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22.02.2004 19:23

ich fühle mich so hilflos
 
ich lese schon sehr lange hier im Forum aber immer wenn ich davorsitze um zu schreiben, ist mein Kopf plötzlich so leer. Aber ich würde mir wirklich gerne mal alles von der seele schreiben. Meine Mutter hat schon seit vielen Jahren (ca. 7) Krebs. Angefangen hat es mit Leukemie, dann Gebärmutterhals, Lympfdrüsen und jetzt Kehlkopf und Lunge im fortgeschrittenen Stadium. Sie hat inzwischen eine Magensonde und seit letzter Nacht auch noch einen Luftröhrenschnitt (mir fällt grade die richtige Bezeichnung nicht ein). Es tut so weh zu sehen wie es immer schlimmer wird und sie selbst langsam jede Hoffnung verliert. Chemo und Bestrahlung hat sie immer ohne zu murren oder zu jammern ertragen. Sie hat immer Pläne für die Zukunft gemacht und sich immer gefreut wenn sie ein Ziel erreicht hat. Aber heute hatte ich das Gefühl das sie aufgeben will. Sie hat keine Hoffnung mehr. Wie soll ich ihr die wieder geben?
Jetzt kann sie ja noch nicht einmal mehr reden.
Seit ein paar wochen lebt sie im Pflegeheim (nur 2km von mir weg)auf eigenen Wunsch und dort hat sie auch einen Internetanschluss so das sie jederzeit mit allen in kontakt treten kann und z.B. mit ihren Enkelkindern chatten und spielen kann.
Das fehlt ihr jetzt im Krankenhaus natürlich sehr. Ich würde sie so gerne aufmuntern. Sie ist doch erst 53.
So ich danke euch fürs zuhören ich mußte das mal loswerden. denn es ist sehr schwer jemanden zu finden mit dem man drüber reden kann. Die meisten empfinden das Thema Krebs und Tod als erschreckend und blocken immer gleich ab.

22.02.2004 19:37

ich fühle mich so hilflos
 
Hallo Mortischa,
schreib nur hier, denn es hilft Dir bestimmt und hier ist auch immer jemand da, der Dir zuhoert. Es ist nicht so einfach, das wissen viele hier. Sei da fuer Deine Mutter das ist das Beste was Du machen kannst fuer sie. Gebt aber trotzdem die Hoffnung nicht auf. Wie war der Status der Behandlungen bevor Deine Mutter nun ins Krankenhaus kam? Wuensche fuer Deine Mutter, und Dich und Eure Familien viel Kraft und Staerke und alles Gute. LG - Ute

22.02.2004 20:06

ich fühle mich so hilflos
 
hallo Ute,
wir wissen seit weihnachten das man nicht mehr viel für meine Mutter tun kann. Die Chemo bekommt sie auf eigenen Wunsch ohne große Hoffnung auf erfolg. Aber das der Kehlkopfkrebs so schnell wächst hatten die Ärzte wohl nicht gedacht. Sie meinten sie würde am Lungenkrebs sterben. Es ging ihr aber bis letzten Dienstag eigendlich richtig gut. Zwar war sie schwach, was bei 40Kilo kein wunder ist aber sonst war sie gut drauf. dann fingen die Atembeschwerden an. wir dachten natürlich das das die Lunge ist. Aber wie sich gestern rausgestellt hat war es doch der Kehlkopfkrebs der ihr die Luft nimmt. Und jetzt hat sie seit gestern nacht einen Luftröhrenschnitt und ist sehr unglücklich weil sie nun nicht einmal mehr reden kann.
Heute morgen als sie noch auf der Intensivstation lag hat sie mir aufgeschrieben das sie nicht mehr leben will und keine Hoffnung mehr hat. Was soll ich ihr darauf antworten????
Ich habe sie in den Arm genommen und sie lange festgehalten.

