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Gabriele 13.03.2011 09:48

Femara?!?!
 
Hallo,

bin ja mehr eine stille Leserin aber nun habe ich doch ein kleines Problem:

Nach meiner Bestrahlung im August 2008 bekam ich Tamoxifen. Eigentlich habe ich es gut vertragen, aber die Gebärmutterschleimhaut baute sich enorm auf. Also in 2010 wechseln auf Aromasin. Leider bekam ich davon ganz extreme Gelenkentzündungen, also wurde nach einer Alternative gesucht. Jetzt bekomme ich Femara.
Die Nebenwirkungen wie Hitzewallungen, Gewichtszunahme usw. können mich nicht erschrecken, das geht wieder vorbei. Aber laut Beipackzettel sind die gleichen Nebenwirkungen zu erwarten wie bei Tamoxifen und Aromasin.

Ich wüsste nur gerne, welche Erfahrungen habt Ihr mit Femara gemacht. Ist es gut zu vertragen oder muss ich auch da mit den unerwünschten Nebenwirkungen rechnen, nur was mache ich dann?

Lieben Gruß
Gabi

Annedore 13.03.2011 10:08

AW: Femara?!?!
 
Liebe Gabriele,

Du wirst nicht darum herumkommen, dieses Medikament auszuprobieren. Die Nebenwirkungen, die andere erleiden, sind nicht ausschlaggebend für Deine Person. Ich will sagen, nicht alles was auf dem Beipackzettel muß Frau bekommen und das was Frau XY bekommt, mußt Du nicht auch notwendigerweise bekommen.

Ich für meinen Teil nehme diese Tabletten nun schon im 7. Jahr und komme damit gut zurecht.

Viele Grüße
Annedore

Sabina 13.03.2011 12:13

AW: Femara?!?!
 
Hallo Gabriele
ich habe nun seit ca. einem Monat Femara und sozusagen keine Nebenwirkungen. Ich hoffe natürlich, dass dies auch so bleibt.
liebe Grüsse
Sabina

Didla 13.03.2011 13:09

AW: Femara?!?!
 
Hallo Gabi,

nehme seit 18 Monaten Femara, und habe keine Probleme. Meine Onko. sagte, dass Femara noch am gemäßigten ist, was Nebenwirkungen betrifft.
Kenne aber auch jemanden der von Femara auf Arimidex gwechselt hat.

Probieren geht über studieren.

Liebe Grüße
Tina

Norma 13.03.2011 14:05

AW: Femara?!?!
 
Vertrage Femara sehr gut; nehme es schon seit über 3 Jahren.

LG
Norma

BarbaraO 13.03.2011 16:19

AW: Femara?!?!
 
Liebe Gabi,
ich schließe mich Annedore an. Mach Deine Erfahrung selbst.
Im Beipackzettel stehen alle möglichen Nebenwirkungen und auch, ob sie häufig sind oder nicht. Niemand kann sagen, welche Du haben wirst und ob Du es gut vertragen wirst oder nicht.
Was nützen Dir die Erfahrungen anderer Frauen? Es sind nicht Deine.
Meine Vorschreiberinnen haben berichtet, dass sie es gut vertragen.
Ich musste nach kurzer Zeit wegen schwerer Nebenwirkungen abbrechen....Diese begannen nach etwa 6 Wochen.
Wessen Erfahrung nützt Dir nun?;)
Es ist auch immer ein Risiko, sich zu sehr damit zu beschäftigen, denn man kann gerade bei diesen Medikamenten Probleme auch herbeidenken. Angst fördert Nebenwirkungen.

Ich wünsche Dir, dass Du es gut verträgst und Dich dami pudelwohl fühlst, wie viele andere auch.
Wenn nicht, gibt es noch andere Medikamente. Ich wurde auch umgestellt.

Lieber Gruß

Gabriele 13.03.2011 20:32

AW: Femara?!?!
 
Danke für Eure Antworten.

Ich werde sie jetzt erst einmal nehmen und mal sehen, wie es wird.

