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Michaela1984 20.12.2009 19:53

Ist das das Todesurteil?? Ganz viele Fragen....
 
Am kommenden Dienstag kam mein Papa (60) ins Krankenhaus. Eingewiesen von unserem Hausarzt mit Verdacht auf Gallensteine! Wir stellten uns natürlich alle drauf ein dass er ein paar Tage dort sein wird, die Gallensteine entfernt werden und er dann fit wie immer wieder bei uns sein wird.
Symptome hatte er eigentlich nur diese Koliken, vermehrt in der Nacht!!!

Nach mehreren Untersuchungen wurde aber ein Tumor an der Bauchspeicheldrüse festgestellt!! Nun wurde für kommenden Dienstag eine OP angeordnet bei der dieser Tumor, ein Teil des Magens, des Zwölffingerdarms und der Leber entfernt werden sollen. ICh glaube das ist diese Whipple-OP.....
Angeblich soll diese OP sehr aufwendig und schwierig werden und bis zu 9 Stunden dauern.

für mich hört sich das alles furchtbar schrecklich an...... Ich habs furchtbare Angst um ihn!!

So geht es ihm nicht schlecht, er hat nen Mega-Appetit, obwohl er schon einiges an Gewicht verloren hat....

Nun habe ich mich natürlich vor dieser Diagnose nie darüber informiert!!!! Aber seit ich davon weiß habe ich im Internet viel gelesen.....

Hauptsächlich lese ich immer, dass diese Art von Krebs überhaupt nicht heilbar ist und somit das Todesurteil.

Wird diese OP nur gemacht um die Schmerzen zu lindern??
Wie sind die Erfolgschancen der OP?
Hat jemand hier diese OP schon hinter sich??
Wie wird sich sein Leben nach dieser OP verändern?

Ich habe einfach wahnsinnige Angst ihn bald schon zu verlieren....

Vielleicht kann hier jemand etwas dazu schreiben.....

Cati10 20.12.2009 20:44

AW: Ist das das Todesurteil?? Ganz viele Fragen....
 
Hallo Michaela,

eigentlich schreibe ich hier sehr selten, bin in diesem Forum seit meine beste Freundin BK und meine Mama Darmkrebs hatten, leider sind beide nicht mehr bei uns. Aber von Zeit zu Zeit schnuppere ich hier rein und fiebere mit den Mädels hier mit (schaue eigentlich nur bei BK vorbei). Also soweit ich über BSDK informiert bin, so habe ich gelesen dass diese Whipple-OP eine ganz große Chance bedeutet, diesen Krebs sogar komplett zu besiegen, diese Möglichkeit haben nicht viele Erkrankte. Deswegen denke ich, dass ihr gute Chancen habt, dass dein Papa wieder gesund werden kann! Obwohl es natürlich schon eine große OP sein wird, 9 Stunden, das hört sich erstmal heftig an. Aber ich drücke euch ganz doll die Daumen, bitte gebt auf jeden Fall nicht die Hoffnung auf, es gibt immer einen Weg, ich wünsche euch dass dein Papa die OP gut und erfolgreich übersteht!
LG von
Cati

Bianca.aachen 20.12.2009 22:14

AW: Ist das das Todesurteil?? Ganz viele Fragen....
 
Hallo Michaela,

auch ein trauriges willkommen von mir, du hast viele Frage ich versuche dir einige nach besten Wissen und Gewissen zu beantworten.

Ja die Whipple-OP ist eine sehr große OP aber sie bedeutet auch Hoffnung,
hier im Forum gibt es einige die nach der OP normal weiterlebten.

Vielleicht kann ja der Krebs komplett entfernt werden. Die Whipple OP verkraften die meisen gut bis sehr gut, wenn ich das sagen darf, bei meiner Mama dauerte die OP auch ca 9 Stunden und sie hat sie gut verkraftet. Der einzige Nachteil diese OP ist, das der Patient danach nur noch kleiner Portionen esen kann und öfters essen soll, aber die meisten verlieren rapide an Gwicht.

Die OP ist in großen Kliniken fast rotine du brauchst wirklich vor der OP keine Angst zu haben.

SO nun zu dem Teil mit dem Todesurteil:
Damit wollen wir wohl noch ein bischen warten denn keiner weiß im Moment was genau Sache ist. Ja du hast recht damit das der Krebs nicht heilbar ist bzw das es er für viele das Todesurteil ist aber soweit sind wir noch lange nicht bitte gebe die Hoffnung nie auf und denke immer positiv.

Bianca

Michaela1984 21.12.2009 09:17

Das Leben nach der Whipple OP??
 
Bei meinem Papa wurde letzte Woche ein Tumor in der BSD entdeckt!! Nun wird er morgen operiert nach dem Whipple Verfahren!!!

In wiefern verändert sich das Leben nach so einer OP??

Wie lange wird er auf der ITS sein?? Kann er danach wieder ganz normal essen únd zur Toilette geben?

Ich habe solche Angst, dass er danach ein Pflegefall sein wird!!

Michaela1984 27.12.2009 19:37

Gibts hier auch welche die es "geschafft" haben??
 
Nachdem meinem Papa am 11.1. die Whipple OP bevorsteht und ich riesengroße Angst um ihn habe, habe ich mich hier angemeldet um Informationen zu sammeln.

Was mir aber so auffällt ist, dass alle nur negatives im Verlauf der Krankheit schreiben.

Gibt es eigentlich hier auch Menschen die die Whipple OP hinter sich haben und wieder gesund sind???

Würde mich freuen von euch zu hören.....

hoe 28.12.2009 08:44

AW: Gibts hier auch welche die es "geschafft" haben??
 
