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Löffel 26.09.2013 15:36

Sorge um meinen Vater
 
Hallo,
Leider musste ich mich jetzt hier auch anmelden,denn mein Vater hat Krebs.
Er ist 71 und im Juni war ein lymphknoten auf 4,3 cm angeschwollen.Nach der Entnahme kam die Diagnose ,das es sich um eine Hautkrebsmetastase handelt.Der Primärtumor wurde zum Glück am Bauch entdeckt und entfernt.Er soll schon sehr lange im Körper gewesen sein da er schon begonnen hatte sich zu verändern.Mein Vater bekommt nun Bestrahlungen , eine Interferontherapie bekommt er nicht da er dafür seine Rheumamedikamente(cortison und mtx ) absetzen müsste.
Vor 4 Wochen wurde nun eine kleine Schwellung am Halslymphknoten festgestellt.Nach einigem Hin und Her(sieht harmlos aus muss nicht raus und dann auf einmal ist uns zu unklar sollte raus) wurde er heute mit örtlicher Betäubung aber stationär entfernt.die Wunde wurde entgegen voriger aussagen sofort verschlossen(sollte doch eigentlich ein gutes Zeichen sein oder).? Für mich heißt das dass sie nicht damit rechnen nochmal ran zu müssen.Im Vorfeld wurde immer gesagt,es ist wahrscheinlich nichts.
Der erste Befund war:
Verdacht auf malignes Melanom
Knoten mit Faden nach unten
Wahrscheinlich aber nix schlimmes.

Ich kann nun mit dem "Knoten mit Faden nach unten" nichts anfangen,kann mir jemand etwas dazu sagen?

Vielen Dank für eure Hilfe

J.F. 27.09.2013 03:01

AW: Sorge um meinen Vater
 
Hallo,

"Faden nach unten" bezeichnet der Chirurg den Knoten, den er mit der Hand knüpft. Hier ist die Verknotung des Grundknoten mit dem Mittelfinger gemeint.

Der sofortige Verschluss kann damit zusammen hängen, dass man häufig während der Operation schon einen sogenannten Schnellschnitt macht, um zu schauen, ob so schon "etwas" im Lymphknoten zu sehen ist. Im zweiten Schritt wird dann der Histologe / Pathologe die feingewebliche Untersuchung vornehmen. Und das nimmt schon mal den ein oder anderen Tag in Anspruch. Da lässt man dann meist keine Wunde offen.

Ist Dein Zitat vom Tumor am Bauch oder vom Halslymphknoten?

Löffel 27.09.2013 07:03

AW: Sorge um meinen Vater
 
Hallo JF,danke für deine Antwort.Falls Du mit Zitat die Aussagen meinst mit dem hin und her, dass bezog sich auf die Halslymphe.Beim Bauch bzw dem Knoten in der Leiste der ja so groß war,haben wir gar nicht mit so etwas schlimmen gerechnet.Jetzt heißt es wohl warten und hoffen.
Danke nochmal

J.F. 27.09.2013 07:22

AW: Sorge um meinen Vater
 
GutenMorgen, Löffel,

bitte lässt Euch immer die Befunde aushändigen. Hier schon mal die von der Entnahme von den Lymphknoten und vom Tumor am Bauch. Damit Ihr wisst was gemacht wurde. Dein Vater hat bestimmt auch schon die ein oder andere Untersuchung (Utlraschall, CT oder MRT) hinter sich, auch da Befunde einfordern. Sorry, irgendwie habe ich das Gefühl, dass hier nicht alle Infos vorliegen.

