboplatin bekommen. Meine Ärzte haben mich darauf hingewiesen, dass ein Rezidiv sehr wahrscheinlich ist. Trotzdem bin ich bisher ohne Rückfall und genieße mein Leben jeden Tag! Es ist eben so, dass wir alle einzigartige Menschen sind und jeder Verlauf ist unterschiedlich. Es gab seither im Forum auch einige Betroffene, die eine viel bessere Ausgangssituation hatten und es trotzdem nicht geschafft haben.

Es kann euch vor der OP niemand sagen, wie es wirklich im Bauch aussieht und ob bei deiner Mutter einen Anus praeter bekommen wird. Das war auch für mich eine sehr schlimme Vorstellung, aber wenn die Situation so gewesen wäre, dann wäre ich wohl auch damit klar gekommen. Wichtig für mich war einfach nur "Weiterleben"!

Ihr könnt im Moment nur abwarten wie die OP verläuft. Wichtig ist, dass die OP ein Arzt macht, der schon viele solche OP´s gemacht hat.

Natürlich ist es wichtig, dass du an ihrerer Seite stehst. Trotzdem wird für deine Mutter (so wie du sie beschrieben hast) auch wichtig sein, dass sie trotz ihrer Erkrankung ein halbwegs "normales" Leben führen kann. Anfangs nach der OP war ich sehr schwach und froh, dass mich meine Familie so unterstützt hat. Aber sobald es mir körperlich wieder besser ging (auch noch während der Chemo) hab ich versucht, meinen Haushalt wieder alleine zu machen. Das war einfach ganz wichtig für mich, hat mir viel Selbstvertrauen zurückgegeben!

Ich weiss, dass man sich im Vorfeld viele Gedanken macht, wie es denn nun weitergehen soll und wie man das Alles organisieren soll. Es soll ja auch die eigene Familie und die Kinder nicht allzuviel darunter leiden. ABER: ihr werdet sehen, dass viele Hürden, die jetzt unüberbrückbar erscheinen einfacher zu meistern sind wenn sie dann auch wirklich auftauchen und man direkt damit konfrontiert wird.

Ich persönich finde es auch nicht schlimm, wenn du deiner Mutter deine Gefühle zeigst und auch mal in ihrer Gegenwart weinst. Sie weiß ja doch ohnehin, dass du dir viele Sorgen machst und sehr traurig bist.

Alles Gute für dich und deine Mutter!

Margit

Sunny64 22.10.2008 10:30

AW: und noch eine traurige Tochter
 
Hallo here comes the sun,

schade, dass du auch hier schreiben musst.

Wir haben es vor 2 Wochen erfahren und bei meiner Mutter ist es so, dass sie nicht mehr operieren können und ihr nicht mehr sehr viel Zeit geben. Ich will das aber nicht glauben und denke kämpfen hilft immer.
Also seid stark und glaubt ans Gewinnen!

Bei meiner Mutter wurde Montag die erste Chemo gemacht die sie ganz gut überstanden hat - jetzt müssen wir mal warten was sich tut.

Ich drücke euch fest die Daumen!

LG Sunny

claudi13 22.10.2008 17:34

AW: und noch eine traurige Tochter
 
Hallo, here comes the sun!

Ich bin selbst betroffen und hatte auch FIGO 3c.
Seit gut zwei Jahren kämpfen der Krebs und ich nun schon miteinander.
Die "Prognose" solltest Du Dir nicht so zu Herzen nehmen. Jeder Mensch ist anders. Ich kenne eine Frau mit FIGO 1b, die heute leider schon verstorben ist und wir alle kennen Mosi, die uns zeigt, wie es auch gehen kann.

Also, kämpfen lohnt sich immer, solange man den Mut und die Kraft dazu hat. Und ich glaube, wenn Deine Mama die Unterstützung aus der Familie bekommt, so wie Du es schilderst, wird sie die Kraft finden.

Ich drücke Euch alle Daumen.

Liebe Grüße
Claudia

here_comes_the_sun 23.10.2008 00:29

AW: und noch eine traurige Tochter
 
Hallo Ihr lieben Kämpferinnen da draußen!!!

Erst einmal ein dickes dickes Dankeschön für Eure Antworten, die uns doch jede Menge Mut schöpfen lassen. Es ist momentan ein echtes Wechselbad der Gefühle. Ich kralle mich so sehr an Prognosen, da ich selbst Ärztin bin und vieles in der Medizin eben über die Zahlen läuft. Ich arbeite gerade tapfer daran, das zu ignonieren, schließlich sind wir alle letztendlich einmalige Individuen.
Ich habe übrigens oft schon Patienten klagen gehört, wie unsensibel und arrogant das "weiße Volk" auftritt und wie sehr man entmündigt wird. Inzwischen kann ich auch ein Lied davon singen...

Wir sind alle sehr traurig, seit heute sind meine Kinder und mein Bruder eingeweiht (die Kinder nur soweit, wie sie es verstehen können, Alter 6-15 Jahre). Aber hey, wir haben heute auch alle zusammen sehr viel gelacht, ein wenig Normalität macht sich wieder breit....

@margit: Ich freue mich aufrichtig für Dich, das ist echt toll. Mein Mut wächst. Glücklicher Weise wird meine Mutter von einem der führenden Zentren in Deutschland betreut, daher bin ich bzgl. des medizinischen Procederes sehr zuversichtlich. Allerdings ist es eine Uni-Klinik, und da geht´s dann doch auch mal recht unpersönlich zu... Aber sei´s drum, zum Kuscheln ist Familie da.

@sunny: Viel viel Energie für Deine Mutter und für Dich. Eine andere Gemeinsamkeit wäre uns wohl lieber... Aber zusammen heulen hilft auch mal...

@claudi: Auch Dir wünsche ich alle Kraft, auch Du machst mir echt Mut!

@Christine: Ich muß zugeben, ich bin echt schwer beeindruckt. Wie gesagt bin ich selbst Ärztin, allerdings keine Gynäkologin. Die Diagnose EK hat bei mir echt übelste Visionen heraufbeschwört. Dein Verlauf (ED 1995, rezidivfrei trotz Grading 3!) ist echt erstaunlich. :prost: Viel viel Freude mit Deinem tollen Leben.

Nochmals Tausend Dank an Euch alle und viel Kraft, Energie und Freude. Ihr hinterlaßt eine nun versichtlere Tochter!!!!

Sunny64 23.10.2008 08:35

AW: und noch eine traurige Tochter
 
Hallo here comes the sun,

(da muss ich immer an das Lied danken und das ist so schön beschwingt und macht eig. gute Laune - schöner Name).

Dass du Ärztin bist ist doch sicher gut für deine Mama. Und dass du jetzt mehr Mut hast nach den Antworten hier ist verständlich - ging mir genauso und irgendwie kann ich immer wieder ein bisschen Kraft schöpfen wenn ich lese wieviele es doch geschafft haben mit auch schlimmen Diagnosen.
Es ist schön und gut hier mitmachen zu können (natürlich ist der Anlass besch...... wenn ich das mal so sagen darf).

Also wir kämpfen weiter für die Betroffen und alle Mütter!:prost:

here_comes_the_sun 23.10.2008 12:31

AW: und noch eine traurige Tochter
 
Liebe Sunny,

wir sind doch letztendlich alle Sonnenkinder, oder?!?

