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angeliiika 08.02.2010 13:31

Lungenkrebs bei meiner Mama - kleinzellig
 
Hallo!
Ich schreib mir mal alles von der Seele. Also ich wohne in Wien, bin 32 Jahre alt, habe einen partner der mir sehr zu Seite steht, was ich anmerken muß da ich mir denke das ist nicht selbstverständlich und für mich auch eine riesen stütze. Alleine würde ich das nicht so gut durchstehen.
Meine Eltern kennen sich seit 1974, und meine Mutter hustete nun seit ca einem Jahr... sie rauchte ca ein Packerl am Tag. Mein Vater war immer dagegen aber sie ließ sich da nichts dreinreden. Soweit so gut... beim Husten haben wir uns ehrlich gesagt nichts dabei gedacht.. eben einfach Husen und dann eben das er nun chronisch wurde da sie nichts dagegen machte. Heute denke ich mir ich bin ein vollidiot da ich da nicht gleich nach ursachen gesucht habe oder nicht eher mit ihr ein gespräch gsucht habe. Aber meine Mama ist auch ein bißchen ein Einzelgänger, und ich konnte nie so gut mit ihr reden wie mit Papa.
Aufjedenfall bekam ich Samstag den 23.1. den Anruf von papa das sich mama mit der Rettung ins Spital hat führen lassen da sie keine Luft mehr bekam.
Es wurde nun folgendes rausgefunden, sie hat einen riesen Tumor, Lunge, Herz und Speiseröhre sind angegriffen ( bzw der Tumor legt sich ums Herz..) Sie können deswegen nicht operieren. Was nach dazukam, sie hatte Wasser im/am Herzbeutel, das mußte weggesaugt werden und Wasser in der Lunge oder dazwischen ich weiß das nicht so genau. Das Schlaucherl hat sie immer noch drinnen, nach inzwischen über einer Woche. Es kommt auch noch immer Wasser von der Lunge. Der beim Herzbeutel ist nach 5 tagen entfertn worden. Sie bekommt fast keine Luft, Freitag letzte Woche war es besonders schlimm.... der Arzt meinte es steht nicht gut um Sie, man wird sehen ob sie die Nacht überlebt. Freitag haben sie mit der Chemo begonnen, dann Samstag und gestern. Ich war gestern auch bei ihr da sah sie aufjedenfall viel bessre aus als Fr. und Sa. Da sie viel Flüssigkeit bekommt sind ihre hände und füsse sehr aufgequollen. das tut ihr natürloich auch etwas weh. SIe hat keinen Appeitt und heute meinte sie am Telefon das sie gespieben hat gleich nachdem sie etwas gefrühstückt hatte.
Ich habe so Angst... ich weiß nicht was ich tun soll, wie ich helfen kann, was ich sagen soll.... Was sein wird. Wie wir damit umgehen. Mein Vater ist total überfordert sagte er mjir am Freitag. Ich versuche so gut als geht postiv zu sein vor ihm und auch natürloich bei meiner Mama, ich halte ihre Hand und wenn sie zu schwach ist zum reden sitz ich nur bei ihr und halte einfach Ihre hHand. Wenn sie mich ansieht lächle ich, ich sage ihr das sie stark sein soll, das ich sie bewundere wie stark sie ist und das alles meistert. Gestern hat sie dann wieder "normal" reden können, sie hatte nicht mehr soo arge Luftnot. Samstag konnte sie nicht mal auf ihr topferl gehen normal, es strengte sie so sehr an einfach vom bett auf den Bettstuhl zu gehen der neben dem Bett steht.. also echt sehr schlimm. Ich hoffe so sehr das die chemo anspricht und der Tumor zurückgeht, sodaß sie wieder normal luft bekommt. Sie kann nicht mal liegen, weil beim Liegen bekommt sie keine Luft, sie sitzt also seit 23.1 jeden Tag und jede Nacht im Bett. Ach gott.... sie ist so arm und doch so eine zierliche, kleine person und muß sowas mitmachen. Bitte bitte weiß jemand wie es mir geht, kann mir wer sagen was am besten ist, hat wer ähnliches mitgemacht oder bitte könnt ihr mir einfach mut zusprechen oder .. keine ahnung.
Ich weiß irgendwie nicht wie mir geschieht. Am 9.1. kam ich vom Urlaub heim, meine Katze war zur hälfte abgemagert und am 11.1 hab ich sie ienschläfern lassen müssen da sie total krank war.... das war für mich ein schck denn meine katze war mein baby!! ich hab kein kind und das war so mein kinderersatz... und jetzt dann 2 wochen später passiert das mjit meiner Mama. Ich weiß nicht was noch alles kommt.
Danke fürs zuhören!

