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Liina 09.10.2009 18:23

Magenkrebs im Endstadium
 
Hallo an alle .

Dies ist das erste mal das ich überhaupt über den Krebs meines Vaters schreibe , aber ich habe einfach so viele Fragen .
Die Ärzte haben bei meinem Vater Magenkrebs festgestellt , welcher schon im Endstadium ist . Sie haben ihm noch ein halbes Jahr gegeben . :(
Ich wollte einfach mal fragen ob ihr vielleicht auch schon in der Situation wart und was ihr so getan habt ?
Mir fällt es echt schwer in jeden Tag so leiden zu sehen und jedes mal wenn ich mit ihm rede könnte ich in Tränen ausbrechen .

Liebe Grüße

Melanie21 09.10.2009 22:22

AW: Magenkrebs im Endstadium
 
Hallo Liina,

ich weiß sehr gut wie es euch geht. Ich bin 28 Jahre und man hat bei mir am 18.11.2008 auch Magenkrebs fest gestellt. Für mich ist damals auch die Welt zusammen gebrochen.

Ich kann mich noch genau daran erinnern wie meine Ärztin mir es sagte und meine ersten Gedanken waren nur das ich meinen Sohn (damals 2) nicht aufwachsen sehe.

Bei mir ging dann alles sehr schnell. Ich habe einen Port in die Schulter rein operiert bekommen und nach 2Tagen hatte ich die erste Chemo.
Nach der ersten Chemo dachte ich super, dass ist garnicht schlimm, aber nach jeder weiteren Chemo ging es mir immer schlechter.

Ich konnte keine mehr ertragen, ich habe nur noch im dunklen Zimmer gelegen. Konnte keinen Fernsee, Radio oder sonst was ertragen.

Dann habe ich die Haare verloren, dass war das schlimmste für mich.
Das entstellte einen sehr.

Aber ich habe immer weiter gekämpft. Mein Tumor war auch sehr groß, ich hatte T4.
Das doofe war das ich keine Chemo gut vertragen hatte. Ich bekam immer Di Chemo und dann konnte ich Fr ins Krankenhaus weil es mir so schlecht ging. Habe nur gebrochen, Durchfall, konnte nicht mehr gehen weil mir die Kraft fehlte.
Im Januar 2009 hat der Prof. dann entschieden auf zu hören, weil sie mich sonst umgebracht hätten. Der Tumor war super weg gegangen, aber mir wurde trotzdem der ganze Magen entfernt.
Das war ein großer Schock, aber sie meinten das es eine vorsichtsmaßnahme ist.

Man kann damit leben. Es ist zwar am Anfang nicht leicht, aber es geht.

Ich war übrignes in Essen im Krankenhaus, da ist ein Tumorzentrum, würde deinem Vater auch empfehlen dahin zu gehen, in ein Tumorzentrum, weil die haben viel mehr erfahrung.

viel glück für euch

Stephanie69 09.10.2009 22:23

AW: Magenkrebs im Endstadium
 
Hallo,tue alles, was du sonst nie getan hättest.Spring über deinen Schatten.Meine Mutter wollte nicht mehr nach Hause. Sie ist in ein Palliativkrankenhaus umgezogen. Eine tolle Einrichtung mit tollem, einfühlsamen Personal. In diesem Krankenhaus ist sie verstorben. Meine Familie hatte 24 h die Möglichkeit von meiner Mutter Abschied zu nehmen.Gruß Steffi

Liina 10.10.2009 14:07

AW: Magenkrebs im Endstadium
 
Danke für eure lieben Antworten . (:

Hilft mir echt weiter mal mit jemanden drüber schreiben zu können .

Bei meinem Vater ist es so ; das er jetzt seine 2. Chemotherapie bekommt weiL seine 1. nicht angeschlagen hat . Hoffe diese schlägt endlich an .

Liebe Grüße

Berthold 12.10.2009 11:20

AW: Magenkrebs im Endstadium
 
Hallo,
die Situation für Dich als Angehörige ist ebenso tragisch, wie die Deines Vater als Betroffener. Man steht erstmal irgendwie daneben, nicht mittendrin. Das schlimmste ist denke ich für Dich das Gefühl zu haben, nicht helfen zu können und darauf angewiesen zu sein, was andere tun.

