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Alt 24.07.2011, 14:42
Parvati Parvati ist offline
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Standard AW: OP ohne Biopsie?

Weder die Biopsie noch der Schnellschnitt bieten ganz eindeutige Ergebnisse. Trotzdem sind sie sehr wichtige Hilfsmittel.

Meine Erfahrung:
In der Sonograpfie wurden bei mir zwei Knoten gefunden. In der Mammografie sah man nichts.

In der Stanz-Biopsie wurde ein Knoten untersucht, der als invasives Karzinom mit G2 einstuft wurde.
(dann weiß man wenigstens schon mal, dass die Wächterlymphknoten raus müssen)

Im MRT sind die wei Herde sichtbar. Und: "zusätzlich erscheint bildgebend ein DCIS in der Umgebung möglich" - eine eher verwaschene Aussage.

Im Schnellschnitt nach der OP (in der auch zwei Lymphknoten entfernt wurden) hieß es, beide invasiven Herde seien entfernt.

Aber dann kommt der Hammer im endgültigen histologischen Gutachten:
es gibt drei invasive Herde, von denen der bisher unentdeckte nicht im Gesunden entfernt wurde. Das Grading ist nun G3. Und: es gibt noch ein ausdehntes DCIS, das die gesamte Gewebeprobe von 7,5 cm umfasst!!
Weil das ganze ohne Mikrokalk ist, konnte man es im MRT nicht eindeutig bestimmen (sondern nur eine Vermutung äußern).

Mein Fazit: es ist sehr nützlich, vor der OP so viele Informationen wie möglich zu sammeln (vor allem Biopsie). Aber erst die histologische Untersuchung nach der OP bringt endgültige Klarheit. Und da können eben Überraschungen passieren, wie bei mir. Aber ich bin trotzdem der Ansicht, dass man die vorherigen Diagnosemöglichkeiten nutzen sollte.
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