@Barbara
Ich beschäftige mich nicht mit dem Risiko, auch Nebenwirkungen zu bekommen. Es war nur so, dass mein Gyn mir sagte, dass ich mit Femara auch mit dem weiteren Aufbau der Gebärmutter rechnen müsste.

Eigentlich denke ich sehr positiv, mache mir auch keine Sorgen, denn was kommt, das kommt.

Wollte auch nur nach Euren Erfahrungen fragen.

Lieben Gruß
Gabi

bobbele 13.03.2011 21:12

AW: Femara?!?!
 
hallo gabi :)

ich nehme femara seit juni 2010 und bin seitdem meine gewichtsprobleme los.
ist das nicht prima? ;)

ansonsten keine nebenwirkungen - naja, die haare gehen ein bißchen mehr aus... (aber ich hab ja genug davon)

lg

Nasra 14.03.2011 12:51

AW: Femara?!?!
 
@ Gabi - Ich bin auch eine "stille Mitleserin". Doch mit ging es wie Dir, ich bekam nach meiner Bestrahlung im September 2008 Tamoxifen und musste nach 2 Ausschabungen im Dezember 2009 auf Femara wechseln. Ich hatte am Anfang sehr starke Gelenkschmerzen und mein Onkologe verordnete mir daraufhin für ein Vierteljahr die Einnahme von 3 x täglich 50 g Diclofernac-Tabletten (nach einer Studie in den USA). Die Schmerzen waren danach auch weg und ich vertrage Femara bis heute sehr gut. Ich habe keine Gewichtsprobleme.

Alles Gute
Nasra

Annedore 14.03.2011 15:57

AW: Femara?!?!
 
Liebe Gabi,

hier noch eine Ergänzung: Aromatasehemmer, dazu gehört auch Femara, bewirken keinen Aufbau der Gebärmutterschleimhaut wie das unter Tamoxifen der Fall sein kann. Daher braucht man auch nicht mehr alle 3 Monate zum Gyn. zu gehen.

Viele Grüße
Annedore

Gabriele 14.03.2011 20:28

AW: Femara?!?!
 
Liebe Annedore,

das hat mir mein Gyn anders erklärt:

Während ich unter Tam diesen Aufbau hatte, ging er unter Aromasin etwas runter, dafür aber die Gelenkentzündungen.
Nun sagte er mir, dass unter Femara die Gebärmutterschleimhaut sich wieder aufbauen könnte, daher muss ich wieder in 1 Monat zur Untersuchung, dann wieder in 3 Monaten.

Lieben Gruß
Gabi

Annedore 15.03.2011 09:53

AW: Femara?!?!
 
Liebe Gabi,

mir scheint, Deine Ärztin hat da etwas durcheinander gebracht. Wie soll sich bitte die Gebärmutterschleimhaut aufbauen, wenn der Körper daran gehindert wird, Östrogen zu bilden? Der Wirkmechanismus von Tamoxifen und der Aromatasehemmer sind sind völlig verschieden voneinander.

Wenn Du allerdings prämenopausal sein solltest, ich habe mir Dein Profil nicht angeschaut, dann müßte bei Dir die Funktion der Eierstöcke lahmgelegt werden.

Viele Grüße
Annedore

bobbele 16.03.2011 08:44

AW: Femara?!?!
 
Zitat:

Zitat von Sanne 7 (Beitrag 1019162)
Aber ich finde ,das man es selbst in der Hand hat,ob ich mich von meinem Magen leiten lasse,oder selbst bestimme wieviel und was ich esse (@Barbara )

hallo sanne

naja, ich habe nie viel gegessen (außer während der chemo :rolleyes:), aber unter TAM hat das bißchen ausgereicht, um beständig zuzunehmen.
(vor erkrankung 62 kg bei 1,71m - nach ende der therapie 84 kg :shocked:)

jetzt unter femara (und ohne ovarien) hat sich an meinem essverhalten insofern etwas geändert, dass ich auch einmal eine pizza essen kann, ohne mir gedanken über das gewicht machen zu müssen.

da merke ich schon ziemlich deutlich, dass es nicht nur mit meinem willen zu tun hat, sondern auch mit bestimmten nebenwirkungen (die natürlich bei jedem mehr oder weniger ausgeprägt, oder auch gar nicht vorhanden sind)

jetzt nähere ich mich ganz mühelos wieder meinem alten gewicht (im moment 67 kg) ohne großartige hungerkuren. das war unter TAM gar nicht zu machen.

lg sibylle

Gabriele 16.03.2011 14:50

AW: Femara?!?!
 
