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Meine Mama ist doch noch so jung !
Seit alle lieb gegrüsst !
Ich bin ganz neu hier, aber schon eine Weile als stille Mitleserin "unterwegs". Meine Mutter ist 58 Jahre alt als man im März diesen Jahres ein nichtkleinzelliges Bronchialkarzinom im Stadium 3B festgestellt hat. Danach ging es schlag auf schlag: Im Mai hat man bei ihr Hirnmetastasen und im Juli Milzmetastasen festgestellt. Seit diesem Jahr ist alles anders. Sie Welt ist nicht mehr die Selbe. Mir geht es sehr schlecht. Zudem ist sie noch Diabetikerin und muß 3 x täglich Insulin spritzen. Ich weiß, dass uns eine grausame Zeit bevor steht, darum bin ich so unendlich froh, dieses Forum gefunden zu haben ! Ganz ganz liebe Grüsse an alle hier ! Cindy |
AW: Meine Mama ist doch noch so jung !
Liebe Cindy,
jetzt möchte ich Dich hier herzlich begrüßen, auch wenn, wie bei uns allen, der Anlass so schlimm ist. Dein Beitrag wäre nun fast unbeantwortet auf Seite 3 gerutscht - das wollen wir natürlich nicht. Auch mein Paps ist betroffen, auch er ist erst 58 und hat auch den Nichtkleinzeller, allerdings im Stadium IV. Das staging bei Deiner Mutter ist ja sicherlich seit Feststellung der Metastasen auch nach oben gegangen. Es tut mir sehr Leid für euch, dass ihr diese schlimme Zeit durchmacht. Wie kommt denn Deine Mutter mit der Situation klar. Lebst Du nahe genung bei ihr, dass Du Dich regelmäßig um sie kümmern kannst? Wie sieht denn seit Feststellung der Metastasen ihre Behandlung aus. Ist sie schon gut mit Schmerzmitteln "eingestellt"? Meld´ Dich hier einfach, wenn Du ein bisschen erzählen magst. Ganz viel Kraft für euch. LG Ypsi |
AW: Meine Mama ist doch noch so jung !
Liebe Cindy,
ich habe Deinen Beitrag schlicht und ergreifend überlesen. Wie geht es Dir denn inzwischen? Was macht Deine Mutter? Wohnst Du nahe bei ihr und kannst somit vor Ort unterstützen? Wie geht es ihr im Alltag? Was für eine Therapie bekommt sie? Ich freue mich, von Dir zu lesen. Liebe Grüsse Thessa |
Schreckliche Angst...
Hallo an alle hier im Forum !
Ich bin noch nicht lange dabei. Muß mir aber jetzt mal ein paar Dinge von der Seele schreiben, weil ich schreckliche Angst habe vor dem, was da noch alles auf uns zukommen wird. Es geht um meine Mama. Sie ist 58 Jahre alt. Ich habe ihre Krankengeschichte bereits im Forum niedergeschrieben, aber leider keine Beiträge darauf erhalten. Nur kurz: Im März 08 Nicht-kleinzelliges Bronchialkarzinom G3, im Mai 08 bereits drei Metas im Gehirn. Der Primärtumor war also in der Lunge. Da ihr aber die Auswirkungen der Hirnmetastasen mehr zu schaffen machen schreibe ich in diesem Forum. Der Arzt sagte, er gehe von einer Lebenserwartung von noch ca. einem halben Jahr aus. Ihre Beschwerden sind inzwischen folgende: Schwindel, Gesichtsfeldausfälle, Kopfschmerzen (bekommt aber Kortison gegen den Hirndruck). Ich habe große Angst wie der Verlauf weiter gehen wird. Gibt es jemanden mit ähnlichem Schicksal ? Würde mich gerne austauschen... und ganz doll über eure Antworten, vielleicht auch etwas Zuspruch, freuen. Ich habe das Gefühl ich schaff das nicht... Ganz liebe Grüsse an alle Schicksal-Geplagten Cindy |
AW: Schreckliche Angst...
liebe cindy
meine mutter leidet an einem oligoastrozytom 3, welches leider inoperabel ist, sie hat bestrahlung bekommen, doch leider machen auch uns die ärzte wenig hoffnung, das nächste mrt haben wir am 4.11. dann wissen wir mehr. ich kann dich sehr gut verstehen, es schlimm seine mama oder auch sein vater so zu sehen und nix tun zu können.ich habe meiner mutter zusätzlich auch die weihrauchtabletten von dr fernando gekauft, man sagt ja nicht umsonst die hoffnung stirbt zuletzt. liebe grüsse melanie |
AW: Schreckliche Angst...
Hallo Melanie,
es ist wirklich grausam, wenn man weiß das nichts und gar nichts mehr zu einer Heilung führen kann. Ich weiß nicht mal wie sich der Hirntumor nennt. Die Ärzt sprechen nur von 3 Hirtmetastasen. Die wurden auch bestrahlt, sowie damals auch ihre Lunge. Chemo hat sie strikt abgelehnt. Und somit kann man jetzt nichts mehr tun, ausser jeden Tag Angst zu haben, in wieweit die Symptome sich bemerkbar machen. Meine Mutter lebt seit ca. 4 Wochen nun im Pflegeheim. Sie lebte 3 Monate bei uns zu Hause, weil sie die alltäglichen Dinge des Lebens, wie einkaufen, kochen, usw. schon nicht mehr bewältigen konnte. Aber auf weitere Sicht, war das bei uns so nicht mehr möglich. Leider blieb uns keine andere Wahl. Wenn ich jetzt sehe, dass ihr Zustand sich verschlechtert, bin ich froh, dass sie dort rund um die Uhr versorgt wird. Aber mich an den Gedanken zu gewöhnen, dass sie so jung schon dort leben muss, raubte mir fast den Verstand. Ich habe eine ganze Weile gebraucht um mir mein schlechtes Gewissen auszureden. Ich lief eine ganze Weile heulend durch die Gegend. Heute denke ich anders: Bin froh dass sie dort sehr gut versorgt wird. Tag und Nacht. Man muss sich ständig an jede neue Situation gewöhnen und einstellen. Das strengt unheimlich an. Es ist so grausam. Dann werdet ihr sicher auch in Aufregung sein, vor eurem nächsten MRT-Termin. Ich drücke euch beide Daumen. Das kostet unendlich viel Kraft. Ganz liebe Grüsse Cindy |
AW: Schreckliche Angst...
