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Schnuddelmaus 12.10.2009 22:18

Gebärmutterentfernung/Chemo/Müdigkeit
 
hallo ihr da drausen, ich schreibe euch von so einem blöden krankenhaus touchsreen TV mit Internerzugang aber ohne tastatur also verzeiht mir das ich alles klein schreibe.
Ich bin neu hier weil mein leben völlig auf den kopf gestellt wurde. Drei monate mache ich schon nun krank an der gebärmutter rum weil alle dachten ich hätte ein riesen myom an der gb und bei dessen op enfernung wurden beunruhigende unregelmässigkeiten fesrgestellt. Dazu muss ich sagen ich bin erst 27 weshalb ein myom von der größe 7x10 cm eh total ungewöhnlich gewesen wäre. Nach einem patologischem befund (7 tage verzweifeltes warten) weis ich seit vergangenem mittwoch das ich am hochmaligen non hodgkin lymphom erkrankt bin. Nach 2 wochen krankenhaus war ich 1 tag daheim und liege nun in der uniklinik mainz. Meine chemo soll jetzt anfangen und ich habe schreckliche sorgen u ängste... gibt es jemand zum reden für mich? :weinen:

Mottema 12.10.2009 22:51

Gebärmutterentfernung/Chemo/Müdigkeit
 
Liebe Schnuddelmaus,

erst einmal ein herzliches Willkommen hier im Forum, auch wenn der Anlaß nicht schön ist. So eine Diagnose reißt einem erst einmal die Füße weg und man hat das Gefühl, keinen Grund mehr unter den Füßen zu haben. Fühl Dich erst einmal ganz fest gedrückt! :knuddel:
Bei Dir ist ein hochmalignes NHL festgestellt worden, schreibst Du. Das ist schon mal gut, auch wenn es erst einmal erschreckend klingt. Es bedeutet, dass es schnell wächst und Du nicht allzu lange mit einer Therapie warten kannst. Dafür ist es gerade deshalb sehr gut behandel- und heilbar!
Ich kann Dir keine eigenen Erfahrungen zur Chemo geben, da meine erst noch ansteht und ich ein niedrigmalignes NHL habe. Aber von anderen weiß ich, dass die Chemos heute recht gut verträglich sind, gerade in Deinem Alter (bin selber auch nicht viel älter).
Alles Gute für Dich!

Liebe Grüße,
Mottema

Zicke 12.10.2009 23:09

AW: ich habe so angst vor der chemo...
 
hallo schnuddelmaus!

auch ich möchte dich hier bei uns ganz herzlich willkommen heißen! ich verfüge über genug chemo-erfahrung und kann dir wirklich mit gutem gewissen sagen, daß es nicht so schlimm ist, wie man denkt! die horrorgeschichten, die man über chemo zu kennen glaubt sind alle aus einer zeit, als chemo wirklich noch grauslich war, weil es kaum medikamente gab, um die nebenwirkungen abzuschwächen. aber auf diesem sektor war die forschung ganz, ganz fleißig! soll heißen, gegen die meisten nebenwirkungen gibt es richtig gute medikamente und es muß niemand über gebühr an der chemo leiden. klar, ein spaziergang ist keine chemo, aber wenn du mal ein bißchen hier bei uns lymphies stöberst, wirst du feststellen, daß die meisten es doch recht gut wegstecken. also, kopf hoch und durch!

ganz liebe grüße,

dat zickchen

manarmada 13.10.2009 08:41

AW: ich habe so angst vor der chemo...
 
Hallo Schnuddelmaus

Erst mal ein dolles hallo hier. Des mit der Großschreibung is doch egal. Und desmit dem Non Hodgin.............. klar kein toller Befund aber wie schon erwähnt ... er ist doch heilbar.

Das warten auf den Befund empfand ich als total nervenzehrend und die Cemo............ ich hatte schon übelkeit bevor es losging. Aber ich saß im Bett und erwartete so wie viele die schlimmen Nebenwirkungen, mit Zeitunglesen wollte ich mich ablenken und meine Bettnachbarin hab ich zugetextet als das zeug zu laufen begann.............. und was war, etwas hitze durchströmte meinen Körper, leichte Atemnot (wobei ichdie hätte meldensollen da des zu " allergische Reaktionen " gehört) und schwups war des Zeugs drin. Klar die Vene tat mir weh und des mittel für die Blase als schutz brannte in der Vene, aber ansonsten ............... man war ich erleichtert.
Alle anderen Cemos findest in meinenm Wohnzimmer " am Freitag gehts los"
Ich hatte die R-chop cemo, weist du schon was du bekommst.

Ach ja , ein Laptop mit iNternetstick is klasse, da kannst dich den ganzen tag hier im Forum ablenken............. :knuddel: kopf hoch.... ich hatte es mir auch schlimmer vorgestellt.

Schnuddelmaus 13.10.2009 13:01

AW: ich habe so angst vor der chemo...
 
hallo ihr lieben,

erst mal danke für euren guten zuspruch. Gestern habe ich die knochenmarkbiopsie hinter mich gebracht und trotz schmerzmittel u leichter dämmernarkose hab ich der krankenschwester unter zerreisendem schmerz fast die hand zerquetscht u senkrecht im bett gestanden. Ich dachte schon die ziehen mir mit der nadel die seele aus dem körper raus.
Dazu kam noch das sie ein stück knochen rausgestanzt haben, das waren vielleicht schmerzen ich war geschockt.
Heute kriege ich wieder einen scheiß eingriff. Sie legen mir den zugang am hals...bibber... :weinen:
ich war heute morgen beim urologen da ich wegen der größe des tumors doppel v schienen zwischen nieren und blase hab, da meine nieren vorher unbemerkt 2 u 3 grades aufgestaut waren aber ich nie schmerzen hatte u es erst kurz vor nierenversagen wärend eines ultraschalls beim hausarzt festgestellt wurde. Das hat mir das leben gerettet. Sonst wäre ich nie ins krankenhaus gekommen und hätte die nhl diagnose nicht gekriegt da es mir körperlich sehr gut ging/geht. Ich kann das alles gar nicht fassen es ist wie ein sehr seltsamer traum u oft wache ich morgens im kh auf u denke das alles nur ein böser traum war. Die ersten tage war das leben wie in einer seifenblase. Das tröstliche hier ist das die hämatologisch/onkologische station hier sehr liebevollg u familiär ist. Die schwester sind so lieb und mein behandelnder arzt ist voll noch jung (32) u voll der nette. Alle nehmen sich so viel zeit mit mir zu reden u ich darf fast alle dutzen, ob schwestern oder ärzte.
Mein doc u ich verstehen uns so gut das ist unglaublich.Wärend gesprächen haben wir sooo viele gemeinsamkeiten entdeckt, ich war schockiert. Er mag einfach alles was ich auch mag und die schwestern beginnen schon uns voreinander aufzuziehen. Sie haben vor ihm gesagt ich solle fragen ob er noch zu habe sei. Wir waren beide ziemlich peinlich berührt :o
Dann haben sie spioniert u mir gesagt er sei noch single u heute morgen wollte er sich unbedingt meine stelle ansehen wo sie mir gestetn das kn-mark entnommen haben u eine junge ärztin war dabei u hat mich ganz komisch angesehen. Dann ist mein doc weg u sie meinte ganz verwundert was er denn da sehen wollte und dann grinste sie u sagte ich hätte ihn wohl ganz verzaubert...na toll, eine romanze in der krebsstation, is ja traumhaft, wer denkt den sowas *kopfschüttel*
naja so viel zum schönen teil. Die woche beginnen sie zur schonung meiner nieren mit cortison behandlung dann geht die chemo los. Ich habe angst u weiß auch nicht wie ich den verlust meiner sehr langen haare kompensieren soll. Ich habe angst vor den starken nebenwirkungen, habt ihr erfahrungen die ihr mir mitteilen könnt? Auf was muss ich mich so einstellen? Werde ich starke schmerzen haben? Ich bekomme einen mix aus 3 chemo-präperaten. Hoffentlich werde ich alles ertragen. Wart ihr wärend eurer chemo-zeit auch drausen unter leuten oder nur streng daheim ganz steril?
Wo bekomme ich eigentlich schöne tücher für den kopf her denn auf perücke wll ich verzichten...na ja soviel erst mal dazu, ich danke euch für die antworten u eure zeit :)

lg schnuddelmaus :remybussi

ulla63 13.10.2009 15:57

AW: ich habe so angst vor der chemo...
 
Hallo schnuddelmaus.

Erstmal meine Hochachtung, dass du so viel Nerven hast, diesen verpeilten Touchscreen der Uniklinik Mainz soviel Text zu entlocken. Ich habe da selbst mal wieder vor ein paar Tagen gelegen, aber ans Internet dort bin ich nur einmal - und nie wieder! Buchstabieren war Glücksspiel, auch wenn man "unendlich" viel Zeit hat.
Ich habe auch NHL, bin auch an der Uniklinik Mainz. Du bist da wirklich in guten Händen. Ich habe meine Chemo ambulant bekommen, d.h. ich bin morgens an die Klinik und konnte mittags nach Hause, alle zwei Wochen (R-CHOP). Mir ging es so gut dabei, ich habe NIE irgendwelche Nebenwirkungen gespürt. Keine Übelkeit, keine Kreislaufprobs. Ich habe ganz normal meinen Alltag leben können.
Nur nicht bange machen lassen.

Liebe Grüße
Ulla
(die vor einer Stunde noch gerade zwei Etagen unter dir in der Häm.-Ambulanz war)

wattewuschel 13.10.2009 16:49

AW: ich habe so angst vor der chemo...
 
Aloha,

ich hab auch sowas wie du (hochmalignes dingens, siehe signatur), habe 6x R-CHOP + 2x R bekommen (alle 14 Tage), bin 27, also stehen die Chancen recht gut, dass es dir wie mir geht. ich war in Bonn in einem krankenhaus. wie es mir so erging steht in kurzform in meiner signatur, war sonst immer gesund. bin auch recht zäh von meiner konstitution.

