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Die ganze Familie im Schockzustand
Ich bin "Nur" die Schwiegertochter. Vor ca. 2 Jahren wurde bei meinem Schwiegervater Hautkrebs diagnostiziert und erfolgreich behandelt. Seid gestern ist alles kaputt! Nach einer Spiegelung wurde ein kirschkerngroßer Tumor in der Speiseröhre gefunden, der bei ihm schon seid längerem Schluckbeschwerden hervorruft. Auch seine Zunge ist befallen. Er soll so schnell wie möglich opertiert werden und Bestrahlung bekommen. Wir wissen überhaupt nicht wie es weiter gehen soll. Sein eigener Vater ist an diesem Krebs schmerzvoll gestorben. Mein Partner hat diese letzten Augenblicke seines Opas noch in Erinnerung und weis was passiert. Wir haben 2 Kinder, um die er sich in dieser Situation sehr große Gedanken macht. Sie sollen so etwas nicht erleben müssen. Ich möchte wissen was bei einer Bestrahlung passiert, er hat Bluthochdruck, ist damit öfter im Krankenhaus gewesen. Was kann passieren?
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Was heist das?
Meinem Schwiegervater wurde eine Gewebeprobe entnommen, Resultat bösartig. Jetzt wurde noch gesagt, dass es nicht reparabel sei. Was soll das heißen? Am Montag ist CT. Irgendwie schieben die das so weit raus. Ich weis gar nicht mehr was ich davon halten soll.
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AW: Was heist das?
Hallo 2001Little,
der Anlass ist traurig, aber ich heiße dich herzlich willkommen hier. Die Krebsdiagnose ist für alle, Betroffene und Angehörige, ein Hammer - und bei euch das jetzt gerade vor den Feiertagen... Dein Schwigervater muss jetzt erst das "Staging" hinter sich bringen, d.h. viele Untersuchungen, die darüber Aussagen treffen, was für eine Art Tumor (Adeno oder Plattenepithel), wie weit der Tumor fortgeschritten ist und ob er evtl. gestreut hat. Wenn die Ärzte alle Untenrsuchungen gemacht haben, wird die genaue Diagnose gestellt, die darüber entscheidet, welche Therapie gemacht wird, denn das ist von Fall zu Fall unterschiedlich. Ihr müsst euch auch nicht verrückt machen, wenn das alles jetzt dauert. Das ist zwar schlecht für die Psyche, aber der Krebs wächst normalerweise recht langsam un d 2 oder 3 Wochen machen nicht viel aus. Wichtig ist, dass dein Schwipa in einem Krankenhaus ist, das Erfahrung mit diesem Krebs hat. Bei Unsicherheit habt ihr das Recht auf eine 2. Meinung. Ich hoffe, diese INfos helfen dir etwas. Wenn du Fragen oder Sorgen hat, findest du hier immer offene Ohren. Ulla |
AW: Was heist das?
Danke Ulla für Deine klärenden Worte. Wir wissen halt einfach nicht, was passieren wird.
Jetzt haben wir einen Teil der Diagnose. T3N ? Adeno ... genau wie Du sagtest. Am 06. Januar beginnt die Chemo, 9 Wochen lang. Danach ist eine OP vorgesehen, die sehr schwierig wird , sähe nicht gut aus - sagt der Professor. Mein Schwiepa will abwägen, ob es gemacht wird oder nicht. Der Krebs liegt 30 - 38 cm von oral in der Speiseröhre. CT Befund dauert noch. Sein Blutdruck ist nur sehr hoch, das macht uns schon seid Jahren Sorgen. und dann noch OP? |
AW: Was heist das?
Hallo 2001little,
erst mal von mir auch wilkommen hier im Forum wen es auch kein schöner Anlass ist. Ulla hat dir ja alles schon beantwortet, aber bitte gibt nie die Hoffnung auf und wichtig ist das ihr einfach alles genießt jeden Tag und ich hoffe ihr könnt auch einigermaßen Weihnachten feiern. Gut ist aber wen sie eine OP planen, ich hoffe für euch das es klappt und sich das alles umsetzen lässt. Klar der Blutdruck macht nun angst, aber das wissen die Ärzte und sie bereiten sich darauf vor. Der Blutdruck ist dann während der OP das kleinste Problem dadrauf sind sie alle geschult. Wünsche euch alles alles gute. LG Manu |
Vorläufiger Entlassungsbericht...
Vorläufiger Entlassungsbericht vor Weihnachten:
Diagnosen: C15.9 teilstenosierendes Adenokarzinom des Ösophagus im Stadium uT3N+M1a Beurteilung nach Gastroskopie: V.a. Ösophaguskarzinom mit teilweiser Stenosierung von 30-38 cm ab ore. (C15.5) V.a. Satellitenherde bis 22 cm ab ore CT Befund steht noch aus |
AW: Vorläufiger Entlassungsbericht...
Kann jemand diese Diagnose "übersetzen"?
Wir haben uns jetzt ein Buch gekauft bei Amazon. 100 Behandlungsmöglichkeiten bei Krebs - so in der Art. Wir hoffen unsere Fragen können beantwortet werden. Wir haben keinerlei Erfahrungen mit diesem schwierigem Thema. |
AW: Vorläufiger Entlassungsbericht...