Fantine 22.02.2004 20:33

ich fühle mich so hilflos
 
Hallo Mortischa,
was soll man einem Menschen antworten, der schon soviel Schlimmes durchgemacht hat, auf den Satz: ICH WILL NICHT MEHR LEBEN?
Es ist total schlimm und auch mir fehlen die Worte.
Mein Vater war unheilbar an Krebs erkrankt und hat sich als Alles hoffnungslos war das Leben genommen.
Auch er wollte nicht mehr, denn er war ja geistig noch klar da und wußte dass man auch für Ihn nichts mehr tun kann.
Ich war am Anfang geschockt und hatte große Wut auf ihn, aber heute kann ich ihn verstehen. Es war sein Leben und er wollte keine Hilfe mehr, die ja eh nichts mehr gebracht hätte. Und eigendlich war er ja auch ganz schön mutig so etwas zu tun.....
Du kannst auf den Satz deiner Mutter nichts antworten, man kann sie ja auch verstehen, bei dem was sie alles durch hat. Das was Du gemacht hast ist genau das Richtige, sie in Arm nehmen, festhalten und bei ihr sein.
Ich wünsche Dir weiterhin Kraft für Deine Mutter und auch ganz besonders für Dich

22.02.2004 21:04

ich fühle mich so hilflos
 
Mortischa, Du hast das Richtige getan. Auch ohne Worte.
Dass man nicht sprechen kann ist sehr belastend und depremierend fuer den Patienten und sehr schwierig und belasted fuer diejenigen die untaetig zusehen zu muessen.
Hoffentlich hat Deine Mutter keine Schmerzen auszuhalten. Die Chemo kann die nicht vielleicht doch noch den oder die Tumore beruhigen. Bekam sie schon laenger Chemo und ist trotzdem was weitergewachsen? Denn auch nach einem Luftroehrenschnitt kann es wieder besser werden.
Es ist hart, sei bei ihr so oft Du kannst und was immer Du machst oder was angeht zwischen Euch, es ist zu dem Zeitpunkt immer das Richtige.
Denke an Euch und sende weiterhin Kraft und Staerke. Schreib wieder wenn Du willst. Liebe Gruesse - Ute

23.02.2004 13:21

ich fühle mich so hilflos
 
hallo und danke fuer eure lieben Worte
Schmerzen hat meine Mutter zur Zeit keine. Nur sie hat noch einen starken hustenreiz, der sie beim atmen behindert.
Chemo hat sie schon unzählige bekommen im laufe der letzten Jahre. Aber wenn man den Krebs an der einen Stelle im Griff hatte dann kam er an einer anderen Stelle wieder. Und meine Mutter war nie ein Mensch der Jammert wenn es ihm dreckig geht. So haben wir auch nicht immer die volle Wahrheit über ihre Krankheit gewußt.
Ich versuche zur Zeit so viel Zeit wie möglich bei ihr zu sein aber ich habe ja auch eine Familie zu versorgen und fühle mich immer zwischen zwei Stühlen obwohl mein Mann und die Kinder sehr viel verständnis haben. Ich habe das Gefühl das mir langsam die Kraft ausgeht. Seit Weihnachten ist es jetzt schon so schlimm. erst kam meine Mutter ins krankenhaus weil sie kaum noch gegessen hat . Dann starb meine Oma (ihre Mutter) was auch für sie sehr schwer war. dann bekam sie die Magensonde und wir haben ihr einen Pflegeplatz in meiner Nähe gesucht. Jetzt als sie gerade anfing sich dort wohlzufühlen mußte sie jetzt wieder ins Krankenhaus. Ich hoffe ich schreibe nicht zu wirr aber so sieht es momentan in meinem Kopf aus. Es ist so furchtbar ihr nicht helfen zu können und zu sehen wie es ihr immer schlechter geht. Zum Glück hat sie ihren Humor noch nicht verloren so das wir nicht nur zusammen weinen, sondern auch noch zusammen lachen können.
ich bin so unendlich traurig

23.02.2004 18:52

ich fühle mich so hilflos
 
ich denke an dich und an deine mutter alles liebe elisabeth2

23.02.2004 18:59

ich fühle mich so hilflos
 
Hallo,
kann mir vorstellen wie es Dich mitnimmt und dass es viel Kraft kostet das alles durchzustehen. Schoen, dass Deine Familie verstaendnisvoll ist. Hast Du evtl. noch Geschwister, oder Verwandte die auch aushelfen koennten? Denn auch bei Dir geht es nur bis zu einem gewissen Grad, denn wenn Du selbst schlapp bist ist es fuer Alle nicht gut. Du kannst nicht immer dasein, das weiss auch Deine Mutter. Mach soviel Du kannst und was immer Du kannst ist das Richtige. Denke an Euch, wuensche Euch das Beste. Wenn Du etwas Zeit hast und moechtest, schreibe hier, es hilft und es ist immer jemand hier der zuhoert. Liebe Gruesse - Ute

24.02.2004 21:39

ich fühle mich so hilflos
 
Hallo,
ich habe einen Bruder und einen Vater aber die sind Tagsüber ja am arbeiten. Außerdem gehen sie nicht besonders gern ins Krankenhaus. Meiner Mutter geht es so lala. sie hat eine Lungenentzündung bekommen aber das Fieber ist zum glück wieder runter. Ihr allgemeinzustand ist ja auch nicht besonders. Aber sie ist nicht mehr so niedergeschlagen. Sie scherzt mit den Pflegern und Krankenschwestern. Das macht mir ein wenig Hoffnung.