Löffel 27.09.2013 08:54

AW: Sorge um meinen Vater
 
Hallo J.F.,
Doch die Befunde liegen vor, ich wollte den Text gestern nur nicht noch länger machen.
Erster Befund im Juni:extrem großer Lymphknoten in der rechten Leiste war eine bösartige Metastase vom schwarzen Hautkrebs,Primärtumor wurde am Bauch gefunden und entfernt,anschließend wurden alle L.knoten der rechten Leiste entfernt.
Anschließendes PET-CT war absolut unauffällig,ebenso die umfangreiche Hautuntersuchung.Diverse Ultraschalluntersuchungen waren ebenfalls ohne Befund.
Ich war nun unsicher was dies mit dem Faden nach unten Aufsicht hat, da mein Vater einfach zu durcheinander war um nachzufragen.
Ich danke Dir für deine Mühe, und nun heißt es abwarten und hoffen dass der kleine Knoten am Hals einen harmlosen Grund hat.
Danke Löffel

Sabni1980 27.09.2013 19:12

AW: Sorge um meinen Vater
 
Hallo!!!
Das mit dem Knoten bzw. Fäden nach unten war bestimmt für den Pathologen bestimmt. Präparate werden markiert, damit wenn nachoperiert werden muss man auch weiß zu welcher Seite der nachschnitt erfolgen muss. Denke es hat nichts mit der Diagnose zu tun. Wenn keine Markierung gemacht wird kann man ja nicht wissen zu welcher Seite das Präparat nicht sauber entfernt wurde.
Alles gute
Ich arbeite selber im op und komme täglich mit dieser Thematik in Berührung!

Löffel 27.09.2013 22:27

AW: Sorge um meinen Vater
 
Hallo Sabni,
Danke für deine Antwort.Wir müssen jetzt abwarten und hoffen.

Löffel 19.02.2015 21:58

AW: Sorge um meinen Vater
 
Ich habe schon lange nichts mehr geschrieben,aber es hat sich einiges getan bei uns.
Nachdem der Knoten am Hals sich als harmlos rausgestellt hat wurde letzten November eine Metastase im Lymphknoten der rechten Achsel festgestellt entfernt und Bestrahlungen durchgeführt.Kurz vor Ende der Bestrahlungen wurde dann auch noch eine grosse Metastase oberhalb der Kniescheibe festgestellt. Damit hat mein Vater jetzt Stadium 4 und nächste Woche fängt nun auch hier die Bestrahlung an.
Als ob das alles nicht genug ist wurde dann heute bei meinem Schwiegervater Bauchspeicheldrüsenkrebs Form 1 mit Metastasen im Bauch diagnostiziert und er soll ab nächste Woche Chemo bekommen
Ich frage mich echt was als nächstes kommz :sad:

Löffel 23.02.2015 19:48

AW: Sorge um meinen Vater
 
Bei meinem Schwiegervater müssen einigen Untersuchungen neu gemacht werden, da in dem ersten Krankenhaus Untersuchungen nicht richtig gemacht wurden.
Zusätzlich wurden heute bei ihm Herzrythmusstörungen festgestellt.
Mein Vater hat heute seine erste Besttahlung am Knie bekommen.Der letzte Bestrahlungszyklus an der Achsel ist gerade mal 4 Wochen her.
Hoffentlich ist das nächste PET CT Ende April ohne Befund.

Monika Rasch 23.02.2015 21:20

AW: Sorge um meinen Vater
 
Liebe Löffel,
das ist ja alles nicht schön.
Ich hoffe dass es für alle gut ausgeht, pass selber aber auch auf Dich auf.

Löffel 23.02.2015 21:29

AW: Sorge um meinen Vater
 
Liebe Monika,
danke Dir.Ich sehe du hast ja was diese Mistkrankheit angeht leider auch schon sehr viel durchgemacht.Ich versuche vorallem mir vor meinen Kindern nichts anmerken zu lassen.

Chari 23.02.2015 22:02

AW: Sorge um meinen Vater
 
Liebe Löffel


Ich bin mir sicher dass deine Kinder spüren was deine Sorgen sind und du durch "nicht anmerken" lassen ihnen wohl noch mehr Sorgen machst, was du ja eigentlich vermeiden willst.