Hallo Michaela,

es ist sehr wichtig, dass man die Krankheit sehr früh erkennt (was leider kaum gelingt), nur dann hat man eine reelle Chance. Wenn Metastasen vorhanden sind (dazu gehören auch vergrößerte/befallene Lymphknoten!), sinken die Chancen extrem. Da kann auch eine OP kaum mehr helfen. Oft kehrt die Krankheit nach einer OP erst nach 2 bis 5 Jahren zurück.
Ich bin nicht operiert. Trotzdem ist die Krankheit im Rückzug und ich fühle mich weiterhin fit. Heute werden völlig untypische Knochenveränderungen bestrahlt und ich muss ind Krankenhaus. Jedenfalls ist der Tumor durch die Chemo abgestorben!
Also Ausnahmen gibt es immer, bei einer OP hat man grundsätzlich bessere Chancen, den Krebs zu besiegen!

LG
Hans

ClaudiaF 28.12.2009 13:02

AW: Gibts hier auch welche die es "geschafft" haben??
 
Liebe Michaela,

ich möchte Dich hier rechtherzlich in unserem Forum willkommen heissen.

Wenn Du Fragen, Ängste oder einfach Dir nur alles vom Herzen reden möchtest, wir sind für Dich da.

Die Diagnose BSDK ist ein großer schwerer Schock und ich glaube Dir, dass Du viele Fragen aber auch eine große Angst hast. Die hat/hatte jeder hier.

Als meine Mama im November 08 die Diagnose bekam, konnte ich tagelang nicht schlafen und sass nur hier vor dem PC, in der Hoffnung einen kleinen Lichtblick zu finden und Informationen.

Wo wird denn dein Dad operiert? Ganz ganz wichtig ist es, dass Ihr Euch an ein Pangreaszentrum wendet. Die haben die meisten Informationen und kennen sich auf diesem Gebiet ganz toll aus. Ich persönlich empfehle immer wieder gerne Heidelberg, aber auch die anderen Zentren sind sehr gut.

NUR KEIN NORMALES KKH!!!! Die sind zwar auch sehr scharf auf eine Whipple OP, aber so leid es mir tut, meist nur aus finanzieller Sicht.

Die Prognose bei BSDK ist sehr schlecht, da gebe ich Dir Recht. Aber ich mach mich mit Statistiken und Zahlen nicht mehr verrückt. Es gibt hier im Krebskompass eine liebe nette Freundin, die bereits die Diagnose vor glaub 11 Jahren bekommen hat und sie ist immer noch fit und spielt für ihr leben gerne Golf ;-) Proff. Büchler von der Uniklinik Heidelberg hatte auch BSDK und Dr. Ebo Rau (er schrieb ein Tagebuch: krebs- was nun Ebo? sehr empfehlenswert!!!!) Dies sind nur einige. Auch hier gibt es gute Fälle. Nur viele möchten einfach nicht mehr an die Krankheit erinnert werden und melden sich hier nicht mehr. MAN KANN ES SCHAFFEN!

Die Whipple OP ist nicht ohne und gehört zu einer der größten OP Eingriffe, die es gibt.

Ich wünsche Euch viel Kraft und Hoffnung und wenn Du Fragen hast, melde Dich einfach!

Drücker :pftroest:

Claudia

Ursula Krug 28.12.2009 13:04

AW: Gibts hier auch welche die es "geschafft" haben??
 
Hallo Michaela,

BSDK ist ein Krebs, der leider meistens zu spät entdeckt wird. Wenn bei deinem Vater eine OP möglich ist, lasst sie machen. Aber hoffentlich in einer Klinik, die dafür zuständig ist? Die Whipple-OP ist eine große OP, Dauer ca. 6 Stunden, danach ist man erst mal ziemlich geschwächt. Wenn dein Vater aber jetzt noch in relativ gutem körperlichen Zustand ist, erholt er sich auch wieder. Aber es dauert, man bekommt auch nicht mehr die Kraft wie vorher. Aber man kann mit all den Folgen einigermaßen normal leben!

Ich selbst habe eine Whipple-OP hinter mir (vor 1 1/2 Jahren), allerdings war bei mir der Tumor noch gutartig. Jedoch bin ich in einer Selbsthilfegruppe, in der einige Mitglieder diese OP mit bösartigem Tumor hatten. Sie bekamen danach eine Chemo. Sie leben inzwischen fast normal, die OP`s waren vor 2-4 Jahren. Natürlich muss hinterher eine gute Nachsorge sein!

Du siehst also, es gibt auch positive Fälle. Ich weiss aus Erfahrung, die Angst bei den Angehörigen ist oft größer, als bei dem Betroffenen selbst. Lasst euch nicht verrückt machen, aber die OP und ihre Folgen sollten auch nicht unterschätzt werden.

Wenn du willst, kannst du mir auch eine PN schicken, ich antworte dir dann gerne per Mail.

Ich wünsche euch ganz viel Zuversicht und Kraft für die kommenden Wochen

Ursula

Bianca.aachen 28.12.2009 13:49

AW: Gibts hier auch welche die es "geschafft" haben??
 
Hallo Michaela,

auch von mir ein herzliches willkommen hier im Form,

du stellstst eine sehr schwere Frage wie soll man diese beantworten? Es gibt viele Leute die froh wären wenn sie die Möglichkeit zur OP hätten. Ja die OP ist sehr groß und schwierig und sie dauert mehrere Stunden. Die Ärzte gehen davon aus das du weniger Essen kannst also kleiner Portionen über den Tag verteilt. Einige verkraften die OP gut andere schlecht. Jenachdem wie der Tumor ist bekommen die Leute danach eine Chemo oder nicht. Die meisten von dennen du hier im Forum liest vertragen die Chemo nicht mehr und bauen dann körperlich ab. Es kann die leider im voraus keiner sagen wie es ausgehen wird. Aber versuche immer positiv zu denken. Hier im Forum schreiben viele Angehörigen es geht meinem Partner schlecht denen es gut geht die melden sich nicht mehr ist meine Einscchätzung dazu. Jetzt kann ich mit Statistik kommen und diese so auslegen wie ich es will. Bitte wartet ab und schaut was euch passiert.

