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Von Astrozytom II auf Glioblastom IV
Hallo,
Im November 2008 fing meine mutter an nicht mehr richtig laufen zu können. sie berichtete von lähmungserscheinungen im fuß. als sie dann am 14 november ins krankenhaus kam wurden sämtliche untersuchungen mit ihr durchgeführt. ein verdacht auf borreliose, MS bestand, jedoch waren alle diagnosen negativ. nach weiteren untersuchungen stellen die ärzte einen gehirn tumor fest, der sich im motorischen zentrum befindet. die ärzte meinte, es sei noch kein grund zur besorgnis, man könne diese art von gehirntumor behandeln. Im januar wurde sie dann in die Frankfurter uniklinik überwiesen. dort stellen die ärzte aber nun fest, dass es sich nciht um stufe II handelte sonder schon um stufe III. somit begannen sie sofort mit der bestrahlung. sie hat mittlerweile 30 bestrahlungen hinter sich und bekommt zusätzlich noch chemotherapie. denn die ärzte stellen nach einem neuen MRT einen Glioblastom fest. es war einfach ein totaler schock für mich! ich hätte niemals mit soetwas gerechnet. die ganze rechte körperhälfte meiner mutter ist gelähmt. sie kann weder ihren rechten arm, noch ihr rechtes bein bewegen. sie bekommt ständig cortison, antieleptika und antidepressiver da sie ständig und immer weint. ihr ganzes wesen hat sich eifnach total verwändert! ich erkenne sie so oft kaum wieder. auch leidet sie an starken sprachstörungen! zum glück hat die chemo angschlagen! sie kommt ab übernächster woche dann entgültig nachhause. auf einer seite freue ich mich sehr! jedoch habe ich sehr große angst, vor dem was kommen wird! wie soll sich meine mutter in ihrem nun fremden haushalt zurecht finden?? ich weiß auch nciht ob sie jee wieder laufen wird, geschweige denn ihre hand bewegen kann. ich habe auch im internet gelesen, dass gerade mal 3 % die 5 jahres grenze erreichen. ich habe solche angst, meine mutter zu verlieren! die ärzte geben auch keine genauere auskunft! ich stehe einfach im leeren und weiß nciht wie lange ich noch meine mutter haben werde! ich hoffe ihr könnt mir paar ratschläge geben! vielen dank schonmal im vorraus. |
AW: Von Astrozytom II auf Glioblastom IV
Liebe Ina,
ich kann Deinen Schock nur zu gut nachvollziehen - und die Sorgen wie alles wird und wie Du Deine Mutter versorgen kannst erst recht. Wie alles werden wird weiß niemand - aber ich finde das ist auch gut so. Schau - die Chancen, dass die Chemo und Bestrahlung bei Deiner Mutter wirken an die musst Du glaube und daraus Hoffnung schöpfen. Falls Du Pflegehilfe benötigst oder eine Haushaltshilfe, da bekommst Du sicherlich Rat auf dem Rathaus oder auch bei vielen Pflegediensten und natürlich auch im Krankenhaus. Ich habe auch am Anfang viel Angst gehabt wie alles wird - aber es kommt immer anders als man denkt. Viel mehr belastet Dich aber auch die Tatsache, dass Deine Mutter nicht mehr die ist - die Sie war. Mein Vater hat auch viel geweint und nicht mehr richtig sprechen können - das war für mich einen ganz schlimme Zeit. Aber gerade dann ist es wichtig, dass Du da bist. Ich bin manchmal den ganzen Tag nur am Bett gesessen und eigentlich wenig geredet. Ob es richtig war weiß ich nicht - beschwert hat er sich nie. Ich bin mir sicher, das Du viele ganz automatisch richtig machen wirst - auch wenn immer das Gefühl der Hilflosigkeit Dich begleitet. Ich habe auch weiterhin Angst vor der Zukunft - spüre oft die Kraftlosigkeit in mir. Ich habe oft Erkältungen, Entzündungen Kopfschmerzen, das sicherlich alles mit dem Hirntumor meines Vater zusammenhängt. Was mir aber geholfen hat ist eines - hier zu lesen, selbst zu schreiben und die vielen Aufmunterungen zu erfahren die einem entgegengebracht wird. Deshalb: Schreibe deine Trauer, deine Verzweiflung und Deine Fragen immer wieder hier rein und viele hier werde Dir immer gerne mit Worten und Ratschlägen zur Seite stehen. Liebe Grüße und viel Hoffnung Stefan |
AW: Von Astrozytom II auf Glioblastom IV
Hallo Ina!
Tut mir leid, dass auch Du nun unter uns Angehörigen bist! Vielleicht liest Du in dem Bereich "Hirntumor" auch einfach mal die Lebensgeschichten von Anderen. Mir jedenfalls hilft es immer, denn hier ist man nicht allein. Jeder hat seine eigene Geschichte, und doch ähneln sie sich so sehr. Bei meiner Mama wurde der Tumor im Mai letzten Jahres festgestellt, da war es noch ein Astrozythom II, als sie im August zur Reha ging war es bereits ein Astrozythom III, vor zwei Wochen wurde sie zum zweiten Mal operiert und hat mittlerweile auch ein Glioblastom IV. Am Donnerstag wird man mit der Bestrahlung beginnen und 29 weitere folgen, wenn alles so läuft wie geplant. War Deine Mama gar nicht zur Reha? Wenn Nein, warum nicht? Kann leider nur für meine Mama sprechen, aber ihr hatte es sehr sehr viel gebracht, zumindest solange, bis der sch... Tumor das nächste Stadium erreicht hatte. Ich kann gut verstehen wie Du Dich fühlst! Fühl dich gedrückt und umarmt :pftroest: . Liebe Grüsse Marion |
AW: Von Astrozytom II auf Glioblastom IV
Hey,
vielen vielen dank erstmal für eure lieben antworten!!! es hilft mir wirklich sehr stefan hier in diesem forum mit anderen betroffenen zu schreiben! das stimmt! jedesmal wenn ich mir andere beiträge durchlese bin ich total berührt! und es schockiert mich immer wieder aufs neue wieviele menschen doch mit diesem gehirntumor zu kämpfen haben! @Marion: doch meine mutter war 4wochen lang in der reha. jedoch war es nur zur überbrückung. in der reha hat sich der zustand von meiner mutter ebenfalls rapide verschlechtert! durchs ständige liegen bekam sie dann auch noch eine venen thrombose! somit hatte sie fast 2 wochen komplette bettruhe! sie hatte ein einzelzimmer und ist einfach über diese zeit komplett in ihre eigene welt versunken! sie hat totale psychische depressionen bekommen. auch war die reha fast 2 stunden von uns entfernt, so dass wir nicht immer bei ihr sein konnten. ich habe totale angst, wenn meine mutter wieder nachhause kommt. ich habe noch zwei geschwister. jeweils 22 und 15jahre alt. ich selbst bin 18jahre. meine mutter ist allein erziehend und wir leben in einem großen haus. es ist für uns drei eine rießen belastung! wir wissen einfach nicht, wie wir das alles schaffen solln! ich werde auf jedenfall auf eine haushaltshilfe zurück greifen. auch werde ich mich um eine pflegerin kümmern für meine mutter. ich hoffe so sehr dass wir aus den momentanen umständen das beste rausholen können! ganz tief in mir drinn, hoffe ich auch noch jedentag, dass meine mutter vllt. bald wieder ihren arm bewegen kann. jedoch sagt mir mein verstand, dass es eigentlich undenkbar ist. denn der tumor ist einfach schon so groß! auch mache ich mir selbst totale vorwürfe! die ganze sache hat ja schon im september 2008 angefangen. meine mutter hatte ständig koordinations probleme und hatte schwierigkeiten ihr rechtes bein zu steuern. mir machte das ziemliche sorgen und ermahnte sie mehrmals doch bitte zum arzt zu gehen. jedoch nahm sie die ratschläge einfach nciht wahr. sie ist ein ziemlicher workaholicer und hatte angst, wenn sie den gang zum arzt wagen würde, würde er ihr eine arbeitsunfähigkeit schreiben! meine mutter nahm die ganze sache einfach nciht ernst. und irgendwie habe ich mcih davon mitreisen lassen. ich dachte ja auch niemals an einen solchen gehirntumor! jedoch glaube ich, wenn man damals schon zum arzt gegangen wäre, wäre es jetzt niemals so schlimm geworden! |
AW: Von Astrozytom II auf Glioblastom IV
Hallo Ina!
