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Alt 30.09.2004, 13:54
Gast
 
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Standard Interferon-Therapie

Hallo Ihr Alle,
habe gerade in der gelben Liste die Infos für Interferon für Apotheker gelesen und habe sie euch kopiert.Meines Erachtens ein bißchen mehr als auf dem Beipackzettel, oder ?


Anwendung:
Haarzell-Leukämie. Progress., asympt. Kaposi-Sarkom b. AIDS- Pat., die eine CD4-Zellzahl >250/mm3 aufweisen. Philadelphia-Chromosom-pos., chron.-myeloische Leukämie (CML) i.d. chron. Phase. Kutanes T-Zell-Lymphom. Chron., histolog. nachgewiesene Hepatitis B u. C. bei erw. Pat. Zusätzl. Hepatitis C: Z. Ther. d. Hepatitis C soll Roferon-A in Komb. m. Ribavirin (s. dort) angew. werden, außer es besteht eine Kontraind. od. Unverträglk. gegenüber Ribavirin. Follikuläres Non-Hodgkin-Lymphom. Fortgeschrittenes Nierenzell-Karzinom. Malignes Melanom d. AJCC Stadiums II b. Pat., die nach d. Tumorresektion krankheitsfrei sind.

Gegenanzeigen:
Herzkrankh. (auch i.d. Anamnese). Erkrank. des ZNS (z.B. zerebrale Anfallsleiden). Schw. Leber- od. Niereninsuff. od. schw. Funktionsstör. d. Knochenmarks. Chron. Hepatitis m. dekompens. Lebererkr. od. Leberzirrhose., chron. Hepatitis unter od. nach kürzlicher immunsuppr. Ther. Neugeb. u. Kleinkdr. Kdr. u. Jgdl. bis 3J., immunsuppr. Ther. b. chron. Hep., b. chron. Hepatitis, im Anschl. an Immunsuppressiva. AIDS- Pat. m. CD4 <250/mm3 od. (anamnest.) erhöhter Inf.-neigung.

Anwendungsbeschränkungen:
Vorsicht b. Autoimmunerkrank. i.d. Anamn. Bei gleichz. immunsuppressiver Ther. muß d. immunstimul. Wirk. v. IFN alfa-2a beachtet werden. B. leichten bis mäßigen Nieren-, Leber- od. Knochenmarkfunkt.-stör. ist sorgfält. Überwachung erforderl. B. Transplantat-Pat. kann möglicherw. eine therap. beabs. Immunsupp. abschwächend beeinfl. werden. Verschlecht. od. Neuauftr. einer Psoriasis unter Ther. m. IFN alfa. Auftr. schwerwieg. psychiat. NW unter IFN alfa Ther. mögl., wie z.B. Depress., Suizidgedanken od. Suizidversuch. Alle Pat. sind auf diese NW hinzuweisen u. sollten diese umheg. dem Arzt melden. Die Behand. sollte abgebrochen werden: B. Auftreten schw. symptom. Reakt. od. Leukopenie bzw. Granulozytopenie u./od. Thrombozytopenie, Suizidneig.

Schwangerschaft:
Strenge Ind.-Stellung!

Stillzeit:
Strenge Ind.-Stellung!

Nebenwirkungen:
Grippeart. Erscheinung. wie Müdigk., Fieber, Schüttelfrost, Appetitlosigk., Muskel- u. Gelenkschm., Kopfschm., Schwitzen, Übelk. Selt.: Erbrechen, Geschmacksveränd., Mundtrockenh., Gewichtsverlust, Durchf., leichte bis mäßige Bauchschm., Verstopf., Flatulenz, Hypermotilität, Sodbrennen. In Einzelf. Magen-Darm-Blut. u. Wiederauftr. eines Magengeschwürs, Anstieg der Pankreasenzyme, d.h. Amylase/Lipase, m. od. ohne Abdominalschm. Veränd. der Leberfunkt.: Erhöh. Laborwerte (insbes. Erhöh. ALT-, alkal. Phosphatase-, LDH- u. Bilirubinwerte). Selt.: Hepatitis. Selt.: Benommenh., Schwindel, Sehstör., beeinträcht. Hirnfunkt., Vergesslichk., Depress., Schläfrigk., Verwirrth., Verhaltensstör. (wie Angst u. Nervosität), Schlafstör. Selt. Selbstmordgedanken, Selbstmordversuch, Selbstmord, schwere Somnolenz, Krämpfe, Koma, zerebrovask. NW, vorübergeh. Impotenz, ischämische Retinopathie. Gelegentl. Parästhesien, Taubheitsgef., Neuropathie, Juckreiz, Tremor. Vorübergeh. Hypertonie, Hypotonie, Ödeme, Zyanose, Herzarrhythmien u. palpitat. u. Brustschm. Selt. Husten, leichte Dyspnoe, Lungenödem, Pneumonie, dekompens. Herzinsuff., kardiorespirator. Stillstand u. Myokardinf. B. Pat. m. Hepatitis B wurden kardiovask. Probl. nur sehr selt. beobachtet. Selt. Wiederaufflammen v. Herpes labialis, Exanthem, Pruritus, Trockenh. v. Haut u. Schleimh., lauf. Nase, Nasenblut. Leichter bis mäßiger Haarausf. Selt. eingeschränk. Nierenfunkt., Stör. d. Elektrolythaush. (i.A. im Zus.-hang m. Appetitlosigk. od. Dehydratation), Proteinurie, erhöh. Zellzahl im Harnsediment. Selt. Erhöh. der Harnstoff-Stickstoff-(BUN-), Serumkreatinin- u. Harnsäurewerte. Selt. akutes Nierenversagen, das hauptsächl. b. Krebspat. m. gleichz. besteh. Risikofaktoren wie Nierenerkr. u./od. nephrotox. Begleitmedikat. auftrat. Vorübergeh. Leukopenie. Thrombozytopenien. Selt. Abfall der Hämoglobin- u. Hämatokritwerte. Klin. bedeutungslose Hypokalzämie. Selt. Hypothyreoidismus, Hyperthyreoidismus, Hyperglykämie. Reakt. an der Inj.-Stelle.

