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Prostatakrebs
Habe vor 14 Tagen einen Prostata-OP gehabt per DaVincy nicht nerverhaltend. Nun zu meiner Frage: Sie haben Tumorzellen zurückgelassen - so verstehe ich den Brief - PSA kenne ich noch nicht Gleasonscore liegt jetzt bei 3+3 vorher lag er bei 3+4 Tumorstadium pT3a NO(0/4) L0 V0 komme morgen in Reha, kann mir jemand sage was das jetzt bedeutet? kann der Restverbleib streuen? Habe doch wirklich geglaubt das es mit der OP gut ist, so kann man sich irren. |
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Hallo,
in einem Punkt haben Sie ja Glück gehabt, der Aggressivitäts-Grad des Prostatakrebses ist nach der postoperativen Beurteilung des Pathologen mit Gleason 6 geringer als vor der OP mit der Einschätzung GL 3 + 4. Sie haben einen wenig aggresiven Tumor gehabt. Ein R1-Stadium nach der OP (positiver Schnittrand) muss nicht unbedingt bedeuten, dass es zu einem Rezidiv kommt. Deshalb ist die vierteljährliche PSA-Kontrolle wichtig. Nach der OP gibt der PSA ein recht genaues Bild von einer eventuellen Tumorentwicklung ab. Den PSA sollten sie frühestens 6 - 8 Wochen nach der OP messen lassen. Wenn ein Rezidiv auftauchen sollte, haben Sie drei Möglichkeiten: 1.) Abwarten und Beobachten, nicht jedes PSA-Rezidiv entwickelt sich zu einem Prostatakrebs, der seinem Träger Probleme macht. 2.) Bestrahlung mit der Chance auf Heilung (kurativ) 3.) Hormontherapie, die zwar nur palliativ (lindernd) ist, aber den Prostatkarebs jahrelang in Schach halten kann. Bei Ihren Werten würde ich erstmals den PSA-Verlauf beobachten und abwarten, ob eine weitere Therapie überhaupt notwendig wird. Gruß Hansjörg Burger |
AW: Fragen über Fragen
Hallo Herr Burger,
vielen Dank für Ihre kompetente Antwort. Bin ja jetzt seit Montag in Reha, und dort sagte man mir, das sie in Mannheim und bei meinem Urologen anrufen werden um nach den Rest-Ergebnissen zu fragen. Hatte heute meine erste Beckenbodengymnastik die allerdings zu anstrengend war, denn jetzt läuft es noch mehr wie vorher. Würde gerne mal wissen wie es so bei den anderen war, meinen Sie ich sollte ein neues Thema deshalb anfangen? Bin ziemlich am Boden zerstört, denn es ist im Liegen und Sitzen gut aber beim Laufen läuft es unaufhaltsam. Achso, noch eine Frage, sollte ein postitves Ergebnis kommen, so das es zu einer Strahlentherapie käme, habe ich denn danach die Chance das der Krebs weg ist? Oder kommt er immer wieder? Vielen Dank erstmal und drücke allen meinen Mitstreitern die Daumen. |
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Hallo,
Geduld beim Kontinenztraining. Man kann mit Übertreiben den Beckenbodenmuskel auch überbeanspruchen mit dem Ergebnis, dass es um so mehr läuft. Bei mir hatte es 8 Monate gedauert, bis ich endgültig trocken war. Bis es soweit war, musste ich mich an das Tragen von Vorlagen gewöhnen. Danach war ich aber 100% kontinent. Die Notwendigkeit einer sofortigen Bestrahlung sehe ich bei den Daten, die Sie ins Forum gestellt haben nicht. Sollte es zu einem PSA-Rezidiv kommen, dann haben Sie mit der Bestrahlung noch eine Chance auf endgültige Heilung. Allerdings nur eine Chance, 100% gibt es in der Medizin selten. Die Chance auch nur, wenn es sich um ein Lokalrezidiv am Ort der ehemaligen Prostata handeln sollte. Alles Gute und entspannen Sie sich! Hansjörg Burger |
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Hallo Herr Burger,
