AW: So wortlos und so viele Fragen
Hallo sunny,
ich habe auch vor Kurzem eine schlechte Nachricht erhalten (bei meiner Mama, die ihren Krebs erfolgreich besiegt zu haben schien, wurden Lebermetastasen entdeckt, zudem ist meine Schwester auch an BK erkrankt). Ich kann Deine Worte 1:1 uneunterschreiben, da ich mich ähnlich fühle und mir seither ganz ähnliche Fragen durch den Kopf schwirren. ich schwanke täglich zwischen Hoffen und Bangen, meine Gedanken drehen sich oft um Anschied und Endlichkeit und dem Wunsch nach einem Wunder. Mir fällt das positive Denken auch verdammt schwer und finde auch, man sollte sich nicht zu sehr unter Druck damit setzen. Ich habe irgendwo gelesen, dass es bei solchen Diagnosen für viele Betroffene und Angehörige natürlich ist, nicht ständig optimistisch sein zu können. Diese Formel vom positiven Denken kann dann, wenn die Behandlung nicht erfolgreich verläuft, noch zu starken Selbstvorwürfen führen, weil man meint, nicht positiv genug gedacht und den Krankheitsverlauf somit negativ beeinflusst zu haben. Das soll so gar nicht stimmen, obwohl es natürlich psychisch gut ist, wenn es einem gelingt, positiv zu bleiben. Ein bisschen Grund zur Hoffnung besteht auch fast immer (und sei es die Hoffnung auf eine vielleicht begrenzte, aber doch möglichst lange gemeinsame Zeit).
Ich für meinen Teil habe mir psychologische Unterstützung gesucht, da ich weiß, dass ich meine Trauer und Ansgt irgendwo verarbeiten muss, aber zugleich meine Angehörigen nicht zu sehr damit belasten will. Vielleicht wäre das auch eine Möglichkeit für Dich. Alles Gute für Deinen Papa!
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