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Mein Vater, 77
Hallo,
bei meinem Vater wurde, 77, wurde die Diagnose BSDK gestellt. Er kam vor drei Wochen in's Krankenhaus nachdem er Blut gebrochen hatte. Erste Diagnose: Großes, stark blutendes Magengeschwür. Nur waren auch seine Leberwerte jenseits von gut und böse und er wurde dann im Krankenhaus ziemlich schnell gelb. Beim Ultraschall wurde festgestellt, dass ein Gallenweg gestaut ist und es dadurch zu einer Gelbsucht kam. Was die Stauung verursachte war zunächst unklar, erst hieß es ein Tumor, dann hieß es mit ziemlicher Sicherheit kein Tumor. Es wurden noch mehrere Magenspiegelungen gemacht um die Ursache für die Stauung (am Eingang zum Zwölffingerdarm) feststellen zu können. Zu guter letzt wurde er in eine andere Klinik verlegt zur Operation, da in dem Haus wo er zuerst lag keine OPs mehr durchgeführt werden. Ich hatte vor der OP mit meiner Mutter ein Gespräch mit der Chirurgin, da kam dann der erste große Schock: Es gäbe ein "Raumforderung" im Bereich der BSD welche die Gallenstauung verursacht, geplant war eine Whipple-OP für den vergangenen Freitag. Laut der Ärztin sehe es soweit ganz gut aus, die Pfortader etc. seien frei deshalb wolle man operieren. Am Freitag wurde er dann operiert. Meine Mutter und ich haben nachmittags im KKH angerufen, da hieß es er wäre im Wachraum und käme danach wieder auf die Normale Station. Das hat mich schon stutzig gemacht, denn die Ärztin hatte gemeint nach der Whipple-OP liegt er sicher 2-3 Tage auf Intensiv. Trotz intensiver Bemühungen konnten wir am Freitag mit keinem Arzt mehr sprechen, Zitat der Krankenschwestern: "Um 16:00 Uhr ist Besprechung, danach haben die Chirurgen Feierabend und Wochenende". Wir sollten es am Samstag, Sonntag oder Montag nochmal probieren, wobei uns schlechte Chancen eingeräumt wurden weil am Wochenende (zudem noch ein langes) nur Bereitschaftsärzte da wären und die nichts über die OP wüßten (es muß doch aber einen OP Bericht geben, die Bereitschaftsärzte sollten ja auch einigermaßen über den Patienten Bescheid wissen falls eine kritische Situation eintritt, oder irre ich mich da?). Kurz und gut: Sowohl der Patient selbst als auch wir Angehörigen wurden über Pfingsten komplett im unklaren darüber gelassen was bei der OP gemacht wurde und wie sie verlaufen ist, die Stationsärtzin meinte zu meinem Vater nur: "Am Dienstag sprechen die Chirurgen mit Ihnen, ich sehe nur dass Sie nicht mehr so gelb sind und Ihre Zuckerwerte sich normalisieren, das ist ja schonmal ein gutes Zeichen" Meiner Meinung nach wurden auch hier bewußt Informationen zurückgehalten. Heute bei der Visite dann die schlechten Nachrichten: Der Tumor konnte nicht ganz entfernt werden, man wolle es jetzt mit Chemotherapie versuchen. Der Arzt spricht heute nachmittag mit meiner Mutter, sie fährt mit meinem Bruder ins KKH. Ich weiß nicht was ich von der ganzen Sache halten soll........besteht noch eine Chance auf Heilung? Ich habe gelesen dass BSDK durch Chemo nicht heilbar ist, stimmt das? Was erwartet meinen Vater und uns? Er ist so schwach die letzten Tage, kann kaum sprechen und döst immer wieder ein.....sind das noch die Folgen der OP? Ich habe echt Riesenangst dass es schon dem Ende zugeht........und es vielleicht besser gewesen wäre nicht zu operieren...... Ich bin echt dankbar für jegliche Kommentare, jede Information von direkt betroffenen oder Angehörigen ist denke ich in so einer Situation Gold wert...... In diesem Sinne...............die Hoffnung stirbt zuletzt! |
AW: Mein Vater, 77
Lieber Bernd,
es tut mir leid, dass es Deinem Vater nun auch so geht. Ich mache das gleiche gerade mit meiner Mama durch, sie ist er st 62. Ihre OP war vor einer Woche und sie ist auch dauermüde. wenn wir sie besuchen, schläft sie nach 20 Minuten ein. Scheint laut der Ärzte normal zu sein. Auch sie wurde wieder zugemacht und der Tumor nicht entfernt. Es gibt tatsächlich Patienten, bei denen die Chemo anschlagen soll. Wir können halt nur hoffen. Vielleicht solltest Du dich auch bei einem Spezialisten schlau machen. Ich habe jetzt auch am Montag einen Termin. Die im normalen Krankenhaus wollten ja nicht mal Bestrahlung machen. Ich wünsche Dir weiterhin auch viel Kraft. Blümelein |
AW: Mein Vater, 77
Hallo Blümelein,
ich habe gerade deinen kompletten Thread hier gelesen und dann gesehen dass Du geantwortet hast..................vielen Dank dafür! Ich habe immer noch Hoffnung dass bei dem Gespräch heute nachmittag vielleicht doch noch ein wenig Hoffnung aufkommt..................die letzten drei Wochen waren schon so hart, dieses ständige Auf und Ab................... Ich weiß momentan auch nicht woher ich jetzt noch die Kraft nehmen soll um meinem Vater welche davon abzugeben, wie muss es dann erst ihm gehen? Es macht mich so traurig! Drücken wir uns gegenseitig die Daumen, es tut auf jeden Fall gut mit jemanden zu sprechen der selbst betroffen ist! |
AW: Mein Vater, 77
Ja das stimmt, wir leiden und fühlen uns schlecht aber wie soll es den Betroffen gehen, die mit dem Schock umgehen müssen unter Umständen in kürzester zeit ihr Leben zu verlieren. Es ist alles so grausam und ich drücke Dir für das Arztgespräch die Daumen, vielleicht gibts ja auch was positives zu hören.
