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AML Typ2 - Was kommt nach der Transplantation?
Ich wende mich mit der Frage in der Hoffnung an das Forum, dass jemand berichten kann.
Bei mir wurde 2012/2013 die Chemo durchgeführt. 2014 war die Leukämie zurück und ich erhielt eine Transplantation. Noch habe ich keine Anzeichen aber die Untersuchungen zeigen jetzt, wenn man jetzt nicht eingreift bricht die Leukämie in wenigen Monaten wieder aus. Zwar bekomme ich jetzt im Rahmen einer Studie ein Medikament gespritzt was das Rezidiv aufhalten soll, aber das Medikament wirkt nur bei 50% der Patienten. Daher die Frage, wer hat schon Chemo + Transplantation hinter sich und wieder ein Rezidiv? Im Normalfall bleibt wieder nur Chemo/Transplantation. Hat das bei jemanden positiv gewirkt? Welche Erfahrungen gibt es? Ich weiß, jeder Fall ist anders. Ich suche nur Infos und Erfahrungen aus der realen Welt. Die Chancen und Statistiken sind mir hinreichend bekannt. |
AW: AML Typ2 - Was kommt nach der Transplantation?
;-(
niemand traut sich oder kann antworten, ich eigentlich auch nicht, weil ich niemanden persönlich kenne der überhaupt ein 2. mal transplantiert wurde. ich hab auch noch immer sehr viel angst vor einem rezidiv nach szt. um mit dieser angst besser umgehen zu können google ich an meinen schlechten tagen dagegen an, weil mir wissen eine gewissen form von sicherheit gibt. dabei bin ich im netz immer wieder über leute gestolpert, die ein 2. mal transplantiert wurden, auch mit erfolg, sprich die leukämie war wieder weg. naja ich denke das hast du auch schon durch. ich kann mich allerdings leider gerade nicht erinnern ob da auch mal wirkliche langzeit-berichte dabei waren, also die wirklich über jahre danach gingen, allerdings wird ja dann über positives nicht mehr so viel berichtet wie über negative fälle. grundsätzlich bin ich der meinung, dass wenn eine 2. szt von den ärzten angeboten wird, sie auch von realistischen erfolgschancen ausgehen, weil sonst könnten sie den "aufwand" gar nicht "rechtfertigen". und dann würde ich sagen, statistik hin oder her, die chancen stehen für den einzelnen 50:50 man schafft es oder eben nicht. ich wünsche dir dass du deine eigene positive erfahrung aus der realen welt wirst. |
AW: AML Typ2 - Was kommt nach der Transplantation?
annemarie12 (sekundäre AML) wurde 2x transplantiert, leider bekam sie wieder ein rezidiv, es ist sehr still in ihrem thread...
http://www.krebskompass.de/showthread.php?t=61091 das ist jetzt zwar leider kein positives beispiel aber ihre erfahrungen kann man nachlesen. ich hoffe, das ist jetzt nicht ganz falsch, dass ich das hier geschrieben habe, noch dazu weil es sich bei annemarie um eine sekundäre AML handelt - wenn doch, bitte ich es mir nachzusehen bzw. kann ich meinen beitrag auch gerne wieder löschen. liebe grüße heidilara |
AW: AML Typ2 - Was kommt nach der Transplantation?
Hi Nirtak, hi simi,
Danke für eure Worte. Im Prinzip läuft es bei mir wie bei jedem, der sich mit der Krankheit oder ähnlichen Krankheiten herumärgern muss. Die Ärzte geben meist nur das zu, was man ihnen klar sagt. Ich war lange vor Ausbruch der Krankheit unter Kontrolle. Eine Warnung, in welche Richtung es gehen könnte, gab es nicht. Ebenso beim ersten Rückfall 2014. Auch da kamen die typischen Aussagen, man sollte sich nicht verrückt machen, es könnte doch etwas anderes sein usw. Annemarie hat das ja auch durch. Daher habe ich dieses Mal meinen Arzt um Klartext gebeten. Ergo, die Chance dass die Spritzen helfen liegt bei 50%. Helfen sie, könnte ich 2 Jahre+x Ruhe haben. Helfen sie nicht, kommt wieder Chemo+Transplantation ins Spiel. In welcher Form wird entschieden wenn es soweit ist. Es wurde jedoch klar gesagt, es ist davon auszugehen, dass die erneuten Aktionen dieser Art immer weniger wirksam sind. Natürlich gibt es auch Ausnahmen an die man gern glaubt und die Hoffnung machen. Im Netz habe ich jedoch nur wenige Berichte gefunden und aus keinem ging wirklich hervor, ob die 2. SZT wirklich geholfen oder das Problem doch nur wieder verschoben hat. Zumindest bin ich noch in der körperlichen Verfassung eine zweite Transplantation anzugehen. @heidilara Den Thread von Annemarie kenne ich. Da ich diese und andere Berichte kenne, fragte ich nach positiven Erfahrungen. LG Axel |
AW: AML Typ2 - Was kommt nach der Transplantation?
