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Meiner Frau geht es sehr schlecht
Hallo, liebe Forengemeinde
Ich lese hier schon 2 Jahre immer mit, es stimmt mich so traurig über diese Krankheit lesen zu müssen. Ich bin total verzweifelt , meine Frau (49 Jahre) wurde im Februar 2008 nach der Whipplemethode operiert, sie hatte keinen Pankreastumor sondern das seltene Papillenkarzinom.(an der Papilla vateri) Zählt aber trotzdem zum Pankreaskarzinom. Richtig hieß die OP: Pyloruserhaltene Pankreaskopfresektion nach Whipple, der Zwölffingerdarm und die Galle wurden auch mit entfernt. Es ging auch alles gut, sie konnte ab Mai 2008 wieder arbeiten gehen und hatte sich sehr gut erholt. Es war wie immer und die ganze Familie hatte sich von dem Schock erholt. Im Januar 2009 bekam sie wieder Schmerzen im Bauch, es wurde dann ein CT gemacht und Ultraschall. Der Befund ergab, das ein erneuter Tumor sich gebildet hatte und genau um die Pfortader und truncus coeliacus. Sie bekam dann Chemo mit Gemzar und Oxaliplatin, das aber nichts nutzte, dann 5FU mit Avastin und Irinotecan. Es hat alles nichts genutzt, jetzt ist sie seit 29.11.09 auf der Palliativstation und bekommt sehr viel Morphium gegen ihre Schmerzen und wieder Gemcitabin. 2 Tage vor Weihnachten hatten unsere beiden Töchter meine Frau und ich mit den leitenden Ärzten ein Gespräch. Da wurde uns dann mitgeteilt, das meine Frau vielleicht noch 1-2 Monate zu leben hätte. Wir waren alle so niedergeschmettert, das kann es doch nicht gewesen sein? Zu Weihnachten war sie dann 2 Tage zu Hause mit Schmerzen, es war das schrecklichste Weihnachten meines Lebens, immer mit diesem Gedanken im Hinterkopf, ob es wohl das letzte Weihnachten in diesem Kreise ist? Sie wurde dann am 31.12.09 entlassen mit Morphinpumpe, inzwischen wurde auch ein Krankenbett mit entsprechender Matratze geliefert. Sie hielt es nur 2 Tage hier aus, sie hat nichts gegessen und getrunken, ich habe dann die Palliativstation angerufen und sie haben sofort ein Bett für sie freigemacht. Seit den letzten 5 Tagen hat meine Frau sehr viel Wasseransammlungen im Bauch, jetzt soll sie eine Drainage bekommen und wird auch künstlich ernährt. Ich bin nur noch am weinen, obwohl ich mich sonst für einen starken Menschen gehalten hatte. Wenn ich hier im Forum dann die anderen Schicksale von Betroffenen lese, weine ich noch mehr. Ich fühle so sehr mit euch, alle die hier einen Funken Hoffnung verbreiten können, die werden von mir aufgesaugt, daran klammere ich mich. Ich weiß einfach nicht wie es weiter gehen soll, ich mag inzwischen auch nicht mehr ans Telefon gehen. Immer diese ganzen Fragen zum Gesundheitszustand meiner Frau und beim nächsten Anruf fange ich wieder von vorne an. Ich kann dann auch einfach nicht mehr. Ich habe meine Frau so lieb, sie ist immer so eine süße Maus, tut keiner Fliege was zu Leide, warum bekommt sie diese Sch....krankheit. Dieses Jahr im Juli haben wir unseren 30. Hochzeitstag. Ich möchte lieber nicht voraussehen. Ich hoffe und hoffe und hoffe. Viele Grüße und Hoffnung an euch alle Rüdi58 |
AW: Meiner Frau geht es sehr schlecht
Lieber Rüdi,
ich sitze hier und weine mit dir. Ich befinde mich mit meinem Lebensgefährten gerade in genau der selben Situation wie du mit deiner Frau. Leider sind uns die noch guten Monate die du mit deiner Frau nach der OP noch hattest nicht vergönnt gewesen, sei bitte dankbar dafür. Ich wünsche die für die nächste Zeit ganz viel Kraft! Lieben Gruß Michaela |
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lieber rüdi58,
ich möchte dir einfach mal kraft zusenden! :pftroest: es ist gut, wenn dir die kontakte und gespräche nicht gut tun, nicht ans telefon zu gehen. es reicht, wenn bei bedarf ein/e vertraueteR einbezogen ist und dann alle anderen informieren kann. mit den kräften musst ihr sehr haushalten, hört auf eure intuition, weint, sprecht... und wenn es sein muss, nehmt abschied voneinander, solange es geht. nicht gesagte worte tuen manchmal weh, also lass deine frau deine liebe spüren. sie gibt dir auch die nötige kraft, für sie da zu sein. der krebs ist ungerecht und nie fair! liebe gruesse, vintage |
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Lieber Rüdi,
sende dir ein Kraftpaket und viel Zuversicht. Liebe Grüße Petra |
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Lieber Rüdi 58,
ich fühle mit dir und wünsch euch ganz viel Kraft ! Ich drücke dich Heike |
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Liebe Michaela und Vintage