Ich hatte allerdings keinen Port (es wurde bei jeder Chemo ein neuer Venenzugang im Arm gelegt), bekam die erste Chemo im Krankenhaus auf Station und dann, als man sah, dass ich alles vertrage, ging ich nach Hause und bekam die weiteren Chemos ambulant (früh hin, Chemo rein, nachmittags wieder nach hause). das ist ne tolle sache, da man eben zu hause ist.

knochenmarksbiopsie hatte ich auch und trotz sedierung und lokaler betäubung tat es saumäßig weh, die haben 3x zugestochen bis sie was hatten. das war schmerztechnisch bisher das schlimmste.

die chemo sah bei mir so aus: 1. tag rituximab (das R in R-CHOP), am 2. tag CHOP (P=prednison="cortison" gabs als Tabletten). Zusätzlich gabs zum Rituximab ein antiallergikum, das macht sehr müde. das CHOP hat nix weiter veranstaltet bei mir außer den tumor zu verkleinern. 24 h nach dem CHOP bekam ich 1 spritze neulasta, das dient zur erhöhung der leukozyten-werte im blut. hab ich mir selbst gespritzt - einfach ähnl. wie trombosespritzen in den speck rein, bauch tut weniger weh als oberschenkel.
die cortison-tabletten musste ich 5 tage nacheinander weiter nehmen. ansonsten gabs allopurinol-tabletten gegen harnsäure in den gelenken und kapseln zum schutz des magens. schmerzmittel bei bedarf.

nebenwirkungen:
nach der 1. chemo war mir etwas übel, aber nur bei dem gedanken an den möhreneintopf, den es im kh an dem tag gab. hab mich zusammengerissen, dann wars weg. zur sicherheit hab ich mir eine tablette von den schwestern geben lassen. danach war mir nie wieder übel.
5 tage danach hatte ich für 1,5 tage ne art muskelkater/rückenschmerzen, war aber auszuhalten. zur not hatte ich schmerzmittel (novaminsulfon).
haarausfall: passiert sehr wahrscheinlich, meistens 10-14 tage nach der ersten chemo. wimpern und augenbrauen fallen mir jetzt erst aus (bin mit chemo schon 4 wochen fertig).
ich war manchmal etwas schlapp nach der chemo, war aber nicht der rede wert. bin teilweise auch am gleichen tag mit dem fahrrad rumgefahren.
menstruation/ funktion der eierstöcke: nix mehr seit der chemo, bin durch die chemo in den wechseljahren (mit 27!!), die nebenwirkungen wie hitzewallungen merke ich aber erst jetzt wo ich fertig bin mit der chemo.

das fällt mir grad ein, wenn du noch fragen hast, frag einfach.

ach so: hab keine angst, die chemo hilft dir, die killt den krebs. und ich glaube, dass viele nebenwirkungen im kopf anfangen, also lenk dich ab, erwarte nix.

lg
watte

Schnuddelmaus 13.10.2009 18:36

AW: ich habe so angst vor der chemo...
 
omg wechseljahre ich will doch aber noch kinder... ist das zwangsläufig immer so? MUSS das passieren?:eek:

wattewuschel 13.10.2009 20:20

AW: ich habe so angst vor der chemo...
 
keine panik wegen der wechseljahre. das ist nur vorübergehend. bei mir hatte man auch über zellentnahme und einfrieren nachgedacht, aber es war a) zu spät, b) hab ich keinen kinderwunsch und c) ist die methode nicht grad von erfolg gekrönt.
man wollte mir erst die dreimonatsspritze geben zum schutz der eierstöcke (damit wird man hormonell in die wechseljahre geschickt, normalerweise verhütungsmittel, gleiche nebenwirkungen wie bei den echten wechseljahren), aber die gynäkologin meinte, dass wäre nicht mehr stand der technik. die eierstöcke stellen sich durch die chemo meist automatisch ab, weil der körper eben wichtigeres zu tun hat als eizellen zu produzieren.
normalerweise springen die eierstöcke irgendwann nach der chemo wieder an und alles geht seinen gang. der normalfall ist schon, dass frau danach noch kinder bekommen kann, es kann aber bei manchen probleme geben.
während der chemo haben mich die wechseljahre nicht gestört, aber jetzt hat mein körper nix anderes mehr zu tun und sie schlagen stärker durch. deswegen mache ich demnächst einen termin bei meinem gynäkologen (der zufällig gleichzeitig hormontherapeut ist) für eine behandlung. man wird wohl den hormonspiegel ermitteln und dann künstlich hormone zugeben.
also mein behandelnder prof., der ständig als kapazität gelobt wird, war nicht beunruhigt und schickt mich zum gyn.

ich hab dazu noch nirgendwo was gelesen: an die (prä-wechseljahres)damen mit chemo hier: hattet ihr denn während der chemo eure tage? wenn nicht, wann fingen sie wieder an?

und was auch immer kommt an nebenwirkungen: immer mit den ärzten reden, die haben gegen fast alles ein medikament. erleiden muss man kaum was.wenn man schmerzen hat: sagen. wenn einem übel ist: sagen.
und die chemo hilft, lieber in einem zeitl. überschaubaren zeitraum ne chemo, als krebs und am ende dran sterben - denn auch wenn man mit lymphdrüsenkrebs nur an den rand der sch**** gegriffen hat, wie hier mal jemand schrieb: unbehandelt ist das trotzdem ne tödliche krankheit.

lg
watte

Zicke 13.10.2009 21:12

AW: ich habe so angst vor der chemo...
 
hallo!

mal zur beruhigung...ich hatte im märz 2008 die letzte von 8 R-CHOP und ab juni haben meine eierstöcke wieder fröhlich produziert. jetzt, in meiner zweiten runde habe ich aber sowohl die drei-monatsspritze, als auch zusätzlich durchgehend die pille verschrieben bekommen. zum einen zum schutz der eierstöcke (obwohl meine familienplanung abgeschlossen ist, aber wer weiß...), zum anderen, um jeglichen blutungen vorzubeugen, da ich ja ständig zu thrombozytopenien neige und das einfach zu gefährlich für mich wäre. ab januar wird das aber alles wieder abgesetzt. etwaigem kinderwunsch stehen die ärzte nicht im wege, man sollte dem körper nur zwei jahre zur erholung und dem abbau jeglicher chemie im körper geben. also, nochmal... kopf hoch und durch, du packst das auch!

liebe grüße,

dat zickchen

Mottema 13.10.2009 22:29

AW: ich habe so angst vor der chemo...
 
Hallo nochmal,

ich bin gerade selbst mitten im Thema Dreimonatsspritze. Da wurde ich von Pontius zu Pilatus geschickt, weil kaum ein Arzt sich richtig festlegen wollte. Ich komme nun auf 1 Onko, 3 Gyns und den Oberarzt der Kinderwunschklinik in der Uni.
Mein Stand nun: es gibt wohl keine eindeutigen Zahlen, wieviele Frauen tatsächlich von Wechseljahren nach welcher Chemo betroffen sind. Auch das Wort "Unfruchtbarkeit" wird wohl recht unterschiedlich benutzt, was es noch schwieriger macht. Die GNRH-Analoga (Dreimonatsspritze) sind in ihrer schützenden Wirkung nicht nachgewiesen, die Literatur weist aber darauf hin. Auch wenn sich die Eierstöcke erholen, kann es sein, dass die Wechseljahre früher als normal einsetzen (keine Angst, nicht gleich mit 30!), weil der Körper durch die Chemo geschwächt wurde. Sowohl während als auch ggf nach der Chemo gibt es sehr gute Behandlungsmöglichkeiten, z.B. Östrogengels.

Die Quintessenz: Nichts genaues weiß man nicht. Auch Frauen ohne Chemo können manchmal keine Kinder bekommen und sogar nach Hochdosis ohne Schutz sind schon gesunde Kinder geboren worden. Schutzversuche haben wohl zumindest psychologischen Wert.

Liebe Schnuddelmaus, das war jetzt recht lang. Es ist auf jeden Fall wichtig, mit Deinem Arzt zu sprechen und Dich zu informieren. Am Ende muß dann wohl doch Dein Bauch entscheiden...

Alles Gute für Dich!
Mottema

kandy80 14.10.2009 02:04

AW: ich habe so angst vor der chemo...
 
Hallo schnuddelmäuschen!!!

Also ich hatte auch ein hochmalignes NhL, stad.2, habe auch 6x R-chop bekommen. Ich hatte abgesehen von meinen Komplikationen der lunge( die aber nichts mit der Chemo an sich zu tun hatten), keine riesen schlimmen nebenwirkungen!Übelkeit nur gaaaanz wenig, und da gibts echt super medis für..., ein wenig schlapp und ein komischen geschmack im Mund, aber nur paar tage nach der chemo..dann verging das auch...
Das mit den Haaren ist hart, aber man gewöhnt sich daran..tücher bekommst du doch gerade überall zu kaufen, die sind doch sowieso gerade voll im trend..oder in perücken geschäften, da bekommst du auch anderen kopfschmuck..sprich Tücher und mützen!!!
Ach ja, ich hatte mein NHL auch mit 27, und ich hatte während der gesamten behandlung (regelmässig!) meine Periode!! Also, das gibts auch!! Lass den kopf nicht hängen, es muss nicht das schlimmste kommen!! Einer positive Grundeinstellung ist auch immer sehr hilfreich!!
Ich bin jetzt schon seit über einem Jahr in kompletter Remission!!

Also, auf in den Kampf! Zeig dem Krebs , dass du ihn als "Haustier" nicht duldest!!:):twak:

Wenn du fragen hast, jederzeit gerne!!

Liebe grüsse aus berlin und ganz viel Kraft! Chrissi:winke:

manarmada 14.10.2009 08:39

AW: ich habe so angst vor der chemo...
 
hallo

na da geb ich dir mal einen guten Tip

net soviel den Arzt mit den Augen anblinzeln sondern lieber fragen fragen fragen , grad mit der Menstruation und den Nebenwirkungen sollte er dir da schon viel weiter helfen können, auser du verwirrst ihn so sehr...............:rotenase::rotenase:
und auserdem was ist den schon besser als die Liebe wenns um inneren Frieden und Heilungsunterstützung geht.
Also rann an den Süßen........ wenns gut tut............

nun aber zum wesentlichen. Die Knochenmarks-biopsie ist schon mitunter des schlimmste gewesen bei mir..... alles andere kommt meist net so drastisch wie man denkt. Klar des ungewisse, spricht die Chemo an oder was passiert weiter ................ aber kopf hoch......... es gibt für jede nebenwirkung ein Tröpfchen.
Ach ja solltest du Zofran bekommen , is so a kl. Tablette vor der cemo zwecks übelkeit und schmerzen, bitte nimm was gegen verstopfung , des Zeugs macht sowas von harten Stuhlgang das die cemo ein klacks dagegen is. So mußt dich net noch mit Hämorieden rumkämpfen. Ich dachte ich bekomm nochmal ein Kind.............

Do nun auf in den Kampf........... wann bekommst denn die Ergebnisse der Biopsie des Knochnemarks?

Schnuddelmaus 14.10.2009 13:10

AW: ich habe so angst vor der chemo...
 