Bei meiner Mama war's ja ähnlich..sie hatte wohl immer häufiger kopfschmerzen, aber hat das nie ernst genommen. Sie sagte immer, dass sie die schon seit Kindesbeinen an hat, und somit ist sie deswegen natürlich auch nicht zum Arzt gegangen, da konnte ich noch soviel reden. :( Ina, hast Du Dich bei der Krankenkasse und den Sozialdiensten schon mal schlau gemacht, wie Du/Ihr Unterstützung bekommen könnt, und ist Deine Mama schon eingestuft worden (Pflegestufe)? Vielleicht hift Euch das ein wenig. Liebe Grüsse Marion |
AW: Von Astrozytom II auf Glioblastom IV
Hey
ja das mit der haushaltshilfe und pflege für meine mutter, dass ist zum glück alles schon geklärt. trotzdem danke =) ich hätte da noch eine frage. meine mutter bekommt momentan eine ganz neue chemotherapie, die gerade erst neu auf den markt gekommen ist. kann es denn auch sein, bzw ist es denn schonmal vorgekommen, dass sich ein glioblastom IV zurück auf ein Astrozytom stufe II gebildet hat? über erfahrungsberichte würde ich mich sehr freuen. liebe grüße |
AW: Von Astrozytom II auf Glioblastom IV
hallo ina
das sich ein glio zurück in ein astro gebildet hat hab ich leider noch nie gehört aber ich kenne jemanden der seit über 8 jahren ein glio hat und bei dem keine tumorzellen mehr nachweisbar sind. wie heisst den die chemo die deine mutter jetz bekommt? lg und alles gute chris |
AW: Von Astrozytom II auf Glioblastom IV
Hey,
meine mutter bekommt termodal 120mg. ich habe jetzt die ganzen diagnosen schriftlich von den ärzten bekommen. meine mutter hat ein malignes Gliom, links präzentral sitzen. der histologische befund ist ein anaplastisches astrozytom HWO III. hat jemand eine ahnung wie die überlebensrate für solch eine diagnose ist? generell kann man das ja nie so genau sagen! aber dennoch gibt es doch schätzungen?!! |
AW: Von Astrozytom II auf Glioblastom IV
hallo
erst einmal tut es mir sehr leid das deine mama auch betroffen ist, ich denke die ärzte wollen das nie so deutlich sagen. meine mama leidet auch an einem astrozytom, die diagnose war ca im juli, damals sagten die ärzte 3-6 monate.mitlerweile haben wir schon 8 montate geschafft, doch leider geht es jetzt dem ende zu, meine mama ist auf einer palliativstation und wir hoffen das sie nicht mehr lange leiden muss und in eine bessere welt darf. bei meiner mama ging alles ziemlich schnell, innerhalb von 4 monaten, war sie fast blind, gelähmt und später stumm, ich wusste was auf uns zukommt und ich wusste das die diagnose schlecht ist und das es keine "heilung" gab wusste ich auch, dennoch hätte ich zum damaligen zeitpunkt nie gedacht das es doch sooo schnell geht.ich wünsche euch viel kraft und alles gute. Liebe grüße Melanie |
AW: Von Astrozytom II auf Glioblastom IV
Liebe Ina,
es gibt eine durchschnittliche Überlebensrate - und dann gibt es die vielen vielen Fälle von Menschen, die diese um viele Jahre übertreffen und genauso auch die Fälle, in denen nur eine viel kürzere Überlebenszeit bleibt, als man sich mit dem Blick auf die Statistik erhofft hätte. Das hängt von vielen Faktoren ab, unter anderem davon, wie die Mutationen, durch die aus normalen Stützzellen des GEhirns Tumorzellen werden, zustandekommen. Warum es immer wieder Langzeitüberlebende gibt, ist noch nicht hinreichend geklärt. Es gibt ein paar Varianten von Glioblastomen und Astrozytomen, die besonders gut auf Chemotherapie, gerade auch auf Temodal ansprechen, und andere, bei denen es schon nach kurzer Zeit nicht mehr wirkt. Mein Vater hat ungefähr ein Dreivierteljahr lang Temodal genommen und es sehr gut vertragen. Dann hat es nicht mehr gewirkt, er hat verschiedene Chemos ausprobiert und hat mittlerweile wieder eine, die er recht gut verträgt und die bisher wirksam ist. Liebe Ina, ich wünsche Dir und Deiner Familie in dieser Situation viel Kraft. Hier im Forum haben viele das durchgemacht, was Du gerade auch erlebst - und glaub mir - man schafft dann doch mehr, als man sich je zugetraut hätte und wächst in der Situation. Viele Grüße Fahrradklingel |
AW: Von Astrozytom II auf Glioblastom IV
Hey
erstmal vielen vielen dank für eure lieben beiträge!!! der zustand meiner mutter hat sich leider wieder verschlechtert! sie bekam vor zwei tagen wieder vermehrt krampfanfälle. somit wurde ihre dosis an keppra erhöht auf 2000mg pro tag. heute hatte sie wieder sprachstörungen seit langem. sie war wieder total neben der spur und abends bekam sie einfach kein wort mehr herraus. auch wurde das temodal abgesetzt. erst im april wollen sie mit einer block therapie temodal weiter machen. ich frage mich jetzt, ob ihre sprachstörungen von den nebenwirkungen von dem keppra kommen, oder ob sie davon kommen, weil das temodal abgesetzt wurde. dass der tumor wieder so schnell weiter wächst!ich überlege ob ich morgen in der klinik anrufen soll und ihnen den zustand meiner mutter schildern soll.... vllt setzten sie dann wieder das temodal ein.... ich weiß einfach nicht mehr weiter! |
AW: Von Astrozytom II auf Glioblastom IV
Hallo!