Vielen Dank für Eure aufmunternden Worte.:) Michaela, ich kenne auch Deine traurige Geschichte mit Deinem Lebensgefährten, es tut mir so leid für Euch. Ich drücke Euch ganz fest die Daumen, das es wieder besser wird. Man fühlt sich so machtlos, man wollte doch noch so viel gemeinsam machen. Unsere Partner sind einfach zu jung um jetzt schon zu sterben. Ich kann die Hoffnung einfach nicht aufgeben, auch wenn ich meine Frau so leiden sehe, ich denke immer noch es geht wieder bergauf. Heute Nachmittag fahre ich wieder ins Krankenhaus , meiner Frau fallen auch öfters die Augen zu und dann schläft sie einen Augenblick während ich da bin. Dieses viele Morphium macht sie immer so unkonzentriert und schläfrig. Die Drainage gegen das Wasser sollte gestern gemacht werden, aber es funktionierte nicht, der Prof. kam nicht mit der Nadel dahin wo er wollte. Nun bekommt sie einen Tropf mit Wasseraustreibenden Medikamenten, sie muß dann alle halbe Stunde auf Toilette. Ich hoffe wenn das Wasser weg ist, das es ihr dann wieder etwas besser geht. Morgen ist eigentlich wieder Chemo, ob es was wird weiß ich nicht, es ist eigentlich unsere letzte Hoffnung das der Tumor kleiner wird. Was anderes gibt es nicht mehr, eine OP wurde ausgeschlossen. Hatte schon mit der Charite in Berlin und mit Cyberknife in München gesprochen, alle sagten da geht nichts mehr, nachdem sie die CT-Befunde gesehen hatten. Der Tumor wächst genau an diesen Hauptarterien und hat sie fest umklammert. Seid ganz lieb gegrüßt, Rüdi |
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lieber rüdi,
ich möchte dir auch ganz viel kraft wünschen für die schwere zeit die noch vor euch liegen wird. die hoffnung darf man dennoch niemals aufgeben!!! ich wünsche dir und deiner frau alles liebe und gute... ganz liebe grüße beate |
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Liebe Petra und Heike
Ich hatte Eure Beiträge zu spät bemerkt, Vielen,vielen Dank für eure lieben Worte. Es ist schön sowas zu lesen. Lieben Gruß an euch:winke: Rüdi |
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Ich nochmal..bei meiner Mutter hat der Tumor auch die Bauchaorta ummauert,bei ihr wurde die OP abgebrochen. Nun auch Chemo mit Gemzar und Tarceva. Ich kenne deine Verzweiflung nur zu gut ! Es ist so grausam-selbst nicht helfen zu können. Ich bin auch am Boden zerstört-meine geliebte Mutter in naher Zukunft zu verlieren :weinen: (wenn kein Wunder geschieht)
Alles Liebe für euch ! Heike |
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Danke Beate, ihr seid alle sehr nett in diesem Forum.
Wir sitzen auch alle in einem Boot, das bei manchen schon gekentert ist und bei manchen kurz davor, man bekommt die Löcher nicht gestopft und es kommen immer neue hinzu. Liebe Heike Es tut mir auch sehr leid das mit Deiner Mutter, wenn wenigstens diese Chemotherapie helfen würde. Man forscht schon jahrzehnte an dieser Krankheit und es kommt einfach nichts neues heraus. Außer dem kleinen Strohhalm den wir immer irgendwo sehen und an den wir uns klammern, haben wir nur die Hoffnung. Ich bin auch nur noch ein reines Nervenbündel, kann schlecht schlafen und wenn man dann wieder aufwacht, strömt sofort alles wieder auf einem ein. So verlebt man Tag für Tag in dieser Angst und Verzweiflung. Viele liebe Grüße an euch alle Rüdi |
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Lieber Rüdi,
habe gerade Deine Geschichte gelesen. Möchte Dir als erstes sagen, daß es mir ganz doll leid tut, was Deine Frau und natürlich auch Du durchmachen müßt. Ich habe schon eine ganze Weile nicht mehr hier geschrieben. Mußte ins Hinterbliebenen-Forum umziehen. Schaue aber trotzdem ab und an mal hier rein. Mein lieber Papa ist am 25.07.09 um 19.30 Uhr in meinen Armen verstorben. Ich hatte auch gehofft und gehofft. Meine Mutter sagte immer, Kind, Papa hat nicht mehr lange zu leben. Das wollte ich nicht hören. Aber mit der Zeit mußte ich mich eines besseren belehren lassen. Es ging bei ihm rapide bergab. Wir hatten ihn nach Hause geholt, Morphiumpumpe, Ernährung durch Port, Schmerzmittel, Beruhigungsmittel, Wasser im Bauch, abgezogen, 2 Tage wieder Wasser im Bauch....... Aus meiner Hoffnungsphase mußte ich dann in die Phase des Abschiednehmens. Auch wenn ich es eigentlich gar nicht wollte, aber ich habe mich damit befasst. Und es war gut so. So hart wie es jetzt für Dich klingen mag, aber versuche alles für Deine Frau zu machen, egal, was sie will. Nutze die Zeit, die hoffentlich noch lange ist. Ich war jeden Morgen vor der Arbeit bei ihm, sofort nach der Arbeit und auch nachts, als es ihm schlecht ging. Ich schicke Dir und vor allem Deiner lieben Frau ein riesengroßes Kraftpaket. Fühl Dich ganz doll umarmt von Kerstin. :knuddel: |
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Liebe Kerstin
Ich danke Dir von ganzem Herzen, es ist so schlimm einen geliebten Menschen zu verlieren. Ich wünsche Dir alles Gute.:knuddel: Ich bin (noch) nicht bereit mich schon auf das Unfassbare vorzubereiten, immer wenn ich an daran denke , schimpfe ich mit mir selbst, wie ich nur auf diese Gedanken komme. Ich bin nur am Verdrängen, weil ich mir das Leben ohne meine Frau einfach nicht vorstellen kann und so geht es ja allen hier, die um ihre Angehörigen bangen und mit ihnen leiden. Da die Symptome Deines Papas so sehr mit denen meiner Frau übereinstimmen, wird mir schon wieder Angst und bange.:weinen: Ich hoffe wirklich immer noch auf ein Wunder, genau wie Michaela und Heike. Seid alle lieb gegrüßt:remybussi Rüdi |
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Papa wir schaffen das...
