Hallo Ihr Lieben,
wir leben im Moment so ein bisschen "zwischen den Welten"... ob die neue Chemo wirkt, erfahren wir ebenso wie den aktuellen Stand der Kopfmetastasen erst im März. Da es meinem Männe von seiner Konstitution her immer noch besser geht als wir alle erwartet hätten, haben wir alle Gedanken an die Krankheit einfach mal in die "Kiste" gepackt und ignorieren sie, soweit es möglich ist. Natürlich werden wir immer mal mit der Nase draufgestoßen, aber die meiste Zeit gelingt es uns doch, auszublenden, was vielleicht in ein paar Wochen oder Monaten auf uns wartet.
Nachdem letzte Woche seine (teure Gleitsicht-)Brille kaputtgegangen und er sich seither mit einer Notbrille gequält hat, steht seit gestern fest, dass er nächste Woche nach der 3. Chemo für 11 Tage in die Türkei fliegt...primär, um sich dort eine neue Brille machen zu lassen. in stillen Momenten gibt er aber zu, dass er das Gefühl hat, nicht mehr viel Zeit zu haben...
Mir gruselt es ein bisschen davor, ihn allein fliegen zu lassen - allzu frisch sind die Erinnerungen an das letzte Mal, als ich ihn dann in einer Hauruck-Aktion holen musste. Aber - mit einer gewissen Portion Galgenhumor - denke ich mir, jetzt weiß ich ja, wie es geht...und kann ihm die wichtigsten Medikamente auch vorab einpacken.
@Klesi, "Uhrenticken" trifft es ziemlich gut... eigentlich hört man es immer, manchmal ist es überlagert, aber sobald man sich darauf konzentriert, ist es wieder da, oft lauter als zuvor...
Euch allen einfach mal eine feste, liebe Umarmung

oder auch zwei
Liebe Grüße

Grisu