Wünsche dir und deinen Papa für die nächsten Tage viel Kraft.

Bianca

Hildegard H. 28.12.2009 14:02

AW: Gibts hier auch welche die es "geschafft" haben??
 
Hallo Bianca,
es gibt hier im KK etliche 'Überlebende' nach einer OP. Meine OP war 1998 und das Adeno-CA war 3,5 x 4 cm groß. Man MUSS in jedem Fall einen guten Operateur finden. Der Krebs braucht sehr lange, umso groß zu werden, so daß nach der Diagnose insofern keine Eile geboten ist und man in Ruhe nach einem guten KH Ausschau halten sollte! Heidelberg ist nach wie vor DAS Zentrum!.
Vielleicht melden sich nach meinem posting heute auch die anderen 'Überlebenden' hier noch einmal -es gibt sie wirklich !
Liebe Grüße und viel Mut an alle Betroffenen
Hildegard H.

Bianca.aachen 28.12.2009 16:55

AW: Gibts hier auch welche die es "geschafft" haben??
 
Hallo Hildegard,

da stimme ich dir zu das es ums überleben geht nach der OP aber was schlimmer ist ist die Chemo danach. Schau im Forum viele haben die OP geschaft

Conny44 29.12.2009 05:15

AW: Gibts hier auch welche die es "geschafft" haben??
 
Hallo Bianca,
in deinen Beiträgen (und damit meine ich fast alle!) steckt soviel Wissensmangel und Oberflächlichkeit, dass man diese glatt verbieten sollte! :confused:

Hallo Michaela,

halte dich bitte an die anderen Beiträge und lass dich nicht so sehr verunsichern.
Dieser Krebs ist und bleibt tatsächlich einer der grausamsten und unheilbarsten, aber dennoch ist jeder Mensch ein Individuum und hat eine Chance, erst recht mit einer OP, die bei den Wenigsten möglich ist.
Das Problem hierin besteht allerdings, dass es sehr schwer ist, den kompletten Tumor zu entfernen, so dass irgendwo noch kleinste unsichtbare Reste verbleiben können, was dann bei den Meisten zu einem Rezidiv (Rückfall) führen KANN.
Deshalb ist es umso wichtiger, die Operation von einer Fachklinik ausführen zu lassen.
Die Wenigsten scheitern an der Chemo danach, sondern vielmehr an dem oben erwähnten Rezidiv.

Dass das Wort "Überlebende" verwendet wird, liegt daran, dass man sehr vorsichtg ist und eben erst nach vielen Jahren von einer Gesundung reden kann.

Viel Erfolg und vorallem Kraft!

Jutta 29.12.2009 06:59

AW: Gibts hier auch welche die es "geschafft" haben??
 
Hallo Michaela,

es gibt "Überlebende", es kommt darauf an in welchem Stadium der Krebs entdeckt und wie gut er behandelt werden konnte/die Behandlung anschlug.

Es ist oft nur so, dass nachdem es ihnen wieder gut geht, sie sich dem Alltag, dem Leben wieder zuwenden (siehe Hildegard oder Petra). Das Forum gehört somit zu ihrer Vergangenheit, weil sie sich nicht tagtäglich mit der Krankheit mehr auseinandersetzen möchten.

Michaela1984 29.12.2009 17:11

AW: Gibts hier auch welche die es "geschafft" haben??
 
Danke für eure Zahlreichen Antworten!!!!
Also mein Papa soll in Neuburg an der Donau operiert werden. Der Chefarzt, der ihn auch operieren wird ist wohl auf diesem gebiet ein Ass, so habe ich nun von mehreren Ärzten gehört!!! Ich hoffe dass dies auch so ist

Momentan geht es ihm nicht so gut, er kann nicht viel essen ohne dass er schreckliche Krämpfe bekommt!! Ihm wurde ein Schlauch gesetzt dass die Galle ablaufen kann.

Er ist sehr viel am schlafen ist eigentlich immer müde, ich weiß nicht ob das von den Medikas kommt oder einfach weil er dadurch dass er sehr wenig gegessen hat die letzte Zeit sehr geschwächt ist!!

Elke55 30.12.2009 20:00

AW: Gibts hier auch welche die es "geschafft" haben??
 
Auch mein Mann hat es geschafft, seine Op. war im Dezember 2001, keine Chemo hinterher, es lief alles o.k. Aber der Gesundungsprozess war mit allem Drum und Dran, ob körperlich oder psychisch.

Was übrig blieb war : insulinabhängig, geht aber prima, ohne Probleme.

Ich habe hier früher sehr oft gepostet, in der letzten Zeit aber doch weniger, wenn überhaupt. Man ist jetzt so weit davon entfernt und hat wieder sein normales Leben aufgenommen. Ab und an lese ich noch hier im Forum.

Ich wünsche allen alle Kraft der Welt, und ein besseres "Neues Jahr".

Alles Liebe

Elke

ronin1970 30.12.2009 20:03

AW: Gibts hier auch welche die es "geschafft" haben??
 