Hallo ihr süßen leidensgenossinen,

also ich habe mich gestern intensiv mit dem thema chemo+unfruchtbarkeit im netz auseinander gesetzt. Dabei kam ich zum ergebniss das ein gespäch mit meinen docs unausweichlich ist. Nach dem ich also heute morgen beim nierenfunktionstest fast ne stunde festgehangen habe, kam ich pünktlich zur visite u siehe da als ob meine docs es mir von der stirn abgelesen hätten kamen sie genau auf das thema zu sprechen.Sie haben mich über meinen kinderwunsch ausgequetscht und schicken mich heute zum reproduktionmediziener :)
mal sehen was der mir erzählt. Auf wechseljahre hab ich sowas von kein bock, ich sehe immer wie meine mama unter ihren hitzewallungen u stimmungsschwankungen voll leidet und hormone schlucken hab ich angst davor, wegen der nebenwirkungen. Ich nehme die pille und soll sie über die chemozeit hinweg durchnehmen, wegen der blutungsgefahr. Schützt das eigentlich meine eier auch? Weil es wärend der pilleneinnahme ja nicht zum eisprung kommt, oder? :confused:
Die docs sagen dass das risiko der unfruchtbarkeit erhöht u gegeben ist aber nicht zwangsläufig eintreffen muss.
Meine chemo wurde schon bestellt. Wahrscheinlich kriege ich keine r-chop sondern nur chop. Soll laut aussage der ärzte besser vertragbar sein. Kleiner lichtblick :D
Gerade hab ich auch erfahren das mein nierenfunktionstest sogar nicht schlecht geswesen sein soll *freu*
Meinem doc mach ich auch bald keine schönen augen mehr, so ganz haarlos :eek:
aber der ist schon süss :rotenase:
Heute werde ich mich ein paar std. freistellen lassen und zum frisör dackeln mit meiner freundin. Ich lasse mir ein long pony schneiden was ich mich nie getraut habe aber schon lange wollte, zu verlieren hab ich ja nix, außer 2 wochen mit ner scheiß frisur rum zu rennen :rolleyes:
Oh man es gibt so viele dinge zu beachten ich weiß gar net meh wo mir der kopf steht :augen:
aber ihr macht mir alle sehr viel mut, danke euch von herzen :remybussi
und dieser scheiß krebs wird :twak: gemacht, aber sowas von :cool: ich gebe niemals auf :D
erst wollten sie mir ein cvk an den hals legen aber der oberarzt lehnte dann doch ab, ich soll es über normalen venenzugang bekommen da meine therapie sehr klein sein wird. Nun hat mich der pfleger heute morgen ganz verwirrt weil er meinte die venen gingen dadurch kaputt und ein port wäre das beste :undecided wie war es denn bei euch? Habt ihr beidseitige erfahrungen gemacht?
Vor 4 oder 5 wochen hab ich gerade das buch beim leben meiner schwester gelesen und im stillen gedacht, hoffentlich kriege ich sowas niemals, bitte nur kein krebs... tja, das ist wohl jetzt echte ironie. Meine eltern schenken mir einen urlaub in der karibik wenn ich wieder ganz gesund bin, dann fliege ich mit meiner freundin nach kuba :raucht: *grins* solche schönen gedanken versüßen mir die tage. Und nach new york werde ich eingeladen, ich liebe diese stadt u dieses mal komme ich auch in den central park :D
Und wenn alles gut geht, hänge ich meinen erzieherberuf an den nagel u mache endlich das, wofür ich mich immer bestimmt gesehen und gefühlt habe, ich studiere mediendesign und gehe in die trickfilmbranche :D alles wird gut... solange du wild bist *grins* und meine babys werde ich auch habe, egal wie... irgendwann werde auch ich eine mama sein :shy:

lg eure zuversichtliche schnuddelmaus der ihr sehr viel mut u kraft verleiht :remybussi

wattewuschel 14.10.2009 16:00

AW: ich habe so angst vor der chemo...
 
Hallo,

also selbst falls ich jemanls kinder (eher ein kind) wollen sollte, will ich keins aus der tiefkühltruhe, sondern frischware. aber ich gehe davon aus, dass die eierstöcke demnächst wieder anspringen.
mit der pille hab ich vor der chemo aufgehört, weil die sowieso nicht mehr richtig wirkt und ich nicht noch mehr kram einnehmen wollte, als ich eh bekommen hab.

so schlimm sind meine wechseljahre gar nicht, nur hitze- und fröstelattacken, keine depression oder sowas. und das ist ja nur zeitlich begrenzt, sowas passiert halt. hätte ich mit dreimonatsspritze übrigens auch gehabt, denn die tut nix anderes. vor der einnahme von hormonen hab ich keine angst denn anders als bei der pille dienen diese hormone dann dazu, den normalzustand wieder herzustellen - ich krieg dann also hormone, die normalerweise sowieso im körper wären, nur selbst produziert. die pille täuscht dem körper ja z.b. vor, dass er schwanger wäre. bei älteren frauen ist es auch so ne sache - da wäre es natürlich, dass der körper die hormonproduktion runterfährt.
mit 27 hat man normalerweise noch eine gute konstitution, da leidet man vielleicht nicht so wie eine ältere dame in den wechseljahren. es ist doof und ich wills loswerden, aber das wird auch passieren. es gibt auch natürliche mittel zur linderung von wechseljahresbeschwerden (bäder, kräuter, tees...).

unfruchtbarkeit ist eine mögliche folge, genau wie andere krebserkrankungen und was sonst noch alles auf diesen netten aufklärungsblättchen steht. das schreiben die drauf wegen der haftung - es ist nicht grad höchstwahrscheinlich, dass frau danach unfruchtbar ist.

nur chop? sehr eigenartig, klingt für mich unmodern. rituximab war doch der "renner" als es vor ein paar jahren endlich zugelassen war und r-chop ist die standardtherapie. das rituximab macht auch nix schlimmes, das ist ein antikörper, der deinem immunsystem sagt: hier tumorzellen, bitte fressen. es kann natürlich sein, dass dein tumor nicht die speziellen oberflächeneigenschaften hat, die für die wirkung von rituximab notwendig sind (der muss da irgendwo andocken und markiert so den tumor fürs immunsystem).
selten ist mal jemand auf rituximab allergisch, dafür gibts wohl vorher immer ein antiallergikum. das "böse giftige" ist aber chop.

thema port: ich habe keinen und hatte nie einen. und das, obwohl ich schlechte venen habe, v.a. schlecht zu finden... mein behandelner prof. ist kein fan von ports und nimmt die nur, wenns sein muss. ports können auch probleme machen: die stelle kann sich entzünden, das risiko von thrombosen ist erhöht (ich glaube, man muss dann blutverdünner spritzen?), sie müssen alle paar wochen durchgespült werden, man hat einen fremdkörper an und in sich. es spart natürlich das legen eines venenzugangs.
meine venen gingen von r-chop nicht kaputt, das giftzeug wird doch durch das blut verdünnt und direkt weitergeleitet. was natürlich passieren kann: es läuft was daneben, dann kann das gewebe geschädigt werden, aber wenn der zugang gut gelegt ist, man den arm ruhig hält und die infusion richtig angeschraubt ist, passiert da nix.
ein port kann durchaus mehrere jahre drin bleiben - sowas lohnt sich eigentlich für die paar zyklen r-chop (dauerte bei mir 16 wochen, bekam alle 14 tage) nicht unbedingt. v.a. weil ich hoffe, in nächster zeit keine infusionen mehr zu benötigen.

du kannst eine perücke verschrieben bekommen, d.h. du musst nicht oben ohne oder mit mützen und tüchern rumlaufen. das rezept stellt dein onkologe aus, du suchst dir eine aus (gibts auch online, flyer liegen auf krebsstationen meist aus) und zahlst einen gewissen eigenanteil dazu (KK zahlen meist zwischen 250-350 euro, meine perücke kostete 560 euro).

mir ist noch ne nebenwirkung eingefallen: ich hatte leichte schleimhautprobleme im mund, andere wohl auch schlimmer. zu den schlimmsten zeiten haben zahnpasta und kohlensäure im mund gebrannt.
dagegen gibts mundspülungen (kein normales odol oder so) - onkologen fragen, falls das eintritt. außerdem war mein kaliumspiegel ab und zu niedrig wegen dem cortison (kann die kaliumausscheidung erhöhen), hab dann brausetabletten genommen. und später auch eisen als brausetabletten, weil ich rissige mundwinkel hatte und solche sogenannten faulecken ein zeichen für eisenmangel sind. hat geholfen. vorher mit dem onkologen sprechen.

lg
watte

Mottema 15.10.2009 11:59

AW: ich habe so angst vor der chemo...
 
Hallo Schnuddelmausi,

das klingt doch alles schon viel besser, weiter so! Das mit der Reise ist eine ganz tolle Idee von Deinen Eltern, da kannst Du jetzt schon immer im Geiste mal losdüsen.
Tja, wir Langhaarigen sind immer ganz schön feige, wenn es darum geht, mal was anderes auszuprobieren... Aber Du hast Recht: es ist eine gute Gelegenheit, das jetzt zu probieren, dann weißt Du später (wenn die Haare wieder wachsen), ob es Dir gefällt. Die Idee hatte ich auch. Genieße den Friseurtermin und das Stück Freiheit und Normalität!
Mußt Du eigentlich während der Chemo im KH bleiben, oder darfst Du dann zwischendurch nach Hause? Dass Du kein Rituximab bekommst, finde ich auch seltsam - jedenfalls, wenn Deine Tumorzellen das CD20 tragen. Gegen die Schleimhautprobleme soll Aloeverasaft helfen, Beate (Äpfelchen) hier im Forum schwört darauf.
Deine neuen Lebenspläne klingen klasse - manchmal ist so eine Krankheit ja auch zu etwas gut. Du packst das :remybussi

Mottema

Schnuddelmaus 15.10.2009 23:06

AW: ich habe so angst vor der chemo...
 
hallo ihr lieben,

heute geht es mir nicht so gut. Ich bin etwas down u kämpfe immer mehr mit düsteren gadanken vor meiner anstehenden 1. Chemo.
Ich musste heute nochmals zum nierenfunktiontest, diesmal aber mit blasenkateter, weil die ärzte sehen wollten ob der überdruck der nieren durch die blase oder durch die nieren selbst kommt. Wieder eine ganze stunde festgehangen u schlauer bin ich jetzt auch nicht dadurch geworden. :mad:
Und eigentlich sollte ich seit gestern schon zum reproduktionsmediziener aber irgendwie bekommt das hier keiner richtig gebacken. Mal sehen was morgen wird. Ich wurde heute wieder mindestens 4 mal gestochen u meine arme sehen aus wie die eines junkies u schmerzen. Trotzallem finden die docs immer wieder was zum picken :weinen:
meine venen sind echt scheiße schwach u deshalb sollte mir heute ein zvk in den hals gelegt werden. Erst wollte ich ja nicht als ich in die uni kam, aber heute dachte ich, wäre eigentlich ganz sinnig... pustekuchen. Es war die hölle an schmerzen, ich hab sooo mega geweint u das schlimme war, meine vene ist gleich zusammengefallen. Alles umsonst. Also doch kein zvk. NIEMALS mehr lasse ich das machen, ich habe jetzt noch immer schmerzen. Lieber gehe ich persönlich zum bestatter u suche mir meinen sarg aus. :eek:
Die ärztin rät mir zu einem port, aber ich weiß auch nicht, alle meinen meine venen würden das nich lange mitmachen. Wahrscheinlich bekomme ich ab dem we die 1. r-chop chemo und ich hab scheiße viel angst. Wie war den eure 1. so? Wann gingen euch die haare aus? Apropo haare, war gestern beim frisör, ein gutes stück ist ab u nun hab ich ein extrem cooles longpony u sehe aus wie uschi obermaier, voll 70iger :cool:
durfte sogar model sitzen u es hat mich kein cent gekostet, gut was? :D
Der tag in der stadt hat mir voll gut getan, es war irgendwie ein stück normalität u freiheit. Bin erst um 21 uhr wieder im kh gewesen u hab auch etwas schimpfe bekommen, aber scheiß drauf, es war schön u lustig u hat so gut getan. Alle finden meine haare total klasse, ich sehe vollkommen verändert aus, aber total gut, das hätte ich mich sonst nie getraut!
Meine beste freundin seit 10 jahren war heute bei mir zu besuch, obwohl wir uns vor einigen wochen zerstritten haben u seit dem funkstille geherrscht hat. Eigentlich war ich sehr traurig u dachte sie hätte mich total vergessen, aber direkt als sie davon erfuhr ist sie gekommen u gleich in tränen ausgebrochen, als sie mich gesehen hat, es war sehr rührend u schön! :weinen:
Dieser blöde krebs schweist zusammen oder trennt für immer, das ist meine erste große erfahrung die ich damit machen durfte!!!
Ich mache mir ernsthafte sorgen um meine armen nierchen, hoffentlich überstehen sie alles. Wie wohl meine erste chemo sein wird? Ich kann nicht aufhören darüber nachzudenken u außerdem grüble ich ständig über die zukunft nach u frage mich, wird der krebs wiederkommen oder bin ich jetzt gebranntmarkt, nach dem motto: einmal krebs, immer krebs. Bin ich jetzt prädesteniert für andere krebssorten, mehr als andere menschen oder hat der eine krebs nicht mit dem anderen zu tun? Werde ich wieder ein normales leben führen oder wird nun alles ganz anders sein?ge
Tausende fragen!!!
Ich bewundere euch alle wie gut ihr das wegsteckt, ich versuche auch sehr tapfer zu sein aber zuweilen ist das gar nicht so leicht, das leben kommt mir im moment wie unwirklich... surreal vor, als ob ich unter wasser wäre u alles nur verschwommen u ganz am rande mitbekomme würde. Nicht scheint mehr so zu sein wie vorher... u manchmal fühle ich mich so hilflos u ausgeliefert. Wie übersteht ihr das alle nur so eisern u mutig?
Hab gestern eine spritze in den bauch bekommen, damit meine periode ausbleibt, wegen meiner mega schlechten blutwerte u der erhöhten blutungsgefahr wärend der chemo. Hat eine von euch ähnliches bekommen? Wie war die erfahrung damit?
Habt ihr eigentlich schon mittel gegen die übelkeit nach der chemo vor der 1. chemo bekommen, oder erst als eine solche nebenwirkung aufgetaucht ist? Viele schreiben über knochen- u musklsschmerzen u tauben fingern u zehen, wie war es bei euch?
Und wie war/ist es mit mundschleimhaut? Sehr schlimm?
Ich bin sehr nervös u aufgeregt. :weinen:
Ich werde versuchen jetzt etwas zu pennen, bin sehr kaputt vom tag. Ichh wünsche euch allen einen erholsamen schlaf u freue mich von euch zu hören.