vielen Dank das gibt mir wenigstens ein bisschen Mut. Wenn ich die Ergebnisse habe werde ich sie noch einmal hier reinschreiben. Vielleicht können Sie mir dann schon wieder ein bisschen mehr sagen. Ach, übrigens wie ich heute in der Reha erfahren habe, hat speziell Mannheim einen sehr guten Ruf was Prostata-Op´s angeht. Ich fragte ihn wie er darauf kommt und er meinte das sind Erfahrungswerte die man hat wenn man Patienten betreut. Es ist sehr schwer sich für eine Klinik zu entscheiden wenn man so gar nix weiß, jeder hat andere Erfahrungen gesammelt, aber die Urologie dort war Klasse, in jeder Hinsicht. Vielleicht ist es für den einen oder anderen hilfreich in seiner Entscheidungsfindung. Danke und noch einen schönen Abend |
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Hallo Herr Burger,
ich habe noch mal eine Frage, ich lese immer wieder, dass viele nach der OP schon ihren PSAWert erfuhren, wieso kann ich ihn nicht in Erfahrung bringen? Mein Urloge sagte ja ich solle erst mal meine Reha hinter mich bringen und dann würde er mit mir reden. Was soll ich davon halten das alles auf die lange Bank geschoben wird? Bis dahin vielen Dank |
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Hallo,
das PSA hat eine Halbwertszeit von ca. 3 - 4 Tagen. Da bei der OP durch die Manipulation der Prostata erhöht PSA ausgeschüttet wird, geht man davon aus, dass ein PSA-Wert sinnvoll erst 6 - 8 Wochen nach der OP gemessen werden kann. Ihr Urologe hat vollkommen recht. Eine frühere Messung bringt keine Aussagekraft. Gruß Burger |
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"danke"
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Halllo,
hatte heute in der Reha-Klinik mein Chefarztgespräch. Mein PSA-Wert liegt bei 0,005 er sagte nur das es sein kann, das ich noch eine leichte Bestrahlung brauche wegen der Ränder aber das würde mein Urologe mit mir absprechen. Er hat keine Meldung ob die Ränder positiv oder negativ sind. Aber er sagt mir auch, dass er erfahrungsmäßig mir heute schon sagen kann, das ich in 3-6 Monaten total trocken bin (Inkontinenzmäßig). Jetzt habe ich nochmal eine Frage, es gibt einen PSA-Wert und einen cPSA-Wert der aussagekräftiger wäre. Was ist der Unterschied und ist es nötig das ich ihn noch machen lasse oder muss man das nur, wenn man noch seine Prostata hat? Schon mal vielen Dank für eure Anwort Gruß aus Bad Nauheim |
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Hallo,
das cPSA spielt meiner Ansicht nach keine Rolle mehr. Es wird in der S3-Leitlinie nicht einmal erwähnt. Was willst Du überhaupt bei einem PSA-Wert im hypersensiblen Bereich mit 0,005 noch überhaupt analysiert haben? Besser kann das Ergebnis nach der OP doch nicht sein! Gruß Hansjörg |
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:winke: man Schoscha SUPER-ERGEBNIS...und mein Vorschreiber hat Recht...was willste denn da noch rummäkeln ...alles supi und bald "trocken" ..kannste drauf anstoßen und dich auf zu Hause freuen ,lieber Gruß die Frohsinn ;)
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Hallo Herr Burger,
Sie haben ja so recht, besser kann es im Moment nicht sein. Ich werde jetzt die Reha so richtig genießen :) hallo Frohsinn, ich werde mich die nächsten drei Wochen mal so richtig verwöhnen lassen und wenn ich heim komme trinke ich auf euch alle die mir immer wieder hier in diesem Forum Mut gemacht haben und auch alle meine Fragen super kompetent beantwortet haben. Und dir Frohsinn, drücke ich ganz besonders die Daumen - du weißt schon warum - Die schlimmste Zeit, ist die Zeit der Ungewissheit, ich lese immer wieder in diesem Forum die Panik raus wenn man erfährt das da was ist. Aber auch das geht vorbei aber ich verstehe es sooooo gut. Toi toi toi für alle die noch den ganzen Stress vor sich haben. |
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Hallo, Schoscha.