Hallo,

auch ich habe die whipple OP (8 Stunden) überlebt... der Tumor war in einem Anfangsstadium, so daß alle bösartigen Stellen herausgeschnitten werden konnten. Chemo habe ich keine erhalten. Dieses ist nun 1,5 Jahre her.
Mir geht es jetzt wieder sehr gut und ich habe keine Einschränkungen.
Wenn es noch irgendwie möglich ist, laßt diese Operation in einem Pankreaszentrum z.B. Heidelberg durchführen (man kann es nur immer wieder erwähnen !!!).

Viele Grüße

Michaela1984 31.12.2009 16:42

AW: Gibts hier auch welche die es "geschafft" haben??
 
Meinem Papa gehts gar nicht gut!!!
Die OP ist ja erst am 11.1.10, aber er kann kaum was essen, hat starke Schmerzen und der Allgemeinzustand ist einfach mies. Dies denke ich, ist einfach darauf zurückzuführen dass er sehr viel abgenommen hat, da er ja kaum was isst.....

Ich hoffe so sehr dass bei ihm die OP gut geht und er danach noch einige Zeit bei uns sein kann!!!! Was wären wir ohne ihn??????
Ich hab Angst ohne Ende!

Wart ihr vor der OP auch in einem eher schwachen Zustand??

ronin1970 31.12.2009 20:02

AW: Gibts hier auch welche die es "geschafft" haben??
 
Hallo,

ich war vor der OP bis auf gelegentliche Oberbauchschmerzen top fitt !

Das mit Deinem Vater klingt nicht sehr gut; wenn er so starke Schmerzen hat, würde ich ihn in die Notaufnahme/ Krankenhaus bringen lassen, um dann ihm seine Schmerzen mit morphinhaltigen Medikamenten zu nehmen.

Da Dein Vater nicht viel zu sich nehmen kann/ will ... kann ich Dir die Trinkfläschchen "Elemental028" empfehlen; dies ist hochkalorienhafte Trinknahrung mit allen Nährstoffen, Vitaminen u. Spurenelemente/Mineralien.

Viele Grüße

Michaela1984 01.01.2010 16:05

AW: Gibts hier auch welche die es "geschafft" haben??
 
Habe meinen Papa heute morgen wieder ins Krankenhaus gebracht!!
Meine Mama hat darauf gedrängt da er gestern abend wieder nur 3 Gabeln vom essen zu sich nahm und dann das Essen wegschob. Die ganze Nacht lang hatte er furchtbare Schmerzen, konnte kaum schlafen....

Er hat so abgenommen!!!

Heute morgen hat er dann im KH gleich eine Infusion bekommen!!

Michaela1984 02.01.2010 23:43

AW: Gibts hier auch welche die es "geschafft" haben??
 
Habe heute meinen Papa in der Klinik besucht. Ihm gehts schon wieder viel besser!!!
Er hat gestern nach dem er in die NOtaufnahme ging gleich Infusionen bekommen und hat seit einer Woche endlich mal wieder ne Nacht durchschlafen können. Des weiteren konnte er wieder ein bißchen was essen. viel Appetitt hat er nicht aber der arzt meinte, mit den Infusionen kommt das schon noch....
Die Ärzte sind alle sehr optimistisch was die OP angeht. der Krebs sei im absoluten Anfangsstadium und gut operabel. Aber ich lese hier fast immer von Leuten die ein oder 2 Jahre nach der OP trotzdem gestorben sind und das Leben dazwischen fast nicht mehr lebenswert war. Das nimmt mir den Optimismus!!! Zwar versuche ich vor meinem Papa und meiner Mama die das ganze doch sehr mitnimmt, immer zuversichtlich zu sein, aber wenn ich alleine bin dann verkriech ich mich und heule die Kopfkissen nass..... Ich habe Angst!!!! Angst vor der Zukunft und Angst vor allem was auf meinen Papa zukommt. Die schwere OP, die Zeit danach, und dann die Frage ob es überhaupt was bringt!!! Ich bin selbst schon ganz krank vor Angst!!!

Ich lese hier meist dass die Leute vor der Diagnose kaum oder fast keine Schmerzen hatten. Dann frage ich mich wieso mein Papa so schlimme Schmerzen hat wenn es doch angeblich noch im Anfangsstadium ist??

Dann der Gewichtsverlust. Als er vor 2 wochen ins KH kam wog er 82 Kilo, heute warens noch 73!!!

Denise1978 03.01.2010 07:15

AW: Das Leben nach der Whipple OP??
 
Guten Morgen Michaela,

diese Art von OP ist wirklich kein zuckerschlecken, aber es ist eine Chance.

Mein Mann hat sie auch hinter sich gebracht......sie dauerte ca. 11 Stunden.
Er lag glaube ich 2 Tage auf Intensiv und danach noch 4 Wochen im Krankenhaus.....danach ging es für 4 Wochen zur Reha und im Anschluss begann gleich die Chemo-Therapie die er einigermaßen "gut" vertragen hat.

Er kann nur noch kleine Mahlzeiten zu sich nehmen und muß mehrmals am Tag essen.......viele Sachen die er vor der OP sehr gern gegessen hat verträgt er nun nicht mehr.
Zur Zeit trinkt nur noch Wasser ohne Kohlensäure und Kaffee.

Ich halte Dir ganz fest die Daumen, dass alles glatt geht.

Ganz Lieben Gruss
Denise

Denise1978 03.01.2010 07:23

AW: Ist das das Todesurteil?? Ganz viele Fragen....
 
Guten Morgen Michaela,

diese Art von OP ist wirklich kein zuckerschlecken, aber es ist eine Chance.

Mein Mann hat sie auch hinter sich gebracht......sie dauerte ca. 11 Stunden.
Er lag glaube ich 2 Tage auf Intensiv und danach noch 4 Wochen im Krankenhaus.....danach ging es für 4 Wochen zur Reha und im Anschluss begann gleich die Chemo-Therapie die er einigermaßen "gut" vertragen hat.