Bremensie 08.02.2010 19:07

AW: Lungenkrebs bei meiner Mama - kleinzellig
 
Hallo angeliiika,
sei erstmal herzlich willkommen im Forum. Ich kann dir nachfühlen wie es in dir aussieht. Es gut dass du einen lieben Partner hast. Hast du bezw dein Vater schon mal mit einem Arzt reden können? Was genau ist es für ein Krebs? Du hilfst deiner Ma schon sehr wenn du bei ihr bist. Ich finde du machst dass toll. Lass dich einfach mal drücken:knuddel::knuddel::knuddel:.
Für die nicht leichte Zeit die jetzt vor euch liegt wünsche ich dir,deiner Familie und besonders deiner Mutter ganz viel Kraft.
LG Erika

Erika E 08.02.2010 19:18

AW: Lungenkrebs bei meiner Mama - kleinzellig
 
Hallo Angeliiika ,

Man kann spüren wie verzweifelt Du bist und ich würde Dir gerne helfen. Leider bist Du in einer schlimmen Situation und ganz besonders natürlich Deine Mama.
Was Du tun kannst : Genaue Auskunft beim behandelnden Arzt einholen.
Ganz viel Zeit mit Deiner Mutter verbringen. Bringe in Erfahrung was sie bewegt, was sie für Wünsche hat. Finde heraus ob sie reden möchte , notfalls hole Dir Hilfe bei der onkologischen Psychotherapie im Krankenhaus
will sie über ihren Zustand Bescheid wissen u.s.w.

Ich wünsche Dir Kraft und Mut , Erika E:knuddel::knuddel:

angeliiika 09.02.2010 13:23

AW: Lungenkrebs bei meiner Mama - kleinzellig
 
Hallo!
Danke für Eure Antworten.
Papa war heute bei ihr und da kam auch gerade eine Psychologin zu ihr. Die sagte sie soll sich schöne Dinge vorstellen, etc. Und Mama sagte unter anderem wenn sie Chance auf Besserung hat, das sie also rauskommt und wieder soweit wie geht normal Leben kann, dann macht sie das alles gerne durch, aber wenn nicht will sie so nicht weiter machen.
uff... aber natürlich verstehe ich sie 100%ig und mir würde es genauso gehen.
Papa redete dann mit der Ärztin bevor er ging, die meinte die Chemo spricht an, aber da er böse ist kleinzellig kommt er wieder. Sie ist schwer krank udn wird schwer krank bleiben. Er hat mich angerufen und geweint ... ich sitz in der Firma, lauf schnell wo in ein Sitzungszimmer damit ich reden kann und muß dann ahlt auch weinen. Eh klar.. es ist alles so schlimm. Und ich weiß einfach nicht was ich tun soll. Ich weiß nicht wie ich mich gegenüber ihr verhalten soll und wie ich sie auf dinge ansprechen soll? Man will ihr ja auch nicht das gefühl geben als hätte sie nicht mehr lange zu leben oder so, ach ich weiß auch nicht ... es ist alles nur gerade sehr sche....
Angelika

angeliiika 09.02.2010 13:25

AW: Lungenkrebs bei meiner Mama - kleinzellig
 
Achja, es ist Lungenkrebs, kleinzellig. Er hat Lunge, Herz und Speiseröhre befallen, es gibt keine Metastasen.
Sie hat Wasser beim Herzen (heute werden ihr wieder 1L abgesaugt) und auch bei der Lunge, da hat sie schon seit übereine Woche das Schlaucherl....
Sie kann nur sitzen, nicht liegen da sie sonst keine Luft bekommt, und atmet halt mit Sauerstoff, ohne gehts auch nicht mehr.

paula2007 09.02.2010 15:05

AW: Lungenkrebs bei meiner Mama - kleinzellig
 
hallo angelika,

es tut mir sehr leid, dass ihr nun auch gegen diese krankheit kämpfen müsst.
aber für diesen kampf wünsche ich euch viel kraft und geduld. und deiner mama, dass sie bald wieder besser luft bekommt!