Hallo 2001Little,
hier eine kurze Übersetzung: Verdacht auch Speiseröhrenkrebs im Bereich von 30-38cm ab Mund gemessen. Verdacht auf Lympfknotenbefall im Bereich 22 cm ab Mund. Dieser Verdacht muss noch durch das CT und die Gewebeproben bestätigt werden. Jetzt heißt es also noch geduldig, sein. Ich weiß, wie schwer das ist. Wenn die endgültige Diagnose da ist, übersetze ich das gerne wieder. Wenn ich dir ein Buch empfehlen darf, so ist es das "Anti Krebs Buch, Was uns schützt: Vorbeugen und Nachsorgen mit natürlichen Mitteln" von David Servan-Schreiber. Der Mann ist Medizinier (Psychiater) und als er das 2. Mal an Krebs erkrankte, war im klar, dass man nach Abschluss der Therapie nicht einfach weitermachen kann wie zuvor. Das Ergebnis ist ideses Buch, eine Kombination seiner Krankengeschichte und dem neuesten aus der Krebsforschung und dem, was man nach Krebs selbst dann machen kann. Ich wünsche euch alles Gute für das neue Jahr! Ulla P.S. Es wäre gut, wenn du immer nur in (d)einem Thread schreibst, dann muss man nicht rumsuchen, was du vorher schon über die Krankengeschichte geschrieben hast. |
AW: Vorläufiger Entlassungsbericht...
Vielen Dank für Deine Hilfe! Nächste Woche Montag geht er wieder nach Jena und bekommt den Befund vom CT. Sicher werde ich oder werden wir dann noch einige Fragen haben. :o Dienstag beginnt die Chemo. Er kann kaum was essen. Es bleibt vieles stecken. Man kann ihm mit kochen nix gutes tun, obwohl er immer gern gegessen hat.
Dir und Deiner Familie wünsche ich ebenfalls ein gutes Jahr 2009! |
AW: Vorläufiger Entlassungsbericht...
Gestern wurde mein Schwiegervater wieder 9 Uhr in der Uniklinik Jena erwartet. Vor Weihnachten (22.12.08) wurde das CT gemacht. Wir dachten eigentlich, dass der Befund langsam da sein müsste? Wie lange dauert so etwas? Heut wollen sie wieder Ultraschall machen. Eigentlich sollte heute die Chemo anfangen? Ob das ein schlechtes Zeichen ist?:confused:
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AW: Vorläufiger Entlassungsbericht...
Die Ärzte haben kaum Zeit und sind im Stress sagt mein Schwiegervater. Fast im Vorbeigehen haben sie ihm erklärt, dass die Lunge mit befallen ist. Wie schlimm oder speziellere Auskünfte bekommt man nicht. Morgen soll der Magen nochmal geröntgt werden. Der Port wird auch gesetzt.
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Bin überfordert...
Die Familie meines Mannes heult nur noch. Mann Mann dagegen bleibt mittlerweile kühl und akzeptiert die Situation.
Gestern kam wieder eine niederschmetternde Nachricht. Mein Schwiegervater (H) hat Blut gespuckt, heute deshalb wieder Kontrollen. Vielleicht beginnt heute auch die Chemo, so genau wußte er das nicht. 2 Tage chemo - 7 Tage heim. Nach Gespräch zwischen H und dem Facharzt hätte er ohne OP kein halbes Jahr mehr. Er ist, nein er war ein starker Mann. Leider verliert er den Halt und weint am Telefon. Wir wohnen 50 km weit weg von der Klinik und fahren nicht zu Besuch, will er auch nicht wirklich. Einer aus der Familie holt ihn meistens ab, wenn er manchmal heim darf. Selbst haben wir noch keine Gespräche mit den Ärzten gehabt. Irgendwas muss passieren. Mein Problem ist auch, dass ich keine Hilfe mehr bin. Für meinen Mann, für meine Schwiegermutter. Ich weis doch auch nicht mehr was ich noch sagen soll. Meiner Kinder merken regelmäßig dass Oma weint. (Wir wohnen in einem Haus) Den Kontakt möchte ich trotzdem beibehalten! Wenn ich jetzt die Kinder fernhalten würde wirds doch noch schlimmer. Die Kleine ist 1 1/2 Jahre alt und merkt schon das Oma weint und Opa auch. Die Große (6 Jahre) geht schon kaum noch zu Opa und schmust. Hat sie immer gemacht. Ihr Opa war ihr ein und alles. Auch anders herum. Jetzt sagt sie nicht mal tschüss wenn er in die Klinik geht. Mein Pa hat mir nur einen Rat gegeben im Umgang mit den Schwiegerleuten: "Liest Du gute Sachen über die Krankheit, dann sprich sie aus - erfährst Du schlechtes, behalte es für Dich" Größtes Problem, keiner glaubt so richtig an ein gutes Ende - außer ich. Aber die Kraft das zu vermitteln fehlt mir einfach. Es sind alles erwachsene Menschen. Was soll ich da ausrichten... Wäre dankbar über einen Rat |
AW: Vorläufiger Entlassungsbericht...
Liebe Little,
das ist eine ganz schwere Situation wo ihr euch zur Zeit darin befindet. Das dein Schwiegerdad kaum Kampfgeist hat, ist normal. Weil die Phase macht jeder mal durch. Das er nun noch Blutspucken mußte ist natürlich auch nicht so toll und macht ihm wahrscheinlich auch sehr große angst. Es ist gut das imme reiner aus der familie für ihn da ist, ich finde es aber schade wen er nicht möchte das man ihn besucht. Mein dad war auch 45 km von uns entfernt dennoch bin ich jeden Tag zu ihm gefahren, den mir war es egal ich wollte ihn sehen und für ihn da sein. Natürlich auch wegen den Gesprächen mit den Ärzten, da wollte mein Dad schon gar nicht alleine sein und auf sich gestellt sein. Überzeugen das es gut wird das kannst du leider keinen du kannst nur versuchen positive Mitteilungen zu erzählen und vl dadurch etwas Lebensfreunde zu schenken. Wichtig ist das ihr viel gemeinsam macht und einfach auch mal raus geht an die Luft und na ja vll auch die Krankheit etwas dahin schweigt und nicht so viel darüber redet. Jeder geht anders mit der Krankheit um, daher wie ich es jetzt sehe möchte dein Schwiegerdad nicht all zu viel darüber reden und das sollte man akzeptieren. Ich denke er kommt auf euch zu wen er wieder mehr darübe rreden möchte. Daher mein Tip behandelt ihn so als es nicht so schlimm wäre und ich denke er nimmt es sehr dankbar an. Ich wünsche euch alles alles gute weiterhin. Liebe Grüße Manu |
AW: Vorläufiger Entlassungsbericht...