Hallo Axel,
es tut mir sehr leid von Deiner Situation zu lesen. Wenn Du bei Facebook bist, suche bitte nach der folgenden Gruppe AML Leukemia Survivors Soweit ich weiß, ist es die größte Gruppe von Betroffenen mit AML. Hier gibt es Beispiele, bei denen die zweite Transplantation erfolgreich war. Ich drücke Dir alle Daumen die ich habe. Never give up!!!!!!! GLG Meiki PS: Zu irgendetwas muss Facebook ja mal gut sein. |
AW: AML Typ2 - Was kommt nach der Transplantation?
Hallo Axel,
wenn du im englischensprachigen Netz unter : Long Term survival after Second allogeneic stem cell Transplantation suchst, gibt es durchaus Mut machende Studienergebnisse/ Erfahrungen. LG menalinda |
AW: AML Typ2 - Was kommt nach der Transplantation?
@menalinda und @Meiki
Danke für eure Infos. Ich schaue mir das mal an. @simi Ich habe deine Geschichte gelesen. Ich fühle mit dir auch wenn man es bestimmt nicht so empfinden kann, wie du als Betroffener. Ganz stark finde ich, dass du dann immer noch liebe Worte für andere findest. Heute hatte ich meine Knochenmarkpunktion und habe die Gelegenheit genutzt nach dem wie weiter gefragt. Die heutigen Infos... Ist das Ergebnis der Punktion unauffällig, wo von auszugehen ist, bleibe ich in der Studie und bekomme das Medikament (7 Tage/Monat - 2 Jahre). Wenn ich in die 50% falle, bei denen es nicht hilft, bekomme ich Lymphozyten in Kombination mit Chemo, falls Chemo nötig ist. Das dies dann hilft liegt laut Statistik bei 40%. Die Lymphozyten können auch mit dem Medikament kombiniert werden. Wenn das nicht wirkt, bleiben noch weitere Chemos und als letzter Schritt die zweite Transplantation. Die Quote, dass die gut verläuft, liegt bei 35%. So die aktuellen Infos. Nun muss ich wieder Geduld haben und hoffen. |
AW: AML Typ2 - Was kommt nach der Transplantation?
hallo,
weiß nicht ob du den kopf dazu hast das jetzt zu beantworten, mich würde allerdings persönlich sehr interessieren: was sind das für medikmante die die aml auf 2jahre plus in schach halten können? ich dachte bis jetzt ohne chemo bzw. transplantation ist das nicht möglich, anscheinend ist es aber doch bei 50% der patienten realistisch? und was bedeutet in deinem fall punktion unauffällig? weil unauffällig bedeutet für mich unter 5 % blasten, aber dann wäre es ja wieder kein aml rezidiv. du musst natürlich nicht antworten, ich verstehe gut wenn du jetzt andere dinge im kopf hast, ich frage nur weil es mich ja auch direkt betreffen kann und ich gerne auf dem neuesten stand der medizinischen möglichkeiten informiert bin. ich wünsche dir ein bestmögliches ergebnis bezüglich punktion und dem weitern prozedere. lg, n. |
AW: AML Typ2 - Was kommt nach der Transplantation?
Hi Nirtak,
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Ich melde mich wenn ich mehr weiß und auch mit Ergebnissen. Evtl. macht es ja Hoffnung und evtl. hilft die Info auch anderen. Allerdings darf das Rezidiv noch nicht eingetreten sein. |
AW: AML Typ2 - Was kommt nach der Transplantation?
danke das wusste ich wirklich alles noch nicht. klingt sehr interessant, muss das mal googeln, aber wahrscheinlich findet man dazu noch nicht wirklich was könnte ich mir vorstellen.
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AW: AML Typ2 - Was kommt nach der Transplantation?