Hallo,

also ich kann nur das sagen, was mein Gyn mir mitteilte:

Nach zwei Jahren Tamoxifen, NW Hitzewallungen, Gewichtszunahme (hielt sich aber in Grenzen) und Gebärmutterveränderungen (habe ich selbst auf dem Ultraschall gesehen) hat mein Gyn mir geraten auf Aromasin umzusteigen, um einer Ausschabung zu entgehen, NW enorme Gewichtszunahme und Gelenkentzündungen. Also riet er mir, wieder auf Tamoxifen zu gehen, und siehe da, Gelenksentzündung weg, aber dafür wieder mehr in der Gebärmutter.
Jetzt nehme ich seit Sonntag Femara, merke noch nichts. Muss allerdings in 3 Wochen wieder zur Kontrolle. Evtl. muss dann doch eine Ausschabung gemacht werden.

Aber ich mache mir jetzt keine Gedanken mehr, was kommt das kommt.

@Annedore

Bin 58 Jahre und habe die Wechseljahre schon eine Zeit hinter mir. Was muss ich unter lahmlegen der Eierstöcke verstehen? Vielleicht muss ich meinem Gyn ja mal auf die Sprünge helfen. :D

Lieben Gruß
Gabi

Annedore 19.03.2011 14:25

AW: Femara?!?!
 
Liebe Gabi,

ich will ein wenig ausholen:
Tamoxifen ist ein Medikament, das so tut als sei es ein Östrogen und besetzt die Rezeptorstellen auf den Tumorzellen, blockiert diese und verhindert, das das körpereigene Östrogen dort andockt. So sollen die Tumorzellen ausgehungert und am Wachstum gehindert werden. An anderen Stellen im Körper kann das Tamoxifen allerdings östrogenähnliche Wirkungen verursachen, z.B. beim Aufbau der Gebärmutterschleimhaut.

Die Aromatsehemmer setzen dagegen an einer anderen Stelle an. Diese verhindern durch Hemmung eines Enzyms (der Aromatase) die Bildung von Östrogen überhaupt. Das funktioniert nur bei postmenopausalen Frauen, bei denen nur noch in den Nebennierenrinden und im Fettgewebe geringe Mengen an Östrogen gebildet werden.
Bei prämenopausalen Frauen dagegen wird durch diese Medis die Östrogenproduktion in den Eierstöcken angeregt, und so erreicht man die gegenteilige Wirkung. Das bedeutet, dass bei diesen Frauen die Funkton der Eierstöcke mit weiteren Medikamenten lahmgelegt werden muß.
Deshalb gibt es die Empfehlung, Aromatasehemmer möglichst nur nach den Wechseljahren zu verordnen.

Ich vermute einmal, dass Du sicher die Wechseljahre hinter Dir hast?

Liebe Grüße
Annedore

Gabriele 19.03.2011 18:23

AW: Femara?!?!
 
Liebe Annedore,

vielen Dank für die ausführliche Erklärung! Jetzt sehe ich etwas klarer, so hat mir mein Gyn das nicht erklärt.

Die Wechseljahre habe ich schon hinter mir.

Lieben Gruß
Gabi

Dreamer 1701 25.03.2011 19:10

AW: Femara?!?!
 
Hallo an alle,

ich kann - von gelegentlichen Hitzewallungen am Anfang - keine negativen Punkte unter Femara benennen, was ja an sich wieder positiv ist!

Was mich aber interessieren würde, ab welchem ER Score Ihr mit der endokrinen Therapie angefangen habt?
Bin selber nur schwach positiv (4/12), daher meine Frage ob noch jemand mit so niedrigem Score diesen Therapieansatz verfolgt?
Habe natürlich das ein oder andere Profil angesehen, aber konnte damit diese Frage nicht so ganz beantworten ...