Ich heiße Silvia und bin erst seit kurzen in diesem Forum und das ist das erste mal das ich über den Leidensweg meines Freundes in einem öffentlichen Forum schreibe. Es tut mir sehr leid, dass ihr schon so viel mitmachen musstets bzw mitmachen müssts. Ich bin stolz auf euch wie stark und ehrgeizig ihr alle seits. Mein Freund ist 24 Jahre alt. 2001 hat alles angefangen. Er hatte in der Schule einen epileptischen Anfall, Diagnose Astrozytom II (I hab mich da vertan). Er wurde operriert und es konnte leider nicht alles entfernt werden weil der Tumor zu nahe am Sprachzentrum lad. 2006 wurde er ein zweites mal operiert weil der Arzt geglaubt hat er könnte alles raus nehmen, da es eine neue Technik gibt mit der man weiter rein kann und mehr entfernen kann, wie die genau heißt weiß ich gerade nicht. Er konnte leider doch nicht alles entfernen aber den Tumor auf 1,1 cm minimieren. Der Tumor wurde auch zum Stillstand gebracht bis 2007 im Sommer da hatte er wieder einen epileptischen Anfall, Diagnose Astrozytom III-IV. Er wurde 30 mal bestrahlt und hat die Chemo bekommen, Termodal hat sie geheißen. Die hat mein Freund leider nicht sehr gut vertragen, er hat sehr viel abgenommen und die Blutwerte haben nicht mehr gepasst. Sie wurde dann abgesetzt und auch keine neue verschrieben und abgewartet was bei der nächsten Kontrolle rauskommt. Der Tumor ist weiter nicht gewachsen. Nur mein Freund hat zu der Zeit schon über Schmerzen in der Wirbelsäule geklagt und wir haben die Ärzte gefragt ob das vom Tumor kommen kann. Sie haben gemeint nein. Die Kontrolle war im Mai. Mein Freund wurde dann im September im Miniskus operriert und da wurden auch ein MR gemacht von der Wirbelsäule. Dort wurde festgestellt, dass er Absonderungen hat in der HWS und LWS. Er hatte von Mai bis September höllische schmerzen in der Wirbelsäule ohne das was gemacht wurde von den betreuenden Ärzten im AKH. Er wurde nachdem wir die Thematik im AKH geschildert haben 15 mal Bestrahlt in der LWS und der HWS und hat eine neue Chemo dazu bekommen, die heißt Talidomid. Seit Jänner hat er auch Absonderungen in den Hirnhäuten und beim Hinterhirn. Vor kurzen hat er ein Shunt bekommen weil er Doppelbilder gesehen hat und sehr verschwommen, kommt vom Überdruck im Kopf sagen die Ärzte. Vor der OP wurde die Chemo wieder abgesetzt und seit Samstagt nimmt er Nexavar was eigentlich bei Leberkrebse und Nierenkrebse angewendet wird. Leider kann er keine Strahlenbehandlung mehr bekommen im Kopf. Er schläft fast nur mehr, ist ur schwach, wiegt ca 45 kg, isst sehr wenig, die Ärzte meinen wir haben das Endstadium erreicht. Er redet auch seit kurzen Wirr, hat kleine Aussetzer oder Anfälle wo er ganz starr auf einen Punkt schaut, sich nicht bewegt und nichts sagen kann, wahrscheinlich auch nichts hört weil er keine Reaktion zeigt. Tut sich schwer beim gehen weil er schlecht sieht aber auch weil er leichte Gleichgewichtsstörungen hat. Wir waren auch schon bei einem anderen Neurologen weil wir das Krankenhaus wechseln wollten, der meint aber wir sollen das lieber lassen weil das nicht gut ist für ihm, weil er eh schon so schwach ist und schon so lange dort betreut wird und er auch nicht mehr machen kann. Er hat auch gesagt wir sollen jetzt noch eine Chemo versuchen und wenn die nicht hilft oder er noch mehr abnimmt dann sollen wir es gut sein lassen. Ich kann das alles net wahrhaben. Es is alles so schrecklich, dass das alles so schnell vorbei sein soll. Bin schon fast am verzweifeln. Will aber für meinen Freund stark sein und ihm begleiten bis zum Lebensende. Uns geht es allen sehr schlecht und die Ungewissheit, wie es weiter geht, was noch alles kommt uws ist so schrecklich, kaum zum aushalten. Redet man da bei meinen Freund auch schon von einem Glioblastom oder was ist ein Glioblastom? Es tut mir leid, dass ich so viel geschrieben habe aber ich hab einfach nicht anders können. Liebe Grüße Silvia |
AW: Von Astrozytom II auf Glioblastom IV
Liebe Silvia,
habe gerade deinen bericht gelesen, wenn ich richtig gerechnet habe, dann war dein freund damals 16 Jahre alt. Das Problem bei einem Astro Grad II ist , das dieses zwar niedriggradig ist, aber dennoch zur Malignität tendiert. Man hört leider sehr oft, dass aus Grad II, Grad III wird und aus Grad III, Grad IV. Gehirntumore werden lt. WHO in 4 Grade eingeteilt: 1=pilozytisches Astrozytom (welches sehr gutartig ist und von der Histologie nicht zu Grad II bis Grad IV zuzuordnen ist), Grad II ist so ein Kipptumor zwischen I und III, Grad III ist das anaplastische Astroz. und Grad IV ist das sog. Glioblastom. Es tut mir sehr leid, dass Dein Freund diese schlimme Krankheit hat. Dass er manchmal wirres Zeug redet, liegt einfach daran, dass der Tumor im eloquenten Zentrum sitzt und je nach Druck, ist dieses dann gestört. Manche können auch nicht mehr gehen, wenn der Tumor im Bewegungszentrum sitzt, welches ganz nah am Sprachzentrum ist. Ich bewundere Dich sehr, denn Du gibst ihm alles was Du hast und Du hast ihn in dieser schweren Zeit nicht alleine gelassen und läßt ihn auch nicht alleine, obwohl Du so jung bist. Bei meinem Sohn wurde auch mit 16 J. ein Astro festgestellt, im gleichen Bereich wie bei Deinem Freund. Er hat nur das wahnsinnige Glück, dass dieser komplett reseziert werden konnte (bis auf kleine Reste auf der Sehbahn und der Sehbahnkreuzung) und die Histologie ein Grad I war!!!! Allerdings hat er jetzt eine Halbseitenlähmung. Aber er lebt und das ist für mich das Wichtigste. Am Donnerstag haben wir wieder eine Kontrolluntersuchung mittels MRT. Die Operation ist jetzt genau 1 Jahr her. Wir gehen davon aus, dass er rezidivfrei ist und dies auch so bleibt, da er keinerlei Ausfälle mehr hat und es ihm sehr gut geht. Und doch ist es sehr aufregend. Halte durch und verliere niemals die Hoffnung, es wird alles gut. Alles Liebe von mir Anke |
AW: Von Astrozytom II auf Glioblastom IV
Hallo Anke
Ich wünsche dir und deiner Familie auch sehr viel Kraft und hoffe das dein Sohn nicht das bekommt was mein Freund hat. Es tut mir sehr leid das er halbseitig gelähmt ist aber man muss leider eh mit dem zufrieden sein wie es ist, klingt vielleicht jetzt hart aber ist leider so. Ich wünsche euch so sehr das die Kontrolle gut verläuft und alles gleichgeblieben ist. Anscheindend war es bei meinem Freund auch Grad I am anfang, i hab immer glaubt Grad II oder sein Vater hat sich gestern wirklich verredet, müsst schauen was es genau war. Die Ärzte haben uns aber eh gesagt das es so einen Fall wie beim Dominik ur selten gibt, dass ein Astrozytom von I oder II auf III oder IV umschlägt. Danke für deine aufmunternden Worte. Mein Freund könnte auch querschnittsgelähmt werden weil er leider Absonderungen in der LWS hat. Das schlimmste für ihn ist das er wahrscheinlich nie wieder Auto fahren darf und nicht mehr Arbeiten gehen kann. Seit gestern schläft er auch noch mehr, er war gestern nur ca 4 Stunden wach. Die Paliativbetreuerin meint das ist auch gut so weil dann hat er wenigstens keine Schmerzen. Sie hat auch gemeint zur zeit schauts so aus als würd er immer mehr schlafen und dann eines tages nicht mehr aufwachen. Ich finde es auch gut das er schlafen kann weil er eben dann keine Schmerzen mehr hat. Liebe grüße Silvia |
AW: Von Astrozytom II auf Glioblastom IV
hallo silvia,
danke für deine antwort. im normalfall hat man bei gehirntumoren keine schmerzen, man ist einfach nur müde. Aus Grad II wird ganz oft Grad III und dann IV. Grad I ist bei kompletter Resektion kurativ behandelbar. D.h. heilbar. In 90 % der Fälle gehts gut. Bei Dominik konnte der Tumor offensichtlich ja nur inkomplett entfernt werden, das war das Dilemma. Auch ein gutartiger Tumor unterliegt einem biologischen Wachstumsverhalten (i.d.R.) und bringt einen langfristig um. Dass ein Grad I umschlägt in Grad II ist sehr sehr selten. Da hat er ja wohl wirklich größtmöglichstes Pech gehabt. Ich bin bei Tim sehr zuversichtlich, wenn sogar die Ärtze sagen (und die lassen sich sehr selten zu positiven Prognosen hinreißen), dass da kein Kraut mehr wächst, weil so radikal geschnitten wurde, dann heißt das was. Als Andenken hat er die Halbseitenlähmung. Die Untersuchung am Donnerstag wird keine neuen Erkenntnisse bringen, es wird sich unverändert darstellen. Aufgeregt bin ich trotzdem. Du bist ein toller und bewundernswerter Mensch und ich hoffe wir bleiben in Kontakt. Ganz liebe Grüße und einen wunderschönen Tag wünscht dir Anke |
AW: Von Astrozytom II auf Glioblastom IV
Hallo Anke
Stimmt so vom tumor hat er keine schmerzen, er hat wirklich erst einmal kopfweh gehabt aber das war nach der shunt op und sonst nie, er hat nur in der HWS und LWS schmerzen dort wo die ansiedelungen sind. Ja schaut so aus, dass wir leider pech hatten weil i ja jetzt net genau weiß ob er von anfang an grad I oder II hatte, aber man kann es leider sowieso nicht mehr ändern. Bei ihm konnte man leider nie den ganzen rausnehmen, es ist immer ein rest von 1,1 cm drinnen blieben. Er hatte ganz am Anfang I hab nachgeschaut gestern am Abend. Stimmt das machen sie wirklich sehr sehr selten, dann schauts ja gut aus bei euch, dass freut mich sehr. Ich wünsche euch weiter ein sehr glückliches und schmerzfreies Leben. Dankeschön, dass schmeichelt mir. Wir sind alle zu bewundern, wie wir das alle meistern. Ich bewundere dich auch, so tapfer und stark du bist. Danke wünsche dir auch ganz liebe Grüße und einen wunderschönen Tag. Ich hoffe auch das wir in Kontakt bleiben. Silvia |
ER regiert Dich und hat uns alle übermannt
Ich habe schon ein paar Zeilen in diesem Forum hinterlassen und bin seid Dezember 2008 hier aktiv.