in ganz viel liebe u zuversicht eure schnuddel(angst)maus :remybussi

struwwelpeter 15.10.2009 23:32

AW: ich habe so angst vor der chemo...
 
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Hallo Maus

Deine Ängste kann ich verstehen, sind sie doch normal wenn man an Krebs erkrankt ist und die Behandlung bevor steht. Zu den Nebenwirkungen kann ich Dir nur sagen, dass diese bei jedem mehr oder weniger auftauchen, die Haare früher oder etwas später und selten gar nicht ausgehen. Und ja, ich gebe Dir den Tipp, lass Dir den Port legen. Es ist eine kurze (relativ) Sache und die Venen werden dauerhaft geschont. 1000 Fragen, doch meist kommt es anders als bei dem Anderen. Auch das mit der Übelkeit ist unterschiedlich, üblicher Weise wird bei der Chemo direkt etwas gegeben, und bei Bedarf bekommst Du noch Medis verschrieben. Es ist eine absolut aufregende Zeit, aber Du wirst schnell erkennen, wenn die Behandlung begonnen hat, kehrt eine gewisse Gewöhnung ein, man möchte nur noch dass der Krebs platt gemacht wird. Wie die Zukunft aussehen wird kann Dir mit Sicherheit niemand sagen, nur dass die Aussichten gut sind dass der Krebs irgendwann nicht mehr im Mittelpunkt steht. Der Krebs verändert den Menschen, Dich selbst – sicher wirst auch Du vieles bald mit anderen Augen sehen. Und er verändert teilweise auch die Umwelt – mal zum Positiven und leider auch ab und zu etwas zum Negativen. Die Knochenschmerzen können kommen wenn Du z.B. die Spritzen zur Bildung der weißen Blutkörper – Leukos bekommst. Aber sie vergehen auch recht schnell, davor brauchst Du keine Befürchtungen haben. Einmal Krebs, immer Krebs, oder einen Krebs – andere Krebssorten? Nein, ich denke daran solltest Du keinen Gedanken verschwenden. Natürlich kann es sein dass man später auch einen anderen Krebs bekommen kann, wahrscheinlicher aber eher nicht.

Liebe Maus, ich wünsche Dir alles Gute für die nächste Zeit und ich wünsche Dir Tage wie den Heutigen an dem ein „Stück Normalität“ für Dich da ist!


Liebe Grüße :winke:
Ina

manarmada 16.10.2009 09:06

AW: ich habe so angst vor der chemo...
 
Hallo Schnuddelmaus

Es tut mir leid das du nun grad soviel mitmachst und sie dich so plagen, aber strupelpeter hat schon recht, wenn dann mal die erste cemo läuft stellt sich die gewöhnung ein. Das vorher war bei mir das schlimmste, das ungewisse, die Untersuchungen, da stellten sie bei mir sachen fest die nun wieder keinen mehr interresieren( herzklappenfehler- kann schon seit geburt sein usw.)

Mit meinen Venen hatte ich auch kein Glück, entweder sind sie geplatzt oder zusammengefallen. Blutentnahme ging unter fünf mal stechen fast nix mehr und so bekam ich in kürzester Zeit (des waren dann immer noch 5 tage) meine Port. Unangenehm und schmerzen hatte ich erst danach als ich zuhause war, wurde ja Ambulant gemacht. Dachte die Schmerzmittel brauchstja net des geht schon............. ups..... Aber dann war gut.

Bin nicht so für Zentrale , find den Port echt klasse. Da merkst dann garnix mehr wenn des Heilmittel gegen Krebs reinläuft.

Und nun mal Kopf hoch....... wann hast den nun die erste Chemo, steht der Termin schon?

Schnuddelmaus 16.10.2009 10:38

AW: ich habe so angst vor der chemo...
 
hallo ihr lieben,

heut wird mein 1. chemotag u richtig mutig fühle ich mich nicht.
Soweit bin ich körperlich in recht guter verfassung. Mein nierenfunktionstest ist wohl ganz passable gelaufen, die ärzte gehen stark davon aus das meine nieren das gut verkraften werden. Mein knochenmark soll soweit auch in ordnung sein, also auf in den kampf. Meine chemo soll sehr gut verträglich sein u die ärzte machen mir mut. Ich glotze jetzt noch bisschen tv zum entspannen u lachen (srubbs die anfänger) obwohl das lachen wegen des zvk desasters noch schmerzhaft ist.
Ich erwäge stark mir einen port legen zu lassen, aber so glücklich bin ich damit auch nicht... ich bin echt konfus... :augen:
ich melde mich sobald es was neues zu berichten gibt :remybussi

eure schnuddelmaus

alemannia 16.10.2009 13:51

AW: ich habe so angst vor der chemo...
 
Hallo Schmuddelmaus,

ich habe vor gut 2 Monaten auch die Diagnose hochmalignies NHL bekommen. War zunächst auch total geschockt, weil ich auch erst 26 bin und eigentlich immer sehr gesund gelebt habe.
Angst vor der Chemo hatte ich auch, aber zum Glück ging das ganze relativ schnell los, sodass ich nicht viele Gedanken darin verschwenden konnte.

Mittlerweile habe ich seit Dienstag die 3 Runde R-CHOP hinter mir und hab alles gnaz gut vertragen (bis auf diese scheiß Liqorpunktion, die du ja anscheinend zum Glück nicht bekommen musst)
Die erste Nacht war mir immer was übel (aber das gibt es gute Sachen dagegen), dann hatte ich 2-3 Tage so einen komischen Geschmack im Mund und war immer sehr müde. Aber das ist alles aushaltbar.

Und letzte Woche war ich nochmal zum CT und die Ärzte erkennen den Tumor schon fast gar nicht mehr. Die Chemo scheint also gut zu wirken :-)

Also nur MUT, du schaffst das auch schon. Viel Erfolg für deine Chemo heute und viele Grüße

Michael

bettina33 16.10.2009 22:10

AW: ich habe so angst vor der chemo...
 
ich schreibe hier selten, weil bei mr es schon 8 jahre her ist.

ich hatte ein anaplastisches grosszelliges lymphome da war ich 26.
hatte das göück schon ein kind früh bekommen zu haben mit 22 . egal
sicher musste ich auch chemo machen damals hiess das choep 6 zyklen.
es ist echt nicht schlimm die chemo schon damals nicht einmal gegöbelt wegen übefressung dank cortison.
bin arbeiten gegagen kind versorgt usw klappte alles wunderbar.
zu deinem kinderwunsch , ich hatte 2 jahre meine periode nicht dann ganz normal und hätte kinder bekommen können ohne probleme.
da ich aber schon ein kind hatte und es auch schon zu diesem zeitpunkt 7 jahre alt war entschloss ich mich zur sterilität. ich habe nach wie vor jeden monat meine regel bin halt unfruchtbar nur durch die op.

meine chemo ging alle 3 wochen 3 tage der 1 tag 5 stunden 3 infusionen dazu 4 spritzen die für magen usw waren.
die beiden anderen tage jeweils mit kochlösung maximal 2 stunden.

chemo ist nicht so schlimm wie sich das anhört.

ich bin sogar mit glatze rumgelaufen und fand mich cool.

wattewuschel 17.10.2009 17:22

AW: ich habe so angst vor der chemo...
 
das mit den schleimhäuten war bei mir (!!) nicht wirklich schlimm - man muss regelmäßige eine geeignete mundspülung nehmen (onkologen fragen), damit sich möglichst nix entzündet oder sich ein pilz einnistet. ich konnt kurz keinen senf essen, keine normale zahnpasta nehmen und ähnl. weils gebrannt hat.

chemo muss nicht schlimm sein, leider hat die bevölkerung aber eine vorstellung davon, dass es schreckliche qualen sein müssen. ich hatte auch bammel, aber am tag vorher war ich erfreut - weil endlich was getan wurde hin zur heilung, weil die entlassung in sicht kam usw.

ich bekam vorher nur ein antiallergikum, keine anderen medis. wegen übelkeit usw. hätte man etwas gegeben, wenns passiert wäre.

anderer krebs: wir werden erstmal den einen krebs los, bevor wir uns sorgen um anderen machen ok?. ja, die wahrscheinlichkeit, krebs zu bekommen, ist durch chemo und bestrahlung erhöht. aber mein onkologe brachte mal folgenden vergleich: durch die krebsbehandlung ist das risiko 5 % erhöht, durch rauchen um 20% - ob die zahlen stimmen weiß ich nicht, aber es geht um die relation. außerdem hat man ja eh keine wahl - ohne chemo+ggf. bestrahlung+ggf. OP keine heilungschancen.

vielleicht hilft dir ein gespräch mit einem psychoonkologen? die gibts normalerweise in größeren kliniken mit onko-station.

bekommst du nun eigentlich rituximab?

lg
watte

Schnuddelmaus 17.10.2009 19:56

AW: ich habe so angst vor der chemo...
 