Hallo LIttle,
es wäre wohl schon hilfreich, wenn jemand von euch den Schwiepa besucht, um dann auch einen Arzt zu sprechen (lasst euch nicht abwimmeln!). Was die Kinder betrifft, so kann ich dir nur sagen, dass Kinder unglaubliche Antennen dafür haben, wenn etwas nicht stimmt. Du musst mit der Großen über die Erkrankung sprechen, sonst verliert sie das Vertrauen zu dir! Ich nehme an, sie geht in die Kita. Sprich mit den Erziehern über die Situation. Vielleicht können sie dir einen Rat geben, wie du das am besten machst. Oder ein Buch empfehlen usw. Ulla |
AW: Vorläufiger Entlassungsbericht...
Heute kommt er vielleicht heim. Gestern Mittag hat er die erste Chemo bekommen. Schwierigkeiten gabs wohl auch den Port zu setzen, weil sie keine Vene fanden. Das angekündigte CT wegen dem Blut spucken wurde nicht gemacht. Da müsste man erst einen Termin machen, da die Röhre in einem anderen Objekt sei.
Mein Gutem sein Bruder holt Vater heute ab. Wir wurden nicht gefragt. Wir müssten noch oft genug fahren gab die Schwiemu uns zur Antwort. Also können wir auch nicht mit den Ärzten sprechen. Das ärgert mich sehr. Meine gute Freundin hat vor ca. 3 Jahren Angst um ihren Papa gehabt. Kehlkopfkrebs, Lungenkrebs. Chemo Bestrahlung. Es geht ihm heute gut. Er wurde opertiert und gut behandelt, auch in Jena. Solche Beispiele erzähle ich dann auch gerne meiner Schwiemu. Sie hört das aber gar nicht. Da redet man mit einer Wand. Die Schwiemu hat Angst das er ein Pflegefall wird und sich doch noch was an der Zunge befindet. Aber das hätte nur das CT gebracht. Zu meiner Tochter. Ich lasse mir für nächste Woche einen Termin in der Schule geben und die Lehrerin informieren. Vielleicht hat sie ja einen Tip für mich oder sie können so ein Thema in abgeschwächter Form mal im Unterricht behandeln. Sie hat sich gestern erneut geweigert Opa mal am Telefon hallo zu sagen. "Das muss ich nicht" sagt sie. Ich versuche schon immer Luisa zu sagen was mit Opa ist. Aber sie fragt nicht nach ihm. Und aufdrängeln will ich mich auch nicht. Für Morgen habe ich vorgeschlagen, dass sie mit Opa im Garten einen Schneemann baut. Gut, das überlegt sie sich. Oma hat gleich reagiert und es uns wieder versucht auszureden, weil es Opa sicher nicht gut geht wegen der Chemo. Klar, hät ich auch drauf kommen können. Langsam merke ich das mir alles zu viel wird und ich mich auch nicht mehr so reinsteigern möchte. Es sind alles erwachsene Menschen - wenn sie alleine damit fertig werden möchen, dann bin ich ab jetzt raus. Darf man eigentlich sauer sein? Übrigens wird der Jüngere Sohn (28) mehr mit einbezogen wie ich finde. Er bedauert auch so gerne. Find ich nicht gut. Glaub das musste jetzt alles nochmal raus |
AW: Vorläufiger Entlassungsbericht...
Hallo LIttle,
du fragst ob man sauer sein darf. Man kann schon sauer sein, aber muss man das überhaupt? In so einer Situation in der ihr euch befindet reagiert jeder anders. Ich denke, man sollte nachsichtig mit seinen Mitmenschen sein. Ich weiss selber wie schwer das ist, versuche aber mich immer wieder daran zu erinnern wenn ich mich über das Verhalten meiner Familienmitglieder ärgere. Die Frage, wie man mit so einer Situation umgeht, ist schwer zu beantworten. Das kommt immer auf den Einzelfall an. DeineTochter, die zur Zeit nicht mit ihrem Opa sprechen möchte, hat bestimmt Angst und weiss nicht damit umzugehen. Das ist ja auch verständlich. Ich denke, Du solltest mit deiner Tochter darüber sprechen das jeder Mensch einmal diese Erde verlassen muss. Wenn man mit Kindern über dieses Thema kindgerecht spricht, fällt es Ihnen meistens leichter mit so einer Situation umzugehen. Es wäre bestimmt auch sinnvoll ihr zu erklären, dass der Ausgang so einer Krankheit immer ungewiss ist. Auch kann man ihr glaube ich schon erklären das ihr geliebter Opa ebenfalls Angst hat und zur Zeit besonders viel Liebe braucht. Meines Erachtens ist es immer besser als Elternteil mit seinem Kind über dieses Thema zu sprechen. Das stärkt auch das Vertrauen des Kindes zu seinen Eltern. Ich wünsche Euch recht viel Kraft und Gottes Hilfe im Kampf gegen den Krebs. Liebe Grüße Jani |
AW: Vorläufiger Entlassungsbericht...
