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rarosa81 25.01.2014 11:02

Vater Nierenkrebs
 
Hallo! Bei meinem Stiefvater wurde vor ca vier Wochen festgestellt, dass er einen 6 cm grossen Nierenkrebs hat. Nun ist am Dienstag die Untersuchung im Krankenhaus, wann er operiert wird. Wir haben grosse Angst. Man liest immer wieder, dass es nicht heilbar ist.

Fritzlewuescht 25.01.2014 15:49

AW: Nierenkrebs
 
Hallo rarosa

Man liest aber auch immer wieder, das nach der op alles gut geworden ist.

rarosa81 25.01.2014 17:44

AW: Nierenkrebs
 
Leider lese ich das nirgendwo, aber schön solche Worte zu hören

Fritzlewuescht 25.01.2014 18:06

AW: Nierenkrebs
 
Hmm, ich will jetzt nichts verallgemeinern und ich gebe auch wenig auf Statistik, dann laut Statistik ist es auch unwahrscheinlich, dass jemand überhaupt Nietenkrebs bekommt.

Aber, folgendes kannst du googlen und das sagten mir auch einige Ärzte: in 70% der Fälle in denen eine Niere wegen einem Tumor entfernt wurde, Ist die Sache hinterher erledigt.

Ich selbst kenne einen Patienten, der seit 22 Jahren vom NZK "geheilt" ist. Komplett.

Das nützt dir natürlich nichts, wenn du zu den 30 % gehörst. Aber es zeigt, dass die Diagnose noch nicht automatisch das Ende bedeutet.

Es kommt natürlich auf Art und vor allem den Status des Tumors mit an.

Wie ich das bei dir lese, ist diese Art und der Status des Tumors bei deinem Stiefvater ja noch nicht definiert weil die OP noch aussteht.

Viele Grüße, fritzle

rarosa81 25.01.2014 18:52

AW: Nierenkrebs
 
Danke für deine Antwort. Der Arzt meinte, dass es früh erkannt wurde. Wir hoffen einfach nur. Wir brauchen ihn, als Mann, Stiefvater und vor allem als Opa! Man sollte nicht so viel lesen, aber ich durchforste schon den ganzen Tag das Inet. Kannst du mir vielleicht die Seite nennen die du meinst?

TarasDad 25.01.2014 21:35

AW: Nierenkrebs
 
also bei meiner oma wurde in den 80ger jahren ein nierentumor entdeckt udn die betroffene niere entfernt
letzte woche ich sie mit 84 jahren nach einem herzstillstand nach wasser in der lunge als folge der bettlägrigkeit verursacht durch einen oberschenkelhalsbruchs von uns gegangen
und ich wurde nach MEINER nierentumor OP anno 2012 als "geheilt" entlassen
mein tumor war 4,5cm gross und meine niere konnte sogar erhalten werden
also... nicht in panik verfallen, nix wird so heiss gegessen wie es gekocht wird
das wichtigste ist, das dein schwiegerpapa metastasenfrei ist... dann sieht das ganze nicht sooo schlecht aus!
nicht falsch verstehen: ein nierenzellkarzinom ist eine schwere erkrankung die einem echt ne mege stress machen kann
aber rechtzeitig erkannt und behandelt (OP) ist das in den meisten fällen rel. endgültig in den griff zu bekommen.
...
Thomas

p.s.:
beide tumore (Oma´s und meiner) waren bösartig... aber halt metasasen frei

Fritzlewuescht 26.01.2014 08:21

AW: Nierenkrebs
 
Zitat:

Zitat von rarosa81 (Beitrag 1240741)
Danke für deine Antwort. Der Arzt meinte, dass es früh erkannt wurde. Wir hoffen einfach nur. Wir brauchen ihn, als Mann, Stiefvater und vor allem als Opa! Man sollte nicht so viel lesen, aber ich durchforste schon den ganzen Tag das Inet. Kannst du mir vielleicht die Seite nennen die du meinst?

Ich finde die Seiten nicht auf Anhieb wieder. Ich habe sehr viel gegoogelt mit Begriffen wie

Nierenkrebs
Nur eine Niere
Leben mit einer Niere

USW.

Ich kann mich erinnern, dass das z.T. Seiten von Uni s Waren. Also seriöse quellen (war das die Uni Regensburg?)

Aber auch mein Vorredner lieferte gerade zwei live Beispiele.

Also: es muss nicht gleich knüppeldick kommen.

Gruß, fritzle

rarosa81 26.01.2014 11:08

AW: Nierenkrebs
 
Ich danke euch, dass ich hier Zuspruch bekomme. Es gibt mir die Kraft meiner Mutter gegenüber mich positiv zu äussern. Ihr gegenüber muss ich Stärke beweisen und sie stützen. Mein Stiefvater ist mit sich beschäftig, was verständlich ist. Und was ich hier so lese ist wirklich aufbauend. Die Angst die bleibt, aber ich hoffe, dass es schnell vorbei ist und dieses Ding ganz schnell raus kommt. DANKE EUCH

bibikommt 26.01.2014 13:29

AW: Nierenkrebs
 
Liebe Rosa,

schön, dass du jetzt positiver an den "Feind" heran gehen kannst. Das ist extrem wichtig.

Gute Informationen allerdings auch und wo du die findest, das steht im oben fest gepinnten Thread Ärzte und Kliniken, direkt im ersten Artikel. Ich kann dir wirklich nur raten, dass ihr euch dort alle möglichen Infos holt.