Den nick habe ich wegen des Liedes ausgesucht, ich finde es paßt ganz gut und gibt Mut... Die Sonne kommt doch immer wieder, so auch heute: ein schöner sonniger Tag entgegen sämtlicher Vorhersagen!!!!

Alles liebe, sun.

Sunny64 23.10.2008 13:43

AW: und noch eine traurige Tochter
 
Hallo Sun,

wohl war und die Einstellung ist auch gut. Stimmt man muss nicht immer alle Vorhersagen glauben oft passiert es ganz anders und daran glauben wir!!!:tongue

romantic 23.10.2008 15:08

AW: und noch eine traurige Tochter
 
Ein Willkommen von einer anderen Tochter !
Auch wenn der Anlass traurig genug, ist: seid tapfer ! Es geht weiter ! Wie lange kann Euch wirklich keiner vorher sagen ! Auch wir verlassen uns darauf nicht mehr. Wenn es nach den Ärzten gegangen wäre, würde meine Mutter schon nicht mehr leben ! Aber sie ist immer noch bei uns, ist zwar nur noch die Hälfte ihres Selbst und wir müssen sie rund um die Uhr pflegen, aber das ist egal, solange sie noch mit uns lachen kann und an unserem Leben teilhaben will !

Ja, der Kampf ist hart und verlangt auch von den Angehörigen den letzten Rest an Energie. Man muß aufpassen, daß man selbst nicht dran zugrunde geht. Denn dann kann man der Mutter ja nicht mehr helfen, das will keiner !
Und nur nicht aufgeben ist die Devise, Statistiken zählen nicht, es zählt das eigene Leben !

Und was man dann als allerletztes braucht sind diese "Halbgötter in Weiß". Entschuldige den Ausdruck, da Du ja auch Ärztin bist. Aber wir sind leider nur auf solche Exemplare bisher gestoßen und nicht nur wg. der Krebserkrankung ! Auch vorher, mit diversen anderen Zipperlein, mußten WIR die Richtung angeben und lange nach vertrauenswürdigen Ärzten suchen ! Im Krankenhaus läuft meine Mutter wohl nur noch unter "ferner liefen", großartige Mühe gibt sich keiner mehr. Dafür wir umso mehr ! Die sollen uns alle mal kennenlernen ! Grrr ! Auch daraus kann man Kraft schöpfen ! :D

Ich drücke Euch die Daumen, daß die geplanten Therapien glücklich verlaufen und Deine Mutter nicht allzu schwere Nebenwirkungen zu ertragen hat. Und Dir und Deiner Familie wünsche ich viel, viel Kraft !

Ich gehe dann mal in die Sonne, gell ? ;)

here_comes_the_sun 24.10.2008 01:01

AW: und noch eine traurige Tochter
 
Liebe Romantic!

Ich hoffe, Du hattest einen schönen Tag in der Sonne! :rolleyes:

Danke für Deine Mutsprechung, bin bereits um vieles optimistischer. Aber der große Tag X kommt ja noch... OP nächste Woche...

Das mit den "Göttern in weiß" (einige denken echt, daß sie das wären, dabei ist das so lächerlich.... Die, die wenigsten annähernd so eine Bezeichnung verdient hätten, legen darauf gar keinen Wert!) verstehe ich sehr gut, ich habe sie immer als schlechtes Vorbild genommen. Aber es gibt auch die Guten ;)

Ich hoffe, uns (also allen hier und da draußen) bleibt diese Spezies so oft wie möglich erspart. Ich versuche das ganz professionell zu sehen: Nutze deren Kompetenz und mach das draus, was DU für richtig hälst. Mir tun nur die jenigen Leid, die niemanden zum Mitkämpfen an ihrer Seite haben und ausgeliefert sind. Außerdem ist man ja z.B. bei solch einer Diagnose durchaus auch erst einmal wie gelähmt und hat schlichtweg nicht die Kraft, die Krallen auszufahren...

Alles Liebe und das größte Glück auf Erden Euch allen tapferen Kämpferinnen (und Kämpfer!), Eure Sun.

vscheel 04.11.2008 11:33

AW: und noch eine traurige Tochter
 
Liebe here_comes_the_sun,

auch ich bin eine traurige Tochter. Meine Mama bekam die Diagnose im März, sie hat den Kampf leider am 27.10. verloren.
Bei uns waren die Ärzte allerdings wegen des schnellen Verlaufs geschockt, außerdem haben sie nicht rausfinden können, warum es ihr am Ende so schlecht ging. Der Krebs scheint ein wirklich aggressiver, oder wie einer der (guten) Ärzte es sagte, ein hartnäckiges Ding gewesen zu sein. Wohl also eher ein negatives Beispiel.

Was ich Dir aber eigentlich sagen will: ich weiß, wie furchtbar es ist, wenn man sich in solch einer Zeit nicht gut aufgehoben fühlt. Meine Mutter hat wirklich Schlimmes mit den Menschen (?) in weißen Kitteln erlebt (z.B. der Spruch freitag nachmittags "Oh, ich muss 3 Stationen betreuen, tut mir leid, aber ich muss ihnen sagen, sie haben Lebermetastasen, oh, es piepst, ich muss weg" und dann das Wochenende), aber auch das Gegenteil. Bei uns war es ein Riesenunterschied zwischen Lörrach und Freiburg. In Freiburg war sogar die Putzfrau im Krankenhaus netter als in Lörrach, und von den Ärzten kam sogar einer zur Trauerfeier nach Lörrach! Es ist wirklich merkwürdig, aber ich kann trotz dieser schlimmen Zeit nichts schlechtes über die Freiburger sagen. Wir haben uns sort einfach bestens betreut gefühlt, auch als meine Mama dann so schlimm gestorben ist.

Insofern mein Rat: Sucht Euch ein gutes Tumorzentrum! Da wissen die Leute einfach besser mit dieser Krankheit umzugehen und haben nicht selbst Angst davor und Angst vor schlechten Nachrichten. Da kann man sich auf die Ärzte und Schwestern verlassen und auf wichtigere Dinge konzentrieren, nämlich auf die Unterstützung der lieben Mama in ihrem Kampf, so dass sie ihn hoffentlich gewinnen wird! Ansonsten, wenn Du Dich nicht gut aufgehoben fühlst, kontrolliere nämlich wirklich jedes Detail. Unser Weg wäre noch schlimmer gewesen, hätten wir auf so manchen Gott in Weiß gehört (z.B. den, der die Erstdiagnose (nicht) gestellt hat "ja, ich spüre was in ihrer Gebärmutter, aber das beobachten wir ein halbes Jahr").

Insofern, das Beste für Dich und Deine Mama!

