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Antihormone ja oder nein
Hallo ihr Lieben :o)
hat jemand von euch auch gute Erfahrungen mit Antihormonen gemacht oder überwiegen die Nebenwirkungen? Ich bin 37 Jahre alt und 3fach an Brustkrebs erkrankt. 2 Vorstufen und ein Tumor. Habe schon 2 OP´s hinter mir, 6x Chemo und am 13.7. startet meine Bestrahlung. 33 Stück soll ich bekommen. Außerdem bekomme ich alle 3 Wochen Herceptin. Jetzt soll ich auch noch Tamoxifen Tabletten nehmen. Mein Tumor ist aber auf der Rezeptorstatus-Liste von 1 - 12 nur bei 2 angesiedelt. Ich bin echt am hadern, ob ich mich noch mehr mit Medikamenten vollstopfen soll, vor allem bei den Nebenwirkungen die auftreten können. Die Ärztin sagt selbst dass der Status grenzwertig ist. Was sagt ihr dazu? Ich weiß dass es meine Entscheidung ist aber ich hätte außer Arztberichten gerne auch Erfahrungen von Betroffenen Personen. Schließlich sehen diese alles mit anderen Augen :o). Wäre schön wenn ich eure ehrliche Meinung hören könnte. Ansonsten: genießt das schöne Wetter liebe Grüße CiJay |
AW: Antihormone ja oder nein
:winke: Hallo CiJay
Also ich nehme jetzt seit einem halben Jahr Tamoxifen und bis auf die üblichen Hitzewallungen habe ich null Probleme :) Ich schlafe gut, habe keine Stimmungsschwankungen und habe es sogar geschafft wieder abzunehmen:cool: Vielleicht versuchst du es einfach mal ,aufhören kannst du ja zu jeder Zeit ;) LG |
AW: Antihormone ja oder nein
Hallo,
ich hatte auch unheimlich Bammel vor dem Tamoxifen, hatte nur dauernd von den schrecklichen Nebenwirkungen gehört. Als ich dann damit anfing, habe ich regelrecht drauf gewartet. Und: Nix. Ich merke nichts, außer dass schon nach kurzer Zeit meine Knochenmetas nichtmehr zu sprüen waren und die Tumormarker sanken. Mein Rezept: Viel Sport (Laufen, Rad fahren). Als ich wegen einer Verletzung nichts sporteln konnte, hatte ich mal nachts ein paar Hitzewallungen. Aber seit ich wieder täglich im Wald schwitze, sind sie weg. Ich hab aber vorher schon oft (vor der Periode) nachts ziemlich geschwitzt, und das wurde mit dem Sport auch besser. Natürlich ist es bei jeder anders, aber ich würde es probieren. Wenn es zu schlimm ist, kannst Du sie auch wieder absetzen. Ob es bei einer so niedrigen Rezeptorzahl sinnvoll ist, kann ich dir aber auch nicht sagen ... |
AW: Antihormone ja oder nein
Hallo,
leider kann ich zu Deiner Anfrage nicht viel beisteuern, außer, dass ich Tamoxifen auch nehmen soll und eigentlich keine Veranlassung habe, es nicht zu tun. Mir wurde nun geraten, auch Bisphosphonate zu nehmen. Meine Frage ist: Hat da schon jemand Erfahrung, wie ist das mit den Nebenwirkungen (Knochenschwund des Kieferknochens habe ich gelesen - ist das wirklich so dramatisch?) und was würdet Ihr mir raten? Danke für Eure Hilfe Sissi |
AW: Antihormone ja oder nein
Hallo,
Bisphosphonate sollst du wahrscheinlich nur prophylaktisch bekommen, also in geringerer Dosis als bei Knochenmetas. ich bekomme sie auch, allerdings alle 4 Wochen (Zometa). Vorher war ich in der Kieferklinik, um genau nachzuschauen, ob da nicht irgendwo ein Infektionsherd ist oder ein Zahn, der vielleicht bald gezogen oder wurzelbehandelt werden muss. Ich denke, das ist ganz wichtig! Mein Onkologe sagte mir, seit die NW Kiefernekrose bekannt ist und man entsprechend vorsorgen kann, ist diese NW seltener geworden. Wenn du einigermaßen gesunde Zähne hast, musst du, glaube ich, keine Angst haben! Wenn nicht, würde ich aber abwägen - leider sind es dann eben zwei Gefahren: Kiefernekrose und Knochenmetas. Beides muss nicht eintreten. Lass dich nochmal eingehend vom Onkologen beraten! Schlimm sind die Bisphos bei mir nicht - hatte selbst beim ersten mal keine NW. P.S. Woher kommt die Info, dass Tam bei Her2neu-positiven kontraproduktiv ist? Dafür gibt es keine logische Erklärung ... hab ich noch nirgends gelesen. Her2neu ist kein Hormonrezeptor, sondern ein Wachstumsfaktor, der bei den "Positiven" überexprimiert ist! Hat also mit den Hormonrezeptoren nichts zu tun. |