Hallo Little................lese heute gerade was bei Euch so los ist.............ich kann das Wirrwarr in Deinem Kopf gut nachvollziehen,- und klar: "Man darf auch mal sauer sein über das so plötzlich veränderte Lebensgefühl was sich nun plötzlich breit macht in der gesamten "Großfamilie".
Aber......wie Ulla schon schreibt,- nehmt die Aussagen Deiner Schwiegermutter nicht so übel............auch Sie als Ehefrau befindet sich in einem absoluten Ausnahmezustand.................jeder geht damit auf eine andere Art und Weise um. Bei uns war es eher umgekehrt,- meine Mutter hat sich die Krankheit meines Vaters irgentwie rosarot angemalt,- wollte bis vor kurzer Zeit nicht zur Kenntnis nehmen,- daß mein Vater seinen Kampf mit Rückkehr des Speiseröhrenkrebses nun verloren hat,- denn man kann ihm nach seinem OP-Stress und der körperlichen Schwäche die er entwickelt hat wirklich keine nochmalige Chemotherapie zumuten..................ich war immer die die realitätsnahe Infos an die Familie weitergegeben hat,- die recherchiert hat und sich den unbequemen Wahrheiten gestellt hat- hier über's Forum,- über andere Infoseiten im Web......die gelesen und gelesen hat immer in der Hoffnung die Lösung zu finden,- oder ein wenig Hoffnung. Da das leider selten der Fall war,- haben mich andere Familienmitglieder als Schwarzmalerin und Angstmacherin bezeichnet,- leider haben sich all meine Befürchtungen die Gesundung meines Vaters betreffend bestätigt und nun sind die anderen ruhig und nehmen seinen baldigen Tod auch an........wenn's auch schwerfällt. Zu Deinen Fragen die Dauer einer CT-Auswertung betreffend.................ja,- auch wir haben in der anfänglichen Diagnostik oft 14 Tage und länger auf Resultate gewartet...........und Zeit haben die Ärzte nie,- nie niemals.........wenn man nicht darauf besteht ein Gespräch in "Ruhe" stattfinden zu lassen kommt von denen selbst aus erstmal nichts. Es liegt an Euch und Eurer Hartnäckigkeit wieviel ihr von den behandelnden Ärzten erfahren werdet. Ihr habt ein Recht auf INformation auch wenn die Ärzte immer meinen nie Zeit zu haben,- sie werden sie sich nehmen müssen,- wenn ihr diese Zeit hartnäckig einfordert. Ihr könntet telefonisch einen Gesprächstermin vereinbaren und mal ohne Schwiegermutter ins Krankenhaus fahren für ein Gespräch,- da müßt ihr niemanden aus der Restfamilie um Erlaubnis fragen. Und: Du hörtest Dich genervt an,- daß der Bruder Deines Mannes den Pa abholen durfte,- vielleicht wollte Deine Schwiegermutter Belastungen von Euch fernhalten,- ihr wohnt unter einem Dach mit den beiden wenn ich das richtig verstanden habe,- ihr werdet somit nie richtig drumherum kommen das ganze Programm und alle Zustände des Schwiegerpa's mitzubekommen,- wahrscheinlich mehr als Dein Schwager,- der anscheinend nicht mit Euch unter einem Dach wohnt. Mütter wollen immer soviel Ungutes wie möglich von Ihren Kindern fernhalten. Meine Mutter weigert sich bis heute,- daß ich oder einer meiner Geschwister in der Gästezimmer einzieht um ihr stets und ständig zu helfen,.- denn sie pflegt meinen Vater weitgehend alleine, sie will uns nicht belasten,- wir sollen unser Leben "genießen-was im Moment natürlich keiner kann" und sie wehrt alles ab. So ist das bei der Generation einfach,- die sind hart im Nehmen,- härter als wir,- sie mußten immer mehr kämpfen als unsereins um ein wenig Wohlstand zu erreichen etc,...meine Eltern haben als Kinder den Krieg miterlebt und das macht nachhaltig stark. So kämpfen die beiden ihren letzten Kampf weitgehend allein, klar sind wir ständig dort,- ich fast täglich und immer bis zu 10 Stunden,- aber alle Probleme die in den Nächten auftreten muß meine Mutter alleine händeln,- das will und kann sie bislang auch noch. Nun abschließend noch was zu Deiner kleinen Luisa...................wie Ulla schon schrieb finde ich auch daß man Kindern einfach frühzeitig klar machen muß,- daß das Sterben genauso zum Leben dazugehört wie das Geborenwerden...................red mit ihr ganz in Ruhe mal darüber, daß alle mal sterben müssen und keiner weiß wann,- erzähl ihr auch daß für den Opa das Wichtigste ist daß er weitgehend normal behandelt wird und nicht wie ein Todkranker,- man weiß ja nicht ob er an seiner Erkrankung verstirbt,- und daß der Kleinen vielleicht bewußt wird,- daß sie nicht mehr alle Zeit der Welt hat mit dem Opa Schneemänner zu bauen oder zu kuscheln............erzähl ihr daß sie mithelfen kann daß der Opa so lang wie möglich gesund und stark bleibt,- indem sie immer dann zu ihm geht wenn sie dolle an ihn denkt,- daß ihr Kuscheln mit Ihm dem Opa hilft länger gesund zu bleiben,- wenn sie sich zurückzieht wird der Opa noch trauriger und traurigsein schwächt seine Gesundheit,- sag ihr das traurige Menschen schneller dolle krank werden,- deswegen ist's wichtig so wie immer mit ihm umzugehen. Vielleicht findet sie das ganz toll und fühlt sich ganz wichtig,wenn sie so klein und jung ist dem Opa helfen kann stark zu bleiben. Zwingen kann und soll man sie nicht,- ganz klar,- aber hab' net soviel Angst über den Tod zu sprechen. Erzähl Ihr vielleicht mal am Abend wenn die Nacht ganz sternenklar ist,- daß der Opa auch wenn er mal für immer geht,- dort oben sein wird und als Sternchen leuchtet und sollte der Opa sterben müssen,- dürfe sie sich ein bestimmtes Sternchen aussuchen,- auf dem der Opa dann später wohnen wird und zu ihr runterschaut und sie ihn so immer leuchten sehen kann. So jedenfalls stelle ich mir vor (ich habe keine Kinder...leider),- daß sich Luisa darüber doch Gedanken macht und jede Frage die sie diesbezüglich stellt würde ich ihr so ehrlich aber natürlich auch schonend beantworten. Und sag dem Opa,- also Deinem Schwiegervater dann auch Bescheid....damit er ihr nicht auftischt er wäre ganz gesund,- die Kleine hat ein Recht,- wenn denn schon,- von allen gleich ehrlich behandelt zu werden..........auch wenn sie erst 6 Jahre alt ist. Hoffe Dir ein wenig Mut gemacht zu haben und wünsche Dir und Deiner Familie ganz viel Kraft,- Hoffnung und Mut zum kämpfen,- solange es sich lohnt das zu tun. Ein lieben Knuddler:pftroest: aus Berlin von Marion nebst auch "schwer gebeutelter " Familie.:) |
AW: Vorläufiger Entlassungsbericht...