Hallo meine lieben,

ich bin jetzt den 9. Tag in der Uni u mein seelisches befinden ist zur zeit ganz ausgewogen :-)
Morgen geht es los bei mir mit der r-chop chemo (immuntheraphie). Ich habe zwar immer noch etwas angst, aber die aussicht auf meine sehr guten heilungschancen beflügeln mich und treiben mir immer frischen wind unter die segel. Meine nieren werden jeden tag gut durchspült u seit 5 tagen kriege ich cortison. Um meine nierchen machen sich alle etwas sorgen, aber es sieht wohl alles ganz gut aus u im schlimmsten fall wird die stärke der chemo reduziert u an meine nierenleistung angepasst. Die ärzte sind sehr, sehr zuversichlich was meine theraphie angeht :-)
Wenn alles gut geht darf ich am nächsten we endlich nach hause u dann läuft die theraphie ambulant. Ca. 1/2 jahr: 6 r-chop zyklen, 3 x chemo, 3 wochen pause. Ich will einfach nur gesund werden:rotier:
vor genau 10 jahren lag ich auch im kh wegen hochakkutem, lebensbedrohlichem pfeifferischen drüsenfieber. Damals war ich 1/2 jahr extrem schwer erkrannkt u erst nach 1 jahr wieder auf dem dampfer. Damals haben meine lymphen am ganzen körper hart gelitten u eigentlich bestand ich 1/2 jahr lang nur noch aus reinstem lymphgewebe. Im internet habe interesante studien über den zusammenhang von pfeifferischen drüsenfieber u der mutation dieses virus im bezug zu morbus hodgkin usw. gelesen. Nach einer 30jährigrn, schwedischen studie hat sich gezeigt das nur etwa 10 % der hodgkin krebspatienten in ihrem vorherigem leben KEINEN kontakt mit dem pfeifferischen drüsenfieber virus gehabt haben, was darauf hindeuten soll dass das p.d. virus lymphzellen zu bösartigen mutationen bringt bzw. bringen kann, da die stärke des persönlichen immunsystems eine enorme rolle bei krebs birgt. Jedenfalls waren die berichte extrem interessant :-)
Hat mal einer von euch etwas über EM-X Gold gehört, zum aufbau von immunsystem u der bekämpfung von krebs? Hab mir heute ein buch gebraucht über amazon gekauft, mal sehen, 1000 sind wohl begeistert von diesem drink aus japan...man weiß ja nit, schließlich soll man nie die kraft der natur unterschätzen ;)
Hat einer von euch einen port gehabt oder noch immer einen? Hat das operieren weh getan unter lokaler betäubung? Ich hab so panik das es so schmerzhaft wird wie bei meinem zvk desaster. :weinen: das würde ich nicht noch mal ertragen :weinen: :twak:
Ihr glaubt nicht wie mega schlecht das essen in der uni schmeckt :mad:
u in den letzten nächten entwickle ich einen rasenden heißhunger das ich manchmal nimmer einschlafen kann vor bauchgrummeln. Ist das zu fassen :shy: :tongue
Aber wärend der chemo wird sich das sicher rasch legen. Wie war es denn so bei euch mit essen?
Heute hab ich schon meine mundspülung bekommen gegen die schleimhautprobleme. 3 x am tag 10 ml 30 sek. spülen u es schmeckt :eek: aber wat mut dat mut!
Wenn ich wieder richtig fit bin mache ich meinen ausgedehnten karibik urlaub :D bis dahin wird es noch ein schwerer weg aber das leben ist es wehrt! Ich denke tatsächlich über psyo. betreuung nach da es einiges gibt das ich verarbeiten lernen sollte damit dieser scheiß krebs in meiner seele keinen nährboden mehr findet... böser krebs, böser, böser krebs :twak:
Gleich kommt meine freundin u ich kriege kfc chicken :D da freu ich mich total drauf *jammy jammy* ich melde mich bei euch...

lg eure schnuddelmaus

Nepa 19.10.2009 09:58

AW: ich habe so angst vor der chemo...
 
Also, bei uns war das Essen auch die reinste Zumutung. Da hat man dann freiwillig ein paar Tage Diät gelegt, sofern man nicht von zu Hause mit Essen versorgt worden ist. Und während der ambulanten Therapie hab ich auch immer mein Essen selbst mitgebracht. Ich hatte nämlich das Glück, dass mir eigentlich nie schlecht war und somit den ganzen Tag mit Essen verbringen konnte.
Für meine Schleimhäute habe ich einfach mit Salviathymol gespült. Ich fand es nur etwas seltsam / beängstigend, dass sich mein Geschmackssinn so verändert hat (Ich wurde aber von den Ärzten vorgewarnt) Plötzlich kein Kaffee und kein Salz mehr. Aber das hat sich relativ schnell nach der Chemo wieder gegeben.

Zu deiner anderen Sorge zwecks nach der Chemo noch eine Familie zu gründen. Also bei mir ist die Chemo jetzt 2 Monate her, ich steck noch mitten in der Bestrahlung und mein Körper funktioniert wieder ganz normal. (Mit Menstruation und allem was dazu gehört) Somit hab ich die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass ich mit 24 noch an eigene Kinder denken kann.

Manu66 19.10.2009 17:55

AW: ich habe so angst vor der chemo...
 
Hallo,
ich habe gerade erst deinen gesamten Thread gelesen.
Du hast ja nun schon deine erste Chemo hinter dir und ich hoffe, dass du sie gut überstanden hast.

Vielleicht ein paar Mutmachworte:
Ich habe beinahe null Nebenwirkungen bei der Chemo gehabt (R-CVP, auf das D- Doxorubicin habe ich dankend verzichtet), niemals Übelkeit, keinerlei Mundschleimhautentzündung etc., bissel schlapp, aber das war es auch schon. Und meine Haare habe ich absolut nicht verloren. Kanns auch geben. Meine Ärzte waren völlig platt, das die nicht ausgefallen sind. Und ich hatte mir vorher bestimmt 15 HAD-Tücher und Mützen gekauft :D

Behalte deine positive Einstellung und lass dich nicht unterkriegen.

manarmada 20.10.2009 22:41

AW: ich habe so angst vor der chemo...
 
hallo schnuddelmaus

nun hast doch die erste cemo drin denk ich und ichhoffe du schreibst nicht weil dir so gut geht.

Wir drücken dir die Daumen das die Erste gut überstanden hast und bald wieder fit genug bist zum berichten.

:knuddel:

Eponina 22.10.2009 20:51

AW: ich habe so angst vor der chemo...
 
Hallo!
Ich weiß nicht, ob ich schon zu spät dran bin, aber vielleicht ist der Tip ja noch hilfreich.
Ich hatte letztes Jahr mit 31 Morbus Hodgkin, und hatte offenbar einen sehr guten Onkologen, der mir durch meine Frauenärztin Zoladex hat geben lassen. Dieses Mittel versetzt einen für die Dauer der Chemo in künstliche Wechseljahre, um die Eierstöcke zu schützen. Nach Absetzen ist alles wie immer.
Mal abgesehen davon, dass ich 2 Monate nach Ende der Chemo meine Periode wieder bekam, also alles in Ordnung ist, hat mir nun noch ein Orthopäde bestätigt, dass dies auch für meine Knochen die richtige Entscheidung gewesen ist.
Denn meine Chemo hätte mich zu sehr großer Wahrscheinlichkeit in die Wechseljahre gekickt (dauerhaft), und bei so jungen Frauen ist das Osteoporose-Risiko dann um ein Vielfaches erhöht und birgt sogar die Gefahr von Wirbelkörperbrüchen.
Ich will Dir jetzt keine Angst machen, denn ich kenne mich mit Deiner Chemo nicht aus. Vielleicht ist sie ja viel harmloser, was die Eierstöcke betrifft. Aber vielleicht kannst Du mal einen Arzt auf diese Möglichkeit hinweisen. Es ist wohl noch nicht ganz Gang und Gebe, das zu machen, aber sehr erfolgreich.
Hoffe, ich konnte Dir in dieser Hinsicht einen Tip geben.
Wünsche Dir ganz viel Kraft. Ist alles zu schaffen. ;)
Und schöne Kopftücher findest Du in jedem Kaufhaus. Nur das Binden muss man üben. ;)
LG
Tanja

wattewuschel 26.10.2009 14:55

AW: ich habe so angst vor der chemo...
 
Was ist denn der Unterschied zwischen künstlichen Wechseljahren durch ein Medikament und künstlichen Wechseljahren durch ne Chemo? Die Eierstöcke tun so oer so das gleiche: nix. Nimmt man das Medikament/ die Chemo weg, sollten sie im Normalfall wieder loslegen mit ihren Tätigkeiten.

Also von komischen Drinks aus Japan und anderen Nahrungsergänzungsmitteln halte ich eher nix, bei ner Krebstherapie noch weniger - wer weiß schon, wie das Mittel im Körper und mit den Chemomedis interagiert/ reagiert? Mindestens würde ich mit den Ärzten drüber sprechen. Gesunde Ernährung, frische Luft und Bewegung soweit möglich sind auch viel wert und kosten fast nix.

Eponina 27.10.2009 13:38

AW: ich habe so angst vor der chemo...
 
Mein Onkologe hatte mir gesagt, dass die Wechseljahre ausgelöst durch die Chemo eben in den meisten Fällen (zumindest bei MEINER Chemo) nicht temporär bleiben. Bei mir wäre die Eierstöcke sehr wahrscheinlich dauerhaft geschädigt gewesen.
Durch die künstlichen Wechseljahre waren meine Eierstöcke geschützt, so dass sie ihren Betrieb wieder aufnehmen konnten...

Sabbse20 27.10.2009 23:31

AW: ich habe so angst vor der chemo...
 
Hallo ihr Lieben und vorallem schnuddelmausi,

ich hoffe dir geht es soweit gut...
Durch dich wurde ich wirklich nochmal in meine Zeit zurück versetzt, als ich auch in der Kilink war und der ganze Scheiß noch vor mir war...:weinen:
Aber im nach hinein war es gar nicht so schlimm...
Ich lebe und habe wieder schulterlange Haare und erfreue mich am Leben :laber::D
Dein einziger Feind ist die Zeit! Man brauch nur viel Geduld :rolleyes:

Das einzige was mich auch jetzt noch beschäftigt ist ebenfalls der Kinderwunsch.
Auch ich hatte die Monatsspritzen bekommen (Enantone Gyn) und habe immer noch nicht meine Tage.
Sie kamen mal kurz für 3 Monate und verschwanden wieder :weinen:
Mein Gyn hat dann einen Hormontest durchgeführt, der ziemlich niederschmetternd war. so gut wie keine Hormone :weinen:!!!!

Nun nehme ich Hormone ein....

Hat jemand eine Ahnung, ob durch diese künstliche Hormongabe die Fruchtbarkeit wieder steigt???

Auf jedenfall hoffe ich für dich, dass du alles gut überstehst..
Halte durch, denn es wird wirklich alles nur halb so schlimm....