1. Es ist wirklich so, wenn Du Dir bei einem PSA von 0,0.. Sorgen machst, hast Du am Ende mehr Probleme mit Herzinfarkt als mit Prostatakrebs. :confused: 2. Eine überstandene Krebs-OP ist keine Immunisierung. D.h. Du kannst Krebs bekommen wie jeder andere auch. :eek: 3. Inkontinenzverlauf bei mir (allerdings nach HIFU, nicht nach DaVinci) : ohne Beckenbodentraining nach und nach Verbesserung, nach 2 Monaten total trocken, höchstens mal 2 Tropfen in der Woche bei ungewöhnlichen Bewegungen. Medikament Yentreve und Strahlunterbrechung beim Pinkeln versuchen und Pinkeln im Hocken mit angestrengten Muskeln haben mit wahrscheinlich geholfen. Erst liefs immer, dann nur beim Laufen, dann nur noch beim Anstrengen. :1luvu: Gruß kyxl |
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Hallo Kyxl,
Ja, du hast ja recht, aber ein wenig Rest Angst ist halt immer da. Aber ich bin im Moment total zufrieden. Nun hat meine letzte Woche in der Reha angefangen und mir gehts super. Habe nochmal Blutabnahme und viele weitere Untersuchungen. Meine Kontinenz hat sich schon verbessert aber ist noch nicht wieder hergestellt. Aber wenn ich schön meine Übungen mache dann bin ich laut des Professors hier in drei bis sechs Monaten kontinent. :smiley1: Ich werde weiter über meinen Verlauf berichten vielleicht hilft es ja einigen weiter denn wir alle haben im Endeffekt das gleiche Problem. Gruß aus Bad Nauheim |
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Hallo,
habe die Reha jetzt hinter mich gebracht und heute den Bericht aus der Reha erhalten. Dazu habe ich ein paar Fragen. Was heißt die Aussage: Uroflowmetrie - Harnflusskurve in mehrere Kontrollen wegen jeweils zu geringer Miktionsvolumina nicht auswertbar, restharnfreie Harnblasenentleerung. Eine adjuvante Radiatio ist bei organüberschreitenden Tumorwachstum und R1-Resektion vorgesehen. Muss ich bei einem jetzigen PSA - Wert eine sofortige Bestrahlung vornehmen oder ist es besser abzuwarten wie die PSA-Verläufe aussehen. Ab was für einen PSA-Wert sollte man auf jeden Fall bestrahlen?? Habe auch gehört das man als Patient die alleinige Entscheidung treffen muss, ist das richtig? Ich hoffe ihr könnt mir Antworten auf meine Fragen geben. Ansonsten ist mein Allgemeinbefinden wie vor der Diagnose Prostatakrebs, Op u.s.w Schon mal Danke und Gruß |
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Hallo Schoscha
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Gruß Heribert |
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hallo Heribert,
sorry, habe vergessen mitzuteilen das mein derzeitig gemessener PSA-Wert, der in der Reha gemessen wurde bei 0,005 liegt. Ist das eher in der Nähe zu Null oder sagt das aus das eine Bestrahlung notwendig ist? Gruß und Danke für deine Info |
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Hallo,
bereits in der ersten Antwort hat Hansjörg Burger die Möglichkeiten aufgezählt, zu denen man sich entscheiden kann. Bei dem sehr guten PSA-Wert von 0,005ng/ml, so kurz nach der OP, würde ich abwarten und engmaschig alle 3 Monate das PSA messen. Sollte sich ein Anstieg Richtung 0,2ng/ml einstellen, würde ich erst dann bestrahlen lassen. Wie gesagt, das ist meine Einstellung und keine Empfehlung, die ich bestenfalls als Diskussionsgrundlage für den nächsten Arzttermin bewertet wissen will. Eine solche Entscheidung muss jeder mit sich selbst ausmachen! Gruß Heribert |
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[QUOTE=Heribert;1097696]Hallo Schoscha
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Hallo Herr Burger,