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AW: Mein Vater, 77
Lieber Bernd,
das mit deinem Vater tut mir leid, aber sei froh das die Operation durchgeführt wurde. Keiner von uns kann genau sagen wie lange es noch dauern wird, aber Bauchspeicheldrüsenkrebs ist der hinterlistigste, gemeinste Krebs den wir haben können. Operation nach Whippel dauert ca 6-10 Stunden jenachdem wie der Tumor entfernt werden kann und ob. Bei vielen Tumoren kann man dies erst während der OP sagen. Manche Patienten wurden dierekt wieder zugemacht, weil der Tumor inoperabel war. Wenn er nicht bzw entfernt wurde erwartet euch eine Chemotherapie, wie die ausssieht kann ich dir nicht sagen. Wie dein Vater sie vertragen wird leider auch nicht. Ich glaube mal eine Statistik gelesen zu haben das Bauchspeicheldrüsen Patienten, wenn der Krebs gestreut hat noch eine Lebenszeit von ca 6 Monaten haben. Ich gebe dir den Rat möglichst viel Zeit mit dem geliebten Menschen zu verbringen, dies ist was dir keiner mehr nehmen kann. Schau dich bitte hier im Forum um bei den meisten Patienten mit Bauchspeicheldrüsenkrebs gab/gibt es kaum Hoffnung. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt. |
AW: Mein Vater, 77
Hier ein kleines Update:
Meine Mutter hatte gestern das Gespräch mit dem operierenden Arzt. Es war wohl so dass sie die BSD drin gelassen haben weil der Tumor schon zu ausgeprägt ist. Es wurde die Gallenblase entfernt, sowie ein Teil des Dünndarms aus dem dann Bypässe gebaut wurden um die Gallenstauung aufzuheben. Die Bypässe wurden wohl so gelegt dass der Tumor auch bei starkem Wachstum vorerst diese nicht mehr abdrücken kann. Am positivsten stimmt mich dass der Krebs bisher wohl auf die BSD begrenzt ist, es wurden keine Metastasen in Leber und Gefäßen festgestellt. Bei einem Lymphknoten waren sie sich wohl nicht sicher, es wurden Gewebeproben entnommen, aber wohl eher auch nicht. Es wird jetzt mit Chemo und evtl. Bestrahlung probiert den Tumor am Wachstum zu hindern, ihn mit viel Glück evtl. sogar zurück zu bilden. Die genaue Vorgehensweise steht aber noch nicht fest, morgen ist Besprechung der Onkologen, dann wird festgelegt wie genau es weitergeht. Auf eine Prognose wollte sich der Arzt nicht festlegen, er meinte sowohl der Krankheitsverlauf als auch das Ansprechen auf die Therapie seien von Patient zu Patient verschieden. Ich versuche meine Trauer und meine Wut in positive Energie und Hoffnung umzuwandeln und meinem Dad ein Stück davon abzugeben. Er war sein ganzes Leben ein Kämpfer, sein schwierigster Kampf steht im noch bevor. Der Tumor hat sich den falschen Gegner ausgesucht! Noch eine kleine Frage: Ich bin gestern bei meinen Recherchen im Internet auf das Thema Artemisinin gestoßen. Kann mir einer von Euch was dazu sagen? Ist das Hokuspokus? Gibt es in Deutschland überhaupt eine Chance an das Zeug ran zu kommen? Ich will nichts unversucht lassen. Hier mal der Link auf den ich gestoßen bin: http://www.pm-magazin.de/de/wissensnews/wn_id110.htm |
AW: Mein Vater, 77
Lieber Bernd,
genau das gleiche haben sie bei meiner Mamas OP auch gemacht. Eine Gallenblase entfernt und etwas aus dem Dünndarm gebaut, damit die Nahrungsaufnahme weiterhin gewährleistet ist. Und Du hast eine tolle Einstellung. Der Tumor hat sich die falschen Gegner ausgesucht! Laß uns gemeinsam stark sein für unsere Liebsten und kämpfen! Alles Gute Blümelein |
AW: Mein Vater, 77
Hallo Bernd,
soll ich dir meine ehrliche Meinung sagen? Bei einem Menschen von 77 Jahren würde ich keine Chemo mehr machen, denn der alte Körper wird doch durch die Chemo viel mehr geschwächt, als durch den Krebs. Die Oma meines Mannes hatte Darmkrebs, wurde mit 90 Jahren operiert und lehnte eine Chemo ab. Sie lebte dann noch 4 Jahre - Prognose der Ärzte war 3 Monate - max. 2 Jahre! Ein Krebs im Bekanntenkreis (70 Jahre) wurde mit der vollen Ladung Chemo/Bestrahlung behandelt und der Mensch lebte noch 1 1/2 Jahre, mehr schlecht als recht :( Mein Vater starb letzten Sonntag an BSK, der erst vor knapp 8 Wochen diagnostiziert wurde. Inoperabel - mein Vater lehnte jegliche Chemo oder Intensivbehandlung ab. Es ist schwer für die Familie, zu akzeptieren, dass es den