Liebe grüße

Sabbse



ED 01/08 Morbus Hodgkin (3B)
Lymphknotenbefall (Hals,Leber,Mediastinum)
01/08 - 05/08 Beacopp 8x eskaliert
Remission 06/08
letzten 3 Nachsorgeuntersuchungen alles ok :rotier:

Schnuddelmaus 29.10.2009 11:38

AW: ich habe so angst vor der chemo...
 
hallo ihr lieben,

hab lang nix mehr von mir hören lassen, aber das liegt an diesem blöden touchscreen in der uni, das shreiben darauf stresst mich enorm, da die technik hier auch so begeisternd ist, das nur durch eine falsche bewegung mein kompletter text plötzlich verschwindet u ich nur mühsam mit meinem besten freund strg+c arbeiten muss und wehe ich vergesse zwischenzeitig abzuspeichern... der frust is enorm :-(

aber ich hoffe es freut euch zu hören das mich so gut fühle wie ein hundewelpen :D *spring*
die 1. chemo war absolut nicht schlimm. Ich hab am So. den 18.10 die antikörper bekommen u davor ein medi das eine alergische reaktion darauf vermeiden soll. Auf die antikörper hab ich gar nit reagiert aber auf das medikament. Da war ich soooo was von matschi in der birne u tooootal monster müde, hab sozusagen den so. verpennt.
Mo. kamen dann 2 beutel chemo, einer mit klarer flüssigkeit u einer mit campari intus *grins* so rot war das!
In der nacht hatte ich dann leicht kopfweh (druckschmerz wie nach zu langem heulen) und muskelschmerzen an den beinen. Aber schlecht war mir nicht u gebrochen hab ich gott sei dank auch nit, obwohl fast einmal nach dem duschen 1, 2 tage nach der chemo, (das duschen war sooo unglaublich anstrengend als wäre ich 80 oder so) durch die luft im bad und das zähneputzen hätte ich fast gekotzt, aber ging alles gut! Jedenfalls hab ich Di. dann noch 39 Fieber bekommen aber mit paracetamol wars auch schnell gut und dann ging es mir Mi. schon wieder supi. Erst nach paar tagen fingen dann meine mundschleimhaut und mein kiefer zu mäckeln an. Ich hatte so ein druckgefühl auf den zähnen u kleine risse im mund aber das ist auch alles wieder soweit ok. Die haben mir täglich 100mg kortison gegeben u ich kann euch nicht sagen wie ich gefreeeeessen habe. Echt gefressen, weil gegessen war das nicht mehr :-)
ich hab sehr viel zeit damit verbracht im internet rezepte zu lesen u zu sabbern und ständig hab ich so ne scheiße wie fast food duell geschaut - was ich sonst niiiiiiie kucken würde - und den tv fast dabei verspeißt. Meine Freundinnen sind meine food dealer geworden u haben tonnenweiße mcdoof und kfc ins krankenhaus geschmuggelt oder sind heimlich mit mir hingefahren... nur als beispiel: bei kfc hab ich ein menü für 7 € gegessen mit besttimmt 5 Hähnchenteilen, Pommes, Krautsalat, mayo, ketchup, 1 liter cola light, 1 brownie + 1 eis mit schokosoße zum dessert u danach war ich immer noch hungrig.... ich war zu tode schokiert! das kenne ich gar net von mir *rotwerd* bei mcdoof das selbe spiell: 1 cheesburger, 1 chickenburger, 1 chicken napoli burger, 1 liter cola light und 2x 6er nuggets (haben freunde beim mces die mir was ausgegeben haben *lol*) aber sagt ma, normal is das net..,. u ständig wollte ich chips (ich mag gar keine chips) essen u nicknacks, eben alles was total verwürzt u ungesund is. Trotzallem hab ich nur abgenommen!??? Nun krieg ich kein kortison mehr u esse dementsprechen schlechter. Nur zum frühstück hab ich appetit aber sobald ich nur krankenhaus mittagessen erschnüffle wird mir speiübel... ganz egal was es is... nur die tatsache das es krankenhausessen ist, ich hab mich selbst darauf konditioniert... ätzend. Naja!

Übrigens habe ich seit letzter woche do. meinen port u bis jetzt is mein port mein bester freund! die op hat sau lang gedauert u unangenehm war sie auch, aber dafür habe ich absolut nulla problema mit dem port. Da geht alles rein u blut kommt auch raus u ich spüre nix (kein fremdkörpergefühl)! Also ich glaube das war die monstermäßig beste entscheidung... ich liebe meinen port und mein port liebt mich, wir sind ein spitzenteam :D u halten zusammen u das obwohl wir uns noch gar nit so lange kennen *grins*

zwischendurch sacke ich immer mal wieder in so ein hoffnungsloses loch u frage mich für was der ganze scheiß... 1000 tabletten, millionen untersuchungen, hier picksen, da picksen u was wenn man nie gesund wird? dann krieg ich echt depris u weine... aber vorallem weil ich heimweh habe u das krankenhaus nit mehr ertragen kann... ich möchte so gerne nach hause aber meine nierenwerte sind so schlecht... und niemand weiß 100%ig ob das tatsächlich nur oder überhaupt mit den lymphomen am uterus zu tun hat. Meine crenetinwert (ich glaub so heißt das?) liegt bei 2,7 und normal ist so 1. Meine nieren filtern das gift net richtig. War schon 3 mal beim funktionstest u die verbesserung is mini-mini-mal. Jetzt haben sich die urulogen dazu entschieden mir nierenfisteln zu legen die bis zu 3 monaten dran bleiben... die nachricht hat mich echt bestürzt da genau das mein alptraum war. An den nieren rum gebohrt zu bekommen und dann mit pipibeuteln durch die weltgeschichte zu rennen wie ne oma! es is echt frustrierend u an diesem verdammt trüben do. hätte ich eigentlich heim geduft, stattdessen liege ich auf op-abruf im zimmer u schiebe mega kohldampf! :-(

übrigens haben die mir hier auch diese "künstliche-wechseljahre-spritze" gegeben, na ich hoffe das es was bringt!

Nebeb mir im zimmer liegt eine 83jährige frau die mich seelisch moralisch noch ins grab bringt..., die jaaaaaaammert mich den ganzen tag zu, dabei hat die in dem sinne nix ernstes und die jammert: ach gott, ach gott... alles ist soo schlimm, die geben mir so viel tabletten, oh je mine, ich bin so ein armes würstchen....
ich weiß das klingt vielleicht gemein von mir, aber die frau geht mir so auf den
geist. Ständig fragt sie wohin ich gehe, was ich mache, ob ich außerhalb esse, ob ich schon auf der wage war... neeerv! und von den guten alten zeiten u wie schlecht heute alles ist u was es früher alles nicht gegeben hat (volle Illusion) aber das schlimmste sie sagt, ach wie können sie nur so fröhlich sein, sie haben doch krebs... äh, hallo? gehts noch! versteht das nit falsch, die is geistig total fit, net das die nur stuss erzählt, aber auf die diskussion woher so ein junger mensch wie ich krebs her bekäme, meiinte ich das manche babys schon damit geboren werden, (schicksal) darauf sie: na da sind ja dann bestimmt die eltern dran schuld! da fällt einem nix mehr ein! Ich versuche einfach sie zu ignorieren, findet ihr das sehr gemein von mir?

darf ich euch mädels in der runde etwas intimes fragen?
ich hab jetzt schon so dolle probleme mit nem wunden po. Also nicht der ausgang selbst sondern wirklich an den po-innenbacken. Das is gereizt, juckt u blutet gaaaaaaanz leicht mein abwischen. Hat eine von euch mit sowas auch erfahrungen? langt bepanten da aus? das zieht sich jetzt auch weiter in den vaginalbereich u juckt schlimm... was mache ich da? ich achte schon viel auf sauberkeit u creme schön mit bepanten ein. Es wird nit schlimmer aber auch nit besser... *peinlich* kann mir eine nen tip geben?

so,das wars erst ma von mir... hoffe von euch zu hören u knuddel euch alle...

gggglg Schnuddelmaus

wattewuschel 29.10.2009 14:24

AW: ich habe so angst vor der chemo...
 
hallo du gebeutelte!

das ist nicht gemein mit der alten dame. an krebs ist keiner schuld.
ich hatte das glück, nur nette mitbewohnerinnen zu haben - auch alte damen, aber recht vernünftig und wenn sie gejammert haben, dann, weil sie wirklich probleme hatten.
du könntest nun die dame ignorieren oder mit ihr diskutieren. früher wäre sie schon tot, weil die medizin nicht so weit war. früher gabs dies und das nicht. du bist gut drauf, weil jammern nix bringt und du mit sehr großer wahrscheinlichkeit wieder gesund wirst.
ich weiß ja nicht, ob man das zimmer wechseln kann, wenn woanders was frei ist und einen das zu sehr belastet?

so eine po-geschichte hatte ich im zusammenhang mit krebs nicht, aber früher hatte ich mal einen hartnäckigen scheidenpilz, der juckt und brennt auch. dagegen gibts spezielle cremes, zäpfchen und pillen. bepanthen hilft da nix. sprich mit den ärzten drüber, die sehen täglich schlimmeres (ich sag nir dekubitus = wundgelegene stellen), da muss einem nix peinlich sein.

das pieksen ist doch pillepalle und jeder pieks ist ein kleiner schritt im kampf gegen den krebs. du weißt doch: wenn man aufgibt, hat man schon verloren. auch wenns auf dauer nervt - es hilft.

zum essen: das fast food ist nicht schlimm, iss, worauf du appetit hast. im KH, wo ich war, war das essen recht ok (ich erwarte auch nix, da ich selbst kaum koche und froh bin, was vorgesetzt zu bekommen). lass dir vielleicht was anderes mitbringen, naschkram, fast food oder so.

das kortison bekommst du wieder, beim nächsten chemo-zyklus. es ist auch normal, dass man von dem antiallergikum müde wird. von dem roten zeugs wird auch der urin rot - da hab ich beim ersten mal nen schreck bekommen...

fühl dich gedrückt!

lg
watte

Schnuddelmaus 29.10.2009 17:22

AW: ich habe so angst vor der chemo...
 
hallo :undecided

die sind hier soooo doof an der uni... ich warte immer noch auf die op u bin schon gaaaaaaanz schwach vor hunger u durst! Gestern abend hatte ich auch kein abendessen... das heißt ich habe seit locker fast 24 std. nix gegessen und seit ca. 8 od 9 std nix mehr getrunken.... ddabei trinke ich täglich 2 bis 3 liter vittel.. ich will ja nicht jammern aber ich hab sooooo hunger, das mir schon schlecht ist :weinen:
u kann sein das am ende alles umsonst war u die op doch erst morgen ist.... das selbe spiel also von vorn.... ich will was essen, verdammte hacke :twak: ich bin voll der weichkeks :weinen:

HUUUUUNGEEEEEEEERRRRRRR!!!!!!!!

elchen89 07.11.2009 22:40

AW: ich habe so angst vor der chemo...
 
huhu wie gehts dir?
ohje du rme hoffe du hast mittlerweile was zu essen bekommen und die op auch erfolgreich hinter dich gebracht?
habe deinen thread verfolgt die ganze zeit und drücke dir ganz fest die daumen

lg elchen:remybussi

Schnuddelmaus 13.11.2009 16:26

AW: ich habe so angst vor der chemo...
 