Vanessa

here_comes_the_sun 04.11.2008 23:28

AW: und noch eine traurige Tochter
 
Liebe Vanessa,

ich bin wirklich gerührt von Deinem posting, aber auch traurig. Es tut mir so leid für Deine Mutter und wünsche Dir mein herzlichstes Beleid. Der Gedanke, sich so schnell von der geliebten Mutter zu trennen, tut weh. :embarasseFühl Dich bitte herzlich gedrückt und getröstet. :pftroest:
Bei meiner Mutter ist nach wie vor vieles offen. Die Diagnose haben wir leider erst über Umwege erfahren. Ihr hat man nichts Konkretes gesagt, da ich aber Ärztin bin, konnte ich mir so einiges anhand ihrer Schilderungen zusammenreimen. Man hatte sie tatsächlich nach Hause geschickt und wollte sie zur OP ca. 10 Tage später einbestellen ohne konkret mal aufzuklären. Auf der Einweisung stan d es dann aber schwarz auf weiß-rosa... Durch ihr Drängen wurde sie dann aber doch bereits wenige Tage später zur Aszitespunktion aufgenommen. Das alles spielt und spielte sich im Virchow ab, was ja für Ovarialcarcinom Studienleitzentrale ist und eigentlich auch als Komptenzzentrum einen guten Ruf genießt.
Man hat also Aszites abgelassen, wollte Ureterschienen zur OP-Vorbereitung legen und blies das dann aber wegen einer Bronchitis ab. Man hat aber kein Antibiotikum verabreicht, nicht geröngt (das habe ich erst gestern erfahren) und auch keine Atemtherapie gemacht. Bei wirklich schlimmen Husten mußte meine Mutter (inzwischen war sie wieder zu Hause um den OP-Termin abzuwarten) dann den OP-Termin Ende letzter Woche absagen und hat sich nun aber wieder wegen erheblichen Aszites selbst eingewiesen. Auf unser Drängen wird nun die ambulant begonnende Antibiose fortgeführt und eine Atemtherapie durchgeführt. Nun der nächste Schock: Bei all den Punktionen ist NICHT EIN EINZIGES MAL eine Diagnostik insbes. Zytologie weggeschickt worden (dies wurde dann gestern doch mal gemacht...)!!! :mad: Dafür wurde nun am Montag geröngt, mit dem nächsten Schock: Sie hat einen riesenhaften Pleuraerguß. :eek: Grund kann zwar auch der Infekt sein (für den es sonst im Röntgen keinerlei Anhalt gibt), es kann aber auch eine Absiedlung in die Pleura sein (damit wäre es dann Stadium 4!)... Nun sollte heute eine diagnostische Punktion erfolgen, doch man hatte meine hungernde Mutter einfach vergessen! :aerger::smiley11: Als sie dann NACHMITTAGS doch ungeduldig wurde, telefonierte man hinterher. Es stellte sich heraus, daß ein MANN mit ähnlichen Namen diese Maßnahme berechtigter Weise abgelehnt hatte. (Kleine Frage: Kennt hier jemand einen Mann mit hochgradigen V.a. Ovarial-carcinom?!?:augen:). Nun soll das morgen passieren. Die eigentliche OP ist dann nächsten Montag...
Mit dem neuen Befund (Pleuraerguß) ist natürlich unsere Angst wieder nicht nur da, sondern sogar noch größer...:( Dabei hatte ich schon inzwischen durch die vielen Berichte hier Mut gefaßt....
Naja, wir müssen jetzt einfach die Befunde abwarten und dann weitersehen...

Ich möchte mich aber auch an dieser Stelle für diese eingeschworene Kämpfergemeinschaft hier bedanken, dank Euch habe ich viel weniger geweint, als wenn ich das hier nicht hätte! :1luvu:

Danke, Sun.

vscheel 05.11.2008 12:00

AW: und noch eine traurige Tochter
 
Liebe Sun!

Ich finde es wirklich ganz toll, dass ich hier so viele Menschen treffe, die in einer ähnlichen Situation sind, wie ich bin oder war, und gleichzeitig bricht es mir das Herz, wenn ich weiß, dass die gleiche Kacke noch mehr Menschen, ja so viele, erleben müssen.

Wichtig finde ich aber, dass man sich hier Mut und Zuspruch holen kann. Auch nachdem es bei meiner Mama jetzt so falsch und schlecht lief, stehe ich nach wie vor dazu: Verzweiflung bringt einen nicht weiter. Ich weiß nicht, wie es bei Dir ist, aber bei mir gab es einige Menschen, die nicht mehr an meine Mama geglaubt haben und sogar einen, der mir persönlich meine Hoffnung verboten hat. "Was bildest Du Dir eigentlich ein? Woher nimmst Du diese Hoffnung? Du musst jetzt loslassen!"
Das fand ich extrem schlimm. Und falsch. Es war zu keiner Zeit klar, wie das Ganze verlaufen würde und ich war es meiner Mama schuldig, den Weg mit ihr zu gehen, egal wie er ausgeht. Ich habe natürlich wie sie gehofft, dass alles gut wird. Und das ist nicht nur legitim, sondern auch wichtig.
Wieso sollte ich einen geliebten Menschen aufgeben, "loslassen"? Es gibt dafür vielleicht zwei Gründe: 1. Der Mensch selbst sagt, er will nicht mehr. 2. Es gibt keinerlei medizinische Hilfe mehr.
Ich musste schlussendlich aus letzterem Grund Abschied nehmen. Doch selbst als es nur noch minimale Hoffnung gab, hat die mir geholfen, auch geholfen, meine Mama zu unterstützen. Und ich bin mir sicher, es hätte auch anders laufen können. Dann stünde derjenige, der nicht an sie geglaubt hat, jetzt ganz schön beschissen da.
Es geht nämlich eigentlich überhaupt nicht ums Loslassen oder Festhalten, sondern um Unterstützung! Und die gibst Du Deiner Mama sicher!

Jetzt hab ich aber viel geschrieben. Eigentlich wollte ich Dir nur sagen: Du machst das alles super, lass Dir von keinem reinreden und nimm alle Strohhalme, die Du kriegen kannst. Verzweiflung ist ein ziemlich unproduktives Gefühl, Mut und Hoffnung ist viel besser!!!

Es ist echt scheiße, dass die Ärzte bei Euch chronisch überlastet und relativ unmenschlich scheinen. Wie gesagt, ich kenne das aus Lörrach. Auch diese Geschichten mit Untersuchungen, die gemacht werden und nicht gemacht werden, und dass nicht mit einem gesprochen wird, und dass man überhaupt nicht eingebunden wird...dass man kein mündiger Patient ist, ja dass man eigentlich nur ein Behandlungsobjekt und kein Mensch ist. Lasst Euch das nicht gefallen! Habt Ihr wenigstens EINEN Ansprechpartner, oder wechselt das dauernd? Gibt es dort Psycho-Onkologen?
Vielleicht gibt es doch noch ein besseres Krankenhaus?

Ein paar Sonnenstrahlen aus dem Süden schickt Dir

Vanessa

Mosi-Bär 05.11.2008 13:03

AW: und noch eine traurige Tochter
 
Hallo liebe Sun,

das, was da im KH abgeht ist einfach unglaublich und das hätte ich bei einem solchen KH gar nicht erwartet. Aber vielleicht liegt es einfach daran, daß die Klinik so groß ist und der Mensch dort einfach verloren geht. Es ist eine schöne Sch...!

Ich verstehe 1. nicht, daß die abpunktierte Flüssigkeit (Aszites) nicht eingeschickt wurde und 2. keine Röntgenaufnahme der Lunge erstellt wurde, wenigstens zu dem Zeitpunkt, da deine Mama eine Bronchitis hatte.

Und warum wurde keine Antibiose eingeleitet, erst viel später?

Wird nicht automatisch die Lunge geröngt, wenn man im KH aufgenommen wird? Bei uns hier im KH wird das immer gemacht und da hatte man bei mir nämlich auch gleich den Pleuraerguß festgestellt.

Und als Aszites abpunktiert wurde, wurde die Flüssigkeit auch gleich eingeschickt.