Hi Nirtak,
ich habe jetzt genauere Infos. Das Medikament heißt "Azazytidine", ist ein Chemomedikament und ist nicht neu auf dem Markt. Das neue ist nur, es wird bei Patienten, bei denen eine Früherkennung möglich ist, bereits vor Ausbruch des Rezidiv gegeben. Davon verspricht man sich ein Aufhalten des Rezidiv. Ich habe gestern die erste Spritze bekommen. Mal schauen, ob es wirkt. Auf meine Frage, was denn passiert wenn es nicht wirkt erhielt ich die Antwort "Uns gehen die Optionen aus.". Das heißt, eigentlich wird nur noch auf Zeit gespielt. Gruß Axel |
AW: AML Typ2 - Was kommt nach der Transplantation?
hallo axel,
verstehe, danke für die info wegen dem medikament. mir war auch neu dass ein aml-rezidiv schon im vorfeld diagnostiziert und eben evtl. auch abgefangen werden kann. heißt das dann in deinem fall dass im knochenmark noch nicht wieder über 20 % blasten sind? meine ärztin meinte zu mir, weil ich eben auch so große rezidiv-angst habe und gerne ständig meinen chimärismus wüsste, dass der chimärismus bei aml nicht so wichtig ist wie z.b. bei cml, weil er im falle eines rezidivs sehr schnell fallen würde und man deshalb kaum vorab rechtzeitig reagieren könnte. deshalb finde ich diesen speziell bestimmbaren chimärismus sehr interessant. ich hätte davon bei mir in wien noch nie was gehört, aber du schreibst ja du bist in einer studie. ich wünsche dir sehr dass du zu denen gehörst bei denen das medikament gut anschlägt. aber ich verstehe auch mehr als nur dass du dir auch viele gedanken über den worst case machst. ich bin auch so, obwohl man ja erstmal das beste hoffen soll und kann. es gibt eine realistische chance dass er wirkt. hoffe du kannst weihnachten und die feiertage genießen und man liest sich spätestens wieder im neuen jahr. lg, n. |
AW: AML Typ2 - Was kommt nach der Transplantation?
Hallo,
allen ein gutes 2016 - wie auch immer das für den Einzelnen aussehen mag. Hi Nirtak, hast du Weihnachten gut überstanden? Ich habe inzwischen eine Bekannte getroffen, die in einer ähnlichen Situation ist. Der Unterschied ist, sie hat meinen 3-jährigen Weg in 12 Monaten hinter sich gebracht. Und sie ist nicht in einer Studie sondern bei ihr war das Rezidiv bereits da. Auch sie bekommt die Spritzen. Leider konnten wir uns nicht lange unterhalten. Jedoch auch sie ist inzwischen durch die Arztgespräche der Meinung, sollten die Spritzen versagen kommt nicht mehr viel was man tun könnte. Bei deiner Frage zur cGvhD kann ich leider nicht weiterhelfen. |
AW: AML Typ2 - Was kommt nach der Transplantation?
prosit 2016!
hallo alex, und wie geht es dir mit den spritzen? haben die nebenwirkungen, weil ja doch chemomedikament? und wann kann man sagen ob das zeug hilft oder nicht? hier war weihnachten gut, hoffe du konntest es auch genießen. lg, n. |
AW: AML Typ2 - Was kommt nach der Transplantation?
Hi Nirtak,
abgesehen von den typischen Nebenwirkungen (Müdigkeit, Übelkeit, nervöser Magen/Darm, Muskel- und Knochenschmerzen) bemerke ich nichts neues. Gegen die Übelkeit gibt es wieder ein Medikament, welches Verstopfung hervorruft. Aber alles in allem gut verkraftbar und nicht vergleichbar mit dem Hammer-Hochdosis-Chemos. Aber ich habe das Gefühl, ich reagiere immer empfindlicher auf das Zeug. Ach ja, und ich habe abgenommen. Aber alles kein Grund zur Klage. Wenn es nicht hilft, sieht man das sehr schnell (4-8 Wochen) am Blutbild und der KMP (Blasten). Ob es in Richtung Heilung hilft, kann man in 6-24 Monaten sagen - ist aber auch dann wie immer nicht garantiert. Ob es in Richtung Aufhalten des Rezidiv hilft, sieht man in ca. 3-6 Monaten. Weihnachten / Neujahr war gut. Auch mit der unguten Nachricht. |
AW: AML Typ2 - Was kommt nach der Transplantation?
ah jetzt hab ich Azazytidine gegoogelt, unter dem namen vidaza ist mir das eh bekannt, in tablettenform und sicher viel geringerer dosis wird das auch bei sklerodermen gvhd verschrieben, als alternative zur photopherese
hoffe dir gehts weiter gut |
AW: AML Typ2 - Was kommt nach der Transplantation?