Hallo Marion, Hallo jani1944, Hallo Ulla...
tausend Dank für Eure Worte. Endlich fängt mich mal jemand auf. Das Forum hier ist der Beste Beweis dafür, dass Reden hilft! Bei uns tut sich fast jeden Tag etwas neues. Das Wichtigste vorab: Luisa ist mit der Sprache rausgerückt und hat mir ihr Geheimnis anvertraut. Sie hat einfach Angst sich bei Opa anzustecken. Das hat mich so geschockt, dass ich ihr klar und deutlich gemacht habe, dass Opa schwer krank ist, auch daran sterben kann, aber sie keine Angst haben brauch, dass sie sich ansteckt. Ja, sie hätte im Fernsehen schon verstanden, dass Menschen an Krebs sterben. Thema für sie beendet. Seid dem ist sie fast nur unten bei Opa und versucht wieder Kontakt aufzunehmen. Opa gibt sich auch viel Mühe! Luna, unsere Kleine, lassen wir in der Zeit bei uns, sonst wird das nichts. Mein Schwiegervater bekommt derzeit Chemo über eine Pumpe, die um dem Bauch trägt. Donnerstag muss er zum Wechseln der Pumpe. Glaub Ende nächster Woche wieder Chemo stationär. Das ganze über 9 Wochen. Eine große Schweinerei in unseren Augen ist, das sie ihn vergessen haben. Er sollte Ende vergangener Woche in die Röhre, weil er Blut gespuckt hat. Vergessen! Jetzt wo er zu Hause ist, sollte er sich selber einen Termin besorgen, Telefonnummer hat er alles bekommen. Da er nicht mehr stationär ist, soll er diese Untersuchung selber bezahlen. Ist doch der Hammer. Die Telefondrähte haben geglüht, ist mittlerweile eh nicht mehr wichtig. Da er Chemo bekommt, kann er wohl nicht in die Röhre. Das will er am Donnerstag beim Arzt anbringen. Ansonsten verträgt er die Chemo gerade so. Er bricht zwar, liegt viel, aber wir sind meist bei ihm und unterstützen ihn. Und wenn es nur ein Kinderlachen ist. Euch allen wünsche ich genauso viel Hilfe und Vertrauen in die Zukunft wie ihr es mir entgegenbringt. Allein schafft man das nicht!!! Danke |
AW: Vorläufiger Entlassungsbericht...
Hei Little...............na das sind doch teils ganz gute Nachrichten.......schön,- daß Deine Kleine "aufgemacht" hat und Dir Ihr "Geheimnis" anvertraut hat.........komisch, -meine Oma,- unlängst auch leider an Krebs verstorben litt unter den gleichen Ängsten-nämlich sich anstecken zu können wenn jemand mit einer Krebserkrankung in der Nähe ist.
Sie soll immer wenn ein krebserkrankter Nachbar zu Besuch war,- eine bestimmte Kaffeetasse aus ihrem Gartenschuppen geholt haben,- die dann der Herr Fran bekommen hat.............war er wieder weg,- wurde die abgewaschene Tasse wieder in den Schuppen zurückgebracht..............nur: Meine Oma war ERWACHSEN ,- allerdings war das wohl in den 60'er/70'er Jahren...........wahrscheinlich wurde seinerzeit noch nicht so offen über Krebs berichtet in den wenigen Medien die es damals so gab. Tja und das mit der Chemopumpe und den neun Wochen,- alle drei Wochen zwei Tage stationär,- ist die z.Zt. am meisten angewandte Therapie bei Speiseröhrenkrebserkrankten Menschen................mein Vater hatte die gleiche Therpie vor seiner OP im Februar 07................und hat sie weitgehend gut vertragen,- er war zwar dauermüde und nicht 100% ig fit,- aber es lief um sovieles besser als wir vorher alle befürchtet hatten. Er hat auch gut gegessen während der Chemo und niemals gebrochen. Aber,- sollte die Übelkeit bei Deinem Schwie-Pa anhalten,- die Ärzte mal nach ZOFRAN fragen,- soll wohl das Beste am Markt sein gegen chemotherpiebedingte Übelkeit...........weiß ich hier aus dem Forum, -oder Leute............war doch ZOFRAN,- oder??? Ist aber wohl auch sehr teuer für die Kassen und nicht alle Ärzte wollen das verschreiben,- da es von deren Budget abgezogen wird. Also,- weiterhin alles Gute und Kraft und Zuversicht.................keiner weiß was kommt,- der alte Herr will kämpfen - und das finde ich sehr akzeptabel.........niemand weiß was nach einer OP,- so sie denn operieren wollen passiert,- mal geht sich alles gut aus,- manchmal leider nicht.............es ist ein schwieriger Krebs,-leider................aber Familienzusammen-und Rückhalt gibt ungemein Kraft,- das macht ihn und Euch stark für Euer aller ungewisse Zukunft. Auf bald wieder.................und alles Liebe für Euch alle. Gruß aus Berlin von Marion.:) |
AW: Vorläufiger Entlassungsbericht...
