Lungenkrebs und Metastasen
Liebe Gabi,
das kenne ich auch sehr gut mit der Agressivität. Paps war es immer an den Tagen, wo er ins KH mußte und so bis zu 2 Tage nach der Chemo oder der Bestrahlung. Ist ja auch zu verstehen. Er hat sich dann immer Gedanken gemacht, ob das alles was bringt und ihm helfen wird. Teilweise fehlte ihm der Glaube und die Angst war enorm groß. Ich habe ihm dann immer etwas Luft gelassen und bin dann vorsichtig über andere Themen als Krankheit, Krebs und die Frage "wie es ihm ginge" an ihn rangekommen. Es ist schon eine harte und schwere Last, die ein Patient da mit sich selbst ausmachen muß, daher habe ich ihm diese Agressivität nicht böse genommen.
Liebe Petra,
ich weiß nicht, ob ein Mensch spüren kann, ob dieser Tumor wächst, Paps hat ja damals während und nach der Kur gesagt (er hatte zu diesem Zeitpunkt keine Metastasen mehr auf der Lunge oder sonst wo), dass er einen neuen Tumor auf der Lunge sitzen abe. Ich konnte es nicht glauben, als er nach der Kur zur Großuntersuchung/Nachsorge in KH ist und mit der Diagnose raus kam, dass auf der Lunge ein neuer Fleck - eine andere Stelle als der erste - sei. Patienten haben da wohl ein ganz anderes Gefühl, was den eigenen Körper betrifft.
Jetzt aber drücke ich Deiner Mum ganz dolle die Daumen, dass die Kopfweh weggehen und die Bestrahlung und Chemo ihr helfen werden. Nimm sie bitte unbekannterweise einfach mal kurz für mich in den Arm - Danke.
Liebe Grüße
Silke
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