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Danke Jessi
Aber das können wir innerhalb der Familie besprechen, ich weiß, es war lieb gemeint.:remybussi Dein Papa |
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Hallo
Meine Frau bekommt nun heute keine Chemotherapie, sie hat zu wenig Thrombozyten. Das Wasser im Bauch geht nur ganz allmählich zurück, vielleicht ist es besser wenn es langsamer weggeht , als wenn alles mit einem mal abgezogen würde? Ich hatte gestern im Internet ein neues Mittel gegen Wasser und Tumorbekämpfung gefunden, es heißt Removab. Kennt vielleicht jemand dieses Mittel? Es soll sich dabei um Antikörper handeln, angeblich 1000x wirkungsvoller wie herkömmliche Antikörper. Dieses Medikament ist von der EU seit April 2009 in Europa offiziell zugelassen. Viele liebe Grüße an Euch Rüdi |
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Hallo Rüdi58,
ich habe mich erst heute hier im Forum angemeldet und gleich deinen Beitrag gelesen. Zunächst einmal möchte ich dir auch ganz viel Kraft wünschen. In unsere Familie läuft seit Okt 2008 auch nichts mehr Rund. Zunächt hatte ich im Okt 2008 ein sehr schweren Autounfall, wo zwei Menschen ums leben gekommen sind. Im Nov 2008 hat der Lebensgefährte meiner Mutter zwei Hirnschläge bekommen. Meine Mutter hat im Juni 2009 die Diagnose Bauchspeicheldrüsenkrebs bekommen. Wir (acht Kinder) fragen uns die ganze Zeit womit sie das verdient hat und finden wie eigentlich jeder hier keine Antwort. Danach haben wir uns alle so sehr auf meine Mutter Konzentriert um ihr das leben angenehm zu machen, was uns eigentlich auch bis jetzt glaube ich ganz gut gelungen ist. Am 02.01.2010 ist dann ganz plötzlich mein Vater verstorben. Dazu muss ich sagen das meine Mutter und mein Vater nach ihrer Trennung sehr gute freunde geworden sind und für meine Mutter der verlust meines Vaters genaus schmerzlich ist wie für uns. Mein Cousin ist Professor in Bosten, er steckt in der Krebsforschung und läßt sich regelmäßig von uns die Werte meiner Mutter schicken. Aber selbst wenn man jemanden hat der bestens dafür ausgebildet ist, hilft es ein nicht wirklich weiter. Was ich aber eigendlich damit sagen möchte ist, das du deine restliche Familie bei der ganzen Traurigkeit nicht vergessen darfst. Lieben Gruß Moni |
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Hallo Moni
Danke für Deine Wünsche. Ihr seid ja auch immerzu nur vom Leid verfolgt, ich fühle mit Dir und Deiner Familie. Es ist schrecklich was man hier so alles erfahren muß, diese Krankheit Krebs wird eines Tages bekämpft werden können, aber dann ist es für unsere Angehörigen leider schon zu spät. Meine restliche Familie vergesse ich natürlich nicht bei meiner Traurigkeit. Meine Töchter und ich telefonieren sehr viel, bloß unsere Älteste wohnt mit ihrer Familie 350km weit weg und hat auch mit ihren Zwillingstöchtern (11 Monate alt) zu tun. Wir sehen uns etwa alle 3 Monate. Ja letztes Jahr sind wir Oma und Opa geworden.:) Meine jüngere Tochter hat auch ihre eigene Wohnung und geht arbeiten, von daher beschränken sich unsere Treffen zur Zeit im Krankenhaus bei meiner Frau. Daher bin ich doch die meiste Zeit alleine, und grübele so vor mich hin. Kann Deiner Mutter Dein Onkologieprofessorcousin aus Boston nicht helfen? Man liest und hört doch soviel von diesen komplizierten Operationen die manche Leute nur in Amerika ausführen lassen, ich meine natürlich wer es sich leisten kann. Das wäre doch einen Versuch wert, vielleicht kennt er ja einen hochspezialisierten Kollegen der solche Operationen durchführt. Hier zuckt man nur mit den Schultern und sagt, da können wir nichts machen. Viele Grüße und alles Gute euch allen |
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Ach Rüdi,
Ich weis gar nicht recht was ich dir schreiben soll da ich selber weis das irgendwie nichts tröstet. Ich träume zurzeit so schlecht,richtige horror-Träume sind das und es dreht sich viel um Tod. Wenn man an Traumdeutung glaubt dann heist das das eine veränderung im Leben stattfindet oder das einer Sterben wird,das würde genau passen. Ich wache auch Nachts auf und gleich denke ich an Mutti und habe Angst wie ich das alles schaffen soll.Es ist wie ein furchtbarer Traum der leider keiner ist. Es war ja klar das bei uns das die Chemo nicht ewig wirkt aber wenn es immer heist das die Werte super sind und das alle stolz sind und innerhalb 3 Wochen hört das plötzlich auf und man hört auf einmal das nur noch paar Monate bleiben ist man trotzdem noch geschockt obwohl man es wusste. Ich habe heute so viel geweint aber ich merke im Moment das ich es Verdränge vor lauter Angst. Deine Frau ist auch noch ganz jung oder?? Meine Mama ist 54 :eek: das ist doch kein Alter. Ach meno,ich wünsche dir alles erdenklich gute und deiner Frau noch mehr gutes. Drück euch Tine:winke: |
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Guten Abend Tine:)
