Hallo ihr Lieben,
Danke für eure lieben Worte.
Es tut gut sich hier austauschen zu können und doch trägt man den Schmerz so ganz allein, es ist so unwirklich und man weiß nicht wie man das ertragen soll
Eben lag er doch noch im Schlafzimmer und ich war froh wenn er morgens schon seinen heißgeliebten Gurkensalat wollte, und nun ist sein Bett leer
@Franzi, auch ich wünsche dir viel, viel Kraft das alles zu überstehen, ich weiß das keine Worte dieser Welt dich trösten können, außer du denkst immer daran das dein Mann nun nicht mehr leiden muss
...wie gesagt, meinem Mann ging es seit dem 17.05. sehr schlecht, er hat nur noch gebrochen und war so schwach, wir hatten an dem Wochenende 2 Pflegedienste hier, auch am Montag Nachmittag war noch der Palliativarzt da, KEINER hielt es für nötig meinen Mann in die Klinik einzuweisen, so das wir am Dienstag früh selbst die Initiative ergriffen haben. Rückblickend: - gut das wir nach Gießen gefahren sind - dort waren alle sehr lieb und verständnisvoll aber auch ehrlich und geradeheraus, auch wenn es die furchtbarsten Tage meines Lebens waren (bis auf den kommenden Freitag vielleicht) war es das beste was wir tun konnten. Er war den ersten Tag in der Notaufnahme, indess haben wir (meine Tochter und ich) ein Hotelzimmer gesucht, am nächsten Morgen kam ein Anruf das sich sein Zustand verschlechtert hätte, wir sind dann panisch in die Klinik gefahren,.... zuvor waren wir so verblieben das die Ärzte alles medizinisch mögliche tun um ihn am Leben zu erhalten, seine Worte zum Arzt: "Ich würde schon noch gerne ein bisschen leben"

Dann kam alles anders, seine Leber, Lunge und auch die Nieren haben nicht mehr so gearbeitet wie sie es sollten, man hat ihn mit Adrenalin am Leben erhalten, nach einem weiteren Gespräch mit der Intensivstation, wo er mittlerweile lag, war klar das er so gut wie keine Chance mehr hat, - ich weiß nicht woher man die Kraft nimmt über so etwas zu "entscheiden" - aber ich hab ihn dann gefragt ob er so leben möchte und er sagte zu mir "schauen wir dann jetzt von Stunde zu Stunde?"

Wir durften dann noch die ganze Nacht und den kommenden Vormittag mit ihm verbringen, er hat erst immer noch sehr gewurschtelt, wurde dann zunehmend immer ruhiger und ist dann um ca. 13.30 Uhr friedlich eingeschlafen.
Ich bekomme die Bilder nicht aus meinem Kopf und er tat und tut mir soooo uuunendlich leid, er hat es nicht verdient gehen zu müssen wie alle anderen hier auch, das Leben ist sooo ungerecht..... ich vermisse ihn so sehr
Wünsche euch allen ein erholsames, sonniges Pfingstwochenende ohne Pleiten, Pech und Pannen, Daumen sind dauergedrückt für die, die sie momentan brauchen
VLG Gabi