Hallo Georgie,
es tut mir so leid das es deine Mama nicht geschafft hat
meine Mama hat die Diagnose Brustkrebs 2004 erhalten. Damals war ich 17. Und mit einem mal war alles anders und ist es noch immer.
Mama geht es momentan gut (wofür ich sehr sehr sehr dankbar bin) ABER ich habe wahnsinnige Ängste, Verlustängste, Panikattacken, es schnürrt mir manchmal die Luft ab..all die Angst.
Ich kann damit nicht umgehen. Ich habe während Mama´s Therapien fast alle "Freunde" verloren. Die meisten haben sich aus dem Staub gemacht, wussten nicht wie sie damit und mit mir umgehen sollten und ich war ja auch nicht mehr so präsent.
Das hat mich damals sehr verletzt und geprägt. Und zwar bis heute. Zum einen fällt es mir sehr schwer neue Kontakte zu finden und wenn es jemanden gibt, den Kontakt aufrecht zu erhalten.
Es geht mir, wie du schreibst, dass ich mich einfach nicht aufraffen kann. Das ich keine Lust auf Gespräche habe, in Discotheken ö.ä gehe ich schon lange nicht mehr. Ich habe das Gefühl ich gehe den Menschen aus dem Weg (und unterbewusst ist das sicher ein Selbstschutz) auch ich verbringe meine Zeit lieber mit meinen Tieren. Und damit bin ich auch voll ausgelastet (Pferde, Hund, Katzen...

)
Aber natürlich überkommt mich doch auch eine Sehnsucht. Nach jemandem an meiner Seite, fallen lassen, los lassen, einfach wissen das da jemand ist. Obwohl ich mir eine Partnerschaft nicht vorstellen kann, das ist mir zu nah. Aber das hat auch noch andere Gründe.. Ich bin in der glücklichen Lage meine Mama noch zu haben aber es ist auch nicht immer einfach. Sie ist auch ein anderer Mensch geworden, Die Erkrankung hat uns alle verändert. Und auch wenn viele denken, nach so langer Zeit ohne Rezidiv (zum Glück!!!) sei alles vergessen und vergangen..die irren sich. Trotzdem ist Krebs ein Thema. Mal mehr, mal weniger.
Ich will dir gerade soviel schreiben, soviel sagen, aber irgendwie habe ich das Gefühl ich kann mich gerade gar nicht ausdrücken.
Fühl dich von mir gedrückt

Ylva