Aber das ist nicht ganz so. Den ersten Schritt hast Du schon mal getan. Du bist ins Net, schreibst darüber und fängst an aktiv zu werden.

Mein Tip: Was Dein Vater jetzt braucht ist ersten, Zuversicht durch Dich, auch wenn es Dir manchmal schwer fällt. Wenn er nur Menschen um sich hat, die ihn bedauern und Unsicherheit zeigen, wird er dies merken und es geht ihm noch schlechter. Er verliert die Hoffnung.

Erste Frage: Welche Klinik
Zweite Frage: Vorgeschaltete Chemo durchgeführt?
Dritte Frage: Ist eine anschließende OP zur Magenresektion geplant
Vierte Frage: habt Ihr Euch mal Gedanken über eine unterstützenden Therapie gemacht? Parallel zur klassischen Therapie.

Du kannst mich jederzeit fragen wenn Du möchtest.
Bis dahin alles Gute.

Berthold

sarow 13.10.2009 21:31

AW: Magenkrebs im Endstadium
 
hallo melanie 21

auch ich habe diese diagnose am 18.11.bekommen,,,,


hallo liina

ich denke auch seit für ihn da und redet ganz offen
über alles,was mir immer angst gemacht hat wenn
meine familie vor mir weinte,,,,

alles gute und viel kraft
liebe grüsse
kerstin

Katja1987 14.10.2009 02:46

AW: Magenkrebs im Endstadium
 
Liebe Liina,

Ich will dich nicht abschrecken, doch die kommenden Monate und Jahre werden die schlimmsten in deinem Leben werden.
Meine Mama ist im Alter von 46 Jahren am 22. Mai diesen Jahres gestorben. Es war einfach schrecklich mit anzusehen, was Krebs aus einem Menschen machen kann!
Sie war ein lebenslustiger, sportbegeisterter Mensch! Voller Lebensfreude! Am Ende hatte sie nur noch ihr halbes Gewicht. Ihr Verstand setzte aus für Monate! An einem Tag entschied sie sich dann zu sterben! Sie wollte keine künstliche Nahrung mehr etc. Wie ein Wunder war sie wieder bei klarem Verstand an diesem besagten Tag. Ich verbrachte noch eine Woche mit ihr und dann ist ihr Herz vor Schwäche "eingeschlafen", denn sie hatte weder getrunken noch gegessen! Mein Papa und ich waren bis zum Ende bei ihr! Sie ist daheim gestorben!
Ich vermisse sie so sehr! Das ist das Schlimmste was man mir in meinem ganzen Leben antun konnte. Genieße die letzten Momente mit deinem Vater!!!!

Ina1989 15.10.2009 11:38

AW: Magenkrebs im Endstadium
 
Hallo Liina

Es ist so schwirig. Meine Mutter lebte ein Jahr lang mit der Diagnose Magenkrebs. Sie ist am 27.05 friedlich und ohne Schmerzen gestorben. Ich habe die Krankheit als sie lebte nie wirklich als dass genommen was sie ist. Meine Mutter hatte Metastasen im Darm, für die Schulmedizin ganz klar tödlich. Wir haben trotzdem alle gekämpft und alles versucht. Genau dass war es, was sie brauchte. Zeit mit ihrer Familie und viel Kraft.
Ich sende dir viel Kraft. Geniess deine Zeit mit deinem Vater
Herzliche Grüsse

Liina 15.10.2009 20:10

AW: Magenkrebs im Endstadium
 
Danke für eure lieben Antworten

Ich hoffe das mein Vater auch friedlich und ohne Schmerzen einschläft , wenn der Tod dann nicht mehr verhinderbar ist durch den Krebs .

Aber es ist einfach nur die schwerste Zeit in meinem Leben habe so etwas noch nie durchgemacht .
Ich hör von vieLen immer man soll stark sein vor diesen Patienten ich versuch auch alles aber manchmaL geht es einfach nicht mehr . Wo nehmt/habt ihr eure Kraft hergenommen um stark zu sein ?!

Und an alle die mit der Diagnose Magenkrebs leben müßen wie geht es euch jetzt ?

