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mirapetra 07.02.2012 21:03

Habe solche Angst um meinen Papa....
 
Hallo,
jetzt muss ich mir doch mal hier ein wenig Rat holen.
Also ich bin 36 Jahre alt und mein Vater ist 56 Jahre alt.Er hat seit Monaten starke Oberbauchschmerzen die bis in den Rücken austrahlen,Verdauungsprobleme und er hat allein in den letzten 6 Wochen 10 kg abgenommen.
Der Hausarzt hat immer nur Ibuprofen 800 verordnet (die helfen aber nicht mehr).Letzte Woche war er zur Darmspiegelung.Da war Gott sei Dank alles ok...
Am Montag den 6.2.2012 musste er dann zum CT.
Jetzt haben sie eine total verformte Bauchspeicheldrüse und Flecken auf der Leber festgestellt...aber was dies sein könnte sagt einem keiner so richtig.
Heute dann die Krankenhauseinweisung und Morgen früh wird eine Biopsie an der Leber und der Bauchspeicheldrüse gemacht.
Wie lange dauert es denn ungefähr bis man das Ergebniss bekommt?
Mein Vater selber ist ganz ruhig und sagt selber nur,dass es nicht gut aussieht und er das weiß...während wir vor Sorge um ihn nicht mehr weiter wissen,denn er sieht echt schlecht aus.
Seine Handinnenflächen sind heute Abend gelblich....

LG Heike

Andrea1984 07.02.2012 21:14

AW: Habe solche Angst um meinen Papa....
 
Hallo liebe Heike!
Tut mir sehr leid für euch! Bei meinem Vater hat die Biopsie so ca. 1 Woche gedauert! Die Gelbverfärbung kommt von der Bauchspeicheldrüse, mein Vater war am ganzen Körper gelb! Ich hoffe ihr bekommt keine schlechten Nachrichten obwohl es sich nicht so gut anhört, aber vielleicht ist eine OP möglich! Ansonsten wird er eine Chemo bekommen und vielleicht kann man dann eine OP durchführen! Ich weiß, wie du dich fühlst, es ist ein Schlag ins Gesicht, wenn man so etwas erfährt! Bei uns war es genau so und wir bangen jetzt mittlerweile 1 Jahr, aber man lernt damit umzugehen! Nur Mut fassen und kämpfen und hoffen! Nur positiv denken, obwohl das natürlich sehr schwierig ist! Was haben sie genau zu deinem Vater gesagt? Haben sie im Blut etwas feststellen können? Tumormarker? Wie geht es weiter?
Ich wünsche Dir alles Gute und vor allem deinem Vater!
LG

Mainzer 10.02.2012 10:13

AW: Habe solche Angst um meinen Papa....
 
Hallo zusammen,

seit Oktober 2011 bin ich stiller Mitleser und habe hier viele Hochs und Tiefs durchgemacht. Bei meinem Vater wurde im Okt. 2011 BSDK diagnostiziert, im November wurde dann eine Whipple Op durchgeführt, seit Januar bekommt er jetzt die Chemo. Als wir die Diagnose bekommen haben, habe ich viele Vormittage hier im Forum verbracht um mir Infos zu holen, auch gerade wegen der Op. Irgendwann habe ich mir dann regelrecht verboten ins Internet zu gehen, weil ich mich total fertig gemacht habe. Mittlerweile ist der erste Schock ein wenig überwunden und ich kann hier wieder lesen. Ich weiß, dass jeder Fall seinen eigenen Gang hat und wie alle hier, hoffe ich auf ein Wunder und kämpfe. Aber dieses ständige auf und ab der Gefühle macht mir ganz schön zu schaffen. Es gibt Momente, da bin ich mir ganz sicher, dass mein Vater noch viele schöne Jahre haben wird, dass er den Kampf noch lange würdig kämpfen kann und am nächsten Tag plagt mich wieder die totale Panik ihn zu verlieren. Aber es ist schön zu wissen, dass man nicht alleine ist.

LG Mainzer

Andrea1984 10.02.2012 10:19

AW: Habe solche Angst um meinen Papa....
 