Der Pleuraerguß (ca. 1 Liter) wurde, als die Bauchspiegelung stattfinden sollte, ebenfalls abpunktiert, weil wegen der Beatmung bei der OP sich die Lunge voll entfalten mußte. Auch diese Flüssigkeit wurde gleich eingeschickt.

Beide Flüssigkeiten waren mit malignen Zellen durchsetzt, also war ich somit auch im Stadium IV.

Ich kann dir Hoffnung machen, daß das nicht unbedingt schlecht ausgehen muß. Bei mir hat die Chemo sowohl auf den EK, als auch auf Aszites und Pleuraerguß Wunder gewirkt. Alles war nach 3 Chemos komplett verschwunden und das ist jetzt 2,5 Jahre her!

Es gibt Hoffnung, auch mit malignem Pleuraerguß. Aber du weißt ja als Ärztin selber, daß es nicht unbedingt ein maligner Pleuraerguß sein muß, obwohl die Wahrscheinlichkeit gering ist.

Ich wünsche euch alles, alles Gute und viel Kraft für deine Mama, aber auch für dich.

Liebe Grüße
Mosi-Bär:winke:

Sunny64 05.11.2008 13:19

AW: und noch eine traurige Tochter
 
Liebe Sun,

das tut mir sehr leid von deiner Mutter zu lesen und vor allem was die Ärzte nicht machen. GsD kennst du dich aus und weißt was passieren müsste - wir Unwissenden wüssten gar nicht, dass da was passieren muss. Dein Mutter hat also großes Glück dich als Tochter zu haben.
Ich hoffe es werden jetzt alle Untersuchungen schnellstmöglich gemacht und wünsche euch ein gutes Ergebnis.

Kämpf weiterhin so wie bisher. Alles alles Gute und wieder mal viel Kraft.
:pftroest:

Lizzy54 05.11.2008 18:12

AW: und noch eine traurige Tochter
 
Liebe Sun,

auch von mir noch ein verspätetes Willkommen - obwohl es kein guter Anlaß ist.:(
Falls Du noch immer zwischen Verzweiflung und Mut schwankst - dann entscheide Dich für Mut und Hoffnung, das macht das Leben einiges leichter:-)

Wie du am Beispiel von Christine und Mosi (und es gibt auch noch weitere hier) sehen kannst, bedeudet eine statistisch schlechte Prognose im Einzelfall noch lange nicht das Ende der Fahnenstange.

Alles Gute für Dich und Deine Mutter
wünscht Lizzy

here_comes_the_sun 05.11.2008 22:04

AW: und noch eine traurige Tochter
 
Hallo, ihr super lieben und netten Mädels hier,

ich bin Euch so unendlich dankbar für Eure aufmunternden Worte und Tips.

Heute hatte ich ein längeres Gespräch mit der zuständigen Oberärztin, die zwar in jedem 2. Satz von ihren tollen Ops sprach, aber durch mein hartnäckiges Bohren dennoch immer wieder auf meine Mutter wieder zu sprechen kam... Ich bin Internistin, und bisher kannte ich es so, daß man ein präoperatives Staging macht, d.h. z.B. auch CTs, Zytologien aus auffälligen Flüssigkeiten wie Pleuraerguß und Aszites etc. Die Oberärztin erklärte mir nun, dies sei alles überflüssig, entscheidend ist die OP (was ja auch stimmt), und hinterher würde man CTs für die Verlaufsbeurteilung anfertigen. Klingt erst einmal plausibel, verunsichert bin ich dennoch. Eine andere Oberärztin dort ist zufällig eine alte Studienbekannte von mir, mit der ich am Montag lange gesprochen habe. Sie betonte und versicherte mir, daß man sehr ausgiebig (also gründlich) operieren würde um eine möglichst hohe Heilungschance zu erzielen (wohl mehr/längere Op als sonst üblich). Das hat mich erst einmal beruhigt, deshalb bleiben wir bzw. meine Mutter dennoch dort. Das Virchow ist in Deutschland die Studienzentrale der AGO, daher dachte ich, es sei eine top Adresse... Menschlich wohl doch nicht immer so... Meine Philosphie (beruflich) ist scheinbar doch eine andere, ich behandel "meine" Patienten immer so, wie ich auch behandelt werden möchte (oder wie ich eben meine Liebsten behandeln würde...) - zumindest versuche ich dies meistens :shy:.
Das Problem ist wie so oft der ständige Personalwechsel, ein hoher "Patientendurchsatz" (ja, so nennt man das wirklich unter Ärzten, befremdend, oder?), sehr große Klinik, mehrere beteiligte Abteilungen etc., das macht das leider auch immer ziemlich unpersönlich. Einen richtig festen Ansprechpartner haben daher auch nicht richtig.

@Vscheel: Danke für Deine lieben Worte. Ich sehe es auch so, daß es ein riesiger Unterschied ist, ob man nicht loslassen kann oder einfach unterstützend liebevoll jemanden zu Seite steht. Manchmal komme ich mir momentan schon fast gluckenhaft vor, aber ich habe meiner Mutter versprochen, um ihre Interessen zu kämpfen. Immer wenn ich nach meinem Besuch gehe, bedankt sie sich tausendfach, dabei sind doch dafür auch Töchter da, oder?!?

@Mosi-Bär: Ich habe ja hier schon von Deinem Verlauf gelesen. :rolleyes: Das ist wirklich toll, ich freue mich für Dich. Bist ja auch schon fleißig verreist, gelle? ;) Das macht natürlich auch in Hinblick des "neuen" Pleuraergusses bei meiner Mutter Mut, ich habe ihr sogar von Dir erzählt, was sie unheimlich aufbaut. Sie hat nun nämlich doch ganz schön Muffensausen wieder bekommen, dachte, nun ist alles vorbei, braucht dann auch keine OP mehr etc. Davon ist sie jetzt nach langen Gesprächen zum Glück wieder weg... Ja, Standard ist eigentlich IMMER ein Röntgen-Bild und Labor bei KH-Aufnahme, erst recht bei solch einem Infekt... Verstehen kann ich das immernoch nicht... Ebenso macht man bei Punktionen IMMER mindestens bei ersten Mal eine Diagnostik, ich dachte, das ist so selbstverständlich wie das Zähneputzen...

@Sunny: Danke für die Kraft, die wünsche ich Dir und Deiner Mom selbstverständlich auch weiterhin. Was macht die Schwäche? Geht´s besser? LG

@Lizzy: Danke! Ja, ich entscheide mich letztendlich IMMER für Mut und Hoffnung, behalte aber auch das Risiko im Auge, um niocht ganz so sehr geschockt zu werden.... Es ist und bleibt eine Achterbahnfahrt, aber außer Regen gibt´s ja auch die noch Sonne...

So, ihr Lieben, das war jetzt echt viel... Ich bin Euch so dankbar... Manchmal wünschte ich mir, daß auch andere Patienten mit anderen Erkrankungen ähnlichen Zuspruch erfahren könnten...

Liebste solidarische Grüße:rolleyes:, Sun.

Sunny64 06.11.2008 11:28

AW: und noch eine traurige Tochter
 
Hallo Sun,

das klingt ja schon etwas positiver. Ja die Schwäche ist etwas besser (ich in meinem Thread geschrieben).
Es ist wirklich toll für deine Mom dass du als Ärztin einen guten Durchblick hast und ja ich sehe es auch wie du - dafür sind wir Töchter da - um für sie da zu sein und Ihnen zu helfen. Sie haben uns schließlich geboren und soviel für uns getan - das kann man Ihnen jetzt ein bisschen mehr zurück geben.
Meine Mom meint auch immer ich soll mich nicht so stressen -aber wie könnte ich das anders machen? Das wollte ich gar nicht.