Liebe little,
viele Worte kann ich DIr dazu nicht sagen. Nur ein wenig. Die Sorgen die Du jetzt hast, das Krankheitsbild Deines Schwiegerpapas....es kommt mir so verdammt bekannt vor. Eines allerdings möchte ich DIr von Herzen anbieten. Schreib mir , wenn Du magst, per mail. Wie ich Deinen Beschreibungen entnommen habe müßten wir fast in der gleichen Gegend wohnen, wir können telefonieren oder uns auch treffen. Reden über ein "gemeinsames" Problem hilft wirklich weiter. Vielleicht helfen DIr ja unsere Erfahrungen, evtl. Tipps, damit Du mit Deinen Angehörigen einen Weg findest Deinen Schwiegerpaps den Mut und die Kraft zu geben weiter zu kämpfen. Liebe Grüße Chrissi |
AW: Vorläufiger Entlassungsbericht...
Zofran ist der richtige Name!
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Irgendwie gehts nur bergab...
... schon länger habe ich nichts mehr von mir hören lassen. Einfach weil ich mich mit der Krebsangst nicht mehr beschäftigen wollte und schlechte Neuigkeiten irgendwie immer schlucke und verdränge.
Ich habe mir eine Mauer aufgebaut. Jetzt ist es aber so, dass mein Schwiegervater echt schlecht aussieht. Er hat die 3. Chemo hinter sich. Ist nur am Übergeben und friert, schläft viel. Er hat einen mächtigen Druck im Brustraum. Am 5. März soll normalerweise entschieden werden wann OP und ob überhaupt. Unser Problem ist nur, dass sie ihn vergessen haben vor der Chemo nochmal zum CT zu schicken. War alles geplant. Jetzt sprechen sie schon von OP. Da es immer wieder zu Fehlern seitens der Klinik kommt, sind meine Schwiegerleute heute mit allen Dokumenten zu einem Herrn Dr. Ruffert gegangen. Eine Zweite Meinung einholen. Hoffentlich kann er ihnen genauers sagen. Mein Schiegervater gefällt mir gar nicht. Was mir auch so sehr zu schaffen macht ist, dass manche aus der Familie nicht möchten, dass er sich operieren lässt. Mein Mann sein Opa wurde an Krebs operiert und wenig später ist er verstorben. Er hat nach der Op sehr gelitten. |
AW: Vorläufiger Entlassungsbericht...
Liebe Little,
man kann nur hoffen, dass die Chemo anschlägt, damit sich die Quälerei wenigstens gelohnt hat. Was die Operation angeht: Die Frage ist wirklich nicht leicht zu entscheiden. Und das muss er selbst tun und nicht die Familie. Leider ist es so, dass diese Operationen gefährlich sind. Ca. 10% sterben während oder nach der OP. Aber wenn die Befunde nach der Chemo so sind, dass man hoffen kann, dann wird es Dein Schwiegervater wohl auch machen wollen. Es gibt hier im Forum ja alles, wie Du bestimmt schon gelesen hast: sowohl Menschen, die ohne OP, nur durch Chemo gesund geworden sind, als auch leider Fälle, die während und nach der OP gestorben sind. Mein Operateur hat mir reinen Wein eingeschenkt und mir gesagt, wie hoch das Risiko der Operation ist und das man keine Prognose geben kann, wer sie übersteht und wer nicht. Auch die OP kann(muss aber nicht) noch mal eine Quälerei werden. Wenn es aber Aussichten gibt, durch die und nach der OP noch längere Zeit erträglich zu leben, dann würde ich heute zuraten, auch wenn ich den Entschluss, mich operieren zu lassen, in der Zeit nach der OP wegen der Quälerei manchmal bereut habe. Aber die vielen frohen Tage seither sind ein großes Geschenk, für das ich dankbar bin. Fragt doch die Onkologen geradezu, wie die Chancen mit oder ohne OP stehen. |
Kurz vor OP!
Hallo, lang genug mussten wir nun bangen. Mein Schwiegerpapa hat endlich den Arzt gewechselt und seit dem nur gute Nachrichten mit heim gebracht. Jetzt ist er in Bad Berka in Behandlung! Tausend Dank kann ich nur sagen. Hier ist er nicht abgeschrieben und keine Nummer. Der Oberarzt kümmert sich, erklärt alles ...
Nach 3 Chemos ist der Tumor 4 cm kleiner geworden. OP Termin ist der 21. April. Übermorgen wird der Darm kontrolliert. In einer 10 h OP wollen sie ein Stück Darm verpflanzen und dem Magen hoch ziehen. So ungefähr. Sind alle froh, dass irgendwas gemacht wird. Die Hoffnung ist sehr groß. Mein Schwiegerpapa ist kaum wieder zu erkennen. Man merkt ihm an, dass er wieder Kraft geschöpft hat!!! Die Klinik ist top!!!!!!!!!! |
AW: Vorläufiger Entlassungsbericht...
