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Ilse Racek 02.02.2012 12:07

Erfahrungsaustausch wg. Lymphbehandlung
 
@all

Ich wäre sehr dankbar, wenn mir Betroffene zu unten Aufgeführtem ihre (neuesten) Erfahrungen mitteilen würden.

Hier mein aktuelles Probelm:

Nach OP, Chemo und Bestrahlungen bekomme ich nun schon seit über 9 Jahren Lymphdrainagen, um - da viele Lymphknoten entfernt worden waren - eine relative Stabilität meines betroffenen Armes zu erhalten.

Die ersten Anwendungen wurden in der AnschlussHeilBehandlung durchgeführt und danach bekam ich problemlos durch einen Lymphologen in einer Praxis für Hautkrankheiten - abgesegnet von der BXXXXX - vierteljährlich ein Rezept für Lymphdrainagen und 1 bis 2 mal im Jahr neue Kompressionsstrümpfe (Ärmel).

Nun gibt es Probleme, weil - einerseits - die o.a. Praxis ein Originalrezept für Lymphdrainagen nur noch ausstellt, wenn die Krankenkasse dahingehend v o r a b eine Unterschrift leistet, also schon vor Ausstellen eines Rezeptes durch den Lymphologen alles absegnet und darstellt, dass eine Dringlichkeit weiterhin gegeben ist ...

Eine Mitarbeiterin der BXXXER sagte mir nun heute, dass sie diese Unterschrift nicht leisten könne, weil alles im Ermessen des Arztes liege....

.... und auf meine Frage, was ich nun tun solle... wörtlich "Im Endeffekt liegen hier alle Nachteile bei den Patienten" ....

Ich habe nun einen Dreizeiler an die Krankenkasse verfasst und hoffe darauf, dass für mich als chronisch Kranke positiv beschieden wird.

Calypso 02.02.2012 12:22

AW: Erfahrungsaustausch wg. Lymphbehandlung
 
Ich bekomme seit knapp 2 Jahren die MLD, bisher habe ich im Arm auch keine Probleme. Mein Gynäkolge vertritt die Ansicht, dass auch prophylaktische MLD etwas bringt, weil die abgetrennten Lymphbahnen von anderen, intakten ersetzt werden, und dass dies durch die MLD gefördert wird.

Es scheint jedoch so zu sein, dass die Kassen "prophylaktisch" nicht zahlen.

Seit einem Jahr muss deshalb der Arm gemessen werden, bevor ein Rezept ausgestellt wird. Was die Arzthelferin da in ihr Formular schreibt, weiß ich nicht. Aber ich bin rechts operiert, und mein rechter Arm ist (Rechtshänderin!) ohnehin etwas stärker. (Stellte sich z. B. bei der Messung in der Reha raus, und die haben sehr genau gemessen).

Ich habe also schon auch das Gefühl, dass es am Arzt liegt. Ich musste NOCH NIE selbst irgendetwas mit der Kasse klären. Das haben bei mir, wenn sie unsicher waren, immer die Ärzte gemacht. Allerdings bekomme ich die MLD "außerhalb des Regelfalles" verordnet. Ich glaube, das steht bei Metas immer drauf, weil man dann das Budget des Arztes nicht belastet.

Didla 02.02.2012 15:07

AW: Erfahrungsaustausch wg. Lymphbehandlung
 
Hallo Ilse,

ich bekomme seit Mitte ´09 MLD 45 Minuten. Ich bekomme das Rezept ganz unproblematisch von meiner Onkologin. Ich habe auch akut kein Lymphödem. Sogar wenn ich in den Urlaub fahre, komme ich auch diese 2 Wochen ohne MLD gut klar. Ich hatte allerdings früher in einer anderen Praxis eine wohl schlechte MLD bekommen und dadurch ein Lymphödem bekommen.
Also nötig ist es schon. Besonders in der jetzigen Praxis bin ich erstemal darauf aufmerksam gemacht worden, dass bei unserer Diagnose uns 45 Min. MLD zustehen. Auf dem Rezept muss nur neben MLD 45 Minuten stehen.

Ich war früher bei der BKK und jetzt in der TK und bis jetzt gab es bei keiner Probleme.

Liebe Grüße
Tina

frollein 02.02.2012 15:25

AW: Erfahrungsaustausch wg. Lymphbehandlung
 
Hallo Ilse,

wie du bin ich bei der Bxxxxr. Mein Rezept stellt mir mein Onkologe aus, da dieser über einen anderen Budgetrahmen verfügt wie meine Gyn oder Hausarzt. Ich hatte von Anfang an 45min Behandlung und komme damit einmal die Woche mittlerweile gut aus und habe auch eine tolle Therapeutin an meiner Seite.
Ich hoffe ich bekomme das Rezept auch weiterhin ohne Probleme.

Zu der Aussage der Mitarbeiterin: habe ich leider des öfteren schon so und ähnlich gehört...einfach am Ball bleiben! Die Richtlinien der KK verändern sich permanent und machen es einem als Patienten teilweise echt schwer den Überblick zu behalten...

Ilse Racek 02.02.2012 16:58

AW: Erfahrungsaustausch wg. Lymphbehandlung
 
Hallo Ihr Lieben,

vielen Dank für Eure prompte Reaktion.

Mich hat diese neue Situation im Zusammenhang mit meiner gewohnten Therapie besonders überrascht, da ich ja - wie bereits beschrieben - bisher viele Jahre anstandslos meine Rezepte bekommen habe.

Nach Aussage meiner Physiotherapeutin sind auch alle "Auflagen" erfüllt, das heißt, auf den bisherigen Rezepten waren alle erforderlichen Anmerkungen zu finden.

Das vertrackte ist ja nun, dass mir (und anderen PatientInnen) zunächst nicht die BARMER, sondern die mir schon seit so vielen Jahren vertraute Arztpraxis dieses Aufhebens macht.