Zum Glück träume ich nicht von Tod und Elend, am besten Du träumst von Deinem kleinen Töchterchen, aber wie will man das machen, Träume lassen sich leider nicht beinflussen. Ich habe jetzt mal unseren Medikamentenschrank durchforstet, da habe ich ein Mittel gegen Spannungs-Erregungs-und Angstzustände gefunden. Das hatte meine Frau vor 2 Jahren bekommen als ihre Mutter verstarb. Davon nehme ich jeden abend 10 Tropfen und ich wache jetzt nachts nicht mehr auf, sonst habe ich immer noch lange wachgelegen und konnte wegen dieser ganzen Geschichte keinen Schlaf finden. Jetzt mache ich nach diesen Tropfen die Augen zu und bin sofort weg. Das Zeug heißt Valocordin-Diazepam, vielleicht mußt Du Dir auch mal sowas verschreiben lassen, das kann man auch tagsüber nehmen. Dann natürlich etwas weniger dosieren. Bei meiner Frau war das letztes Jahr auch immer ein auf und ab, mal wirkte irgendeine Chemo, dann wieder nicht. Dann gab es was anderes und das wirkte dann auch wieder eine zeitlang und der Tumor schrumpfte sogar. Dann versagte auch wieder dieses Mittel, wenn die Blutwerte wieder etwas besser sind bekommt sie wieder Gemzar und Cisplatin, so wie zu Beginn der Chemo Januar 2009. 3 Behandlungen hat sie die letzten 6 Wochen schon bekommen, aber diese Thrombozyten machen immer schlapp. Ich weiß erst auch immer gar nicht was ich schreiben soll, aber dann wird es doch immer mehr. Ich wünsche Dir eine traumlose Nacht und viel Kraft für die kommende Zeit. Ich drücke dich auch:knuddel: Rüdi |
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Ich nehme Baldrian jeden Abend,
Vor einem Jahr nach der OP sagte man uns das alles wieder gut sei da es keine Metastasen gab,sie schlugen ihr vor das sie eine Chemo zur Vorsorge machen könnte aber es nicht zwingend notwendig sei,also entschied meine Mutter sich dagegen. Genau 1 Jahr später ,wirklich 1 Jahr,multiple Lebermetas nicht mehr heilbar. Tumor festgestellt am 28.5.08 und Lebermetas festgestellt am 28.05.09 das kann man kaum glauben und jetzt redet sie was von 4 Monaten das wäre wieder Mai. Seit dem hasse ich diesen Monat und habe auch komischerweise Angst davor was da wohl kommen wird. Habe mich auch in Therapeutische Behandlung gegeben da ich das allein nicht schaffe ob es was bringt wird sich zeigen. Na dann mein lieber schlaf gut und tanke Kraft für den morgigen Tag, er wird sicher wieder lang und schwer. LG Tine |
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Hallo Tine,
Hallo Rüdiger, nun habe ich doch Mut gefasst und mich angemeldet. Möchte allen Betroffenen erst Mal einen Lob aussprechen, wie gefühlvoll Ihr miteinander umgeht, das finde ich toll. Bei meiner Mama wurde im Sept.09 die Diagnose Pankreaskopfkarzinom im Uniklinikum Mannheim mitgeteilt. Ich war dabei als der Arzt es ihr sagte, zumal die Diagnose erst hieß "Gallensteine"... mehr nicht. Für michbrach eine Welt zusammen, ich rannte aus dem Krankenzimmer und war dann plötzlich auch Patientin, da ichmich von dem Schock nur schwer erholen konnte. Im Jahr 2000 verlor ich meinen Vater - viel zu früh - und dachte, naja deine MA bleibt dir bis sie Hundert wird erhalten. Zurück zu MAMA: Sie wurde Mitte Sept. 09 auch operiert, jedoch ohne Erfolg, da der Tumor die Arterie umschloss. Seit 3 Monaten fahre ich Sie regelmäßig ins Klinikum (Onkologie) wo sie eine Chemotherapie bekommt - Gemzar - . Vor ca. 2 Wochen hatten wir MRT-Untersuchung, das Ergebnis, der Tumor ist nicht geschrumpft, aber auch nicht gewachsen...was der Onkologe als sehr gut empfand. Meine Freude hielt sich in Grenzen, da mir lieber wäre, dieser blöde Tumor wäre geschrumpft. Leider nicht so...Außerdem wurde lediglich der Bauchraum untersucht und nicht die umliegenden Organe, was ich dem Arzt dann auch vorwarf. Ich habe meiner Mama damals die Vitalpilze besorgt...sind wirklich supi. Sie nimmt sie zwar heute nicht mehr (sehr Schade), ich jedoch nahme welche und zwar um mein Gemüt, meine Konzentration, Nerven etc. zu unterstützen. Denn ich war am Ende und konnte nicht mehr richtig denken, mir viel (wie Rüdiger) alles aus der Hand, hatte enorme Konzentrationsschwierigkeiten...so konnte es nicht weitergehn. Ich fühle mir Euch und bin in Eurem Herzen... Alles Gute |
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Hallo meine Lieben,
ich kann auch nur jedem Angehörigen Zincum valerianicum Hevert empfehlen. Es ist ein homöopathisches Arzneimittel bei nervösen Störungen und man kann es bedenkenlos 3x am Tag nehmen. Ohne dieses Mittel wäre auch ich bereits zusammen geklappt und könnte nicht in diesem Umfang für meine Mutter und meine Kinder da sein. Schlaflose Nächte, keine Konzentration, Mutlosigkeit, wer kennt das nicht als Angehöriger. Liebe Grüße Claudia |
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Willkommen liebe immotante (putziger Name):)