Guten morgen Mainzer!
Erstmal herzlich willkommen hier! Ja man hat immer seine hochs und tiefs, ich auch! Es ist ein Schock diese Diagnose zu erhalten! Aber man lernt damit umzugehen, und man kann nur hoffen! Wie ist die Whipple OP verlaufen haben sie den ganzen Tumor entfernen können? Was für Chemo bekommt dein Vater und wie geht es ihm dabei?
LG

Mainzer 10.02.2012 12:25

AW: Habe solche Angst um meinen Papa....
 
Hallo Andrea 1984,

man hatte uns nach dem ersten CT gesagt, dass der Tumor ca. 2 cm groß ist. Leider war er aber schon viel größer, nämlich 5,8 cm, aber er war noch nicht in die benachbarten Organe eingewachsen und konnte vollständig entfernt werden. Allerdings waren von 21 entfernten Lymphknoten schon 16 befallen. Er wurde also R1 resektiert. Bislang hat mein Dad noch keine Metastasen, was die Ärzte sehr verwundert hat, aber sie haben uns gesagt, dass der Krebs zu 100% wieder kommt. Die Whipple Op hat er erstaunlich gut weggesteckt, er war schon nach einigen Tagen wieder auf den Beinen und die Ärzte waren erstaunt, weil sie so etwas bei einem Patienten in diesem Alter (er ist 77 J.) noch nicht erlebt haben. Das hat uns natürlich sehr gefreut. Sein psychischer Zustand war bis vor 4 Wochen sehr schlecht, so langsam wird es besser. Er bekommt heute seine 3. Chemo mit Gemzar. Im Rahmen einer Studie nimmt er noch zusätzlich Sorafenib, allerdings ist es eine doppelblinde Studie, wir wissen also nicht, ob er ein Placebo oder wirklich Sorafenib nimmt. Die ersten zwei Chemos hat er ganz gut weg gesteckt. Lediglich leichte Grippesymptome plagen ihn am 2. und 3. Tag, sonst ist alles wie immer. Wir hoffen es bleibt so.

LG

mirapetra 13.02.2012 13:11

AW: Habe solche Angst um meinen Papa....
 
Hallo,jetzt haben wir gerade telefonisch das Ergebniss der Biopsie bekommen...Pankreas-NPL.Keine Chemo,keine OP er soll zuhause bleiben und bekommt die Medikamente geliefert...das kommt mir irgendwie alles komisch vor!!
Wir wohnen in Hagen bei Dortmund.Wo ist denn hier die nächste Spezialklinik in der man sich mal eine 2. Meinung einholen kann?Habe gerade schon eine Email an das Krankenhaus in Bochum geschrieben.

Gruß
Heike

Elisabethh.1900 13.02.2012 13:26

AW: Habe solche Angst um meinen Papa....
 
Liebe Heike!

Es tut mir leid, dass sich der Verdacht bestätigt hat.

Es gibt in Bochum das Pankreaszentrum NRW, welches Prof.Dr.U. leitet, bitte schaue einmal hier:http://www.pankreaszentrum.de/de/home.html

Ansonsten gibt es eine Liste der zertifizierten Pankreaskarzinomzentren in Deutschland.
Hier ist die entsprechende URL:http://www.onkoscout.de/adressen/pan...arzinomzentren

Das er zu Hause bleiben kann, ich weiß nicht, vielleicht hat er in der Aufregung auch etwas falsch verstanden.

Elisabethh.

mirapetra 17.02.2012 15:40

AW: Habe solche Angst um meinen Papa....
 
Hallo an alle,

den Termin in Bochum haben wir nicht wahrgenommen.Mein Vater wollte es nicht mehr nachdem er Erfahren hat das nichts mehr zu machen ist:(
Der Bauchspeicheldrüsenkrebs ist ca. 5 cm groß und sitzt am Corpus,beide Leberlappen sind mit jeweils 3 cm auch befallen und der Tumor wächst ins Nervensystem...er leidet unter den größten schmerzen und nimmt derzeit 6 Tabl. Targin am Tag.Es ist schrecklich das alles mit zu erleben...man ist so machtlos gegen den "Teufel" Krebs....Er baut immer mehr ab...das Gesicht sieht eingefallen aus und seine Augäpfel stehen leicht hervor...es sind nicht mehr die Augen meines Vaters...Montag hat er den ersten Termin zur Besprechung der Chemo.
Hoffentlich geht es ihm dann etwas besser...
Lese hier seit Tagen im Forum mit und bin total erschüttert darüber wie schnell dieser Krebs alles kaputt macht...