Nach Auskunft der Krankenkasse wäre es für den Arzt auch weiterhin ein Leichtes, mir als Krebspatientin und in Kenntnis der bisherigen umfassenden Therapie (Chemo, Bestrahlungen, AHt und jahrelang regelmäßig Lymphdrainagen) versorgten Patientin weiter Rezepte auszustellen.

Wenn ich die Mitarbeiterin der Bxxxxr richtig verstanden habe, sind die Kassen vom Gesetzgeber lediglich angehalten, dem fachlichen Urteil der Ärzte zu folgen.

So muss ich also annehmen, dass ich - nach so vielen erfolgreichen Jahren der Therapie - mit vielen Anderen zusammen in die Mühlen der immer wieder neu befeuerten Bürokratie gerate und dies möglicherweise der x-ten Gesundheitsreform zu verdanken ist :aerger:


Vielen Dank nochmal für Euer Interesse

und alles Gute

mit herzlichen Grüßen

Gledi 02.02.2012 21:25

AW: Erfahrungsaustausch wg. Lymphbehandlung
 
Hallo Ilse!

Von diesen neuen Regeln, mit denen du konfrontiert bist habe ich noch nie gehört. Auch Umfänge mussten bei mir noch nie dokumentiert werden. Versichert bin ich in der großen Gesundheitskasse mit A.

Ich bekomme seit Juli 2010 ca. 2x/wo MLD 45min für den re. Arm und die Thoraxwand. anfangs auch mit Kompressionsverband. Inzwischen hatte ich auch 2x Verordnungen für Kompressionsstrumpf und Handschuh, jeweils mit Wechselversorgung.

Normalerweise stellt mir ein FA für Physikalische und Rehabilitative Medizin die Verordnungen aus. Wenn ich zu den Nachsorgen dort bin auch meine Gyn. Rehamediziner haben den Vorteil, dass sie bei entspr. Diagnosen nicht budgetiert sind. Es gehört zu deren grundlegenden Aufgaben, chronisch Kranken die Teilhabe an Gesellschaft und Arbeitsleben (wieder) zu ermöglichen.

Bis jetzt also zumindest von finanzieller Seite komplikations- und sorgenfrei,
und z.Zt. gerade auf intensiv- Entstauungstherapie,

Gledi

Bücherlilli 02.02.2012 21:29

AW: Erfahrungsaustausch wg. Lymphbehandlung
 
Hallo und guten Abend allerseits,

nun will ich auch noch meine Erfahrung beitragen: Ich bin Mitglied bei der allgemeinen Kasse B.-Wxxxxxxxxg. Nach Entfernung vieler Lymphknoten bekomme ich zweimal die Woche jeweils eine Stunde MLD. Das Rezept erhalte ich von meiner Frauenärztin, auf dem Rezept ist vermerkt: Verordnung außerhalb des Regelfalls. Damit wird wohl außerhalb des regulären Budgets der Frauenärztin abgerechnet (da gibts bei den Kassen scheints einen Pool für die besonders teuren Patient/-innen ....). Diese Verordnung läuft problemlos seit etwa 2 1/2 Jahren. Damals hatte sich meine MLD-Therapeutin mit der Frauenarztpraxis in Verbindung gesetzt und die Formulierung der Verordnung geklärt.

Viele Grüße und viel Erfolg beim Durchsetzen, Elisabeth

line78 02.02.2012 21:51

AW: Erfahrungsaustausch wg. Lymphbehandlung
 
Hallo! Habe diesbezüglich auch eine Frage - und zwar bekomme ich erst Chemo (6 x TAC, G3 Tumor, triple negativ, keine Metastasen). Am 18. wurden mir 7 Wächterlymphknoten entfernt, die ebenfalls frei waren. Wie ist das, wenn der Tumor noch drin ist, weil bisher bekomme ich ja keine Lymphdrainagen und seit vorgestern ist die Narbe da richtig hart und es tut ziemlich weh... Werde das bei der nächsten Chemo im BZ ansprechen, aber bis zum 15.02. ist ja nun doch noch bissl Zeit...

Sophia65 02.02.2012 23:10

AW: Erfahrungsaustausch wg. Lymphbehandlung
 
Hallo an Alle,:)
auch ich hatte vor Kurzem Diskussionen mit meinen Gynäkologen wegen des Rezepts für Lymphdrainage. Ich wurde 2007 operiert, es wurden 15 Lymphknoten und die rechte Brust entfernt. Seitdem gehe ich regelmäßig 1 x pro Woche zur LD (45 Minuten) und habe so anfängliche Probleme ganz gut in den Griff bekommen. Bei Anstrengung ziehe ich den Armstrumpf an.
Als ich im August 2011 eine akute Schwellung am Arm bekam, ging ich zum o.g. Gyn. und bat um ein weiteres Rezept (das andere war gerade fertig). Er weigerte sich, mir ein Rezept auszustellen, obwohl die Schwellung zu sehen war, mit dem Hinweis, das sei nicht wirklich schlimm, ich könne als BK-Patientin schließlich nicht ewig auf Kosten der Allgemeinheit Lymphdrainage bekommen und ich solle zuerst zum Medizinischen Dienst meiner Krankenkasse gehen und mir von denen bestätigen lassen, dass ich LD brauche!! Das habe ich abgelehnt und ihn daran erinnert, dass er der Arzt ist und er die 'Verordnung in meinen Fall ja auch medizinisch begründen sollte. Außerdem wird der MDK von der Krankenkasse mit einer Beurteilung beauftragt und nicht vom Arzt. Weitergeholfen hat mir die Diskussion vorerst nicht, da er meinte, dann müsse ich mir halt einen anderen Arzt suchen, der mir das verordnet.Ob ich denke, dass er mir die Auseinandersetzung mit der Kasse abnehmen würde??!! Ich war wirklich entsetzt und stinkwütend.
Ich habe mich bei der Kassenärztlichen Vereinigung schriftlich beschwert über diese Vorgehensweise und das Verhalten beschwert. Das grenzt für mich an unterlassene Hilfeleistung.
2 Wochen später rief ich nochmals in der Praxis an und bohrte nochmal nach, wieviel Rezepte ich überhaupt schon verordnet bekommen habe etc. Daraufhin wurde mir kurze Zeit später mitgeteilt, dass ich jetzt doch ein Rezept erhalten könne, der Arzt habe das alles nochmals geprüft ??!!
Ich habe den Frauenarzt gewechselt und bei der neuen Gynäkologin ohne Probleme ein Rezept für LD außerhalb der Regelverordnung mit einer ausführlichen med. Begründung erhalten und hoffe, diese negative Erfahrung war eine einmalige.
Letztendlich sind schieben sich Kassen und Ärzte gegenseitig die Verantwortung zu und die Leidtragenden sind die Patienten, die eine Therapie benötigen.
LG
Sophia

