Erfahrungen Dysplasie Pap II - IV
Hallo Irena
Habe Deinen Bericht mit grossem Interesse gelesen. Er ist meinem sehr ähnlich. Ich habe vor einigen Monaten sehr intensiv hier geschrieben. Damals war ich am Rande der Verzweiflung. Meine veränderten Krebsabstriche PAP III habe ich seit ca. 10 Jahren. Es kam und es ging. Trotzdem hatte ich in dieser Zeit 3 Kinder und meistens war der Abstrich nach der Geburt wieder gut. Nun die letzte Geburt ist 4 1/2 Jahre her. Der letzte normale Krebsabstrich war 2000. Dann fing es wieder an. Letzten Herbst hiess es nach einer Knipsbiopsie es sei bereits ein CIN vorhanden. Also im November die Koni. Resultat " Es wurde nicht alles im Guten entfernt". Mein damaliger FA wollte mir im Februar die Gebärmutter entfernen. Ich bat ihn, nochmals einen Abstrich zu machen und die HPV Viren zu bestimmen. Er meinte, das nütze alles nichts. Für mich war jedoch klar, dass die Aerzte am herausgeschnittenen Material zwar noch Randzellen hatten, aber wieviele hatte ich noch in mir? Also hiess es für mich einen neuen FA suchen. Ich fand einen Professor am Frauenspital. Ohne Unterlagen ging ich zu ihm, erzählte ihm kurz meine Geschichte. Es folgte Ultraschall, Biopsie mit einem Bürstchen am obersten Konisationsrand, Krebsabstrich am unteren Gebärmutterhals und HPV-Test. Resultat: Keine Krebszellen mehr, wohl aber eine entzündeter Herd, welcher jedoch laut dem Professor mein Immunsystem selber beheben können. HPV Viren wurden auch keine gefunden. Er selbst hatte sich mit dem Patologen, welcher all meine Gewebeentnahmen gemacht hatte, abgesprochen um keine Risiko einzugehen. Er rieht mir einen Naturheilpraktiker aufzusuchen um mein Immunsystem zu stärken. Das tat ich im Januar und während 3 Monaten nahm ich die mir verschriebenen Mittelchen ein. Am 29.4. hatte ich meinen Abstrich, dann folgten 2 Wochen nervenzerrende Warterei. Dann das Telefonat vom Professor. Es sei gar nichts mehr zu finden. Mein Abstrich sei absolut normal. Ich soll so weiterfahren und in 4 Monaten, d.h. im September geht's dann wieder zum Abstrich. Da ich anfällig bin, will er das ganze im Auge behalten und den Abstand der Abstriche langsam verlängern. Die Angst doch Krebs zu haben sitzt mir zwar immer noch im Nacken, aber dann sag ich mir wieder, der Patologe und mein Professor würden bestimmt kein Risiko eingehen und da beide meine Vorgeschichte kennen, sind sie vorsichtig. Viele fragen mich, wieso nimmst du die Gebärmutter nicht einfach raus. Klar ich bin ja 42 und habe 3 Kinder. Unsere Familienplanung ist abgeschlossen. Aber wieso soll ich mir ein Organ entnehmen lassen wenn es nicht nötig ist. Jede auch nur so kleine Operation birgt Risiken. Also gehe ich schön alle sechs Monate zu meinem Heilpraktiker und stärke mein Immunsystem.
Vielleicht wäre es auch für Dich noch nicht zu spät. Lass dir noch einen Abstrich jetzt machen, denn bestimmt ist der Bescheid auch vom Gewebe, welches dir entnommen wurde. Wenn deine Koni mit Laser war, wurde sowieso ein breiter Rand mitverbrannt und somit Restzellen zerstört.
Alles Liebe und Kopf hoch. PS: Laut dem Patologen, welcher täglich mind. 12 Gebärmütter untersucht, wären bei einem grossen Teil die Gebärmutterennahme nicht nötig gewesen. Er ist auch der Meinung, dass heute halt vor lauter Vorsicht zuviel und zu schnell herausgeschnitten wird. Also besteh auf weitere Untersuchungen und auf die HPV Typisierung. Denn wenn kein HIgh Risk Virus vorhanden ist, so wie bei mir, sind die Chancen viel grösser.
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