Meine damaligen Zeilen steckten noch voll Hoffnung. Aber nun geht es dem Ende zu. Ich schreibe hier diese Zeilen, weil ich nicht mehr weiter weiß und ich einfach mit allem total em Ende bin ! Meine Mutter (52 jahre jung) erkrannkte November 2008 an einem Astrozytom WHO II. Sie konnte ihren rechten Fuß sehr schwer bewegen und plagte über ständige Kopfschmerzen. Sie wurde in die Neurologie eingeliefert. Leider konnte man den Tumor nicht operieren, da er zu zentral lag. Sie bekam Bestrahlung . . . Von einem Tag auf den anderem bekam Sie sehr schwere Sprachstörungen und man stellte fest, dass der Tumor rasend schnell gewachsen sei! Nun bekam sie auch noch Chemo (temodal). Das war der stand ende Februar 2009. Mittlerweile konnte Sie auch nicht mehr laufen. Hatte schwere Sprachstörung und konnte ihre rechte Hand auch nicht mehr bewegen. Als die Bestrahlung beendet war, durfte sie wieder nachhause. Die Diagnose hieß nun Glioblastom WHO IV Ich bin 18Jahre alt wohne Zuhause und habe noch zwei Geschwister. Meine Mutter befindet sich nun im Endstadium. Sie ist komplett gelähmt. Kann schon lange nichts mehr sagen. Sie kann kaum schlucken, leidet unter starkem husten und Schleimbildung. Sie muss windeln tragen, da man sie nicht mehr aus dem Bett bekommt und wird auch im Bett gewaschen. Ich weiß nicht, wie ich meine Gefühle in Worte fassen soll. Ich verbringe wenig Zeit bei meiner Mutter, da ich es einfach nicht aushalten kann. Sie hat einen total leeren blick... sie starrt einfach durch mich hindurch! Auch glaube ich nicht dass sie noch etwas mitbekommt! Sie war immer eine so starke Frau gewesen und jetzt regiert einfach dieser Tumor ihr Leben! Wir haben eine 24 Stunden-Pflege bei uns. Sie macht das alles sehr gut, nur kann ich die Situation nicht mehr mit ansehen. Ich möchte endlich dass meine Mutter erlöst wird! Die Pflegekraft redet sehr lange und hart auf meine Mutter ein sie solle doch etwas essen. Ich will das einfach nicht mehr mit ansehen! Meine Mutter kann kaum schlucken und alles tut ihr weh! Die Chemo wurde abgesetzt. worüber ich dann auch sehr froh war! Auch habe ich darüber nachgedacht das kortison abzusetzen. Da es ja ebenfalls den Leidensweg meiner Mutter verlängert! Kann mir einer sagen, ob man das einfach machen kann... oder ob man es langsam absetzen muss.... und ob es überhaupt moralisch vertretbar wäre! ich stecke in soo viele zwiespalten und weiß einfach nicht mehr weiter. Meine Mutter soll nicht mehr unter solchen Umständen weiterleben. Sie hat so ein Ende einfach nicht verdient :( |
AW: ER regiert Dich und hat uns alle übermannt
hallo ina,
vorweg möchte ich dir sagen, dass es mir unheimleich leid tut, wie sehr du unter der situation leidest. was das absetzen des kortisons betrifft, kann ich dir leider nicht weiterhelfen. du solltest das auf jeden fall mit eurem arzt besprechen. ich denke aber, dass dieser sich genau überlegt, welche tabletten er in welcher dosierung verschreibt um es deiner mutter so erträglich wie möglich zu machen! auch wenn es dir schwer fällt bei deiner mutter zu sein, "genieße" die zeit mit ihr. ich hatte damals das gleiche problem...wollte nicht mehr zu ihr, konnte es einfach nicht ertragen. jetzt, im nachhinein, wünsche ich mir die zeit zurück um jede einzelne sekunde bei ihr zu sein. ich weiß, dass du das in deiner situation wahrscheinlich erstmal nicht verstehen kannst, aber ich wäre froh gewesen, wenn mir damals jemand gesagt hätte, wie wichtig die zeit ist, die man noch zusammen hat. es wird dir aber auch keiner vorwerfen, wenn du keine kraft hast, um noch etwas zeit mit deiner mutter zu verbringen. du ganz alleine kannst entscheiden, wieviel du dir zumuten möchtest. wie geht es deinen geschwistern? könnt ihr gemeinsam über die situation reden? ich wünsche dir ganz, ganz viel kraft für die kommende zeit....fühl dich mal gedrückt von mir! liebe grüße nadja |
AW: ER regiert Dich und hat uns alle übermannt
Liebe ina, ich kann mich nur dem anschliessen, was die nadja geschrieben hat !!!!!!!!!!!!!
