AW: Mein Vater, Malignes Melanom
Hallo Alwina,
Deine Erfahrungen mußte ich bei meiner Mutter auch machen, mit zunehmenden Metas und der notwendigen zunehmenden Medikation wird Dein Vater immer mehr wirres Zeugs reden und den Bezug zur Realität verlieren.
Trotzdem ist es sein Weg, er kann seine Medis nehmen oder weglassen, was ist daran so schlimm ? Ihr könnt nur versuchen, ihn immer wieder sanft in die Spur zu bringen.
Ab einem gewissen Punkt ist eine Palliativstation bzw. ein Hospiz garnicht so schlecht. Dort kann man Problemlos die Medis per Injektion oder Infusion geben, dazu Kohsalzlösung, denn meistens ist es mit dem Trinken auch nicht mehr so doll. Meine Mutter war immer wie ausgewechselt, wenn der Flüssigkeitshaushalt wieder in Ordnung gebracht worden war.Und man kann dort Medis weglassen und bei Bedarf auch wieder hoch dosiert geben, so wie es halt gerade notwendig ist.
Meine Mutter lag zum Schluss im Hospiz und hatte dort rund um die Uhr jemand zum Reden...das könnt Ihr so in der Qualität vermutlich garnicht durchhalten, weil man als Angehöriger immer zu emotional reagiert.
Wie gesagt, Dein Vater geht jetzt seinen Weg, Ihr könnt ihn noch eine Weile begleiten, und die letzten Schritte geht er dann allein.
Liebe Grüße,
Michael
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Malignes Melanom pT4bN0M0, Clark IV TD12mm, Stadium IIC, 20 Jahre verschleppt
Geändert von micha54 (17.01.2013 um 07:41 Uhr)
Grund: Schreibfehler
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