hallo cindy
das ist wirklich schlimm, aber ich denke das es für deine mama das beste ist in dem heim, ich möchte mir ehrlich gesagt gar keine gedanken machen, wie wir das alles machen wenn es bei meiner ma soweit ist. ich muss dazu sagen, weil du sagst so jung sterben, meine mama ist 49 jahre alt, also auch noch sehr jung. nur darauf nimmt diese scheiss krankheit leider keine rücksicht, wir haben auch einige hier im forum wo bereits kleine kinder betroffen sind. ich wünsche dir viel kraft, hast du denn kinder oder einen mann? die dich unterstützen? ich habe einen 5 jahre alten sohn, der das ganze natürlich nicht versteht. das macht mich dann auch sehr traurig wenn er mich fragt: mama wieso guckt die oma keine bücher mehr mit mir, oder wieso redet die oma denn manchmal so komisch. oft fehlen mir dann die worte und ich sage nur: unsere oma ist krank und deswegen müssen wir uns jetzt um sie kümmern, so wie sie sich um dich und mich gekümmert hat. liebe grüsse melanie |
AW: Schreckliche Angst...
Liebe Melanie
dann geht es dir ja, leider, auch nicht viel besser...Du hast ja noch eine jüngere Mama und auch dieses Schicksal ! Aber du hast recht, selbst vor kleinen Kindern machen Krankeiten keinen halt, wenn ich die Schicksale alle so lese. Ich bin verheiratet, habe zwei Buben, mit 13 Jahren und, wie du, mit 5 Jahren. Meine Kinder haben oft bei meiner Mutter übernachtet. Sie war einfach eine Oma wie man es sich vorstellt. Immer für ihre Enkelkinder da. Und jetzt ist eben alles anders. Mein Großer bekommt natürlich alles mit, auch wenn es mir schlecht geht. Ich sage ihm dann aber auch, dass es wegen der Oma ist. Er versteht das alles natürlich. Vor meinem Kleinen halte ich mich mit Tränen natürlich zurück. Er lebt, Gott sei Dank, in seiner glücklichen Kinderwelt. Mensch, wie schaffst du denn das ? Hast du einen Mann der dich unterstützt? Ich habe schon von einem ambulanten Hospizdienst gehört... Weisst du, in wieweit man da Unterstützung bekommen kann ? Ich meine, für den Zeitpunkt gegen Ende zu... So viel ich weiß betreuen sie auch Angehörige und kommen auch ins Heim. Aber ich weiss nichts genaues darüber. Schicke dir ganz viel Kraft, wir müssen durchhalten Cindy |
AW: Schreckliche Angst...
hallo cindy
nein, so ganz kenne ich mich damit auch icht aus, ich weiss oder wusste zwar das es irgendwann schlimmer wird, aber ich habe immer versucht es zu verdrängen, bzw zu hoffen das die bestrahlung und so doch noch hilft, das mrt haben wir ja am 4.11. natürlich hoffe ich immer noch, aber meine mama hat sich in letzter zeit so verändert, sie versteht einen ganz schlecht und ist auch sehr agressiv geworden und meckert wegen jeder kleinigkeit(vorallem meinen vater an) also befürchte ich schon fast das es an dem tumor liegt!? noch vor 2 monaten als die bestrahlung aufhörte war sie nicht so, sie war zarsehr traurig und auch depressiv, weil sie bei der op auch das augenlicht eines auges verloren hat. aber sie war vom verhalten her "normaler" als jetzt. zu deiner frage, nein ich bin nicht mehr verheiratet, lebe mit meinem sohn alleine. das was du schreibst kenne ich, auch meine mama war so eine "vorzeige"oma :) du hast recht durchalten! wünsche dir und deiner familie weiterhin ne menge kraft. bis dann melanie |
AW: Schreckliche Angst...
Hallo Melanie,
ich hoffe natürlich für euch, dass es kein Anzeichen für ein weiteres Tumorwachstum ist. Man lebt eben immer in dieser Angst und achtet auf jede Kleinigkeit die einem auffällt, und denkt es könnte der Tumor sein. Ich bin genauso... Ich frag sie am Telefon auch immer dasselbe, glaube ich: Wie gehts dir ? Was machen deine Augen, dein Schwindel... Und ich merke gleich an der Stimme wie die Lage aussieht. Ich geh meine Mama nachher besuchen. Sie ist zum Glück nur 15 Minuten von uns entfernt. Lass unbedingt von dir hören. Wir sitzen wohl im gleichen Boot. Drücke euch für den 4.11. beiden Daumen ! Ganz liebe Grüße Cindy |
AW: Meine Mama ist doch noch so jung !