Noch etwas dazu : ich glaube, dass DU und DEINE geschwister professionelle hilfe bekommen sollt im sinne einer psychotherapie-es ist unglaublich wichtig !!!! Viel kraft und sehr liebe grüße Huanita |
AW: ER regiert Dich und hat uns alle übermannt
Ich danke Euch vielmals für Euer Mitgefühl!!!! :remybussi:remybussi:remybussi
Ich fange jetzt schon an, mir ziemliche vorwürfe zu machen. Denn als es meiner Mutter noch besser ging und sie noch sprechen konnte...hätte ich mehr Zeit mit Ihr verbringen sollen. Ich hätte mehr für Sie da sein müssen! Auch hätten wir mehr über ihre Krankheit reden müssen, denn das war einer der Dinge, die wir so gut wie nie getan haben! Dass wir professionelle Hilfe brauchen, weiß ich nur zu gut! Ich war letzte Woche bei meinem Hausarzt gewesen und habe mir eine Überweisung für eine Psychotherapeutin geholt. Nur finde ich einfach nicht die Überwindung dort anzurufen! Ich habe schon mehrere Empfehlungen bekommen... nur ich schaffe es einfach nicht, das Telefon in die Hand zu nehmen und die Nummer zu wählen! Ich habe angst, in tränen auszubrechen... mache mir Stunden vorher gedanken, was ich denn sagen könnte... es ist einfach alles aussichtslos! Mein Tagesablauf ist sehr stressig! Ich muss mich um alles kümmern. Wäsche waschen, für einen 5 Personen Haushalt Lebensmittel und Wasser einkaufen. Zudem stecke ich mitten in der Ausbildung und bin jeden Tag bis 16Uhr arbeiten. Ich fühle mich einfach nur noch ausgelaugt...leer...allein...und schwach! ich wünsche mir meine Mama zurück!! :weinen: |
AW: ER regiert Dich und hat uns alle übermannt
liebe ina
ich habe schon länger nicht mehr hier geschrieben weil ich etwas abstand brauchte, aber deine worte bringen mich dazu wieder zu schreiben. erst mal vorweg, ich bin 24 jahre und meine mama starb im mai mit nur 49 jahren. ich verstehe soooo gut wie du fühlst, mir ging es genauso. ich habe meine mama lange zuhause gepflegt, bevor wir sie in ein hospiz brachten. meiner mama ging es genauso wie du es beschreibst und es hat mich wahnsinnig gemacht das mit anzusehen. auch ich habe immer geglaubt das meine mama nix mehr mitbekommt. aber zwei tage bevor sie starb nahm meine tante ihre hand und strich damit durch mein gesicht, das erste mal seit monaten lächelte sie, da wusste ich das sie noch alles mit bekommt, es nur nicht zeigen kann. an dem tag als sie starb kam ich später als sonst. die ärzte sagten mir das es schlecht aussieht. als ich das zimmer betrat und ihr sagte es sei ok, sie könne jetzt gehen und ich würde sie lieben, dauerte es keine 10 min bis sie ihre augen für immer schloss. heute bin ich mir sicher das sie auf mich gewartet hat... ich wünsche dir viel kraft für allles weiter und kann dir nur den tip geben, wenn du alleine mit deiner mama bist, rede mit ihr, sag ihr alles was du auf dem herzen hast, sag ihr das du stolz auf sie bist und sie liebst und sag ihr alles was du ihr schon längst hättest sagen wollen/sollen. mir hat das damals sehr geholfen. viele liebe grüße Melanie ps: ich weiss genau wie du dich fühlst, denn ich wünsche mir meine mama jeden tag zurück:( |
AW: ER regiert Dich und hat uns alle übermannt
hallo Ina,
niemand hat es verdient, so sterben zu müssen. Und wenn die Pflegekraft deine Mutter in dem Zustand noch auffordert, doch was zu essen, dann hau der Dame mal eins auf die 12. :rotenase: Das ist doch einfach nur idiotisch. (Tschuldigung...) Ina, es ist fürchterlich, daß du in deinem Alter schon das alles verkraften mußt. :knuddel: Immerhin bist du schon so erwachsen, daß du deine Mama nicht unnötig leiden lassen willst und ihr die Erlösung wünscht. :knuddel: Du darfst dir auch keine Vorwürfe machen!!!! Wenn man immer vorher wüßte, was alles so passiert..... aber wer von uns weiß das denn? Ich kann dir gut nachfühlen, daß du es nicht ertragen kannst, wenn du deine Mama so da liegen siehst. Aber geh zu ihr... red mit ihr, auch wenn sie dir vielleicht nicht mehr antworten kann, sie spürt aber möglicherweise schon noch, daß du da bist. Es ist schwer, ich weiß. Kann dir nur ebenfalls raten, rede mit eurem zuständigen Arzt, welche Medikamente noch Sinn machen und welche nicht. So wie du den Zustand deiner Mama beschreibst (und nur darauf bezieht sich meine Aussage!!!), macht eigentlich nur noch Morphium in ausreichender Dosis einen Sinn - denn aufhalten kann man da wohl nichts mehr. Vor einem Psychodoc brauchst du übrigens keine Angst haben. Wenn du da hin gehst, dann mußt du da keine Prüfung ablegen oder sowas - da darfst du auch weinen, da mußt du nicht vorher wissen, was du dem erzählen kannst und sollst - du kannst dem alles erzählen, was dir auf der Seele brennt. Dafür ist der da.... :) Wenn du sonst niemand hast, bei dem du dich richtig ausweinen kannst, dort kannst du es. Ich wünsch dir viel Kraft weiterhin und deiner Mama ein baldige Erlösung. :knuddel::knuddel::knuddel: |
AW: ER regiert Dich und hat uns alle übermannt
Guten Morgen Ina,
wie geht es dir heute? Ich kann mich all denen nur anschließen, die gestern noch geschrieben haben. Was ich dir aber noch sagen möchte: Versuche alle Hilfe anzunehmen, die du bekommen kannst. Ich weiß, dass manche Dinge schwer sind....so zum Beispiel der Anruf bei einem Psyschologen. Ich habe auch sehr lange gebraucht, um einen Termin auszumachen. Aber im Nachhinein kann ich sagen: es hat mir verdammt gut getan! Ich war nicht oft da, aber es war befreiend, mal mit einem Menschen zu reden, der aussen vor ist. Der nicht alles so emotional sieht wie ich und der mir, obwohl ich nicht dran geglaubt habe, etwas geholfen hat, wieder auf die Füße zu kommen! Ich hatte keinen festen Stand, aber ich wußte, da ist jemand der mir hilft! Wenn ich es möchte und brauche.... Ich bin mir sicher, dass auch du das Gefühl hast, dass dir keiner Helfen kann...ich glaube das ist in deinem "Zustand" normal. Aber es gibt genügend Menschen, die dir zuhören wenn du sie brauchst, da bin ich mir sicher...auch wenn es nur "wir hier im Forum" sind....auch das kann manchmal helfen und gut tun. Ich wünsche dir mal wieder ganz viel Kraft für den heutigen Tag:knuddel: Liebe Grüße Nadja |
AW: ER regiert Dich und hat uns alle übermannt
Hallo Ina,
auch ich möchte Dir sagen, dass es mir unendlich leid tut. Heute vor 2 Wochen habe ich meine geliebte Schwägerin verloren. Sie hatte auch erst einen Astrozytom WHO II und dann einen Glioblastom WHO IV. Ich möchte Dir gerne mit auf den Weg geben, dass Deine Mutter Eure Nähe ganz sicher spürt und wahrnimmt. Ich habe meine Schwägerin bis zu letzten Stunde begleitet. Sie hat noch sehr viel wahrgenommen und uns es spüren lassen. Wir haben neben ihr gelegen und sie hat ihre gesamte Kraft genommen und uns im Gesicht gestreichelt. Es war extrem anstrengend für sie, aber es tat gut. Vielleicht findest Du die Kraft in einer Therapie um ein bisschen mehr Zeit mit Deiner Mutter zu verbringen. Es würde Dir und auch Deiner Mutter sicher helfen. So schwer es auch fällt. Ich wünsche Dir ganz viel Kraft :knuddel: :knuddel: :knuddel: Chillimaus |
AW: ER regiert Dich und hat uns alle übermannt
Abend Ihr lieben!!!!