Den Mut mich hier anzumelden mußte ich auch erstmal aufbringen, da kann ich Dich gut verstehen, aber wir haben es ja gemacht. Ich hatte gedacht mein Thema verschwindet irgendwann in der Versenkung, aber das sich hier so viele liebe Menschen melden und mir Trost zusprechen hätte ich nun nicht gedacht. Danke an alle!! Mich wundert es nur ein wenig , das es alles Frauen sind die hier schreiben, Männer habe wohl weniger Mut sich hier anzumelden? Das mit deiner Mutter tut mir auch sehr Leid, aber wenn der Tumor nicht weiterwächst ist es doch erstmal sehr gut, selbst Stillstand beim Wachstum bedeutet Hoffnung. Es gibt doch auch Fälle das der Tumor in diesem Zustand über einen langen Zeitraum gehalten werden kann ohne weiter zu wachsen oder zu streuen. Ich wünsche es Deiner Mutter von Herzen und ich denke an Dich wenn Du mal wieder was umstößt oder fallen lässt. Dann sind wir ja immerhin zu zweit. Versuche stark zu sein,(ich hab gut reden):winke: Hallo liebe Claudia Ohne Medikamente ist es wirklich kaum auszuhalten, aber auf die Dauer ist es ja auch für uns Gift, einige machen sogar süchtig. Aber lieber das, wie eines Tages mit Herzinfarkt tot umzufallen, oder es wäre doch der schnellste Weg wieder zusammen zu sein. Danke euch beiden Rüdi Habe ja noch die tine vergessen, auch Dir eine gute Nacht:pftroest: Bei meiner Frau wurde der Krebs einen Tag nach Neujahr 2008 entdeckt und der neue Tumor einen Tag nach Neujahr 2009, also genau ein Jahr, genau wie bei Deiner Mutter, mein böser Monat ist dann der Januar. |
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Guten Morgen Ihr Lieben,
hatte ganz vergessen mich vorzustellen; mein Name ist Ilse bin 49 Jahre und wohne in Mannheim. Meiner Mama geht es zur Zeit den Umständen entsprechend, mal gut mal weniger gut, jedoch hält sie sich sehr tapfer und versucht das Ganze zu verdrängen. Ich für meinenTeil versuche sie jeden Tag aufzumuntern, seit wir wissen, dass sie schwer krank ist besuche ich sie jeden Tag und halte mich so lange wie möglich bei ihr auf. Koche für sie, erledige ihren Haushalt, Waschen, Putzen, Einkaufen...das volle Programm. Ich selber habe einen eigenen Haushalt denich auch noch nebenbei erldigen muss, meiner Arbeit als Selbständige auch noch erledigen muss etc....bin so ziemlich am ende mit meinen Kräften. Meine Vitalpilze nehme ich zur Zeit nicht, da ich es alleine schaffen möchte udn wie Rüdi bereits erwähnte, helfen sie einerseits und andererseits wird viel zerstört. Obwohl die Vitalpilze rein pflanzlicher Natur sind (eine Art Nahrungsergänzug) auf Dauer sollte man keine Medizin nehmen. Jeder von uns hier hat sein "Päckchen" zu tragen, diese schlimme Krankheit wirft jeden aus der Bahn. Ich appeliere an alle betroffenen die das Schicksal so getroffen hat...bleibt stark, EUCH zu Liebe den Betroffenen an erster Stelle... das ist das Leben, man wird auf eine harte Probe gestellt, es gibt glaube ich nichts Schlimmeres das einen treffen könnte. Wir dürfen nicht aufgeben, das Leben muss weiter gehen, wir haben noch viel zu vollbringen, vor allen Dingen unseren Kindern gegenüber müssen wir ein Leben lang zur Seite stehen, dies darf nicht in Vergessenheit geraten. Rüdi Du hast Recht, in solchen Foren git es überwiegend Frauen...ich denke das liegt daran, dass Männer in solch einer Situation eher still trauern, vielleicht noch mehr leiden als wir Frauen. Das ist genau nicht richtig, denn indem man mit anderen darüber spricht, sich austauscht, geht es einem danach viel besser und man redet sich seine Sorgen aus der Seele... Ich wünche Euch viel Kraft, Euren Angehörigen eine gute Besserung...vor allem positives Denken Ilse |
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Ein Herzliches Hallo an euch alle :winke:
Na wie habt ihr geschlafen? Ich ganz gut aber kaum habe ich die Augen auf gemacht war das allererste was mir in den Kopf kam die Worte der Onkologin ;Ihre Mutter wird dieses Jahr sicher nicht mehr schaffen; Puffff da war es wieder dieses Gefühl diese Angst, diese begleiten mich fast jeden Tag und ich kann dieses Kopfkino einfach nicht ausschalten. Im Moment denke ich nur wie ich das schaffen soll. Ich helfe ihr auch wo ich nur kann aber ich habe auch 2 kleine Kinder einen Hund eine Katze und einen Mann ,achja den lieben undankbaren Haushalt darf ich nicht vergessen ;) Eine Frage habe ich noch an euch: -Wie geht es euch psychisch -Schlägt euch der Kummer auch aufs Wohlbefinden -bekommt ihr das Kopfkino in den Griff und könnt mal abschalten? Soviel zu eine Frage!!!! Es gäbe hunderte. Ich wünsche euch allen einen schönen Tag mit viel viel Kraft. Es drückt euch Tine |
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Hallo Rüdi,
Dein Zitat "Aber lieber das, wie eines Tages mit Herzinfarkt tot umzufallen, oder es wäre doch der schnellste Weg wieder zusammen zu sein." hat mir grad nen Stich mitten ins Herz versetzt. Mein Papa ist am 10.11.09 nur 3 Monate nach der Diagnose BSDK gestorben und meine Mama hatte ca. 2 Wochen zuvor zu ihm gesagt "du holst mich dann auch gleich..." Sie hat es nur aus Verzweiflung "dahingesagt" und hat dann am 11.11 (also einen Tag nach Papas Tod) einen Herzinfarkt mit Herzstillstand erlitten (Reanimation durch meine Geschwister). Für uns war es die Hölle pur. Wir standen an Papas Grab und bangten um das Leben von Mama. Als sie dann nach ein paar Tagen wieder ansprechbar war hab ich ihr gesagt, "es mag vielleicht egoistisch klingen, aber du MUSST LEBEN und dafür kämpfen. Für uns Kinder, für DEINE Enkel. DU hast die Chance zu leben, Papa hatte sie leider nicht". Es ist schon schwer genug ohne Papa zu sein, dann auch noch Mama zu verlieren hätten wir nicht verkraftet. Ich glaub Dir schon, dass Du diesen Gedanken hast (auch weiter bei ihr zu sein), aber denk bitte auch an den Rest Deiner Familie...außerdem ist es ja noch (hoffentlich sehr lange) nicht soweit. Ich drück Euch die Daumen, dass es wieder etwas "bergauf geht" Johanna |