Ilse Racek 03.02.2012 07:42

AW: Erfahrungsaustausch wg. Lymphbehandlung
 
Liebe Sophia :knuddel:

Was Du geschildert hast, ähnelt sehr dem vom mir Erlebten :angry:

Obwohl man bei mir nicht so klar ausgegsprochen hat, dass ich nicht ewig auf Kosten..... usw. .... hatte ich schon auch den Eindruck, dass "von Oben" (Landesgesundheitsämter) Druck auf Ärzte und Kassen ausgeübt wird, die Langzeittherapierten sozusagen auszusortieren :lipsrseal:

Ich bekomme ja schon lange Zeit meine Rezepte für Anwendungen und Kompressionsstrümpfe - ausgestellt in der o.a. Praxis und abgesegnet von der Krankenkasse.

Durch regelmäßiges Schwimmen und bestimmte Übungen - grafisch dargestellt in einem von der Deutsche Krebshilfe empfohlenen Buch des Prof. Delbrück halte ich zusätzlich das Niveau. Trotzdem ist der betroffene Arm selbst für Laien erkennbar anders.

Im Urlaub trage ich - bei jeder Witterung - von früh bist spät den Kompressionsstrumpf, um kein Risiko einzugehen.....einmal habe ich, als warnendes Beispiel, eine Patientin getroffen mit einem völlig dicken schwammigen Arm incl. Hand (Originalton Therapeutin: vernachlässigt) :( und das war für mich Anlass, superpingelig auf mich zu achten :rolleyes:

Euch allen alles Gute

und vielen Dank nochmal für Eure Beispiele :knuddel:

bettinaco 03.02.2012 11:32

AW: Erfahrungsaustausch wg. Lymphbehandlung
 
Liebe Ilse,

auch ich bekomme seit nun bald 10 Jahren Lymphdrainage, und bisher hatte ich keine Probleme mit Rezepten. Einige Ärzte versuchen aber neuerdings zu sparen, indem sie für Verordnungen außerhalb des Regelfalls eine vorherige Genehmigung der Kasse verlangen. Die meisten Kassen haben auf ihren Genehmigungsvorbehalt aber gerade deswegen verzichtet, weil sie den Aufwand scheuen. Schriftlich geben wollen sie das aber nicht. Und schon gar nicht den Ärzten - wenn das Rezept nicht bezahlt wird, geht das schließlich zu Lasten der PhysiotherapeutInnen und nicht der Ärzte.

Es gibt seit Juli 2011 eine Alternative, nämlich die Dauerverordnung (Heilmittelrichtlinie, § 8, Absatz 5). Voraussetzung sind "schwere, dauerhafte funktionelle und strukturelle Schädigungen". Die Dauerverordnung belastet nicht das Budget, aber sie steht anders als die Verordnung außerhalb des Regelfalls nicht im Ermessen des Arztes, sondern muss in jedem Fall von der Kasse genehmigt werden.

http://www.aerztezeitung.de/praxis_w...ichtlinie.html

http://www.g-ba.de/downloads/62-492-...1-05-19_bf.pdf


Aber frag mich bitte nicht, wie man es anstellt, das zu bekommen. ;) Das hab ich bisher nicht rausgekriegt, ein Formular scheint es dafür auch nicht zu geben.

Liebe Grüße
Bettina

Calypso 03.02.2012 12:08

AW: Erfahrungsaustausch wg. Lymphbehandlung
 
Zitat:

Zitat von Sophia65 (Beitrag 1093819)
dann müsse ich mir halt einen anderen Arzt suchen

Das einzig richtige. Und auf jameda etc. eine Beurteilung abgeben. Und falls es bei Euch sowas wie eine Gesundheitsberatungsstelle für Frauen gibt, auch dort melden!!!

Ich könnte jedes mal schäumen vor Wut über solche Ärzte.


Zitat:

Zitat von line78 (Beitrag 1093792)
die Narbe da richtig hart und es tut ziemlich weh...

solange der Tumor noch da ist, ist Lymphdrainage nicht angesagt. Was du beschreibst, ist aber wohl eher eine Verhärtung der Narbe oder Verwachsungen des darunter liegenden Gewebes. Das kann man durch Physiotherapie auf jeden Fall lockern und die Beweglichkeit verbessern. Damit würde ich aber zum Operateur gehen (vermutlich der Gyn), der kann dir dann ein Rezept ausstellen. Wichtig ist aber auch, dass du eine(n) gute(n) Physiotherapeutin findest!

Gledi 03.02.2012 12:21

AW: Erfahrungsaustausch wg. Lymphbehandlung
 
Zitat:

Zitat von Sophia65 (Beitrag 1093819)
... ich könne als BK-Patientin schließlich nicht ewig auf Kosten der Allgemeinheit Lymphdrainage bekommen ...