geliebten Vater bald nicht mehr gibt. Und den Vater liegen zu sehen und nicht helfen zu können ist ganz schlimm :( Aber für mich wäre es noch viel schlimmer gewesen, wenn er sich Monate lang durch die gesamte Behandlungsspirale gequält hätte und letzten Endes hätte es auch nichts gebracht! Ich weiß, man hält sich an jedem Strohhalm fest, aber manchmal muss man einfach eine Situation akzeptieren und sich mit ihr arrangieren. Mir persönlich hatten die letzten Wochen sehr viel Schmerzliches gebracht, aber auch noch sehr viel positive Erlebnisse mit meinem Papa und ich bin froh, dass er Zuhause im Kreis seiner Lieben sterben durfte und nicht im Krankenhaus an Schläuchen, liebe Grüße Charly |
AW: Mein Vater, 77
Lieber Bernd,
tut mir leid das dein Vater an dieser schrecklichen Krankheit leidet. Meine Oma ist im Januar 3 Monate nach dieser Bypass-OP gestorben. Ihr hat die Chemo die letzten Kräfte geraubt und von der OP hat sie sich im nachhinein nie gut erholt. Damals sagte man uns mit dieser OP sein die Prognose bis 1 1/2 Jahre länger als ohne. Ohne max. ein halbes Jahr - nun keine 4 Monate nach der Diagnose ist sie eingeschlafen mit 68 Jahren. Wie du siehst bei jedem verläuft diese Krankheit anders trotz OP usw. Trotzdem gebt die HOffnung nicht auf... Ich wünsche deinem Dad alles alles gute und viel Kraft. |
AW: Mein Vater, 77
Hallo Charly,
zunächst einmal mein tiefstes, ehrliches Mitgefühl für Deinen Verlust! Die Gedanken wie Du sie schilderst sind mir auch schon durch den Kopf gegangen. Allerdings hielte ich es für falsch, es nicht wenigstens zu versuchen. Wenn die Chemo ihn mehr fertig macht als der Krebs und keine Erfolge zu verzeichnen sind kann man diese immer noch einstellen / abbrechen. Aber einen Versuch ist es meiner Meinung nach wert, auch die Ärzte sind dieser Meinung. Sie haben auch gesagt wenn er nicht in so einem guten Allgemeinzustand wäre hätten sie erst gar nicht operiert. Wie ich schon schrieb, bei jedem ist der Krankheitsverlauf anders. Ich möchte einfach nichts unversucht lassen und solange mein Vater den Mut und die Kraft hat zu kämpfen werde ich ihn voll und ganz dabei unterstützen. Aber ganz sicher werde ich mich auch dafür einsetzen dass er nicht als menschliches Versuchskaninchen an Schläuchen endet wenn nichts mehr machbar ist. Aber erst dann! Ich denke auch das Alter spielt nicht die allerwichtigste Rolle, viel wichtiger ist die Einstellung die man zur Krankheit hat. Das hat mir bei den Ärzten die ihn behandeln auch imponiert, dass die viel von der Wichtigkeit der Psyche sprechen, bei vielen Docs wird das sicher als Hokuspokus abgetan. Bestimmt hört sich das für Dich so an als würde ich mir falsche Hoffnungen machen, aber ich hätte echt ein Problem damit wenn die Ärzte sagen es wird mit Chemo versucht und ich bzw. meine Familie überredet meinen Vater es nicht zu tun ohne es probiert zu haben...............die Frage "Wäre es nicht besser gewesen es doch zu versuchen?" würde uns sicher verfolgen, deshalb will ich diese beantwortet wissen. Ich hoffe, Du verstehst was ich meine...... |
AW: Mein Vater, 77
Hallo Bernd,
danke für dein Beileid, .... natürlich verstehe ich das! Bei uns war es ja auch so, dass mein Vater genau wusste, was er wollte. Wir brauchten nicht zu entscheiden, sondern wir mussten unseren Vater nur in seinen Entscheidungen unterstützen. Wenn mein Vater uns um Rat gefragt hätte, ich weiß nicht, zu was ich ihm geraten hätte. Man weiß es vorher einfach nicht! Wenn dein Vater einen Sinn in der Chemo sieht und seine einzige Chance, dann muss man ihn darin unterstützen! Ich wünsche euch ganz viel Glück und natürlich Gesundheit, LG Pechawa |
AW: Mein Vater, 77
So, nun war ich heute mit meiner Mutter im KKH bei meinem Vater. Er macht langsam richtige Schritte nach vorne! Ist heute sogar (unerlaubterweise) alleine aufgestanden und dann im Gang prompt dem Chefarzt begegnet! Gab aber keinen Ärger, im Gegenteil sogar ein Lob dass er wieder auf den Beinen ist. Auch im Gesicht sieht er wieder viel gesünder aus, das Gelbe ist komplett weg und er wirkt nicht mehr so eingefallen. Auch die Müdigkeit läßt langsam nach, er macht auch geistig wieder einen viel wacheren Eindruck.
