Waltonsvilla
Lieber Opa Egbert,
ich würde dir gerne Worte senden, um dich zu trösten, aber ich könnte nie das, was ich gerne sagen möchte in Worte fassen. Deshalb schicke ich dir einen Spruch, der mir immer geholfen hat, wenn ich ganz unten war.Vielleicht kennst du ihn sogar.
Ich schicke dir und deiner Pucki:"
Spuren im Sand
Ich hatte einen Traum. Ich ging, begleitet von Gott, nachts am Meer entlang. Am dunklen Himmel tauchten- wie helle Steifenlichter - Bilder aus meinem Leben vor mir auf. Sie hatten eines gemeinsam:Immer sah ich zwei Fußspuren im Sand - meine und die von meinem Gott.
Als das letzte Bild an meinen Augen vorbeigezogen war, schaute ich zurück und erschrak. Denn jetzt bemerkte ich, dass,an vielen Stellen meines Lebensweges nur eine Spur zu sehen war. Und diese Stellen waren gerade die schwersten Zeiten meines Lebens.
Besorgt, fast vorwurfsvoll sagte ich:"Gott, du hast versprochen, auf allen Wegen bei mir zu sein. Doch in den schwersten Zeiten meines Lebens ist nur eine Spur im Sand zu sehen. Warum hast du mich im Stich gelassen, als ich dich am meisten brauchte?"
Ruhig antwortete er:"Ich liebe dich und habe dich noch nie verlassen. Denn dort, wo du nur eine Spur gesehen hast, da habe ich dich getragen."
Lieber Egbert, du und deine Pucki, ihr seid nicht allein.
Karin B.
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