Hallo Ypsi,
es hat mir ja doch noch jemand geschrieben... Freu mich ! Ja, wir haben nun das gleiche Staging, auf Grund der Metastasen, wie dein Papa. Wie geht es ihm denn:(:(, bei diesem Stand der Krankheit ? Meiner Mutter machen die Hirnmetastasen und deren Auswirkungen (Gleichgewichtsstörungen, Sehstörungen, sprachliche Probleme...) weit mehr zu schaffen als der eigentliche Primärtumor (Lungenkrebs). Mit ihrer Atmung und dem Husten kommt sie soweit klar. Die Hirnmetastasen wurden im Mai 08 bestrahlt. Eine Chemoterapie lehnte sie grundsätzlich von Anfang an ab ! Also nur Bestrahlungen an Lunge und Kopf. Inzwischen bekommt sie Kortison aufgrund des Hirndruckes und natürlich Schmerzmittel. Habe natürlich grausame Angst davor, wenn diese Zellen sich ihren Weg weiter bahnen... Was sie ja leider tun werden. Sei lieb gegrüsst Cindy Würde mich freuen, zu hören (bzw. lesen) wie es dir/euch dabei geht. |
AW: Meine Mama ist doch noch so jung !
Hallo Cindy,
jetzt lass dich erstmal ganz doll drücken. :knuddel: Wie geht es denn deiner Mutter? Warum lehnt Deine Mutter eine Chemotharapie ab? Aber ein Allheilmittel ist diese natürlich auch nicht. Ich finde es toll wie du dich um deine Mutti sorgst. Ich drücke dir die Daumen dass sie noch recht lange bei dir ist. Gibt es denn noch weitere Familienmitglieder die dich auf dem schweren Weg mit deiner Mutter unterstützen können? Was machst du um Kraft zu schöpfen. Bei aller Liebe zu deiner Mutter darfst auch du dich nicht ganz vergessen. Liebe Grüße von Erika |
AW: Meine Mama ist doch noch so jung !
Liebe Erika,
zunächst vielen Dank für deine herzlichen Worte. Es hat mir sehr gut getan ! Meine Mutter hat die Chemo noch während dem Arztgespräch sofort abgelehnt. Da war sie sehr stark in ihrer Entscheidung. Ein Grund war, dass ihr niemand sagen konnte, das der Krebs danach besiegt sein wird. Er war im März eh schon zu weit fortgeschritten... Sie wollte sich nicht unnötig plagen lassen. Der zweite Grund war, dass sich Chemo und Diabetes wohl schlecht vertragen (Sie wird 3 x täglich mit Insulin gespritzt). Nach der Bestrahlung von Lunge und Gehirn ging es ihr ja auch erstmal ganz gut. Die Lunge macht auch keine weiteren Beschwerden. Aber eben ihr Kopf. Sie kann einfach nicht mehr klar denken. Das ist schon unglaublich. Ich denke halt schon, dass dies bedeutet, dass die Metastasen weiter machen. Ich habe leider keine Gleichgesinnten. Als Gleichgesinnte meine ich jetzt einen Bruder oder Schwester. Es gibt nicht mal einen Onkel oder Tante, da meine Eltern auch keine Geschwister haben. Meine Eltern haben sich scheiden lassen, da war ich noch klein, und mein Vater hat danach nie den Kontakt zu mir gesucht. Habe ihn vor ca. 20 Jahren das letzte Mal gesehen. Wie du siehst, ist das alles eine ziemliche Last für mich, die ich eigentlich alleine als schweres Paket auf meinem Rücken trage. Die einzige Hilfe die ich habe, ist die von meinem Mann, und er unterstützt mich wo er kann. Aber das ersetzt trotzdem nicht alle fehlenden Familienmitglieder. Es nützt aber alles nichts. Ich muss es trotzdem schaffen. Ich lebe nach dem Sprichwort: Was mich nicht tötet, macht mich stark fürs Leben ! Nur im Moment fühle ich mich nicht so richtig danach. Aber ich werde daran arbeiten, und ich hoffe, ich schaff das alles... Ganz liebe Grüsse Cindy |
AW: Meine Mama ist doch noch so jung !
Hallo liebe Cindy,
es tut mir leid, was Du gerade durchmachen mußt!! Mein Dad hat auch T4 N3 Stadium IV (Endstadium) und macht trotzdem eine Chemo. Es ist ja nicht gesagt, nur weil man den Krebs nicht heilen, man nicht damit leben kann!! Ich weiß jetzt von einigen aus dem Forum, daß sie nur eine Lebenserwartung von ca. 3 Monaten hatten und leben seit über 2 Jahren damit. Mein Dad bekommt seit diesem Montag auch die Chemo. Er macht sie ambulant und da habe ich eine Frau kennen gelernt, die sagte, daß sie schon seit 2001 therapiert wird. Also mal Chemo, mal Bestrahlung, dann Pause, dann wieder Chemo. Aber sie lebt und das nicht einmal schlecht. Okay, sie hat keine Haare, aber das interessiert sie in dem Fall auch erstmal gar nicht. Sie kann eine Perücke oder ein Tuch tragen. Aber sie will leben. Ich denke, je länger man es schafft durchzuhalten, umso besser werden die Therapie-Möglichkeiten. Die Medizin bleibt ja nicht stehen. Es entwickelt sich immer mehr und das ist auch gut so. Mach Deiner Mam den Mut und rate ihr zu der Chemo. Das ist, meine ich, das einzige erstmal, was helfen kann. Ich war auch dagegen, weil ich dachte, daß mein Dad eh nicht geheilt werden kann. Aber wenn sich dadurch der Krebs zurück bildet, der Wachstum stagniert, dann ist ja schon einmal der Erfolg da. Aber letztendlich muß sie es entscheiden. Es tut mir sehr leid, daß Du das Säckchen selbst zu tragen hast!!! Schicke Dir ganz viel Kraft rüber und positive Energie für Deine Mam!! Alles Liebe Brigitte |
AW: Schreckliche Angst...