Zwei Wehrmutstropfen gibt es allerdings: Er hatte gestern "Abführtag" (ist anscheinend normal nach einer großen OP?), hat ein Mittel zum Abführen bekommen. Gestern ging nichts, dafür heute um so heftiger. Hatte den ganzen Tag Durchfall, hat am Abend dann eine Infusion bekommen wegen dem Flüssigkeitsverlust. Ausserdem hat er momentan einfach keinen richtigen Appettit, er ißt von jeder Mahlzeit immer nur ein bißchen...........dabei muss er doch wieder zu Kräften kommen! Alles in allem hat mir der Besuch heute wirklich viel Mut gemacht, kein Vergleich zu den Tagen vor und direkt nach der OP. Es scheint in die richtige Richtung zu gehen. Hoffe jetzt erstmal dass der Durchfall weggeht und er wieder Apetitt bekommt! Bin mal gespannt was morgen auf der Onkologen-Konferenz beschlossen wird wie es weitergeht. |
AW: Mein Vater, 77
Nochmal zum Durchfall und der Apettitlosigkeit: Meint Ihr das ist normal? Mache mir jetzt doch schon wieder Sorgen.........
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AW: Mein Vater, 77
Guten Morgen,
Also es ist normal, dass nach einer Operation im Bauchraum erstmal Probleme mit dem Stuhlgang auftreten. Appetitlosigkeit ist fast nach jeder Operation anzutreffen. Die Darmbewegung muss bei Operationen im Bauchraum erst wieder in Gang kommen, dies funktioniert nicht immer so, wie man es gern hätte. Deshalb gibt man anregende Medikamente und Abführmittel.Diese Abführmittel können als Tabletten oder Lösung gegeben werden, fast alle Patienten bekommen einen Einlauf. Abführmittel können entweder garnicht wirken oder auch einen heftigen Durchfall auslösen. Deshalb muss man auf die Flüssigkeitsbilanz achten. Aus den Gründen hat Bernds Vater auch nochmal Infusionen bekommen. elisabethh.1900 |
AW: Mein Vater, 77
Hallo nochmal,
gestern war mein Bruder bei meinem Dad. Der Durchfall ist nicht besser eher sogar schlimmer geworden. Es läuft alles durch ihn durch. Ist echt schlimm für ihn, vor allem für seine Psyche. Ihm ist das so "peinlich" dass er nichts bei sich behalten muss. Man muss dazu sagen es gibt in dem KKH keine Toilette im Krankenzimmer sondern nur auf dem Gang, das reicht ihm dann meistens nicht. Er ißt so gut wie gar nichts mehr aus Angst dass es gleich wieder rauskommt. Das macht mir am meisten Sorgen. Mein Vater und eine Krankenschwester haben gestern früh bei der Visite auch den Chefarzt auf den Durchfall angesprochen, der meinte, sie (die Schwester) solle mal nicht übertreiben und das geht in 2 Tagen wieder weg......ich hoffe das! Ausserdem meinte mein Bruder dass der Kot auch durch die noch nicht geschlossene Katheter-Öffnung kommt. Das kann ich mir aber nicht wirklich vorstellen, oder? Heute gehe ich mit meiner Mutter wieder hin, mal sehen, hoffe und bete dass er jetzt endlich mal ruhe hat vom Durchfall und wieder essen kann! |
AW: Mein Vater, 77
War heute im KKH zum Gespräch mit dem Onkolgen. Folgendes Ergebnis:
Heilungschancen gibt es keine. Es wird jetzt mit Chemo (Gemcitabin) versucht das Tumorwachstum einzudämmen. Hab mich im Internet mal schlau gemacht über das Medikament, hat mir nicht gerade viel Hoffnung gemacht. Verlängert die Lebenszeit nicht, wenn überhaupt nur um ein paar Wochen. Da steht überall Überlebenszeit 4 - 6 Monate bei inoperablen Tumoren.......ich kann mir das im Moment bei meinem Vater nicht vorstellen dass es so schnell gehen soll..........er ist ja echt auf dem Weg nach vorne, und wenn es keine Metastasen gibt und eine weitere Abklemmung der Gallenwege vorerst ausgeschlossen ist wie die Ärzte sagen, wieso soll es dann so schnell gehen? Mache ich mir etwas vor? Wurde uns nicht alles gesagt um uns zu "schonen"? Kann mir da keinen Reim drauf machen...... Hat jemand Erfahrungem mit der Chemo mit Gemcitabin? Was haltet Ihr, aus Eurer eigenen Erfahrung, für eine Überlebenszeit für realistisch? Meine Hoffnung beschränkt sich momentan darauf dass mein Vater noch ein bißchen Zeit hat das Leben zu genießen und vor allem dass er nicht viel leiden muss............................aber vielleicht läßt sich das Tumorwachstum ja doch eindämmen, von Stillstand wage ich nicht zu sprechen. Bin hin und her gerissen...... |
AW: Mein Vater, 77
Guten Abend Bernd, gerade habe ich Deinen heutigen Beitrag gelesen. Es ist sehr schwierig, etwas zur Verlängerung der Überlebenszeit eines an BSDK erkrankten Menschen zu sagen, wenn er eine Chemotherapie macht. Ich denke, Du solltest Dir hierzu eine zweite Meinung einholen und dann alles mit Deinen Eltern besprechen. Vielleicht besteht auch die Möglichkeit schulmedizinische Behandlung mit komplementärmedizinischen Behandlungen zu kombinieren, um die Nebenwirkungen zu reduzieren? Ich kann verstehen, dass der Durchfall Deinen Vati sehr belastet, zumal, wenn er über den Gang auf die Toilette muss. Vielleicht kann ihm ein Nachtstuhl ins Zimmer gestellt werden? Bitte teile die Beobachtung Deines Bruders unbedingt den Ärzten mit, allerdings möchte ich Dir hier keine Angst machen,dass sich da etwas schlimmes dahinter verbirgt.
