Hallo zusammen,
zuerst mal: ich bewundere Euren Mut und Eure Kraft. Ich habe hier eine Weile still mitgelesen, und ihr habt mir so viel geholfen. Nur zu sehen, dass es auch mit dieser Diagnose noch weitergehen kann, ist schon sehr wertvoll fuer mich...
Ich bin ziemlich neu hier, weiss aber seit ein paar Wochen nach Erstdiganose dieses Jahr schon, dass ich wohl eine oder zwei Knochenmetas habe (sie sind sich nicht 100% sicher magels Biopsie, aber hoechstwahrscheinlich). Zum Zeitpunkt der Tumor OP war jedenfalls noch nicht klar, dass es schon Metas gibt. Weiss nicht ob das bei der Entscheidung zur OP eine Rolle gespielt hat, aber ich wurde brusterhaltend operiert.
Im Moment bekomme ich Chemo (Docetaxel, Herceptin und Pertuzumab - ich bin ER/PR-, HER2 +++), aber hab' da mal eine Frage was nach der Chemo passiert - oder passieren sollte: meine Onkologin scheint der Ansicht zu sein, dass die Bestahlung der OP Brust (die soweit ich weiss normalerweise bei brusterhaltender OP gemacht wird - 6 Wochen lang) sozusagen "vergebene Liebesmueh'" ist, weil der Tumor ja ohnehin schon gestreut hat. So nach dem Motto: "Ein Rezidiv ist Ihre geringste Sorge".
Auf der einen Seite verstehe ich die Argumentation. Auf der anderen Seite habe ich auch Angst, dass ein Rezidiv dann vielleicht wieder sehr schnell streuen wuerde und alles noch schlimmer macht. Oder ist es wirklich "eh schon Wurst"?
Hat da jemand Erfahrungen? Wie wird das denn in Deutschland so gehalten (ich lebe in Kanada, und da gehen manchmal die Uhren ein bisschen anders...)?
Vielen Dank fuer Eure Hilfe!
Ich wuensche Euch alles alles, alles Gute, und hoffe fuer Euch!
Annette