Hilfe, was ist das denn für eine Aussage? Ein Lymphödem ist in kontrolliertem Zustand zwar relativ ungefährlich, aber eben auch nur dann. Ich möchte nicht wissen, was einige Tage AU oder wie mir selbst vor knapp 1 Jahr passiert, 3 Wochen (länger) deshalb AU und Wiedereingliederung, der Allgemeinheit kosten. Ganz zu schweigen von einer (stationären) Erysipelbehandlung. Da kann man wahrscheinlich jahrelang MLD machen um das Geld.
Einem gut eingestellten Diabetiker werden auch nicht nach 10Jahren die Medikamente gestrichen weil er "jetzt endlich gesund zu sein hat"...

Etwas fassungslose Grüße,

Gledi

Regina_Beate 05.02.2012 15:35

AW: Erfahrungsaustausch wg. Lymphbehandlung
 
Auch ich bekomme seit 1993 Lymphdrainage "außerhalb des Regelsatzes" und zwar 1 x wöchentlich 60 Minuten.

Eine Genehmigung seitens der KK habe ich noch nie vorlegen müssen.

Ich denke, dass hier die gyn. Praxis ein Problem hat, das Rezept auszustellen. Die Gründe würde ich an Deiner Stelle, Ilse, beim Arzt hinterfragen.

Viele Grüße
Regina Beate

Ilse Racek 06.02.2012 08:58

AW: Erfahrungsaustausch wg. Lymphbehandlung
 
Liebe Regina Beate,


da hast Du sicher vollkommen Recht - es wird darauf hinauslaufen, dass ich (und viele andere Betroffene) mich mit der Ärztepraxis auseinandersetzen muss.

Der Haken daran ist nur, dass diese Praxis von manchen Physiotherapeuten und Patientan als schlecht organisiert und unberechenbar geschildert wird; ich selbst hatte dort in den vergangenen Jahren allerdings keine Probleme und fand es bisher immer ein wenig übertrieben, wenn mir dahingehend etwas zugetragen wurde....

Ich werde mich nun noch eine Woche lang gedulden, ob die BXXXXR sich bei mir meldet, dann dort nochmal vorstellig werden und evtl. als nächste Möglichkeit an den erstgenannten Arzt dieser Sozietät einen Brief schreiben....:o.

Ilse Racek 08.02.2012 07:46

AW: Erfahrungsaustausch wg. Lymphbehandlung
 
@all :winke:


Nu isses soweit - die BXXXXXer hat geantwortet und mir "empfohlen", mich wieder an den behandelnden Arzt zu wenden; dem Brief lag ein formloses Blatt bei, in dem anzukreuzen war, was alles "nötig" sei....

Ich habe dies nun - mit meiner in einem Begleit-Brief formulierten Bitte um ein OriginalRezept - alles zu der schon erwähnten Arztpraxis geschickt, die ja seit Jahren auf den dort ausgestellten Rezepten ausdrücklich den immer gleich lautenden langen Text vermerkte, dass bei mir - um gefährliche Folgen zu vermeiden - unbedingt behandelt werden müsse....

Nun hoffe ich auf gute Nachrichten :shy:



Liebe Grüße und alles Gute für Euch :winke:

Sophia65 08.02.2012 17:32

AW: Erfahrungsaustausch wg. Lymphbehandlung
 
Hallo Ilse:)
ich drücke dir die Daumen, dass dein Arzt einsichtig ist und du deine Lymphdrainage weiterhin ohne Probleme verordnet bekommst.
Den Arzt zu wechseln, ist für mich die letzte Alternative gewesen, aber er zeigte im Gespräch ja schon keinerlei Einsicht oder Verständnis für meine Situation. Im Prinzip hat er mich mit meinem dicken Arm erstmal im Regen stehen lassen und mein Vertrauen war dann weg.
Viel Glück also und LG
Sophia:engel:

Ilse Racek 08.02.2012 19:41

AW: Erfahrungsaustausch wg. Lymphbehandlung
 
Hallo Sophia :winke:

da kann man wirklich gespannt sein, wie die Arztpraxis jetzt reagiert; nicht zu fassen, dass ich ausgerechnet von einer Fachärzte-Sozieät, die mich seit Jahren mit einem ausgiebigen - mein Krankheitsbild exakt umfassenden - Text auf den Vierteljahres-Rezepten genau als der Therapie unbedingt bedürftig ausweist und mich dann so zwischen allen Stühlen hängen lässt.

Selbst wenn ich mir klar mache, dass das alles "von Oben" in Gang gesetzt wurde, so ist es doch besonders erschreckend, dass Bundes- bzw. Landesgesundheitsamt auf Ärzte, diese dann auf Krankenkassen und jene wiederum - fast nach Brecht'scher Manier - in gewisser Weise Druck ausüben und Patienten als von dieser Hilfe Abhängige dazwischen zerrieben werden sollen.

Die Arztpraxis zu wechseln ist gar nicht so ganz einfach - ein Internist oder Hausarzt, ja, selbst die Ärztinnen der Praxis für Frauenheilkunde in hanau, sind nicht "geübt" im Verschreiben von beispielsweise speziellen Kompressionsstrümpfen; ganz zu schweigen davon, ob sie das überhaut dürfen :confused:

Ich habe hier im Forum schonmal davon berichtet dass mich mehr als einmal bei Nachsorge-Terminen erstaunt hat, wenn - zwar sehr nette - junge ÄrztInnen mich liebevoll fragten: "Müssen sie denn nach so vielen Jahren immer noch einen Kompressionsstrumpf tragen" .....
Das bedeutet doch wohl, dass sie nicht unbedingt über die möglichen Folgen einer OP mit vielen entfernten Lymphknoten Bescheid wissen :o.