elisabethh.1900 |
AW: Mein Vater, 77
Hallo Bernd,
bei meinem Vater verhält es sich genauso wie bei deinem! Aufgemacht, ein paar Sachen entfernt und umgelegt und wieder zugemacht. Tumor konnte nicht entfernt werden, da an der Leber angedockt. Keine Metas. Er bekommt jetzt auch Chemo mit Gemcitabin und Tarceva. Und jetzt kommen wir mal zur Überlebenszeit: Die OP war am 01.12.08. Wenn ich jetzt das halbe Jahr zugrunde lege, dann wäre er seit 5 Tagen tot! Sein jetztiger Zustand: er nimmt seit ca. 6 Wochen keinerlei Schmerzmedikamente, hat jede Menge Gewicht zugelegt (er ist schwerer als vor der OP) und erfreut sich "bester Gesundheit!" Er hat letztens zu mir gesagt, dass wenn er nicht wüsste dass er Krebs hätte, würde er meinen er wäre gesund! Soviel zu Statistiken! Er gewinnt jede Menge Lebenszeit. Ich habe mich am Anfang auch sehr nach den Prognosen im Internet gerichtet, aber ich lese so etwas gar nicht mehr. Ich sehe jetzt nur noch die positiven Sachen, dass meine Eltern noch ein wenig mit ihrem Wohnmobil durch die Gegend fahren während der Chemopause und einfach ihr Leben geniessen. Wir wissen alle, dass wir nur einen Aufschub bekommen haben, weil das nun mal ein Scheiss Krebs ist, aber wir ignorieren ihn soweit wie es geht und leben z.Zt. sehr gut damit! Gruss Thomas |
AW: Mein Vater, 77
Danke Thomas,
Du machst uns allen etwas Mut! Meine mama hat ja genau den gleichen Befund wie dein Vater und Bernds Vater! Und wenn es Deinem Vater jetzt so gut geht, dann läuft es auch noch weiterhin. Hat er denn bis jetzt noch immer keine Metastasen????? Lieben Gruß Blümelein |
AW: Mein Vater, 77
Hallo Ihr lieben,
ich hatte gestern Abend zwei Bier getrunken in der Hoffnung besser schlafen zu können, irgendwie hat mich der Alkohol wohl etwas runtergezogen und sentimental gemacht. Heute bin ich schon wieder positiver eingestellt, auch dank Deinem Beitrag, Thomas. Das macht wirklich Mut. Ich sag mir auch Statistiken sind eigentlich nur dafür da um widerlegt zu werden. Dir, liebes Blümelein, auch weiterhin viel Kraft! Wir packen das schon! |
AW: Mein Vater, 77
bis jetzt konnten noch keine metastasen festgestellt werden. Sein GGT-Wert ist z.Zt im absoluten Normbereich. Beim letzten Ultraschall wurde zumindest festgestellt, das das ding nicht weiter gewachsen ist.