... bei der Röhre in Bad Berka kam heraus, dass die Schilddrüse auch noch betroffen ist.
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Op
Donnerstag kommt er in die Klinik - Freitag ist die OP. Hoffentlich geht alles gut!!!
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AW: Vorläufiger Entlassungsbericht...
Hallo Little,
ich wünsche euch, dass alles gut läuft. Vielleicht hilft ja auch diese Unterstützung: :engel::engel::engel: Ulla |
AW: Vorläufiger Entlassungsbericht...
Danke für die lieben Worte!
Er will erstmal seine Ruhe nach der OP. Vor Sonntag sollen wir nicht unbedingt anrufen. So ist er halt. Und wenn jemand von der Klinik anruft dann ist was schief gelaufen. Das sind die Worte die wir oft hören wenn wir mit ihm über die OP sprechen. |
AW: Vorläufiger Entlassungsbericht...
So, Freitag war OP. 12 Stunden. Am Abend hat man uns gesagt, er sei auf Intensiv, hat die Augen schon auf und atmet selbständig. Heute haben wir einen Termin mit dem Arzt ausgemacht. Er wird uns alles erklären. Soweit siehts ganz gut aus.
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AW: Vorläufiger Entlassungsbericht...
Hallo Little,
habe gerade zum ersten Mal von dir und der schweren Zeit, die ihr durchmacht, gelesen. Vor 5 Jahren ist mein Vater nach langer Krebserkrankung gestorben. Meine Kinder waren damals 6 und 9 Jahre. Mein Vater hat sich immer sehr gefreut, wenn er mit seinen Enkeln zusammen war. In der Zeit seiner Krankheit ist sogar noch meine Nichte geboren, diese war sein Sonnenschein! Jetzt ist mein Schwiegervater an Lungenkrebs erkrankt. Mein Schwiegervater geht völlig anders mit seiner Krankheit um als mein Vater es getan hat. Wir wohnen auch in einem Haus, wie ihr. Mein Schwiegerv. ist gerade 72 geworden. Bei den Arztgesprächen versteht er nicht immer alles, aber meine Schwiegereltern wollen auch nicht, dass wir ( mein Mann und ich) mit den Ärzten reden. Obwohl wir vor jedem Termin anbieten sie zu begleiten - da ist nichts zu machen. Meine Kinder besuchten meinen Vater immer gern, aber jetzt bei meinem Schwiegervater fehlt ihnen irgendwie die "Unbekümmertheit". In dem Alter, das sie jetzt haben können sie nicht mehr so unbefangen sein wie noch vor einigen Jahren. Toll, dass dein Schwiegerv. die OP gut hinter sich gebracht hat. Wenn er denn bald in der Lage ist Besuch zu empfangen, macht ihm viel Mut, dass es nach der OP weiter bergauf gehen wird. Er braucht sicher in der ersten Zeit viel Zuspruch. Halte auch deine Tochter auf dem Laufende, wie es dem Opa geht. Nichts ist schlimmer als die blühende Phantasie eines Kindes, wenn es über eine Sache nicht richtig informiert ist und sich dann irgendetwas ausmalt, was überhaupt nicht zutrifft. Ich wünsche euch allen ein paar entspanntere Tage und deinem Schwiegerv. , dass es stetig aufwärts geht hilde |
AW: Vorläufiger Entlassungsbericht...
Hallo Little....................och wie schön,- der Schwiegerpa hat's überstanden.
War lange nicht im Forum und hab' Eure Geschichte grad nochmal im Schnellverfahren durchgelesen..................wie schön,- daß Ihr doch noch an einen guten Arzt/bzw. die richtige Klinik geraten seit. Also ,- jetzt heißt es Daumendrücken und den Patienten aufmuntern wo immer ihr könnt. Seine Erfolge betonen und ihn ermuntern den weiteren Kampf nach Erholungsphase nach OP wieder aufzunehmen,- aber auch offene Ohren für seine Probleme haben,- und solch eine OP bringt schon Probleme mit sich.....ganz klar. Och mennoh,- freu mich gerade.........vor allem darüber daß es Euch nicht ging wie uns,- daß die OP scheinbar gut gelaufen ist und dann plötzlich einen Tag später diese Blutvergiftung auftrat. Toi,- toi.............toi...............und bau die Mauer um Dich herum langsam wieder ab,- dann sieht man weiter. Ganz liebes Drückerchen. Von Marion. |
AW: Vorläufiger Entlassungsbericht...
Ich war auf Intensiv gewesen, am Montag - 3 Tag nach OP. Zu Anfang möcht ich sagen, dass die Ärzte mit meinem Schwiegervater zufrieden sind, er macht das prima! Er selbst ist etwas am Boden. Der Befund bzw. der Verlauf ist für ihn sehr sehr schwierig "akzeptieren". Hätte er vorher gewusst, was alles noch ist, wär es zu keiner OP gekommen. Der Tumor war viel viel größer als vorher vermutet, bzw. gemessen. Bauchfell, Magen, Lunge - viele Sachen kamen dazu. Lympfdrüsen wurden auch gezogen. Die Ärztin hat uns ganz genau beschrieben was gemacht wurde. Übrigens das allererste Gespräch mit einem Arzt! Dafür sind wir sehr dankbar!