Liebe Melanie,
heute, am 4.11., MRT-Termin, habe an dich gedacht... Liebe Grüsse Cindy |
AW: Meine Mama ist doch noch so jung !
Hallo Cindy,
ich habe jetzt auch deinen Thread gefunden. Es haben sich damit einige Fragen von mir in der PN ja schon erledigt. Ich schicke Dir viel Kraft für die nächste Zeit! Liebe Grüße Andrea |
AW: Meine Mama ist doch noch so jung !
Liebe Diana,
vielen Dank für deine verständnisvollen Worte über das was im Moment geschieht. Ich bin wie jeden Tag gelähmt. Aber ich glaube man verdrängt nur jeden Tag wieder aufs Neue, da man ja seinen ganzen Alltag und alles was tägl. verlangt wird, bewältigen muss. Ganz genau so wie du schreibst: Wie ein Hamster im Laufrad... Deine Geschichte hört sich sehr grausam an und es tut mir sehr leid, dass dir dein Papa auf diese Art und Weise genommen wurde. Aber welche Art und Weise könnte man akzeptieren ? Wahrscheinlich gar keine, denn man will sich nicht von den Eltern trennen. Wie alt war dein Papa ? Hast du noch eine Mutter, um euch gegenseitig zu trösten und zu stützen ? Wie geht es dir denn nach all dem Erlebten ? Du kannst mir gerne darüber schreiben, wenn du möchtest. Bin auch Einzelkind... Mutter oder Vater zu verlieren ohne Geschwister neben sich ist besonders hart... Meine Mutter geht es ganz allmählich immer schlechter. Durch die Hirnmetastasen. Ich denke immer ich muss mich "vorbereiten" auf alles Schlimme was dadurch noch passieren wird. Aber das ist ja nicht möglich. Ich denke auch die Krankheit ist so individuell verschieden... Keiner kann sagen wie lange noch. Aber eines denke ich immer: Es wird das letzte Weihnachten sein... und das tut höllisch weh. Heute dachte ich mir, dass ich zum ersten Mal in meinem 39-jährigen Leben meine Weihnachtseinkäufe ohne meine Mama erledigen muss. Was sind wir früher durch die Einkaufsläden gestöbert... Ich könnt grad losheulen, wenn ich daran denke, dass jetzt alles zu Ende ist. Ich weiss, ich muss die letzte Zeit mit ihr geniessen... Aber das geht doch irgenwie nicht. Das Leben ist ein anderes geworden. Die Welt ist nicht mehr die, die sie einmal war. Meine Mutter zu verlieren... Bei allen anderen mag das passieren, aber doch nicht bei mir ! Ein absoluter Trugschluss. Es ist eine Tatsache, und damit muss ich, sowie wir alle hier, irgendwie klarkommen:embarasse. Ich wünsche dir auch weiterhin viel Kraft für alles und schicke dir ganz liebe Grüsse zurück ! Cindy |
AW: Meine Mama ist doch noch so jung !
Liebe Cindy,
ja es ist schlimm mitzuerleben wenn ein geliebter Mensch durch diese sch... Krankheit immer weiter abbaut.Wir als Angehörige stehen oft hilflos daneben und wissen nicht wie wir uns am besten verhalten. Wie du mir schon geschrieben hast bist du Einzelkind. Ich bin es auch. Mein Vater ist vor 20 Jahren auch an Krebs gestorben und mein Lebensgefährte Ist mitte Februar auch an dieser Krankheit für immer eingeschlafen. Mein zweiter Mann (ich habe ihn sehr geliebt) starb vor 7 Jahren den Sekundentot. Er hatte eine schwere Herzoperation hinter sich. Wenn ein lieber Angehöriger von uns so krank ist hören wir auf in langen Zeiträumen zu planen. Darum wünsche ich euch ganz doll dass du und dein Mann mit deiner Mutti ein schönes und besinnliches Weihnnachtsfest feiern könnt. Auch wenn es schwer fällt mach deine Weihnachtseinkäufe und erzähl deiner Mutti hinterher davon. Auch dass du sie dabei ganz doll vermisst hast. Aus eigener Erfahrung weiß ich dass man sich auf den Tod eines Angehörigen nicht vorbereiten kann. Auch wenn man weiß das seine Lebenszeit begrenzt ist kommt er doch irgendwie plötzlich. Akzeptier bitte auch den Wunsch deiner Mutti ohne Chemo auszukommen. Es ist kein leichter Weg. Die Lebenszeit die ihr noch bleibt ist für sie so wahrscheinlich erträglicher. Ich schicke dir nochmal eine ganz große Portion Kraft und lass dich drücken LG Erika |
Es kommt immer schlimmer...
