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Alt 16.06.2004, 09:00
Gast
 
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Standard Wechsel vom Angehörigen zum Hinterbliebenen

Guten Morgen ihr Lieben
Die Versteinerung meiner Kollegin hat sich irgendwann gelöst. Sie hat mir etwas sehr Tröstliches gesagt, Zitat: "Natürlich wirst du deinen Mann nie vergessen, aber irgendwann tut der Gedanke an in nicht mehr weh." Ich denke, das wird auch so sein. Heute, lebt sie wieder mit einem netten Mann zusammen, sie haben sein Elternhaus umgebaut und wohnen dort seit etwa vier Jahren zusammen (4 Jahre nach dem Tod ihres Mannes). Das mit dem Testament haben wir schon zu dem Zeitpunkt geregelt, als wir beschlossen hatten, auf Kinder zu verzichten, also in den späten siebziger Jahren. Wir wollten halt, dass die Verwandtschaft nicht an unser Vermögen rankommt, solange noch einer lebt.
Heute ist mir etwas sehr Tröstliches eingefallen. Ein Teil meines Schatzes MUSS einfach in mir weiterleben: Er war immer Frühaufsteher, ich degegen kam fast nicht aus dem Bett. Nun, seit Ausbruch seiner Krankheit bin ich selber zur Frühaufsteherin mutiert. Das hat sicher etwas zu bedeuten.
Ich habe Fotos von meinem Schatz aufgestellt, wo er noch gesund ist, lacht und ihn in glücklichen Tagen zeigt. Das hilft mir wirklich, die Bilder seiner Leidenszeit allmählich etwas in den Hintergrund zu drängen und die schönere, unbeschwerte Zeit hervorzukramen.
Nun meine Lieben, bei uns ist der Himmel wolkenverhangen und ich hoffe von Herzen, dass unsere Liebsten irgendwo - vielleicht auf einer griechischen Insel (?) im Sonnenschein sitzen - aufs Meer hinausschauen und liebevoll an uns denken.
Heute kommt mein Pa unters Messer, seine Aussichten sind nicht schlecht er ist guter Dinge.
Ich umarme euch und schicke euch einen Sonnenstrahl Barbara
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