So, der zweite Zyklus hat begonnen. Wie ich erfahren habe, ist der spezielle Chäm.Wert vor Weihnachten auf 11% abgerutscht. Das war allerdings auch zu erwarten, da die Therapie erst danach startete. Meine jetzigen Werte sind soweit noch gut. Mit einem HGB von 7,6 und 220 Thromben kann ich gut leben, mit 2,3 Leukos... na ja, nicht kritisch aber irgendwas um die 4 dürfte es mindestens sein.
Wie es auch laufen kann habe ich am Montag gesehen. Eine Patientin, die ich von früheren Behandlungen kenne, hat den gleichen Verlauf. Sie sollte am Montag den dritten Zyklus bekommen. Bei ihr hat das Medikament nichts bewirkt und am Montag wurden 80% Blasten festgestellt. Also ein sattes Rezidiv. Was jetzt bei ihr kommt steht in den Sternen. Chemo, Transplantation... man sagte ihr, alles Dinge um das Problem zeitweilig unter Kontrolle zu bekommen aber eigentlich kaum noch Heilung verspricht. |
AW: AML Typ2 - Was kommt nach der Transplantation?
Hallo Axel,
erst einmal alles Gute für den zweiten Zyklus. Ich habe während meiner Behandlung der Leukämie immer versucht, optimistisch zu sein, es hilft viel beim Heilungsprozess. Das was der Patientin, die du ansprichst passiert ist natürlich schlimm. Aber die AML tritt immer so unterschiedlich auf, dass man kaum zwei Fälle vergleichen kann. Mach dich also nicht verrückt und versuche dich auf deine Heilung zu konzentrieren. Ich drücke dir die Daumen für LG |
AW: AML Typ2 - Was kommt nach der Transplantation?
auch ich wünsche mir sehr dass du zu denjenigen gehörst, bei denen die behandlung das rezidiv stoppen kann. ich verstehe aber auch total deine für mich total realistischen und nachvollziehbaren ängste, auch den vergleich mit anderen patienten. und ich finde es so mutig das hier zu schreiben, ich könnte das in der situaion nicht, ich wäre viel zu sehr mit mir beschäftigt, obwohl ich weiß wie wichtig es wäre, weil es gibt viel zu wenig selbst betroffene die darüber für andere ihre erfahrungen und informationen aufschreiben.
komm gut durch den 2. zyklus! |
AW: AML Typ2 - Was kommt nach der Transplantation?
Simi, nirtak, zeta... Danke euch allen für die lieben Worte.
In zwei Tagen ist der zweite Zyklus rum. Die Schwester weiß schon nicht mehr, wo sie am Bauch noch spritzen soll. :D Der Bauch wird rot und empfindlich rund um die Einstichstellen. Aber sonst geht es mir gut. Die Nebenwirkungen sind harmlos gegenüber den üblichen Hochdosischemos, die ich hinter mir habe. Ich bekomme jetzt zusätzlich eine Lymphozytenspende, die in Zukunft je nach Bedarf und Laborwerten dazu gegeben wird. Die Nebenwirkungen sollen erheblich sein, aber der Chämwert soll dadurch wieder auf 100% steigen. Was meine Mitpatientin betrifft, ihre Leukos sind innerhalb von drei Tagen von 20 auf 60 gestiegen. Inzwischen kam Fieber hinzu. Sie bekommt sofort eine Transplantation, da es keine weiteren Optionen gibt. Morgen besuche ich sie auf Station. Natürlich weiß ich, dass jeder Fall ist anders ist und jeder anders reagiert. Dennoch ist es in dem Fall so, sie hat genau den gleichen Leukämietyp und die gleiche Untergruppe und genau den gleichen Verlauf wie ich. Es ist nicht so, dass ich nun 1:1 vergleiche, aber es führt mir deutlich vor Augen wie der weitere Weg verlaufen kann und in absehbarer Zeit wohl auch verläuft. Denn die Ärzte sagen klar, das Rezidiv nach der ersten Transplantation ist der Point of no return. Bleibt nur dass Beste aus der Situation zu machen. Wir haben erst einmal unseren Urlaub für 2016 geplant und gebucht. Evtl. richtet sich die AML danach. :D @Simi Wie geht es dir? Ich hoffe, jeden Tag etwas besser. |
AW: AML Typ2 - Was kommt nach der Transplantation?
@Simi, "wir bekommen das hin - irgendwie!". So sehe ich es auch.
