Ihr Lieben … ich danke euch so sehr … Jasmin, Bernsteinketterl und Hilflos … he, du hast dich her getraut, ich freu mich seh

r. Auch dir Chari vielen Dank!
Ich weiß, man kann mir schlecht was raten … ich weiß ja selbst gerade nicht ein noch aus. Und ich habe auch das Gefühl, ich jammere hier auf ganz, ganz hohem Niveau. Bernsteinketterl … wenn ich überlege, durch welch schwere Zeit ihr musstet und jetzt auch immer noch müsst … und bei mir läuft es ja eigentlich ganz gut. Wenn man das so schreiben kann. Papa ist so genügsam und nie kommt ein böses Wort. Wie würde ich damit umgehen, wenn er auch solch furchtbare Wesensveränderung wie es bei euch oder bei unserer Astrid war, durchmachen müsste? Eigentlich bin ich doch so dankbar dafür, dass es Papa den Umständen entsprechend ganz ok geht. Dass es immer wieder diese kurzen guten Tage gibt, an denen er sich erfreuen kann. Und dann frage ich mich, warum es die Mama nicht so sieht. Warum macht sie es sich und uns noch so viel schwerer als es ohnehin schon ist? Warum sagt sie solche bösen Dinge? Mir tut das so weh.
Und dann denke ich … dieses Forum … ja, es gibt so viel Leid und Schmerz hier, aber es zeigt mir auch, wie sehr ich dankbar dafür sein kann und auch muss, dass uns bisher auf Papas schwerem Weg vieles erspart geblieben ist. Und das wir ihn schon 10Monate bei seinem Kampf begleiten dürfen. Der Arzt damals im Krankenhaus sagte zum Papa: „Wenn Sie Weihnachten noch hier sind, klopfe ich Ihnen auf die Schulter.“ Und jetzt haben wir Mitte Mai. Mit vielen Tiefs, aber auch einigen Hochs … ich habe meinen Papa immer noch. Und im Juli hat er Geburtstag … und unser Sohn auch … und der einzige Wunsch auf dem Geburtstagszettel ist, dass sein Opi dann noch lebt. Und fast glaube ich daran, dass sich dieser Wunsch erfüllen könnte. Papa hängt so sehr am Leben. Aber dann ist da auch diese Angst um die Mama … wird sie durchhalten können? Wie lange reichen ihre Kräfte noch?