lg, nicole

angeliiika 06.04.2010 13:32

AW: Lungenkrebs bei meiner Mama - kleinzellig
 
Hallo!
Ich war lange nicht im Forum! Meiner Mama ging es immer wieder besser und schlechter. Sie bekommt nächste woche die 4. Chemo und ist mittlerweile seit ca 3 Wochen zuhause.
Sie hat ca 40 Kg, habe sie gestern das erste mal in alltagskleidung gesehen und war direkt erschrocken....
Aber gut, das nur auch dazu. Möchte einfach nur wieder mal meine Gedanken freien lauf lassen und mir alles von der seele schreiben. Bitte also um nachsicht wenn ich vielleicht von einem Thema zum nächsten hüpfe.
Was mich gestern schockte war das sie gesagt hat das sie wieder probiert hat zu rauchen... ich dachte ich hör nicht richtig. Sie meinte aber nach zwei Zug hat sie die Zigarette weggworfen weil es grauslich war.
Ich hab gar nix sagen können hab einfach nur geschaut. Da hat sie die Hand aufienmal wie erhoben . also nicht so direkt gegen mich, sondern so halt symobilisch und gemeint " Und du brauchst jetzt gar nicht so schauen"
Pfff ich bin direkt erschrocken über diesen Ausbruch... ich wußte gar nicht was ich jetzt sagen soll. Ich meinte nur sie soll lieber froh sein das ich nichts dazu sage und NUR schaue....
Mein Papa hat gelächelt und dann gleich ein witzchen drauf gemacht um die situation zu retten.
Aber ich versteh das nicht so ganz.Und ich versteh nicht wie man wieder rauchen möchte?? Oder es überhaupt probiert nachdem man über ein Monat nur im Spital war, nicht liegen konnte, nicht sitzen konnte, schleuche aus dem körper hatte, keine Luft bekam - nur mit beatmungsgerät tagelang .. und dann vergisst man das alles einfach?
Sie hat ein 8,5x irgendwas Geschwür in sich... nach der 4. Chemo machen sie erst ein CT und schauen wie es sich verändert hat.
Lt. Blutwerte spricht sie aber sehr sehr gut drauf an!! Sollte also gute News geben!
Wenn ich mit meiner Mama alleine spreche, sie im Spital besuche oder daheim unter 4 Augen kann ich seit der Krankheit total gut mit ihr reden, das war früher nie so der Fall. Ich seh also auch das als etwas positives bei dieser Krankheit.Man muß sich ja das gute rauspicken wo es soviel Leid gibt.
Irgendwie hab ich jetzt schon alles mehr realisiert und irgendwie muß ich auch sagen es ist nun schon gewohnheit.
Hat das auch jemand von Euch.. jetzt wo alles so dahinplätschert und es soweit alles ok ist dann stumpft man da mehr ab würd ich schon fast sagen.
Letzte Woche hat meine mama eine Panik attacke gehabt , mußte mit dem Rettungswagen ins Spital und dort dann ein Gespräch mit einer Psychologin geführt. Die meinte das sie eben das alles verarbeiten muß das sie betroffen ist von der Krankheit und das sie Probleme damit hat nun nicht mehr das Leben führen zu können wie früher. Meine mama war immer die starke, hat daheim immer alles "geschupft" und jetzt ist sie ja großteils angwiesen, immer müde, muß sich hinlegen dann so wie gestern als wir bei Ihnen waren 3 1/2 stunden, das ist dann alles zuviel für sie. Was ich ja auch gut verstehe aber für sie ist es halt eine riesen umstellung die sie sicher sehr traurig macht.
Oft mach ich mir auch gedanken was heute zb in einem Jahr ist.. wie geht es ihr dann, wie wird das leben sein? Und - ist sie dann noch hier?
Alles so irre und so eigenartig.
Liebe Grüsse,
Angelika

angeliiika 19.04.2010 13:29

Mama hat Art Schüttelkrämpfe - kennt das jemand?
 