Er kann nur noch kleine Mahlzeiten zu sich nehmen und muß mehrmals am Tag essen.......viele Sachen die er vor der OP sehr gern gegessen hat verträgt er nun nicht mehr.
Zur Zeit trinkt nur noch Wasser ohne Kohlensäure und Kaffee.

Ich halte Dir ganz fest die Daumen, dass alles glatt geht.

Ganz Lieben Gruss
Denise

CH-Schneckerl 03.01.2010 16:58

AW: Ist das das Todesurteil?? Ganz viele Fragen....
 
Hallo Michaela,

ich drück´deinem Papa ganz fest alle Daumen.
Auch wenn diese OP wirklch zu einer der "großen" OP´s in der Medizin gehört, so sehe doch bitte das Schöne in dieser Botschaft:
Wenn die Ärzte sagen "OP nötig", dann heißt das aber auch im Umkehrschluß: Das bösartige Geschwulst hat noch nicht gestreut und KEINE Metastasen gebildet. Nur wenn KEINE Metastasen feststellbar sind, macht die Resektion des Schadherdes überhaupt Sinn. Dass bei einer OP der Bauchspeicheldrüse da noch so einiges "Drum-Rum" mitoperiert werden muss, ist halt so.

Wenn nicht operiert werden würde, dann könnte man wohl nur konservativ mit Chemotherapie behandeln. Dabei kann aber kein Behandler der Welt garantieren, dass dann nicht doch (noch) Metastasen gebildet werden ..

Es ist sicher eine sehr sher schwierige Frage, die du mit deinem Papa hier hast beantworten müssen: machen wir´s oder machen wir es nicht?

Ich würde diese OP aber nur und ausschließlich in einem auf solche OP´s spezialisierten Zentrum machen lassen; "normale" Kreiskrankenhäuser haben wohl in aller Regel nicht die dafür nötige Erfahrung.
Und als Privatpatient sage ich dir: hinterfrage genau, ob die OP JETZT wirklich nötig ist -- oder ob am Ende nicht doch bloß der Operateuer selber als der Rechnungssteller der Lachende ist ..

Dennoch:
Whipple -- gut dass es diese Technik überhaupt gibt. Wenn die Begleitumstände keinen anderen Weg zulassen -- ja dann gibt es doch gar keinen anderen Weg ...

Stellt euch positiv auf den OP-Tag ein. Der Heilungsprozess wird auch sehr stark gesteuert und beeinflusst von der inneren Haltung der Angehörigen und des Patienten selber zu diesem Thema. Wir Angehörige können dem Patienten sehr viel Kraft geben, indem wir mit ihm positiv diesen Genesungsprozess begleiten. Dazu genügt es aber nicht, nur zu "wollen", sondern dazu muss man sehr oft sich auch "durchkämpfen", weil es halt sehr oft auch "weh" tut. Disziplin, Mut UND Ausdauer -- baut auf diese Elemente! Es wird gutgehen!

Ich bete für euch!

ganz liebe GRüße
CH-Schneckerl

Michaela1984 03.01.2010 20:23

AW: Gibts hier auch welche die es "geschafft" haben??
 
Ja das zur parenteralen Ernährung hab ich gelesen. Da er ja jetzt wieder in der Klinik ist und regelmäßig Infusionen bekommt denke ich dass dies auch eine ernährung ist....

Er hat keinerlei Apetitt!!! Mein Papa, der immer so gern gegessen hat.... Ich bin total am Ende! Ich hab selbst schon seit 4 Tagen nichts mehr gegessen, mein Magen ist regelrecht zugeschnürt!!! Alleine der Gewichtsverlust von ihm macht mir richtig Angst!!!

Am meisten Angst habe ich dass irgendwann am Tag der OP bei uns das Telefon klingelt und das KH dran ist die uns sagen die OP konnte nicht durchgeführt werden weil der Tumor doch groeßer als erwartet ist oder Metastasen da sind etc. Hab heute Nacht davon geträumt und bin klitschnass wach geworden!!!

Ich danke euch für eure Kraftpakete!!! Drückt uns bitte die Daumen!
Sein Leben darf jetzt einfach noch nicht vorbei sein. Er und meine Mama hatten mit ihren Enkelkindern noch soviel vor....

Michaela1984 04.01.2010 21:25

WICHTIG!Hat die Stärke der Schmerzen was mit der Fortgeschrittenheit des BSDK zu tun?
 
Bei meinem Papa wurde ja Mitte Dezember leider ein Tumor in der BSD diagnostiziert. Nun wurde für den 11.1.10 eine Whipple OP geplant! Es sind keine Metastasen vorhanden und der Tumor sei, laut Professor im Anfangsstadion und gut operabel!!!

Über die Feiertage war mein Papa zuhause. Aber bereits an Neujahr hat er mich gebeten ihn wieder ins KH zu fahren weil er solche Schmerzen hatte dass er es nicht aushielt. Obwohl der arzt ihm Morphiumpflaster, Novalgintropfen, und andere Schmerzmittel mitgegeben hat, die aber leider nichts holfen

Essen konnte er gar nichts mehr. Totale Apetittlosigkeit!

Nun ist er wieder im KH aber er sagt dass die Schmerzen noch immer ziemlich heftig sind. Zwar nicht mehr so sehr wie zuhause, da er Infusionen bekommt aber immernoch recht stark.

Ich lese hier immer wieder von Leuten die absolut keine Schmerzen hatten als der Tumor bzw. der BSDK schon entdeckt und bestätigt war. Selbst solche Patienten die unoperabel waren weil der Krebs schon so weit fortgeschritten war.