Ganz Liebe Grüße

Bürgi 16.10.2009 17:50

AW: Magenkrebs im Endstadium
 
Hallo,
ich weiß seit Januar 08 von meinem Magenkrebs. Kurz vor meiném 50 zigsten Geburtstag.
Man gab mir noch 1 1/2 Jahre zu leben. Fernmetas, damit inoperabel.
Mittlerweile ist die Zeit rum, ich habe zwischendurch im sterben gelegen und man hat dann doch operiert. jetzt habe ich keinen Magen und überall Metas, aber ich lebe noch.
LG Bürgi

Vivienne 18.10.2009 13:05

AW: Magenkrebs im Endstadium
 
Hallo,
auch mein Papa, über den ich in diesem Forum schon seit der Diagnose "Magenkrebs" im April 2008 geschrieben habe, liegt nun im Sterben. Es ist so schlimm. Er hatte mal über 100 Kilo. Jetzt hat er noch so 60. Und davon sind mindestens 5 Liter Bauchwasser. Er kann nicht mehr aufstehen, sobald er sich aufrichtet wird ihm schwarz vor Augen, er hat eine ganz schwache Stimme und ihm ist ständig heiß. Und seit gestern ist sein Blutdruck nicht mehr messbar.

Er hat unerträgliche Schmerzen, nimmt aber so wenig Morphium wie möglich, da er die Dosis länger steigern will. Ich bin nun bei ihm - gemeinsam mit meiner Mama und wir wollen, dass er zu Hause stirbt. Es ist traurig, es macht Angst, ich kann nur noch weinen!!! Und es schnürt einem selbst die Kehle zu.

Das schlimmste ist, dass er nicht aufhört zu kämpfen. Er will sogar einen Termin machen, um nächste Woche seine Winterräder aufziehen zu lassen. Dabei kommt er nicht mal mehr hoch und sein Po ist schon ganz wund. Er steigert das Morphium kaum, er gibt sich jeden Tag künstliche Ernährung und Elektrolyte, die er selbst anhängt. Dafür rappelt er sich auf. Mama und ich wissen, wie es um ihn steht, gestern habe ich das erste Mal vor ihm geweint. Und gesagt "Ich hab dich so lieb". Er konnte nicht antworten und später meinte er dann mit ganz leiser Stimme, dass da wohl jemand nicht will, dass er wieder auf die Beine kommt.

Es tut so weh!

mock 18.10.2009 16:14

AW: Magenkrebs im Endstadium
 
Liebe VIvienne,

als ich gerade deine Zeilen las, musste ich daran denken, wie es war, als mein Vater schon fast im Sterben lag...er starb Anfang Dezember 2007 und auch er wollte im Oktober unbedingt noch die Winterräder aufgezogen haben....er machte sich sogar noch Gedanken , um den Zahnarztbesuch und das Bonusheft....
mir schnürte es immer die Kehle zu, wenn er so sprach! Was soll man in diesem Moment antworten, wo doch alles in einem schreien will "du brauchst keinen Bonus mehr ...oder du wirst nicht mehr Autofahren mit den Winterreifen..."

Mein Vater starb im Hospiz( meine Mutter und ich waren aber dabei) was für uns eine sehr gute Entscheidung war. Meine Mutter ist selber krank (Parkinson) und ich wohnte über 100 km weg.

Mir war es ganz wichtig, ihm immer wieder zu sagen, wie lieb ich ihn habe,und wie froh und dankbar ich für alles bin, was er je für mich getan hat - und ich habe ihm auch immer wieder gesagt, dass er tapfer gekämpft hat und dass er gehen darf....dass wir (meine Mutter und ich) es schaffen werden ohne ihn...

Ich wünsche deinem Papa ein sanftes Hinübergleiten in seine neue Welt und dir und deinen Angehörigen viel Kraft auf diesem schweren Weg!

Alles Liebe

ELke

Alleingelassen 18.10.2009 16:46

AW: Magenkrebs im Endstadium
 
Hallo Vivienne,

ich wünsche dir Kraft diese schwere Zeit zu überstehen. Danke für deine Antwort auf meine Frage.

Ich kenne das. Meine Mama hat 16 Jahre lang gegen den Tod (Dialyse) gekämpft und ich kann dir nachfühlen wie hilflos man sich fühlt, wenn man daneben steht und nicht mehr tun kann.