Hallo ihr Lieben,

wie ihr sicher schon an meiner Schreibweise erkennen könnt, bin ich Zuhause *grins*

Ich habe die Nephrostomie gemacht bekommen aber das war auch so eine Geschichte. Die haben mich voooooooll lang hungern lassen und dann war es voll umsonst, weil die OP dann erst am nächsten Tag kam. Ich hatte überhaupt keine Angst weil ja alles unter Vollnarkose gemacht wurde. Beim Röntgen meiner Nierenschienen (Doppel J) hatte mir die Frau auch gesagt ich sollte unbedingt auf eine Vollnarkose bestehen, da der Eingriff so schmerzhaft sei, das sie schon Leute durch den OP auf dem Flur hat schreien hören :eek: furchtbar, was?

Die Vollnarkose habe ich diesmal nicht so gut vertragen (na ja, nach 4 x Vollnarkose in nur 3 1/2 Monaten war das ja fast schon irgendwie abzusehen)!
Ich war sooo dermaßen erledigt nach der OP und habe mich total übergeben. Dazu kam das die Einstichstellen der gelegten Nierenfisteln (der Urinbeutel usw.) ziemlich weh getan haben und wund waren und die Beutel auch mehr mit Blut als Urin gefüllt waren. Na ja, es war auf jeden Fall nicht sonderlich angenehm. Nach 2, 3 Tagen hatte ich mich allerdings schon sehr gut daran gewöhnt und heute habe ich auch Beinbeutel die werden mit Klettbändern an den Waden festgemacht und unter den Hosen stören sie nicht und ich habe auch keine Panik mehr irgendwo hängen zu bleiben, was mir nun schon 2, 3 mal passiert ist und äußerst unangenehm war.

Tja, was gibts noch so zu sagen. Von meiner 1. Chemo habe ich euch ja schon berichtet, ihr hattet recht, es war wirklich nicht so schlimm wie man das immer so in all den Horrorberichten hört, aber ich glaube das liegt auch an der R-Chop Chemo, die soll wohl im Allgemeinen recht gut vertragbar sein, hab ich mir auch von den Ärzten sagen lassen. Nach 13 Tagen haben meine Haare angefangen auszufallen und das wurde immer, immer heftiger und nerviger bis ich mich 1. Woche später dazu entschlossen habe alles abzurasieren und es war eigentlich kaum schlimm. Die Haare immer kürzer zu schneiden bei meiner anfänglichen länge hat viel, viel mehr Überwindung gekostet und weh getan. Aber mit meiner Glatze hab ich mich direkt super angefreundet und mag mich genau so wie ich bin. Ich finde mich trotz allem sehr schön und meine Glatze finde ich auch toll und ich trage meine Tücher ohne Scham... so ne olle Perücke brauche ich echt nicht! Es ist alles wirklich total OK und nicht schlimm. :cool: ich find mich trotzdem cool!!!

Letzte Woche war ich von Mo. bis einschließlich So. Zuhause, also, eher gesagt bei meinen Eltern, aber das ist ja sozusagen das 2. Zuhause von mir :-)
Es war sooooooo schön und total ungeplant das ich Heim durfte. Die Ärzte kamen zur Visite und meinen... hey, sie dürfen heute Heim...nach über einem Monat KH Aufenhalt hatte ich echt mal wieder das Gefühl Land in Sicht zu sehen und ich musste auch endlich von dieser nervigen Oma in meinem Zimmer weg... die hat mich halb um den Verstand gebracht und mir echt wie ein Vampir jedes Tröpfchen Energie abgesaugt. Ich war soooooooo glücklich wie schon lang nicht mehr. Die Woche Zuhause is soooo schnell rum gegangen, das ich entsetzt war als es schon wieder So. war und ich wusste ich muss morgen wieder im KH antanzen und stationär aufgenommen werden. Ihr wisst ja wegen meiner Nierengeschichte wollen die Doc's während der Chemo auf Nr. sicher gehen. Das lobe ich mir ja auch, aber trotzdem hat mich das etwas runter gezogen. In der Woche in der ich Zuhause war habe ich mich (haltet mich jetzt nicht für verrückt) dazu entschiede eine Schamanin aufzusuchen die mich zu meiner schulmedizinischen Therapie noch zusätzlich unterstützen soll. Am Anfang war ich echt unsicher obwohl ich schon sooo viel gutes über Susan gehört habe. Sie stammt aus Kamerun und ihr Vater war der letzte König ihres Stammes und ihr Opa war auch Heiler und sie ist das 78 Kind von 82 Kindern. Wahnsinn! Sie hat Theologie studiert und ist Dr. der Parapsychologie (hat sie in der USA studiert) und sie hat voll was auf dem Kasten (übt das Heilen schon seit 32 Jahren aus und hat sehr viel Ahnung über Medizin und die Anatomie des Menschen, sie hat mir die Chemo bis ins kleinste Detail noch mal erklärt)... die ist echt toll und dann bin ich mit meiner Freundin in ihr Sacred Flame Center gefahren und dort hat sie mich sehr herzlich aufgenommen... ich weiß es gibt viele die das für total Unsinn halten aber ich muss euch hier einfach mal von meiner Erfahrung berichten. Ich hatte 3 Behandlungen bei ihr die wunderschön und total befreiend waren. Jedesmal wenn sie mit mir fertig war, war ich so müde das ich hätte stunden schlafen können. Sie hat mich mit Steinen belegt und gebetet und afrikanisch gesungen und obwohl ich ihr von der 1. Sitzung an gesagt habe, das ich im Grunde kein Geld für sowas habe weil ich in meiner jetzigen Situation jeeeeeeden Cent umdrehen muss hat sie ohne weiter über das Thema Geld zu reden meine Behandlungen fortgeführt und gesagt, meine Heilung ist ihr am wichtigsten von allem... das fand ich so toll und sie ist bei allem (außer während ihrer manchmal echt strangen Sitzungen) so normal und sooo toll und lustig, ich mag sie sie einfach unglaublich gerne und sie hat so nette Kinder...also ich bin begeistert. Jedenfalls hatten sie nach der Nephrostomie meine Nierenwerte (Kreatinin) nicht verbessert. Es ist einfach stabil geblieben aber wurde nicht besser. Die Ärzte haben sich ja viele Gedanken gemacht usw. wie das wohl nach der Chemo wird...ob die Nieren wieder werden oder ob die linke Niere beeinträchtigt bleibt (arbeitet ja nur noch 30% max.).
Dann fing ich also an zur Susan zu gehen. In dieser Zeit hatte ich auch das Problem das obwohl ich viel getrunken habe nicht die selbe Menge in die Beutel zurück geflossen ist und das hat mir wirklich sorgen gemacht. Schon nach der 1. Sitzung mit Susan liefen meine Beutel am nächsten Tag soooo voll das ich sie 2 bis 3 am Tag ausleeren musste. Vorher war es nur einmal mal nach 24 Stunden am frühen Morgen. Das fand ich schon total krass. Dann hat Susan mir Öle zusammen gemischt aus einer Therapie die sich Fragrance-Soul nennt. Diese Öle musste ich dann ca. 3 mal am Tag an bestimmte Körperstellen einreiben. Und das Handy sollte ich auch nicht mehr soviel benutzen, weil die Handystrahlung sehr viel in unser Energiefeld eingreift. Die Gespräche mit Susan waren wirklich toll und sie hat mir sooooooooo viel zusätzliche Kraft und Zuversicht und Liebe und Halt gegeben dafür bin ich voll dankbar.... haltet mich nicht für verrückt ich bin keine spirituelle Tante die von einem Guru zum anderen läuft.... gar nicht!!! Ich habe sowas noch nie gemacht aber diesmal dachte ich, besondere Umstände benötigen besondere Maßnahmen und ich bin froh das ich es gemacht habe.
Na ja, jedenfalls hab ich mich an alles gehalten. Am Mo. kam ich wieder ins KH und natürlich galt eine meiner 1. Fragen meiner Nierenfunktion. Die Ärzte meinten, ne tut mir Leid, hat sich nix verbessert. Einen Moment lang war ich etwas enttäuscht aber das hab ich schnell überwunden und weiter an meine Heilung usw. geglaubt und auch an Susan. Sie hatte zu mir gesagt, nach den 3. Sitzungen mit ihr würde ich sehr gut auf die Chemo vorbereitet sein und das es nicht so schwer wird wie beim 1. mal! Vor dem beginn der Chemo sollte ich mich nur noch mal gründlich einreiben mit dem Öl. Hab ich dann auch gemacht und dann kam die Chemo. Ihr werdet es nicht glauben.... ES KAM NIX!!! Keine Nebenwirkungen....NICHTS!!!!!! GAR GAR GAR NICHTS!!! Keine Kopfschmerzen, keine Kieferschmerzen, keine Muskelschmerzen.... kein Fieber, keine Übelkeit einfach.......N O T H I N G, als hätten die mir flüssiges Placebo gegeben!!! Mir geht es suuuuuuuuper, ich bin fröhlich und lustig und springe rum wie ein junges Welpen, ich habe Kraft und fühle mich PUDELWOHL, ich habe Appetit und Esse wie ein Scheunendrescher *grins* sprich... ich bin total gut drauf!!!!
Und dann kam der OBERKRACHER. Die Ärzte waren auch verwundert. Während mein Kreatininwehrt die ganze Zeit bei über 2 lag, ich glaube so 2,3 oder so, anfangs war es ja 3,8. Ist er nach der Chemo gestern plötzlich "spontan" wie die Ärzte meinten auf unter 2 gesunken. Ich bin wieder fast im Normwertigen Bereich. Die Ärzte fanden das sehr erstaunlich weil die Nieren sich gerade unter dieser Belastung der Chemo plötzlich verbessert haben. Konnte sich keiner so genau erklären aber... ich weiß genau bescheid, auch wenn ihr mich vielleicht für total gaga erklärt :D
Ich bin feste davon überzeugt das mein positiver Wille und Susans Heilung mir dabei hilft das ich mich sooo gut fühle. Dann kamen die Ärztin gestern in mein Zimmer und meinte, hey die Nierenwerte sind gut (der Oberarzt Dr. Kindler meinte sogar, die Nieren werden wieder normal *juppie*), die Leukos sind gut, prima Werte, sie können Heim!!! Ich war von Mo. bis Do. im KH von Di. bis Mi. bekam ich Chemo und schon gestern bin ich wieder mit dem Auto rum gedüst *grins* Susan arbeitet auch immer mit mir weiter auch wenn wir uns nicht sehen... sie hat ein Foto von mir und Haare und sie heilt mich sozusagen aus der Ferne. Und was voll krass war, das konnte sie ja nicht wissen, bei der 1. Sitzung ist sie so in eine Trance abgestiegen und hat lauter Striche auf ein Blatt Papier gekritzelt und dann meinte sie: Warum hast du eigentlich den Nachnahmen deines Vaters und nicht den Mädchennamen deiner Mutter, obwohl du deinen Vater nicht kennst... ich meine...WOHER SOLL SIE SOWAS WISSEN?????? Das war voll gruselig...