Wechselwirkungen:
Da Alpha-Interferone d. Zellstoffwechsel veränd., könnte INF alfa-2a d. Wirk. and. AM beeinfl. Konkrete Daten liegen noch n. vor. Alpha- INF könnte oxidative metab. Prozesse beeinfl. B. gleichz. Gabe v. zentral wirk. AM Verringerung Theophyllin-Clearance. Neurotox., hämatotox. od. kardiotox. Effekte v. zuvor od. gleichz. verab. and. AM können durch INF verstärkt werden.

Hinweise:
Reaktionsvermögen! Zur Therapie mit INF alfa-2a ist d. Durchsicht d. Fachinfo. unerläßl.! B. Pat. m. chron. Hepatitis B u. C, d. gleichz. eine Infekt. m.d. HIV-Virus aufweisen, ist d. Wirk. einer Behand. m. INF alfa-2a nicht belegt. B.d. Dos. müssen Krankh.-Sympt., Beeinfl. d. Knochenmarksfunkt. od. and., durch IFN alfa-2a u. gleichz. verabr. Medik. verursachte Abweich. v. norm. klin. Werten od. Laborwerten berücks. werden. B. zu starken NW Verringerung d. Dosis. Währ. d. Anw. müssen Frauen u. Männer empfängnisverhüt. Maßn. durchführ.

Dosierung:
Haarzell-Leukämie: Initial 1x tgl. 3 Mio I.E. s.c. od. i.m. Inj.: über 16-20 Wo. Erhaltungsdos.: 3x wöchentl. 3 Mio I.E.s.c. od. i.m. Inj. Kaposi-Sarkom: Initial 1.-3. Tag 3 Mio I.E. tgl., 4.-6. Tag 9 Mio I.E. tgl., 7.-9. Tag 18 Mio I.E. tgl., 10.-84. Tag 36 Mio I.E. tgl., s.c. od. i.m. über 10-12 Wo. Erhaltungsdos. 3x wöchentl. u. zwar i.d. höchsten f. d. Pat. verträgl. Dos., die aber 36 Mio I.E. nicht überschreitet. CML: Initial 1.-3. Tag 3 Mio I.E. tgl., 4.-6. Tag 6 Mio I.E. tgl., 7.-84. Tag 9 Mio I.E. tgl. s.c. od. i.m. Erhaltungsdos. 9 Mio I.E. tgl. bis 9 Mio I.E. 3x wöchentl. Kutanes T-Zell-Lymphom: Initial 1.-3. Tag 3 Mio I.E. tgl., 4.-6. Tag 9 Mio I.E. tgl., 7.-84. Tag 18 Mio I.E. tgl. s.c. od. i.m. Erhaltungsdos. 3x wöchentl. u. zwar i. d. höchsten f. d. Pat. verträgl. Dos., die aber 18 Mio I.E. nicht überschreitet. Chron. Hepatitis B: 2,5-5 Mio I.E. pro m2 KO 3x wö. f. 4-6 Mo. s.c. Inj. Chron. Hepatitis C: Roferon A in Komb. m. Ribavirin (Relapser) Roferon-A 3x wö. 4,5 Mio. I.E. s.c. od. i.m. Inj. über 6 Mon. Ribavirin 1000-1200mg/Tag aufgeteilt in 2 Dosen. Naive Pat.: Roferon-A: 3x wö. 3-4,5 Mio I.E. s.c. od. i.m. Inj. mind. 6 Mo. Ribavirin Dos. s. Relapser. Roferon-A Monother. initial 3x wö. 3-6 Mio I.E. s.c. od. i.m. über 6 Mo. Erhaltungsdos. 3x wö. 3 Mio I.E. f. weitere 6 Mo. Follikuläres Non-Hodgkin-Lymphom: 6 Mio I.E./m2 KO s.c. od. i.m. v. Tag 22-26 b. einer Therapiezyklus-Dauer v. 28 Tagen. Fortgeschritt. Nierenzell-Karzinom: 3 Mio I.E. 3x wö. in Wo. 1, 9 Mio I.E. 3x wö. in Wo. 2, ab 3. Wo. 3x 18 Mio.I.E./Wo. in Komb. m. 0,1mg Vinblastin/kg KG 1x alle 3 Wo. Operativ entferntes malignes Melanom: 3 Mio I.E. 3x/Wo. s.c. od. i.m. über 18 Mo. Unbedingt Gebrauchs- u. Fachinfo beachten!



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