Wieso hat mein Dad dann derartige Schmerzen?
Hat dies nicht etwas damit zu tun wie groß der tumor bzw. wie weit der Krebs schon fortgeschritten ist?
Bin total verunsichert. Vielleicht ist der Krebs ja doch schon unendlich weit fortgeschritten und die Operation hilft nichts mehr? Der Arzt ist ein Genie und ist auf diese Art von OPs spezialisiert. Ich weiß man sollte eigentlich vertrauen, aber das ist leichter gesagt als getan!!!!

vielleicht könnt ihr was dazu schreiben?

sandy00 05.01.2010 00:44

AW: WICHTIG!Hat die Stärke der Schmerzen was mit der Fortgeschrittenheit des BSDK zu
 
Hallo
Ich kenn mich leider auch nicht aus.Meine Mutter hat BSDK allerdings ist er schon fortgeschritten.Sie hat auch starke schmerzen.
Ich hab mal gelesen das es damit zu tun haben könnte wen der Tumor irgendwo draufliegt?
Mehr kann ich auch nicht sagen....
Ich drück euch die Daumen

Mannei 06.01.2010 12:17

AW: Gibts hier auch welche die es "geschafft" haben??
 
Hallo Michaela,


mein Vater hatte die OP vor fast genau drei Jahren. Es geht ihm sehr gut, er lebt genauso wie früher, außer dass er nicht mehr raucht. :-)

Er isst ALLES, trinkt manchmal ein Gläschen Wein, nimmt keine Kreon oder sonstige tabletten. Kein Diabetiker, alles eigentlich wie früher!!!!!!

Ich wünsche Euch alles Gute und versucht positiv zu denken.

Liebe Grüße
Michaela

Michaela1984 06.01.2010 19:32

Kann mir jemand diesen Befund übersetzen??
 
Hallo!!

Habe heute den Arztbrief von meinem Papa gefunden!! Mittlerweile ist er ja wieder im Krankenhaus, weil er wie berichtet an Neujahr starke Schmerzen bekam und es zuhause trotz der Schmerzmittel nicht mehr aushielt. Aktuell gehts ihm nicht schlecht!!! Er hat wieder mäßigen Appetitt und die Schmerzen sind erträglicher geworden.

Hier also der Befund, vielleicht kann es mir jemand übersetzen, verstehe von diesem Arzt-Deutsch nur Bahnhof.




Diagnosen:
Verschlussikterus bei stenosierendem Intraduktalem Tu. des D. choledochus

Anamnese:

Herr .... stellte sich am 15.12.09 mit seit ca 3 Wochen bestehenden gürtelförmigen Oberbauchschmerzen in unserer chirurgischen Notaufnahme vor.

Eigenanamnese:
Morbus Hodgkin, Deabetes mllitus Typ 2

Lokalbefund:
Klinisch zeigten sich im Epigastrom keine Abwehrspannung, lokale Druckdolenz, kein Peritonismus, Darmperistaltik gut abhörbar, Nierenlager frei, Stuhl/Miktio o. B.

Labor:

Es finden sich erhöhte Cholestaseparameter ohne CRP-Anstieg

Sono-Abdomen:
bis auf dilatierter Ductus choledochus (12mm breit) kein weiterer path. Befund.

ERCP vom 16.12.2009:
keine Kontrastierung der Gänge möglich. Minimale Vorschnitt-EPT. DHC eröffnet aber keine Passage, auch nicht mit dem Führungsdraht. V.a. Stenose im distalen DHC

CT des Abdomens am 16.12.09:

intrahepatische und extrahepathische Cholestase. Die Ursache befindet sich direkt oberhalb des Pankreaskopfes (Kalibersprung), ist jedoch nicht direkt erkennbar. Kein Nachweis eines Tumors oder eines Konkrementes. Leichtgradige ausgeprägte Cholezystitis - Reizzustand der Gallenblase. 15 mm durchmessende Hypodensität im Corpus Pankreatis, suspekt auf einen kleinen Tumor. Dieser Befund kann jedoch nicht die Cholestase erklären. Zusätzlih zeigen sich pleurale und perikardiale Verkalkungen, suspekt auf eine Asbestose. Ergänzung der Berufsanamnese erforderlich.

Kernspintomographie des Oberbauches inkl. MRCP vom 17.12.09:
Unterbrechung des Ductus Choledochus über eine Strecke von ca. 10mm beginnend etwa 3 cm cranial der Duodenalpapille. Distal der Stenose, deutlich dilatierte Intra- und extrahepathische Gallenwege.
Proximal der Stenose etwa normalkalibriger Ductus Choledochus. In der Stenosen-Region scheinen die Wandstrukturen verdickt mit betontem Enhancement. Hier lässt sich dein entzündlicher und raumfordernder Prozess im Gallengang nicht ausschließen. Pankreasgang durchgänigig verfolgbar, jedoch mit Kaliberschwankungen. Im Pankreasschwanz verdickter Gang, vereinbar mit abgelaufender Pankreatitis. Im Pankreascorpus ca. 1,5 cm durchmessende Struktur mit fehlenden Enhancement in allen Anflutungsphasen. Wandstruktur der Gallenblase und des Ductus cysticus verdickt, vereinbar mit chronischer Cholezystits. Kein Nachweis von Konkrementen. Keine umschriebenen fokalen Leberläsionen. Relativ dicke Magenwand an der großen Kurvatur nun bis 2,5 cm Dicke. Beidseits einzelnen kleine NIerenzysten. Kein Aszites, kein Pleuraerguss

ERCP vom 18.12.09:

Malignitätsverdächtige Stenose im Gallengang. Endoskopische Papillotomie. Nicht selbstexpandierende Prothekese im Gallengang eingelegt.