Dir danke ich ganz herzlich für Deine Zeilen

mit den besten Wünschen für Dich

und herzlichen Grüßen

Sophia65 09.02.2012 19:14

AW: Erfahrungsaustausch wg. Lymphbehandlung
 
Hallo Ilse, :)

dass dir ein Lymphologe das Behandlungsrezept verweigert ist wirklich noch schwerer nachzuvollziehen, denn der müsste es ja nun wirklich wissen, dass ein Lymphödem nicht unbehandelt bleiben sollte!.
Ich denke auch, dass die Ursache der Schwierigkeiten auf ganz anderen Ebenen liegt, trotzdem finde ich es unverantwortlich. :mad:
Mein "Ex-Arzt" hat mich ja auch gefragt, ob er etwa den Kampf mit der Krankenkasse für mich führen solle!? Ich hatte bis dahin 4 REzepte für LD von ihm bekommen und ich glaube bei "normaler" Behandlung innerhalb des Regelfalls dürfen es 5 Rezepte sein und dann muss eine Pause von 3 Monaten sein. Bin mir nicht ganz sicher, aber meine, das ist so. Ich denke, er wollte von vorneherein lieber irgendwelche Diskussionen mit der Krankenkasse (von denen ich mich frage, ob er sie überhaupt haben müsste, wenn er die Indikation richtig begründet) vermeiden. Vielleicht war es ihm auch zuviel Mühe??
Die Leidtragenden sind in diesen Fällen wirklich die Patienten.

Ich denke, deine Gynäkologin könnte dir aber auch das Rezept ausstellen, sowohl für LD als auch für Armstrumpf etc.. Habe gerade ein Rezept für Hilfsmittel (Armstrumpf) bekommen, da steht folgendes drauf:
1 Kompressionsarmstrumpf re.
Diagnose: Lymphödem des re. Arms (189.ORG), Z. n. Mamakarzinom rechts (C50.9RZ)
Das war in der Vergangenheit bei mir so und die neue Gynäkologin hat mir jetzt beides auch ohne Murren verordnet.

Ich bin mal gespannt, was du berichtest, wie es bei dir weitergeht.
Ich drück dir die Daumen, dass sich bald alles klärt.
LG
Sophia:engel:

Ilse Racek 10.02.2012 08:28

AW: Erfahrungsaustausch wg. Lymphbehandlung
 
Liebe Sophia :winke:

vielen Dank für Dein Daumendrücken - ich werde in diesem Strang Weiteres berichten.

Nach meinem Brief an den Lymphologen (mit einigen Anlagen, u.a. das Schreiben der Krankenkasse) hoffe ich nun auf eine positive Reaktion bzw. auf das altgewohnte Originalrezept.

Die Ärztinnen der Praxis für Frauenheilkunde in Hanau dann bei abschlägigem Bescheid dann darauf anzusprechen fällt mir von vornherein schwer, weil ja auch dort eine der Gynaekologinnen mich mal fragte, ob ich denn "immer noch den Kompressionsstrumpf am Arm" tragen müsse......
...... diese Frage hatte ja auch schon mal durchaus mitfühlend eine der NachsorgeÄrztinnen im Brustzentrum des Klinikum Hanau an mich gestellt :rolleyes:

Betroffenen signalisieren solche Unterhaltungen ja dann gerne mal, dass bei einigen Ärzten bezüglich Nachfolgeerkrankungen im Zusammenhang miti Krebs-Therapien keine all zu große Sachkenntnis vorherrscht :augen:

Aber vielleicht geht ja nun nach all den Unsicherheiten doch alles gut und heute liegt evtl. das Rezept in meinem Briefkasten - einen frankierten Rückumschlag halten die Ärzte der Lymphol. Praxis jedenfalls in Händen ;)


Liebe Grüße :winke:

nurdug 10.02.2012 22:11

AW: Erfahrungsaustausch wg. Lymphbehandlung
 
Hallo, das ist ja haarsträubend, was ihr hier schreibt. Die meisten Ärzte kennen sich aber auch überhaupt nicht aus mit dem Lymphproblem, geschweige denn, dass sie wissen, was auf ein Rezept gehört. Am besten informiert sind die Lymphtherapeuten, die müssen sich mit den "falschen" Rezepten rumärgern.

Seit der OP 2007 krieg ich 1-2/Woche 60 Minuten MLD und trage Armstrumpf und Handschuh. Für beides krieg ich Rezepte von der Gyn. oder von meiner Hausärztin. Außerhalb des Regelfalls.

Ich hab allerdings auch mal von einem Arzt gehört, dass er gerne MLD verschreibt, weil das bei BK-Patienten so problemlos geht. Auch wenn die Frau gar kein Ödem hat. Vielleicht ist es deshalb häufiger als notwendig verschrieben worden, und jetzt versuchen die Kassen das einzuschränken?

Dass ich die Kasse bzw. die Allgemeinheit sehr viel koste, das weiß ich. Aber es ist eine Solidargemeinschaft und habe ich es mir ausgesucht?!?
LG, Gudrun

Ilse Racek 11.02.2012 08:20

AW: Erfahrungsaustausch wg. Lymphbehandlung
 
@Gudrun :winke:


der problemlose Umgang mit bestimmten Leistungen für BK-Erkrankte bröckelt ja schon seit löngerer Zeit ....

..... vor Jahren sagte mir mal eine Mit-Patientin, dass sie durch den eigenen Arzt auf "Extra-Budgets" für Krebskranke hingewiesen worden seie.

Die erste "Gesundheitsreform" hat vor ca. 9 Jahren beispielsweise beim Umgang mit Mistel-Spritzen-Verschreibungen (nur ein kleines Beispiel) schon eine gewisse mehr oder weniger sinnvolle Veränderung gebracht....
.....und nach den verschiedenen Ministerwechseln scheint das - fast haltlos - so weiter zu gehen...

Um nochmal den Ausspruch einer Krankenkassen-Mitarbeiterin zu zitieren: Es wird alles auf dem Rücken der Patienten ausgetragen...

Du hast Recht, wir verursachen durch unsere Erkrankung mit Sicherheit teilweise hohe Kosten, aber das trifft auch für Suchtkranke zu und wir Versicherte halten uns unbesehen an die Regeln einer Solidargemeinschaft.