Ich habe gelesen dass deine Kinder 12 und 16 sind, da ist es sowieso schon schwierig mit der Pubertät und wenn deine Kinder noch merken dass du immer mehr verschlossen wirst ist das nicht gut. Mein Freund hat mit 12 seinen Opa verloren, meine Schwester war 14 als wir die Nachricht Krebs bei unsere Mama bekommen haben.

Kindern in dem Alter sollte man finde ich immer ehrlich gegenüber sein, sie spüren es sowieso wie du leidest und haben vielleicht Angst dass es vielleicht auch an ihnen liegt.

Edit: Meine kleine Schwester war sogar relativ sauer weil Mama mit ihr nicht über das Sterben sprechen wollte.

Löffel 23.02.2015 22:33

AW: Sorge um meinen Vater
 
Hallo Chari,
meine Kinder sind erst 11 und 8 und wissen bisher nur das Opa (mein Vater) krank ist aber nicht wie sehr.Wir haben ja die Hoffnung das es doch noch gut ausgeht.
Von Schwiegervater wissen sie noch gar nichts

berliner-engelchen 23.02.2015 22:40

AW: Sorge um meinen Vater
 
Liebe L,

bzgl.: Ich versuche vorallem mir vor meinen Kindern nichts anmerken zu lassen.

Meiner Erfahrung nach - bin palliativ erkrankte Mama mit kleinen Kindern (mittlerweile 8 und 6)- ist das keine gute Strategie. Ich glaube daran, dass es gut und wichtig ist, den Kindern die Wahrheit zu sagen, sie als "Gleichberechtigte" ins Boot zu holen und mit ihnen auf Augenhöhe darüber zu sprechen. Die Ängste, die durch das Nicht-Wissen in den Kindern ausgelöst werden, sind viel schlimmer als die Realität.

Durch das Nicht-Sprechen wird den Kinder die Chance genommen, ihre Fragen zu stellen und sich mit der Situation auseinander zu setzen.
Vergeßt nicht: kinder denken bei Krebs nicht automatisch an Sterben wie wir. Sie wollen einfach nur verstehen. Es ist o.k. sie wissen zu lassen: es ist eine schwere Krankheit, gefährlich.... etc.

Sorry,
ich werde unterbrochen - meine Kleine ist aufgewacht.

Alles Gute für Euch + den weiteren Kampf!
Birgit

Löffel 23.02.2015 22:52

AW: Sorge um meinen Vater
 
Dass mein Vater schwer krank ist wissen sie ja auch ,das haben wir ihnen damals kurz nach der Diagnose gesagt und auch dass wir uns Sorgen machen.Sie haben ihn auch nach seiner letzten OP im Krankenhaus besucht und auf ihre Fragen bekommen sie ehrliche aber kindgerechte Antworten.
Solange er aber noch so fit ist,denken wir,müssen sie nicht alles wissen

Löffel 14.04.2015 17:20

AW: Sorge um meinen Vater
 
Hallo wir brauchen ganz viele Daumen.
Bei meinem Vater sind in der letzten Woche 7 Knoten gefunden worden und die Ärzte gehen nach Sichtung von Metastasen aus.Gestern hatte er ein MRT und heute ein CT und am Donnerstag haben wir dann den Termin zur Besprechung.
Es hört einfach nicht auf, er hat heute seine letzte Bestrahlung von seiner
Metastase am Knie und direkt davor hatte er Bestrahlungen wegen einer Metastase an der Achsel.Er war jetzt also seit Mitte Dezember durchgehend fast jeden Tag in Münster (1 Std. Fahrt).Dazu kommt noch das am 4 März mein Schwiegervater nur 3 Wochen nach der Diagnose an Bauchspeicheldrüsenkrebs gestorben ist.Ich habe das Gefühl wir kommen gar nicht mehr zur Ruhe.Bitte drückt uns die Daumen dass wenigstens keine Organe befallen sind.
Evelin

Wind 16.04.2015 15:43

AW: Sorge um meinen Vater
 
Meine Daumen sind ganz doll gedrückt!

