Lungenkrebs und Metastasen
Liebe Lirsten,
auch ich möchte Dir mein aufrichtiges Beileid aussprechen. Ich kann total mit Dir fühlen und als ich Deinen Text gelesen habe, sind mir die Bilder von vor 8 Wochen wieder ganz extrem hochgekommen und die Tränen liefen auch nur noch.
Auch mein Paps durfte - so wie er sich das gewünscht hatte - zu Hause sterben. Als er abends mitbekommen hat (er hatte an dem Tag die erste Morphium-Spritze bekommen und schlief überwiegend), dass er zu Hause war und wir bei ihm waren, lächelte er noch einmal und schlief wieder ein. Er wachte am nächsten Morgen nicht mehr auf und meine Mum und ich haben es nachts nicht mitbekommen, wann er uns verlassen hat. Aber es war schön, von ihm zu Hause und ganz alleine ohne Ärzte oder fremde Menschen Abschied nehmen zu können.
Liebe Liz und lieber Willy,
ich wünsche mir so sehr, dass Eure Aussage im 1. Absatz zutreffen würde, aber bei mir wird der Schmerz und die Lücke sowie das Vermissen meines Paps von Tag zu Tag schwerer und schlimmer. In den ersten 3 Wochen nach seinem Tod konnte ich noch mit der Situation umgehen, aber jetzt habe ich einen Durchhänger nach dem anderen und komme so gar nicht auf die Füße.Zeit soll ja Wunden heilen, bei wird ist es da wohl nicht so der Fall. Ja, manchmal wünsche ich mir, auch einfach nur die Augen zu schließen und nie wieder zu öffnen...
Alles Liebe
Silke
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