Es tut sooo unglaublich gut Eure Worte zu lesen! Es sind mehr als "Wörter" . . . in ihnen steckt so viel Mitgefühl, was mir unheimlich viel kraft gibt!!:1luvu: Den Tag habe ich heute nur sehr schwerlich überstanden. Ich lag die halbe Nacht wach und weinte meine Seele in meinem Kissen aus. Manchmal da kommt es einfach über mich.. und ich kann nicht mehr aufhören zu weinen! Meiner Mutter ging es heute sehr schlecht. Sie hat den ganzen Tag nichts gegessen... weil sie erstens ihren Mund nicht öffnen konnte und zweitens würde sie es eh nich schaffen die Nahrung runter zu schlucken. Jetzt überlegen sie, meine Mutter künstlich zu ernähren. :( ich halte davon recht wenig... aber meine Mutter einfach verhungern zu lasse, das können wir ja auch nicht!!! Heute musste ich oft an Eure Ratschläge denken. Ich habe heute morgen bei meiner Mama am Bett gefrühstückt. Und dann habe ihr gesagt wie sehr ich Sie liebe... und wie stolz ich auf Sie bin ! Sie hat mich dann ganz lange angeschaut und ich konnte sehen, dass sie versuchte zu lächeln. :cry: Da musste ich weinen... weil es mich einerseits so erfreute... und gleichzeit auch zutiefst berührt und traurig gemacht hat. Es tat mir wirklich sehr gut, das alles meiner Mutter zusagen! Denkt Ihr ich sollte mich an ein Hospiz wenden oder an eine Palliativstation? Meine Mutter wird zwar von einem Hausarzt betreut und von einem Pflegedienst. Jedoch haben die ja nicht so viel mit sterbenden zu tun! Wie würde soetwas dann ablaufen? Würden die Krankenschwester dann zu uns nachhause kommen... und meine Mutter dort immer betreuen und sie mit Medikamenten versorgen? Das Thema Morphium habe ich auch schon beim Arzt angesprochen. da meinte er nur zu mir, dass meine Mutter ja noch keine schmerzen habe... deswegen sei es erstmal unnötig! ich war total entsetzt! man weiß doch nie was geschehen mag! Falls meine Mutter zu ersticken droht, müssen wir doch starkes Schmerzmittel immer parat haben.... Sie soll doch nicht leiden !!!! Auch mit ihrem Husten wäre es sinnvoll. Es würden ihr einfach einige Qualen erspart blieben, wenn sie weniger mitbekommen würde! Ich möchte es einfach nicht mehr, dass meine Mutter so sehr leidet! Es saugt alles aus mir herraus und macht mich manchmal rasend!! Ich weiß noch als ich sie im Januar immer im Krankenhaus besucht habe... als ich kam, hatte sie davor immer geweint. Klar wollte sie es vor mir vertuschen. aber ihre angst konnte sie nicht verbergen! Wenn ich sie dann immer ansah... erkannte ich diese Todesangst in ihren Augen... totale hilflosigkeit! und ich konnte einfach nichts tun für sie! Damals hatte sie schon so schreckliche angst und musste so viele dinge über sich ergehen lassen.... und jetzt das noch alles ! Sie war immer so stark gewesen. Sie hätte ihr letztes Hemd für ihre kinder gegeben...wieso muss sie das alles ertragen??:embarasse |
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Liebe Ina,
ich lese die Verzweiflung aus Deiner Geschichte und möchte Dir sagen dass ich Dich sehr gut verstehen kann. Meine Omi ist 2008 an einem Glioblastom innerhalb kürzester Zeit verstorben und diese 4 Wochen waren das schlimmste was meine Schwester und ich je erlebt haben. Das Kortison haben wir auch gemeinsam mit dem Arzt abgesetzt, weil es ihr Leben nur verlängert hätte, und wir auch wollten dass sie sich nicht länger so quälen muss. Und beim Arzt würde ich auf Morphium bestehen. Wichtig ist natürlich ihre Pflege und da ist es sicher am besten, wenn man selber nicht mehr kann und das scheint mir bei Dir so zu sein, wenn Deine Mutter in ein Hospiz oder eine Pallativeinrichtung kommt. Grade im Hospitz ist fast immer jemand da und auch für die Angehörigen wird gesorgt... Deine Mutter MUSS keine Schmerzen leiden, im Idealfall, wenn man das hier überhaupt sagen kann, schläft sie einfach hinüber...so war es bei Omi auch.. Liebe Ina ich wünsche Dir alles Liebe und ganz viel Kraft für die noch kommende Zeit, verbringe sie mit Deiner Mutter, sei für sie da.... GlG Astrid |
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Liebe Ina,:pftroest:
ich schließe mich Astrid an. Zitat:
Wichtig ist in einem Hospiz, das die Angehörigen auch seelisch betreut werden. Zitat:
Auch wenn ich lese dass der Pflegedienst deine Mama zum Essen nötigt-bekomme ich eine Wut in meinen Bauch:mad: Du /ihr braucht dringend HILFE-wende dich an eine Hospiz stelle. Frage euren Arzt /oder sage mir in welchem Ort/Stadt du wohnst und ich suche dir da was raus,und schicke es dir dann per PN. Sag mal liebe Ina, hast du einen Menschen der dir helfen kann-Papa, Oma-irgendjemand??? Jemand der mit dir spricht dich in die Arme nimmt in eurer schweren Zeit. Was ich hier lese tut mir so leid-was müsst Ihr und deine Mama durchleiden. Ich nehme dich ganz lieb in meine Arme :pftroest:, und wünsche euch baldige Hilfe für euch alle. Lieben Gruß von Birgit |
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Hallo Ina,
bisher habe ich nur still mitgelesen. Ich möchte erst mal mein Mitgefühl ausdrücken. Ich weiss nur zu gut, wie Du Dich fühlst. Meine Mum war ihre letzten drei Monate im Hospiz und ich kann nur sagen, es war die richtige Entscheidung. Alleine hätte ich diese Pflege nicht gewährleisten können. Dort wurde ihr jeder Wunsch von den Augen abgelesen und sie wurde von allen verwöhnt und natürlich auch versorgt. Eine Schwester sagte zu mir: "Zuerst wird gelebt und dann wird gestorben". Ich kann diese Aussage nur unterschreiben. Die ersten vier Wochen ist meine Mum dort richtig aufgeblüht und man merkte, wie wohl sie sich dort fühlte. Leider ging es dann aber auch bergab und jetzt ist sie im Regenbogenland. Sie hatte keine Angst vor dem Tod, nur vor Schmerzen und die hatte sie nicht. Sie war gut mit Medis eingestellt. Morphium hat sie nie bekommen. Nur Tramal, Kortison und bei Bedarf Mittel gegen Übelkeit und Schwindel. Gegessen hatte sie die letzten sechs Wochen auch nicht mehr. Ich hätte nie gedacht, dass ein Mensch solange ohne Nahrung auskommt. Sie bekam Kochsalzlösung über den Tropf, damit sie nicht austrocknete. Man hat sie nie zu irgendetwas gezwungen, auch nicht zum essen. Es war dort sehr würdevoll. Ich würde diese Entscheidung auch für mich selbst treffen, wenn es irgendwann mal soweit ist. Ich hoffe, ich konnte ein wenig helfen. LG Nicky |
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Hallo an Alle!
