AW: Gibt es eine Hoffnung, dass sich BRCA1 nicht ve
Liebe Sabine,
ich kenne diese herbe Enttäuschung nur zu gut, wenn auch die letzte Hoffnung platzt, dass wenigstens die eigene Tochter vom Gendefekt verschont bleiben möge. Bei mir ist's schon ein Stück weit Wut und Verbitterung, nachdem bereits meine Großmutter, meine Zwillingsschwester und meine Cousine an BK resp. EK erkrankten und nach hartem Kampf früh sterben mußten, desweiteren meine Tante beidseits und ich einseitig ebenfalls an BK wegen des Gendefektes erkrankten. Übrigens war ich die erste in unserer Familie, die sich hat testen lassen und nach positivem Befund sich zur prophylaktischen Mastektomie entschlossen hat. Leider etwas zu spät! Ich hatte zum Zeitpunkt der OP keinen BK-Befund (sonst wär's ja keine Prophylaxe :--)), die Herde wurden intraoperativ gefunden und waren schon invasiv.
Meine Tochter ist zwar positiv getestet, vertagt z. Z. aber jede endgültige Entscheidung über Entfernung ihrer Brüste und/oder Eierstöcke. Angesichts unseres familiären Dramas glaubt sie nicht daran, dass wir vor unserem "Schicksal" davonlaufen können. ????? Sie wird aber in einem zertifizierten BZ engmaschig untersucht. Davon halte ich aufgrund meiner schlechten Erfahrungen eher wenig. Bei zwei Mammographien, einer Sonographie und unzähliger Tastuntersuchungen innerhalb von 9 Monaten wurde bei mir nichts! gefunden. Und ohne Verdacht oder gar suspektem Befund gab's für mich natürlich auch keine MRT-Untersuchung ...die einzige Methode, bei der mein lobulärer Tumor im frühen Stadium vielleicht gefunden worden wäre....
Viel, viel Glück für deine Tochter!! Möge wenigstens sie von der Krankheit verschont bleiben.
LG Hertzhaus
Geändert von Hertzhaus (25.03.2015 um 17:23 Uhr)
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