25.02.2004 04:38

ich fühle mich so hilflos
 
Hallo Martischa, war hier schauen wie es geht.
Gut, dass es ein wenig besser ist und hoffe dass die Lungenentzuendung bald wieder weggeht. Wuensche Euch weiterhin alles Gute. Liebe Gruesse von Ute.

27.02.2004 18:39

ich fühle mich so hilflos
 
Hallo,
macht euch dieses Wechselbad der Gefühle auch so zu schaffen?
Gestern ging es meiner Mutter so schlecht. Ich habe gedacht sie erstickt. Diese Panik in ihrem Gesicht und man steht so hilflos daneben.Es hat 30 min gedauert bis die Ärzte sie wieder einigermaßen beruhigt hatten und sie wieder normal geatmet hat.Und heute geht es ihr wieder besser( nachdem sie ein größeres Röhrchen in den Hals bekommen hat, bekommt sie wieder besser Luft).
Ich weiß noch immer den Fachausdruck dafür nicht, sorry aber ich kann mir das im Moment einfach nicht merken.
Dieses ständige wechseln der Gefühle, erst Panik, dann Angst sie zu verlieren, dann wieder Hoffnung weil es ihr besser geht. Man weiß nie was einen erwartet wenn man ins Krankenhaus kommt. Und jedesmal wenn das Telefon klingelt dieses ungute Gefühl..
Geht euch das ähnlich? Wie wird man damit fertig?

27.02.2004 18:53

ich fühle mich so hilflos
 
hallo mortischa,

das telefon klingelt .. man weiß nicht was einen erwartet. das gefühl ist unbeschreiblich - aber wir die angehörigen sind und müsssen es sein -die stärkeren. dabei bleiben - anteil nehmen - mut machen - kopf hochhalten - und wenn wir alleine sind : verzweifeln an dem wahnsinns druck und der belastung. aber : wären wir nicht froh in derselben situation. ich mache das seit zwei jahren mit - und wenn s auch weh tut und an einem selber zehrt - die hoffnung nie aufgeben und kämpfen und es zeigen : hab dich lieb - wie es auch immer ist. es ist ok - ob rauf oder runter - das merkt der andere und spürt das dasein - auch wenn man es direkt nicht zurück bekommt. ich glaube - alle angehörigen fühlen sich hilflos - aber alle haben auch noch mehr kraft zum geben und zum mut machen, das haben alle an krebs - erkrankten nötig - bitter nötig. die ängste und nöte die betroffene ausstehen können wir glabe ich gar nicht nachvollziehen - uns nicht reindenken. deshalb brauchen sie uns und unsere stärke - und wenn das telefon klingelt ... wir müssen stark bleiben , oder ?

liebe und dennoch hilflose grüße
von agil

27.02.2004 20:48

ich fühle mich so hilflos
 
danke,
für die lieben Worte. Ja ich glaube auch als Angehöriger ist es zwar ein furchtbares Gefühl aber als Betroffener muß es der blanke Horror sein. Wir müssen stark sein und unsere ganze Liebe zeigen, denn wer weiss schon wie lange wir das noch können. Wie oft versäumt man es dem geliebten Menschen seine Gefühle mitzuteilen weil man denkt, er wüßte es auch so? Ich werde diese schwere Zeit nutzen und meiner Mutter zeigen das ich immer für sie da bin. Und sei es auch nur um sie im Arm zu halten. Sie freut sich immer so wenn ich zur Tür reinkomme.
herzliche grüße von Mortischa

