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Alt 27.07.2004, 12:05
Gast
 
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Standard Darmkrebs mit Lebermetastasen, wer hat Erfahrung

Hallo!

am 16.04.2004 wurde mir 30 cm vom Dickdarm entfernt. Außerdem wurden 16 Lymphknoten, von denen einer befallen war entfernt. Die OP verlief (dank der guten Erfahrung der Ärzte in der Helios-Klinik in 79379 Müllheim sehr gut). Ich konnte 13 Tage nach meiner OP schon wieder Rasen mähen. Der Nachteil dieser Geschichte ist, dass sich noch drei Metastasen in der Leber befinden, die jetzt mit einer Chemo behandelt werden.

Ich bin 62 Jahre alt, war bis dato noch nie krank, rauche nicht, trinke nicht und habe keinerlei Medikamente zu mir genommen. Ich bin sehr empfindsam was mein Körper angeht und daher fallen mir Änderungen an meinem Körper sehr schnell auf.

Ein Jahr vor meiner OP hatte ich eine Darmspiegelung als Vorsorge-Untersuchung bei mir durchführen lassen, bei der Gewebeproben entnommen wurden. Alles war besten, keine Anzeichen eines Krebsgeschwürs. Der Darm spiegelte wie ein frisch poliertes Auto. Leider kann man sich auf eine Darmspiegelung nicht verlassen, was sich bestätigte.

Im Dezember 2003 bekam ich einen Durchfall, der nach 3 Tagen wieder verschwand. Danach stellte ich fest, dass ich nach dem Verzehr von Vollkornbrot Blähungen bekam, die leicht schmerzten worauf ich einen Arzt konsultierte. Der Arzt erzählte mir, dass der Mensch ein Jäger sei und dem zur folge ein Fleischfresser ist und deshalb mit Blähungen auf Vollkornbrot reagiere, was durchaus normal sei. Außerdem wurde bei der Darmspiegelung, die ein Jahr zuvor gemacht wurde keine Anzeichen einer Darmkrankheit gefunden. Die Erklärung des Arztes konnte ich nicht akzeptieren und begab mich in die Helios-Klinik in Müllheim, die dann nach einer Bauch-CT den Darmkrebs erkannten.

Die Helios-Klinik hat dann den Untersuchungsbericht an meinen Hausarzt gesandt, der mich über die Dringlichkeit einer OP unterrichten sollte. Pech gehabt, denn der Hausarzt hat den Bericht in der Ablage liegen gelassen, ohne mich über die Dringlichkeit zu unterrichten. Als meine Frau 9 Tage nach dem Bauch-CT beim Hausarzt sich über den Ausgang der Untersuchung erkundigte, wurde ihr telefonisch mitgeteilt, dass ich sofort zwecks einer OP mich mit dem Hausarzt in Verbindung setzen solle. Dieses Vorgehen des Hausarztes kann man unter “unterlassene Hilfeleistung“ Einordnen, was mich vor der bevorstehen OP ganz und gar nicht aufbaute.

Nach meiner 4. Chemo wurde noch keine Reaktion der Metastasen in der Leber festgestellt. Ich habe von einem neuen Medikament ´erbitox´ gehört, das in der Uni Klinik in Dresden entwickelt und angewandt wird. Wer hat Erfahrung mit diesem Medikament und wer kennt noch anwendbare Möglichkeiten, um die Metastasen in der Leber zu bekämpfen.