Hallo!
Meine Mutter hatte nach der letzten (3.Chemo) genau das gleiche wie erst gestern wieder nach der 4. Chemo.
Sie hat totale Krämpfe, sie schüttelt sich, so in der Art wie bei Schüttelfrost... konnte nicht mal die Medizin schlucken. Die Rettung hat sie abgeholt und sie bekam Infusionen und noch ein paar dinge (fragt mich bitte nicht)
Als es wirkte wurde sie ganz ruhig und schlief ein... es war total schirch zum ansehen, aber es geht ihr nun wieder gut. (sie verlangt nach 2 kiwis!! :-))
Mein Vater hat den Arzt gefragt ob das nebenwirkungen der Chemo sind und er meinte "das kann schon sein"
Hmmm
Kennt das wer von Euch
Ganz liebe Grüsse!

Anhe 19.04.2010 18:10

AW: Mama hat Art Schüttelkrämpfe - kennt das jemand?
 
Hallo Angeliiika,

ich hatte nach 2 Zyklen Chemotherapie Schüttelfrost und Fieber. Nach einigen Untersuchungen stellten die Ärzte fest, daß mein Port verkeimt war, was eine sofortige Entfernung erforderlich machte. Die Frage, die sich mir nun stellt: Hat Deine Mutter einen Port? Wenn ja, sollte dieser dringend auf Keime gecheckt werden.

Beste Grüße,
Anhe

angeliiika 19.04.2010 23:24

AW: Mama hat Art Schüttelkrämpfe - kennt das jemand?
 
Ja, hat sie!! danke für den Tipp, werd ich ihr morgen gleich sagen!!
Angelika

angeliiika 20.04.2010 14:54

AW: Mama hat Art Schüttelkrämpfe - kennt das jemand?
 
mhhh trifft nicht zu denke ich mal, und mama auch nicht, sie sagt das kommt einfach von ihrer angst und so..... das das deswegen zusammen hängen kann.
lustig aber die antwort vom pfleger wie sie ihm wegen keime angesprochen hatte - er meinte passieren kann immer was...
:-)
wo er ja recht hat aber trodzdem.

Mama kommt übrigends morgen wieder vom Spital nachhause und hat dann bis 17.5. Ruhe!!! Hoffe sie kann die Zeit geniessen. Am 17.5 ist dann das CT, sehen wir wie sich alles verändert hat!
Liebe Grüsse

Hase1023 20.04.2010 16:49

AW: Mama hat Art Schüttelkrämpfe - kennt das jemand?
 
Hallo Angeliiika,

wie du das schreibst, also mein Vater (auch Kleinzeller) hatte nach einer Gabe Chemotherapie auch ganz schlimm gezittert am Körper. Er hat nur so dagelegen, fertig, erschöpft...und so gezittert. Ich konnte es kaum mit ansehen, hab richtig Angst bekommen und er tat mir so leid, weil das Schütteln so heftig war und er so leiden musste. Da er in unserer Nähe sein wollte und auf dem Sofa bzw. Fernsehsessel gelegen hat, haben wirs erst ohne Wirkung mit Wolldecken versucht etc. Nachdem das nix brachte, haben wir ihn dann mit Federbetten und Federkissen zugedeckt, das hat dann tatsächlich geholfen. Vielleicht war die Wärme oder das Gefühl dann einfach "wohler". Paar Stunden später wars dann auch vorbei. Der Krankenpfleger meinte damals, die Chemo wäre in ihrer Zusammensetzung auch sehr stark gewesen, scheinbar wird von mal zu mal auch mal variiert. Er hat auch Carboplatin bekommen und das geht ohnehin oftmals sehr stark auf Muskeln und Nerven und ruft häufig auch dort sehr starke Gefühlsstörungen und Schmerzen hervor, in Armen, Fingern und Beinen.
Viele Grüße und weiterhin viel Kraft.

Monika

angeliiika 11.05.2010 16:05

AW: Lungenkrebs bei meiner Mama - kleinzellig
 
Der Tumor ist nur noch so groß wie ein kleiner Finger!! Ich bin total happy und möchte hier auch was positives mal beitragen, es gibt soviel Leid und soviel Tränen!! Heute soll es mal Tränen der Freude geben!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Ich bin so happy und so froh!! Was danach kommt ist mir jetzt mal egal, es zählt das jetzt!!! Und JETZT ist es einfach nur einzigartig super über drüber toll!