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Hallo Rüdi58
meine Mutter hatte wohl lt. Aussage meines Cousin glück, das sie an einem Arzt geraten ist der sich was traut. Sie wurde operiert, der Arzt hat alles Sichtbare weg bekommen. Mein Cousin meinte nur das es sein könnte das Mikroskopische Metastasen geblieben sein könnten. Er hat mit mir ziemlich offen gesprochen, was mir sehr gut tat. Meine Mutter hat nur jetzt bei jeder Untersuchung und Chemo, wenn was nicht genau nach Plan läuft angst das wieder was gefunden wird. Aber ich denke das ist ganz normal und das wird wohl jeder Patient haben. Das du viel nachdenkst wenn du allein bist, das glaub ich dir sofort das geht mir auch so, denn auch ich wohne 120 Km von meiner restlichen Familie entfernt. Das ist im Moment für mich die Höchststrafe. Da ich aber aufgrund meines Unfalls in psychologischer Behandlung befinde ist doch einiges einfacher, es ist aber auch wohl wichtig den Richtigen Therapeuten zu finden. Bei mir hilft eine Traumatherapeutin. Vielleicht ist das noch zusätzlich zum Forum eine alternative. Gruß Moni |
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Hallo ihr Lieben
Ich weiß gar nicht wie ich beginnen soll, es strömt so viel auf mich ein, durch eure ganze Post. Liebe Ilse Ich weiß was das für eine Belastung für Dich sein muß, die Sorge und der Kummer um Deine Mutter, die beiden Haushalte auf Vordermann bringen und ja auch noch zur Arbeit zu müssen. Mache es so wie ich, lasse einfach auch mal die ganze Hausarbeit ruhen, kein Mensch interessiert sich für Staub auf den Möbeln oder ungeputzte Fenster,(nagut, das läßt sich als Mann immer einfach sagen,) zu mir kommt ja keiner den es stören könnte. Wäsche waschen muß ich nun ja auch, aber da wir auch einen Trockner haben ist das nicht so schwierig, ich denke mal das die gesamte Wäsche bügelfrei ist,:rotier: von daher kein Problem.;) Wenn meine Frau dann hoffentlich bald doch wieder nach Hause kommt, muß ich dann aber einen Tag vorher loslegen. Wir haben auch noch einen Papagei und einen kleinen Hund, die beiden spenden auch ein bischen Trost. Alles Gute weiterhin und das es Deiner Mutter wieder besser geht,:remybussi wünscht Rüdiger Hi Tine Geschlafen habe ich wie ein Stein,:schlaf: keine Träume, "dank":rolleyes: der Tropfen die ich nehme. Aber am Morgen ist dann gleich wieder alles da wo es hingehört, die traurigen Gedanken im Kopf, das kribbeln im Herzen, das flaue Gefühl im Magen und die Angst die immer wieder auftaucht. Das alles Tag für Tag und es tritt dabei nie ein Gewöhnungseffekt ein. Alles Gute Dir Und deiner Mama:pftroest: Rüdiger Hallo Johanna Es tut mir so leid, das Dich mein Gerede mir dem Herzinfarkt so trifft, das es bei Euch nun wirklich so war konnte ich nicht ahnen. Vielleicht sollte ich doch nicht alles schreiben, was mir so in den Sinn kommt, ein Glück das ihr eure Mutter wieder beleben konntet und auch anwesend wart, als es passierte. Dieser Krebs ruiniert nicht nur das Leben der selbst Betroffenen, sonder gleich auch das der ganzen Familie. Ich wünsche Dir und Deiner Familie viel Kraft:knuddel: und Deiner Mutter noch viele schöne Jahre. Rüdiger Hallo Moni Wenn bis jetzt keine Metastasen bei Deiner Mutter aufgetaucht sind und die Chemo einigermaßen von ihr vertragen wird, könnt ihr eigentlich voller Hoffnung sein. Leider kam bei meiner Frau das dicke Ende nach, gerade wenn man denkt der Krebs ist endgültig zerstört. Gebe die Hoffnung nicht auf, solange es Deiner Mutter gut geht kannst Du Dich glücklich schätzen.:winke: Liebe Grüße Rüdiger |
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Hallo nochmal,
natürlich konntest Du das nicht ahnen - war übrigens auch nicht als Kritik gedacht, sondern einfach meine spontane Reaktion- aber du hast mich auch verstanden. Du sollst natürlich weiter schreiben, was Dir in den Sinn kommt- für Gedankenaustausch ist dieses Forum (auch) da :-) Du hast recht - dieser Krebs zerstört wirklich ganze Familien. Nichts ist (und wird mehr) wie es war. Ich drück für Euch weiterhin die Daumen und sende dir viel Kraft für Dich und Deine Frau. LG |
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Danke Johanna, für´s Daumen drücken.
