Liebe Verträumte
Ich habe vorhin so gegen 22 Uhr deine Zeilen an mich gelesen und war zu müde noch zu antworten, wollte es aufschieben, aber ich konnte nicht einschlafen und bin jetzt aufgestanden um dir doch noch zu antworten. Du musst dich nicht entschuldigen, wegen meiner Mutter. Dein einziger Satz war aufrichtig gemeint und das ist alles was für mich zählte! Du musst mir nun im Moment nicht mit Rat und Tat zur Seite stehen, alles hat seine Zeit und deshalb hast du auch keinen Fehler gemacht indem du zu deinen Problemen übergegangen bist. Du bist da, du lebst und du musst erst noch deinen Lebensweg gehen, genau wie ich oder jeder andere. Meine Mutter hat einen anderen Weg eingeschlagen auf dem ich sie nicht mehr begleiten kann, aber du bist hier und deshalb lohnt es sich über deine Probleme zu reden. Du musst nicht immer stark sein und auch keine Maske aufsetzen, weil dadurch nur wertvolle Zeit vergeudet wird, ein verfälschtes Bild für deine Umwelt erzeugt wird was letztendlich nur zu Enttäuschung führt. Zugeben können, dass einem alles auch mal entgleitet, man nicht mehr ein noch aus weiss, das ist wohl eine noch grössere Stärke, weil man sich nur so auf Hilfe und Liebe einlassen kann, weil man so in sein Herz blicken lassen kann ohne dass die Vorhänge zugezogen sind und unser Gegenüber nur spekulieren kann was uns auf der Seele brennt. Ich denke es ist ganz normal wenn du auch negative Phasen durchmachen musst, denn auf diese Weise kannst du den Berg erklimmen, um wieder in eine positive Phase zu gelangen. Gerade diese "Arbeit" was mit Tränen und Schmerz, Verzweiflung und Angst zu tun hat...sie ist es doch, die uns wieder hoffen lässt und vorallem natürlich stark macht, uns neuen Mut schenkt um einen neuen Tag in Angriff zu nehmen. Da fällt mir gerade ein Spruch ein, der mir schon einmal in grosser Hoffnungslosigleit eine enorme Stütze war! "Wenn deine Pfade sich zur Tiefe neigen, wenn du vom Berg der Hoffnung musst mal niedersteigen, vergiss nicht, dass von einer Höh' zur anderen wir meist durch grüne Täler wandern!" Ich kenn deinen Weg nicht, aber mag er auch noch so beschwerlich und steinig sein, ab und zu blüht am Wegrand ein Blümchen für dich

es ist vielleicht keine pralle Rose mehr, aber es blüht nur für dich allein. Wer oder was in deinem Alltag dieses Blümchen ist darfst du ganz allein entscheiden. Ich hoffe du findest zu deiner Motivation zurück. Denk daran du bist nicht allein

Millionen von Menschen gehen einen Weg und wir haben alle ein gemeinsames Ziel....und unter diesen Millionen sind einige, die gerne am Wegrand für dich blühen werden

in diesem Sinne viele liebe Grüsse
Andi
Liebe Monika,
Liebe Liz und Willy
auch euch allen vielen herzlichen Dank für euere Antworten und alles alles Liebe, ich dachte nach dem Tod meiner Mutter hätte ich keinen Grund mehr hier her zu kommen

aber ich habe immer wieder das Bedürfnis mit euch zu hoffen, mit euch zu bangen und nicht selten auch mit euch zu weinen...
Ich wünsche euch allen einen goldenen Herbst und immer wieder neue Freude am neuen Morgen!
liebe Grüsse
Andi