Gebt die Hoffnung nie auf, kämpft, haltet zusammen, beißt durch und denkt dran das auch wieder schöne Tage kommen werden!!!
Alles Liebe an Euch
Angelika

Gabi24 11.05.2010 17:22

AW: Lungenkrebs bei meiner Mama - kleinzellig
 
Hallo Angelika,
herzlichen Glückwunsch....., schön sowas zu lesen. Meine Mama ist auch daran erkrankt, Erstdiagnose am 14.4., momentan hat sie die zweite Chemo, aber aber sie raucht immer noch - es ist schrecklich.

Liebe Grüße und viel Kraft
Gabi

chrisi69 11.05.2010 18:40

AW: Lungenkrebs bei meiner Mama - kleinzellig
 
Hallo liebe Angelika,

dann hat das Daumen drücken geholfen. Ich freu mich so für dich:rotier2:

Liebe Grüße
Christiane:winke:

Antiironie 11.05.2010 19:59

AW: Lungenkrebs bei meiner Mama - kleinzellig
 
Hallo Angelika,

gratuliere, das sind gute Nachrichten. Ich wünsche Euch das es so weitergeht.

Ich möchte gerne noch was zum Rauchen sagen. Es ist für einen Raucher unsagbar schwer in so einer Situation auch noch das Rauchen aufzugeben. Letztendlich müssen die Betroffenen das selber entscheiden. Ich habe mich bei meinen Eltern nie da eingemischt aber meine Geschwister und das Ende vom Lied war das sie "heimlich" geraucht haben. Vorwürfe sind da nicht angebracht.

lg Anja

yagosaga 12.05.2010 21:20

AW: Lungenkrebs bei meiner Mama - kleinzellig
 
Liebe Angelika,

als jemand, der selbst einen kleinzelligen Lungentumor hat mit zahlreichen Metastasen (bin z.Zt. mitten in der dritten Chemo), freue ich mich riesig mit Euch. Natürlich wird jeder Arzt Euch sagen, auf wie zerbrechlichem Boden Ihr Euch bewegt. Aber wenn der Tumor so sehr geschrumpft ist, lese ich daraus, dass Euch unerwartet noch einige Zeit geschenkt wurde, und das, wo Ihr ja schon innerhalb von Tagen oder Stunden mit dem Schlimmsten gerechnet habt.

Bitte nutzt die Zeit, überlegt Euch, worauf Ihr Lust habt, "gebt jedem Tag die Chance, der schönste Tag eures Lebens zu werden!" (Mark Twain)

Beste Grüße
Ecki

angeliiika 03.03.2011 10:53

Mama ist öfters sehr müde
 
Hallo!
Ich möchte mal eine Frage stellen, vielleicht könnt ihr mir helfen!
Meine Mama hat Lungenkrebs - er ist nach 6 chemos total geschrumpft und jetzt in etwa nur noch so groß wie ein kleiner Finger haben uns die Ärzte damals (etwa Juni 2010) gesagt! Bei allen weiteren Blutuntersuchungen und CT's war alles in Ordnung.
Es ist nur so das meine Mama sehr oft bis mittags oder noch länger im Bett bleibt. Sie meint sie fühlt sich nicht gut - entweder ihr ist schlecht - oder sie meint sie ist einfach nur müde.
Sie macht keinen Sport - wenn ich zb vorschlage eine Runde, ca 20min spazieren zu gehen - kann sie nicht mit.
Sie kümmert sich um Haushalt etc, das macht sie alles ganz super.. aber trozdem hab ich das Gefühl sie lässt sich hängen.
Ich weiß nicht recht wie ich ihr helfen kann.
Ich denke es hängt auch viel damit zusammen das sie keine Freundinnen oder Bekannte hat. Sie hat von der Familie nur noch Papa und mich. Sie hat eine Freundin mit der hat sie aber nur hin und wieder telefonischen Kontakt, ich weiß aber da redet sie nur oberflächlich über dies und das. Sie möchte auch keine therapeutische Hilfe in Anspruch nehmen obwohl Papa und ich ihr das auch schon vorgeschlagen haben. Sie hält davon nichts.
Tja... so sitzt sie ganze Zeit daheim und die einzigen "ausflüge" sind zu Lebensmittelgeschäften, Apo oder Trafik.
Was meint ihr?
Danke sehr !!!
Angelika

Reinhard 03.03.2011 12:46

AW: Mama ist öfters sehr müde
 
Zitat:

Zitat von angeliiika (Beitrag 1015689)
Meine Mama hat Lungenkrebs -
Es ist nur so das meine Mama sehr oft bis mittags oder noch länger im Bett bleibt. Sie meint sie fühlt sich nicht gut - entweder ihr ist schlecht - oder sie meint sie ist einfach nur müde.
Sie macht keinen Sport -
Sie kümmert sich um Haushalt etc, das macht sie alles ganz super.. aber trozdem hab ich das Gefühl sie lässt sich hängen.

