AW: Ich habe Dich im Stich gelassen......
Liebe Edda,
auch ich kann mich den anderen nur anschließen. Du hast deinen Franz nicht im Stich gelassen. Er wollte allein gehen und hat den Moment abgewartet. Er wusste und spürte, wie sehr du ihn liebst und dass du immer an seiner Seite warst. Mehr kann ein Mensch nicht tun. Wärst du in dem Moment, da er gehen musste, bei ihm gewesen, würdest du dir jetzt vielleicht auch Vorwürfe machen. Den Vorwurf, warum du das nicht hast verhindern können... Ich glaube, das geht uns allen so! Es dauert, bis wir das Unbegreifliche begreifen können und ebenfalls unseren Frieden schließen. So viele Fragen, die uns niemand beantworten kann. Niemand hätte verhindern können, dass Franz seine Reise antritt. Und du hast wirklich alles getan, um ihm Trost und Kraft zu spenden während der Krankheit. Nun darfst du dir selbst verzeihen! Denn Franz würde nicht wollen, dass du solche haltlosen Vorwürfe machst. Sicherlich würde er sagen: "Lenchen, alles ist gut! Du warst immer da und ich war von deiner Liebe umgeben. Versuch', nach vorn zu schauen!" Vielleicht so ähnlich!
Ich schicke dir eine Umarmung
Miriam
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Mein Papa erhielt am 18.04.11 die Diagnose Lungenkrebs mit Knochenmetastasen und ging am 21.02.12 ins Licht. Alles vergeht, aber die Liebe bleibt...
Hand in Hand - gemeinsam sind wir stark!
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