Vivienne 18.10.2009 16:47

AW: Magenkrebs im Endstadium
 
Aber wie lange dauert das noch? Er liegt dort nur im Bett, kann nichts machen, hat Schmerzen, noch vor einer Woche konnte er umher laufen und Auto fahren. Und jetzt? Nichts mehr!!!

Liina 18.10.2009 17:51

AW: Magenkrebs im Endstadium
 
Liebe Vivienne ,

mein Vater ist genauso . Er will immer alles machen obwohL er es net schafft . Aber am schlimmsten sind seine Fragen wie lange er den Port noch behalten muss und er die Chemo bekommt ? Ich glaube er realisiert nicht so wirklich das er sterben wird .. !
Es ist einfach ne schLimme Zeit und wenn man mit ihm was schönes machen will geht dies leider auch net weil er so schwach ist . :(
Wie lange hat dein Dad denn schon den Krebs ?

Alles Gute .

Vivienne 18.10.2009 20:35

AW: Magenkrebs im Endstadium
 
Er hat ihn seit April 2008 und bereits bei der OP war klar, dass er auch Bauchfellmetas hat...

samsara1961 20.10.2009 00:46

AW: Magenkrebs im Endstadium
 
Liebe Vivienne,
es ist so traurig, deine Nachricht zu lesen aber du bist stark und wirst deinem Papa zur Seite stehen. Ich wünsche euch ganz viel Kraft und deinem Papa das Ende seiner Leiden und ein sanftes Hinübergleiten. Ich nehm dich fest in die Arme und sag dir leise:"Sei nicht traurig, wenn dein Papa geht, denn er geht in eine schöne Welt - Keine Schmerzen!"

LG Birgit

Alexa5 20.10.2009 12:58

AW: Magenkrebs im Endstadium
 
Hallo Zusammen,
ich kann euch nur zu gut verstehen. Mein Vater ist letztes Jahr gestorben, auch Magenkrebs. Er kämpfte fast auf den Tag genau 1 Jahr.
Er hat nie aufgehört zu kämpfen und ich wollte es nie wahr haben, daß der Kampf irgendwann mal aussichtslos war. Manchmal wenn er sehr negativ war, war ich sauer, weil ich dachte er kämpft nicht genug. Aber er gab sein Bestes, immer. Ich denke, irgendwann sind sie leer, ausgepowert und dann entscheiden sie sich selbst, daß es jetzt Zeit ist langsam zu gehen.
Mein Vater bekam sehr hohes Morphium und wurde ca. 5 Monate lang nur noch durch den Port ernährt, bis er sagte jetzt ist Schluss, ich will jetzt sterben. Er wurde dann in so ne Art Koma gelegt. 2 Tage später ist er dann gestorben. (Auch nicht gerade friedlich). Er starb im Krankenhaus, denn er hatte Metastasen im Gehirn und dadurch hatte er dauernd Krampfanfälle.
Meine Mum war dabei. Ich denke, solange einer kämpft, noch nicht gehen will, sollte man ihn dabei unterstützen und stärken. Ich war viel bei meinem Papa und das war auch gut so. Als er dann gestorben ist, war ich (für meinen Paps) erleichtert. Ich kämpfe heute noch mit dem ganzen. Ich habe für mich entschieden, daß ich nicht mehr traurig darüber bin das er gestorben ist, sondern wie er sterben hat müssen. Ich wünsche Euch allen viel Kraft!!!