AW: Antihormone ja oder nein
Hallo CiJay,
die Erfahrungen anderer mit Antihormonen nützen Dir überhaupt nichts. Im Gegenteil; sie können Dir sogar schaden. Es ist nun einmal so, dass jeder Körper anders auf Medikamente reagiert. So ist es dann natürlich auch bei Antihormonen. Wie Deiner reagiert, weiß niemand vorherzusagen. Sicher ist nur, dass Berichte über Unverträglichkeit Angst machen und diese dann zu Problemen führten, die Du anders nicht gehabt hättest. Ich kann Dir nur raten, zumindest damit anzufangen und Dich erst einmal nicht um die möglichen Nebenwirkungen anderer zu kümmern. Mach bitte Deine eigene Erfahrung und schau, ob Du es verträgst oder nicht. Es gibt auch mehrere Medikamente und so kann der Arzt Dir auch ein anderes verschreiben, wenn Du Probleme bekommst. Ich finde es ganz natürlich, dass Du jetzt überlegst, Deinen Körper nicht mit noch mehr Medikamenten zu belasten aber es ist nun mal eine weitere Waffe gegen den Krebs, die Du in die Hand bekommst. Ich würde sie immer nutzen, weil ich viel zu viel Angst vor einer Neuerkrankung habe und alles tun würde, um mich zu schützen. Deine Entscheidung musst Du aber ganz alleine fällen. ich wünsche Dir dabei ein gutes Händchen. Lieber Gruß |
AW: Antihormone ja oder nein
Hallo CiJay,
ich finde auch, wie Barbara, dass Erfahrungs- und Meinungsberichte in dieser Frage nicht sinnvoll sind. Jeder Tumor ist anders und die Wirksamkeit und die Nebenwirkungen sind ganz individuell. Weil Antihormone generell dem Körper Hormone entziehen, ist das oftmals kein Zuckerschlecken, ich habe nach 4 Jahren (Aromatasehemmer) noch heftige NW. Ich würde an deiner Stelle lieber beim 2. und 3. kompetenten Arzt weitere Meinungen einziehen. Ich habe vor 10 Jahren nach meiner Ersterkrankung bei mehreren G1-Tumoren mit Her2 neg. und einem durchschn. Hormonstatus von 2 bis 3 (von 12) nach der Entscheidung der Turmorkonferenz weder Chemo noch Antihormone bekommen. 6 Jahre später hatte ich Metastasen. Da aber noch andere Faktoren dazukamen, kann ich das nicht einfach darauf beziehen, dass ich den Rückfall deshalb bekommen habe, weil ich keine Antihormone genommen habe. Kontraproduktiv Her2 und Tam habe ich auch schon gelesen, aber bei welchen Frauen in welchem Stadium ... keine Ahnung. Gruß Karin |
AW: Antihormone ja oder nein
Hallo,
in Bezug auf die Frage,ab wann eine AHT sinnvoll ist,habe ich dieses gefunden:http://www.krebs-kompass.org/forum/s...9&postcount=25 Also macht eine AHT bei einem Score von 2 Sinn.Dass Tam und Her2 neu Positiv kontraproduktiv sein können,habe ich auch schon gelesen,weiß leider nicht mehr wo:rolleyes: Ich persönlich würde die AHT machen,ich würde alles mitnehmen,um meine Chance zu vergrößern,dass dieser Sch...nicht wieder kommt. Meine Angst vor dem Sch...ist bei weitem größer,als vor jeglicher Therapie. Aber das muß jeder für sich selber entscheiden. Alles gute für Dich,Jule |
AW: Antihormone ja oder nein
Hallo,
ich kann Barbara O. nur zustimmen. Probier es aus. Ich hab nach meiner Behandlung (Chemo u. Bestrahlungen) im Sommer 2002 mit Tamxifen und Zoladex angefangen. Vor 3-4 Jahren dann Femara und bin seit Jan./Feb. 2010 fertig mit der Hormonbehandlung. Klar waren da die Nebenwirkungen, die ich dann auch ausgehalten habe, aber wichtig für mich und meine Psyche war, dass ich mich mit der weiteren Hormonbehandlung auf der sicheren Seite fühlte. Nun war die 1. Untersuchung nach der Hormonbehandlung und es ist auch nach fast 9 Jahren immer noch alles in Ordnung. Lieber Gruß Claudia |
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Vielen Dank für eure Antworten :). Natürlich ist es meine Entscheidung. Un die ist nicht leicht. Ich werd mal noch n paar Mal drüber schlafen.