Gruß Heike

Andrea1984 17.02.2012 22:00

AW: Habe solche Angst um meinen Papa....
 
Hallo heike!es tut mir so leid das alle
s fuer euch! ich fuehle mit euch u hoffe das die chemo doch noch ansclaegt und ihr noch eine schoene zeit zusammen habt!alles gute fuer euch! lg andrea

Andrea1984 21.02.2012 14:30

AW: Habe solche Angst um meinen Papa....
 
Hallo Heike!
Wollt mal nachfragen wie es euch geht????
LG

mirapetra 22.02.2012 20:54

AW: Habe solche Angst um meinen Papa....
 
Hallo,
danke für die netten und hilfreichen Antworten ;-)
Leider gibt es nicht viel neues zu berichten...meine Papa bekommt jetzt immer noch Targin Tabletten (alle 12 Stunden) und Novalgin Tropfen.So richtig hilft das aber nicht gegen die Schmerzen.
Am Freitag hat er einen Termin im Krankenhaus und es wird ein Port gesetzt.Nächste Woche dann soll die Chemo beginnen...
Er sieht schlecht aus...hat so viel abgenommen...melde mich aber sobald es was neues gibt.

Ganz Liebe Grüße
Heike

katja118 23.02.2012 18:40

AW: Habe solche Angst um meinen Papa....
 
Hallo,
wenn ein Port gelegt ist, kann man hierüber, bei starkem Gewichtsverlust, auch zu Hause z.B. Olimel laufen lassen. Dieses wird mit allen wichtigen Vitaminen angereichert. Somit kann man diesen ständigen Gewichtsverlust etwas in Grenzen halten. Eine PEG (Sonde im Magen oder Darm) hat mein Mann ebenfalls. Er hat etwas zugenommen obwohl er fast noch nichts essen kann.
Wenn die Schmerzen nicht besser werden sollte man evtl. ein anderes Opiat probieren ??
LG

mirapetra 27.02.2012 21:11

AW: Habe solche Angst um meinen Papa....
 
Der Port liegt und Morgen ist wieder eine Termin beim Onkologen zur Kontrolle ob der Port richtig sitzt und dann auch zur Besprechung wegen der beginnenden Chemo.
Meine Vater wird zunehmend agressiver...die Schmerzen werden schlimmer.Seit Heute mag er nichts mehr essen und trinken und er war seit 9 Tagen nicht richtig auf dem Klo. Microclist und anderes Abführmittel hilft nichts.
Meine Mama nimmt jetzt seit ein paar Tagen Opipramol damit sie Nachts wenigstens etwas schlafen kann. Dieser Scheiß Krebs hat ihn voll im Griff es ist zum Verzweifeln :-(

dayo 28.02.2012 01:21

AW: Habe solche Angst um meinen Papa....
 
hi,

vielleicht kann euch 'resolor' helfen...googel mal nach ! das ist ein medi dass 'stoma' patienten nehmen, um keine verstopfungen zu bekommen

liebe gruesse

Karin12 08.03.2012 19:03

AW: Habe solche Angst um meinen Papa....
 
Liebe Heike,

Ich wollte mal nachfragen wie es denn so geht. Habe Deinen Thread verfolgt, denn der Zeitpunkt der Diagnose Deines Vaters ist fast zeitgleich mit der meiner Mutter gewesen. Das ist also wirklich noch alles sehr neu und ich wollte fragen wie ihr zurecht kommt.

Liebe Grüße,
Karin

mirapetra 30.03.2012 09:33

AW: Habe solche Angst um meinen Papa....
 