gruss Thomas |
AW: Mein Vater, 77
Hallo Bernd,
das mit deinem Vater tut mir leid, aber leider kann dir hier niemand etwas genaues sagen. Bauchspeicheldrüsenkrebs ist ein sehr agressiver Krebs gegen den es im Moment noch keine Heilung gibt. Niemand kann dir genau sagen wie lange dein Vater noch leben wird. Was bezeichest du eigentlich als Leben. Ich meine man muß die Situation sehen: Wenn er zum Beispiel im Pflegebett liegt und nur noch Schmerzmittel bekommt und von Pflegern gewaschen wird ist das Leben? Wir hoffem alle für dich dass es deine Vater bald wieder besser geht und es Ihm sogeht wie z.B Thomas seinem Vater. Aber das wissen wir hier leider nicht, wir können nur das sagen was andere hier sagen und da sieht die Situation BSDK sehr schlecht aus. Nochmals mein guter Rat verbringe soviel Zeit wie möglich mit Ihm und habe ständig sein bestes im Auge. Ich weiß dass dieses einfach gesagt ist, aber versetzte dich mal in seine Situation. Bianca |
AW: Mein Vater, 77
hallo bernd,
genau, statistiken sind da, um sie zu brechen.. ich habe am anfang der diagnose von papa (bsdk seit febr 09 mit leber metas auch nur lebens verlängernd und im moment chemo gemzar) jeden bericht im internet gelesen, den ich finden konnte. denke es ist auch normal, weil man eine lösung oder einen positiven bericht finden will. aber bei krebs ist das leider nicht zu finden und das macht einen nur noch negativer. jeder mensch ist anders und reagiert anders, deswegen kann man nichts vorraussagen. nach einiger zeit, war es vorbei. und ich habe mich dann nur noch auf den kk beschränkt.. hier ist es menschlich und alles andere im internet war immer so medizinisch und negativ.. ich freue mich, wenn es papa "gut" geht. hat im moment keine schmerzen. die leber macht probleme.. aber wir können es nicht ändern und ich drücke dir ganz fest die daumen, dass wir die prognosen vergessen.. alles gute claudia |
AW: Mein Vater, 77
Lieber Bernd,
trauriges Willkommen hier. Erstmal - alle Statistiken vergessen. Wenn dein Vater stark ist zu kämpfen, werdet ihr noch eine gute Zeit miteinander verbringen. Die Einstellung von Thomas ist genau die richtige, wie man sehen kann. Einfach versuchen, so normal wie möglich weiter zu leben. Sich die schönen Dinge des Lebens herauspicken. 5 gerade sein lassen. Wie lange das gut geht, kann keiner sagen. Hoffnung ist die beste Medizin. Außerdem wachsen Krebszellen bei älteren Menschen langsamer. Mit der Chemo kann man das Wachstum verringern. Mein Mann hat Gemzar relativ vertragen. Hatte nur grippeähnliche Symtome 2 - 3 Tage mit manchmal etwas Fieber. Da Fieber auch Krebszellen abtöten kann, hat es ihm nichts ausgemacht. Auch hatte mein Mann bis 4 Tage nach der OP richtig heftigen Durchfall, der langsam schwächer wurde. Nach 14 Tagen war alles wieder normal. Er bekamm Enzyme, die dein Vater sicher auch erhalten wird. Ich wünsche euch, dass die Chemo anschlägt und dein Vater wieder guten Lebensmut erhält, damit er richtig gegen das Schalentier kämpfen kann. Ich lese schon über 3 Jahre hier und habe von vielen gelesen, die auch ohne komplette OP noch lange gelebt haben. Lange ist bei Krebs immer relativ. Intensiv sollte man die Zeit gestalten. Wünsche euch, dass ihr alle Statistiken sprengt und wünsche deinem Vater, dass es ihm bald besser geht. Liebe Grüße Petra |
AW: Mein Vater, 77
@Thomas: das ist so schön, dass es deinem Vater so gut geht und macht allen Betroffenen hier großen Mut, sich in diese Krankheit einzufühlen und individuell zu entscheiden! Lebensqualität ist doch alles und Zuversicht, dem Ganzen trotz schlechter Prognosen zu trotzen! Auch wenn mein Vater nur kurze Zeit noch Lebensqualität hatte, die Hoffnung darf man nie aufgeben!
Liebe Grüße Charly |
AW: Mein Vater, 77
War heute wieder mit meiner Mama bei Papa, dieser blöde Durchfall ist immer noch nicht weg! Er traut sich gar nichts mehr zu essen. Bekommt jetzt Immodium, hat aber auch noch nicht geholfen..................der Arzt meint wohl bei der Visite immer nur "Das bekommen wir hin!" und ist auch schon wieder draussen. Bin heute mit meiner Freundin durch die halbe Stadt gefahren um eine Tanke zu finden die dunkle Schokolade hat, er meinte das würde ja vielleicht helfen, hat er als Kind auch immer bekommen bei Durchfall.......Wenn der nicht wäre würde ich wirklich optimistisch in die nähere Zukunft blicken! Hoffe dass es morgen vielleicht mal besser wird.
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AW: Mein Vater, 77
Hallo Bernd,
sprich doch mal Euren Arzt auf Opii-Tropfen an. Hatte bei meiner Mutter geholfen und hier im Bord wird auch immer wieder davon berichtet. Alles Gute für Euch LG Elfie |
AW: Mein Vater, 77
Soweit ich gelesen habe ist das ein Opiat welches bei Krebs im Endstadium angewendet wird? Soweit ist es bei meinem Vater noch nicht, er hat bis auf die Wundschmerzen durch die OP eigentlich keinerlei Schmerzen. Auch wenn das Mittel bei Durchfall auch helfen soll denke ich doch dass es ein ziemlich schweres Geschütz ist.......