Fantine 27.02.2004 22:55

ich fühle mich so hilflos
 
Wie oft versäumt man es dem geliebten Menschen seine Gefühle mitzuteilen........
Genau das ist es was wir als Angehörige von Krebspatienten noch können: Den Menschen lieben und bei ihm sein.
Ich persönlich erinnere mich noch an eine Situation mit meinem Vater.
Er lag zu Hause auf der Couch total geschwächt von der Chemo ich saß bei ihm am Couchrand und sagte plötzlich:
Papa ich habe Dich so lieb - nein ICH LIEBE DICH.
Dann lagen wir uns weinend in den Armen und er sagte:
Ich weiß meine Große ich liebe Dich auch
Daran muß ich immer wieder denken, ich bin froh, dass ich das noch sagen konnte.
Aber genau das ist es was mich auch jetzt nach 2 Jahren immernoch sehr sehr traurig macht........
Alles Liebe

SoulyMaus 28.02.2004 05:46

ich fühle mich so hilflos
 
huhu mortischa,

ich kenne das was du durch machst und ich kann dir nur den tipp geben mache mit ihr das was sie immer mal mit dir machen wollte, bereite ihr schöne tage, geh mit ihr raus und mach mit ihr spaziergänge in sofern sie das kann. zeig ihr keine trauer, bring sie zum lachen.

ich bin zwar erst 19 aber meine mutter ist auch letzten november an einem hirntumor gestorben.

Dani

29.02.2004 00:14

ich fühle mich so hilflos
 
Danke an alle die auf meine Zeilen hier antworten. Es ist so tröstent zu wissen das man nicht alleine ist mit diesen Gedanken.
Ja ich versuche meiner Mutter alles zu sagen was ich ihr schon immer einmal sagen wollte es aber nie gemacht habe und wir haben jetzt eigendlich eine viel intensivere Zeit als früher. Wir reden nicht mehr über belanglose Dinge sondern viel mehr über Gefühle. Unternehmen können wir im Moment ja leider nichts weil sie mal wieder im Krankenhaus ist. Aber ich verbringe viel Zeit bei ihr und ich bin mir sicher das wir beide diese Zeit sehr genießen. Wir lachen auch viel über uns weil es nicht so leicht ist einander immer zu verstehen wenn der eine nicht reden kann. Aber in vielen Dingen verstehen wir uns schon ohne Worte.
Ich wünsche allen ein schönes Wochenende
Mortischa

29.02.2004 02:13

ich fühle mich so hilflos
 
Liebe Mortischa, Dani,, Fantine, Agil, Ute, elisabeth und alle die in ähnlicher Lage sind.

Das was Mortischa und ihre Mutter durchmachen ist die pure Hölle, auch die Achterbahnfahrten.

Wir können euch nur ganz leis, aber dafür von herzen viel, viel Kraft wünschen.

Fantine - ich glaube genau diese paar wenige Worte sind das wertvollste was man seinem Lieben noch geben kann, unabhängig vom dasein udn festhalten und seine Liebe spüren zu lassen. Wir sagen generell viel zu selten, dass man jemand liebt, es ist ja alles immer so selbstverständlich.

Ich wünschte mir ich hätte genau diese paar Worte noch meinem Dad sagen könenn, da ich aber nicht das Ausmass wusste habe ich es genau dann als sein Ende nahte nicht sagen können, sondenr nur vorher als es ihm noch gut ging.

die letzte Zeit mit jemandem geniessen zu können und in harten Zeiten auch noch zwischendurch lachen zu können ist das grösste Geschenk was ihr euch gegenseitig machen könnt.

Viel, viel Kraft an alle eure Liz

03.03.2004 20:31

ich fühle mich so hilflos
 
hallo an alle,
gestern war wieder mal ein furchtbarer Tag. Als ich morgens meine Mutter im Krankenhaus besucht habe ging es ihr erst noch ganz gut und ganz plötzlich von einer Minute zur anderen verlor sie irgendwie den Faden. Sie konnte plötzlich nicht mehr verständlich schreiben und ich hatte auch das Gefühl das sie mich nicht mehr erkennt. Das war einfach schrecklich. Und mit diesem Gefühl dann das Krankenhaus verlassen zu müssen, weil ich ja auch noch verpflichtungen hatte war besonders schlimm. Zum Glück geht es ihr heute wieder besser. Die Ärzte meinen das es ein leichter Schlaganfall war und sie wohl sehr viel glück hatte das keine bleibenden Schäden da sind. Ich habe mir gestern immer vorgestell wie es für sie wäre wenn sie sich auch nicht mehr schriftlich mitteilen kann wo sie doch schon nicht reden kann. Dann wäre sie mit ihren Gedanken ganz allein. Diese Vorstellung hat mich sehr traurig gemacht. Aber zum glück geht es ihr heute ja wieder besser. Es hat aber auch deutlich gemacht wie schnell es doch gehen kann..Von einer Minute zur anderen...
Kann man dieses ewige auf und ab lange durchhalten??