Er ist ziemlich fertig und spricht ganz leise und langsam. Die Lunge muss sich erholen. Ich habe meinen Schwiegerpapa das erste mal weinen sehen. Auf dem Tisch neben seinem Bett, zwischen all den Medikamenten und Taschentüchern steht das Bild unserer Kinder. Das war zu viel für mich! Wir reden ihm zu, aber auch zu Hause wird unsere Hilfe benötigt. Meine Schwiemu braucht seelische Unterstützung. Sie schafft all das nur mit Medikamenten. Und vielen vielen Dank für die Menschen, die einem hier zu hören! Sowas habe ich noch nie erlebt! Jeder hat seine Geschichte, aber alle halten zusammen und geben sehr kluge Ratschläge! Weiter so! |
AW: Vorläufiger Entlassungsbericht...
Hab eben erfahren, dass mein Schwiepa auf Normalstation gekommen ist. Ging ja schnell. Sie haben via Röntgen und einer Lösung geschaut, ob die inneren Nähte gut halten und dann auf Station. Das sind wieder gute Nachrichten!!!
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AW: Vorläufiger Entlassungsbericht...
ER ist zu Hause! Allerdings gehts ihm schlecht. Er isst und 10 min später hat er Durchfall - nichts bleibt drin. Heute sind sie früh zum Hausarzt. Langsam wird er immer schwächer. Außerdem haben die Ärzte ihre Aussagen revidiert und sprechen nun von T4. Mein Schwiepa kann ganz schlecht sprechen, hat Probleme mit dem Zwerchfell. Ich bin ratlos.
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AW: Vorläufiger Entlassungsbericht...
Hallo Little,
leider ist es so gut wie normal, dass nach dieser schweren OP Schwierigkeiten mit dem Essen auftreten. Ich hoffe, du bekommst noch Feedback von Betroffenen, die auch die OP hatten und mehr dazu sagen können. Kopf hoch!!! Ulla |
AW: Vorläufiger Entlassungsbericht...
Hallo Little,
es tut mir sehr leid, dass es Deinem Schwiepa so schlecht geht. Die Schwierigkeiten mit dem Essen hatte mein Vater nach der OP auch. Das wird aber mit der Zeit besser. Auch Durchfall hatte mein Vater, besonders schlimm war es, wenn er etwas getrunken hat. Dass Ihr jetzt ratlos seid, kann ich sehr gut verstehen. Es ist schlimm, wenn man mit ansehen muss, wie ein lieber Mensch leiden muss und man selbst nicht helfen kann. Dein Schwiepa hat diese schlimme OP gut überstanden und es wird nun eine Weile dauern, bis er sich davon erholen wird. Es wird ein schwerer, aber kein aussichtsloser Weg. Ob jetzt T2 oder T4, das ist ganz egal. Davon dürft Ihr Euch nicht leiten lassen. Mein Vater hatte "nur" T2 und hat es trotzdem nicht geschafft. Es gibt aber viele, deren Diagnose viel schlechter war und denen geht es nach vielen Jahren noch gut. Also Kopf hoch! Ich wünsche Deinem Schwiepa, dass er bald wieder auf die Beine kommt. Alles Gute und baldige Genesung! Liebe Grüße Viola |
Nach der OP ...
irgendwie gehts nur noch bergab. Mein Schwiepa kam nach der OP nach Hause. Wie bereits geschildert, hat er abgenommen wie verrückt. Mittlerweile hat er noch 72 kilo von 100 kilo. Er hat eine Kur hinter sich die alles andere als erfolgreich war. Es wurde Blut abgenommen, 2 mal, kein auffälliger Befund. Immernoch Durchfall. Nach dem 3. mal Blutabnahme wurde eine laktoseintoleranz festgestellt. :confused: Wir wissen damit umzugehen aber dass alleine ist es nicht. Er spricht von "Fettstuhl" Keine Ahnung, aber der Körper baut zu schnell Fett ab. Gestern wurde kurz vor Pfiff ein Bakterientest durchgeführt. Außerdem hat man 1 Liter Wasser gefunden, aber weis nicht woher? Was soll das jetzt heisen? Übrigens ist er heute heim gekommen. Alles sehr komisch. Immernoch Durchfall wie verrückt! Kann auch kaum schlucken. Er bekommt irgendein Pulver, dass er anscheinend auch nicht verträgt.
Kann sich jemand unter dem Wasser etwas vorstellen? |
AW: Vorläufiger Entlassungsbericht...
Hallo 2001Little,
es tut mir leid, dass es deinem Schwipa schlecht geht. Aber was nun wirklich mit ihm los ist und woher das Wasser kommt, wird dir wohl nur der Arzt sagen können. In der Regel ist es kein gutes Zeichen und tritt häufig als Reaktion auf die Chemo oder im Zusammenhang mit Metastasen auf. Kennst du denn jetzt den aktuellen Befund? Halt die Ohren steif!!! Ulla |
AW: Vorläufiger Entlassungsbericht...
Hallo Ulla,
danke für Deine Reaktion. nein, den Befund kenn ich leider nicht. Ich bekomm nicht immer alles erzählt. Nur soviel, dass er Bakterien hätte und Wasser. Aber es wurde nichts dagegen unternommen. Gestern Abend, beim Hausarzt, wurden nur seine Medikamente umgestellt. Von Pulver auf Tabletten. Damit sollten wenigstens die Schluckbeschwerden aufhören. Am 25. Juni hat er erst wieder einen Termin beim Spezialisten in Jena, Dr. Ruffert heist der glaub ich. So lange würd ich aber nicht warten. Nur da darf ich mich nicht einmischen. |
AW: Vorläufiger Entlassungsbericht...
nach langer Pause ...
mein Schwiegervater hat immernoch solche Probleme mit der Verdauung. Deswegen wird er seid kurzer Zeit künstlich ernährt. Es kommt jeden Abend die Krankenpflege und legt die Infusion über seinen Port. Anscheinend wird es auch noch verlängert. |
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