Therapie und Verlauf:

Der mechanische Ikterus wurde durch 2x ERCP mit Abdomen-CT und MRT abgeklärt. Beim zweiten ERCP Versuch gelang jedoch die extrahepatische Cholestase durch Gallengangsprothese zu beheben. Die bestehende Schmerzsymptomatik war ducrch Transtec Pflaster gut beherrschbar. Die erhöhten BZ Werte wurden nach Actrapid- Schema korrigiert. Aufgrund der mutmaßlichen malignen Choledochusstenose stellen wir die Operative Indikation zur Duodenopankreatektomie (OP nach Whipple).

KarlaKolumna123 06.01.2010 20:28

AW: Kann mir jemand diesen Befund übersetzen??
 
Hallo Michaela...

bei deinem Vater sind die Gallengänge verengt. Wo möglich durch einen Gallengangstumor....(Krebs). Die Ärzte haben nun vor, deinem Vater durch eine umfangreiche Operation (Whipple) zu helfen.

Ich wünsche Euch alles Gute, vor allem Deinem Vater, seit für Ihn da und gebt ihm Kraft! Er schafft das schon!

LG

Karla

Michaela1984 06.01.2010 21:03

AW: Kann mir jemand diesen Befund übersetzen??
 
Ich bin jetzt etwas durcheinander. Mein papa sagte mir er hätte einen Tumor in der Bauchspeicheldrüse.
Karla, du schreibst nun, es wird einer in den Gallengängen vermutet??

Ist das weniger besorgniserregend, oder gar noch schlimmer als die Bauchspeicheldrüse??

annafranzi 06.01.2010 23:41

hallo,
 
man ist sich offenbar noch nicht sicher, ober der tumor vom Gallengang oder der bauchspeicheldrüse ausgeht. die behandlungsart ist bei beiden tumorerkrankungen dieselbe, d.h. whipple-op. welche tumorart besser oder schlechter ist,kann man so nicht sagen, es kommt dann auf den tumor selbst an, wie aggressiv er ist . allgemein betrachtet sind die erfolgsaussichten einer behandlung beim gallengangs-karzinom zwar auch nicht so toll,aber etwas besser als die des bsd-krebs. alles gute für die op!
vg
annafranzi

Michaela1984 07.01.2010 09:27

AW: Kann mir jemand diesen Befund übersetzen??
 
Wie sieht es im Großen und Ganzen aus mit dem Befund?? Ist er sehr schlecht?? Ich versteh daraus leider gar nichts!!

Bianca.aachen 07.01.2010 11:30

AW: Kann mir jemand diesen Befund übersetzen??
 
Morgen Michaela,

die ganze Situation in der Ihr Momentan steck ist schlecht, keiner von uns weiß etwas genaus sei ruhig und vertrauen den Ärzten.

Sei froh das operiert werden kann was ja am Montag laut deinen anderen Berichten stattfindet. Genaues kann man erst während der OP sagen wie schlimm es ist oder nicht. Bei einigen hier im Forum wurde die OP angesetzt und nach 2 Stunden beendet da der Krebs zu weit fortgechritten war, bei anderen dauerte die OP 8-11 Stunden und sind nach einigen Tagen wieder gelaufen und haben es gut verkraftet. Es kommt sich immer auf die konstitution der Person und den Willen darauf an.

Ihr könnt im Moment doch gar nichts machen als deinem Vater beizustehen und zu warten tu das bitte und wartet.

Elisabethh.1900 07.01.2010 11:53

AW: Kann mir jemand diesen Befund übersetzen??
 
Liebe Michaela, den Befund von Deinem Vati habe ich mir mal angeschaut! So lange die Ärzte keine Gewebeprobe entnommen und im Labor haben untersuchen lassen, kann man nur von Verdacht sprechen. Dies ist so üblich, solange keine gesicherte Gewebeuntersuchung vorliegt. Es stehen auch positive Sachen im Befund, die wichtig sind, wie keine Aszites und kein Pleuraerguß. Unter Vorerkrankungen steht, dass Dein Vati bereits einen Morbus Hodgkin hatte, also schon einmal eine schwere Erkrankung in seinem Leben überstanden.
Zitat:

CT des Abdomens am 16.12.09:
intrahepatische und extrahepathische Cholestase. Die Ursache befindet sich direkt oberhalb des Pankreaskopfes (Kalibersprung), ist jedoch nicht direkt erkennbar. Kein Nachweis eines Tumors oder eines Konkrementes. Leichtgradige ausgeprägte Cholezystitis - Reizzustand der Gallenblase. 15 mm durchmessende Hypodensität im Corpus Pankreatis, suspekt auf einen kleinen Tumor. Dieser Befund kann jedoch nicht die Cholestase erklären. Zusätzlih zeigen sich pleurale und perikardiale Verkalkungen, suspekt auf eine Asbestose. Ergänzung der Berufsanamnese erforderlich.

Man hat Verkalkungen gesehen, die eventuell mit dem beruflichen Umgang mit Asbest zusammenhängen können, deshalb soll Dein Vati zu seinem Berufsleben gründlicher befragt werden.

Liebe Michaela, soweit ich den Befund verstehen kann, ist die Ursache für die Probleme Deines Vatis eher in den Gallengängen zu suchen. Da Leber, Galle, Bauchspeicheldrüse und Magen auf sehr engem Raum zusammentreffen ist die Behandlung (Operation nach Whipple) vorgeschlagen worden.