Hallo an alle,
ich muss euch berichten von dem was sich bei mir alles zuträgt... Letzte Woche kam ein Anruf vom Pflegeheim meiner geliebten Oma. Sie sagten sie habe Atemaussetzer und sie gehen davon aus, dass sie nun in die Sterbephase eintreten wird. Meine geliebte Oma ??? Ich bin Hals über Kopf dorthin gefahren. Da liegt sie nun zwischen Leben und Tod. Sie ist 92 Jahre alt. Alle sagen es ist besser, wenn sie nun sterben darf. Mein Verstand sagt das ja auch, aber es tut mir schrecklich weh. Ich bin bei ihr aufgewachsen, war als Kind täglich bei ihr, da meine Mutter arbeiten musste. Ich liebe sie, als wäre sie meine Mutter. Sie wiegt nur noch geschätzte 30 Kilo, ist nur noch Haut und Knochen. Sie leidet auch an keiner Krankheit, es ist halt einfach die Altersschwäche... Zu meiner schwer kranken Mutter jetzt auch noch meine Oma !!! Einige von euch werden meine Beiträge über meine Mutter ja inzwischen kennen... Sie kann sich inzwischen nicht mehr alleine anziehen, räumt nachts ihre Schränke aus, sie sagt sie würde verrückt werden. Heulend ruft sie mich morgens um 5.00 Uhr an. Ich und meinem Mann bleibt fast das Herz stehen, weil wir natürlich mit dem Anruf wegen meiner Oma rechnen... Ihr Befinden hat jetzt so derart verschlechtert. Als ich sie das letzte Mal besucht habe, hatte sie einen weissen und einen schwarzen Socken an. Man kann sich mit ihr nicht mehr richtig unterhalten, da sie so verwirrt ist. Ich kann gar nicht richtig ausdrücken wie es mir geht... Ich bin selber verwirrt. Konnte die letzten Tage auch nicht ins Forum. Ich verfolge sonst immer eure Beiträge, aber diesesmal ist es mir seit Tagen nicht mehr möglich. Ich bin einfach nur fertig. Wenn ich Zeit habe, überlege ich mir in welches Pflegeheim ich zuerst gehe. Die beiden sind nicht im selben, aber nicht weit voneinander entfernt. Wenn man sich das vorstellt: Mutter und Tochter im Heim ! Und ich als Enkeltochter bzw. Tochter habe alles zu tragen. Ich weiss nicht mehr wo anfangen und wo enden... Könnt ihr mich verstehen ? Ich glaube ich bin zu fertig um meine Gefühle hier so richtig auszuführen... Und ich weiss ja, ihr habt hier auch alle eure schweren Schicksale zu verkraften. Desshalb glaube ich, dass ihr mich am Besten versteht. Es grüsst euch ganz traurig Cindy |
AW: Es kommt immer schlimmer...
Liebe Cindy,
was machst Du gerade für schreckliches durch?? Wie kann man Dich trösten? Es ist unsagbar schwer, die richtigen Worte zu finden. Deine liebsten Menschen sterben hier langsam in Raten und Du mußt zusehen und kannst nicht helfen. Ich kann mir für Dich nur wünschen, daß Deine Omi nicht so sehr leiden muß. Sie hat ein schönes Alter erreicht. Du mußt für die schöne Zeit mit ihr dankbar sein. Vielleicht mag sie noch nicht gehen, weil ihr noch jemand fehlt der sie besucht. Hat Deine Mama noch die Möglichkeit ihre Mama zu sehen oder geht das nicht mehr in ihrem Zustand? Ich wünsche Dir ganz viel Kraft für diese schwere Zeit. Alles Liebe Dir! Brigitte |
AW: Es kommt immer schlimmer...
Liebe Brigitte,
danke... ich freue mich, dass du mir so schnell geantwortet hast. Es kann sein, dass meine Oma noch auf den Besuch ihrer Tochter wartet. Ich kann oft den Namen meiner Mutter von ihren Lippen ablesen. Gott ist das schrecklich. Meine Oma weiss nichts von dem Zustand ihrer Tochter. Ich wollte ihr das nicht zumuten. Meine Mutter kann sie devinitiv nicht mehr besuchen. Es geht ihr selber zu schlecht, auch mit ihrer Psyche. Ich habe eben versucht den Arzt zu erreichen, damit meine Mutter stärkere Beruhigungsmittel erhält. Sie ruft mich bis zu 6 mal am Tag an und weint und weint. Und das zieht mich dann natürlich total herunter...Und ich muss doch meinen Alltag immer wieder aufs neue schaffen. Ich war eben noch schnell einkaufen. Ich konnte mich nicht darauf konzentrieren und hätte grad im Laden losheulen können... Oh Gott wie geht das weiter... Ich muss es schaffen, es bleibt mir nichts anderes übrig. Herzliche Grüsse Cindy |
AW: Es kommt immer schlimmer...
Liebe Cindy,
vielleicht sagst Du Deiner Omi, daß Deine Mama nicht kommen kann, weil sie nicht bei guter Gesundheit ist. Sag Du ihr, wie sehr Deine Mama ihre Mama lieb hat und daß sie von ihr keinen Besuch mehr erwarten kann. Es ist soooo... traurig!!! Wenn Du das der Omi sagst, wird sie sicherlich bald friedlich einschlafen. In Gedanken bin ich bei Dir. Wünsche Dir viel Kraft! Alles Liebe Brigitte |
AW: Es kommt immer schlimmer...