hallo Heribert, war heute beim Urologen der teilte mir meinen jetzigen PSA-Wert mit. Er beläuft sich im Moment auf 0,02 heißt das, dass es ein Anstieg vom letzten Mal auf heute ist? In der Reha hatte ich beim ersten Mal messen nach der Op 0,005. Mein Urologe sagt ich kann eine Bestrahlung machen ich muss aber nicht. Ich habe ihm dann gesagt das ich nach Heidelberg möchte. Er macht jetzt meine Papiere fertig. Ich habe gelesen, wenn der PSA-Wert nach der Op in den ersten zwei Jahren steigt, dann sind Fernmetastasen im Körper ist das richtig so? Jetzt steh ich wieder da und weiß nicht was ich machen soll, denn auf die Ärzte kann man ja nicht bauen, die sagen immer das muss jeder für sich selber entscheiden. Klar, verstehe ich aber woher soll ich wissen - ohne Aufklärung von ihm - was für mich das Beste ist? Bin für jede Antwort dankbar. Gruß und schon mal Danke |
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Hallo,
mein Wert hat sich auch von 0,09 auf 0,1 "verschlechtert". Jedoch liegen diese Werte im fast nicht mehr auswertbaren Bereich. Es ist gut möglich, das es noch ein paar Zellen überlebt haben. Muss aber nicht sein. So wie ich es erfahren habe, können nach Radikal OP, Bestrahlung und chemischer Kastration überlebende Zelle resistent gegen die Testosteronunterdrückung werden und eigene Hormonstoffe entwickeln. Ich habe jetzt in Absprache mit meinen Urologen die Spritze abgebrochen auf Grund vieler Nebenwirkungen wie Gelenkschmerzen, stetiger Müdigkeit, Brustschmerzen, Vergesslichkeit. Testosteron ist wohl eines der wichtigsten Hormone im männlichen Körper. Ein unterdrücken vergrößert die Gefahr für Schlaganfall und Infarkt, fördert den vorzeiten Altersprozess in großen Maße. So fühle ich mich auch momentan. 46 Jahre reell, aber derzeit wie um die sechzig! :( Nach Ostern werden wir dann mit den kleinen roten Pillen weiter machen, die "nur" die Rezeptoren blockieren. Hoffe auf diesen Wege auf Besserung. Diese Hormonblockade hilft zwar in den meißten Fällen, führt aber auch zu einer großen Einschränkung der Lebensqualität. Ich würde mir erst mal in Deinem Fall noch keine all zu großen Sorgen machen! Frohe Ostern der Gemeinde! Wait & Watch |
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Hallo Schoscha,
Eingangs der Diskussion wurde die Gefahr bei einer R1 Resektion besprochen. Es wurde auch besprochen, dass es keinen Sinn macht, sich bei der kleinsten Bewegung des PSA-Wertes bereits verrückt zu machen. Noch kann es sich um eine harmlose Erhöhung oder auch um eine Fehlmessung handeln. Auf jeden Fall ist zum jetzigen Zeitpunkt noch keine weiterführende Therapie erforderlich. Darüber würde ich erst beim Anstieg auf einen Wert von 0,1 ng/ml nachdenken. PSA-Kontrolle ja, aber ansonsten den Ball flach halten. Gruß Heribert |
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Vielen Danke für eure Antworten, sorry aber man, bzw. ich bin dann immer gleich so verunsichert.
Wünsche euch allen Frohe Ostern und weiterhin viel Kraft und vor allem Gesundheit so gut es geht unter diesen Umständen Gruß |
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Hallo Schoscha,
auch Dir und allen Lesern des Forums noch einen schönen Ostermontag. Gruß Heribert |
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Grüße gern mal in die österliche Runde ...
Habe da auch mal ne Frage : hat jemand von den Betroffenen hier Docetaxel erhalten ? Hätte gern mal ein paar "Erfahrungen" ausgetauscht da mein Männe ab dem 23.4 nun diese Chemotherapie erhält ... Danke für eventuelle Antworten Gruß Marion |
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Danke für die Hinweise in meiner "Post" ...lese mich in den angegebenen Foren durch
Gruß von mir |
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