Bei uns war es in den letzten Tagen sehr turbulent.Meine Vater kann keine Nahrung mehr zu sich nehmen und erbricht ständig.
Er bekommt Chemotherapie mit Gemcitabine per Infusion und Capecitabine als Tabletten.
Er magert immer mehr ab und ist sehr agressiv und teilweise sehr verwirrt.
Gestern sagte er mir das er durch die Zeit reist....manchmal ist er in den 60er Jahren und auch in den 80 er Jahren.Es ist sehr erschreckend was aus dem einst so starken immer gesunden Mann geworden ist..ein richtiger Verfall.Wir wünschen ihm eigentlich nur das es nicht mehr so lange dauert.Er quält sich jeden Tag mehr vor Schmerzen...es ist so schwer nur zuzusehen.Er liegt nur noch im Bett steht kaum noch auf...

mirapetra 30.03.2012 10:25

AW: Habe solche Angst um meinen Papa....
 
Brauche dringend mal einen Rat!
Wir waren gerade beim Hausarzt weil mein Papa nichts emhr bei sich behält,auch kein Wasser.Er ist schon unterversorgt und ausgetrocknet.Jetzt haben wir eine Einweisung ins Krankenhaus bekommen zur künstlichen Ernährung über den Port.
Meine Vater verweigert aber alles...er weigert sich ins Krankenhaus zu gehen und weigert sich auch Fresubine zu trinken.Er möchte nichts mehr.Was können wir denn jetzt tun?Sollen wir einfach zusehen wie er verdurstet und verhungert?

Gruß Heike

Alexander1 30.03.2012 10:34

AW: Habe solche Angst um meinen Papa....
 
Es ist sehr traurig, wie ich aus eigener Erfahrung als Angehöriger weiss, aber ich denke, ihr solltet deinem Vater seinen Willen lassen. Er wird nicht länger kämpfen wollen. Ich wünsche euch viel Kraft!

theresa_n 30.03.2012 11:27

AW: Habe solche Angst um meinen Papa....
 
Hallo Heike,
es tut mir leid dass sich dein Vater so quält. :(
Schmerzen, vorallem wenn man sie über längere Zeit ertragen muss, sind gemein. Da verliert man schon mal Zuversicht und Tatkraft.
Unter Umständen sieht die Welt für ihn gleich ganz anders aus, wenn er geeignete Schmerzmittel bekommt. Also am besten ab in die Ambulanz, auch wenn ihn das verdächtig nahe ans Krankenhaus bringt: Augen zu und durch!
Ohne Schmerzen sieht gleich wieder alles besser aus. :) ;)
Wenn er das aber alles wirklich nicht mehr will, müsst ihr seine Entscheidung wohl oder übel akzeptieren, so schwer es dir und deiner Familie auch fällt. :(
ich wünsche euch für die kommende Zeit viel Liebe, Kraft und Zusammenhalt!

Viele liebe Grüße,
theresa

ps. Ernährung über den port kann man -soweit ich weiß- auch selbstständig zuhause durchführen. Erkundigt euch mal!

Karina* 30.03.2012 20:12

AW: Habe solche Angst um meinen Papa....
 
Zitat:

Zitat von mirapetra (Beitrag 1107279)
Meine Vater verweigert aber alles...er weigert sich ins Krankenhaus zu gehen und weigert sich auch Fresubine zu trinken.Er möchte nichts mehr.Was können wir denn jetzt tun?Sollen wir einfach zusehen wie er verdurstet und verhungert?

Gruß Heike

Hallo Heike!

Ich denke, dass wenn dein Vater die menschlichsten Grundbedürfnisse wie essen und trinken vermeidet hat dies wohl seinen Grund. Die Frage über Hunger und Durst habe ich mir bei meiner Mama auch gestellt und viel darüber gelesen wie das in palliativen Situationen ist. Aber es scheint wohl für Menschen in solchen Situationen leidesverkürzend zu sein und nicht qualvoll wenn sie nicht essen und trinken.
Wäre es denn nicht möglich den Papa auf eine Palliativstation zu bringen damit er auch eine gute Schmerzversorgung bekommt? Auf einer Palliativstation weiß man auch mit dem Thema essen und trinken besser umzugehen.

Lieben Gruß
Karina

Netty1967 31.03.2012 10:11

AW: Habe solche Angst um meinen Papa....
 