......korrigier mich bitte falls ich falsch liege! |
AW: Mein Vater, 77
Hallo Bernd,
auch wenn dein Vater nicht nach Whipple operiert werden konnte, hat er eine riesige OP hinter sich. Und es dauert eine ganze Zeit bis im Bauchraum alles wieder funktioniert...... Bei meiner Schwägerin dauerte es auch sehr lange mit dem Durchfall, trotz der eingenommenen Enzyme, sprich Kreon. Und bei wirklich extremen Durchfällen wird Tinctura opii verabreicht da sie stark stopfend (") wirkt. und das hat nichts mit Krebs im Endstadium zu tun. Meine Schwägerin war 54 Jahre alt als sie diese scheixx Diagnose bekam. Der tumor umschloss schon die Pfortader und drückte auf den Magenpförtner. Sie wurde genau wie dein Vater operiert und bekommt seither Chemo mit Gemcitabin. UND ZWAR SEID 1 1/2 Jahren und es geht ihr gut!!!!!!!!!!! Soviel zu irgendwelchen Prognosen...... Also gebt nicht auf und versucht immer neuen Mut zu schäpfen. Alles lLebe für euch Petzi59 |
AW: Mein Vater, 77
Hallo Petzi,
in dem Fall werde ich bei nächster Gelegenheit die Ärzte darauf ansprechen falls der Durchfall nicht nachläßt. Vielen Dank für deinen Post, das macht wirklich Mut. War heute kurz bei ihm, die Nacht war wohl wieder der Horror was Durchfall betrifft, heute meinte er sei es bisher soweit OK. Hoffe mal das es jetzt langsam besser wird. |
AW: Mein Vater, 77
Hallo Bernd,
mein Vater hat auch Durchfall. Er bekommt Creon, ein Enzym, welches gut hilft. Allerdings spielt auch die Psyche eine wichtige Rolle nach so einer Diagnose. Also mach Dich nicht verrückt..... Alles Gute! |
AW: Mein Vater, 77
Lieber Bernd,
wie geht es Deinem Vater heute? Ich hoffe, es hat sich alles wieder normalisiert? Lieben Gruß Blümelein |
AW: Mein Vater, 77
Hallo zusammen,
mein Vater ist momentan sehr gefrustet, teilweise schon aggresiv. Denke das kommt durch den nicht aufhörenden Durchfall und den Krankenhauskoller, am Montag waren es vier Wochen! Er soll am Freitag nach Hause kommen, hoffe dann wird es wieder besser. Vielleicht normalisiert sich der Stuhlgang auch wieder in der normalen Umgebung! Als wäre alles nicht genug bin ich jetzt auch krank, war heute beim Arzt, Diagnose: Analvenenthrombose. Ganz toll! Ist zwar nicht weiter gefählich aber mega-schmerzhaft. Probier das jetzt mit Salbe wegzubekommen, wenn das nicht klappt muss ich unter's Messer. Wenn's mal kommt, dann aber richtig dicke! :mad: |
AW: Mein Vater, 77
Hallo Bernd,
das kann ich nur bestätigen, wenn es kommt, dann richtig. Meine Cousin ist an diesem wochenende ganz plötzlich gestorben mit 42 Jahren! Einfach umgekippt. Nun haben wir noch Freitag Beerdigung, es ist alles bald nicht mehr zu ertragen. Werd schnell wieder gesund. Alles Gute Blümelein |
AW: Mein Vater, 77
Hallo Blümelein,
meine tiefste Anteilnahme zu Deinem Verlust. Da bin ich ja mit meinem Zipperlein noch gut bedient! Es gibt wenigstens eine positive Nachricht (hab gerade im Büro einen Anruf meiner Mutter erhalten): Mein Vater darf heute nach Hause, hat heute Nacht durchgeschlafen und endlich wieder normalen Stuhlgang. Jetzt geht es sicher mit der Psyche auch wieder einen Schritt nach vorne! Da tut mir mein Popo gleich nur noch halb so weh! ;-) Wie ich schon in Deinem Thread geschrieben habe drücke ich Euch ganz feste die Daumen für Eure OP!!!!!! |
AW: Mein Vater, 77
Lieber Bernd,
hoffentlich geht es deinem Vater inzwischen etwas besser. Zu den Durchfällen deines Vaters: Bekommt er Enzyme für die BSD? Wenn nicht, sprecht den Arzt unbedingt darauf an! Nach einer solchen OP sind die wichtig, denn sonst hören die Durchfälle nicht auf und er kann nicht an Gewicht zunehmen. Ich wünsche euch alles Gute und viel Kraft und Zuversicht Ursula |
AW: Mein Vater, 77
Kurzer Lagebericht:
Am Freitag kam mein Vater ja bekannterweise nach Hause. Hat sich dann von meiner Mama erstmal was leckeres kochen lassen und war richtig gut drauf. Er ist halt noch sehr schwach durch das lange Liegen im Krankenhaus, ansonsten war erstmal alles paletti. Am Nachmittag kam dann der Hausarzt, nachdem der Blutzucker meines Vaters auf über 200 angestiegen war (im KKH bekam er ja keine Tabletten sondern wurde gespritzt, dort meinten Sie bei der Entlassung die weitere Behandlung der Diabetes solle der Hausarzt übernehmen). Er hat sich dann den Bericht aus dem KKH durchgelesen und dabei hat sich seine Miene wohl zusehends verfinstert (ich war nicht dabei, hat mir meine Mama so erzählt). Er hat meinen Vater dann ziemlich schonungslos