Liebe Grüße :winke:

Calypso 11.02.2012 16:21

AW: Erfahrungsaustausch wg. Lymphbehandlung
 
Zitat:

Zitat von nurdug (Beitrag 1095869)
Auch wenn die Frau gar kein Ödem hat. Vielleicht ist es deshalb häufiger als notwendig verschrieben worden, und jetzt versuchen die Kassen das einzuschränken?

Dass ich die Kasse bzw. die Allgemeinheit sehr viel koste, das weiß ich. Aber es ist eine Solidargemeinschaft und habe ich es mir ausgesucht?!?
LG, Gudrun

Hallo Gudrun,
mein Onkologe hat mal gesagt, "darum brauchen Sie sich nun wirklich keine Gedanken zu machen". Mach ich auch nicht - wenn ich sehe, was die Kassen sonst so zahlen, von Rückenschule bis Wellness. Alles Dinge, die ich jahrelang freiwillig, gerne und selbst finanziert gemacht habe. Den BK habe ich mir wirklich nicht ausgesucht, und ich biete oft Leuten, die sich über die hohen Beiträge beschweren und meinen, sie müssten jetzt auch mal was "rausholen" von den vielen Beiträgen, an, mit mir zu tauschen, denn dann hätten sie ihre KV ganz schnell ausgenützt.:smiley1: Meistens sind sie dann ganz leise.

Ich bekomme die MLD übrigens auch vorbeugend verschrieben, brauche auch keinen Kompresionsstrumpf. Nur wenn ich urlaubsbedingt mal 4 Wochen aussetze, merke ich was. Ich bin sehr froh, dass mein Gyn nicht wartet, bis das Ödem schmerzhaft und mit dem cm-Band messbar wird, denn es dann wieder wegkriegen ist viel schwieriger als es garnicht entstehen zu lassen.

Ilse Racek 12.02.2012 07:45

AW: Erfahrungsaustausch wg. Lymphbehandlung
 
@Calypso :winke:


Alles, was Du geschrieben hast, ist m.E. AUCH richtig; es gibt halt - wie bei vielen Dingen des Lebens - auch zu diesem "Thema" mehrere Seiten.

In meinem Bekanntenkreis gibt es einige Personen, die sich bisher "alles was sie kriegen können" (ob wirklich notwendig oder nicht) haben verschreiben lassen und diese Leutchen konnten bisher auch immer einen Arzt finden, der ihnen ohne eindeutige Diagnose beispielsweise zu Rezepten für Massagen verholfen hat :aerger:
Im Vergleich dazu bekam eine meiner früheren Arbeitskolleginnen - inzwischen im Rollstuhl - schon verschiedentlich Maßnahmen nicht genehmigt :sad:

Mir wurden - noch zu Zeiten, als Vieles großzügiger gehandhabt wurde - erst Lymphdrainagen verschrieben, als ich Schmerzen und einen immer dicker werdenden Arm bekam :lipsrseal:
Dass dann sehr schnell und umsichtig verschiedene Maßnahmen ergriffen wurden, verdanke ich einem Reha-Arzt der Sonnenberg Klinik in Bad Soden Allendorf :knuddel:
Auch vorher wussten ja doch alle meine Ärzte, dass ich gefährdet war, denn bei der Brust OP wurden mir viele Lymphknoten (3/30/) entfernt.

In diesem Zusammenhang habe ich erst mal erfahren, dass Menschen eine sehr unterschiedliche Anzahl dieser "Dinger" haben und welch wichtige Funktion sie erfüllen....

Was Du mit Deinem letzten Satz beschreibst, halte ich für den richtigen Weg.


Alles Gute
und
herzliche Grüße :winke:

Sophia65 04.04.2012 18:05

AW: Erfahrungsaustausch wg. Lymphbehandlung
 
Hallo Ilse!:)

gibt es eigentlich Neues wegen deiner Probleme mit der Verordnung von Lymphdrainage? Ich hoffe, das hat sich für dich gut geregelt und du hast das Rezept bekommen? Kannst ja mal berichten bei Gelegenheit, würde mich interessieren. Schöne Ostern für dich und alle Anderen und
LG
Sophia:engel:

Ilse Racek 05.04.2012 08:06

AW: Erfahrungsaustausch wg. Lymphbehandlung
 
Liebe Sophia :winke:


Vielen Dank für Dein Interesse am Fortgang dieser unsäglichen Geschichte :knuddel:


Seit ich den Schriftwechsel zwischen Krankenkasse und mir an diese Arztpraxis versandt habe, hat sich noch nichts gerührt (keine Rückantwort - nichts) :rolleyes:

Anrufe dort laufen ins Leere - andere PatientInnen berichten das gleiche Vorgehen :(


Derzeit werde ich noch auf das alte Rezept behandelt, weil meine Physiotherapeutin schon seit Monaten die Anwendungszeit halbiert und somit gestreckt hat.


Am 30. April habe ich einen - schon lange festgelegten - nächsten Thermin in der Arztpraxis und hoffe darauf, dass ich ein neues Kassen-Rezept bekomme :o.


Mir wurde berichtet, dass Betroffene direkt dort in der Praxis lautstarke Diskussionen gehabt haben und nun nach Alternativen suchen ....

Gleichwohl sagt meine Physiotherapeutin, dass derzeit in dieser umstrittenen Arztpraxis "die Zeichen wieder auf grün" stünden :rolleyes:

Allerdings berichtet sie mir auch, dass um diese Praxis weiterhin wilde Gerüchte ranken...