Liebe Brigitte, liebe Diana,
vielen, vielen Dank für eure Anteilnahme. Es tut einfach nur gut mitfühlende und tröstende Worte zu lesen. Ich habe meiner Oma seit meine Mama nicht mehr kommen kann, hin und wieder erzählt, dass sie nicht mehr kommen kann, weil sie so erkältet ist und sie nicht anstecken möchte. Ich weiss nicht inwieweit sie es verstanden hat. Sie hat wohl auch immer die Pflegekräfte darauf angesprochen bzw. geflüstert. Sie kann schon lange nicht mehr laut sprechen da sie zu schwach ist und hört auch nur ganz schlecht. Gestern Abend bin ich noch schnell zu meiner Mutter gefahren. Es lässt mir keine Ruhe, weil ich mir immer denke, ich sehe sie vielleicht nicht mehr oft... Ich kam den Flur entlang und ihre Zimmertüre stand offen und auch ihre Schranktüre (Sie räumt immer ihre Kleidung raus und wirft sie auf den Boden). Dann sah ich sie in ihrem Bett liegen... Zusammengerollt in Embryo-Stellung im unteren Teil ihres Bettes. Sie starrte regungslos an die Wand. Ich könnt schon wieder losheulen... Ich half ihr sich hinzusetzen, aber sie kippte ohne meine Unterstützung. Ich nahm sie in den Arm und wir weinten beide... Diese Krankheit ist der Wahnsinn. Habe ihr die Nachtwäsche angezogen und ihr geholfen sie ins Bett zu bringen. Selbst da hatte sie Schwierigkeiten, indem sie die Füsse auf ihr Kopfkissen legen wollte... Ich könnte schreien vor Verzweiflung. Meine arme Mama !!! Heute war der Arzt bei ihr und nun bekommt sie noch Tabletten gegen ihre Angstzustände und Depressionen. Sie hat uns heute Morgen wieder gegen 6.00 Uhr angerufen und jedesmal klopft mir das Herz bis zum Hals vor Schreck. Ich muss euch noch berichten, dass sich inzwischen eine ganz liebe Freundin meiner "angenommen" hat. Da ich keine Geschwister habe und somit auch keine "Gleichgesinnten". Sie begleitet mich zu meiner Oma und Mama wenn ich es nicht alleine schaffe. Ich sage immer sie ist mein Engel auf Erden. Es ist unglaublich, dass es solche Menschen gibt. Bin wirklich unendlich froh. Sie fragt mich jeden Tag, ob ich mir auch schon Zeit für mich genommen habe... Ich kämpfe dafür. Indem ich mir hier alles von der Seele schreibe, habe ich mir ja auch schon etwas Gutes getan. Ganz liebe und traurige Grüsse Cindy |
AW: Es kommt immer schlimmer...
Liebe Cindy,
bei uns hier gibt es sogenannte 'Brückenschwestern' die einen in solchen sitiuationen unterstützen. Gibt es das bei euch auch? Vielleicht kannst du auich da Hilfe bekommen. LG Jutta |
AW: Es kommt immer schlimmer...
Gestern war wieder so ein Tag... Habe mit dem Arzt meiner Mutter telefoniert, der ihr zwei Tage zuvor Blut abgenommen hatte. Er eröffnete mir, dass sie inzwischen Lebermetastasen hat und er geht auch von Knochentetastasen aus. Er sagte, sie hätte ganz schlechte Blutwerte und der Tumormarker sei sehr hoch.
Weiss jemand was das genau heisst ? Muss ich jetzt in den nächsten Tagen mit ihrem Tod rechnen ? Vielleicht kann mir ja jem. darauf Antwort geben. Stehe mal wieder im Wald... Traurig :cry: Cindy |
AW: Es kommt immer schlimmer...
Liebe Cindy,
in erster Linie ist es natürlich schwer jetzt zu einem solchen Telefonat etwas zu sagen, was auch wirklich Bestand hat. Ich kann Dir aus meiner Erfahrung nur sagen, dass PRognosen selten stimmen, denn uns sagten die Ärzte meiner Ma vor Monaten es drehe sich nur noch um wenige Wochen. Tumormarker haben soweit ich das weiß keine verlässliche Aussage, aber sie sind ganz sicher im Verlauf betrachtet ein Anhaltspunkt. Dass die Leber Metastasen hat scheint der Arzt wohl an den schlechten Blutwerten gesehen zu haben, wie er auf die Knochenmetastasen kam weiß ich nun nicht. Ich weiß nicht wirklich, was er Dir damit sagen möchte, aber ich fürchte fast, es ging schon in die Richtung die Du selbst genannt hast. Aber wie gesagt, ich deute hier herum und fühle mich auch nicht wohl dabei. Verlasse Dich nicht darauf, auch nicht wenn er Dir gegenüber konkreter werden sollte. Hoffe auf eine gute Zeit, egal wie lange sie sein mag. Nur gut. Das ist das einzig wichtige finde ich. Bitte schreibe wieder wie es Euch geht. Ich denke an Euch. |
AW: Es kommt immer schlimmer...
Liebe Diana, liebe Bianca
Habe heute den Arzt bei meiner Ma im Pflegeheim getroffen. Er fragte nochmal ob Chemo in Frage kommt... Niemals ! Sie muss doch so schon genug leiden, ist schwach und kann keinen Schritt mehr alleine ohne Hilfe tun. Heute geht es mir irgendwie total schlecht. Ich habe vor zwei Tagen die Beruhigungstabletten abgesetzt, weil mir immer wieder schwindelig war. Vielleicht liegt es auch daran, dass die Wirkung jetzt zu Ende geht. Mein kleiner Sohn (5 Jahre) hat sich eben so gefreut, als er seinen grössten Stiefel den er besitzt vor die Türe gestellt hat. Das sind dann auch wieder so schöne Momente... Meine Oma... Sie liegt immer noch in ihrem Bett und wartet bis sie endlich erlöst wird. Ich besuche sie morgen. Mir ist einfach nur zum Heulen zu Mute. Ich weiss nicht mehr wie ich mich aufbauen kann. Mir gehts einfach nur schlecht... Liebe Grüsse Cindy |
AW: Es kommt immer schlimmer...