Montag bin ich in Gedanken bei euch und sende viele positive Strahlen.

PS: wo bist du denn zu Hause - so eine Ärztin hätte ich auch sehr gerne!:prost:

romantic 06.11.2008 13:06

AW: und noch eine traurige Tochter
 
Hallo Sun,
oh ja, eine Ärztin wie Dich hätte ich auch gerne. Jemand der behandelt, wie er selbst behandelt werden will ! Super Einstellung ! Ach ja, seufz, zwischendurch findet man auch noch "vernünftige Menschen" unter den Ärzten ! ;)

Wir haben uns mit dem Krankenhaus, speziell mit der Oberschwester der Station sehr gut arrangiert. Wenn sie da ist, klappt alles hervorragend, sie war auch die einzige, die das schlimme Husten meiner Mutter jetzt überhaupt wahrgenommen hat. Daraufhin wurde dann geröntgt ! Die Ärzte merken das natürlich nicht ! :(

Beruhigend finde ich, daß sogar in einem solch spezialisierten KH wie Virchow solche dämlichen Sachen passieren, und nicht nur in unserem Hinterhof-Krankenhaus, auch von uns liebevoll Urwald-Klinik genannt ! Das kann doch echt nicht wahr sein, oder ? :mad:

Meine Mutter hatte auch einen heftigen Pleuraerguß, der dann punktiert (ohne Betäubung oder irgendwas, einfach Schlauch rein und gut !) und dann "verschweißt" wurde. Das ist ca. 1 Jahr her. Ich denke ihre jetzige Husterei hängt auch wieder mit einem Pleuraerguß,, diesmal auf der anderen Seite, zusammen. Ein Ergebnis vom Röntgen erfahren wir natürlich nicht, klar oder ?:mad:

Dank der Oberschwester und unserem Hausarzt, den ich ordentlich, d.h. mehrmals täglich sogar genervt habe, habe wir mittlerweile die Medikation ganz gut raus. Ich lege die Infusionen selber, weil uns alles andere viel zu aufwendig ist. Durch die ganze Geschichte bin ich schon halbe Ärztin, verstehe mich mit den Ärzten insoweit gut, als daß sie ihr Latein-Kauderwelsch rauslassen und ich trotzdem alles verstehe und noch Fragen hinterherschießen kann. Allerdings haben wir lange gebraucht, bis uns alle Infos gegeben wurden.

Sorry, ich komme ins Schwafeln. Ich wollte Dir eigentlich nur Mut machen ! Meine Mutter hat den Pleuraerguß und dessen Behandlung recht gut weggesteckt und hat jetzt, ein Jahr später, erst wieder ein Problem ! Die Aszitespunktion läuft jetzt, Gott sei Dank, wöchentlich. Es ist wirklich so, je mehr man "abzapft", desto mehr läuft nach.

Wir lassen meine Mutter nicht mehr im Krankenhaus, sie hat genug davon. Nur noch tagsüber, wenn Behandlung nötig, ansonsten ist sie zuhause. Zwischenzeitlich hat die Leber versagt, wir haben das Gefühl, das sie sogar schon "Stücke" davon erbricht ! Sehr übel, der Hausarzt runzelte die Stirn. Insofern ist es gut, daß sie zuhause ist. Mittlerweile ist es schwierig sie zu transportieren aber Gott sei Dank haben wir es ja nicht weit. Alles am Ort !

Nicht aufgeben Sun ! Bleib am Ball, nerve die "Kollegen". Es gibt Hoffnung und gute Behandlungsmöglichkeiten (wenn man denn die richtige findet !).

Alles Gute für Deine Mum und Dich !

Sunny64 06.11.2008 13:12

AW: und noch eine traurige Tochter
 
Hallo romantic,

das klingt ja leider nicht so toll was ich da gerade lese. Ich hoffe deiner Mutter gehts bald wieder besser. Kopf hoch. Ihr schafft das!

romantic 06.11.2008 13:30

AW: und noch eine traurige Tochter
 
Hallo Sunny,
ich glaube nicht ! Das was wir gerade machen, nennt sich glaube ich "Palliativ-Medizin" ! :( Jeder meint, wir müßten Weihnachten ohne meine Mutter verbringen ! Ich habe Anfang Dezember Geburtstag und hoffe, daß sie wenigstens das noch erlebt!

Ohne Beruhigungsmittel hätte ich jetzt wahrscheinlich schon wieder einen Weinkrampf ! Aber so geht's einigermaßen. Manchmal muß ich mich über mich selbst wundern ... Aber ich glaube, in ernsten Situationen wächst man auch über sicht hinaus !

Trotzdem danke für Deine Wünsche ! :)

here_comes_the_sun 06.11.2008 15:53

AW: und noch eine traurige Tochter
 
@romantic: Danke für Deine aufmunternden Worte. Das mit Deiner Mom tut mir sehr leid, daher noch mehr Dank, daß Du mich hier auch noch tröstest... Viel Kraft und Energie Euch beiden. Ich drücke Euch fest die Daumen für Deinen Geburtstag und Weihnachten. :pftroest: Leider habe ich so etwas schon oft miterlebt (wenn auch nie direkt persönlich betroffen), ich hatte meist den Eindruck, daß Menschen gehen, wenn sie bereit dazu sind. Damit meine ich, wenn sie denken, die Zeit ist für sie reif, wenn Abschiede oder andere wichtige Anliegen "erledigt" worden sind. Oft sind es nur "Kleinigkeiten". Wenn Deiner Mutter Weihnachten wichtig ist, schafft sie es vielleicht doch noch, gerade so etwas passiert ziemlich oft! Ich möchte hier keine falschen Hoffnungen machen, aber mit Prognosen liegen wir doch ziemlich oft falsch, oder?!? ;) Alles Liebe für Euch! :engel:

@Sunny: Danke fürs Daumendrücken, aber mach das bitte leiber am Dienstag, denn die OP wurde auf diesen Tag verschoben... Habe Dir in Deinem Thread geschrieben:)

@sunny und romantic: Hoffentlich komme ich hier nicht selbstbeweihräuchernd rüber, so ´was finde ich nämlich zum :smiley11:
Es gibt sicher auch Patienten, die mich doof finden. Aber ich versuche immer nach der o.g. Philosophie zu arbeiten. Manchmal kann das im Alltag mit all dem Streß und der vielen Arbeit untergehen, daher bin ich auch gerne mit Kollegen nachsichtig, aber nur, wenn eben bestimmte Grenzen nicht überschritten werden!!! Wenn mal jemand wegen meiner Überlastung zu kurz kommt, versuche ich das immer an anderer Stelle nachzuholen und sage auch: Sorry, jetzt nicht, keine Zeit, nehme mir aber morgen extra Zeit für Gespräche! Das ist wichtig. Ebenso versuche ich alle wichtigen Befunde in der Visite zu besprechen, denn es geht doch um den Betroffenen, und der ist schließlich mündig!