Liebe Grüße und alles Gute für euch. |
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Hi Calypso,
danke für den Tipp mit der Kiefernorthopädie, werde ich machen, denke ich. sissi |
AW: Antihormone ja oder nein
Hallo sissi,
die Spezialisten dafür sind die Kieferchirurgen. Ich hatte allerdings mit einem niedergelassenen dieser Art sehr schlechte Erfahrung gemacht (wollte 4 Zähne ziehen und Brücken rein machen), die Zweitmeinung in der Klinik bestätigte dann die Meinung meines Zahnarztes, dass dies völlig überzogen wäre, da alle Zähne fest und gesund sind und die Parodontose in den letzten Jahren nicht fortgeschritten ist. Es wurde mir eine Uni-Zahnklinik empfohlen (Begründung: Die müssen da nicht so auf die Wirtschaflichkeit schauen ....) |
AW: Antihormone ja oder nein
"ich weiß seit 17 Monaten, dass ich her2 positiv bin. Danke für die Belehrung, aber dass das kein Hormonrezeptor ist, ist mir bekannt."
Danke für den Link, den hatte ich noch nicht gefunden! Und du musst nicht gleich sauer reagieren, ich wollte nicht belehren sondern habe eine Frage gestellt, weil es mir einfach unlogisch vorkam. Wie dem Link zu entnehmen ist, hängt da ja noch ein Transkripionsfaktor mit dran, der anscheinend bei Überexpression dafür sorgt, dass das Tam seine agonistische Wirkung entfaltet. Das finde ich dann schon vorstellbar ... Es ist aber nicht so, wenn ich es richtig verstanden habe, dass das Herceptin die Wirkung von Tam beeinflusst, sondern das Zusammenspiel von Überexprsionen von Her2neu und diesem Transkriptionsfaktor. Das beruhigt mich etwas, denn das Tam scheint bei mir zu wirken, es hat innerhalb kurzer Zeit bewirkt, dass meine Knochenschmerzen von den Metas weg waren. Also vielleicht habe ich entweder den Transskriptionsfaktor nicht (jedenfalls nicht aktiv), oder die krebszellen sind wirklich Her2neu-negativ. Ich weiß nämlich leider noch nicht, ob meine Krebszellen nun Her2neu-positiv sind, oder nicht. Die Stanze sage ja, die Histologie des OP- Materials nein. Es wird jetzt wohl nochmal untersucht. |
AW: Antihormone ja oder nein
Hallo noch mal :o)
es hat ja die letzte Zeit keiner mehr auf meien Eintrag geschrieben. Trotzdem melde ich mich noch mal um meine Entscheidung zu "verkünden". Ich habe mich ganz bewusst gegen Tamoxifen und die Spritze entschieden. Da die Spritze die Nebenwirkungen hervor ruft, das Tamoxifen aber ohne die Spritze (laut Arzt) keinerlei Wirkung hat, werde ich das Medikament nicht nehmen. Femara kann ich nicht nehmen, da meine Wechseljahre nur durch die Chemo zustande kam. Vor einem Jahr wurden Antihormone nur ab einem Rezeptorstatus von 3 gegeben. Alles darunter war "nicht der Rede" wert was Antihormone betrifft. Ich werde mir den Hauptfaktor der Hormonproduktion, die Eierstöcke, entfernen lassen. Es geht mir zur Zeit richtig super und ich möchte dass das so bleibt. Ich habe von Betroffenen gelesen "ich werde alles tun damit der Krebs nicht mehr kommt, egal welche Nebenwirkungen bei Tamoxifen auftreten". Das finde ich zwar bewundernswert aber leider gibt es keine Garantie, dass der BK nicht mehr kommt. Wenn ichs also nochmal kriegen soll dann ist es mir egal ob ichs in einem Jahr wieder bekomme oder viell. erst in 6 oder 7 Jahren. Dafür habe ich das eine Jahr aber genossen und musste mich nicht durch 5 Jahre Medis quälen. Würde mich freuen wenn noch mal jemand auf diesen Eintrag antwortet :winke: Bis bald und alles Gute CiJay |
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Ich habe es auch so gehalten.