Löffel 16.04.2015 16:35

AW: Sorge um meinen Vater
 
Das Daumen drücken hat leider nichts genützt. Papa hat mehrere Metastasen in der Lunge und 2 im Gehirn.

Wind 17.04.2015 07:22

AW: Sorge um meinen Vater
 
Liebe Löffel,

das tut mir sehr leid zu lesen.
Aber ... Nachricht verdauen, aufrichten und in den Kampf ziehen! Euch bleibt ja auch gar nichts anderes übrig :o.
Wie ist der neue Behandlungsplan? Gibt es denn einen schon einen neuen Plan?

Meine Daumen für euch sind weiterhin gedrückt.

Löffel 17.04.2015 09:00

AW: Sorge um meinen Vater
 
Liebe Wind,
ich danke dir für deine Antworten.
Der Behandlungsplan sieht so aus das die Hirnmetas hochdosiert bestrahlt werden, und gegen die Lungen und Hautmetas bekommt er Tafinlar da bei ihm zum Glück die hierzu erforderliche Genmutation vorliegt.
Die Im Mai angedachte AHB auf Borkum soll er lt. behandelndem Arzt wie geplant zusammen mit meiner Mama antreten.
Unser persönlicher Plan sieht so aus dass wir mit der gesamten Familie (11 Personen,meine Eltern mit 3 Kindern , Schwiegerkindern und Enkelkindern) heute zu einem Familienwochenende ins Sauerland fahren.Das haben wir bereits im Februar geplant und Papa hat es am Samstag zum 73. Geburtstag bekommen.
Und dann werden wir mit ihm zusammen kämpfen,kämpfen,kämpfen gegen diese Scheiss Krankheit,und nicht zulassen das der Krebs meinen Kindern in diesem Jahr beide Opas nimmt.
LG
Evelin

Wind 17.04.2015 09:28

AW: Sorge um meinen Vater
 
Liebe Evelin,

das hört sich doch für das Erste erstmal gar nicht so schlecht an.Es gibt Pläne!!!!
Und ich wünsche euch ein ganz, ganz tolles Wochenende im Sauerland ... mit hoffentlich viel Sonne und einer ganz prima Zeit. Es liest sich super ... Familienwochenende ... geniesst es!

Viel Spass und auch ein wenig Ruhe zum ... wie sagt man heute so schön ... chillen ;)

Löffel 21.04.2015 12:36

AW: Sorge um meinen Vater
 
Morgen muss mein Papa für eine Woche nach Münster und wird dort am Gehirn bestrahlt.Zusätzlich bekommt er ab Montag Tafinlar.Wir hoffen das die Behandlungen anschlagen und das er nixht zu schlimme Nebenwirkungen hat und wie geplant im Mai seine AHB auf Borkum antreten kann

Wind 21.04.2015 15:48

AW: Sorge um meinen Vater
 
Auch hier drücke ich wieder ganz doll die Daumen!

Alles Liebe!

Löffel 21.04.2015 16:16

AW: Sorge um meinen Vater
 
Vielen Dank liebe Wind

Löffel 27.04.2015 15:17

AW: Sorge um meinen Vater
 
Kleines update von mir
Mein Papa hat seit letzten Mittwoch Bestrahlungen gegen die Hirnmetastasen bekommen und diese gut vertragen und keine Nebenwirkungen gehabt.Morgen kommt er nach Hause und ab Mittwoch soll er dann Tafinlar nehmen.Wir hoffen
das er Samstag zur Hochzeit meiner Cousine (sein Patenkind) und nächste Woche zur AHB nach Borkum kann.
Die Ärztin sagte heute sie sei guter Hoffnung dass sie die Metas zu 95 % entfernen konnten und den Rest sollen jetzt die Tabletten erledigen.
Die Ärzte haben ihm allerdings vor 2 Wochen das Autofahren auf Dauer verboten und das ist für ihn ein sehr grosser Einschnitt.
Wir können jetzt nur weiter hoffen und beten und mithilfe von Baldrian geht es mir momentan ganz gut