Sobald ich neue Erkenntnisse habe schreibe ich wieder und schicke einstweilen

herzliche Frühlingsgrüße :winke:

Sophia65 05.04.2012 14:44

AW: Erfahrungsaustausch wg. Lymphbehandlung
 
Hallo Ilse,

das ist wirklich eine unsägliche Geschichte!!!:angry:
Aber in solchen Fällen, wie uns, wo viele Lymphknoten entfernt wurden nach Brustkrebs ist doch eine Verordnung außerhalb des Regelbedarfs möglich, welche nicht mal auf das Budget geht, zumindest sagte mir das meine behandelnde Physiotherapeutin.
Ich hatte ja ähnliche Probleme mit meinem vorherigen Gynäkologen. Habe jetzt gewechselt und habe von meiner neuen Ärztin auch genau ein solches Rezept außerhalb des Regelfalls mit ausführlicher Begründung erhalten. Wenn es dich interessiert kann ich dir die genaue Verordnung auch per PN schicken.
Ich drücke dir weiter die Daumen, dass du die nötige Behandlung bekommst, ohne dass du noch weiter darum kämpfen musst und bin gespannt, was du berichtest.
Ich wünsche dir frohe Ostern und schicke
LG
Sophia:engel:

Ilse Racek 05.04.2012 16:55

AW: Erfahrungsaustausch wg. Lymphbehandlung
 
Hallo Sophie :winke:

vielen Dank für das Angebot, mir die genaue Verordnung (außerhalb des Regelfalls) per PN zusenden zu wollen.

Aber genau das ist ja eigentlich das Verrückte - Krankenkasse und Physiotherapeutin erkennen ja die Formulierung des Textes auf den Rezepten als absolut akzeptabel an.... hier geht der Streit wohl eher darum, w e r macht den ersten Schritt, dass es für mich (und Andere) so weiter geht wie seit fast 10 Jahren :rolleyes:

Bin mal echt auf den 30. April gespannt....


Dir nochmal herzlichen Dank und liebe Grüße

:winke:

Renate2 07.04.2012 13:16

AW: Erfahrungsaustausch wg. Lymphbehandlung
 
Liebe Ilse,
ich habe auch ein Rezept "außerhalb des Regelfalls". Da ich das immer bekomme, ist das kein Problem. Auch das Heraufsetzen der Lymphdrainage von 45 Min. auf 1 Stunde. Mein Arzt verordnet auch - wenn nötig - 3 x in der Woche.
Es liegt doch dann eindeutig am Arzt.

Viel Erfolg und lieben Gruß
Renate

Ilse Racek 07.04.2012 14:39

AW: Erfahrungsaustausch wg. Lymphbehandlung
 
Liebe Renate :winke:

vielen Dank für Deine Anteilnahme :knuddel:

Meine Physiotherapeutin hat mich schon vor Jahren darauf hingewiesen, dass diese Arztpraxis in ihren Entscheidungen außergewöhnlich schwer einzuschätzen sei und mit so einer Art Monopolstellung sehr umstrittene Verhaltensweisen an den Tag lege...

Jahrelang war ich persönlich von solchen Irritationen nicht betroffen.

Es ist eine Gemeinschaftspraxis mit einer auffallend hohen Fluktuation junger Ärztinnen und Ärzte; die Chefs an der Spitze sind wohl ausschlaggebend, dass dort ad hoc umstrittene Entscheidungen gefällt werden....ausgetragen auf dem Rücken der PatientInnen...


Bin nun mal gewaltig auf den nächsten festen Termin gespannt... ich werde auf jeden Fall meinen gesamten Schriftwechsel mit dort hin nehmen und hoffen natürlich auf Anschluss-Rezepte nach dem alten Verfahren.


Lieben Gruß :winke:

Renate2 07.04.2012 15:49

AW: Erfahrungsaustausch wg. Lymphbehandlung
 
Liebe Ilse,
bekommst Du denn auch 2x jährlich eine Verordnung für eine Kompression?
Ich habe die Texte hier jetzt erst einmal überflogen und deshalb frage ich schnell nach.

Jedenfalls find ich es außerordentlich nervig, daß man sich mit solchen Ärzten herumschlagen muss. Soviel ich weiß, kratzt das nicht mal das Budget an.

Liebe Grüße
Renate

Ilse Racek 07.04.2012 17:07

AW: Erfahrungsaustausch wg. Lymphbehandlung
 
Da hast Du Recht

liebe Renate

neuerdings ist das wirklich nervig :rolleyes:

All die Jahre war das so, dass ich (in der Arztpraxis die jetzt so' einen Zirkus veranstaltet) anstandslos meine Rezepte für die Anwendungen bekommen habe - es war ja auch nicht zu übersehen, dass mein Arm das nötig hatte.
Immerhin sind die Lymphknoten (30/3) ja seit Ende 2002 an der betroffenen Seite unwiderbringlich weg.

Neue Kompressions Armstrümpfe bekam ich jeweils halbjährlich und trage diese schon brav fast 10 Jahre lang; so (und durch kleine Übungen sowie Schwimmen) konnte ich das Niveau fast schmerzfrei und ohne zusätzliches Anschwellen halten.

Was die Kosten betrifft, so sagte mir mal eine Nachsorgeärztin, hätten die Ärzte ein sog. KrebsPatienten-Budget.
Ob diese Regelung inzwischen bei Gesundheitsreformen "geschluckt" worden ist, weiß ich nicht...

Liebe Grüße :winke:

Ilse Racek 06.05.2012 09:18

AW: Erfahrungsaustausch wg. Lymphbehandlung
 
Hallo Ihr Lieben,

kurzer Lagebericht: Meinen fixen Arzttermin wegen eines Rezpetes für Lymphdrainagen habe ich wieder einmal erfolglos hinter mich gebracht; auch ein Besuch bei der Krankenkasse hat mir erneut deutlich gemacht, dass ich - wie viele Andere auch - wegen eines Anschlussrezeptes immer noch "zwischen allen Stühlen" sitze.

Die sehr nette Beraterin bei der Krankenkasse deutete an, dass weder sie (die Kasse) noch die Allgemeinsituation sondern die besondere Lage der speziellen Arztpraxis an diesem Dilemma "schuld" sei.

Ich habe um die Untersuchung eines neutralen Gutachters gebeten - nun warte ich halt wieder mal....