Meine Daumen sind auch für Euch gedrückt.:knuddel: Ich bin froh das Du es so siehst,:) Wenn Du Dir den Ausspruch von Goethe zu Herzen nimmst, lebt Dein Vater in Deinem Herzen und in Deinen Gedanken. Er ist trotzdem nur ein kleiner Trost, es ist nur ein Spruch, der über den Verlust eines geliebten Menschen hinweghelfen soll, aber er kann es nicht wirklich. Das richtige wahrhaftige Leben ist durch nichts zu ersetzen. (Ist alles nur meine eigene Ansicht) Viele Grüße an Dich und Deine Mutti :knuddel: Rüdiger Das ich jemals überhaupt so sensibel schreiben würde oder überhaupt könnte, hätte ich nie von mir gedacht. Ich bin sonst gar nicht so veranlagt, ich wundere mich über mich selbst. Aber in Anbetracht der Lage ist es nun auch wieder kein Wunder. Und da ihr Frauen hier alle so angenehm und mitfühlend seid, freut es mich sehr, das wir uns unseren Kummer von der Seele reden können. Traurig ist eben nur der Anlass warum wir hier schreiben, sich in einem Krebsforum anzumelden ist doch letztendlich immer ein Ausdruck der Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit um andere um Rat zu bitten oder Mut und Trost zu zusprechen in einer schier auswegslosen Situation. Es tut so gut, mit Leuten zu sprechen, die man noch nie gesehen hat und die einen gleich auf Anhieb verstehen. Ich fühle mich hier richtig gut aufgehoben, ich freue mich das es euch alle gibt. Danke. Eine gute Nacht wünscht Rüdiger |
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Lieber Rüdi,
ich lese meistens eher still mit und kann Dir weder einen Rat geben noch irgendwie helfen. Aber Eure Geschichte ist herzzerreissend - Ihr tut mir sehr leid und ich möchte einfach nur das Gefühl vermitteln, dass Ihr nicht allein seid. Fühl Dich gedrückt und viel Kraft und Mut für die Zukunft. Tantchen |
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Lieber Rüdi :)
Ich habe hier was du so schreibst die ganze Zeit verfolgt und ich möchte dir sagen,dass ich dich für sehr warmherzig und lieb empfinde. Ich finde es so schön,wie du dich um deine Frau sorgst und alles für sie tust ! Ich kann deine Gedanken aber sehr gut nachfühlen..wenn dir sowas in den Sinn kommt,wie ich möchte dann wieder bei ihr sein..du verstehst schon. Bei mir ist ja meine Mama betroffen,aber habe trotzdem diesen Gedanken-nicht zu wissen wie mein Leben danach aussehen soll-ich hänge so sehr an ihr ! Ich befinde mich aus diesem Grund auch in Therapie,da kann ich über alles reden-aber helfen kann einem niemand. Niemand kann einem dem Kummer und diese Verzweiflung abnehmen. So eine tiefe Traurigkeit habe ich in meinem ganzen Leben noch nicht empfunden. Mein Vater ist vor 8 Jahren an Prostata Krebs gestorben,das war schon hammer schlimm,aber kein Vergleich zu dem jetzigen. Mutter ist doch noch was anderes... Lieber Rüdi ich wollte dir damit nur sagen,ich verstehe dich voll und ganz und drücke dich mal ganz lieb. Viel Kraft weiterhin für euch alle ! Heike |
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Hallo liebes Tantchen
Danke für Deine lieben Worte, Wenn man bloß wüßte wo man die Kraft und den Mut immer hernehmen soll, aber liebe trostspendende Worte tun auch immer gut.:remybussi Viele liebe Grüße Rüdiger Liebe Heike Danke für das Kompliment. Meine Therapie mache ich auch, hier bei Euch und dafür möchte ich mich bedanken. Hier weiß jeder persönlich wie es um diese Krankheit bestellt ist, eine Selbsthilfegruppe oder etwa ein Psychotherapeut wären nichts für mich. Ich glaube da wäre mir hinterher noch jämmerlicher zu Mute als es jetzt der Fall ist. Mit einer Psychiaterin habe ich ja schon mehrfach gesprochen, die macht das da auf der Palliativstation und lauert mir immer auf wenn ich zu Besuch bin. Ich versuche schon immer, mich wie ein Dieb dort reinzuschleichen, damit sie mich nicht sieht. Ich habe ihr gesagt ich möchte das nicht mehr. Meine Frau darf ich morgen nachmittag für ein paar Stunden mit nach Hause nehmen, falls es ihr morgen einigermaßen geht. Mit nach Hause nehmen hört sich irgendwie komisch an, dabei wohnt sie doch hier. Ihr Wasser im Bauch geht wohl ganz allmählich zurück, zumindest behauptet das meine Frau, ich fand den Bauch geschwollen wie immer. Aber vielleicht ist der Druck ja nicht mehr so stark und es geht wirklich ein bischen weg. Für nächste Woche Freitag hat sich ein Gutachter hier angemeldet, es geht um die Begutachtung wegen einer Pflegestufe. Da ich ja gar nicht weiß ob meine Frau bis dahin wieder hier ist, habe ich da heute angerufen und die meinten, ich solle mich nächsten Dienstag nochmal melden ob ich dann Genaueres wüßte. Wann dann ein neuer Termin in Aussicht gestellt würde, konnte sie mir nicht sagen. In dem Schreiben von denen stand auch noch, ich solle vor und während der der Begutachtung alle im Haus befindlichen Tiere wegsperren.( wir haben einen Papagei und einen Yorkshireterrier) Ich dachte immer Haustiere sollen gut für das Befinden der Kranken sein. Heike ich wünsche Dir und Deiner Mama alles Gute und drücke Dich auch:knuddel: Rüdiger |
AW: Meiner Frau geht es sehr schlecht
Lieber Rüdi,
du machst das alles genau richtig. Wenn es dir nicht hilft, musst du auch keine psychologische Betreuung in Anspruch nehmen. Du musst nur das tun, was du willst. Du darfst da auch nicht bedrängt werden. Es nutzt nur, wenn man es freiwillig macht. Du kannst es dir ja jederzeit anders überlegen. Wir sind hier immer als gute Zuhörer und Trostspender für dich da. Schicke dir ein großes Kraftpaket, das alles auszuhalten. Bei euch im Krankenhaus müsste es doch auch einen Sozialdienst geben. Würde mich mit denen schnell in Verbindung setzen wegen der Pflegestufe. Es geht viel schneller und unkomplizierter, wenn der MDK ins Krankenhaus kommt. Meistens besser für die Einstufung. Liebe Grüße Petra |
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Guten Morgen!