LG, Anne |
AW: Antihormone ja oder nein
Hallo CiJay,:winke:
ich habe mich nach reiflicher Überlegung genau wie du gegen Antihormone entschieden. Wollte es erst ausprobieren und bei zu starken Nebenwirkungen wieder absetzen, aber nun bin ich der Meinung, dass ich das meinem Körper nicht auch noch antun will. Nach OP, Chemo und Bestrahlungen habe ich nun genug getan, muss erst mal diese Nebenwirkungen verdauen. Ich soll nächste Woche mit Tamoxifen beginnen, 5 Jahre lang und dann noch 2 Jahre Zoladex. Nö, ich möchte noch ein bisschen Frau bleiben, wenn auch nicht mehr viel davon übrig ist :weinen: Ausserdem liegt bei mir Östrogen bei 0 und Progesteron gerade mal bei 6 und wenn ich richtig informiert bin, stoppt Tamoxifen die Östrogenproduktion. Na, ich werde nächste Woche noch mal mit meiner Onko reden, mal sehen was sie zu meiner Entscheidung sagt. Ich finde auch, ich möchte lieber noch etwas beschwerdefrei leben und meine Zeit genießen. Wünsch dir alles Gute, liebe Grüße Claudia |
AW: Antihormone ja oder nein
Wollte euch auch mal die andere Seite schildern.
Nach der ED (mit BET, Chemo, Bestrahlungen) habe ich mich auch gegen Tamoxifen entschieden. 2009 hatte ich ein Rezidiv, Knochenmetastasen und befallene LK. Ich nehme jetzt das Tam, habe keinerlei NWs - und die Tumormarker sind schon nach wenigen Wochen deutlich gesunken, die Schmerzen von den Knochenmetas sind weg. Klar, es ist nicht gesagt, dass das alles nicht genauso gewesen wäre, wenn ich damals das Tam genommen hätte. Aber ich mach mir schon so meine Gedanken ... @Zwiebelhirte: Nein, Tamoxifen stoppt nicht die Östrogenproduktion. Deshalb kommt man mit Tam auch nicht zwangsläufig in die Wechseljahre - ich zum Beispiel nicht (obwohl schon 50 Jahre). Tam besetzt nur die Rezeptoren auf den Krebszellen, und dadurch werden sie in ihrem Wachstum gehemmt bzw. können absterben. (Außerdem wirkt es in der Gebärmutter wie ein Östrogen) Zoladex verhindert die Östrogenproduktion in den Ovarien, Aromatasehemmer die Produktion in den nderen Organen bzw. Fettgewebe (wenn die Ovarien stillgelegt oder entfernt wurden) @CiJay72: Kommt man nicht auch in die Wechseljahre, wenn man die Eierstöcke entfernen lässt? Ist doch egal, ob man die Ovarien durch OP oder Medikamente ausschaltet? - Außer, dass die Entfernung vielleicht langfristig bequemer ist (dafür aber auch nicht abgesetzt werden kann, wenn die NWs zu schlimm werden) |
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Vielen Dank Calypso für deine Erfahrungen,
wie ich sehe hast du aber deine Eierstöcke noch. Dann sieht die Sache ja anders aus. Ich habe keine mehr:). Wildkatze auch nicht und Ci Jay72 läßt sie sich entfernen. Das sind dann doch andere Voraussetzungen. Mir wurde damals gesagt, ich solle Tam mit Zoladex bekommen, wieso nimmst du nur Tam? Ich habe auch die Auskunft bekommen, dass dies ausser evtl.NW nicht viel bringt. Aber jeder Arzt sagt ja was anderes. LG, Anne |
AW: Antihormone ja oder nein
@ Calypso