Liebe Cindy,
ich schick dir einen wärmenden Sonnenstrahl...:pftroest:...auch wenn es draussen schon dunkel ist... Blümchen |
AW: Es kommt immer schlimmer...
Liebes Blümchen,
vielen Dank dafür. Es tut gut, nicht das Gefühl zu haben alleine zu sein mit diesem ganzen Schmerz und Schicksal. Danke ! Herzlichst Cindy |
AW: Es kommt immer schlimmer...
Hallo Cindy,
ich nehme Dich in den Arm und drücke Dich. Schön daß Du für Dich einen "Engel" gefunden hast, der sich darum kümmert, daß Du auch mal an Dich denkst. Habe Dir grade noch ne Mail geschickt. Liebe Grüße Andrea |
AW: Es kommt immer schlimmer...
Liebe Diana,
ja... Diese Freude in den Augen dieses Kindes zu sehen, war unglaublich. Er ist so glücklich in seiner Welt. Er meinte: Hoffentlich ist kein Obst und Gemüse in meinem Stiefel drin :)... Mein Grosser (13 Jahre) bekommt da natürlich schon mehr über unser Schicksal mit. Auch meine Traurigkeit lässt sich oft nicht verbergen. Meine Oma liegt noch immer da und möchte sterben. Sie isst und trinkt so gut wie nichts mehr. Meine liebe Oma... Sie war immer herzensgut und für alle da. Aber ich sehe es ja selber, es wäre einfach nur eine Erlösung. Sie fragte gestern (nur noch Lippenbewegungen) nach meiner Mutter. Ich sagte ihr, sie könne nicht mehr kommen, da sie lungenkrank ist und wir nachher zu ihr gehen. Ich wollte ihr vermitteln, dass sie weiss, dass ihre Tochter sie nicht mehr besuchen kommen kann. Und das sie desshalb nicht auf sie warten braucht. Ich hoffe Sie kann in Frieden so einschlafen... Gestern war bei meiner Mutter im Heim eine Adventsfeier mit Kaffee, Kuchen und einem Musikvortrag. Ich und mein Mann sind mit meiner Mama hingegangen um ihr eine Freude zu machen. Bis wir im EG waren (Sie wohnt im 3. Stock) war trotz Rollator und Aufzug sehr schwierig. Sie ist so schwach, ihre Beine funktionieren nicht mehr wie sie möchte... Es ist einfach nur schrecklich. Sie bekommt jetzt einen Rollstuhl. Den Rollator können wir völlig vergessen. Mein Mann war auch total erschrocken über diese schnelle Verschlechterung bei ihr. Wenn sie auf ihrem Bett sitzt, kippt sie nach hinten und kommt dann nicht mehr alleine vor... Es ist ja so schrecklich diese rapide Verschlechterung mitansehen zu müssen. So ein armer, armer Mensch ! Das es jetzt so heftig kommt, mit zwei von mir über alles geliebten Menschen, ist sowas von hart. Wie geht es dir, liebe Diana ? Es grüsst dich, leider recht traurig, Cindy |
AW: Es kommt immer schlimmer...
Liebe Cindy,
laß Dich erstmal umarmen. Welch tröstende Worte könnten Dir jetzt über Deinen Kummer hinweg trösten?? Es ist so schwer, so etwas mit ansehen zu müssen. Geliebte Menschen die leiden müssen. Es ist einfach ein Horror!! Wird Deine Oma künstlich ernährt oder passiert da gar nichts mehr? Hat sie Schmerzen? Ich wünsche Euch alles Kraft der Welt, um über die schwere Zeit zu kommen. Alles Liebe Brigitte |
AW: Es kommt immer schlimmer...
Liebe Andrea,
dieser sprichwörtliche "Engel" kam wirklich fast aus heiterem Himmel... Wir haben das ganze Jahr über kaum Kontakt. Dann kamen meine Schicksale auf mich zu und dieser Mensch reichte mir mehr als nur eine Hand. Ich habe ihr schon oft gesagt, wenn ich sie nicht hätte würde ich schon längst am Abgrund stehen... Sie hat ihr Handy jede Nacht im Schlafzimmer liegen, falls ich Anrufe, denn sie würde mich auch mitten in der Nacht zu meinen Lieben begleiten... Ist denn das zu glauben ? Ich bin diesem Menschen so unsagbar dankbar und kann es nicht in Worte fassen. Sie ersetzt mir meine fehlenden Geschwister. Ist doch auch wirklich was positives. Ich freue mich, wenn ich an sie denke, an meine Kinder und auch an meinen Mann, der sich wirklich Sorgen um mich macht, damit ich nicht kaputt gehe. Das sind im Moment die Menschen, die mich das alles schaffen lassen ! Und ihr hier in diesem Forum tragt ebenso dazu bei, dass ich mich aufgefangen und verstanden fühle!!! Wenn es mir sehr schlecht geht und ich es mir von der Seele schreibe kommt immer eine liebevolle und tröstende Rückmeldung von euch ! Vielen, lieben Dank!!! |
AW: Es kommt immer schlimmer...