Ich bin auch ein stiller Mitleser. Es tut mir alle soooo leid!!!! Meine Mutter ist vor 6 Wochen gestorben. Ich bin noch nicht so weit das ich andere aufbauen kann. entschuldige! Ich würde dir gerne etwas raten zu eurer "Pflegeeinstufung". Das in einer Woche jemand vorbeikommt muss evtl. gar nicht ein. Man hat uns im Krankenhaus gesagt das bei dieser diagnose eine Einstufung selbstverständlich ist. Im Krankenhaus kann eine "Eileinstufung" vorgenommen werden. Wir bekamen sofort Pflegestufe 2 , es ist wichtig das ihr es sofort in die Wege leitet. Ruft unbedingt beim Medizinischen Dienst oder bei der Krankenkasse an. Ansonsten kann später auch kein Pflegebett usw. gestellt werden. Ich wünsche euch viel Kraft! macht es gut und ich wünsche euch einen schönen Nachmittag. Liebe Grüße Uta |
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Hallo,
ich kann Dir nur in unserem Fall sagen, dass der Arzt ein Rezept für ein Pflegebett, Rollstuhl und Toilettenstuhl ausgestellt hat. Dies reichte alleine um in Pflegestufe 2 aufgenommen zu werden. In diesem Fall reichte die Aussage des Arztes anhand des Rezeptes. Wir mussten vorher keinen Pflegedienst oder ähnliches aufsuchen. Sollen aber nun alle 6 Monate einen Pflegedienst kurz kommen lassen, der uns die weitere Notwendigkeit bestätigt. (Brauchen wir hoffentlich dann nicht mehr) Geht also wirklich ruck zuck und nur kurz den Antrag von der Krankenkasse schicken lassen. Selbst die Kosten für den Aufbau des Bettes etc. wird anstandslos übernommen, sowie die Miete selbst. PS: Das Pflegegeld wird einem wieder gekürzt, wenn der Betroffene im KKH liegt. Nur die reine Zeit zuhause wird erstattet. Liebe Grüße Claudia |
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Hallo ihr Lieben
Es tut mir wieder gut eure lieben Zeilen zu lesen. Auf Euren Rat hin, habe ich vorhin nochmal mit dem MDK telefoniert, die Dame dort meinte, eine Begutachtung wäre zwingend im heimischen Umfeld erforderlich. Eine Begutachtung im Krankenhaus käme nur in Frage , wenn meine Frau von dort aus in ein Pflegeheim kommen würde. Ich warte nun bis Dienstag ab, dann soll ich mich ja wieder melden beim MDK und dann werden wir weiter sehen. Ein Pflegebett habe wir ja schon bekommen, kurz vor dem Jahreswechsel, da hat sie ja schon 2x drin gelegen oder besser gesagt gesessen, liegen geht nicht wegen der Schmerzen. Ich muß mich jetzt beeilen ,noch schnell Staubsaugen und aufräumen,;) um 12.30Uhr kann ich sie abholen.:) Ich danke Euch Petra ,Uta und Claudia. Gut das es Euch gibt, Trost ,aufmunternde Worte und auch gute Tipps, kann man immer gebrauchen. Alles Gute für euch ich drücke Euch alle:knuddel: Rüdiger Ich kann mich erst morgen wieder melden, da heute abend noch Besuch kommt. |
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Lieber Rüdi,
würd mich trotzdem mal beim Sozialdienst im Krankenhaus schlau machen. Sie geben dir wichtige Tipps, die der MDK mit Sicherheit nicht verrät. Wünsche dir einen schönen Tag ohne Komplikationen mit deiner Frau zuhause. Liebe Grüße Petra |
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Lieber Rüdi!
Da Ihr eine Pflege zu Hause plant, ist auch der Besuch eines MDK-Mitarbeiters in Eurer Wohnung erforderlich. Nach den Begutachtungsrichtlinien müssen sog. pflegeerleichternde bzw.- erschwerende Faktoren erfaßt werden. Außerdem haben die MDK-Mitarbeiter lt. Pflegeversicherungsgesetz eine Beratungspflicht. Er wird mit Dir und Deiner Frau über Möglichkeiten der Unterstützung von pflegenden Angehörigen sprechen. Außerdem werden die Personen aufgeschrieben, welche die Pflege sicherstellen mit einer ungefähren Stundenzahl. Dies ist wichtig, da Zeit, wo man Angehörige pflegt, auch auf die spätere Rente angerechnet wird (die Pflegeversicherung zahlt Rentenversicherungsbeiträge). Sprich mit dem Mitarbeiter des MDK, erkläre ihm, was Du selbst übernehmen kannst und wo Du Hilfe brauchst! Du brauchst vor dem Besuch keine Angst zu haben!! Claudia F. schrieb, dass aller 6 Monate ein Besuch durch einen Pflegedienst stattfindet. Dieser ist duch das Pflegeversicherungsgesetz vorgeschrieben. Lt.Gesetz ist der Dienst verpflichtet der Pflegekasse zu melden, wenn die häusliche Pflege nicht mehr gewährleistet ist. Tschüß! Elisabethh. |
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Liebe Elisabethh1900
Vielen Dank für Deine ausführliche Erklärung. Angst habe ich nicht vor dem Besuch des MDK, es ist bloß so , das ich nicht weiß wann meine Frau aus dem Krankenhaus entlassen wird und dann verzögert sich alles immer weiter und weiter. Selbst wenn sie nach Hause entlassen wird , dann kann ich mir nie sicher sein ob sie den nächsten oder übernächsten Tag nicht schon wieder auf der Palliativstation liegt. Von daher ist es sehr schwierig mit diesen Leuten überhaupt einen Termin auszumachen, ich kann meine Frau ja nicht aus dem Krankenhaus zum Termin nach Hause holen und dann tun wir so als wenn sie immer hier wäre und sobald die Gutachter weg sind, bringe ich sie wieder zurück. Langfristige Termine geben die aber nur aus, da weiß ich echt nicht wie wir das hinkriegen sollen. Diese ganze Schei.. Bürokratie die geht mir auf den Wecker, das die sehr kranke Menschen und ihre Angehörigen mit diesen ganzen Formularen nerven und der Papierkrieg soweit geht, das man zum Schluß gar nicht mehr durchsieht, alles dreht sich nur noch um Paragraphen und Verordnungen und ständig Briefe irgendwo hin und herzuschicken. Ich habe manchmal die Faxen dicke, als wenn man nicht so schon genug Kummer hätte. Zu dem Krankenbett was Ende Dezember kam, wurde eine Matratze mitgeliefert. Anfang Januar klingelt das hier, DHL mit einer Matratze, nagut dann haben wir eben 2 Matratzen, denke ich. 3 Tage später klingelt es wieder, da kam wieder eine Matratze, manchmal denkt man es laufen nur noche Irre rum. Dann habe ich die 2 überflüssigen Matratzen auf den Boden geschleppt und da bleiben sie bis sie irgend jemand vermisst. Entschuldigt bitte meinen aggressiven Tonfall, aber manchmal geht es auch mit mir durch. Meiner Frau hat es gestern gut getan, wieder mal für ein paar Stunden hier zu sein. Wenn es möglich ist, will ich sie morgen wieder mit nach Hause nehmen. Es ist bloß etwas kompliziert mit ihren Geräten an die sie angeschlossen ist, die sie dann mitnehmen muß, die fingen dann hier auch andauernd an zu piepen, wir haben dann immer ausgeschaltet und dann wieder ein und dann hörte das ca. 20min wieder auf, bis es dann wieder lospiepte. Viele liebe Grüße Seid alle herzlichst gedrückt:knuddel: Rüdi |
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