03.03.2004 20:49

ich fühle mich so hilflos
 
Hallo mortischa,
ja man kann, weil man muss, und aus Liebe. Und Deine Mutter spuert es auch, Deine Sorge, Deine Liebe.
Schoen, dass es Ihr wieder besser geht. Ich wuensche Euch das Beste, mit viel Kraft und Staerke.
Liebe Gruesse von Ute

Fantine 03.03.2004 23:22

ich fühle mich so hilflos
 
Hallo Mortischa,

Du kannst noch viel viel mehr.......weil Du musst....Es ist erstaunliche was man alles kann und wie lange man etwas aushalten kann

Viel viel Kraft von mir an Dich

04.03.2004 00:37

ich fühle mich so hilflos
 
Mortischa,
man hält es aus!!!!

Helfe Deiner Mutter!Sei bei ihr!!!!!!!!!!!!!!!!

Götz

04.03.2004 18:54

ich fühle mich so hilflos
 
Mortischa,

ich habe meine Mami vor 2 Monaten verloren. Sie hatte 7 Jahre Krebs. Das letzte halbe Jahr haben wir alle zusammen gekämpft. Was ich im nachhinein weiss: Wenn Du ihr bis zum letzten Atemzug Hoffnung gibst, dann hast Du alles richtig gemacht. Steichel sie viel, kuschel mit ihr, erzähl ihr alles mögliche aus Deinem Leben, halt ihre Hände (die Dich einst gewickelt haben), massiere ihr die Beine mit wohlriechendem Öl, schmink sie wenn sie das mag, viel Zärtlichkeit und Körperkontakt. Und wenn Sie deine Hand nicht mehr halten kann, dann nimm Du sie zärtlich und leg sie in Deine. Und wenn Sie zu schwach zum sprechen ist, dann erzähl ihr leise was von früher oder von heute. Und Du neben ihr sitzt auf dem Bettrand, nimm sie in den Arm und lass sie ihren Kopf auf Deine Schulter legen und halt sie. Das wir d ihr sehr gut tun und ist das beste, was man machen kann.

05.03.2004 12:37

ich fühle mich so hilflos
 
hallo es ist schön zu wissen das es menschen gibt denen es genauso geht wie mir.Meine Mutter musste vor 5Wochen ins Krankenhaus wegen Sehstöhrungen und bekam vor 2 Wochen die Diagnose gesagt.Der ARZT SAGTE sie habe wieder Brustkrebs .Im laufe von 2 Wochen sagte man ihr sie habe Metastasen im Knochenmark,Lunge,Brust und an der Wirbelsuele.SIE SOLLE DOCH bitte ihre Angelegenheiten regeln.DurchChemo usw.könne mann ihr Leben nur verlängern aber nicht retten .sie hat nicht den Mut und die Kraft zu kämpfen,wie können wir ihr helfen und ihr kraft geben. GRUß petra

07.03.2004 00:26

ich fühle mich so hilflos
 
Petra und Mortischa

Die Kraft versiegt nie ausser die Liebe stirbt zuerst.

Und da ihr beide soviel Liebe euren Lieben entgegen bringt, wird eure Kraft im härtesten kampf den es gibt nicht versiegen.

Bin ganz fest bei euch beiden.

Eure Liz

13.03.2004 18:08

ich fühle mich so hilflos
 
Hallo
meiner Mama geht es wieder schlechter. Vor 2 Tagen ging es noch gut. Sie ist auf dem Krankenhausflur mit mir rumgelaufen und nun sieht es wieder soschlecht aus. Der Kehlkopfkrebs verhindert das der Luftröhrenschnitt verheilt und so setzten sich ständig Blutpfropfen vor das Stoma und sie droht immer wieder zu ersticken.Es ist als wehrt sich der Körper mit aller Macht gegen das Stoma aber sie bekommt doch sonst keine Luft. Gestern haben sie sie mit Medikamenten ruhiggestellt damit sie ein paar Tage ruhig liegen (schlafen) soll in der Hoffnung das die Wunde endlich verheilen kann. So hat sie wenigstens diese ständige Panik nicht mehr...Aber ich habe Angst das sie vielleicht gar nicht mehr aufwacht...