Mal eine gute Nachricht. Ich war gestern zum Krankenbesuch. Bei meiner Mitpatientin schlägt die Chemo gut an. Die Leukos sind von 80 auf unter 1 gesunken. Jetzt wird noch der 90% Fremdspender gecheckt, der beim ersten Mal, da war es eine haploidente Spende, nicht genommen wurde. Das Fieber ist gesunken und es geht ihr soweit und der Situation entsprechend gut. |
AW: AML Typ2 - Was kommt nach der Transplantation?
hallo alex,
die lymphozyten die du bekommst, sind die von deinem stammzell- spender und sollen jetzt den graft versus leukemia effekt ankurbeln, versteh ich das richtig? also die nebenwirkungen sind quasi gvhd? wird bei dir eigentlich parallel für den worst case auch nach einem 2. spender gesucht bzw. gibt es schon einen? bleib weiter fit! lg, n. |
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AW: AML Typ2 - Was kommt nach der Transplantation?
So, die Lymphozytengabe war am 4.2. Von den Nebenwirkungen oder gar eine GvhD ist nichts zu merken. Leichte, minimale Schmerzen in der Beckengegend könnten von den Lymphozyten kommen. Aber auch die sind am abklingen. Der Chäm Wert war das letzte Mal nach zwei Chemozyklen auf 17% gestiegen (von 11%) Das kann ein kleiner Erfolg oder auch statistisches Rauschen sein. Morgen beginnt der dritte Zyklus. Mal schauen, was morgen das Labor sagt....
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AW: AML Typ2 - Was kommt nach der Transplantation?
hab ich das richtig verstanden, ein zyklus bedeutet 1 woche diese bauchspritzen, 3 wochen pause dann wieder eine woche spritzen? wieviele zyklen sind da geplant oder ist das individuell?
wie gehts dir körperlich und auch psychisch wenn du das sagen magst? ich wünsch dir ein bissi gvhd wegen dem gvL-effekt und einen definitiv steigenden chimärismus. |
AW: AML Typ2 - Was kommt nach der Transplantation?
Ein Zyklus dauert 7 Tage und es gibt pro Tag zwei Spritzen. Danach 3 Wochen Pause. 24 dieser Zyklen sind geplant. Ob es die zwei Jahre werden und was nach den zwei Jahren kommt, steht in den Sternen. Bei Bedarf (ca. jedes zweite Mal) werden Lymphozyten gegeben.
Rein physisch ist das zu verkraften. In der ersten Woche (Spritzenwoche) kommen die Nebenwirkungen recht langsam. In der zweiten Woche merke ich es stärker und in der dritten Woche klingt alles langsam ab. Aber wie gesagt, die Nebenwirkungen sind harmlos im Vergleich zur Hochdosischemo und zu verkraften. Bisher tritt als Langzeitfolge nur eine Verschlechterung der Kondition auf. Allerdings deuten sich Konzentrations- und Gedächtnisprobleme an, die ich erst noch weiter beobachten muss. Die Psyche ist bei mir die größere Baustelle. Aber ich denke, dass geht fast alles Betroffenen so. Wenn ich bedenke, dass mein Leben vor 5 Jahren nicht perfekt aber doch erfolgreich war und dies innerhalb weniger Jahre, von einem Tag auf den anderen vorbei war... das geht nicht spurlos vorbei. Dazu die aktuelle Prognose. Jetzt schau ich mal wie die Spritzen wirken. Die Ärzte sind zufrieden, dass die Werte soweit stabil sind. Die Leukos sind runter auf eins. Das könnte Schwierigkeiten machen. Evtl. wird dann die Dosis reduziert. Im Moment hilft nur viel Geduld, die ich zugegeben nicht habe. |
AW: AML Typ2 - Was kommt nach der Transplantation?
Der kurze Anstieg des Chäm.-Wertes auf 17% war wohl doch nur statistisches Rauschen bzw. eine kurze Reaktion auf die Chemo. Vier Wochen später lag der Chäm.-Wert bei nur noch 5%. Somit wirkt weder die Chemo noch die Lymphozyten wie gedacht. Das die zwei Jahre Therapie erreicht werden, ist unwahrscheinlich. Im Moment kann man allenfalls an wenige Monate denken.
