AW: Wirkung von Topocetan bei Hirnmetas
Liebe Tina! Auch ich bin in Gedanken bei euch und wünsche dir wieder ganz viel Kraft!
Es ist wirklich ein Segen dass deine Mama keine Schmerzen hat. Auch wir haben es trotz der Schwere der Situation immer als Geschenk empfunden dass Papa bis fast zum Schluss keine Schmerzen hatte.
Ich kann dich so gut verstehen, es kommen Erinnerungen hoch an gute und gesündere Zeiten, man sieht Fotos oder Filme wo die Liebsten noch viel fitter aussahen. Mir hat das auch immer sehr weh getan.
Ich finde das Verhalten der Palliativstation auch ein bisschen schroff wenn ich ehrlich bin. Man steckt sowieso in keiner guten Haut und dann wird noch mehr Druck ausgelöst anstatt dass geholfen und ein bisschen beigestanden wird. Aber auch bei uns wurde da etwas Druck gemacht schnelle Entscheidungen zu treffen. Bei uns hatten sich auch von einem Tag auf den anderen die Entscheidungen überschlagen, Pflegeantrag ausfüllen, usw.
Ich finde gerade in so schwierigen Situationen braucht man Zeit und eine gute und einfühlsame Beratung. Aber für die Leute die mit schwerkranken Menschen und deren Angehörigen arbeiten ist alles eben NUR Routine. Für uns ist es ein ganzes Leben dass da dran hängt.
Es ist echt nicht leicht sich da durchzusetzen, vor allem weil man selbst auch fast keine Kraft mehr hat.
Ich wünsche euch so sehr dass sich der GEsundheitszustand deiner Mama als stabil einpendelt und ihr noch viele intensive Momente teilen könnt!
Und denk nicht an das Leid, ich habe mir auch immer den Kopf zerbrochen weil ich Angst hatte dass Papa leidet. Denk daran, es kommt meistens anders als man denkt!
Drück dich!
__________________
Mein Papa: Kleinzelliges Bronchialkarzinom
Diagnose am 21.12.2011
 am 23.2.2013
|