Höre gerne von Euch!

Dreamer 1701

Jule66 25.03.2011 19:15

AW: Femara?!?!
 
Hallo Dreamer,
ich mache gar keine AHT wegen triple negativ.
Aber: mittlerweile geht man davon aus,dass selbst bei nur 5% Hormonrezeptoren eine AHT Sinn macht.Habe gezielt beim Brustkrebskongress in Augsburg gefragt und habe diese Antwort bekommen.
Wenn Du sie gut verträgst,dann mach weiter damit.
Liebe Grüße,Jule

Annedore 26.03.2011 09:38

Femara?!?!
 
Liebe Dreamer,

die Tumorzellen sind sehr wandlungsfähig, das heißt, dass sich die Hormonempfindlichkeit verändern kann. Bei mir liegt der Östrogenrezeptor des Rezidivs bei 2, während gleichzeitig die Knochenmeta. einen Rezeptorwert von 6 aufweist (beides im gleichen Labor untersucht).

Wenn man sich überlegt, dass beide Tumore von ein und demselben Ursprungstumor abstammen, so kann man verstehen, dass immer dann, wenn überhaupt Östrogenrezeptoren nachweißbar sind, eine Therapie mit Antihormonen empfohlen wird.

Viele Grüße
Annedore

Liebe Jule,

da fällt mir nun noch eine Frage an Dich ein. Ist eigentlich untersucht, ob einmal triple neg. immer triple neg. bedeutet? Können diese Tumore nachträglich noch Hormonrezeptoren entwickeln?

Viele Grüße
Annedore

Jule66 26.03.2011 10:00

AW: Femara?!?!
 
Liebe Annedore:winke:,
ich bezweifel,dass diese Frage irgendjemand definitiv beantworten kann.
Theoretisch ist das möglich,wenn auch in der Praxis äußerst selten.
Und wenn es vorkommt,stellt sich(zumindest mir) die Frage,ob nicht ein Fehler bei der Rezeptorbestimmung des Ursprungstumors vorlag.Das soll ja bei 30-40% der Fall sein.:mad:
Wenn man sich die Entstehung der Tumore,v.a.des triple neg.Tumors anschaut,kann man eigentlich nicht glauben,dass sich nachträglich Rezeptoren entwickeln können.
Der TN entwickelt sich aus einer äußerst unreifen Vorstufe einer Brustzelle(wo es eben noch keine Rezeptoren gibt),im Gegensatz zum hormonrez.pos.,der sich aus einer recht weit entwickelten Brustzelle entwickelt.
Ich hoffe,ich konnte diese Frage etwas beleuchten,wenn auch nicht klären:shy:
Liebe Grüße,Jule

Annedore 26.03.2011 11:08

AW: Femara?!?!
 
Liebe Jule,

das reicht mir vollkommen als Antwort. Ich weiß ja, dass es in der Medizin wenig Sicherheit und immer wieder Ausnahmen gibt. Schließlich ist der menschliche Körper ein sehr komplexes Gebilde, das bislang nur ansatzweise verstanden wird.

Gut, also wie Du die Entwicklung des triple neg. Tumors schilderst, ist es wenig wahrscheinlich, dass der "echteTN" im nachhinein noch Hormonrezeptoren entwickeln kann. War halt eben nur so eine Überlegung von mir. Schade, wäre doch sonst eine hoffnungsvolle Option für Euch gewesen.

Viele Grüße
Annedore

Dreamer 1701 28.03.2011 10:31

AW: Femara?!?!
 
Danke Euch beiden für Eure Antworten!

Liebe Grüße
Dreamer

gina 2003 28.03.2011 10:47

AW: Femara?!?!
 