Was meint ihr?

Ich meine, Deine Ma ist krank und braucht viel Ruhe.

Liebe Grüße Reinhard

felice2007 03.03.2011 21:03

AW: Mama ist öfters sehr müde
 
Liebe Angelika,

es tut mir Leid, dass Deine Mama so schwer erkrankt ist...

Die Müdigkeit und diese Lustlosigkeit kann vielleicht von der Chemo kommen. Immerhin hatte sie ein paar davon. Der Körper muss sich wahrscheinlich einfach etwas von den Strapezen erholen und wieder neue Kraft tanken. Gib ihr einfach Zeit und setze sie nicht unter Druck. Sie weiß mit Sicherheit am besten, was gut oder schlecht für sie ist. Akzeptier das einfach und sei für sie da, so gut Du kannst.

Ich wünsche Dir alles Gute und viel Kraft :engel:

lg
Alina

Bettina1702 04.03.2011 00:11

AW: Mama ist öfters sehr müde
 
Angelika, lies mal über das Fatigue-Syndrom nach Chemotherapie und Krebsbehandlungen.....größte Müdigkeit...da kann dein Mam nichts dafür.

Und sie läßt sich keinesfalls hängen.
Da können Gesunde nicht mitreden.
Hillf ihr, so gut du kannst.:remybussi

Liebe Grüße Bettina

angeliiika 04.03.2011 11:12

AW: Mama ist öfters sehr müde
 
Wobei ... nochmals ich .. wenn ich so nachdenke finde ich es halt eigenartig das sie jeden Tag bis mind halb 1 munter ist .. Papa meint oft geht sie erst um 1 oder halb 2 ins Bett... also da ist sie munter und mag fernsehen ...
Das ist das, was ich nicht so ganz verstehe. Und dann in der Früh ist sie müde, hat manchmal Bauchweh und bleibt dann eben bis 12 uhr mittags oder manchmal auch bis 16 Uhr im Bett.
Die letzte Chemo war im Juni 2010 , also auch schon "länger" her.
Ob das mit dem Fatigue-Syndrom zusammen hängt weiß ich also nicht.

hmmm

Angelika

undine 04.03.2011 12:46

AW: Mama ist öfters sehr müde
 
Hallo Angelika,

es tut mir leid, dass deine Ma so krank ist.

Ich wollte dir nur schnell sagen, dass meine Ma auch eine Nachteule ist. (Und ich bin es auch.)

Dafür gibt es verschiedene Gründe: abends/nachts, wenn alles ruhig ist, kommen die Gedanken und überfallen einen. Man fängt an über seine Situation nachzudenken und wie die Zukunft wohl aussieht. Angst, Ungewissheit rauben uns deshalb oft den Schlaf. Da lenkt man sich dann gerne ab mit TV oder anderen "passiven" Aktivitäten.
Zum anderen kann es auch begleitenden Medikamenten wie etwa Cortison liegen, dass man nicht schlafen kann.

Alles in allem, denke ich, können wir als Angehörige nur erahnen, was diese teuflische Krankheit mit einem Menschen macht :(

tatjana2208 04.03.2011 15:53

AW: Mama ist öfters sehr müde
 
hallo..

tut mir sehr leid das mit deiner mama...
aber ich denke auch das es von der chemo kommt und von der Krankheit..
mein papa hat auch lungenkrebs..
er ist auch viel müde und nachts kann er nicht schlafen..
vielleicht schläft sie tagsüber zu viel das sie abends länger auf ist????

silverlady 04.03.2011 16:53

AW: Mama ist öfters sehr müde
 
hallo Tatjana

ich füge hier mal den Link ein, wo du dir die blauen Ratgeber runterladen kannst.
Dort sind unter anderen das fatique syndron und auch andere sehr gut beschriebene Ratgeber zu finden. In denen wird sehr gut verständlich alles beschrieben.

http://www.krebshilfe.de/blaue-ratgeber.html

und bitte, gebe deiner Mutter die Zeit die sie braucht.

silverlady

angeliiika 13.03.2011 04:16

AW: Mama ist öfters sehr müde
 
Hallo!!