meine Therapieempfehlung vom Brustzentrum, obwohl noch prämenopausal und nach Hormontest keine Östrogenmangelsituation, 5 Jahre Tamoxifen. Mir erschien es konsequenter und sicherer die Hormonproduktion durch Entfernen der Eierstöcke fast komplett auszuschalten (bis auf den min. Rest der in Fettgewebe und Nebenniere gebildet wird), da der Tumor auch Progesteronrezeptor positiv war. Deine Situation ist ja leider eine ganz andere. Natürlich kommt man durch die Entfernung der Eierstöcke in die Wechseljahre und zwar von jetzt auf gleich, aber genauso schnell ist es auch vorbei, zumindest bei mir, aber es erspart mir die nicht geringen Nebenwirkungen von Tam. Wie du schon richtig bemerkt hast wirkt es in der Gebärmutter, was zu einer Verdickung der Gebärmutterschleimhaut mit Ausschabungen führen kann und im ungünstigsten Fall auch zu einem Tumor. Ich wünsche dir weiterhin keine Nebenwirkungen unter Tam und ein Fallen des TM. Liebe Grüsse Lydia |
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Zitat:
Außerdem habe ich die Info, dass auch die Produktion der Hormone in anderen Organen, wie Nebenniere usw. ausreicht, um hormonabhängige Tumorzellen zum Wachstum anzuregen, deswegen gibts ja postmenopausal die Aromatasehemmer. Oder hab ich da eine falsche Info? Die Probleme mit der Gebärmutterschleimhaut bzw. vermehrter Zystenbildung gibt es angeblich vor allem dann, wenn man keine Monatsblutung mehr hat. Mein Gyn behauptet, dass die Gebärmutterschleimhaut bei der Blutung gut abgebaut wird, außerdem wird sie alle 3 Monate untersucht. Bisher verhält sie sich normal (hab aber auch erst 4 Monate Tam hinter mir mit 4 Blutungen). Ich wollte nur nochmal darauf hinweisen, dass die Einnahme von Tam nicht zwangsläufig zu den Wechseljahres-Beschwerden führt. Da es bei vielen Frauen sehr gut wirkt, würde ich es wenigstens mal ausprobieren. |
AW: Antihormone ja oder nein
Hallo Calypso,
das ist dann wiwder so ein fall, wo es verschiedene Menungen zu gibt. ich habe folgende Informationen: Die Hauptmenge Östrogene wird nur in den Eierstöcken gebildet, im Fett und Nebennieren jeweils nur eine sehr kleine Menge, die wegen des Restrisikos eben mit Aromatasehemmer versucht wird zu unterdrücken in der Entstehung. Dass nur Tam einzeln gegeben wir, finde ich interessant, zumal da wie du sagst der Zyklus bestehen bleibt. Wenn das so wirksam ist, wieso ist das aber nicht weiter verbreitet und man gibt in der Regel die Kombi mit Zoladex? Was mir bei dieser Therapie ziemlich riskant wäre, das wäre die Möglichkeit schwanger zu werden mit Embryonenschädigung. Nicht für jeden ist eine Abtreibung akzeptabel. Man kann natürlich mechanisch verhüten, wenn einem das liegt. Bei meiner Entscheidung war die mögliche Eierstockbelastung durch das Tam zu riskant, da ich zudem familiär belastet bin, die Eierstöcke betreffend. Eierstöcke kann man ja nur sehr schwer überwachen und da ist schnell mal alles zu spät. Sowas muß auch immer individuell abgewogen werden. Ich hatte z.B.nur eine Wachstumsfraktion von 1%. LG |
AW: Antihormone ja oder nein
Hallo,
Studien haben gezeigt, dass Zoladex bei Frauen ab 40 keinen Vorteil mehr bringt. Daher ist das bei dir, Calypso, völlig richtig. Meine Schwester nimmt Tamoxifen ohne Zoladex, sie menstruierte noch voll mit 44 Jahren und sie sagt, der ganze Hormonzirkel ist irgendwie gedämpft und verlangsamt. Ansonsten hat sie nach 1 Jahr kaum noch Nebenwirkungen außer leichtem Haarausfall (den nur sie wahrnimmt) und ausgeprägterem PMS vor den Tagen. Ich selber habe 4 Jahre Tamoxifen genommen und meine Gebärmutter hat überhaupt nicht darauf reagiert, sah immer gleich aus. Bei mir hat das Tamoxifen den Krebs nur so gerade in Schach halten können. Was aber schon was war, so schnell wie der