wie immer danke ich Euch sehr für Eure Worte! Bisher konnte ich noch kein Hospitz erreichen. Der Arzt war gestern da. Er meinte, meine Mutter hätte sehr abgenommen und viel Flüssigkeit verloren. Man solle sie nicht zwingen zum essen wenn sie nicht möchte. Aber trinken muss sie mehr als sonst..... das hat er gesagt. Und dass es dem ende zu geht! ... aber ich weiß...dass meine Mama noch nicht an der Klippe steht und zum absprung bereit ist. Ich habe es im gefühlt und weiß, dass es sich noch lange hinaus zögern wird. Das Problem mit dem Hospiz ist, dass meine Mutter es nicht gewollt hätte in einem Hospiz zu sterben. Sie hätte zu Hause sterben wollen. Würden wir sie jetzt in ein Hospiz verlegen, würde sie todes Ängste leiden. Und das möchten wir / ich nicht. Ich habe wenige Menschen die richtig für mich da sind, die meisten sind selbst mit der Situation überfordert! Bei meinem Vater finde ich halt und kraft! Meine Eltern hatten sich damals sehr zerstritten und sind geschieden. Die Familie meiner Mutter empfindet jeglichen hass gegen meinen Vater. Deswegen kann er sich bei uns zuhause nicht aufhalten. Auch uns machen sie das Leben zur Hölle. Als meine Mutter 4 Monate im Krankenhaus war, haben sie uns oft richtig fertig gemacht. Wir seien an der ganzen Krankheit unserer Mutter dran schuld...etc. Auch als meine Mutter aus dem Krankenhaus wieder zuhause war, musste wir 3 Kinder die ganze Pflege meiner Mutter übernehmen. Keiner von der Familie meiner Mutter (Oma, Opa, Tante etc.) haben uns damals geholfen, obwohl meine kleine Schwester noch in die Schule geht und meine große Schwester und ich Berufstätig sind. Und diese Menschen wohnen direkt neben uns! Ich habe diese Menschen, diese Familie meiner Mutter hier noch nie erwähnt. Weil ich versuche so wenig wie möglich an sie zu denken. Sie machen die ganze Situation zu einem psychoterror. Mein Vater kann sich in der hinsicht wenig einklinken, da er früher genauso von diesen Menschen fertig gemacht wurde! Auch habe ich zwei beste Freunde die mir sehr beistehen. Aber die meisten sind einfach damit überfordert und wissen nicht wie sie mit solch einem Thema umgehen sollen. Ich werde am Montag Morgen gleich bei einem Hospiz anrufen und fragen ob sie auch eine ambulante Pflege übernehmen. Zumindest meine Ma mit Medikamenten einstellen und die Nahrungsaufnahmen / Flüssigkeitsaufnahme überwachen. Viele Liebe grüße an Euch alle ! Fühlt euch gedrückt :knuddel::knuddel: |
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hallo Ina
wenn ein Menschenleben dem Ende entgegengeht, dann braucht er kaum noch Nahrung und auch nur noch wenig Füssigkeit. Der Organismus kann das nicht mehr richtig verarbeiten und der Mensch lagert ein. Es tut mir sehr leid, das ihr keine richtige Unterstützung habt. Da ist ein ambulanter Hospizdienst mit Sicherheit eine gute Hilfe. Besteht die Möglichkeit das du oder deine Schwester sich wenigstens für eine Zeit beurlauben lässt? Ansonsten besteht auch die Möglichkeit sich wegen der psychischen Belastung krankschreiben zu lassen. Wo wohnst du, wenn du mir deinen Ort/ Stadt nennst gibt es vielleicht die Möglichkeit euch schnell einen Hospizdienst zu nennen. Irgendwo hier im Forum gibt es einen faden der viele Hospize und ambulante Hospize nennt. Ich wünsche euch alle Kraft der Welt aber wenn sie nicht reicht ist es absolut kein Versagen wenn ihr eure Mutter dann doch in ein Hospiz gebt. Es ist keinem gehofen wenn ihr zusammenklappt. Liebe grüße silverlady p.s. Wenn du mal jemanden zum reden braucht schick mir einfach deine TelNr. per PN. |
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Hallo Ina,
wie geht es dir heute? Wie war dein Wochenende? Weißt du was mich traurig macht? Zum einen die Tatsache, dass es deiner Mutter so schlecht geht und alle darunter leiden. Zum anderen die Tatsache, wie die Familie deiner Mutter damit umgeht:mad: Ich suche immer nach Erklärungen für Verhalten anderer Menschen und ich kann es mir in diesem Fall nur so erklären: So wie deine Freunde, weiß auch die Familie deiner Mutter nicht, wie sie mit der Krankheit deiner Mutter umgehen sollen. Das soll auf keinen Fall ihr Verhalten entschuldigen, aber vielleicht ist es für dich eine Erklärung, dass du ihr blödes Verhalten "entschuldigen" kannst. Ich denke es ist ganz wichtig, dass du das nicht auch noch an dich ran lässt. Du hast genug Dinge, mit denen du klar kommen musst. Es sind genug neue Situationen auf die du dich einstellen musst - dich dann auch noch von anderen Menschen (schlimm das es die eigenen Familie ist:mad:) nieder machen lassen, dass geht gar nicht. Ich hoffe, dass du auch hier genügend Kraft hast um über dieses unnötige Verhalten zu stehen. Wie gesagt...vielleicht sind sie selber so verzweifelt, dass sie auf purer Verzweiflung so handeln. Wichtig ist, dass du drüber stehst und dich nicht mit solch Nichtigen Dinge beschäftigst. Du brauchst alle Kraft für dich, deine Mum und den Teil der Familie, der dir wichtig ist und der zu dir hält! Ich wünsche dir mal wieder viel Kraft und drück dich ganz lieb:knuddel: Nadja |
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Ich grüß euch !!!
Lieben dank erstmal an dich naddel! total süßes angebot von dir !!! ich werde auf jedenfall auf dich zurück kommen!! ich danke dir von herzen !!!! :remybussi Die letzten tage waren kaum aushaltbar. Meine Mutter trinkt und isst nicht mehr! Unser Hausarzt war mit der ganzen Situation überfordert! Wir wussten nicht mehr wie wir unserer Mutter die Tabletten geben sollten. Für eine Infustion hat er sich ja geweigert, da es seiner Meinung nach zu vielen Komplikationen geben könnte. Die Familie von meiner Mutter hing mir mal wieder total im Nacken. Sie haben sämtliche dinge mit dem Hausarzt besprochen, uns aber kein sterbenswörtchen gesagt! Heute hatte ich die schnauze voll!!! Die stönenden Leidensrufe meiner Mutter habe ich schon heute Morgen im Bett gehört, als ich aufgestanden bin. Ich hielt es einfach nicht mehr aus. Sie lag im Bett... hat sehr schwer Luft bekommen. Hatte ständig diesen Reizhusten.... in mir kochte einfach die Wut!!! WIESO muss so etwas sooo lange rausgezögert werden ? Ich habe heute den Oberarzt der Neuroonkolie angerufen, bei denen meine Mutter während ihrer Bestrahlung und Chemotherapie lag. Ich hab ihm die ganze Situation geschildert, ihm gesagt, dass der Hausarzt sichtlich überfordert sei und was für qualen meine Mutter jetzt noch erleben muss. Er hat mir sofort verordnet alle Mediakmente abzusetzen. Sie seien nun in einem solchen Stadium unnötig und würden die qualen nur noch verlängern! Er hat meiner Mutter Tavor 2,5mg Expidet verschrieben. Davon soll sie zwei am Abend nehmen! Dann hat er mir auch endlich die Fentanylpflaster verschrieben, die der Hausarzt erst nicht rausrücken wollte! Danach habe ich dem "netten" Hausarzt noch einen Besuch gestattet, der ja anscheinend so in den klauen der Familie meiner Mutter hängt! Ich habe ihm meine Vorschläge mitgeteilt, habe aber erstmal nichts von dem Oberarzt erwähnt. Der Hausarzt hielt keiner meiner Vorschläge für angepasst. Und das Morphium schon gar nicht. Als ich ihm sagte, dass der Oberarzt der Neuroonkologie dies mir so mitteilte, wurde er auf einmal ganz still.... und siehe da....da hatte ich auch schon die Rezepte in der Hand... Anstandshalber habe ich mich höflich bedankt und mich von dannen gemacht, Aber meine innerliche wut und die verzweiflung in mir, stieg bis ins unermessliche!!! Ich bin nun sehr froh darüber dass ich endlich diese Rezepte habe und dass meine Mutter nun nicht mehr gezwungen wird, diese großen Tabletten zu schlucken!! Ich hoffe dass meine Mama jetzt nicht mehr so viele qualen leiden wird. Heute abend hatte sie 40° Fieber. :( Ihre atmung war sehr schwach und schwerfällig. Es fielen bei mir heute sehr viele tränen. mein schädel platzt halb vor kopfschmerzen! aber ich werde den mut jetzt nicht verlieren. Ich versuche so viel wie möglich bei meiner mutter zu sein. Ich weiß dass es nun nicht mehr lange dauern wird. Sie war soo tapfer und ich bin stolz auf sie ! :weinen: Ich bete für sie, dass sie bald in ein besseres leben übergehen kann.... dass sie an einen Ort kommt, wo es ihr besser geht. Wo sie uns sehen kann und keine qualen mehr haben muss!!! :weinen: |
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hallo Ina,
hast du prima gemacht! :knuddel::knuddel::knuddel: Ich wünsche deiner Mama, daß sie bald loslassen darf und ihren Frieden findet. Und dir wünsche ich weiterhin soviel Kraft und Tapferkeit auf diesem schweren Weg. Ich drück dich ganz fest :pftroest::pftroest::pftroest: |
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Guten Morgen Ina und natürlich auch an den Rest:winke:
Ich kann mich Boxerhund nur anschließen, hast du gut gemacht!!! Blöd nur, dass man Kraft für Dinge verschwenden muss, die eigentlich von selbst laufen sollte. Aber versuch einfach, dich nicht darüber zu ärgern...ich weiß, es ist schwer, aber du brauchst deine Nerven und deine Kraft für andere Dinge. Ich hatte es in einem Beitrag hier schon mal gelesen, möchte es dir aber auch nochmal mit auf den Weg geben....Ich habe damals im Krankenhaus auch ein paar Stunden gebraucht, aber letztendlich hat es mir gut getan. Sag deiner Mutter, wenn du bei ihr bist, dass sie los lassen kann...Das es ok für dich ist, wenn sie geht. Natürlich auch hier wieder...nur wenn du das willst und kannst. Ich habe mich am Anfang total gewehrt, meine Schwester hat dann den Anfang gemacht und irgendwann ging es bei mir auch. Es hat nichts daran geändert, dass die Situation schrecklich war, aber es hat mich in einer gewissen Weise "erleichtert". Ich denke aber, dass du sowieso instinktiv immer das richtige tust. Ich denke an dich, wünsche dir viel Kraft für den Tag und drück dich...:knuddel: Liebe Grüße Nadja |
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Gestern um 06:40 Uhr ist unsere Mutter gestorben!