Was danach kommt, steht in den Sternen. Die Ärzte drücken sich sehr nebulös aus und sprechen von weiteren "Therapien" ohne die genauer zu beschreiben. Im Grunde ist es nichts weiter als neue Chemos in diverser Zusammensetzung und Stärke. Man bemüht sich die zweite Transplantation so weit wie möglich raus zu schieben im Wissen, die Optionen gehen aus. |
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oh ;-(
warum wird nicht so schnell wie möglich tranplantiert? |
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Ich sprach heute mit meiner Bekannten. Sie hat die zweite Transplantation soweit gut überstanden und ist nun im risikoreichen ersten Jahr. Wir sprachen darüber, dass man irgendwann an dem Punkt ist darüber nachzudenken, dass wenn wieder etwas passiert die Behandlung einzustellen. Dann sagt sie, hat man noch etwas Zeit ohne Chemo und Tabletten und dann hat man endlich Ruhe. Ich weiß, dass sie mit der Aussage recht hat. |
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Das ist mutig und ich persönlich finde es auch richtig!
Man muss nicht alles tun. Ich habe großen Respekt vor euch! Liebe Grüße, menalinda |
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ja kann ich auch sehr gut nachvollziehen und verstehen.
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AW: AML Typ2 - Was kommt nach der Transplantation?
So, mal wieder ein Stand von mir. Es gibt gute und weniger gute Erkenntnisse.
Erst einmal die Guten... die Chemo in Verbindung mit den Lymphozyten scheint den Verlauf zu verlangsamen bzw. aufzuhalten. Zumindest kann man vorsichtig davon ausgehen, dass die zweite Transplantation erst nächstes Jahr nötig ist. Alles noch sehr vage und sehr vorsichtige Aussagen. Trotzdem machen sie Hoffnung Nicht so gut sind andere Erkenntnisse. Die Blutwerte sind zwar stabil, aber der HGB nimmt langsam aber stetig ab. Dazu merke ich, der Körper erholt sich nicht zwischen zwei Chemos ausreichend. Gewicht und Kondition haben merklich abgebaut. Die Verdauung erholt sich nach jeder Chemo langsamer. Wenn ich das jetzt mal hochrechne, müssen sich die Ärzte spätestens Anfang nächstes Jahres etwas neues einfallen lassen. Dann ungefähr ist der Punkt erreicht, wo die Werte bzw. der Körper zu stark abbaut. Keine Ahnung was dann kommt. Jetzt hoffe ich erst einmal, dass ich bis Ende des Jahres durchhalte. |
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ich finde es ja faszinierend dass man ein aml-rezidiv so lange überhaupt nur mit chemo in schach halten kann mittlerweile, die nebenwirkungen der chemo stell ich mir auf dauer auch nicht ohne vor
du bekommst die chemo aber ambulant und musst nicht jedesmal stationär aufgenommen werden oder? ich wünsche dir weiter gutes durchhalten |
AW: AML Typ2 - Was kommt nach der Transplantation?
Hi nirtak,
die Chemo ist ambulant. Der Zeitraum zwischen zwei Chemos wurde jetzt auf 4 Wochen vergrößert, damit die Erholung besser wird. Neue Chimärismus-Werte gibt es leider noch nicht. Also weiter Geduld haben... |
AW: AML Typ2 - Was kommt nach der Transplantation?
Mal wieder ein Update. Nach dem Tiefstwert im März 5% und der Steigerung im Mai auf 93% ist der cd34 Chimärismus nun auf 100% geklettert. :prost: Mir ist klar, dass ist nur ein temporäres Ergebnis und der Lymphozytenspende geschuldet. Die Chemo selbst verzögert nur. Aber auch mit dem Wissen, dass in wenigen Monaten alles wieder anders sein könnte, freue ich mich riesig. :D
Auch bei meiner Bekannten ist nach der zweiten Transplantation alles noch im grünen Bereich. :) |
AW: AML Typ2 - Was kommt nach der Transplantation?
Ich freue mich für Dich und hoffe, dass die DLI weiterhin hilft.
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AW: AML Typ2 - Was kommt nach der Transplantation?
oh das ist ja toll
könnte der effekt von der dli aber schon auch dauerhaft sein oder? |
AW: AML Typ2 - Was kommt nach der Transplantation?
Der Effekt könnte auch länger bzw. dauerhaft anhalten. Die Erfolgsquote liegt aber laut den Ärzten im mittleren einstelligen Prozentbereich. Aber man könnte ja Glück haben... :)
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AW: AML Typ2 - Was kommt nach der Transplantation?
verstehe, ich wünsche dir alles glück dass du kriegen kannst
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AW: AML Typ2 - Was kommt nach der Transplantation?
Das nötige Glück wünsche ich uns allen. Das kann jeder Betroffene gut gebrauchen.
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