...meine Physiotherapeutin hält für mich noch einige Drainagen bereit...... weil wir gesplittet und rausgezogen haben :rolleyes:

Und, ich bleibe mit meinen üblichen Gymnastik-Übungen, Schwimmen und Kompressionsarmstrumpf-Tragen dran :lipsrseal:


Heute aber ist o.a. eigentlich gar nicht so wichtig - viele ForumsTeilnehmer und ich denken ganz besonders an Gudrun (Nurdug) :sad:

Renate2 06.05.2012 12:29

AW: Erfahrungsaustausch wg. Lymphbehandlung
 
Hallo Ilse,
das ist wirklich ein Dilemma. Es gibt doch einen Heilmittelkatalog. Allerdings weiß ich nicht ob NRW sich darin von anderen Bundesländern unterscheidet.
Aber egal, ärgerlich ist das auf jeden Fall.

Viel Erfolg wünscht Dir
Renate

Ilse Racek 07.05.2012 08:04

AW: Erfahrungsaustausch wg. Lymphbehandlung
 
Hallo liebe Renate :winke:


derzeit muss ich den Eindruck haben, dass es "nur" an dieser einen Arztpraxis hängt :shy:

Nun hat mir meine Physiotherapeutin die Kopie einer langen Liste von FachArztPraxen aus ganz Deutschland in die Hand gedrückt.

Allerdings haben ihr dahingehend wohl einige Patientinnen berichtet, dass die regional relativ gut erreichbaren Praxen teilweise keine neuen PatientInnen mehr annehmen (in einem Fall wurde offenbar sogar mit Ablehnung reagiert, weil die Anfragende von der Praxis Dr. Ju...... wechseln wollte).

In den nächsten Wochen muss entweder über meinen alten Hausarzt, die Gyn.Arztpraxis oder über einen Gutachter "etwas passieren" :rolleyes:

Bei Hausarzt und Gyn. habe ich allerdings seit Jahren den Eindruck, dass sie sehr wenig von diesem med. Fachbereich verstehen - das belegt beispielsweise eine Frage die dort immer gerne mal getellt wird: "Achherrjeee, müssen Sie immer noch den Kompressionsarmstrumpf tragen".... :shy:


Du hast Recht - ärgerlich ist das alles und ich wünschte mir, meine täglich angewendete leichte Gymnastik und Schwimmen sowie Armstrumpf tragen würden ausreichen.


Vielen Dank für Deine guten Wünsche :knuddel:

Renate2 07.05.2012 14:26

AW: Erfahrungsaustausch wg. Lymphbehandlung
 
Liebe Ilse,
da ist mein Onkologe wirklich gut. Obwohl eigentlich gar nicht so viele seiner Patienten Ödeme haben. Übrigens bin ich die erste Patientin, die aufgrund des Ödems in eine Fachklinik fährt. Mein Arzt und die Damen dort sind schon ganz gespannt auf meinen Bericht.

Aber kannst Du Dich nicht bei der Ärztekammer beschweren? Irgendwie ist es doch nicht richtig, daß ein Arzt so handeln.

Bei der Kassenärztlichen Vereinigung gibt es eine Patientenhotline die einen Patienteninformationsdienst anbietet. Ich habe allerdings nur die Nummer aus unserer Region. Vielleicht gibt es bei Euch auch so etwas.

Liebe Grüße
Renate

Mary-Lou 07.05.2012 16:11

AW: Erfahrungsaustausch wg. Lymphbehandlung
 
Liebe Ilse,
besteht denn nicht die Möglichkeit, dass Dein Hausarzt Dir vorerst mal dieses Rezept für die nächste Lymphbehandlung ausstellt? Meistens besteht doch ein sehr guter Kontakt zu den Allgemeinmedizinern, schon allein deshalb weil man dort schon jahrelang ein- und ausgeht.
So hättest Du zumindest mal etwas Luft, bis Du denn eine andere Lösung gefunden hast. Ich meine, viel verstehen muss der Hausarzt ja von dem speziellen Gebiet nicht, eine Verordnung würde doch schon mal genügen . . . :tongue. Allerdings bin ich der Meinung, dass die Hausärzte mitunter mehr Kompetenz haben, als wir ihnen zutrauen. ;)

Liebe Gruss


Ilse Racek 09.05.2012 16:56

AW: Erfahrungsaustausch wg. Lymphbehandlung
 
Hallo Ihr Lieben :winke:


Heute ist endlich ein positives Schreiben der Krankenkasse in meinem Briefkasten gelandet :rolleyes:

Meinem "Antrag auf weitere langfristige Genehmigung außerhalb des Regelfalles" ist bis zum 29.01.2014 erstmal zugestimmt.

Nun hängt's tatsächlich "nur" noch an der Arztpraxis, dass ich bald ein Anschlussrezept in Händen halte.

Euch danke ich nochmal für Eure sachkundigen Beiträge und natürlich die mentale Unterstützung :knuddel:


Liebe Grüße :winke:

Renate2 09.05.2012 18:19

AW: Erfahrungsaustausch wg. Lymphbehandlung
 
Hallo liebe Ilse,
da hast Du ja schon zumindest einen Teilerfolg:1luvu:. Der Arzt wird wohl mal "in die Pötte" kommen müssen.

Liebe Grüße
Renate

Sophia65 09.05.2012 22:43

AW: Erfahrungsaustausch wg. Lymphbehandlung
 
Hallo liebe Ilse,:winke:

na das ist ja schon mal etwas, dass die Krankenkasse die Behandlungen genehmigt hat.
Da sollte es ja eigentlich bei der Ausstellung des Rezeptes ja nun keine Probleme mehr geben dürfen. Das wünsch ich dir jedenfalls.
Wenn das Problem bei der Arztpraxis liegt, warum wechselst du nicht bzw. kannst du dir das Rezept nicht einfach auch vom Gynäkologen ausstellen lassen?
Ich bekomme die Lymphdrainage immer von meiner Gyn. verordnet.
Hoffe, das Problem hat sich dann für dich erledigt.
LG
Sophia:)


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