vorher wuchs unter Hormoneinfluss. Die Hormonproduktion nach den Wechseljahren ist keineswegs zu vernachlässigen. Sowohl Tamoxifen als auch die Aromatasehemmer bringen einen deutlichen Vorteil bei postmenopausalen Frauen. Dies zeigt die Statistik, die bei dem seit so vielen Jahren weltweit genutzten Tamoxifen wirklich repräsentativ ist, aber Zahlen sind nur Zahlen. Mein Onkel, Orthopäde, hat vor 25 Jahren oder noch länger die Einführung von Tamoxifen am Rande miterlebt, denn die BK-Patientinnen kamen immer zu ihm mit den Frakturen von den Knochenmetastasen. Er sagt, das war damals ein unglaublicher Durchbruch in der Krebstherapie, eine unglaubliche Erleichterung auch für ihn als Arzt, vorher sind viel mehr Frauen einfach ziemlich schnell gestorben. Von der Wirksamkeit her soll es mehr bringen als Chemo z.B. Grüße Susaloh |
AW: Antihormone ja oder nein
Danke Susaloh.
ich hatte vom Tumorboard Leipzig Empfehlung für Zoladex(und Tam), obwohl ich zu dem Zeitpunkt schon 43 Jahre alt war. Es ist ja nicht nur die mögliche Gebärmutterveränderung, die manchmal auftreten können, sondern besonders die Gefahr von Eierstockkrebs/metastasen an den Eierstöcken, die vermehrt unter Tam auftreten sollen(und da dachte ich wieder an meine familiäre belastung). Auch bin ich familiär osteoporosebelastet, muß da sowieso aufpassen. Deswegen hat mir im hiesigen Brustzentrum(bin zwischendurch umgezogen) auch die Ärztin davon abgeraten, Tam und Zol zu nehmen, sie hatte wohl gerade einige solche Fälle gehabt, wo es dann die Eierstöcke getroffen hatte. Ich bin jedenfalls vorsichtiger, bei mir hat die Chemo bis jetzt Schäden hinterlassen, da wurde mir auch von guter Verträglichkeit erzählt, ich bin da einfach vorsichtig. Und ich bekomme immer wieder gesagt dies und das könnte nicht sein. Ich dachte irgendwie, bei mir macht das bestimmt keine schlimmen oder gar dauerhaften NW. Da muß man sich noch teilweise für die NW rechtfertigen bzw. steht wie ein Simulant da. Du, Susahloh berichtest positiv davon, auch deine Schwester, aber ich kenne eben auch andere Fälle. Was mich stört, sind so generelle Empfehlungen, ohne genau den Einzelfall abzuwägen. Da sind ja sehr viele Faktoren zu berücksichtigen. Was nun dafür sorgt, dass man keinen Rückfall hat, das weiss man nicht genau. Man kann es ja nicht einmal so und ein ander mal anders machen:rotenase:;). Lg, Anne |
AW: Antihormone ja oder nein
Hallo,
ich möchte auch - wie Calypso und Susaloh - gerne die andere Seite schildern, denn wir sollten nicht ausblenden, dass z. B. Tamoxifen seit Ewigkeiten seine Wirkung belegt hat und die Nebenwirkungen sich bei vielen Frauen sehr in Grenzen halten. Ich nehme seit über zwei Jahren Tam und habe - bis auf zwei Kilo extra - keine unangenehmen Nebenwirkungen. Ich habe wegen Tam - zum Glück - keine Regel und keine Regelbeschwerden mehr (die echt ätzend waren). Laut gyn. Untersuchung von letzter Woche ist ansonsten aber alles unauffällig. Ich habe keine Hitzewallungen und meine Lust ist auch unbeeinträchtigt, die Stimmung ohnehin gut. Ich denke, dass wir Betroffenen immer alles absetzen können und dies jederzeit. Aber bevor ich ein Medikament genommen habe, weiß ich doch gar nicht, ob ich darauf negativ reagiere. Für die wenigen Nebenwirkungen, die ich persönlich habe, lebe ich vielleicht viele Jahre länger. "Antihormone ja oder nein" würde ich jedenfalls nicht beantworten wollen, bevor ich es zumindest ausprobiert habe. Liebe Grüße Stephie |
