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Alt 08.01.2012, 14:28
Nicerl Nicerl ist offline
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Standard AW: Lungen CA - Frühstadium!?

Hallo!

Danke erstmal an Bremensie und Alpenveilchen und dir Schnucki für eure Antworten.
Es tut gut, wenn man Feedback bekommt, vorallem, wenn es von Menschen kommt die selbst betroffen oder in einer ähnlichen Lage sind!
Ich weiß, daß es für uns alle ein Schock war und ist, selbst, wenn sich herausstellt, daß es erstmal gut therapierbar - heilbar ist.
Das Problem ist einfach, daß das unmittelbare, also vor Ort ansässige Umfeld meiner Ma, genauso wenig damit umgehen kann wie sie. Ihr Mann schweigt, ist wie in einem Kokon, setzt sich damit überhaupt nicht auseinander, mein Bruder ist mental dazu nicht in der Lage.
Als es beim 1. KKH Aufenthalt zu den allergischen Komplikationen kam, sie Fieber hatte, verzweifelt war angesichts der Diagnose Lungen CA, einfach einmal eine Hand zum Halten brauchte, kam der 1. panische Anruf meines Bruders; ich müsste sofort kommen er schafft das alles "alleine"! nicht.
Für meine Mutter ist es der erste Klinikaufenthalt umgeben von "Schwerstkranken", da brach die Panik aus.
Da war einfach ganz viel Angst auf allen Seiten nur keiner spricht
Ich war dann da, hab meine Hilfe ganz unverbindlich angeboten, Essen auf Rädern für die nachstationäre Zeit angefordert, gekocht, versorgt und viel Zeit für Händchenhalten und Gespräche genutzt.
Das tat auch ihr gut (mir auch).
Ich lass sie selbstverständlich ihren Weg gehen, es muss nicht meiner sein, Akzeptanz darüber war von Anfang an da, ich hätte mich nie eingemischt, dazu war ich selbst auch immer viel zu autonom.
Die anschließende Reha wurde vorzeitig von ihr abgebrochen, mit der Begründung :" mir gehts ja ganz gut, da sind ja alles nur schwerkranke Menschen, ich will das alles nicht hören oder sehen!"
Am Telefon merke ich, daß es ihr wohl wieder besser geht, die Lungenkapazität hat zugenommen, aber es fällt ihr alles deutlich schwerer als zuvor;
sie schläft viel und oft, vergisst und ist wesensverändert.
Ich würde ihr einfach wünschen, daß sie es sich leichter macht, z.b. endlich eine Putzhilfe nimmt, (finnaziell wäre dies kein Problem), sich gesundes gutes Essen kommen lässt,(sie selbst kocht kaum - man könnte ja zunehmen, was durch das Cortison natürlich nicht ausbleibt).....
Eure Ansätze finde ich alle gut und richtig, es ist für mich wahrscheinlich deshalb auch so schwer weil die Entfernung zwischen uns steht.
Am 1.2.2012 steht nun die vierteljährliche Kontrolle an, wir werden sehen.
Ich muss meinen Weg finden und ich danke euch allen dafür, daß ihr mich dabei unterstützt.
Liebe Grüße Nicerl
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