Hallo Heike,
es tut mir leid dass sich dein Vater so quält.
Auch wenn es sehr schwer ist für Angehörige zusehen zu müssen, wenn es immer schlechter geht und der liebste Mensch dann auch noch alles verweigert, so sollte man doch seinen Willen respektieren. Es ist schwer und ich habe vor diesen Moment auch große Angst.
Wäre es denn nicht möglich den Papa auf eine Palliativstation oder in ein Hospiz zu bringen?
Dann würde er wenigstens die Schmerzbehandlung weiter bekommen und auch ihr hätte ein wenig Unterstützung.

Ich wünsche euch für die kommende Zeit viel Liebe, Kraft und Zusammenhalt!

Netty

lena NMS 31.03.2012 20:56

AW: Habe solche Angst um meinen Papa....
 
hallo Heike

Mein opa ist am 17.12.2008 an BSDK verstorben es ging nachher ganz schnell es fing auch bei ihm an das er rückenschmerzen hatte und wurde bevor er mal richtig untersucht wurde auf einem bandscheibenvorfall behandelt bis sie merkten das etwas nicht stimmt dann ct und all den kram und dann kam die diagnose die war im september er kam nachher schnell auf die paliativstation und ich muss sagen auch wenn es einem schwer fällt los zu lassen aber auf der station bekommen auch angehörige gute Bertrung und lernen besser damit umzugehen es fällt einen sehr schwer aber man muss es akseptieren auch wenn es schwer fällt ich habe bis zum letzten tag gehofft das es doch noch alles gut wird aber es ging alles so schnell. Er hat von tag zu tag mehr abgenommen er war komplett gelb augen alles er aht nachher auch nur noch gespuckt und gar nichts mehr in sich behalten.
Das Aggresive kenn ich das hatte er auch er war nachher auch gar nicht mehr richtig bei sinnen er hat mit sich selber gesprochen es waren nur ein paar min wo man sich mit ihm unterhalten konnte.
Als er verstorben ist war ich 18 jahre alt und er war wie ein vater für mich er war auch erst 59. Es dauert bis man drüber hin weg kommt was da passiert aber mir hat immer geholfen wenn ich mir gesgat habe bald hat er es geschafft dann muss er nich mehr leiden.
Es ist verdammt schwer sich das vor augen zu halten.
Ich drücke euch die daumen und fühle mit euch.

ganz liebe grüße lena

mirapetra 11.04.2012 18:20

AW: Habe solche Angst um meinen Papa....
 
Hallo zusammen,

@Lena Das mit Deinem Opa tut mir sehr sehr leid....er war ja auch noch so jung.....
Danke das ihr mir so toll helft..es tut gut sich mit euch auszutauschen.
Mein Papa wiegt jetzt 49 kg und nimmt jeden Tag immer mehr ab.Auf eine Palliativstation soll er laut seinem Onkologen nicht,weil die in den Krankenhäusern
nicht gut genug behandeln...sagt der Onkologe...hmmm..ich weiß auch nicht was ich davon halten soll.
Heute bekam mein Papa seine Chemo obwohl er kaum laufen kann und auch so total schlapp ist.Der Onkologe sagte uns das er erstmal keinen neuen Termin bei ihm braucht....warum? Antwort vom Onkologen:Rufen sie mich Morgen und Übermorgen erst mal an wie es ihrem Vater geht...
Morgen soll sich der Pflegedienst melden wegen der Ernährung über den Port.
Warum dauert das alles nur so lange bis mal etwas passiert?
Fragen über Fragen und vom Arzt wird man nur abgewimmelt...
Jetzt schläft er in seinem abgedunkelten Zimmer wieder....er ist zum Verzweifeln,meine Mama weint nur noch...geht es jetzt zu Ende?Will der Onkologe dies beschleunigen?

Viele Liebe Grüße
Heike

Netty1967 11.04.2012 20:27

AW: Habe solche Angst um meinen Papa....
 