Daher an alle: Macht weiter so, je mehr ihr wißt, desto mehr könnt ihr Euch auch für Euch oder Eure Liebsten einsetzen!!! Manchmal sind zwar uns Ärzten solche Patienten zu anstrengend oder gar lästig, aber insgeheim und leise unter uns geben wir diesen Patienten immer Recht, denn sie passen auf sich auf, so wird weniger vergessen, übersehen ect. (wie nicht durchgeführte Untersuchungen, Therapien usw.). Weiter so! Wie Christine hier irgendwo schrieb: MACHT EUCH ZU DIPLOMPATIENTEN, ES GEHT UM EUCH! DA ENTSCHEIDET IHR!!!

In diesem Sinne liebste Grüße, Sun. Und auch wenn´s draußen grau ist: Viel viel Sonne! :cool:

Sunny64 07.11.2008 09:51

AW: und noch eine traurige Tochter
 
Hallo Sun,

ich kann mich in allem nur den Ausführungen von Christine anschließen. Danke dafür, auch wenn ich es nicht genießen kann.
Okay dann werde ich natürlich Dienstag fest die Daumen drücken und an euch denken! Dir auch weiterhin so viel Sonne im Herzen! ;)

Romantic:

Glaube trotzdem daran, bei meiner Mutter machen sie auch nur Palliativ-Chemo und ich glaube trotzdem, dass es bei ihr wieder besser wird, denn sie haben ja erst damit angefangen.
Lass dich nicht unterkriegen und wenn deine Mutter den Willen hat schafft sie es auch. Wie ist sie denn so gesundheitlich drauf, kann sie sich normal bewegen, laufen, essen etc?? Ich wünsche dir viel viel Kraft und du hast recht - man weiß gar nicht was man alles schafft in so einer Situation, ich bin zwar jeden Tag total erledigt, aber irgendwie raffe ich mich immer wieder auf und mache weiter. Der Körper hat wohl so einen Notschalter der in solchen Zeiten angeht. Wir dürfen nicht zusammenbrechen sonder müssen weiter stark sein für sie!! Denk daran. Fühl dich umarmt. :pftroest:

Sorry Sun dass wir deinen Thread hier entfremden :huh:

romantic 07.11.2008 10:16

AW: und noch eine traurige Tochter
 
Zitat:

Zitat von Sunny64 (Beitrag 625353)
Wie ist sie denn so gesundheitlich drauf, kann sie sich normal bewegen, laufen, essen etc??

Nein, das ist es ja gerade, was meinen Dad und mich so viel Zeit kostet. Sie kann nur noch sitzen und liegen (im Pflegebett) und 2, 3 Trippelschritte zum Toilettenstuhl oder zum Auto um zum Krankenhaus zu kommen und nicht mit dem Krankenwagen fahren zu müssen ! Das Auto fahren wir direkt vor die Tür so hat sie nur 3 Schritte und dann "laden" wir beide sie ein. Ihre Hände zittern unmerklich bei allem was sie anfaßt und ihre Füße fühlt sie nicht mehr. Essen kann sie schon lange nicht mehr und jeder kleinste Schluck Wasser kommt sofort wieder raus. Leben kann man das eigentlich wirklich nicht mehr nennen.

Aber: sie möchte noch unbedingt für die Hochzeit eines meiner Bekannten ein Bild als Hochzeitgeschenk malen. Wahnsinn, oder ? Ich denke, ihre Vorstellung, von dem was sie kann und was dann wirklich durchführbar ist, weichen ziemlich voneinander ab. ABer natürlich versuchen wir ihr alles zu ermöglichen, was sie emöchte, und wenn es nur ein Schluck Cola trinken ist ! :)

Zitat:

Zitat von Sunny64 (Beitrag 625353)
Sorry Sun dass wir deinen Thread hier entfremden :huh:

Ja, liebe Sun, tut mir auch sehr leid, aber andererseits sind wir ja alle traurige Töchter, oder ? ;)

Ich möchte Euch auch nochmal danken, für den vielen Zuspruch, den ich hier erhalte. Ich glaube, ich hätte sonst nicht die Kraft das durchzuhalten !

Dazu kommt jetzt noch, daß ich gestern einen Termin bei der Gynäkologin hatte, die meine Mum im Krankenhaus als Oberärztin betreut. Da durfte ich dann auch mal eine bittere Pille schlucken: Überweisung ins Krankenhaus, sie wollen prüfen, ob die Wucherung Krebs ist, oder nicht ! :eek: :(

Sunny64 07.11.2008 10:45

AW: und noch eine traurige Tochter
 
Hallo romantic,

oh je das klingt leider nicht gut und ich kann dich verstehen. Wenn sie kaum noch was trinken kann geht es ihr wirklich leider nicht so toll (kenn das von meinem Dad).
Allerdings finde ich es toll, dass sie noch ein Bild malen möchte und diesen Willen dazu aufbringt. Lasst es sie versuchen - es tut ihr bestimmt gut. Was daraus wird, muss sich zeigen.
Es tut mir so leid, dass es deiner Mutter so schlecht geht - ich weiß genau wie das ist habe es ja vor kurzem selbst mit erlebt. Das kostet wirklich sehr viel Kraft, aber es hilft ihr auch, dass du/ihr so für sie da seid.

Ich hoffe sehr, dass sich deine Gynäkologin irrt und drücke dir die Daumen dafür. Alles Gute und toi toi toi.:pftroest:

here_comes_the_sun 07.11.2008 12:07

AW: und noch eine traurige Tochter
 
Liebe Christine: Die Zeit investiere ich gerne, das ist wichtig ;)

Liebe Sunny und Romantic: Kein problem, daß ihr Euch hier in "meinem" Thread austauscht, denn ja, ihr seid ja auch traurige Töchter! :pftroest: Außerdem ist das hier ja ein FORUM.

Liebe Romantic: Das mit Deiner Mutter klingt wirklich nicht so toll. Ich kann mir gut vorstellen, wieviel Kraft ihr aufbringen müßt. Daß sie dennoch noch soviel Lebenswillen zeigt, daß sie z.B. das Bild malen möchte, ist ein gutes Zeichen. Manchmal ist es wirklich erstaunlich, wieviel Kräfte Menschen dann doch noch aufbringen können... Alles Gute für sie. Wegen Deinem Befund versuch Dich nicht verrückt zu machen. Ich weiß, das ist leicht gesagt, gerade, wo Du ja das mit Deiner Mutter erlebst, aber bei jungen Frauen (ich weiß ja nicht wie alt Du bist ;)) finden sich oft harmlose Follikelzysten. Nur gerade durch die Erkrankung Deiner Mutter wird man bei Dir lieber genauer nachschauen wollen. Ich drücke Dir alle Daumen ganz fest. :engel:

An Euch alle: Ja auch mir gibt der Zuspruch hier sehr sehr viel Kraft, die ich an anderer Stelle gut gebrauchen kann. DANKE!!!!

Viel viel Sonne für Euch alle, Sun.

romantic 07.11.2008 19:23

AW: und noch eine traurige Tochter
 
Mußte heute an Dich denken, als bei uns für so ca. 10 Minuten die Sonne rauskam ! :)

Das Krankenhaus hat sich heute wieder mal nicht mit Ruhm bekleckert ! Sie bekam 2 Infusionen neben der Chemo, das war alles. Das es ihr demnach besch... ging, brauche ich wohl nicht zu erwähnen, oder ? Nur gut, daß sie dann ohne Probleme nach Hause konnte, wir haben "das Lokal" so schnell es ging verlassen, damit sie ihre Medikamente bekommt ! Jetzt sitzt sie in ihrem Lieblingssessel, hört Radio und fühlt sich schon besser. Es ist echt die Hölle mit diesem Krankenhaus !