Tja, soviel dazu, mir hilft es auf jeden Fall, ich bin überzeugt!!!
Ansonsten geht es mir wunderbar und ich hoffe euch allen geht es auch gut!!! Meine Werte sind nun so weit stabil das die Ärzte meinten ich könnte jetzt nur noch ambulant kommen :-) *freu* außer es kommt was dazwischen aber ich hoffe das Beste!!!

Alles wendet sich zum Guten und ich bin überzeugt davon das ich in ein paar Monaten wieder vollkommen gesund werde und ich verschwende keine negativen Gedanken mehr an eine ungewisse Zukunft sondern widme meine Aufmerksamkeit allem schönen was im Leben noch auf mich warte :D und wisst ihr was noch... von anfänglich bis zu 12 Medikamenten die ich am Tag nehmen musste...bin ich jetzt auf 0 seit dem ich bei Susan war... nur noch meine Antibabypille soll ich weiter nehmen und das wars... das letzte mal als ich Heim durfte musste ich 8 verschiedene Tablette nehmen. Das war gerade letzte Woche und dieses mal...NIX MEHR!!! Ich bin soooo happy!!!

Mhm... mehr habe ich gerade erst einmal nicht zu berichten, aber ich hoffe ihr schreibt trotz allem mal hin und wieder mit mir auch wenn ich jetzt sicherlich als bekloppte Esoterikerin abgestempelt werde :D aber das bin ich wie gesagt nicht... doch man sollte die die Kraft der Seele unterschätzen... ich hoffe sehr auf ein paar nette Antworten und melde mich wenn es wieder etwas neues zu berichten gibt :winke:

Viele millionenfache, sonnige Grüße

von eurer Schnuddelmaus :remybussi

Schnuddelmaus 30.12.2009 19:23

einfach traurig...
 
Hi,

also mich kennt ihr ja schon aber ich habe ziemlich lange nicht mehr geschrieben. Mein letzter Thread fand leider nicht soviel Anspruch und ich habe keine Antworten mehr bekommen, weshalb ich schon etwas traurig war, aber nun ja... ihr habt sicher auch alle viel um die Ohren!

Morgen ist Silvester und ich bin so froh das 2009 endlich zu ende geht. Am Anfang meiner Erkrankung war ich wirklich noch sehr fröhlich und zuversichtlich nur die lange Zeit im KH hat mich ziemlich mitgenommen. Mittlerweile hab ich schon meinen 4. Zyklus R Chop hinter mir und eigentlich gehts mir körperlich ganz OK. Ich habe zwar ein paar Nebenwirkungen (Muskel- Wadenkrämpfe, paar kleine Schleimhautprobleme, zitternde Hände) aber im großen und ganze ist das alles total gut ertragen. Meine Haare sind ja schon lange weg und meine Augenbrauen werden immer lichter. Das ist alles ja auch nicht schlimm, aber ich habe da ja auch noch die Nephrostomie wegen meines Nierenleidens und das macht mich mittlerweile auch total hibbelig. Die Nieren werden nur seeeeeeeehr langsam besser und deshalb kriege ich nicht die hohe Dosis Chemo die ich kriegen sollte und deshalb sind meine Tumore auch noch nicht so darauf angesprungen wie es sein sollte. Erst wollte mein behandelnder Arzt die Chemo sogar ganz abbrechen weil das CT nicht zufrieden stellend war. Dann haben sie ein Vergleichs CT aus Worms angefordert und dann hieß es, ja OK, es tut sich doch mehr. Wir sind recht zufrieden, könnte aber besser sein. Ich habe viel im Internet gelesen und nachgeforscht und musste dabei auch leider erkennen, dass das Internet zwar eine wirklich gute Quelle für 1000 Informationen ist aber es manchmal besser ist wenn man sich nicht so sehr da rein steigert. Seit her schiebe ich nämlich noch mehr Depris und denke ich werde nicht mehr gesund... oder vielleicht gehts weg und kommt direkt wieder usw.

Ich weiß auch nicht was mit mir los ist. So viele Freunde haben mich im Stich gelassen und ich fühle mich so einsam mit meiner Erkrankung. Die Menschen die mir zur Seite stehen machen das wirklich liebevoll und gut aber sie können das nicht verstehen wie es ist damit zu leben. Ich bin so voller Zweifel und Ängste und immer wenn ich darüber zu reden versuche, sagen alle: Hör doch auf, mach dir nicht so ein Kopf, das wird schon wieder.
Niemand will die Ernsthaftigkeit dieser Erkrankung so richtig war haben... vielleicht wollte nicht einmal ich das. Und weil ich die ganze Zeit so tapfer und fröhlich durch die Welt gehüpft bin... nimmt mich jetzt niemand mehr ernst mit meinen Ängsten. Ich fühle mich als ob ich in einem Vakuum leben würde, abgeschnitten vom Leben der "normalen". Ich bin ständig so schrecklich Müde und Träge und schaffe es kaum aus dem Haus raus. Ich möchte am liebsten nur noch schlafen und gar nicht mehr wach werden. Ich weiß nicht mit wem ich reden kann oder wohin ich mich wenden soll. Ich fühle mich Augenblick als ob es kein Morgen geben würde und dieses schrecklich trübe Wetter macht mich total krank. Ich habe keinerlei Ahnung was ich mit meinem Leben anstellen soll und ob es überhaupt ein Leben für mich geben wird. Ich bin total antriebslos und habe jegliche Motivation verloren. Im Moment erscheint mir alles so grau in grau und trüb und völlig sinnlos. Wieso ist das nur so?`Ich erkenne mich gar nicht mehr wieder. Vor einigen Wochen war ich noch so voller Überzeugung und Lebenswille und Mut und Kraft. Ich war so fröhlich wie noch nie und habe jeden Tag genossen aber jetzt.... scheint das alles sooooooo ewig weit hinter mir zu liegen. So weit weg als ob es in einem anderen Leben gewesen wäre. Hilfe.... ich bin soooo furchtbar einsam das ich es im Augenblick nicht mal in Worte fassen kann. Krebs ist so furchtbar und immer muss ich daran denken das er jederzeit und überall und bei jedem Menschen auftauchen kann. Und das man gar nichts dagegen tun kann!!! Gott, wie werde ich diese Trübheit wieder los. Ich hab das Gefühl als würde ich in ein bodenloses Loch fallen und fallen und fallen ohne anzukommen. Wie schafft ihr das alle? Was gibt euch den halt???? Wie meistert ihr diese Situation. Ständig Krankenhaus, Medikamente, Untersuchungen, bangen und hoffen, zittern und weinen... ich weiß nicht wie ich die letzten 3 Monate überhaupt rum bekommen habe. Alles normale, alles schöne am meinem Leben scheint für immer verloren zu sein. Nicht mal sowas blödes einfach wie ins Schwimmbad gehen kann ich, dabei liebe ich schwimmen. Die kleinsten körperlichen Tätigkeiten werden nach kurzen Zeit zu größter Anstrengung und meine Leute müssen ständig Rücksicht auf mich nehmen, was mich total ankotzt weil ich mich dadurch wie ein Klotz am Bein fühle. Und das mich so viele Leute auf die ich so gezählt habe einfach hängen gelassen und abgeschrieben haben nur weil ich jetzt so krank bin finde ich so schrecklich und verletzend...

Na ja, genug rum gejammert, ich wollte mich nur mal melden um vielleicht ein paar Worte mit euch austauschen....

viele liebe Grüße

eure Schnuddelmaus

Stuhli 30.12.2009 20:03

AW: einfach traurig...
 
;)Hallo,Schnuddelmaus.......ich kann Dich gut verstehen,denn auch ich hab leider Krebs den man zwar stoppen kann, aber nicht heilen.Ich hab Asbestkrebs unvorstellbar aber wahr.Du hast recht viele Menschen haben Krebs in meinem Bekanntenkreis sind es 3Mann,aber keiner von Ihnen gibt die Hoffnung auf.....:megaphon:Du bitte auch nicht.......Viele Freunde wissen nicht wie sie damit umgehen sollen,ich glaube es ist keine böse absicht von Ihnen.Ich hab dieses nicht erlebt, im gegenteil, ich hab viele Freunde dazu gewonnen......Rede Dir niemals ein das Du ein Klotz am Bein für andere bist,das ist das schlimmste was Du denken kannst.Die Dir helfen und für Dich da sind machen es gerne und aus vollem Herzen,denke immer daran.Für deine Familie ist es auch schwer damit klar zukommen,es kann nicht jeder offen darüber reden.Versprich mir das Du nicht mehr traurig bist,genieße jeden Tag,denn das selbe mache ich auch. :engel:Ich schicke Dir diesen Engel und hoffe sehr das Du trotzallem gut ins neue Jahr kommst.Ich werde feiern und hoffen das 2010 für alle ein positives Jahr wird,auch für Dich.Bärbel Stuhli

artefina 30.12.2009 20:06

AW: einfach traurig...
 
Hallo meine Liebe Schnuddelmaus,
da muss ich ja mal ganz schnell schreiben und versuchen Dich ein wenig aufzufangen!!!:)
Es tut mir leid, dass Du so niedergeschlagen bist, ich denke, dass kann jeden treffen und solche Phasen sind legitim, wichtig und normal.
Diese Erkrankung zerrt und ermüdet.
Im Sommer war ich auch in einem Psychotief, hatte das Gefühl Freunde wenden sich ab etc.
Ich hatte das Gefühl, mein Leben liegt in Scherben, alles was ich mir aufgebaut habe ist Kaputt.
Ich habe mir psychologische Unterstützung geholt, und immer in Anspruch genommen, wenn mir danach war.
Diese wertfreie Annahme einer psychologischen Fachkraft ist wichtig. Freunde und Familie können das so in der Form nicht leisten.

Mittlerweile hab ich ein Netzwerk um mich herum aufgebaut, systematisch für alle Eventualitäten und je nach dem was ich brauche, nehme ich die Hilfsangebote wahr.

Manchmal kommen Freunde oder Familienangehörige, die Zeitweise Überfordert sind mit der Situation auch wieder.

Ich drück Dich erstmal ganz doll :pftroest:,

lass von Dir hören,
ich schreib Dir gern wieder, ich war auch immer so´ne frohnatur, aber auch die andere Seite, die Trauer, die Angst, die Unsicherheit, die Verzweiflung
muss Raum haben und ausgelebt werden, sonst gehst Du kaputt!

Also, ich bin bei Dir und höre Dir zu!
Deine artefina:pftroest:

artefina 30.12.2009 21:09

AW: einfach traurig...
 
Hallo nochmal,
hab gerade Deine Geschichte nach gelesen, in dem anderen "Dings".
Ich finde, Du hast gutes Feedback bekommen, bis dann der Kontakt zum Schluss abgerissen ist.
Du, ich muss Dir sagen, ich hab eben einen super lachkrampf bekommen, als Du am 29.10. Deine Fressatacken beschrieben hast.:lach::lach::lach:
Wirklich, ich hab mich schlapp gelacht, denn auch ich habe gefressen wie ein Tier. Ich dachte ich steh im Wald, ich hatte immer megahunger:D und habe mega zugenommen. Kam mir echt blöd vor.
Wirklich, danke für die schöne lachattacke, auch wenn es momentan nicht zu Deiner Gemütslage passt!
Ich bin sicher schnuddelmaus, es geht wieder aufwärts!
lg artefina


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