Hallo Heike
mensch das klingt wirklich nicht so gut mit deinem Papa und es tut mir leid.
Lass dich einfach mal umarmen.
Tja warum dein Papa nicht auf eine Palliativstation soll, kann ich nicht wirklich verstehen.
Also in meinen Bekanntenkreis waren viele über den Aufenthalt ihrer Angehörigen in einer Palliativstation oder in einem Hospiz sehr zufrieden. Für meinen Papa suche ich auch schon, weil wenn es schlimmer wird, möchte ich auch diese Möglichkeit für Ihm haben.
Dass du vom Arzt nur abgewimmelt wirst finde ich sehr traurig.
Vielleicht solltet ihr doch einen anderen Arzt noch hinzuziehen.
Kennst du das:
Onkologisches Zentrum am St.-Johannes-Hospital Dortmund
Dr. Volker Hagen Klinik für Innere Medizin II
St.-Johannes-Hospital Dortmund Johannesstr. 9-13
44137 Dortmund
Das müsste doch noch eine Möglichkeit sein um sich Hilfe und Rat zu holen. Oder habt ihr ein Hospiz in der Nähe? Da bekommst du als Angehörige auch ganz viel Unterstützung.

Ob es zu Ende geht, darauf kann ich dir keine Antwort geben.

Liebe Heike ich wünsche euch ganz viel Kraft und drücke euch ganz fest die Daumen.
LG Netty:knuddel:

mirapetra 26.04.2012 08:24

AW: Habe solche Angst um meinen Papa....
 
Hallo an alle,

wollte nur mal den neuesten Stand der Dinge hier berichten.
Mein Vater wiegt jetzt 47 kg, wird über den Port künstlich ernährt.Er isst selber kaum etwas und trinkt auch nur wenige Schlucke.
Der palliative Pflegedienst kommt jetzt jeden Tag und ich muss sagen das die echt toll sind.Die Schwester nehmen sich alle Zeit und sind auch für uns Angehörige da.
Gestern bekam mein Papa sein Pflegebett mit Spezialmatratze und einen Toilettenstuhl.Er hat schon offene Stellen vom liegen...gegen die Schmerzen beikommt er jetzt 3x Tägl Targin und 4 mal Tägl 40 Tropfen Novalgin.Damit kommt er eigentlich ganz gut klar.Abends bringt der Pflegedienst immer eine halbe Tavor 2,5 mg damit er wenigstens etwas schlafen kann.
Heute kommt der MDK zur überprüfung der Pflegestufe.Der Pflegedienst sagte auch das es langsam Zeit wird sich zu verabschieden,aber mein Vater kämpft.
Er denkt auch an Selbstmord,das zerreisst einem das Herz :-( Vor ein paar Tagen hat er mich sogar nach einer Pistole gefragt die ich ihm geben soll...schrecklich das man ihm so garnicht helfen kann....

Liebe Grüße
Heike

mirapetra 21.05.2012 09:45

AW: Habe solche Angst um meinen Papa....
 
Seit dem 15.05.2012 ist mein Vater ein Engel:engel:
Einen Tag vorher ist er in einen tiefen Schlaf gefallen und daraus auch nicht mehr erwacht...es war ein Kampf bis zum Schluss und nun ist er von seinen Qualen erlöst...
Morgen ist die Trauerfeier und obwohl wir wussten das er keine Chance hat ist alles immer noch nicht zu begreifen...

In stiller Trauer

Heike


Er ist nun frei und meine Tränen wünschen ihm Glück.

Alexander1 21.05.2012 09:57

AW: Habe solche Angst um meinen Papa....
 
Mein herzliches Beileid. Du hast mein tiefes Mitgefühl.

Netty1967 21.05.2012 15:20

AW: Habe solche Angst um meinen Papa....
 
Mein herzliches Beileid.

Kirsten67 21.05.2012 17:53

AW: Habe solche Angst um meinen Papa....
 
Liebe Heike,

mein aufrichtiges Mitgefühl.

Kirsten

verena30 21.05.2012 21:37

AW: Habe solche Angst um meinen Papa....
 
auch von mir mein beileid.

lg verena

AnnaSue 22.05.2012 01:50

AW: Habe solche Angst um meinen Papa....
 
Das tut mir sehr leid! Du hast mein Mitgefühl.
Alles Liebe Dir und Deiner Familie, und viel Kraft.

Stiller Gruß,
AnnaSue


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