AW: Antihormone ja oder nein
Hallo,
bei meiner ED 11/08 war ich 39 Jahre, prämenopausal und habe Tamoxifen und Zoladex bekommen. Mein Status war Östrogen 0 und Progesteron 12. Trotzdem riet meine Onkologin mir, die AHT durchzuziehen. Im Oktober 2009 ließ ich mir die Eierstöcke entfernen. Da ich gelesen hatte, daß Aromatasehemmer danach besser wären, wechselte ich im April 2010 auf Arimidex. Ich muß sagen, daß die Umstellung schon spürbar war. Ich bekam Haarausfall, was sich aber wieder eingependelt hat. Und am Anfang hatte ich Gelenkschmerzen.Jetzt geht es mir sehr gut damit. Ob der Wechsel richtig war oder ob die AHt bei mir Sinn macht, bleibt offen. Solange ich mit den NW zurechtkomme, tue ich alles, was mir geraten wird und wo auch ich 100% dazu stehen kann LG Löwin |
AW: Antihormone ja oder nein
Hallo Stephie,
deine Sicht ist ist für mich nachvollziehbar. Es ist aber nicht immer so, dass Medikamente nur Positives bewirken. Mit ein paar Nebenwirkungen ist es oft leider nicht getan. Auch ist es leider nicht immer so, dass man mal probiert, dann absetzt und nachher ist alles wie vorher. Auch nur probierte Medikamente(und Eingriffe) hinterlassen manchmal Probleme, an denen man schwer zu kauen hat und die einen für den Rest des Lebens beeinträchtigen. Mir ist das ein paar mal schon passiert und ich muß jetzt damit leben. Medikamente können nicht nur Leben verlängern, sondern auch verkürzen, bitte beachten! Wenn das bei dir so gut gegangen ist, übertrage das bitte nicht auf andere Menschen, da hast du Glück gehabt, es ist aber nicht immer so. Es wäre schön, wenn es so einfach wäre. Man nimmt einfach die empfohlenen Medikamente und alles gut;). So kann man meiner Meinung nach eben nicht alles über einen Kamm scheren. Was für eine Frau gut ist, kann für eine andere schlecht sein. Wir können ja alles für uns hinterfragen, für unsere spezielle Situation. So kann speziell Tam passend sein, in einem anderen Falle aber nicht. Man kann ja sehen, wie sich frühere Empfehlungen auch verändern. Es muß immer geschaut und abgewägt werden. LG, Anne |
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Hallo,
ich selber habe auch sehr mit dem Thema AHT gehadert, da ich ... 1. einer kontinuierlichen Medikamenteneinahne von Haus aus kritisch gegenüber stehe. Dazu muss ich anmerken, dass ich bisher immer gesund gewesen bin, außer teilweise heftigen PMS-Beschwerden und gelegentlicher Kopfschmerzen. Von daher gab es für mich auch nicht die Notwendigkeit Tabletten einnehmen zu müssen. Selbst die Pille habe ich nur kurzzeitig genommen, da mir das Einbringen von Hormonen in meinen Körper suspekt war. Daher kommt es mir manchmal wie ein Hohn vor, dass mein Tumor sehr stark hormonabhängig ist. 2. die Analyse von "Adjuvant online" mir nur einen Benefit der AHT von 5 % vorhersagt. 