Vivienne 20.10.2009 15:48

AW: Magenkrebs im Endstadium
 
SOS!!! Vorgestern hat mein Paps immer wieder brechen müssen. Gestern morgen, als ich zum Frühstück da war, auch wieder. Da sagt meine Mama in einem Nebensatz, dass das so doll stinken würde. Ich hab sie angestarrt, bin ins Zimmer gerannt und hab in die Schüssel geschaut. Es war Kot. Er hat Kot erbrochen. Da zählte ich eins und eins zusammen und gemeinsam mit seinen Bauchkrämpfen und dem extremen Ruhepuls von 140 tippte ich auf Darmverschluss. Dann fragte ich mal vorsichtig, wann er das letzte Mal Stuhlgang hatte. Es war vor 14 Tagen. Ich war wütend, schluckte die ganze Wut aber schnell runter und meinte, Papa, du hast einen Darmverschluss. Darum geht es dir so sehr schlecht (er hat fast alle 10 Minuten erbrochen, auch nachts und keine Tropfen haben geholfen). Dann habe ich ihm ruhig erklärt, dass ich jetzt einen Krankentransport organisiere und er in die Klinik kommt, weil ich ihn hier vor meinen Augen nicht vergiften lasse und auch nicht so leiden. Wir brachten ihn gestern hin und die haben CT, Röntgen, Sono und Gastroskopie gemacht und meinten aber aufgrund es fortgeschrittenen Stadiums würden sie es vorziehen nur einen Ausgang zu legen. Tja, heute kamen wir vormittags wieder in die Klinik und er war nicht in seinem Zimmer. Er war zur Untersuchung, weil morgen nun wohl doch operiert wird. Ich will nicht, dass sie ihn quälen, aber ich will auch nicht, dass er vergiftet und daran stirbt.

WAS IST JETZT DER RICHTIGE WEG??? ICH WEISS ES NICHT!!! Bitte gebt mir einen Rat!!!

Ich werde die Frage auch noch mal als eigenes Thema einstellen, um auch die zu erreichen, die ähnliche Erfahrungen hatten.

Liina 20.10.2009 20:27

AW: Magenkrebs im Endstadium
 
Meinem Papa geht es zur Zeit verdamm schlecht . Darf jetzt nichts mehr essen weil der Magenausgang zu ist .
Wie lange lebt er denn mit dieser künstlichen Ernährung ? Die Metastasen haben sich jetzt auf die Bauchspeicheldrüse gelegt .
Ich habe ihn doch so Lieb und wiLL ih doch net verlieren nicht jetzt ..

:weinen::weinen::weinen:

Berthold 21.10.2009 11:16

AW: Magenkrebs im Endstadium
 
Hallo Liina,
mmhhh soweit ich mich erinnere, habe ich Dir schon mal eine PM geschrieben, zwecks Klinikum um Zweitmeinung. Hat aber vermutlich nichts gebracht oder?

Also was ich jetzt nicht verstehen: Warum bekommt er noch Chemo wenn es so aussichtslos ist. Darüber hinaus, wenn der Magenausgang zu ist, wird in der Regel ein Stent gesetzt oder der Magenausgang verlegt, damit die Nahrung ungehindert passieren kann??

Also, sorry ich versteh überhaupt nichts mehr! Kein Mensch der sich in einer einigermaßen vernünfitgen Behandlung befindet wird soooo alleine gelassen, wie es mom bei Euch den Anschein hat.

Wie kommt man denn jetzt auf die Metas an der Bauchspeicheldrüse wurde eine CT gemacht?
Liegt er nicht stationär?

Sehr komisch alles mmhh
Gruß
Berthold

Ina1989 21.10.2009 11:20

AW: Magenkrebs im Endstadium
 
Hallo Viviene. Wie lange das dauert? Meine Mutter hat sehr gekämpft. Sie wollte noch leben. Und dann, ich war gerade in den Ferien, sagte sie mir am Telefon, dass sie fühle wie die Kraft aus ihrem Körper geht und dass sie am sterben sei. Das dauerte dann noch 4 Tage bis sie starb. Ich denke, wenn man bereit ist zu sterben, dann fühlt man es.

Das hört sich ja schrecklich an. Meine Mutter erbrach auch so stinkendes zeug, kurz bevor sie gestorben ist. Ich glaube, bei ihr ist am schluss irgendetwas im magen durchgebrochen. Es hat so komisch gegurgelt in ihrem Hals. Sie ist dann mit dieser komischen Flüssigkeit im Mund gestorben. Ich verstehe deine Zweifel an der Operation. Mein erster Gedanke war auch den Krankenwagen rufen und ab ins Spital. Ich war alleine mit meinem 18jährigen Bruder bei ihr und wir bekamen Panik. Wir haben uns dann zu ihr gesetzt und ihr gut zugeredet. So konnte sie behütet sterben.

Ich sende dir viel Kraft in der schweren Zeit.