Wie gut, daß wenigstens ein bißchen die Sonne schien, da sieht die Welt gleich ganz anders aus !

Alles Liebe für Euch alle !

Sunny64 10.11.2008 09:16

AW: und noch eine traurige Tochter
 
Hallo liebe Sun,

morgen ist der große Tag ich denke an euch und wünsch alles Gute und dass sie alles erwischen und deine Mom den blöden Krebs bekämpft.

Toi toi toi.

Romantic: Das ist ja blöde - tut mir so leid für euch. Wie geht es ihr denn jetzt??

here_comes_the_sun 10.11.2008 22:24

AW: und noch eine traurige Tochter
 
Liebe Sunny,

tausend Dank, daß Du an meine Mom gedacht hast. Der heutige Tag war wieder sehr turbulent - die OP wurde "spontan" auf heute vorverlegt, dafür hat sie der leitende Oberarzt und ein weiterer erfahrender Oberarzt höchstpersönlich operiert. :rolleyes: Diese passive Warterei war dann aber sehr zermürbend... Ihr kennt das ja :(
Nach über 6 Stunden OP war alles getan, was getan werden konnte, Info bekam ich dann von einem etwas unbeholfenen Assisten (der nur zum Schluß der Op anwesend war) auf dem Stationsflur (!!!) zwischen all den neugierigen Mitpatienten und den noch neugierigeren Angehörigen :smiley11::mad: Danke auch, dafür durften sie dann auch alle meine Tränen sehen, als die Ahnung endgültig Gewißheit wurde!!!
Nunja, konkret heißt das, daß man nicht tumorfrei operiert hat, da die vermutete Pleurakarzinose sich bestätigt hat. :eek: (Ja, liebe Mosi, Du bist in den letzten Tagen immer mehr zu meinem kleinen "Mantra" geworden, ständig sag ich meiner Mom und auch mir, daß frau es auch damit schaffen kann!!! :engel: Und sogar verreist!!! Danke!) Daher hat man die Lymphknoten nicht vollständig entfernt, sondern nur die auffälligen (macht man wohl so?!?). Außerdem innere Genitalien, Bauchnetz, Darm, Teile des Zwerchfells, den Blinddarm. Der Bauchraum sei nun aber sichtbar tumorfrei... und auch mal was Positives: Es wurde kein Anus praeter angelegt, davor hatte sie am meisten Angst. :prost:
Nun ja, nun müssen wir sehen, daß sie wieder auf die Beine kommt, um dann mit Chemo anfangen zu können...

Vielen dank an alle, die hier mit die Daumen gedrückt haben. So viele Verwandte, Freunde und Kollegen waren zumindest z.T. in Gedanken dabei (wenn auch alle erst mit morgen gerechnet haben), das hat so geholfen.

Liebe Grüße, Sun.

Sunny64 11.11.2008 08:31

AW: und noch eine traurige Tochter
 
Hallo Sun,

ich hab gestern öfters an dich denken müssen. Ja, das mit dem Warten ist doof, man malt sich alles möglich aus. Schön, dass der Bauchraum nun frei ist und wie ich hier schon öfters gehört habe, soll ja die Chemo immer gut austeilen können - aber der Krebs nicht einstecken (wie Frieda immer so schön sagt). Das von dem Assistenzarzt ist ja auch doof, da hätte er sich ja einen ruhigeren Platz mit dir suchen können, geht ja schließlich keinen was an.:eek:
Ich hoffe sie erholt sich bald von der OP und ihr könnt die Chemo beginnen und diese schlägt gut an. Ich sende euch viel Kraft und Zuversicht. fühl dich umärmelt.:pftroest:

Dorle 11.11.2008 10:35

AW: und noch eine traurige Tochter
 
Hallo Sun
Es tut mir leid,dass ihr keine positiveren Nachrichten erhalten habt.
So direkt nach der OP ist das alles immer ziemlich heftig.Da muß zuerst mal die Diagnose und die Nachwirkungen der OP verkraftet werden.Es ist aber erstaunlich wie schnell auch die Besserung des Befindens einsetzt.Hoffentlich erholt sich deine Mutter schnell und sie kann die nötige Kraft sammeln um für die Chemo bereit zu sein.Mit einer Tochter die so hinter ihr steht wird ihr das sicher gelingen und die Chemo alle Reste entweder beseitigen oder zumindest für lange Zeit in Schach halten.
Gute Besserung für deine Mutter von Dorle

Mosi-Bär 11.11.2008 16:25

AW: und noch eine traurige Tochter
 
Hallo Sun,

puh, habe gerade gelesen, daß deine Mama schon alles hinter sich hat, die OP vorverlegt wurde.

Das Wichtigste ist jetzt erstmal, daß deine Mama die OP gut verkraftet hat und sich bald von diesen Strapazen erholt, um dann die Chemo gut zu verkaften.

Habe ich das richtig verstanden? Sie konnten nicht tumorfrei operieren, aber im Bauch ist jetzt alles sichtbar tumorfrei. Ich nehme an, nur die Peritonealcarcinose blieb inoperabel.

Du solltest dich erkunden, wieviele Lymphknoten entfernt wurden. Man entfernt nicht nur die auffälligen Lymphknoten, sonden weitere Knoten, denn sie könnten trotzdem befallen sein, auch wenn man nichts sieht.

Bei mir wurden 28 Lymphknoten entfernt und keiner war befallen. Die Anzahl der Lymphknoten im Körper eines Menschen ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich und dadurch ist die Anzahl der entfernten Lymphknoten auch sehr unterschiedlich. Es gibt hier Patientinnen, denen wurden 40 und mehr Lymphknoten entfernt.

Ich nehme aber an, daß bei deiner Mutter mehr als nur die auffälligen Lymphknoten entfernt wurden und du nur irgendwas nicht richtig verstanden hast oder dieser Assistenzarzt hat das nicht richtig erklärt.

Auf jeden Fall solltet ihr euch noch durch den Oberarzt aufklären lassen oder wenigstens von einem Arzt, der der gesamten OP beiwohnte.

Bei mir hat man damals einen Teil des Bauchfells entfernt, das Bauchfell kann wohl nicht komplett entfernt werden. Die Chemo hatte aber zu diesen Zeitpunkt schon so gut gewirkt, daß die Peritonealcarcinose komplett verschwunden war.

Genau das wünsche ich deiner Mama. Alles Gute für euch!

Liebe Grüße
Mosi-Bär:winke:

Lizzy54 11.11.2008 22:38

AW: und noch eine traurige Tochter
 
Liebe Sun,

es tut mir sehr leid für Euch, daß die Operation nicht positiver verlaufen ist.

Zunächst mal wünsch ich Deiner Mutter eine rasche Erholung von der OP. Ich hatte eine sehr, sehr nette Intensivschwester. Ihre Worte waren: "jeden Tag geht ein bißchen mehr".... und das war tatsächlich so!:-)
Jetzt drück ich ganz feste die Daumen, daß auch bei Deiner Mutter jeden Tag ein bißchen mehr geht und sie bald wieder auf den Beinen ist.
Mit der OP ist ja noch lange nicht die Fahnenstange der Behandlung erreicht, ich wünsch Euch so sehr, daß die Chemo gut anschlägt und von Deiner Mutter auch gut vertragen wird.