Hallo,:winke:
ich nehme seit fast 2 Jahren Femara. Als Nebenwirkungen habe ich Gelenkentzündungen und Knochenschmerzen. Ich habe Femara auch schon einmal für 3 Monate abgesetzt, dabei sind die Nw`s dann restlos verschwunden. ( War ein Test ob es vom Femara kommt... ).
Da aber alle Medis mehr oder weniger Beschwerden machen habe ich mich mit meinem Onkologen darauf geeinigt, wenn es sein muss ( so 5x die Woche ), bis zu 800mg Ibuprofen zu nehmen. Damit lebe ich relativ erträglich.
Ich sehe die Beschwerden als Preis für meine Lebensversicherung ( Femara ) an und habe mich so arrangiert. Ich würde die AHT nicht freiwillig beenden.
Das muss allerdings jeder für sich selbst entscheiden. Das ist nur meine eigene Meinung!
Ich wünsche euch alles Gute
Gina

Ortrud 28.03.2011 11:57

AW: Femara?!?!
 
Hallo Gina,

hast Du es mal mit einer anderen AHT versucht? Es gibt doch nicht nur Femara.

gina 2003 28.03.2011 20:19

AW: Femara?!?!
 
Liebe Ortrud,:winke::winke::winke:
ich traue mich nicht auf ein anderes Präparat umzusteigen weil ich da noch mehr/schlimmere Nebenwirkungen befürchte.
Es war auch das Aromasin im Gespräch, aber beim Femara weiß ich wie ich mit den NW´s umgehen muss. ( Und wie heißt es so schön: irgendwas ist immer... ) Ich glaube man muß bei jedem Medikament irgendwelche Abstriche machen. So ganz ohne Nebenwirkungen kann ich mir die AHT nicht vorstellen. Jede Betroffene, die ich gesprochen habe, klagt, und zwar nicht zu knapp über die Nebenwirkungen. Da komme ich mir noch ganz gut bedient vor.
Ganz liebe Grüße
Gina

Ortrud 28.03.2011 20:33

AW: Femara?!?!
 
Hallo Gina,

ich hatte Aromasin, außer Hitzewallungen war nix. Die hatte ich unter Tam aber auch.

gina 2003 28.03.2011 21:03

AW: Femara?!?!
 
Liebe Ortrud,
jetzt machst du mich aber neugierig.
Tamoxifen habe ich ja wegen meiner Thromboseneigung nicht bekommen. Muss mich mal erkundigen wie die beim Aromasin ist. Wenns da kein größeres Risiko gibt, würde ich glatt umstellen um mal auszuprobieren ob es auch ohne Schmerzen geht ( bin ja kein Masoschist! ).
Vielen Dank
Alles Gute
Gina:winke::):winke:

Gabriele 29.03.2011 11:35

AW: Femara?!?!
 
Hallo,

ich bin nach Tamoxifen auf Aromasin umgestiegen, sollte ich aber wegen der extrem entzündlichen Gelenke wieder absetzen.
Nachdem ich wieder Tamoxifen über 3 Wochen nahm, bekam ich wieder Probleme mit der Gebärmutter.
Jetzt nehme ich Femara seit 17 Tagen und außer, dass meine Fingergelenke wieder etwas dicker werden und ein paar Hitzewallungen, habe ich bis jetzt noch keine anderen NW. Mal sehen, wie es nächste Woche bei der nächsten Untersuchung aussieht.
Sollte gyn. alles ok sein und die Gelenke nicht schlimmer werden, werde ich sicherlich Femara weiternehmen.

Lieben Gruß
Gabi

Ortrud 29.03.2011 11:39

AW: Femara?!?!
 
Hallo Ihr Lieben,

ich denke, es hat sowieso keinen Sinn, Nebenwirkungen auszutauschen, weil sie bei jedem anders sind. Manch eine schaut ein Medi nur an und hat Nw., andere merken überhaupt nichts.
GsD gibt es genug verschiedene Wirkstoffe, so dass man für sich den besten heraus finden sollte. In Absprache mit seinem Arzt natürlich.

urlaub 13.04.2011 17:15

AW: Femara?!?!
 