Wind 27.04.2015 15:35

AW: Sorge um meinen Vater
 
Liebe Evelin,
das sind doch sehr gute Neuigkeiten :rotier:. Und vorallem das dein Papa alles halbwegs unbeschadet überstanden hat. Das ist doch schon mal was!!! Wann wird denn genau geschaut, wie weit die Bestrahlungen gegen die Metas geholfen haben?
Und … Männer und ihre Autos … meinen Papa trifft es auch sehr, dass er kein Auto mehr fahren kann. Aber was ist das im Vergleich zu der Aussicht auf ein längeres Leben? Dein Papa wird sich dran gewöhnen. Vielleicht haben die Ärzte es ja auch nur verboten, als die Metas aktiv waren und wenn jetzt festgestellt wird, dass sie hoffentlich verschwunden sind, darf er vielleicht wieder hinter`s Lenkrad?! Ich weiß halt nicht, wie die Tabletten wirken … vielleicht verbieten sie es auch wegen der Medikamente. Ach … es gibt so viel Schlimmeres als kein Auto fahren dürfen … aber die Männer sind da sehr eigen :augendreh.

Löffel 27.04.2015 16:01

AW: Sorge um meinen Vater
 
Liebe Wind,
die Kontrolluntersuchungen sollen nach 6-8 Wochen stattfinden,solange heisst es jetzt wieder abwarten und Tee trinken bzw.Baldrian nehmen.
Das Problem mit dem Autofahren ist dass meine Eltern auf dem Dorf wohnen und meine Mutter nicht gerne fährt,aber da muss sie sich jetzt wohl dran gewöhnen und wenn er zur Kontrolle nach Münster muss fahren halt mein Bruder oder meine Schwägerin oder ich.
Du hast Recht dass es soviel schlimmeres gibt, aber diese Tatsache macht ihm halt seine Krankheit immer wieder bewusst.

Wind 28.04.2015 10:54

AW: Sorge um meinen Vater
 
Liebe Evelin,

bei uns ist es sehr ähnlich. Da ist auch immer mein Papa Auto gefahren. Und der Mama war das am Anfang auch alles sehr suspekt. Aber sie hat sich toll gemacht. Am Anfang habe ich ihr nochmal kleine Fahrstunden gegeben, damit sie wieder ein Gefühl für das Fahren bekommt. Sie musste mich dann durch die Gegend kutschieren und wir waren auf allen Parkplätzen vor den Einkaufsmärkten in der Rush hour, damit sie auch dort die Angst verliert. Und jetzt klappt es richtig gut. Sie fährt das Auto sogar selbst aus und in die Garage. Das hätte sie sich früher niemals getraut. Ich bin da ziemlich stolz auf sie. Und sie auf sich auch. Klar, sie sagt, dass sie es sich nie hätte vorstellen können, nochmal so aktiv selbst zu lenken und schon gar nicht unter diesen Umständen, aber sie hat auch ein wenig neues Selbstbewusstsein gewonnen. Das wird deiner Mama am Ende wahrscheinlich nicht anders gehen. Lasst sie ruhig schön alleine immer mal wieder fahren, setzt euch daneben, wenn sie noch unsicher ist und am Ende ist es auch für euch eine Erleichterung, wenn die Mama selbstständiger wird.
Und wenn es zu schlimm wird mit den Fahrkünsten deiner Mama, dann kannst du auf deinen Baldrian zurückgreifen …:kuess:

Löffel 11.08.2015 14:06

AW: Sorge um meinen Vater
 
Ich war schon lange nicht mehr hier und es ist eine Menge passiert.
Mein Papa bekommt seit April Tafinlar und seit Juni zusätzlich den 2. BRAF Hemmer (ich vergesse den Namen immer).Der Erfolg ist wunderbar.Die Untersuchungen Mitte Juli haben ergeben die Hautmetastasen sind verschwunden,die im Hirn und in der Lunge sind deutlich kleiner geworden.Nach diese guten Nachricht kam sofort der nächste Nackenschlag:
Während unseres Toskanaurlaubs erhielten wir spätabends einen Anruf dass mein Vater mit starken Darmblutungen per Notarzt auf die Intensivstation gebracht wurde.
Wir haben natürlich sofort unseren Urlaub abgebrochen und sind in einem Rutsch (15Std)
nach Hause gefahren.Die Blutung selber hatte nichts mit Krebs zu tun,allerdings wurden bei der OP Stellen gefunden die Metastasen vermuten lassen.(Ergebniss steht noch aus)Sie wären lt Arzt so klein dass sie auf dem CT vor 4 Wochen nicht zu sehen waren.
Weiss jemand ob festgestellt werden kann ob die Metastasen "noch"klein sind,was ja für Neubildung unter Tafinlar sprechen würde, oder ob Sie sogar im April schon da waren und durch Tafinlar klekner geworden sind wie in Lunge und Gehirn.
Wieder ganz schön lang geworden,danke fürs durchhalten.
Löffel

Wind 12.08.2015 11:58

AW: Sorge um meinen Vater
 
Liebe Evelin,

diese Rückschläge sind furchtbar und ich kann dir deine Fragen auch nicht beantworten. Aber die Ergebnisse sind doch noch gar nicht da und es steht doch noch gar nicht wirklich fest. Habe ich das richtig gelesen? Klar, wenn Ärzte schon diese Gedanken äußern, dann ist meist etwas dran, aber macht euch noch nicht verrückt. Wartet erstmal ab. Vorher könnt ihr eh nichts tun.
Und falls es wirklich Metastasen sind, dann waren die Darmblutungen in diesem Sinne wirklich doch wenigstens dazu gut, diese Drecksdinger zu entdecken. Denn ohne die Blutungen hätte man die Metastasen erst dann gesehen, wenn sie groß genug für das CT wären. Und so kann man direkt schon gegen wirken.
Ich weiß, dass ist kein Trost und nimmt dir auch nicht deine Angst, aber euch bleibt im Moment nichts anderes übrig als abzuwarten. Und ich wünsche euch so sehr, dass die Ärzte sich täuschen und es irgendwas ganz Banales ist.
Fühl dich ganz fest umarmt!

Löffel 12.08.2015 13:20

AW: Sorge um meinen Vater
 
Hallo Wind,
danke für deine Antwort.
Das Ergebnis ist immer noch nicht da,aber dafür sind zwei der Hautmetastasen die unter Tafinlar verschwunden waren seit gestern wieder da.Mein Papa musste wegen der Darm Op am 01.08. Tafinlar und das andere absetzen.Jetzt stellt sich die Frage ob sie wieder verschwinden wenn er es ab heute wieder nehmen kann, oder ob es sich schon um eine beginnende Resistenz handelt.
Warum müssen unsere Väter nur soviel durchmachen.
Ich drück dich ganz fest.
LG
Löffel

Wind 13.08.2015 07:33

AW: Sorge um meinen Vater
 
Liebe Evelin,

Mist, Mist, Mist … und ihr wart so froh, dass diese Metastasen weg waren. Hoffentlich ist es nur dem Aussetzen des Medikaments zu zuschreiben. Wann erfahrt ihr das?
Diese beschissene Angst … nie wird sie aufhören.

Löffel 13.08.2015 08:43

AW: Sorge um meinen Vater
 
Hallo Wind,
Montag früh haben wir einen Termin in Münster.
Seit gestern nimmt er wieder seine Tabletten.
Hoffentlich sind nicht auch die Hirnmetastasen wieder gewachsen .
LG und Danke
Löffel

Wind 13.08.2015 09:45

AW: Sorge um meinen Vater
 
Ich denke ganz doll an euch!