Petra
Ich weiß auch nicht wie man einem geliebten Menschen aufbauen soll wenn man selbst am Boden zerstört ist. Aber mir und meiner Mutter hat der intensive Kontakt und die vielen Gespräche sehr gut getan. Wir sind uns in der letzten Zeit sehr viel näher gekommen und ich glaube das hat meiner Mutter sehr gut getan und sie auch wieder ein wenig aufgebaut. Sie hat sich als nächstes Ziel die Erstkommunion meiner Tochter vorgenommen (in 2 Monaten). Ich hoffe das sie das auch schafft und sich dann ein neues Ziel suchen kann. Gebt auch ihr die Hoffnung nicht auf und seid mit kleinen Zielen zufrieden.
Gruß Mortischa

14.03.2004 00:20

ich fühle mich so hilflos
 
Hallo ihr beiden

Ja kleine Ziele zu stecken und sie eher zu ereichen ist sinnvoller als hochgesteckte Ziele von denen man schon im vorherein weiss dass schafft man nie.

Weiterhin viel viel Kraft, denken an euch

Liebe grüsse Liz und Willy

17.03.2004 11:54

ich fühle mich so hilflos
 
Hallo Mortischa
Ich War am Wochenende mit meinen Mann und meiner Tochter bei meiner Mutter,sie ist zur Zeit zu Hause.Das ganze Problem ist ,sind wir da ist sie wie immer sie lacht und spielt mit Angie als ob nichts wehre .Ist sie mit dem rest der Familie allein herscht sychterror der schlimmsten Art.Ich fühle mich von allen Verarscht ,denn ohne nachzubohren erfahre ich nur Bruchstückhaft was wirklich los ist und das belastet mich am meisten.Ich habe meinen Leuten das auch ganz deutlich gesagt.Heute tut sich nun endliech was meine Mutter bekommt ihre erst von vorleufig 6 Chemos,wie hoffen nun alle das sie das alles übersteht denn sie ist Körperlich und Sehlisch in sehr schlechter Verfassung(16KILO IN 3Wochen abgenommen). Mortischa ich hoffe für euch das deine Mutter ihr Ziel erreicht.Gruß Petra

18.03.2004 17:04

ich fühle mich so hilflos
 
Hallo Petra
Es ist schön das deine Mutter mit der chemo anfängt. Das gibt immer Hoffnung das der Krebs bekämpft wird. Bei meiner Mutter hat es auch eine ganze weile gedauert bis sie mit mir über ihre Diagnose geredet hat. Aber sie hat inzwischen der Ärztin die Schweigeplicht mir gegenüber aufgehoben und so kann ich mit der Ärztin auch ohne die anwesenheit meiner Mutter reden das ist für meine Mutter leichter.
Meiner Mutter geht es im Moment etwas besser sie hat eine Sprachkanüle bekommen und damit ist ihr Lebenswille wieder etwas gestiegen. Sie läuft wieder auf dem Krankenhausflur rum! Darüber bin ich sehr froh.
Grüße und viel Kraft und Zuversicht an alle die hier lesen. Mortischa

19.03.2004 03:49

ich fühle mich so hilflos
 
Lieeb Mortischa

das sind die kleinen Schritte die ich gemeint habe, die auch vieles bewirken können. Es freut mich über die positive Entwicklung deiner Mam und dir zu lesen.

Weiter so, du bist stark und deine Mam auch.