Hallo,
ich habe im nächsten Jahr 2 Jahre Tamoxifen und 3 Jahre Femara hinter mir. Gestern sprach ich meinen Gyn über die Dauer der AHT an und die unterschiedlichen Meinungen (5 Jahre/7 Jahr oder noch länger). Er erklärte mir, dass die längere Einnahmedauer nur für die Frauen sinnvoll sind, die noch Eierstöcke und Gebährmutter haben. Da bei mir "alles draußen "ist, reicht die AHT über 5 Jahre. Habt ihr auch schon von dieser Unterscheidung gehört?

Gabriele 13.04.2011 18:04

AW: Femara?!?!
 
Hallo,

nachdem ich jetzt unter Femara auch Gelenkentzündungen hatte, sind wir wieder dazu übergegangen, Tamoxifen für die restlichen 2 1/2 Jahre zu nehmen.

Auch ich habe "noch alles", aber mir wurde trotzdem gesagt, dass nach 5 Jahren Schluss ist. Weiss nicht, ob das auch für Frauen gilt, die aus den Wechseljahren heraus sind.

Lieben Gruß
Gabi

Ingrid 14.04.2011 08:57

AW: Femara?!?!
 
Ich habe mit 2 Jahren Tamoxifen + monatlichen Zoladex-Spritzen begonnen, die Nebenwirkungen waren heftig und ich war froh, dann vor einem Jahr auf Arimidex umsteigen zu können. Die ersten Monate ging es mir auch prima. Dann fingen die Gelenk-/Knochenschmerzen an, die ich aber noch längere Zeit gar nicht mit Arimidex in Verbindung gebracht habe, war der Meinung, es sei ein Rückenproblem, bedingt durch Überanstrengung und mangelndes Muskeltraining.
Es wurde dann immer schlimmer, sobald ich etwas länger gesessen oder gelegen habe konnte ich nur unter Schmerzen wieder aufstehen, bin nachts dauernd aufgewacht und habe versucht, eine Lage zu finden, in der ich wieder ein bisschen schmerzfreier liegen konnte, hatte "Anlaufschmerzen", bei denen ich mich schlagartig 30 Jahre älter gefühlt habe. Eine Zeitlang habe ich fast täglich Schmerztabletten genommen, bis die Magenprobleme zu groß wurden. November/Dezember letzten Jahres war ich physisch und psychisch völlig down.

Bin dann glücklicherweise doch noch drauf gekommen, dass es eine Nebenwirkung von Arimidex ist. Und zwar durch einen kurzen Artikel, dass in USA das Antidepressivum Cymbalta jetzt auch eingesetzt wird, um die typischen Gelenkschmerzen der Aromatasehemmer zu verringern. Ich habe dann meinen Gynäkologen darauf angesprochen. Antwort: Er glaubt nicht, dass die Schmerzen von Arimidex kommen, ich soll doch erst mal zum Orthopäden und Antidepressiva verschreibt er eh nicht.

Der Orthopäde hatte dann immerhin schon davon gehört, dass es Gelenkschmerzen durch Aromatasehemmer gibt, wollte aber zur Sicherheit die Differentialdiagnosen Knochenmetastasen und Rheuma ausscheide. Also Knochenszinti und Blutuntersuchung, hat (wie von mir erwartet) nichts gezeigt.

Meine Rettung war dann meine Hausärztin, die mir Cymbalta verschrieben hat. Auch diese Tabletten haben Nebenwirkungen, aber nach den ersten paar Tagen bin ich sehr gut damit klar gekommen. Meine Depressionen sind weg, die Ganzkörpergelenk-/Knochenschmerzen sind weg, ich habe endlich wieder abgenommen, ich bin wieder viel aktiver und belastbarer geworden.

Ich will hier keine Werbung für Antidepressiva machen, aber ohne diese Tabletten hätte ich meine AHT beendet, die Nebenwirkungen waren mir einfach zu groß. Übrigens brechen angeblich 25-30% der Frauen ihre AHT wegen der Nebenwirkungen vorzeitig ab.

Altmann 14.04.2011 10:42

Femara?!?!
 