Löffel 13.08.2015 15:05

AW: Sorge um meinen Vater
 
Hallo Wind,
danke für deine immer so lieben Worte.
Das Ergebnis ist da, im Darm waren Metastasen vom Melanom.Ob die evtl. im April schon verdeckt da waren und auf das Tafinlar reagiert haben wusste der Arzt hier nicht, aber der Befund kommt Montag mit nach Münster vielleicht können die was dazu sagen.Ausserdem hat Papa seit vorgestern wieder mind. 4 Hautmetastasen.Auch hier klammern wir uns an die Hoffnung das diese durch das zwischenzeitliche absetzen der Medikamente aufgetreten sind und nun bald wieder verschwinden.
Bei der Op letze Woche wurden 50 cm Dünndarm entfernt welcher stark entzündet war.
Immerhin ist ihm ein künstlicher Darmausgang erspart geblieben.
Wir setzen jetz alle Hoffnung auf die Wirkung seiner BRAF Hemmer,die er ja seit gestern wieder nehmen darf.
Ich drücke dir auch ganz feste die Daumen für eure schwere Zeit und denke an Dich.
LG
Evelin

Wind 17.08.2015 10:11

AW: Sorge um meinen Vater
 
Ich drücke heute die Daumen für Münster!!!!!

Löffel 17.08.2015 12:10

AW: Sorge um meinen Vater
 
Hallo liebe Wind,
ich danke Dir.
Der Arzt ist ein wunderbarer Mensch.
Nachdem wir am Freitag ziemlich am Boden waren, nachdem uns gesagt wurde dass die gefundenen Knoten bösartig sind haben wir auch noch erfahren dass auch das Bauchfell und die Leber betroffen sind.
Dr. W. hat uns aber heute gesagt das wir dies nicht zu hoch bewerten sollen.Diese Knoten sind so klein dass viel dafür spricht dass sie auch vom Tafinlar und dem anderen Medikament positiv beeinflusst wurden jnd wir sollen darauf vertrauen dass diese Wirkung jetzt auch wieder einsetzt.
Wir sind jetzt erstmal guter Dinge dass diese Wirkung lange anhält jnd eine Resistenz lange auf sich warten lässt.Nächstes Staging ist im Oktober,
Ich wünsche euch auch alles gute.
LG
Löffel

an_na 18.08.2015 21:43

AW: Sorge um meinen Vater
 
Hallo Evelin,

das klingt ja wirklich ganz gut, was der Arzt gesagt hat... ich wünsche Euch ein ganz langes Anschlagen der braf-Hemmer und keine Resistenzen (lies doch mal im Hautkrebs-Forum in Zottie´s Thread).

Sollten die braf-Hemmer jedoch allem zum Trotz IRGENDWANN nicht mehr wirken - was ich natürlich nicht hoffe!! - sind ja zum Glück mittlerweile weitere, sehr wirkungsvolle Medikamente und Möglichkeiten beim Melanom gegeben.

Haltet die Ohren steif,

liebe Grüße
An_na

PS: jetzt habe ich den Thread erst suchen müssen... ich gehe davon aus, Zottie hat so lange nicht geschrieben, weil es ihrem Vater sehr gut geht (Dabrafenib seit 2011). http://www.krebs-kompass.org/showthread.php?t=50145

Löffel 18.08.2015 22:09

AW: Sorge um meinen Vater
 
Hallo Anna (mein Unterstrich funktioniert nicht 😏)
vielen Dank für deine Antwort.
Wir gehen jetzt erstmal davon aus dass die BRAF Hemmer anschlagen, da die Nebenwirkungen schon wieder teilweise eingesetzt haben.Zum Glück waren diese weitestgehenst harmlos. ( 1 Tages Fieberattacken,Hornhaut unter den Füssen und Pickel auf dem Rücken).
Von den weiteren Möglichkeiten haben wir schon gehört und hoffen dass ee sie lange nixht braucht.
LG
Evelin

Wind 15.09.2015 10:48

AW: Sorge um meinen Vater
 
Liebe Evelin ... ich hatte dir gestern schon geschrieben, aber mein Text ist gar nicht angekommen. Hmmmh ...????

Wie geht es bei euch?


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