Liebe Mitstreiter,
am Samstag 5. Juli 2014 um 17Uhr15 hat mein geliebter Mann seinen letzten Weg über die Regenbogenbrücke angetreten.




Nachdem wir am Dienstag zur Untersuchung in Heidelberg waren wurde er Stationär aufgenommen. Nach den Untersuchungen stand es sehr schlecht um Ihn.
Leber stark vergrößert, Bauchspeicheldrüsenentzündung und vor allen extrem schlechte Nierenwerte.
Die Ärtzte hatten da schon kaum Hoffnung, meinten aber vielleicht können seine Nierenwerte mit viel Flüssigkeit über den Port und einige andere Medis stabilisiert und verbessert werden.
Am Mittwoch rief mein GÖGA an und bat das ich am Freitag mit den Kindern Komme (Bei der Aufnahme meinte er noch, am Wochenende kommt Ihr nicht, da geht ihr auf die Ipf-Mess).
Am Freitag vormittag rief mich das KH auf der Arbeit an und bat das ich sobald wie möglich komme.
Ich habe dann unsere Tochter von der Schule geholt und wir sind zusammen mit unserem Sohn nach Heidelberg gerast.
Die Ärtztin hat dann mir und meinem Liebsten mitgeteilt, das das weitere Therapien keinen Sinn mehr machen.
Mit m einem Mann hat sie schon am Vortag gesprochen und Ihn gefragt wie er sich sein Ende vorstellt.
Zusammen haben wir dann noch die Medikation festgelegt. (Ich und mein GÖGA meinten dann schmerzfrei ohne Angst und Luftnot auch wenn die Medis das Leben um Tage bzw Stunden verkürzen können.)
Die Kinder haben sich dann von Ihrem Papi verabschiedet und sind dann nach Hause gefahrehn. Die Pfleger haben ein Bett als Ehebett für mich ins Zimmer gestellt und so konnte ich die ganze Zeit bei meinem Liebsten bleiben.
Als die Kinder weg waren haben die Pfleger mit hochdosiertem Morphium angefangen, aber trotzdem gab es immer mal wieder eine Schmerzspitze die mit einem zusätzlichen Schubs Morphium behandelt wurde. Am Samstag Mittag wurde zusätzlich noch ein Starkes Beruhigungsmittel gespritzt.
Und obwohl ich praktisch rund um die Uhr im Zimmer war, musste ich um 16 Uhr 55 kurz ans Kiosk um neue Tempos zu kaufen.
Ich war kaum 15 Minuten weg und als ich zurückkam hat sich die Atmung extrem verlangsamt und nach vielleicht 10 Atemzügen war mein Liebster auf dem letzten Weg.
Er wollte sich still und leise davonstehlen, aber ich bin Dankbar das ich noch rechtzeitig kam und ich Ihm die Hand halten konnte.
Als alles im KH geregelt war, bin ich dann mit dem Taxi nach Hause gefahren und musste meinen Kindern sagen, das Ihr Papi nich mehr kommt.


Seit her laufe ich wie in Trance herum. Für alles was ich tue benötige ich 3 Anläufe weil ich mit den Gedanken bei meinem Liebsten bin.
Das einzige was mich tröstet ist, das er fast ohne Schmerzen gehen konnte und am Schluß hatte er Schmerzen wie ein Tier.
Auserdem bin ich froh, das wir in Heidelberg waren, denn die haben uns wundervoll aufgefangen und uns beide begleitet. Allen auf Station 5 und der Chemoambulanz einen riesigen Dank.
Einen tieftraurigen Gruß
Phoenix