3. die möglichen NW des empfohlenen Tam... auch mir mächtig angst gemacht haben. Trotzdem habe ich mit der Einnahme von Tam begonnen, da 1. ich nur OP und Strahlentherapie gemacht habe (Benefit von Chemo bei meinem Staging < 5%) 2. ich mich trotz meiner Bedenken und großer Verunsicherung nach ausführlichen Arztgesprächen dazu entschieden habe, es zumindest auszuprobieren. An dieser Stelle möche ich mich auf den Beitrag von Susaloh beziehen: Meine Onkologin ist auch schon lange im Geschäft und hat mir sehr eindrücklich davon berichtet, wie es um die Lebensprognose von BK-Patientinnen vor der Entdeckung vom Tam bestellt war. Obwohl meine Prognose erst einmal gut ist, möchte ich aber jede Chance nutzen, damit ich möglichst kein Rezidiv bzw. keine Metastasen bekomme. Tam kann sehr heftige NW machen, aber es ist auch das am längsten bewährteste und am häufigsten untersuchte Medikament für hormonabhängigen Krebs. Da ich noch praemenopausal bin, sind Aromatasehemmer nicht erste Wahl. Werde aber nach einiger Zeit der Einnahme auf jeden Fall Test auf Endoxifen machen, um sicher zu gehen, dass das Medikament wirkt. Meine Hoffnung ist natürlich, dass ich mit eventuellen NW zurechtkomme und dass ich Tam verstoffwechsle. LG, Atom |
Antihormone ja oder nein
Hallo :o)
das ist richtig. Die Nebenwirkungen der Wechseljahre habe ich dadurch auch. Allerdings bleiben mir nach meinen Infos NW wie Wassereinlagerungen, Gewichtszunahem, KNOCHENSCHMERZEN, Linsentrübung, Lungenembilie, Gebärmutterverschleimung etc erspart. Auch wenn viele dieser NW selten sind besteht doch die Möglichkeit sie zu bekommen. Tamoxifen haben ja nicht dieser NW sondern die Spritze die ich zusätzlich bekommen müsste, da nur Tam. (in meinem Fall) nicht wirkt :(. Durch die Wechseljahre müssen wir ja alle früher oder später. Egal ob wir wollen oder nicht. Darum mache ich mir über diese NW keine Gedanken. Hallo an alle :o) das ist wirklich sehr interessant zu lesen wie unterschiedlich die Meinungen zu diesem Thema sind. Und das ist auch gut so. Und wie schon erwähnt wurde kann man leider die Zeit nicht zurückdrehen um beide Möglichkeiten zu probieren. Nehme ich das Medikament und bekomme, wenn auch selten, Gebärmutterkrebs (nur als Beispiel) sage ich mir am Ende:hättest dus gelassen, hättest du diese neue Erkrankung VIELLEICHT nicht. Nehme ich das Medikament nicht und bekomme Metastasen sage ich mir: hättest dus doch nur versucht. Tja. Leider kann mans nicht wissen und darum höre ich auf meinen Kopf und der sagt von Anfang an: nimms nicht. Allen die Tam und die Spritze gut vertragen: Ich wünsche euch so sehr dass das so bleibt. Ich werde es nicht testen. Vielen Dank für eure tollen Meinungen. Ich bin froh, dass ich diese Seite gefunden habe. Habe schon viele Beiträge gelesen in denen mir offene Fragen automatisch beantwortet wurden. Da sieht man doch, wie viele Betroffene Frauen die gleichen Fragen haben :rolleyes: Liebe Grüße CiJay |
AW: Antihormone ja oder nein
Hallo,
aber eine Eierstockentfernung ist ja auch nicht ohne. Da gibt es hier im Forum auch so die verschiedensten Erfahrungen. Aber im Endeffekt hilft nur eins: auf das Bauchgefühl hören und wenn das dir rät dieser Eingriff ist für dich das richtige - dann ist es für dich der richtige Weg. Und hinterher, ja hinterher ist man ja immer schlauer, aber man hat für sich selber entschieden und dann trägt man es auch besser, egal was dann kommt. Drück dir die Daumen |
AW: Antihormone ja oder nein
hi cijay,
ich nehme seit februar tamoxifen und vertrage es sehr gut. bin dadurch eigentlich gar nicht beeinträchtigt. erst seit ich seit april zoladex nehme habe ich nebenwirkungen (hitzewallungen, stimmungsschwankungen), ich vermute mal, das kommt vom zoladex. liebe grüße, katerwolf |
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