Ich danke euch für eure antworten!!!

Liebe Grüsse
Angelika

angeliiika 31.03.2011 15:49

Krebs schlummert - alles perfekt - könnte man glauben..
 
Hallo!
Meine Mutter hat gestern den Bescheid bekommen das der Tumor weiterhin nicht gewachsen ist - er schlummert in Ruhe und es tut sich nichts.
Allerdings hat der Arzt auch gemeint sie soll aufjeden Fall aufhören zu rauchen - sie raucht ein bis zwei am tag - weil jede Zigarette könnte eine zuviel sein!
Jetzt ist sie einfach nur grantig wegen dem - sie kann sich nicht freuen das alles ok ist?!! Ich versteh das nicht,
ich bekomme nächste Woche ein Baby - sie hat einen super Befund und trozdem kann sie sich nicht aufraffen positiv zu denken.
Sie will nichts machen außer daheim zu sein oder bißchen zu "garteln" - sie macht keine Spaziergänge mit meinem vater oder sonst was.
Sie kümmert sich eigentlich auch gar nicht um mich wie meine Schwangerschaft ist oder sowas ... ganz komisch.
Ich mein ich versteh schon das sie Angst hat und jedes mal sich denkt der könnte ja doch ausbrechen - aber sollte man das Leben nicht umso mehr geniessen und positiv sein wenn alles so super ist - und das nun schon seit letzten Jahr Juli....
Was meint ihr dazu? Bitte um ganz ehrliche Meinungen!
Danke
Angelika

gilda2007 31.03.2011 16:40

AW: Krebs schlummert - alles perfekt - könnte man glauben..
 
Ehrliche Meinung? Du verstehst es nicht!

Man kann nicht auf Befehl glücklich sein, nur das Positive sehen, sich freuen. Wie soll das denn gehen? :confused:

So eine Diagnose setzt Ängste frei, muss verarbeitet werden, was meist erst mal mit depressiven Verstimmungen einhergeht. Das dauert und ist nicht leicht.

Du befindest dich in einem völlig anderen "Zustand". Dein Baby kommt, die Hormone in deinem Körper sind auf Glück gepohlt. Das ist schön, und so soll es auch sein. Aber habe Geduld mit deiner Mutter. Nach so einer Diagnose darf man sich auch hängenlassen und Selbstmitleid haben. Irgendwann macht man sich auf den Weg und rappelt sich wieder auf. Die Zeit darf sich deine Mutter nehmen.

Das das nun schon ein Dreivierteljahr andauert, ist die depressive Phase sicher auch für deine Mutter eine Belastung. Versuche vorsichtig, ihr eine Therapie nahezulegen, um wieder "ins Leben" zu kommen.

Alles Gute für euch und dein Baby :)

ulli65 01.04.2011 01:56

AW: Krebs schlummert - alles perfekt - könnte man glauben..
 
Hmm, ehrliche Meinung????

ich seh das auch so, Du würdest Dir wünschen, Deine Mutter soll sich über Dein Baby freuen - in ihren Gedanken ist wahrscheinlich eher " ich seh das Kind nicht aufwachsen". Der Garten - "weiß ich ob ich ihn im Herbst noch habe". Ich glaube auch, dass nach viel schulmedizinischer Behandlung eine Therapie doch gut wäre. Habt Ihr darüber gesprochen?

Ich merke auch, dass meine Eltern in Ihrer Krankheit gefangen sind und eigentlich wenig teilhaben an Erzählungen aus unserem Alltag oder dem meiner Kinder. Ich denke auch oft, wie würde ich dieser Krankheit standhalten? Deine Mama hat schon sehr viel ertragen und sicher auch einige Rückschläge erlebt und doch kämpft sie weiter - auch für Euch!

Hab Geduld und Ruhe - erwarte nicht nicht zuviel! Vieles was uns Gesunden wichtig ist erleben unsere kranken Angehörigen einfach anders.

Wenn das Baby kommt freut sich Deine Mama mit Dir, ganz sicher :pftroest:

Liebe Grüße

Ulli

angeliiika 01.04.2011 10:10

AW: Krebs schlummert - alles perfekt - könnte man glauben..
 
Vielen Dank für eure ehrlichen Antworten!!!

Angelika


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