Liebe grüsse Liz

22.03.2004 23:35

ich fühle mich so hilflos
 
Hallo, schön euch gefunden zu haben. Habe mir die ganzen Texte durchgelesen.
Kann im Moment nur keine Ratschläge geben, da Ich selbst so fertig bin.
Bei meiner Mutter wurde im Nov. 02 Darmkrebs festgestellt. Der hat dann gestreut, Leber, Milz und Lunge wurden auch befallen. Ein Teil des Darms und der Leber wurden entfernt, die Milz wurde ganz rausgenommen. Seit dem Tag bekommt sie regelmäßig Chemo. Wieviele das sind kann ich nicht mehr sagen. Dez.03 - jan. 04 mußte Sie eine Zwangspause einlegen. Im Februar wurde festgestellt, das der Krebs der relativ zurückgegangen ist, wieder bis in die Lunge vorgedrungen ist. Heute habe Ich erfahren, das sie jetzt auch noch Metastasen in den Fingern hat und das die vermuten, das er sich schon bis ins Gehirn vorgearbeitet hat. Die Diagnose bekommen wir morgen. Leider haben die auch noch festgestellt, das sie mittlerweile glasknochen hat, da das Schlüsselbein gebrochen ist. Und sie ist so wahnsinnig schwach, hat unheimlich abgenommen und kann sich kaum auf den Beinen halten. Zu allem Überfluss liegt mein Vater seit Montag letzter Woche auch im Krankenhaus. Diagnose Lungenkrebs.
ich bin nur noch am heulen und weiß einfach nicht wie es weitergehen soll. Habe zwei kleine Mädchen. Die große ist 4 die kleine 15 Monate und unsere große liebt die Oma und den Opa über alles und bekommt auch schon viel mit. Wie soll Ich Ihr erklären, was mit der Oma und Opa los ist, wenn Ich selbst nicht weiß, wie Ich damit umgehen soll.

23.03.2004 01:34

ich fühle mich so hilflos
 
Petra L.,
ich habe Deine Geschichte gelesen. Das ist ja furchtbar. Hast Du noch Geschwister? Das kannst Du nicht alles alleine bewältigen. Hole Dir Rat und Hilfe. Auch evtl. psycholg. und evtl. auch für Dein groesseres Mädchen. Wenn es hilft dann schreibe hier, hier ist immer jemand der Dir zuhoert und Rat erteilt so gut man aus der Ferne kann. Ich denke an Euch, herzl. Grüsse und Kraft und Staerke, sendet - Ute

23.03.2004 09:24

ich fühle mich so hilflos
 
Hallo Ute,
danke das du dich so schnell bei mir gemeldet hat. Es tut gut. Habe super schlecht geschlafen. Mein Mann versucht mir ja zu helfen wo es nur geht, er gibt sich sehr viel Mühe. Aber er ist halt den ganzen Tag arbeiten und kommt immer erst sehr spät nach Hause. Und der Tag wird dann immer sehr lang. Einen kleinen Lichtblick gibt es vielleicht. Heute Morgen habe Ich von meinem Vater erfahren, das sich bei Ihm keine Metastasen gebildet haben. Hoffe auf das was der Doc. nachher noch so von sich gibt.>Melde mich später bestimmt nochmal.
Gruss und Hoffnung an alle.

24.03.2004 08:19

ich weiß nicht mehr weiter,habe angst und wut ...
 
Hallo, schön euch gefunden zu haben. Habe mir die ganzen Texte durchgelesen.
Kann im Moment nur keine Ratschläge geben, da Ich selbst so fertig bin.
Bei meiner Mutter wurde im Nov. 02 Darmkrebs festgestellt. Der hat dann gestreut, Leber, Milz und Lunge wurden auch befallen. Ein Teil des Darms und der Leber wurden entfernt, die Milz wurde ganz rausgenommen. Seit dem Tag bekommt sie regelmäßig Chemo. Wieviele das sind kann ich nicht mehr sagen. Dez.03 - jan. 04 mußte Sie eine Zwangspause einlegen. Im Februar wurde festgestellt, das der Krebs der relativ zurückgegangen ist, wieder bis in die Lunge vorgedrungen ist. Heute habe Ich erfahren, das sie jetzt auch noch Metastasen in den Fingern hat und das die vermuten, das er sich schon bis ins Gehirn vorgearbeitet hat. Die Diagnose bekommen wir morgen. Leider haben die auch noch festgestellt, das sie mittlerweile glasknochen hat, da das Schlüsselbein gebrochen ist. Und sie ist so wahnsinnig schwach, hat unheimlich abgenommen und kann sich kaum auf den Beinen halten. Zu allem Überfluss liegt mein Vater seit Montag letzter Woche auch im Krankenhaus. Diagnose Lungenkrebs.
ich bin nur noch am heulen und weiß einfach nicht wie es weitergehen soll. Habe zwei kleine Mädchen. Die große ist 4 die kleine 15 Monate und unsere große liebt die Oma und den Opa über alles und bekommt auch schon viel mit. Wie soll Ich Ihr erklären, was mit der Oma und Opa los ist, wenn Ich selbst nicht weiß, wie Ich damit umgehen soll.