Sie ist endlich in eine bessere Welt übergegangen. Ich war bei ihr! Gab ihr noch schnell starke schmerztabletten. Ich hielt ihre Hand und habe ihr gesagt, dass sie gehen kann... dass sie soo tapfer war und dass ich stolz auf Sie bin! Sie hat schwer und langsam geatmet. Aber sie sah ganz ruhig aus! Zwischen den Atemzügen entsanden immer längere pausen. Ich küsste und streichelte sie. Du brauchst dir keine sorgen um uns zu machen und ich werde auf meine kleine schwester aufpassen, das habe ich zu ihr gesagt. Du darfst gehen Mama! Wenn du willst kannst du gehen, wir lieben Dich! Und dann schloss Sie ihre Augen und tat den letztens Atmenzug. Dann brach ich aus...ich hatte keine einzige Träne zuvor vergossen! Ich wollte stark für meine Mutter sein! Doch dann brach alles aus mir heraus!!! Die ersten richtigen Tränen die ich vor meiner Mutter verlor! Ich legte mich zu ihr und streichelte ihre Hand. Ihr weinte lange und sehr intensiv! Dann war alles wie in Watte! ich stand neben mir! Die Eltern meiner Mutter kamen einige Minuten später. Sie weinten, sie schrien!! Meine Tante kam... sie zitterte am ganze körper und rannte wieder weg, als sie meine Mutter tod im bett liegen sah. Ich blieb eine sehr lange Zeit neben meiner Mutter am Bett sitzen! Sieh sah so friedlich aus. Doch dann ging alles ganz schnell. Der Arzt kam und stellte den Tod fest. Vom Beerdigungsinstitut kam eine Frau... ich musste den Sarg aussuchen, die Totenbettwäsche, die Musik wählen...die Sprüche..... ich stand einfach neben mir!Jeder sprach mir sein Beileid aus! Ich dachte ich sei im falschen Film! Dann kam der Pfarrer... er segnete Sie. Jeder gab mir die Hand.... Dann kamen große Männer...schwarz gekleidet... sie trugen einen Sarg.... Es lief alles so ab, wie in einem schlechten Film! Ich bekam keine luft mehr... und ging in mein Zimmer. Ich wollte raus aus dem Haus und war auf dem Weg zu meinem Vater. Als ich runter kam, standen sie alle um den Sarg meiner Mutter... als ich sie da liegen sah.... es war wie ein schlag auf den Hinterkopf! Ich drohte halb umzufallen... es sah sooo falsch aus!!!! das war einfach nicht richtig so ! Den rest des tages verbrachte ich bei meinem Vater, auch die Nacht! Ich glaube es war und wird immer der schlimmste Tag meines Lebens sein! Was mir trost schenkt, ist dass meine Mutter so friedlich eingeschlafen ist! Ich habe gesehen dass sie keine schmerzen hatte. Auch Angst hat sie nicht empfunden! Ich bin so unglaublich dankbar dass ich bei ihr sein konnte! das war mein sehnlichster wunsch!!! Am dienstag ist die Beerdigung. Ich muss heute noch zum Pfarrer und den verlauf der Beerdigung besprechen. Ich bin froh wenn dass alles vorbei ist! Es ist jetzt endgültig! Ich werde einfach nie wieder ein wort mit meiner Mutter wechseln können... sie wird mir nie wieder durchs Haar streifen können und wird mich nie wieder in die Arme schließen! Ich Liebe Dich Mama!!! In unseren Herzen wirst du auf ewig weiter leben!! 09.05.1958 - 17.09.2009 |
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Hallo liebe Ina - Du tapfere, tolle, junge Frau....
Es tut mir unglaublich leid und ich bewundere DICH !!! Ich wünsche Dir noch viel Kraft und Geduld für die nächsten Tage. Ich grüße dich ganz lieb und umarme Dich Huanita |
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Liebe Ina,
mein herzliches Beileid zum Tode Deiner Mutter... Trost findest Du vielleicht in der Tatsache, dass Sie nicht mehr leiden muss. Und auch wenn Sie Dir nicht mehr übers Haar streichen kann, ist sie doch immer bei Dir...irgendwann wird der Schmerz weniger, es dauert, aber es wird.. Stille Grüsse Astrid |
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Hallo Ina...
...es tut mir so leid! Ich kann in diesem Moment nicht in Worte fassen wie sehr... Aber der Tod ist in diesem Fall wie eine Münze....er hat zwei Seiten. Deine Mutter hat es dank deiner Hilfe geschafft. Sie hat mit dir zusammen los gelassen, hatte dich in Ihrer Nähe als sie gegangen ist. Für dich ist eine Welt zusammen gebrochen, die so schnell nicht wieder aufgebaut werden kann. Für deine Mutter hat eine neue, bessere Zeit angefangen....Sie ist erlöst. Ich weiß, dass nichts, kein Wort, keine Geste dich im Moment trösten kann...Ich bin mir aber sicher, dass deine Mama bei dir ist... Und wie immer wünsche ich dir ganz, ganz, ganz viel Kraft für die kommenden Tage...Fühl dich gedrückt:knuddel: Ganz liebe Grüße Nadja |
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hallo Ina,
ich schick dir einen stillen Gruß und drück dich ganz fest. :knuddel: |
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Liebe Ina,
mein herzliches Beileid zum Tod deiner Mutter. Ich nehm dich mal ganz fest in den Arm. Deine Mutter muss nun nicht mehr leiden. Du hast alles, wirklich alles richtig gemacht. Du hast sie gepflegt und warst da als sie auf die andere Seite ging. Deine Trauer ist sicher unermesslich. Aber dein Handeln in den letzten Wochen und Stunden wird dir nach einiger Zeit auch Trost sein. Du warst da für deine Mutter als es wichtig war. Liebe Grüße Viki |
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