aufgeklärt was ihn alles erwarten wird bzgl. Schmerzen, Chemo usw. Seine Prognose war alles andere als positiv..........hat unsere Familie (inkl. meinem Vater) dann wieder ziemlich runtergezogen. Ich weiß jetzt nicht ob die Aussichten wirklich so düster sind oder der Hausarzt da zu negativ war. Ich war wegen meinem Problem(chen) auch dort, habe den selben HA, da meinte er schon man müsse mit Krebspatienten vollkommen ehrlich sein...............denke mal das war es dann was er am Freitag gemacht hat. Ich persönlich bin da nicht so begeistert von, ich halte es eher mit den Ärzten im KKH die ja meinten die Psyche spiele eine enorm wichtige Rolle und daher eher mit positiver Grundeinstellung in die Gespräche mit meinem Vater und unserer Familie gingen....... Ich muss diese Woche ohnehin nochmal zu dem Arzt, werde ihn dann fragen ob der Bericht wirklich so negativ war. Übrigens bekommt mein Vater schon die Enzyme (Kreon), hatte er auch schon im KKH bekommen. Der Durchfall kommt seit er zuhause ist immer mal wieder, denke aber auch das liegt am anderen Essen (selbstverständlich ißt er jetzt nich die ultrafetten und schweren Sachen, aber halt doch mal das eine oder andere was es im KKH nicht gab und worauf er lange verzichten mußte. Ich persönlich finde das sollte man ihm auch gönnen. Wer weiß wie lange er noch Apetitt hat.....). Werden ihm jetzt das Aplona-Apfelpulver besorgen, das hat er im KKH auch bekommen und hat wohl etwas geholfen. P.S.: Wie ist das denn aus Eurer Erfahrung mit Alkohol bei einer solchen Erkrankung? Klar betrinkt sich mein Vater nicht, aber er trinkt halt gerne sein Bierchen oder auch mal ein Gläschen Wein......ist davon generell abzuraten? Ich habe es nicht über's Herz gebracht ihm das auszureden, er soll die Zeit die er noch hat (und die evtl. nicht mehr lange ist) ja auch noch genießen.... P.P.S.: Ich war am WE auf dem Depeche-Mode-Konzert in München....hatte echt zwischendurch immer mal ein schlechtes Gewissen weil ich Spaßt hatte und mein Vater so krank ist......hat aber auch irgendwie gut getan mal wieder raus zu kommen. Ich denke es ist auch wichtig dass man selber ab und zu abschält und Kraft tankt, damit man den Patienten nachher wieder besser unterstützen kann....Ich befürchte es kommt eine sehr schwere Zeit auf uns zu....... |
AW: Mein Vater, 77
Hallo Bernd,
schön, dass dein Vater wieder daheim ist und es ihm einigermaßen geht. Deine Frage zum Alkohol: Grundsätzlich sollten Bauspeicheldrüsenkranke keinen Alkohol oder höchstens ab und zu ein Gläschen trinken. Aber ich denke hier so wie du, lass deinen Vater sein Bierchen trinken. Die Zeit die ihm bleibt, soll für ihn einigermaßen lebenswert sein und nicht von Verboten geprägt. Ich wünsche euch alles Gute Ursula |
AW: Mein Vater, 77
Hallo Bernd,
man muss auch mal an sich denken! Mit dem Bier habe ich keine Ahnung! Nur einen Tipp dazu, wo man lesen kann, was gut und schlecht sein soll: leg dir mal das Buch " Krebs mag keine Himbeeren" Band 1+2 zu. Da stehen halt echt tolle Rezepte drin mit Lebensmitteln, die angeblich gegen Krebs wirken. Meine Mutter kann halt nichts anderes tun, als ihn zu bekochen und jetzt kocht sie ihm das Buch rauf und runter. Wie ich bei meinem Vater sehe, scheint es zu wirken! Mein Vater hat sich auch hochkalorische Nahrung verschreiben lassen. Als er damals nach der OP keinen normalen Appetit hatte, hat er davon 3 Stück am Tag getrunken. Da Zeug hat 300kcal pro Flasche. Das hat ihn auch wieder nach oben gebracht. Vielleicht noch einen Rat: Ich habe damals direkt bei einem Psychologen Termine genommen. Er hat mir geholfen, meine Gedanken und das ganze drumherum wieder etwas in die Bahn zu bekommen. So konnte ich zu Hause wieder effektiver helfen und stand nicht mehr so ganz neben der Kappe. Gruss Thomas |
AW: Mein Vater, 77
Hallo Bernd,
noch eine Anmerkung zu Kreon. Wenn dein Vater eine reichhaltigere Mahlzeit isst, also mit mehr Fett, soll er lieber 1 Kapsel mehr als sonst nehmen. Das funktioniert bei mir ganz gut, wurde mir auch von meiner Hausärztin so geraten. Das heißt nicht, dass man nun alles essen kann/soll, aber manchesmal hat man halt doch Lust auf etwas "richtig Herzhaftes". Wegen dem Konzertbesuch solltest du dir keine Gedanken oder ein schlechtes Gewissen machen! In so einer Situation brauchen Angehörige auch einmal für sich Zeit zum wieder Auftanken. Weiterhin viel Kraft Ursula |
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