Jawohl Ingrid,
genauso ist es. Die Aromatasehemmer fahren die Hormone schneller runter,
als es natürlich ist. Und dann entstehen diese Beschwerden. Ich nehme
zwar kein Tam oder Aroma, aber diese geschilderten Gelenkschmerzen
kenne ich auch, bei mir sind es die natürlichen WJ. Ich hatte jetzt nach
dem Winter auch so eine Phase, ich dachte mir auch, wie soll das nur
weiter gehen. Ich kam mir wirklich vor, wie um 30 Jahre gealtert.
Man sucht immer die Ursache bei sich selbst, aber es ist nicht immer so,
stelle alles in Frage.
Aber dass die Antidepris dagegen helfen, ist mir auch neu. Da muss ich
mich mal schlau machen.
Gruss Altmann

Hallo Ingrid,
jetzt habe ich mich schlau gemacht.
Ich weis eben nicht, ob das mit dem Mittel gut ist.
Du willst ein anderes Mittel dazu nehmen, damit Du das andere verträgst.
Bitte lese mal, was da alles für Nebenwirkungen von dem noch neuen
Antidepri da sind. Es gibt auch bereits Erfahrungsberichte.
Wenn du schon von den Schmerzmitteln was mit dem Magen hast, kommst
Du jetzt vom Regen in die Traufe.
Aber ich will keinem etwas einreden, muss jeder selber wissen.
Gruss Altmann

Ingrid 14.04.2011 11:23

AW: Femara?!?!
 
Hallo Altmann

Nochmal - ich will keine Werbung für Antidepressiva machen, natürlich sind das keine Zuckerpillen. Für MICH hat Cymbalta (mit anderen AD habe ich keine Erfahrung) Hilfe gebracht. Ich habe vorher auch im Netz gelesen und teilweise Horrorgeschichten über die Nebenwirkungen gefunden, weshalb ich das wirklich nicht leichten Herzens begonnen habe. Aber für mich wäre die Alternative Abbruch der Antihormontherapie gewesen, weil die Einschränkungen der Lebensqualität für mich zu diesem Zeitpunkt zu groß waren.

Eigentlich hatte ich das auch eher gepostet, damit man sehen kann, dass es sinnvoll sein kann, seine Nebenwirkungen nicht einfach nur hinzunehmen. Ärzte sehen Nebenwirkungen völlig anders als wir Betroffene.

Bei der Nachuntersuchung in der Radiologie hat mich die Ärztin gefragt, was an Behandlung bei mir gemacht würde. Auf die Antwort AHT hat sie gefragt, wie ich es vertragen würde. Ich habe gesagt "Das erste halbe Jahr war grauenvoll, jetzt ist es nur noch furchtbar". Im Ärztebericht stand dann "Die Patientin zeigte sich in ausgezeichnetem Allgemeinzustand. Es gehe ihr subjektiv auch sehr gut".

Ich habe meinem Gynäkologen während der ersten 2 Jahre mehrfach gesagt, dass ich unter Depressionen leide, dauernd zunehme, ständig Ödeme habe, wegen der Hitzewallungen keine einzige Nacht durchschlafen kann. Das war für ihn aber nicht weiter relevant. Als ich nach Entwässerungstabletten gefragt habe (die freiverkäuflichen Sachen hatte ich da schon alle durchprobiert), da meinte er, das sei "nicht sinnvoll", weil er dann dauernd die Blutwerte kontrollieren müsste. Zu dem Zeitpunkt hat mein Mann für seinen hohen Blutdruck u.a. ein niedrig dosiertes Diuretikum bekommen, da habe ich immer dann, wenn ich nicht mehr in die Schuhe gepaßt habe, eine von seinen Tabletten genommen.
Als ich ihm bei der letzten Untersuchung gesagt habe, dass jetzt mit Cymbalta meine Gelenk-/Knochenbeschwerden weg seien, da hat er gesagt, das habe er ja noch nie gehört, dass ein AD da helfen würde - wie schon geschrieben, nachdem er Ende des Jahres eine Verschreibung abgelehnt hatte :aerger:

Deshalb mein Rat - nicht zu sehr Held sein, Zähne zusammen beißen und alles ertragen, sondern immer weiter nach Lösungen suchen, auch wenn es nur Krücken oder Workarounds sind.


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