Die Deutsche Krebshilfe bietet im Rahmen ihres Informationsmaterials die "Blauen Ratgeber" eine Broschüre zum "Krebs der Bauchspeicheldrüse"
und "Krebs der Leber und Gallenwege". Dort findest Du noch weiteres gutes Informationsmaterial. Die URL lautet: http://www.krebshilfe.de/blaue-ratgeber.html. Alle Broschüren stehen zum Download bereit oder können als Heft kostenfrei bestellt werden.
Informationen findest Du auch unter:www.bauchspeicheldruesenkrebszentrale.de

http://www.adp-dormagen.de
Selbsthilfegruppe für Menschen mit Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse, hat Regionalgruppen in der gesamten BRD.

Ich hoffe, dass ich Dir ein Stück weiterhelfen konnte!

Tschüß!
Elisabethh.

Michaela1984 07.01.2010 17:53

AW: Kann mir jemand diesen Befund übersetzen??
 
genau das was Bianca schrieb befürchte ich.....
Dass die OP nach weniger Zeit abgebrochen wird weil der Krebs zu weit fortgeschritten ist. Hab einfach Angst um ihn weil er soviel an Gewicht verloren hat und ihn ziemliche Schmerzen plagen....

Die Morbus Hodgkin liegt nun 10 Jahre zurück. Da wurde ihm auch ein kleiner Tumor entnommen und nach einer kurzen Chemo war er wieder relativ fit....

KarlaKolumna123 08.01.2010 09:01

AW: Kann mir jemand diesen Befund übersetzen??
 
Hallo Michaela...

wie gesagt, es besteht immerhin noch der "dringende" Verdacht. Wartet die Ergebnisse ab....die Whipple wird in der Regel nur durchgeführt, wenn Aussichten auf eine längerfristige Genesung besteht.
Es sind noch keine ersichtlichen Metastasen vorhanden. Sonst würde es nicht mehr gehen....(wie bei meinem Vater).

Es wird schon gutgehen, nur immer fest dran glauben und hoffen. Steht ihm bei und macht ihn nicht verrückt mit eurer Angst. Es ist schwer, aber man kann es schaffen.

LG

Karla

Michaela1984 08.01.2010 09:44

AW: Kann mir jemand diesen Befund übersetzen??
 
Sieht man Metastasen immer auf CT und Kernspin???

Aldente 08.01.2010 09:57

AW: Kann mir jemand diesen Befund übersetzen??
 
Zitat:

Zitat von Michaela1984 (Beitrag 835241)
Sieht man Metastasen immer auf CT und Kernspin???

Ab einer gewissen Größe ja, voher nicht. Mikrometastasen bspw. kann man auf bildgebenden Verfahren wie CT oder MRT nicht erkennen.

Kannst Du nicht mal mit dem behandelnden Arzt sprechen, damit der Dir den Befundbericht näher erklärt?

Viele Grüße, Andrea

Magra59 08.01.2010 17:09

AW: Kann mir jemand diesen Befund übersetzen??
 
Liebe Michaela

bei mir lief es im September 08 eigentlich gleich wie bei deinem Vater. Trotz mehrfachem ERCP konnte keine Gewebeprobe entnommen werden und so wurde auch bei mir operiert ohne 100%ig zu wissen ob es sich um einen Gallengangstumor handelt oder nicht.

Ich hatte das Glück in sehr fähige Hände zu kommen (am Universitätsspital in Zürich). Man hat den Tumor vollständig entfernt, ebenso die Gallenblase, Gallengang und rund die Hälfte der Leber. Wie bereits erwähnt ist diese OP ein sogenannt kurativer Ansatz, d.h. mit der Absicht auf Heilung. Das ist auf jeden Fall schon einmal gut und sollte euch Hoffnung geben.

Die OP dauerte bei mir rund 9h und nach 2 Tagen war ich wieder auf den Beinen. 8 Tage nach der OP war ich wieder zu Hause :-).

Also, Kopf hoch. Dein Vater braucht jetzt deine ganze Stärke und Zuversicht!

Ich drück euch alle Daumen !
lieber Gruss
Magra59

CH-Schneckerl 09.01.2010 02:18

AW: Das Leben nach der Whipple OP??
 
Hallo Denise
Hallo Michaela

ich drück euch beiden echt ganz fest die Daumen:

Meine Frau hat am 30.06.09 die Diagnose BDSK - inoperabel wg. Lebermetastasen- bekommen ...

und am 10.12.09 war für uns vorzeitig Weihnachten:
Erstes Controll-CT (seit Juli 2009): KEINE neuen Herde
alle bisherigen Befallsstellen REGREDIENT (zu deustch: zurück gehend).

Und jetzt?
Jetzt spielen die Blutplättchen verrückt (zu wenig) und alle Versuche diese wieder auf Vordermann zu bringen, fruchten nicht. Es droht "innere Verblutung" ..

Wenn es am Montag nicht besser wird muss wohl eine Bluttransfusion gemacht werden ...

Seit Anf.August macht meine Frau nun die Chemo ohne Pause! (immer 3 Wochen hintereinander - dann 1 Woche dazwischen mit GEMZAR und bis vor kurzem XELODA; das XELODA geht aber nicht mehr, weil die Nebenwirkungen der hochgradig entzündeten Fußsohlen und Handinnenflächen extrem schmerzhaft waren -- statt 2mal täglich XELODA gibts jetzt einmal wöchentlich (für 24 Stunden) das 5-FU (das ist der Stoff, den die Xeloda-Tabletten im Körper produzieren) flüssig über den Port (Flache hängt da um den Hals/Bauch - einen ganzen Tag; es funktioniert relativ gut ..)

Also:
positiv denken - dem Patienten Kraft mitgeben - ihn unterstützen - seine Sorgen ernst nehmen. NICHTS tun, was der Patient NICHT will ..

Grüße
CH-Schneckerl


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