Vivienne 21.10.2009 14:14

AW: Magenkrebs im Endstadium
 
Hallo,

für mich war einfach klar, nachdem ich mir sicher war, dass es ein Darmverschluss ist, dass mein Papa SO nicht sterben soll. Er hat nur noch gebrochen und war völlig mit der Kraft runter, weil er auch keinen Schlaf fand. Und er begann wirres Zeug zu reden und zu vergiften. Nun hat er doch keine OP bekommen, sondern einen künstlichen Ausgang, was vernünftig ist. Es ist zwar ein Beutel mehr, aber egal. Hauptsache er quält sich nicht so. Die im Krankenhaus sind wirklich liebevoll zu ihm. Er wird jetzt erst mal mit Elektrolyten und Nahrung per Port weiterversorgt und soll Freitag wieder heim kommen. Und dann bestellen wir hier eine palliative Hauspflege her und sind für ihn da.

Er will nicht gehen. Obwohl er total kraftlos war, hat er den Ärzten gesagt sie sollen operieren und diesen Scheiß-Krebs da raus holen und soviel Meter Darm wie sie wollen, er will noch mal essen.

Und ich muss viel weinen und kann mich auch vor ihm nicht mehr zusammen reißen. Aber er kann mir nicht mal in die augen schauen, sondern starrt dann immer geradeaus...

Liina 21.10.2009 19:15

AW: Magenkrebs im Endstadium
 
Hallo Berthold .

Also warum sie die Chemo weitermachen frag ich mich auch . Ich weiß nicht ob sie jetzt nochmal eine neue konzeptieren oder nicht .
Sie haben bei ihm am Montag eine Magenspielung gemacht und dabei gesehen das de Tumor alles zu macht .
Sie operieren ihn nächste Woche um ihn diesen Schlauch für die künstliche Ernährung zu legen . Sie meinten er dürfe nichts mehr essen .
Wobei dies schon fast klar ist weil ja eh alles oben raus kommt .
Meine Mutter fragte auch ob man den Tumor net einfach irgendwie rausschneiden könnte da meinte die Ärztin das alles zu spät ist .

Liebe Grüße

Berthold 21.10.2009 20:56

AW: Magenkrebs im Endstadium
 
Hallo Liina,
aha...scheint ja ne tolle Ärztin zu sein. Mag ja sein, dass sie nicht operieren können, aber was um alles in der Welt soll das dann mit der Chemo noch werden?

Ich hoffe nur, ihr seid dort gut aufgehoben, besonders Dein Vater!!! Nochmal, eine Zweitmeinung wäre halt nicht schlecht und wenn nicht, solltet Ihr Euch schnellsten nach einem Hospitz oder einer Schmerzambulanz umsehen um es Deinem Vater so leicht wie möglich zu machen. Ich glaube ich würde ihn dort rausholen!!

Viele Grüsse
Berthold

Vivienne 22.10.2009 00:09

AW: Magenkrebs im Endstadium
 
Liebe Lina,

ich gehe da mit Berthold einher: Holt euch eine Zweitmeinung und - verdammt noch mal - überlegt genau, wo er operiert wird und ob man ihn irgendwo operieren lässt, wo man danach noch mit einer Chemolösung den Bauchraum spült. Bitte, bitte, bitte, schicke alle Ergebnisse der Untersuchungen in die Uniklinik Regensburg zu Prof. Piso!!! Und frage ihn auch, ob die nicht gleich noch eine Hyperthermie machen können!!! BITTE!!!

Bei meinem Paps ist alles zu spät!!!

eren2009 28.10.2009 10:46

AW: Magenkrebs im Endstadium
 
hallo ,bei mir wurde im märz 2009 der magen halb entfernt,milz entfernt ,der magenausgang wieder aufgemacht.dann wurde alles untersucht ,man fand nichts böses.april 2009 hat man mir einen riesen am eierstock entfernt mit einem eiierstock.da kam erst erst raus das ich magenkrebs habe.bis vor letzte woche konnten sie sich nicht entscheiden,ob eine chemo gemacht werden sollte,und wo der krebs im magen sitzt konnten sie auch nicht finden.vor 6 wochen fingen die beschwerden wieder an bei mir,übelkeit erbrechen habe 12 kilo abgenommen in 6 wochen.mein magenausgang ist wieder zu,und vor 2 tagen hat mir der arzt im krankenhaus gesagt,dass der krebs sich im bauchfell ausgebreitet hat,und das ich so keine überlebenschancen hätte.bin 34 hab ein 6 jahrigen sohn.in dem moment dachte ich nur ein mein sohnnnn.das wars mit meinem leben,kann gar nicht beschreiben wie ich mich in dem moment gefühlt habe. aber wollte stark bleiben.nun werde ich nächste woche operriert,der magen wird entfernt,2 wochen später soll die chemo folgen.habe richtig angst,weiss nicht ,was auf mich zukommt........:weinen:

prissi09 28.10.2009 14:35

AW: Magenkrebs im Endstadium
 
Liebe Eren,

sicherlich kann Dir keiner genau sagen, was auf Dich zukommt. Jede Erkrankung verläuft anders.
Ich bin momentan in der Situation, dass meine Mama Magenkrebs hat und keine Chance auf Heilung besteht.
Auch ich weiß nicht, was auf sie und uns zukommt.
Aber eins weiß ich, dass wir alle niemals die Hoffnung aufgeben dürfen! Auch wenn Wunder selten geschehen. Warum sollen nicht wir der / die EINE unter Tausenden sein?
Natürlich kommen harte Zeiten auf uns zu und keiner weiß, wie viel Zeit uns noch bleibt. Aber wenn man keine Hoffnung hat und aufgibt, dann wird alles noch schneller gehen.
Wir machen viel Alternativ nebenbei und tun viel für die Psyche. Wir versuchen, die Krankheit zwar nicht zu verdrängen, aber sie auch mal ein paar Momente zu vergessen. Wir genießen jeden Augenblick, in dem es meiner Mama gut geht.

Liina 28.10.2009 18:46

AW: Magenkrebs im Endstadium
 
Liebe Eren ,

uns wurde von heute auf morgen gLeich gesagt das er Magenkrebs hat und sterben wird daran .
Das war so ein riesen Schock .
Manchmal frag ich mich echt ob es nicht vielleicht besser ist , nicht zu wissen was auf einen zu kommt anstatt es zu wissen .
Uns hat man gesagt er wird wahrscheinLich nächsten Monat sterben . Nun wissen wir es und es geht uns allen noch schLechter .

Ich wünsche dir alles Liebe und Gute .

Liebe Grüße

prissi09 28.10.2009 19:06

AW: Magenkrebs im Endstadium
 
Liebe Liliana,

wir wollen auch nicht wissen, wie lange unsere Mutter noch hat.
Vielleicht trifft es uns wie ein Schlag, wenn jetzt alles ganz schnell geht, aber vielleicht haben wir auch noch ein paar Monate mehr als jede Statistik es sagt.
Auch wenn Ihr eine verbleibende Zeit bekommen habt, wie gesagt, jeder Krankheitsverlauf ist anders und ich drücke uns und Euch die Daumen, dass wir noch viele schöne Momente gemeinsam haben.

Liebe Grüße

mock 28.10.2009 19:33

AW: Magenkrebs im Endstadium
 
Hallo Eren,
es tut mir furchtbar leid, dass es dich so hart erwischt hat.Ich habe nicht ganz verstanden, warum dir im märz schon der halbe magen und die milz rauskam - und die ganzen untersuchungen haben keinerlei hinweis auf krebs ergeben?
Schrecklich...die Kombination von Magenkrebs und Eierstockkrebs gibt es anscheinend öfters.
Ich kann dir noch ein spezielles Magenkrebsforum empfehlen, du findest es unter www.magenlos.de
Ich wünsche dir von Herzen viel Kraft für die bevorstehende Zeit und einen günstigen Verlauf deiner Krankheit!

Liebe Grüße
Elke

prissi09 28.10.2009 19:39

AW: Magenkrebs im Endstadium
 
Liebe Eren,

kann es vielleicht sein, dass der Tumor an den Eierstöcken ein "Krukenbergtumor" ist? Also eine Abtropfmetastase?
Das ist bei meiner Mutter die Diagnose. Man war sich zwischendurch nicht sicher, ob der Tumor ein Zweittumor oder eben der Krukenberg ist.

Liina 03.11.2009 19:28

AW: Magenkrebs im Endstadium
 
Hallo .

Mein Vater hat es jetzt dazu mit den Augen , sie jucken immer und tun weh . Was könnte das denn sein ?

Liebe Grüße


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