Liebe Grüße
Lizzy

Sunny64 12.11.2008 09:34

AW: und noch eine traurige Tochter
 
Hallo Sun,

gibts denn was Neues? Hab heute morgen so an dich gedacht.

here_comes_the_sun 12.11.2008 11:20

AW: und noch eine traurige Tochter
 
Hallo, ihr lieben Mädels,

jetzt habt ihr es echt geschafft, mich zu Tränen zu rühren!!! :o
Der Montag mit all dem Warten, das unglaubliche Gespräch mit dem Assistenten, die konkrete Gewißheit (obwohl ja vor der OP schon alles klar war) haben mir echt den Boden unter den Füßen weggerissen. Und auch meine Mutter hat zum ersten Mal seit der Diagnosestellung so richtig ihre Angst gezeigt. Der Abend zu Hause, die Nacht und auch der gestrige Morgen waren furchtbar. Ich war total verheult, mir hat für alles total die Kraft gefehlt (v.a. fürs Aufstehen). So muß sich eine Depression anfühlen. Ich habe dann meine Mutter gestern auf der Intensivstation besucht und ihr nach einem erneuten Arztgespräch alles erklärt. Nun geht es uns schon viel besser, wir haben auch schon wieder gelacht. Und auch mein armer kleiner Bruder (26) läßt nicht mehr all zu sehr den Kopf hängen.
Der OP-Bericht ist noch nicht in der Reinversion geschrieben, den werde ich mir aber dann geben lassen, genauso wie alle anderen wichtigen Befunde. Die Histologie ist Ende der Woche fertig. Dann wird entschieden, welche Chemo exakt durchgeführt wird, und dann du blöder "Parasit" wird Dich die Sonne wegbrutzeln!!!
Die Oberärztin gestern hat mir alles noch mal (besser) erklärt und war v.a. auch sehr einfühlsam (ja, es gibt auch die Guten ;)). Man hat alle SICHTBAREN Lymphknoten entfernt (der junge Mann hat mir da wohl Mist erzählt, mißverstanden habe ich ihn kaum bei meiner höchsten Aufmerksamkeit im Gespräch, zumal ich ja noch fragte, warum nicht ALLE???). Wieviel es genau waren, habe ich mir leider nicht gemerkt, irgend etwas zwischen 20 und 30, aber das steht ja dann im OP-Bericht.

Nachher besuche ich meine Mutter wieder und habe ihr bereits gestern angedroht, daß wir heute tanzen:grin:. Außerdem will sie in ein paar Tagen wieder eines der superleckeren Sahnetörtchen essen, die es beim Feinbäcker bei mir um die Ecke gibt (hmmmm :smiley1::prost:).

Ich bin also zuversichtlich, daß sie sich jetzt wieder berappelt. Und dann wird die Pleurakarzinose und evtl. noch andere Reste weggeschmolzen.

Danke Euch Lieben. :1luvu: Eure Sun.

romantic 12.11.2008 14:38

AW: und noch eine traurige Tochter
 
Liebe Sun,
sieh's doch mal so: so ein schlechter "Start" kann auch ein guter Anfang sein ! ;)

Und die Einstellung Deiner Mutter macht sehr viel aus. Gut, daß Du für sie da sein und sie unterstützen kannst !

Ich drücke Euch ganz fest die Daumen ! Alles, alles Gute !

Mosi-Bär 12.11.2008 16:19

AW: und noch eine traurige Tochter
 
Hallo Sun,

ich hoffe, ich bin dir mit meinem Satz, daß du vielleicht was falsch verstanden hast, nicht zu nahe getreten. Sorry, ich dachte halt, wie ich in einer solchen Situation wäre, ziemlich aufgeregt und während ich noch die eine Nachricht verdaue, bekomme ich bei der nächsten irgendwas nicht mit.

Ich hatte total vergessen, daß du ja als Ärztin ganz anders zuhörst als unsereins, der ja zunächst, kurz nach der Diagnose, noch gar keine Ahnung hat...:D

Ich finde es unverantwortlich, daß ein Assistenzarzt, der nichtmal während der ganzen OP anwesend war, den Auftrag bekam, dich zu unterrichten und dann noch auf dem Flur, wo alle zuhörend...:confused:

Nun gut, jetzt weißt du ja mehr und bist von einer kompetenten und freundlichen Person aufgeklärt worden. Schön, daß es auch sowas gibt.

Und ich habe nochwas falsch in Erinnerung gehabt: Ich dachte an Peritonealcarcinose und habe gerade gelesen, daß es eine Pleuracarcinose gibt. In meinem allerersten Bericht mit Histologie nach der Bauchspiegelung stand auch was von Pleuracarcinose... gesagt hat mir das damals niemand, es war immer nur die Rede von einem malignen Pleuraerguß... In allen Berichten, Diagnosen und Histologien, die ich danach in Kopie erhalten habe, stand das Wort Pleuracarcinose nicht mehr drin, sondern nur immer maligner Pleuraerguß... Hm!

Na ja, egal was es war, die Chemo hat ihm einen Garaus bereitet und es ist nie wieder was gewesen, obwohl ich immer ein bißchen Angst davor habe, daß an der Lunge nochmal irgendwas wiederkommen könnte.

Auf jeden Fall wünsche ich deiner Mama, daß es ihr bald vieieieiel besser geht! Ist sie noch auf der ITS?

Alles Gute
Liebe Grüße
Mosi-Bär:winke:

Pfingstrose 12.11.2008 19:35

AW: und noch eine traurige Tochter
 
Hallo Sun,
freut mich zu lesen, dass Deine Mama schon wieder lachen kann und an leckere Sahnetörtchen denkt! Ich wünsche ihr eine schnelle Genesung und viel Kraft und Energie für alles, was sie noch vor sich hat!

Ich wünsche Euch alles erdenklich Gute, liebe Grüße von Katja :winke:

here_comes_the_sun 12.11.2008 23:25

AW: und noch eine traurige Tochter
 
Hallo, ihr lieben Mädels,

heute Nachmittag konnte meine Mom von der ITS auf die Normalstation gebracht werden, vorhin saß sie vorm Schlafen schon allein am Waschbecken! Es geht aufwärts!

Liebe Mosi, nein, Du brauchst Dich überhaupt nicht entschuldigen, das mit dem falsch verstanden ist absolut o.k. Man ist in so einer Situation total aufgeregt, da kann man ja auch mal was falsch verstehen oder überhören. Da ich das weiß, hatte ich aber eben für genau dieses Gespräch all meine Sinne geschärft. Es war vom Assistenten einfach total deplaziert auf dem Flur solch ein Gespräch zu führen und dann auch noch teilweise falsche Infos zu geben... Aber das ist ja nun geklärt... Mach Dir um Deine Lunge keine Sorgen. Das ist leicht gesagt, aber Du hast doch alles bisher so toll geschafft!!!

Nochmals tausend Dank für Euren Zuspruch! Alles Liebe, Sun.

Heiderose 13.11.2008 01:04

AW: und noch eine traurige Tochter
 
Liebe Sun,

ich bin glücklich zu hören, dass es bei Deiner Ma aufwärts geht. Leider kann ich mich erst heute melden, weil ich erst heute selbst aus der Klinik kam.
Also Kopf hoch und die Chemo angegangen, es muss einem nicht immer schlecht dabei gehen.

Habe bei der letzten (Caelyx) ziemliche Nebenwirkungen gehabt und die jetztige vertrage ich wirklich gut ,nicht mal schlecht war es mir.

Alles Liebe
Heiderose


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