29.03.2004 13:32

ich fühle mich so hilflos
 
Hallo ihr lieben,
meiner Mutti geht es wieder schlechter. Sie bekommt so schlecht Luft und die Ärzte wissen anscheinend nicht so recht woran es liegt oder was sie machen sollen. Am Freitag sollte sie schon aus dem Krankenhaus entlassen werden und jetzt steht wieder alles in den Sternen...
Immer dieses auf und ab. langsam hat Mutti keinen Lebenswillen mehr und ist am liebsten mit sich allein. Sie war schon immer lieber allein wenn es ihr nicht gut ging, aber es ist so furchtbar ihr nichtmal beistehen zu können. Sie schickt sogar mich nach kurzer Zeit wieder weg. Ich fühle mich mal wieder sehr hilflos.
Trotzdem wünsche ich euch allen Frohe Gedanken und schöne Osterferien
gruß mortischa

29.03.2004 17:38

ich fühle mich so hilflos
 
Hallo Petra L und mortischa,
denke oft an Euch und wuensche Euch u. Euren Angehoerigen nur das Beste.
Was immer Ihr tut, entscheided oder helft ist genau das Richtige und Mama u. Paps's spueren es wie Ihr Euch um sie sorgt.
Liebe Gruese - von Ute -c

05.04.2004 15:23

ich fühle mich so hilflos
 
hallo Ute, Petra, Liz und Willi

zuersteinmal möchte ich euch für eure lieben Worte danken. Ich denke viel an euch und schließe euch in meine Gebete ein. Zur Seite stehen kann ich anderen nicht besonders gut zur Zeit, weil ich mal wieder in einem Tief sitze.

Meiner Mutter geht es immer noch nicht wieder besser.
Sie wollte heute mit mir über ihre Beerdigung sprechen. Sie hat das Theme Tod sonst immer ausgeklammert.
Auch habe ich das Gefühl das sie kein Interesse an Neuigkeiten aus der Familie oder dem Freundeskreis hat. Es ist als ob sie sich zurückzieht von allem.
Sie redet (schreibt) auch mit mir kaum noch. Ob sie versucht loszulassen?
Ich kann dieses Gefühl was ich habe schlecht in Worte fassen aber ich glaube sie wendet sich etwas anderem zu??

Trude63 06.04.2004 00:32

ich fühle mich so hilflos
 
Liebe Mortischa,
habe heute wohl meinen Schreibabend. Bei meinem Vater nahm das Interesse an Neuigkeiten auch von Woche zu Woche ab. Zum Schluss ging es nur noch darum, was es im Krankenhaus zu essen gab und selbst das wurde für ihn unwichtig. Es war schwer, dieses Zurückziehen zu erleben und zu ertragen. Aber es ist vielleicht wirklich ein Loslassen. Begleite Deine Mutter auf ihrem Weg soweit es eben geht, sei für sie da, wenn sie es möchte, mehr geht nicht. Hast Du Familie, Freunde, die Dich unterstützen?
Liebe Grüße, Kraft und Zuversicht Trude.

06.04.2004 04:28

ich fühle mich so hilflos
 
Hallo Petra L.
bin in Gedanken mit Dir und wuensche Dir viel Kraft und Staerke. Ebenso an Deine Mam und Deinen Papa. Lass mal wieder etwas von Euch hoeren, wenn Du kannst. Liebe Gruesse von Ute-c

06.04.2004 04:31

ich fühle mich so hilflos
 
Hallo Mortischa,
In Gedanken mit Dir und Deiner Mutter. Sende Euch viel Kraft und Staerke. Liebe Gruesse -Ute-c

06.04.2004 09:32

ich fühle mich so hilflos
 
Hallo Ute C.
Habe erst später verstanden, wie das hier geht. Habe das Thema: ich fühle mich so ohnmächtig, weiß nicht weiter. Da stehen die ganzen neuen Ergebnisse drin.
Hallo Moritscha, ich kann mir denken wie du dich fühlst und was in dir vorgeht. Ich habe nach meinem Wochenende bei meiner Ma gelernt, einfach nur dazusein, zuzuhören und die Zeit zu genießen, die Sie noch da ist. Da Ich gebürtig aus Bottrop komme, habe Ich einen Mann in bottrop gefunden der seinen Leidensweg
aufgeschrieben hat. Es hat mir persönlich geholfen damit umzugehen, da er aus seiner Sicht der Dinge geschrieben hat.
Liebe Grüße Petra L.


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