Die Aussichten bei deinem Stiefvater sind doch gar nicht schlecht! Es ist verständlich, dass er im Augenblick erst einmal mit der Situation fertig werden muss, aber du oder deine Mutter, ihr könnt euch informieren und positiv in die Zukunft blicken. Das hilft auch ihm mehr, wie eine verschreckte Familie (wobei meine Familie auch verschreckt war und ich das auch verstanden habe) und wenn er so weit ist, dass er auch Infos haben möchte, dann habt ihr alles parat.

Alles Gute für euch!

JudyN 27.01.2014 00:28

AW: Nierenkrebs
 
Hallo rarosa,

mein Karzinom war nicht ganz so groß und an einer Stelle der Niere, dass man diesen Tumor per Da-Vinci kegelförmig herausschneiden konnte.
Nun bin ich sowieso nicht der Typ, der sich nach außen hin viel anmerken lässt. Ich jammer nicht, zumindest nicht sehr oft (nur hier, unter Gleichgesinnten, fällt es mir auch mal leichter loszulassen und meine Schwächen zu 'zeigen').
Aber innen rarosa, innen siehts oft ganz anders aus. Da, wo niemand hinsehen kann. Ich bin freundlich und lächle - nach außen, da merkt keiner was.
Die Diagnose Krebs ist immer grausam und so voller Wahrheit. Aber ich ziehe nicht gerne die Leute mit mir herunter. Das kann ich nicht gebrauchen.
Ja, Nierenkrebs kann man überleben, aber auch das ist eine individuelle Geschichte. Bei jedem fällt er anders aus, bei jedem hat er Auswirkungen, körperlicher und psychischer Art.
Auf jeden Fall ist Aufbauen immer besser, als Mitleid. Man kann auch mit einem fröhlichen Gesicht mitleiden. Das geht wirklich.
Seit meiner Diagnose ist Wahrheit noch wichtiger geworden. Mein Verhältnis zu meiner Tochter war schon immer gut, aber seitdem ist es etwas ganz besonderes.
Nierenkrebs ist auch heilbar... Ich gebe die Hoffnung nicht auf.
Alles Gute
Judy

rarosa81 30.01.2014 17:34

AW: Nierenkrebs
 
Ich DANKE euch für eure Beiträge. Mir hat es die letzten Tage sehr geholfen. Morgen ist nun der Tag an dem alles raus kommt und wir beten, dass nichts passiert oder Metastasen vorhanden sind.

Das komische daran ist, dass man immer denkt, warum es einem immer selber passiert, aber hier liest man sooo viel und auch wenn man sich umhört... Überall Krebs. Es ist so erschütternt. Ich wünsche euch allen viel Kraft, denn ihr gibt mir davon eine Menge

Jan64 30.01.2014 21:00

AW: Nierenkrebs
 
Hallo Rarosa,

dann wünsche ich deinem Stiefvater, und auch dir und deiner Mutter, für morgen eine erfolgreiche OP.

Du würdest dich wundern, wenn jeder, welcher seinen Krebs überstanden hat oder mit seinem Krebs lebt, mit einem Schild vor der Brust herumlaufen würde. Das sind nicht wenige. Gesprochen wird aber meist nur von den Fällen, wo die Bekämpfung der Krankheit nicht so erfolgreich war.

Wurde bei deinem Stiefvater im Vorfeld kein CT/MRT von Bauch und Lunge gemacht? Wenn ja, wie war das Ergebnis?

Es dauert nach der OP ein paar Tage bis das Ergebnis der Pathologie fertig ist, da ist leider auch wieder Geduld gefordert. Danach weiß man genau um welche Art des Tumors es sich handelt, um weiteres zu erörtern.

Viele Grüße

Jan

rarosa81 31.01.2014 11:36

AW: Nierenkrebs
 
Hallo, bei meinem Stiefvater wurden alle Untersuchungen gemacht. MRT CT und was weiss ich noch alles. Das war ja ein richtiger Marathon. Wenn man selten was mit Ärzten zu tun hat ist das eine wahre Flut. Im moment wird er operiert. Wir warten bis der Anruf kommt, dass wir hin können.

Da hast du Recht. Übers negative wird immer gesprochen, wobei ich das hier anders erlebe und das mir die letzten Tage auch "leichter" machte. Wenn ich hier lese wieviel Kraft die Menschen hier haben... Ich ziehe den Hut! Man sollte niemals aufgeben und das lese ich hier. Bemerkenswert

rarosa81 02.02.2014 10:00

AW: Nierenkrebs
 
Hallo! Die OP ist rum. Nun heisst es warten auf die Ergebnisse, aber es schaut relativ gut aus. Er ist schon wieder ganz fit. Was mich wundert ist, dass nur die halbe Niere entfernt wurde, statt die ganze. Ob das so ok ist?

Jan64 02.02.2014 11:00

AW: Nierenkrebs
 
Hallo Rarosa,

Das ist absolut OK, Stand der Ärztlichen Kunst und zum Vorteil deines Stiefvaters. So hat er statt 1 noch 1,5 Nieren und mehr Reserve was die Nierenfunktion angeht.

Glückwunsch an deinen Stiefvater für die gut überstandene OP und schnelles genesen, auf das die Schläuche schnell verschwinden.

So lange dein Stiefvater noch im Krankenhaus ist, solltet ihr dort Kontakt mit dem Sozialdienst aufnehmen, der organisiert und beantragt z. B. eine Anschlussheilbehandlung ("Kur") falls dein Stiefvater das möchte. Auch auf einen Schwerbehindertenausweis hat dein Stiefvater ein Anspruch, dies wird ebenfalls von denen beantragt. So spart ihr euch viel Arbeit. Nicht lange warten, er wird sicher schon in ein paar Tagen entlassen, geht normalerweise schnell.

Gruß Jan


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