Liebe Edda,
Zitat:
Kannst
Du Dir vorstellen, ob mein Franz noch etwas "gemerkt" hat?
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ganz sicher hat er gespürt, dass Du bei ihm warst - denn eine so vertraute
Stimme zB weckt ja auch das vertraute Gefühl und die Sicherheit in einem
Man sagt immer, dass das "Gehör" bzw das Hörzentrum im Gehirn ganz zuletzt
"abschaltet".
Ich kann Dir versichern, dass auch komatöse Menschen etwas wahrnehmen -
eine meiner Freundinnen lag im Koma und schrieb darüber sogar ein Buch.
Pflegerisches nahm sie ziemlich "verquer" wahr, aber ihre Familie und deren Stimmen
wußte sie auch im Koma zuzuordnen.
Zitat:
RR nur noch 42/20. Irgendjemand sagte mir, der Mensch hätte Schmerzen
und Panik bei einer Sepsis?
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Zitat:
Wenn man aber die Augenlider sanft hochzog, starrte er ins
Leere
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Das alles spricht eher gegen Deine Vermutung, dass er Angst und Panik hatte.
Angst, Panik und auch das Vorhandensein von Schmerzen lassen sich durchaus
auch bei sterbenden, dementen und komatösen Menschen (oder Menschen die
sich aufgrund anderer Erkrankungen nicht mehr äußern oder keine klaren Angaben machen können) feststellen.
Da achtet man unter anderem zB darauf, ob der Blutdruck erhöht ist (passiert bei
Stress - und Schmerz IST Stress!), der Puls oder Atmung beschleunigt ist, der Muskeltonus
erhöht oder auch die Pupillen geweitet ...
Ganz oft ist es so, dass nach und nach die Organe "runterfahren" und dann abschalten.
Hat zB jemand ein kräftiges, gesundes Herz, so wie es bei Heike der Fall war, kann es schon
auch etwas dauern, bis das Herz irgendwann auch nicht mehr schlägt. Wieso sollte es auch
aufgeben, wo es noch jung und gesund war - und doch nur das Gehirn "dieses Ding" hatte?
Aber hier sieht man dann das Zusammenspiel des ganzes Körpers und seiner Organsysteme.
Und ja: nachdem, was Du beschreibst denke ich, dass er wirklich so einfach
eingeschlafen ist.
Ich hoffe, ich konnte Dir etwas helfen.
Herzlichst, Angie