Liebe Brigitte,
Sie wird nicht künstlich ernährt. Sie bekommt Brei d.h. sie isst und trinkt soviel sie möchte und kann. Habe mich mit dem Hausarzt abgesprochen, dass wir nichts mehr unternehmen, dass ihr Leben unnötig verlängert. Sie möchte gehen. Hat mir schon vor Monaten zugeflüstert, ich solle beten damit sie sterben darf. Schmerzen hat sie, auch lt. Aussage ihres Arztes und der Pfleger, keine. Sie ist jetzt einfach nur des Lebens müde, schwach und inzwischen auch total abgemagert. Aber ich denke sie hatte jetzt mit ihren 92 Jahren auch ein sehr langes Leben. Trotzdem... Es tut mir so weh... Ich liebe sie über alles ! Ich kann ihr nur wünschen, dass sie bald ganz friedlich einschlafen darf. Dass der Tod der Beiden (Mama und Oma) zeitlich relativ dicht beieinander liegen wird, das hätte ich mir in meinem schrecklichsten Träumen nicht vorstellen können. Würde meine Mama ebenso alt werden, dann hätte ich sie jetzt noch 34 Jahre ! Aber das Schicksal will es leider ganz anders... Herzliche Grüsse Cindy |
AW: Es kommt immer schlimmer...
Liebe Cindy,
du hast es im Moment sehr schwer.Lass dich einfach nur umarmen.:pftroest::knuddel: Alles Liebe für dich....Marita |
AW: Es kommt immer schlimmer...
Liebe Diana,
danke für deine lieben Worte, wo du selber so viel zu tragen hast. Meine Mama lebt inzwischen in einer anderen Welt. Sie fragt nicht mehr nach ihrer Mutter. Der Hausarzt von meiner Mama war heute sehr offen und meinte, sie würde das Frühjahr nicht mehr erleben. Ich sehe ja selber, dass es ihr wirklich jeden Tag wieder ein Stück schlechter geht. Vor ein paar Tagen konnte sie mich noch anrufen. Es war ein Knopf nur zu bedienen, den der Wahlwiederholung. Aber jetzt schafft sie es nicht mehr. Schrecklich diesen körperlichen und geistigen Abbau in dieser Geschwindigkeit als Tochter mitansehen zu müssen. Vor drei Wochen sind wir noch zusammen Kaffee trinken gegangen... Es tut einfach nur so unglaublich weh und meine Gedanken kreisen immer nur um diese zwei lieben Menschen. Liebe Diana, wie geht es dir denn bei alldem ? Wie schaffst du das alles ? Ich habe mir wieder meine Psychotabletten verschreiben lassen. Dachte ja es geht vielleicht doch ohne... Ausgeschlossen. Meine Nervosität ist ohne nicht auszuhalten. Ich umarme dich mal ganz fest, denn du kannst es ganz sicher auch gut gebrauchen :pftroest: Liebe Grüsse Cindy |
AW: Es kommt immer schlimmer...
Liebe Marita,
auch dir vielen Dank für deine lieben Worte. Diese Anteilnahme hier gibt mir unendliche Kraft um mein Leben weiter meistern zu können. Ich kann nur sagen, dass ich darüber unendlich dankbar bin, hier bei euch "gut aufgehoben" zu sein ! Danke ! Cindy |
AW: Es kommt immer schlimmer...
Liebe Cindy,
es ist in Ordnung, wenn Du Dir medikamentöse Hilfe geholt hast. Das ist auch einfach zu viel, was Du jetzt ertragen mußt. Ich schicke Dir ein Riesen Kraft Paket. Alles Liebe Waltraud:pftroest: |
AW: Es kommt immer schlimmer...
Liebe Diana,
es geht so einigermaßen. War heute unterwegs um Weihnachtsgeschenke einzukaufen. Irgendwann muss ich ja damit beginnen... Ich plage mich so durch die Tage. Immer mit einem schlechten Gewissen: Ich muss doch wieder meine beiden Lieben besuchen, solange ich sie noch besuchen kann... Es ist einfach grausam... Traurige Grüsse Cindy |
AW: Es kommt immer schlimmer...
Liebe Diana,
vielen Dank... Du hast Recht. Alles muss ja trotzdem weiterlaufen. Ich kann meine Kinder nicht in eine Ecke stellen, Weihnachten ausfallen lassen und uns ganz aufgeben. Das geht ganz einfach nicht. Mein Mann und ich haben heute wieder die Mama besucht. Die Kinder können wir nicht mehr mitnehmen, denn wir wissen nicht, was uns erwartet, wenn wir ihre Türe öffnen. Die Kinder sollen sie so in Erinnerung behalten: Als fürsorgliche, liebevolle Oma, der nichts wichtiger war als ihre Enkelkinder. Inzwischen hat sie nur noch mit sich selber zu tun. Sie fantasiert sich Dinge zusammen und glaubt die Pfleger wollen ihr Schlechtes antun, indem sie ihr die faschen Medikamente geben. Sie ist sauer auf die Nachtschwester, sauer, dass man bei ihr jetzt bei Nacht das Bettgitter hochstellen muss... Ich erklärte ihr, dass es nur zu ihrer Sicherheit dient, damit sie nicht herausfällt. Ach... sie versteht es einfach nicht mehr richtig. Sie fängt Sätze an zu reden die keinen Sinn mehr ergeben. Es ist einfach nicht mehr meine Mama. Sie ist nur noch in meiner Erinnerung so wie sie war. Manchmal schaff ich es kaum diese Situation so anzunehmen wie sie nun gekommen ist. Ist es die Möglichkeit, dass Krebszellen einen Menschen so zerstören können und er am Schluss nur noch ein unwürdiges Dasein leben muss ??? Aber ich muss es so annehmen, denn es ist unabänderlich. Ganz liebe Grüsse Cindy |
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